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CERABIEN™ MiLai wächst mit: mehr Möglichkeiten für individuelles Micro-Layering

CERABIEN™ MiLai wächst mit: mehr Möglichkeiten für individuelles Micro-Layering

Mit 20 zusätzlichen Farbtönen und zwei neuen Kits wird CERABIEN™ MiLai noch vielseitiger. Das System wurde speziell für das Micro-Layering auf Zirkonoxid sowie Lithiumdisilikat entwickelt und verbindet die vertraute Verarbeitung einer Pulverkeramik mit den Anforderungen moderner Dünnschichtverblendungen.

Moderne Zirkonoxide und Lithiumdisilikate ermöglichen Restaurationen, die häufig nur noch minimal reduziert werden müssen. Damit verändert sich auch die Aufgabe der Verblendkeramik: Statt großvolumiger Schichtungen geht es darum, Farbe, Transluzenz, Lichtwirkung und individuelle Charakteristika in einer dünnen keramischen Schicht zu ergänzen.

Dafür wurde CERABIEN™ MiLai entwickelt. Die niedrigschmelzende Pulverkeramik lässt sich in ihrer Konsistenz individuell einstellen und ermöglicht dadurch ein vertrautes, kontrolliertes Schichtverhalten – auch bei feinen Strukturen und geringen Schichtstärken. Die Brenntemperatur von 740 °C macht das System sowohl für Zirkonoxid als auch für Lithiumdisilikat einsetzbar.

20 neue Farbtöne für mehr Individualisierung

Das kompakte Sortiment wird nun um 20 zusätzliche Farbtöne erweitert. Sie ergänzen die Bereiche Opacious Body, Body, Enamel, Luster, Clear Cervical und Mamelon. Dadurch stehen Zahntechnikerinnen und Zahntechnikern mehr Möglichkeiten zur Verfügung, Helligkeit, Transluzenz, Farbtiefe und individuelle Effekte gezielt zu steuern. Die Erweiterung richtet sich nicht nur an erfahrene Keramiker. Vielmehr lässt sich das System je nach Arbeitsweise und gewünschtem Individualisierungsgrad unterschiedlich nutzen.

Zwei neue Kits für unterschiedliche Anforderungen

Das Advanced Layering-Kit enthält die 20 zusätzlichen Farbtöne und ergänzt das bestehende Micro-Layering-Kit. Es richtet sich an Anwender, die ihre Möglichkeiten beim Schichten und bei der Charakterisierung weiter ausbauen möchten.

 

Das Powder Starter-Kit kombiniert sieben Verblendkeramiken mit fünf Internal Stains. Die übersichtliche Zusammenstellung erleichtert den Einstieg ins Micro-Layering und bietet eine kompakte Basis, um die Technik systematisch kennenzulernen.

Ein System, verschiedene Wege

CERABIEN™ MiLai lässt unterschiedliche Herangehensweisen zu: von der Charakterisierung mit Internal Stains bis zur weitergehenden keramischen Individualisierung. Dabei bleibt das Grundprinzip gleich – mit möglichst geringem Materialeinsatz gezielt dort zu ergänzen, wo Farbe, Lichtwirkung und Morphologie es erfordern. Grundlage bildet die synthetische Feldspatkeramik-Technologie von Kuraray Noritake. Sie ist auf konstante Verarbeitungseigenschaften und stabile optische Eigenschaften auch über mehrere Brennzyklen hinweg ausgelegt.

Mit der Portfolioerweiterung wird CERABIEN™ MiLai damit zu einem noch flexibleren System für unterschiedliche Erfahrungsstufen und Arbeitsweisen – vom Einstieg in das Micro-Layering bis zur differenzierten ästhetischen Individualisierung.

Indirekte Restauration im Seitenzahnbereich mit Katana™ Avencia™ Block 2

Indirekte Restauration im Seitenzahnbereich mit Katana™ Avencia™ Block 2

KLINISCHER FALLBERICHT VON VÍCTOR HENAREJOS DOMINGO – DDS, MSC

Moderne indirekte restaurative Behandlungskonzepte entwickeln sich zunehmend hin zu effizienteren, digital gestützten und vereinfachten Workflows. Die Integration von CAD/CAM-Technologien in Kombination mit universell einsetzbaren Materialien ermöglicht eine Optimierung klinischer Abläufe, reduziert die Komplexität der Behandlung und erhöht die Vorhersagbarkeit restaurativer Therapien. Moderne CAD/CAM-Hybridmaterialien auf Kompositbasis bieten in Verbindung mit selbstadhäsiven Befestigungskompositen und Universaladhäsiven hervorragende mechanische und ästhetische Eigenschaften. Gleichzeitig erlauben sie im Vergleich zu konventionellen restaurativen Verfahren vereinfachte und weniger techniksensitive Befestigungsprotokolle.

Der vorliegende klinische Fallbericht demonstriert den kombinierten Einsatz von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Dark (Low Flow), KATANA™ Cleaner, CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2, KATANA™ AVENCIA™ Block 2, PANAVIA™ SA Cement Universal sowie dem TWIST™ DIA Poliersystem für Komposite (alle Produkte: Kuraray Noritake Dental Inc.) bei der adhäsiven Versorgung eines endodontisch behandelten zweiten Molaren.

ABB. 1: AUSGANGSSITUATION ZAHN 47. DEUTLICHE ZERSTÖRUNG DER KLINISCHEN ZAHNKRONE.
ABB. 2: KLINISCHE UND RÖNTGENOLOGISCHE SITUATION NACH ABSCHLUSS DER ENDODONTISCHEN BEHANDLUNG UND VOR DER REKONSTRUKTION DER VERBLIEBENEN ZAHNHARTSUBSTANZ.
ABB. 3: SOFORTIGER STUMPFAUFBAU MIT CLEARFIL MAJESTY™ ES FLOW UNIVERSAL DARK LOW. DIE REKONSTRUKTION SCHAFFT EINE GLEICHMÄßIGE AUSGANGSBASIS FÜR DIE PRÄPARATION ZUR AUFNAHME DES OVERLAYS.

FALLBESCHREIBUNG

Eine 48-jährige Patientin stellte sich mit einer ausgeprägten koronalen Zerstörung des unteren rechten zweiten Molaren vor. Der Zahn war symptomatisch; eine endodontische Behandlung war bereits in einer anderen Praxis begonnen worden. Nach klinischer und röntgenologischer Befundung wurde beschlossen, die Wurzelkanalbehandlung abzuschließen und den Zahn mit einem CAD/CAM-gefertigten adhäsiv befestigten Overlay zu versorgen (Abb. 1).

Nach Abschluss der endodontischen Behandlung musste die verbliebene Zahnhartsubstanz stabilisiert werden, um eine belastbare Grundlage für das Overlay zu schaffen (Abb. 2). Hierzu erfolgte eine selektive Schmelzätzung mit K-ETCHANT Syringe, einem 35%igen Phosphorsäuregel mit guter Applizierbarkeit und standfester Konsistenz, gefolgt von der Applikation von CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2. Der anschließende Stumpfaufbau erfolgte mit CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Dark Low, einem hochgefüllten, universell einsetzbaren fließfähigen Komposit mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften, das sich insbesondere für funktionell hoch belastete Restaurationen im Seitenzahnbereich eignet (Abb. 3).

Anschließend erfolgte unter Kofferdam die Präparation für ein adhäsiv befestigtes Overlay nach einem defektorientierten, minimalinvasiven Konzept (Abb. 4). Im Anschluss wurden die intraoralen Scans mit einem TRIOS 5 Intraoralscanner (3Shape) angefertigt (Abb. 5). Nach computergestützter Konstruktion der Restauration wurde das Overlay aus einem KATANA™ AVENCIA™ Block 2 in der hochtransluzenten Variante (HT) gefertigt. Der transluzente CAD/CAM-Verbundwerkstoff ist speziell für indirekte Teilrestaurationen im Seitenzahnbereich indiziert und zeichnet sich durch eine hohe mechanische Festigkeit, eine hervorragende ästhetische Integration sowie eine schnelle Hochglanzpolitur aus (Abb. 6).

Abb. 4 Defektorientierte, anatomisch geführte Präparation für ein Overlay. Die gesunde Zahnhartsubstanz bleibt weitestgehend erhalten; zugleich entstehen klar definierte Präparationsgrenzen für die anschließende digitale Abformung.
Abb. 5 Digitale Abformung und CAD-Konstruktion der Restauration.
Abb. 6 CAD/CAM-gefertigtes Overlay aus KATANA™ AVENCIA™ Block 2 HT. Die anatomische Gestaltung unterstützt eine harmonische ästhetische Integration in die natürliche Zahnsubstanz.
Abb. 7 Unter Kofferdam isoliertes Operationsfeld vor der adhäsiven Befestigung des angefertigten Overlays.
Abb. 8 Vorbehandlung der Innenfläche des Overlays durch Aluminiumoxidstrahlen mit anschließender Dekontamination mittels KATANA™ Cleaner.

Eine Woche später erfolgte die definitive Befestigung des Overlays (Abb. 7). Sowohl die Innenfläche der Restauration als auch die Zahnhartsubstanz wurden zuvor mit KATANA™ Cleaner dekontaminiert. Der Universalreiniger enthält MDP-Salz (auf Basis der MDP-Technologie), das Speichel- und Blutkontaminationen sowohl intraoral als auch extraoral innerhalb von zehn Sekunden zuverlässig entfernt (Abb. 8). Ziel dieser Vorbehandlung war die Optimierung der Haftbedingungen für eine dauerhaft sichere und vorhersagbare adhäsive Befestigung.

Anschließend erfolgte erneut eine selektive Schmelzätzung mit K-ETCHANT Syringe, gefolgt von der Applikation von CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2. Das Universaladhäsiv der neuesten Generation zeichnet sich durch ein vereinfachtes Anwendungsprotokoll mit kurzer Einwirkzeit und ohne anschließende Wartephase aus. Gleichzeitig gewährleistet es eine ausgezeichnete Benetzung sowie eine dauerhafte Haftung an Schmelz und Dentin (Abb. 9).

Abb. 9 Dekontamination der Zahnhartsubstanz mit KATANA™ Cleaner, gefolgt von selektiver Schmelzätzung und Applikation von CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2. Das vereinfachte Adhäsivprotokoll reduziert die Zahl der Arbeitsschritte.
Abb. 10 Definitive adhäsive Befestigung des Overlays mit PANAVIA™ SA Cement Universal Automix in der Farbe Universal (A2). Die präzise Passung der Restauration sowie die kontrollierte Applikation des Befestigungskomposits während des Einsetzens sind gut erkennbar.
Abb. 11 Entfernung überschüssigen Befestigungskomposits nach der kurzen Lichthärtung (Tack-Cure) von PANAVIA™ SA Cement Universal Automix.
Abb. 12 Übersicht der im restaurativen Workflow eingesetzten Produkte gemäß dem „Universal Excellence“-Konzept von Kuraray Noritake Dental Inc.

Die definitive Befestigung des Overlays erfolgte mit PANAVIA™ SA Cement Universal Automix (Farbe Universal, A2). Das universelle selbstadhäsive Befestigungskomposit enthält sowohl das funktionelle MDP-Monomer als auch das innovative LCSi-Silan und ermöglicht dadurch eine dauerhafte chemische Haftung an Zirkonoxid, Kompositen und Keramiken, ohne den Einsatz zusätzlicher Primer. Das Material zeichnet sich durch eine einfache Handhabung sowie eine komfortable Überschussentfernung aus: Eine kurze Lichthärtung von zwei bis fünf Sekunden (Tack-Cure) ermöglicht die schnelle, saubere und kontrollierte Entfernung überschüssigen Befestigungskomposits und erleichtert so den klinischen Arbeitsablauf (Abb. 10–12).

Die Kombination aus KATANA™ Cleaner, CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 und PANAVIA™ SA Cement Universal ermöglicht einen vereinfachten, effizienten und hochvorhersagbaren Workflow. Gleichzeitig werden sowohl die Anzahl der verwendeten Materialien als auch die klinischen Arbeitsschritte reduziert, ohne Kompromisse hinsichtlich Haftfestigkeit oder Langlebigkeit der Restauration einzugehen. Abschließend erfolgten die Okklusionskontrolle und die Politur der Restaurationsoberfläche mit TWIST™ DIA für Komposit. Das zweistufige Diamant-Poliersystem ermöglicht sowohl bei direkten als auch bei indirekten Restaurationen innerhalb kurzer Zeit einen natürlichen, lang anhaltenden Hochglanz (Abb. 13–15).

Abb. 13: Endpolitur der Restauration mit dem TWIST™ DIA for Composite
Abb. 14: Seitenansicht unmittelbar nach der adhäsiven Befestigung des Hybridwerkstoff-Overlays. Die Restauration zeigt eine exzellente marginale Passung sowie eine harmonische anatomische und ästhetische Integration.
Abb. 15: Klinische und röntgenologische Kontrolle einen Monat nach der adhäsiven Befestigung.

SCHLUSSFOLGERUNGEN UND KLINISCHE AUSWIRKUNGEN

Die Integration universell einsetzbarer Materialien in digitale restaurative Workflows vereinfacht indirekte adhäsive Versorgungen, steigert die klinische Effizienz und reduziert die Technikempfindlichkeit des Behandlungsablaufs. Die Kombination aus CAD/CAM-gefertigten Restaurationen, Universaladhäsiven und universellen Befestigungskompositen ermöglicht minimalinvasive, effiziente und hochvorhersagbare Behandlungskonzepte, die den Anforderungen der modernen restaurativen Zahnheilkunde in besonderem Maße gerecht werden.

Quellenangaben:

Tian F, Jett K, Flaugher R, Arora S, Bergeron B, Shen Y, Tay F. Effects of dentine surface cleaning on bonding of a self-etch adhesive to root canal sealer-contaminated dentine. J Dent 2021;112:103766.

Breschi L, Van Meerbeek B. Editorial: Universal adhesives – to etch or not to etch? J Adhes Dent 2021;23(4):283.

Breschi L, Maravic T, Mazzitelli C, Josic U, Mancuso E, Cadenaro M, Pfeifer CS, Mazzoni A. The evolution of adhesive dentistry: From etch-and-rinse to universal bonding systems. Dent Mater 2025;41(2):141–158.

Maravić T, Mazzitelli C, Mancuso E, Del Bianco F, Josić U, Cadenaro M, Breschi L, Mazzoni A. Resin composite cements: Current status and a novel classification proposal. J Esthet Restor Dent 2023;35(7):1085–1097.

Sulaiman TA, Abdulmajeed AA, Altitinchi A, Ahmed SN, Donovan TE. Mechanical properties of resin-based cements with different dispensing and mixing methods. J Prosthet Dent 2018;119(6):1007–1013.

Über den Autor

Dr. Victor Henarejos-Domingo, DDS, MSc, ist Prothetiker in Barcelona (Spanien) und außerordentlicher Professor am Lehrstuhl für Restaurative Zahnmedizin der Universitat Internacional de Catalunya. Er verfügt über einen Masterabschluss in Ästhetischer Restaurativer Zahnmedizin sowie ein postgraduales Diplom in Endodontie der Universität Barcelona. Neben seiner klinischen Tätigkeit engagiert er sich intensiv in der Forschung und ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen in internationalen Fachzeitschriften mit den Schwerpunkten restaurative und digitale Zahnmedizin. Als Gastreferent und Kursleiter hält er national und international Fortbildungsveranstaltungen für Zahnärztinnen und Zahnärzte ab. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in der restaurativen Zahnmedizin, digitalen Workflows und Adhäsivtechniken.

KATANA™ AVENCIA™ Block 2

Kuraray Noritake Dental Inc. stellt den KATANA™ AVENCIA™ Block 2 vor

Kuraray Noritake Dental stellt den KATANA™ AVENCIA™ Block 2 vor – eine neue Generation von Hochleistungsblöcken für die Chairside-CAD/CAM-Verarbeitung

Kuraray Noritake Dental Inc. gibt die Markteinführung von KATANA™ AVENCIA™ Block 2 bekannt, einem Hochleistungsblock der zweiten Generation, der für effiziente, hochwertige Einzelzahnrestaurationen im Chairside-CAD/CAM-Workflow entwickelt wurde.

KATANA™ AVENCIA™ Block 2 wurde für Inlays, Onlays, Veneers und Kronen entwickelt und ist in zwei optimierten Varianten erhältlich. Die Variante „Multi-Layered“ (ML) bietet einen nahtlosen Farbverlauf für Kronen mit natürlichem Erscheinungsbild, während die Variante „High-Translucent“ (HT) für Teilrestaurationen wie Inlays und Onlays konzipiert ist. Beide Varianten enthalten hochkonzentrierte, ultrafeine Partikelfüllstoffe, die für zuverlässige mechanische Eigenschaften und gleichbleibende Ästhetik sorgen.

KATANA™ AVENCIA™ Block 2 vereint Festigkeit mit optischer Integration. Sein firmeneigenes Herstellungsverfahren ermöglicht eine gleichmäßige Kunststoffimprägnierung, eine hohe Füllstoffdichte und glatte Oberflächen, was zu zuverlässigen Restaurationen und langfristiger Verschleißfestigkeit beiträgt. Das Material lässt sich schnell auf Hochglanz polieren, was dazu beiträgt, die Behandlungszeit zu verkürzen, ohne die Ästhetik zu beeinträchtigen.

Die Blöcke sind für unkomplizierte klinische Arbeitsabläufe konzipiert. Sie lassen sich mit gängigen CAD/CAM-Systemen bearbeiten, ermöglichen das Nass- oder Trockenfräsen und erfordern kein Brennen. Die Befestigungsprotokolle sind sowohl mit selbstadhäsiven als auch mit konventionellen Befestigungskompositen kompatibel und bieten somit Flexibilität je nach klinischer Präferenz.

Als Teil des 360°-Workflows von Kuraray Noritake lässt sich der KATANA™ AVENCIA™ Block 2 nahtlos in etablierte restaurative Lösungen wie PANAVIA™ SA Cement Universal, PANAVIA™ V5 und CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 integrieren und unterstützt so vorhersagbare Ergebnisse bei einem breiten Spektrum klinischer Indikationen. Die Restaurationen bleiben mit Kompositmaterialien modifizierbar und reparierbar, was eine langfristige Pflege ermöglicht.

Mit KATANA™ AVENCIA™ Block 2 erhalten Zahnärzte eine zeitsparende Lösung, die sowohl funktionelle Zuverlässigkeit als auch natürliche Ästhetik in der täglichen restaurativen Zahnmedizin gewährleistet.

KATANA™ AVENCIA™ Block 2 ist in den Ausführungen „Multi-Layered“ (ML) und „High-Translucent“ (HT) erhältlich, in verschiedenen Farbtönen und Größen sowie mit zwei Mandrel-Optionen: „Universal“ und „CEREC“, was die Kompatibilität mit bevorzugten CAD/CAM-Systemen gewährleistet.

Ein reibungsloser Weg zu einem strahlenden Lächeln

Ein reibungsloser Weg zu einem strahlenden Lächeln

Fall von DT Vasilis Vasiliou

Mikro-Layering mit CERABIEN MiLai

Ganz gleich, ob jung oder alt, ob Mann oder Frau: Patienten verdienen ein Lächeln, das zu ihren Nachbarzähnen, ihrem Gesicht, ihrem Charakter und ihren individuellen Bedürfnissen passt. Um natürlich wirkende Restaurationen herstellen zu können, die ihr Leben zum Besseren verändern, sollten auch wir als Zahntechniker genau hinschauen – und aufmerksam zuhören, wenn sie uns ihre Geschichten erzählen.

„Wir müssen genau hinschauen und den Geschichten, die uns unsere Patienten erzählen, aufmerksam zuhören.“

– Vasilis Vasiliou –

Herr Andreas ist ein perfektes Beispiel dafür. Er kam in die Zahnarztpraxis, mit dem Wunsch einer Frontzahnrestauration. Er wünschte sich ein altersgerechtes, natürliches Aussehen der Zähne und ein schönes Lächeln.

Nach sorgfältiger Beobachtung und Anamnese kamen wir zu dem Schluss, dass Zirkonoxidrestaurationen die beste Lösung für die Versorgung der oberen Schneidezähne darstellen würden. Der Plan sah vor, die Gerüste aus dem KATANA™ Zirconia YML, Farbe D3 (Kuraray Noritake Dental Inc.), zu fräsen. Um die Integration einiger natürlicher Charakteristika zu erleichtern, wurde ein Gerüstdesign mit vorwiegend vestibulärem Cutback gewählt. Als Veredelungstechnik wurde das Mikro-Schichtverfahren mit CERABIEN™ MiLai (Kuraray Noritake Dental Inc.) gewählt, einer speziell für diesen Ansatz entwickelten Keramik.

Wichtige Schritte im Veredelungsprozess waren:

  • Charakterisierung des gemahlenen Zirkonoxids mit färbenden Flüssigkeiten
  • Vorbehandlung der sandgestrahlten Zirkonoxid-Oberflächen mit SS Fluoro und Margin-Porzellan
  • Innenfärbung mit CERABIEN™ MiLai-Innenfärbemitteln
  • Anwendung von CERABIEN™ MiLai-Glanzporzellan

LABORABLAUF

Die Kronen wurden mithilfe der Leahu-Bibliothek konstruiert. Die Bibliothek enthält maßgeschneiderte Zahndesigns (Teil der Truedental-Bibliothek, exocad DentalCAD. Abb. 1). Es wurden monolithische Kronen gefertigt, diese im vestibulären Bereich leicht zurückgeschnitten (Abb. 2) und anschließend gefräst.

Abbildung 3 zeigt die gesinterten Gerüste auf dem Modell, Abbildung 4 die Anprobe im Mund des Patienten. Da sich Passform und Form der Restaurationen als ausgezeichnet erwiesen, war es an der Zeit, die interne Färbung und das Mikro-Layering zu planen (Abb. 5 und 6).

Die Herausforderung hierbei besteht darin, den Platz sinnvoll zu nutzen – weshalb eine detaillierte Schichtungsskizze hilfreich sein kann. Nachdem Schichten (Abb. 7 bis 10), wurde die Oberflächenstruktur fertiggestellt und die Restaurationen wurden zur ästhetischen Beurteilung erneut eingepasst. Schließlich wurden die Kronen in der Praxis mit PANAVIA™ V5 (Kuraray Noritake Dental Inc.) adhäsiv befestigt.

Das Behandlungsergebnis ist in Abbildung 11 dargestellt.


Abb. 1: CAD-Konstruktion der Gerüste: Die Kronen werden im Transparenzmodus dargestellt, um die Pfeiler sichtbar zu machen

 


Abb. 2: CAD-Konstruktion der Gerüste: Außenkontur der Kronen mit stark ausgeprägter Oberflächenstruktur und ausreichend Platz für die Mikroschichtung

 


Abb. 3: Restaurationen nach dem Sintern auf dem Modell

 


Abb. 4: Anprobe der Kronen im Mund

 


Fig. 5. Layering sketch for the restorations: Internal staining. Fig. 6. Layering sketch for the restorations: Luster porcelain application.

Abb. 7: Internal Stain – spezifische Merkmale, die für einen natürlichen Tiefeneffekt entwickelt wurden

Abb. 8: Schichtung im Hals- und Körperbereich

Abb. 9: Abschließende Schichtung mit Lustermassen zur Vervollständigung der Morphologie

Abb. 10: Restaurationen nach Oberflächenbearbeitung auf dem Modell

Abb. 11: Behandlungsergebnis

FAZIT

Der Patient war mit dem Behandlungsergebnis rundum zufrieden und überzeugt, dass sich seine Investition gelohnt hatte. Indem wir unseren auf seine individuellen Bedürfnisse ausgerichtet haben, seine Zähne, sein Lächeln und seine Mimik beobachteten und moderne Werkstoffe nutzten, konnte dieses Ergebnis sicher erreicht werden.

Vielen Dank an Dr. Zinonas Evagorou für die großartige Zusammenarbeit und seine klinische Expertise, ohne die solche Ergebnisse unmöglich wären.

Zahntechniker:

VASILIS VASILIOU

Vasilis Vasiliou wurde in Nikosia, Zypern, geboren und schloss 2004 seine Ausbildung an der Fachschule für Zahntechnik in Athen ab. Er hat sich durch die Teilnahme an mehreren Fortbildungsseminaren unter der Leitung von Mentoren und Experten auf diesem Gebiet, wie Ilias Psarris und Nondas Vlachopoulos, weitergebildet. Im Laufe seiner Karriere hat Vasilis einen bedeutenden Beitrag zur zahnmedizinischen Fachwelt geleistet, unter anderem durch Vorträge auf verschiedenen Konferenzen in Griechenland und durch die Veröffentlichung von Artikeln in griechischen Fachzeitschriften für Zahnmedizin. Seit 2020 ist er ein wichtiger Meinungsführer für die MPF Brush Company und seit 2022 Botschafter vom HASS. Vasilis ist seit 2019 aktives Mitglied des International Team for Implantology (ITI). Zusammen mit seinem Vater betreibt Vasilis ein erfolgreiches Dentallabor in Nikosia, das sich auf Vollkeramik- und Implantatversorgungen spezialisiert hat. Dank seiner langjährigen Erfahrung und seinem Streben nach Spitzenleistungen hat er sich als angesehener Experte auf seinem Gebiet etabliert.

Eine Farbe, zwei Fließfähigkeiten, viele Möglichkeiten

Eine Farbe, zwei Fließfähigkeiten, viele Möglichkeiten

Weniger Farbtöne bevorraten, schneller auswählen und dennoch ein breites Indikationsspektrum abdecken: CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Low und Super Low wurde für mehr Einfachheit im Praxisalltag entwickelt. Wie funktioniert das universelle Farbkonzept, wann kommt U oder UD zum Einsatz und kann ein fließfähiges Komposit tatsächlich als definitive Seitenzahnrestauration verwendet werden? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Fließfähige Komposite gehören selbstverständlich zur direkten Füllungstherapie. Gleichzeitig werden sie häufig noch immer vor allem mit kleinen Kavitäten, Unterfüllungen oder schwer zugänglichen Bereichen verbunden. CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Low und Super Low ist breiter aufgestellt: Das lichthärtende, röntgenopake Füllungskomposit eignet sich für direkte Restaurationen im Front- und Seitenzahnbereich und kann auch als definitives Restaurationsmaterial für Klasse-I- und Klasse-II-Kavitäten eingesetzt werden.

Was bedeutet das für die Praxis?

Das Materialkonzept reduziert die Zahl der erforderlichen Farbtöne und Zusatzkomponenten. Für zahlreiche klinische Situationen stehen zwei Universalfarben und zwei Fließfähigkeiten zur Verfügung. Ein zusätzlicher Blocker oder Opaker ist nicht erforderlich. Gleichzeitig ermöglichen die mechanischen Eigenschaften den Einsatz auch in okklusal belasteten Bereichen.

Für die Praxis bedeutet das:

  • einfachere Farbauswahl
  • weniger Materialvarianten im Lager
  • geringeres Risiko selten genutzter und ablaufender Farben
  • weniger zusätzliche Arbeitsschritte
  • ein breites Spektrum direkter Restaurationen
  • zwei Fließfähigkeiten für unterschiedliche klinische Anforderungen

Was ist CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Low und Super Low?

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Low und Super Low ist die neueste Ergänzung der fließfähigen CLEARFIL MAJESTY™-Serie. Es handelt sich um ein universelles, lichthärtendes und röntgenopakes Füllungskomposit für Front- und Seitenzahnrestaurationen.

Zu den wesentlichen Eigenschaften zählen:

  • universelles Farbkonzept
  • hohe mechanische Festigkeit
  • zwei Fließfähigkeiten
  • gute Handhabung
  • leichte Polierbarkeit
  • lang anhaltender Glanz

Die beiden Varianten ergänzen damit das modellierbare Universalkomposit CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal innerhalb der CLEARFIL MAJESTY™-Familie.

Wie viele Farbtöne gibt es und wie werden sie verwendet?

Es stehen zwei Universalfarben zur Verfügung: U und UD.

U ist die Hauptfarbe. Bei Klasse-I- und Klasse-II-Kavitäten deckt sie die 16 Farben des VITA-classical-Farbschlüssels ab. Im Frontzahnbereich ist U für die Farbbereiche A1, A2 und A3 vorgesehen.

UD wird für dunklere Frontzahnrestaurationen empfohlen, beispielsweise für die Farben A3,5 und A4.

Damit lässt sich ein großes Spektrum direkter Restaurationen mit wenigen Farben abdecken. Die Farbauswahl wird übersichtlicher, während sich zugleich die Lagerhaltung vereinfacht.

Wie funktioniert die Farbanpassung?

Hinter der optischen Integration stehen drei aufeinander abgestimmte Faktoren:

  • optimierte Transluzenz
  • optimierte Lichtstreuung
  • angepasstes Chroma

Die Transluzenz lässt die Farbe der umgebenden Zahnhartsubstanz durch das Material wirken. Gleichzeitig sorgt die Light Diffusion Technology dafür, dass einfallendes Licht ähnlich wie in natürlicher Zahnhartsubstanz gestreut wird. Das Material nimmt dadurch die Farbwirkung seiner Umgebung auf und fügt sich in die Kavität ein. Das angepasste Chroma unterstützt diesen Effekt. Die Universalfarben U und UD wirken nicht als starre Einzelfarben, sondern nehmen optische Eigenschaften der umgebenden Zahnsubstanz auf. So entsteht der gewünschte Chamäleoneffekt.

Welche Vorteile hat das universelle Farbkonzept für die Zahnärztin und den Zahnarzt?

Ein umfangreiches Farbsortiment bedeutet nicht nur mehr Auswahl, sondern auch mehr Lagerbestand. Einige Farbtöne werden selten verwendet, müssen jedoch trotzdem vorrätig sein. Das erhöht das Risiko, dass Materialien vor dem vollständigen Verbrauch das Ende ihrer Haltbarkeit erreichen.

Das vereinfachte Farbkonzept reduziert diesen Aufwand. Gleichzeitig kann es die klinische Farbauswahl erleichtern. Gerade in Situationen, in denen sich die Zahnfarbe nicht eindeutig bestimmen lässt, kann eine Universalfarbe mit guter optischer Anpassung Zeit sparen und das Risiko einer unpassenden Farbwirkung verringern.

Ist ein zusätzlicher Blocker oder Opaker erforderlich?

Nein. Für CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Low und Super Low ist weder im Front- noch im Seitenzahnbereich ein zusätzlicher Blocker oder Opaker erforderlich. Grund dafür sind die gezielt abgestimmte Transluzenz und die integrierte Light Diffusion Technology. Dadurch entfällt ein zusätzlicher Material- und Arbeitsschritt.

Kann ein fließfähiges Komposit als definitive Seitenzahnrestauration verwendet werden?

Fließfähige Komposite werden häufig mit einer geringeren mechanischen Belastbarkeit verbunden. CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Low und Super Low weist jedoch mechanische Eigenschaften auf, die mit denen vieler herkömmlicher pastenförmiger Komposite vergleichbar sind.

Die Biegefestigkeit beträgt:

  • 151 MPa bei Low
  • 152 MPa bei Super Low

Der Füllstoffgehalt liegt bei:

  • 75 Gewichtsprozent bei Low
  • 78 Gewichtsprozent bei Super Low

Damit ist der Einsatz als definitives Restaurationsmaterial auch für Klasse-I- und Klasse-II-Kavitäten möglich. Insgesamt ist das Material für Restaurationen der Klassen I bis V vorgesehen.

Warum stehen zwei Fließfähigkeiten zur Verfügung?

Kavitätenform, Zugänglichkeit und bevorzugte Verarbeitungstechnik stellen unterschiedliche Anforderungen an die Konsistenz eines Komposits. CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ist deshalb in den Varianten Low und Super Low erhältlich. Beide Varianten folgen demselben universellen Farbkonzept und bieten vergleichbare mechanische Eigenschaften. Die Auswahl richtet sich nach der jeweiligen klinischen Situation und der gewünschten Fließfähigkeit. So lässt sich das Material gezielt an den individuellen Arbeitsablauf anpassen. Die Broschüre hebt die beiden Fließfähigkeitsoptionen als Bestandteil des vereinfachten Materialkonzepts hervor.

Ist das Material röntgenopak?

Ja. CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Low weist eine Röntgenopazität von 1,4 mmAl auf, Super Low eine Röntgenopazität von 1,5 mmAl. Damit lässt sich das Restaurationsmaterial bei späteren Röntgenkontrollen von der umgebenden Zahnhartsubstanz abgrenzen.

Weniger Komplexität, ohne das Indikationsspektrum zu verkleinern

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Low und Super Low verbindet ein reduziertes Farbkonzept mit zwei Fließfähigkeiten und mechanischen Eigenschaften für ein breites Anwendungsspektrum. Das vereinfacht Farbauswahl, Lagerhaltung und klinischen Ablauf. Universal bedeutet hier nicht, für jede Situation denselben Kompromiss einzugehen. Vielmehr lassen sich mit wenigen Komponenten zahlreiche direkte Restaurationen im Front- und Seitenzahnbereich abdecken.

Zwei Farben. Zwei Fließfähigkeiten. Klasse I bis V.

Das volle Potenzial hochwertigen Zirkonoxids ausschöpfen

Das volle Potenzial hochwertigen Zirkonoxids ausschöpfen

Was ein Materialwechsel im Dentallabor bewirken kann

Die Umstellung auf ein anderes Zirkonoxidmaterial will gut überlegt sein. Doch lohnt sich der Wechsel zu KATANA™ Zirconia? Drei Inhaber norwegischer Dentallabore berichten über ihre Erfahrungen.

 

Zirkonoxid ist nicht gleich Zirkonoxid. Zahntechnikerinnen und Zahntechniker weltweit wissen, dass sich Zirkonoxid-Discs je nach Zusammensetzung und Herstellungsverfahren erheblich in ihrer Qualität unterscheiden können. Besonders deutlich zeigen sich diese Unterschiede bei den mechanischen und optischen Eigenschaften, die bereits während der industriellen Herstellung festgelegt werden. Auf den ersten Blick mögen die Zirkonoxidprodukte führender Hersteller ähnlich erscheinen. Bei genauerem Hinsehen können jedoch selbst kleine Unterschiede relevant sein. Hochwertige Rohstoffe, sorgfältige Reinigungs- und Pressverfahren sowie präzise gesteuerte Vorsinterprozesse bilden die Grundlage für eine konstant hohe Materialqualität. Sie tragen dazu bei, zuverlässige Ergebnisse zu erzielen und den Aufwand für Nacharbeiten zu reduzieren.

 

Die Wahl eines hochwertigen Zirkonoxids ist daher insbesondere bei komplexen Konstruktionen oder anspruchsvollen Verarbeitungsverfahren von großer Bedeutung. Das Material kann sowohl das ästhetische und funktionelle Ergebnis als auch die langfristige Stabilität der Restauration beeinflussen.

 

Wir haben mit drei Entscheidern aus norwegischen Dentallaboren über ihre Gründe für den Wechsel zur KATANA™ Zirconia Multi-Layered Series von Kuraray Noritake Dental Inc. gesprochen. Zudem berichten sie, wie sie die Materialien erfolgreich in ihre Laborabläufe integriert haben. Espen Rørstad ist Inhaber und Geschäftsführer von Vestfold Dental in Tønsberg. Lucas Andvik leitet Cicero Dental AS in Trondheim, und Egil Berg ist Leiter der Zahntechnik bei Berg Dental in Askim. Sie geben Einblicke in ihre Erfahrungen und teilen praktische Empfehlungen für die Verarbeitung.

 

Zeit für Veränderungen

Die Gründe, alternative Zirkonoxidmaterialien zu testen, waren unterschiedlich. Espen Rørstad, der seit 24 Jahren als Zahntechniker tätig ist, suchte nach Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich Festigkeit und Ästhetik: „Zirkonoxidmaterialien entwickeln sich derzeit rasant weiter. Besonders Rohlinge mit mehrschichtigen Farb-, Transluzenz- und Festigkeitsverläufen haben mein Interesse geweckt. Zunächst testete ich das Material eines anderen führenden Herstellers. Anschließend erhielt ich eine einzelne Disc KATANA™ Zirconia YML. Ich war sofort von dem homogenen, dicht gepressten Material und seinen optischen Eigenschaften beeindruckt. Seit meinem ersten Testfall mit KATANA™ Zirconia YML habe ich kein anderes Zirkonoxid mehr verwendet.“

 

„Ich war sofort von dem homogenen, dicht gepressten Material und seinen optischen Eigenschaften beeindruckt.“ Espen Rørstad

 

ESPEN RØRSTAD

ist Inhaber und Geschäftsführer von Vestfold Dental in Tønsberg.

LUCAS ANDVIK

ist Geschäftsführer von Cicero Dental AS in Trondheim.

EGIL BERG

ist Leiter der Zahntechnik bei Berg Dental in Askim.

 

Das passende Material auswählen

Egil Berg verwendet KATANA™ Zirconia YML für die meisten Indikationen und KATANA™ Zirconia HTML Plus für umfangreiche Rekonstruktionen mit zehn oder mehr Einheiten. Die Restaurationen werden überwiegend monolithisch mit einem kleinen vestibulären Cutback gestaltet. Espen Rørstad verfolgt einen ähnlichen Ansatz. Auch er setzt KATANA™ Zirconia YML regelmäßig für Rekonstruktionen mit bis zu zehn Einheiten ein – selbst bei implantatgetragenen Versorgungen in Kombination mit Titanbasen.

„Bei Restaurationen mit größeren Spannweiten entscheide ich mich meist für KATANA™ Zirconia HTML Plus oder gelegentlich für KATANA™ Zirconia HT in Kombination mit einer klassischen Schichttechnik.“

Lucas Andvik nutzt alle vier Multi-Layered-Zirkonoxide von Kuraray Noritake Dental Inc. – KATANA™ Zirconia UTML, STML, HTML Plus und YML. So kann er für jede Indikation gezielt die jeweils passenden Materialeigenschaften nutzen.

 

Arbeitsabläufe abstimmen

Der Wechsel zu einem neuen Material ist zunächst immer mit einem gewissen Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. Fräs-, Sinter- und Finishingprozesse müssen angepasst werden, bis die Abläufe zuverlässig und reproduzierbar funktionieren. Laut Espen Rørstad dauerte es bei KATANA™ Zirconia jedoch nicht lange, die erforderlichen Parameter einzustellen und qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen. Für ihn ist vor allem die richtige Positionierung der Restauration innerhalb der Disc entscheidend: „Die Positionierung ist der Schlüssel zum Erfolg. Weitspannige Rekonstruktionen sind stabil, wenn sie entsprechend den Empfehlungen des Herstellers im Rohling platziert werden. Die Lernkurve ist steil, und wir haben keine Probleme mit Frakturen.“

Lucas Andvik passte seinen Herstellungsprozess ebenfalls leicht an: „Anfangs versuchten wir, unsere Restaurationen in Rohlingen mit den Höhen zu positionieren, die wir zuvor verwendet hatten. Das erwies sich jedoch als schwierig. Um ausreichend Platz für die Verbinder zu schaffen und langspannige Restaurationen wie empfohlen mittig in der Disc positionieren zu können, verwenden wir inzwischen höhere Rohlinge. Damit waren die anfänglichen Herausforderungen gelöst.“

 

 

 

Was KATANA™ Zirconia besonders macht

Bei KATANA™ Zirconia werden sämtliche Schritte der Herstellung sorgfältig kontrolliert – von der Entwicklung und Produktion des Rohmaterials bis zum Pressen und Vorsintern der Discs. Grundlage dafür sind jahrzehntelange Erfahrung mit keramischen Werkstoffen sowie eine weitreichende Kontrolle der Produktionsprozesse im eigenen Unternehmen. Das Ergebnis ist ein hochwertiges Zirkonoxid mit besonderen Material- und Verarbeitungseigenschaften.

 

Dual-Gradient bei KATANA™ Zirconia YML

Ein harmonischer Verlauf von Transluzenz und Festigkeit innerhalb eines Rohlings.

 

Hohe Stabilität im ungesinterten Zustand

Filigrane Ränder und Kanten lassen sich zuverlässig fräsen. Das Risiko von Abplatzungen wird reduziert, weniger Haltestege sind erforderlich und das Material kann effizienter ausgenutzt werden.

 

Gezielt abgestimmter Yttriumoxidanteil

Transluzenz dort, wo sie ästhetisch gewünscht ist, und Festigkeit dort, wo sie mechanisch benötigt wird. Die einzelnen Schichten sind entsprechend ihrer jeweiligen Funktion zusammengesetzt.

 

Speedsintern

Für geeignete Restaurationen stehen Sinterzyklen von bis zu 54 Minuten zur Verfügung, bei denen die optischen und mechanischen Eigenschaften erhalten bleiben.

 

Abgestimmte Dichte und Wärmeausdehnung

Eine homogene Dichte und aufeinander abgestimmte Wärmeausdehnungskoeffizienten in allen Schichten reduzieren das Risiko von Sinterverformungen und unterstützen eine hohe Passgenauigkeit.

 

Einfache Bearbeitung

Ein praktischer Vorteil von KATANA™ Zirconia ist die gute Bearbeitbarkeit des Materials. Lucas Andvik erläutert: „KATANA™ Zirconia lässt sich leichter ausarbeiten als andere Materialien. Selbst in der Nähe der Ränder kann sicher gearbeitet werden, ohne das Frakturrisiko unnötig zu erhöhen. Andere Materialien wirken teilweise weniger dicht und weicher, wodurch es eher zu Randabsplitterungen kommen kann. Die gute Bearbeitbarkeit hat unseren internen Herstellungsprozess grundlegend verändert und trägt zu unseren zuverlässigen Ergebnissen bei.“ Espen Rørstad und Egil Berg bestätigen die angenehme Bearbeitung des Materials. Rørstad hebt zudem hervor, dass die Ästhetik der auf diese Weise ausgearbeiteten Restaurationen von den Partnerpraxen sehr positiv bewertet wird.

 

„KATANA™ Zirconia lässt sich leichter ausarbeiten als andere Materialien.“ Lucas Andvik

 

Den Sinterprozess für optimale Ergebnisse beherrschen

Das Sintern ist ein entscheidender Schritt im Herstellungsprozess. Hersteller hochtransluzenter Zirkonoxide empfehlen, die Sinteröfen regelmäßig zu kalibrieren und die tatsächlich erreichten Temperaturen zu überprüfen. Nur so lassen sich die vorgesehenen optischen und mechanischen Materialeigenschaften zuverlässig erzielen. Die empfohlenen Sinterprotokolle unterscheiden sich je nach Material. Kuraray Noritake Dental Inc. bietet für die vier Materialien der KATANA™ Zirconia Multi-Layered Series drei Programme an. Das siebenstündige Standardprogramm eignet sich für sämtliche freigegebenen Indikationen. Die Schnellprogramme mit einer Dauer von 54 beziehungsweise 90 Minuten sind für Restaurationen mit bis zu drei Einheiten vorgesehen. Für KATANA™ Zirconia Blocks ist unter den entsprechenden Voraussetzungen sogar ein 18-minütiger Sinterzyklus möglich.

Lucas Andvik verwendet für große Restaurationen das siebenstündige Programm über Nacht. Einzelzahnrestaurationen und kleine Brücken werden tagsüber im Schnellprogramm gesintert. Bei seinem neuen Ofen konnte er die empfohlenen Protokolle direkt übernehmen. Espen Rørstad hat die Programme geringfügig an seinen Ofen angepasst. Das Schnellsintern betrachtet er vor allem bei dringenden Aufträgen als wertvolle Option.

Egil Berg bevorzugt überwiegend das Sintern über Nacht: „Ein hochwertiger, moderner Ofen ist sehr wichtig. Er sollte regelmäßig kalibriert werden, und die Vorgaben des Materialherstellers sind einzuhalten. Wer Probleme feststellt, sollte insbesondere die Aufheiz- und Abkühlphasen überprüfen. So lassen sich die bestmögliche Festigkeit und Ästhetik sowie harmonische Übergänge zwischen den einzelnen Schichten des Rohlings erzielen.“

 

Micro-Layering verändert das Finishing

In allen drei Laboren führte die Einführung von KATANA™ Zirconia zu effizienteren Finishingverfahren.

Espen Rørstad berichtet: „Durch die Umstellung auf KATANA™ Zirconia konnten wir den Anteil monolithischer und mit Micro-Cutback gefertigter Zirkonoxidrestaurationen von etwa 40 auf 80 Prozent erhöhen. Im Frontzahnbereich arbeiten wir mit einem minimalen vestibulären Cutback und Micro-Layering. Seitenzahnrestaurationen werden rein monolithisch gestaltet und nur dezent charakterisiert. Eine klassische Vollverblendung führen wir nur noch auf besonderen Wunsch durch.“

Auch Egil Berg setzt auf Micro-Layering: „Wir haben die klassische keramische Vollverblendung vollständig aufgegeben und bevorzugen heute das Micro-Layering – insbesondere in Kombination mit KATANA™ Zirconia YML. Die ästhetischen Ergebnisse sind so überzeugend, dass mich kürzlich ein auf ästhetische Zahnmedizin spezialisierter Zahnarzt fragte, ob ich statt Zirkonoxid Lithiumdisilikat verwendet hätte.“

Lucas Andvik nutzt ebenfalls gezielt eine dünne Keramikschicht: „Wir sind vom vollständigen Cutback zum Micro-Layering übergegangen und verwenden dabei dasselbe Keramiksystem für Lithiumdisilikat und Zirkonoxid.“ Subgingivale Bereiche werden in seinem Labor häufig ausschließlich poliert. Dieses Vorgehen soll eine glatte Oberfläche unterstützen und wird von den behandelnden Zahnärztinnen und Zahnärzten sehr geschätzt.

 

Zufrieden mit den Ergebnissen?

Egil Berg fasst seine Erfahrungen zusammen: „Sobald der Workflow implementiert und alle Parameter eingestellt sind, lässt sich mit KATANA™ Zirconia hervorragend arbeiten. Meine Mitarbeiter schätzen die Bearbeitung beim Fräsen, die effizienten Abläufe und die vorhersehbaren Ergebnisse. Auch wenn das Material zunächst teurer sein kann als Zirkonoxide anderer Marken, fällt die Gesamtwirtschaftlichkeit für uns deutlich besser aus. Wir haben keine Probleme mehr mit Frakturen oder aufwendigen Neuanfertigungen. Aufgrund der homogenen Materialstruktur halten unsere Fräswerkzeuge länger, und zugleich ist die Kantenstabilität der gefrästen Restaurationen sehr hoch. Die Rohlinge sind so homogen, dass ich weitspannige Restaurationen ohne seitliche Abstützung sintern kann.“

 

Auch Lucas Andvik zieht ein positives Fazit: „Alle in meinem Labor, die mit KATANA™ Zirconia arbeiten, sind sehr zufrieden. Meine Mitgründerin Katharina hat im Auftrag namhafter Hersteller zahlreiche Materialien getestet und noch keines erlebt, das mit KATANA™ vergleichbar wäre. Die Zahntechnikerinnen und Zahntechniker in unserem Labor halten es für das vielseitigste und ästhetischste Zirkonoxid, das wir bislang verwendet haben. Alle vier Varianten lassen sich aus meiner Sicht hervorragend verarbeiten.

Ich empfehle außerdem die Teilnahme an einem der von Kuraray Noritake Dental Inc. angebotenen Kurse. Die Referenten verfügen über umfassendes Wissen. Wir haben dort ein deutlich tieferes Verständnis für Zirkonoxid entwickelt und praktische Hinweise erhalten, die uns im Laboralltag wirklich weiterhelfen.“

 

„Die Rohlinge sind so homogen, dass ich weitspannige Restaurationen ohne seitliche Abstützung sintern kann.“ Egil Berg

 

Espen Rørstad ist ebenfalls überzeugt: „Was die Ästhetik betrifft, ist KATANA™ Zirconia das beste Zirkonoxid, das ich bisher getestet habe – und ich habe in den vergangenen Jahrzehnten wirklich viele Materialien ausprobiert. Ich bin sowohl mit dem Material als auch mit der Zusammenarbeit und der Unterstützung durch das Team von Kuraray Noritake Dental sehr zufrieden. Auch mein Team arbeitet gern damit. Noch wichtiger ist für mich jedoch das positive Feedback unserer Kunden. Einer unserer Kunden hatte zuvor stets ein bestimmtes Zirkonoxid verlangt. Als wir das Material wechselten, haben wir ihn zunächst nicht ausdrücklich darauf hingewiesen. Inzwischen weiß er davon und ist mit den Ergebnissen sehr zufrieden.“ Nach Einschätzung von Rørstad kann KATANA™ Zirconia YML auch wirtschaftlich mit preisgünstigeren Zirkonoxiden konkurrieren. Ausschlaggebend seien der effizientere Herstellungsprozess und die hohe Vorhersagbarkeit der Ergebnisse.

 

Der Wechsel zu einem anderen Zirkonoxidmaterial erfordert zunächst Zeit, Tests und eine Anpassung der bestehenden Prozesse. Die Erfahrungen der drei norwegischen Dentallabore zeigen jedoch, dass sich dieser Aufwand lohnen kann. KATANA™ Zirconia verbindet aus ihrer Sicht Ästhetik, Festigkeit und effiziente Verarbeitung. Weniger Nacharbeiten, gut standardisierbare Abläufe und eine zuverlässige Bearbeitung können dazu beitragen, den Laboralltag zu vereinfachen und die Gesamtwirtschaftlichkeit zu verbessern. Wer einen Materialwechsel plant, sollte das neue Zirkonoxid unter den eigenen Laborbedingungen gründlich testen, die Verarbeitungsparameter sorgfältig abstimmen und Schulungsangebote nutzen. So lässt sich das Material sicher und erfolgreich in die bestehenden Arbeitsabläufe integrieren.

 

Praktische Tipps für die Umstellung

 

  • Fräs-, Sinter- und Finishingprotokolle prüfen und entsprechend den Empfehlungen des Herstellers anpassen.
  • Zahntechnikerinnen und Zahntechniker in der korrekten Positionierung der Restaurationen innerhalb des Rohlings schulen.
  • Für jede Indikation gezielt das geeignete Material auswählen.
  • Sinteröfen regelmäßig kalibrieren und die tatsächlich erreichten Temperaturen überprüfen.
  • Bei der Einrichtung neuer Arbeitsabläufe eng mit dem Hersteller beziehungsweise Lieferanten zusammenarbeiten und dessen technische Beratung nutzen.

 

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal

Warum wurde CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ausgezeichnet?

Reibungslose und effiziente Behandlungsabläufe, eine einfache Farbanpassung und überzeugende klinische Ergebnisse gehören zu den zentralen Anforderungen der modernen restaurativen Zahnmedizin. Kuraray Noritake Dental Inc. trägt diesen Anforderungen mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung moderner Dentalmaterialien Rechnung. Aufbauend auf dem Erfolg von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow mit seinen unterschiedlichen Fließfähigkeiten und der umfangreichen Farbpalette wurde ein fließfähiges Komposit mit einem vereinfachten universellen Farbkonzept entwickelt.

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal wurde 2025 in Europa eingeführt und ist in zwei Fließfähigkeiten erhältlich: „Super Low“ und „Low“. Es handelt sich um ein hochgefülltes, fließfähiges Komposit mit Submikron-Füllstoffen und Lichtstreuungstechnologie. Der Füllstoffanteil beträgt bei Super Low 78 Gewichtsprozent und bei Low 75 Gewichtsprozent.

Dank des universellen Farbsystems deckt eine einzige Farbe, U, die Farbtöne des VITA classical A1-D4-Systems ab. Für Kavitäten in dunkleren Zähnen ab Farbton B3 mit wenig umgebender Zahnsubstanz – beispielsweise bei Kavitäten der Klassen III und IV – steht mit UD eine zweite, dunklere Farbe zur Verfügung.

Während das Material in Europa in zwei Fließfähigkeiten angeboten wird, ist in den USA die Variante „Super Low“ erhältlich. Diese wurde auch vom Dental Advisor getestet.

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal findet aufgrund folgender Eigenschaften zunehmend Anerkennung in der klinischen Praxis:

  • vereinfachtes Zwei-Farben-Konzept
  • hervorragende Fließeigenschaften
  • hohe mechanische Festigkeit, vergleichbar mit pastösen Kompositen
  • einfache Politur und lang anhaltender Glanz
  • durchdachtes Spritzen- und Düsensystem zur Minimierung von Hohlräumen und Tropfenbildung


Dental Advisor Research Award 

Laboruntersuchungen bestätigen Festigkeit, Stabilität und kontrollierte Applikation

Unabhängige In-vitro-Tests am Dental Advisor Biomaterials Research Center haben gezeigt, dass CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal in der Variante Super Low bei mehreren physikalischen Eigenschaften zu den leistungsstärksten Materialien seiner Klasse gehört. Dazu zählen unter anderem Biegefestigkeit, Bruchzähigkeit und Druckfestigkeit.

Im Vergleich zu anderen Kompositen mit Universal-Farbton zeigte das Material zudem eine sehr gute Farbanpassung über ein breites Spektrum unterschiedlicher Zahnfarben hinweg. Röntgenanalysen bestätigten, dass das Design von Spritze und Applikationsspitze zu einer geringen Hohlraumbildung beiträgt und damit eine zuverlässige und effiziente Einbringung unterstützt. Viskositätstests zeigten eine standfeste Konsistenz mit kontrolliertem Fließverhalten und ohne Absinken. Dadurch ermöglicht das Material eine präzise anatomische Modellierung und einen kontrollierten Aufbau der Höcker.

Diese Ergebnisse waren ausschlaggebend für die Verleihung des „Dental Advisor Research Award“. Mit der Auszeichnung werden herausragende Ergebnisse bei der Untersuchung physikalischer Eigenschaften sowie ein besonderes Engagement für eine forschungsorientierte Produktentwicklung gewürdigt.

Dental Advisor Top Product Award

Kliniker loben Handhabung, Transluzenz und Farbanpassung

Neben den Laborergebnissen überzeugte CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal in der Variante Super Low auch in der klinischen Anwendung. Dies war ein entscheidender Faktor für die Verleihung des „Dental Advisor Top Product Award“. Die Gutachter hoben insbesondere die ausgewogene Viskosität und die überzeugende Farbanpassung hervor. Diese werden durch die optimierte Transluzenz, die Lichtstreuungstechnologie und die gezielte Abstimmung der Farbsättigung unterstützt. Das vereinfachte Farbsystem und das durchdachte Applikationsdesign führten im Praxisalltag zu zuverlässigen und vorhersehbaren Ergebnissen. Dies spiegelte sich auch in Rückmeldungen der Gutachter wider, beispielsweise: „Hervorragende Farbanpassung und keine Luftblasen.“ Dank dieser Eigenschaften eignet sich das Material für ein breites Spektrum restaurativer Anwendungen im Front- und Seitenzahnbereich.

Wissenschaftliche Leistungsfähigkeit und klinische Praxistauglichkeit intelligent vereint

Mit dem „Dental Advisor Research Award“ und dem „Top Product Award“ vereint CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal in der Variante Super Low wissenschaftlich belegte Materialeigenschaften mit einer hohen klinischen Praxistauglichkeit. Die Kombination aus vereinfachter Farbanpassung, hoher mechanischer Leistungsfähigkeit und komfortabler Handhabung macht das Material zu einer vielseitigen Lösung für Zahnärztinnen und Zahnärzte, die effiziente Behandlungsabläufe anstreben, ohne Abstriche bei Ästhetik oder Festigkeit zu machen.

Teil des wachsenden „Universal Excellence“-Portfolios

Kuraray Noritake Dental Inc. kennt die Anforderungen moderner Zahnarztpraxen. Komplexe Behandlungen, eng getaktete Terminpläne und eine patientenorientierte Versorgung miteinander zu vereinbaren, ist eine tägliche Herausforderung. Deshalb arbeitet das Unternehmen kontinuierlich an der Weiterentwicklung seiner Materialien – damit sich Behandlungsteams auf das Wesentliche konzentrieren können: ihre Patientinnen und Patienten. Das „Universal Excellence“-Portfolio unterstützt effiziente Arbeitsabläufe und bietet hochwertige Materialien und Instrumente, die sich sinnvoll in bestehende Behandlungskonzepte integrieren lassen.

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ist die jüngste kompositbasierte Ergänzung des Universal-Portfolios. Das Material eignet sich für zahlreiche Anwendungen im Rahmen direkter und indirekter restaurativer Verfahren und ergänzt das universelle pastöse Komposit CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal sowie das universelle selbstadhäsive Befestigungskomposit PANAVIA™ SA Cement Universal.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Dental Advisor unter www.dentaladvisor.com sowie auf der Website von Kuraray Noritake Dental Europe unter www.kuraraynoritake.eu.

Universelles Farbkonzept trifft auf fließfähiges Restaurationsmaterial

Interview mit Takehiro Kameya

Manager der Technologieabteilung von Kuraray Noritake Dental Inc.

Wie wurde der Bedarf für ein universelles fließfähiges Restaurationsmaterial identifiziert?

Der zunehmende weltweite Einsatz stopfbarer Komposite mit universellem Farbkonzept deutete früh auf einen entsprechenden Bedarf im Bereich fließfähiger Materialien hin. Vor diesem Hintergrund lag die Annahme nahe, dass Anwender auch von einer fließfähigen Variante mit vergleichbarem Konzept profitieren würden. Insbesondere vereinfachte klinische Workflows sowie eine reduzierte Anzahl an vorzuhaltenden Farben bieten Vorteile im Hinblick auf Effizienz und Bestandsmanagement. Das universelle fließfähige Komposit wurde zunächst im japanischen Markt eingeführt, wo es rasch eine hohe Akzeptanz und einen signifikanten Marktanteil erreichte. Anwender berichteten dort über vielseitige Einsatzmöglichkeiten sowie durchweg positive klinische Ergebnisse. Auf Basis dieser erfolgreichen Marktentwicklung wurde in enger Abstimmung mit dem europäischen Team die Einführung in Europa initiiert. Die anschließende Kommerzialisierung erfolgte in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum von etwa einem Jahr.

Schafft die zusätzliche Verwendung eines universellen fließfähigen Komposits neben einer universellen stopfbaren Variante wirklich einen Mehrwert?

Ja, die ergänzende Verwendung eines modernen fließfähigen Komposits bietet mehrere Vorteile. Im Gegensatz zu früheren Produkten verfügt die neueste Generation fließfähiger Komposite über eine ausreichende mechanische Festigkeit, sodass sie auch für reguläre Restaurationen eingesetzt werden können. Zu den Vorteilen zählen: hervorragende Fließfähigkeit – selbst in sehr enge Bereiche komplexer Kavitäten, einfache und schnelle Applikation, optimale Adaption an die adhäsive Grenzfläche, dichter Randschluss.

Was sind die Unterschiede zwischen CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow und CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal?


CLEARFIL MAJESTY ES Flow und CLEARFIL MAJESTY ES Flow Universal teilen viele zentrale Eigenschaften: komfortable Applikation und Handhabung, gute Modellierbarkeit, sehr einfache und schnelle Politur, langanhaltender Glanz und hervorragende mechanische Eigenschaften. Dank ihrer hohen Festigkeit können beide Materialien nicht nur als Liner, sondern auch für direkte Restaurationen verwendet werden.

Der entscheidende Unterschied liegt im Farbkonzept: Die Universal-Variante verwendet ein universelles Farbsystem. Dadurch kann sie sich an ein breites Spektrum von Zahnfarben anpassen
Gleichzeitig wird die Anzahl benötigter Farben deutlich reduziert.

Bitte beschreiben Sie das Farbkonzept von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal. Wie viele Farben gibt es und wie werden sie ausgewählt?


Das Farbkonzept von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal basiert auf einer gezielten Vereinfachung der Farbauswahl bei gleichzeitig hoher klinischer Flexibilität. Das System umfasst lediglich zwei Universalfarben: Universal (U) und Universal Dark (UD). Die Farbe U eignet sich besonders für sämtliche Restaurationen im Seitenzahnbereich, unabhängig von der Zielzahnfarbe. Im Frontzahnbereich sowie im zervikalen Bereich (Klasse III-, IV- und V-Kavitäten) wird U bevorzugt für Zahnfarben im Bereich von A1 bis A3 eingesetzt (einschließlich B1, B2, C1, C2 sowie D2–D4).
Für dunklere Zahnfarben stellt UD die geeignete Wahl dar. Diese Farbe ist für Zielzahnfarben im Bereich von A3,5 bis A4 konzipiert (einschließlich B3, B4, C3 und C4). Durch diese Reduktion auf zwei Farbtöne wird die Farbauswahl im klinischen Alltag deutlich vereinfacht, ohne die ästhetische Integrationsfähigkeit der Restauration zu beeinträchtigen.

 

Farbabstimmung bei Front- und Seitenzahnrestaurationen

 

Warum bieten Sie eine zusätzliche Farbe für den Frontzahnbereich an?

Universalfarb-Komposite müssen die Farbe der umgebenden Zahnstruktur annehmen, um bei einer Vielzahl von Zielfarben ein optimales ästhetisches Ergebnis zu erzielen. Im Seitenzahnbereich steht in der Regel ausreichend umgebende Zahnsubstanz zur Verfügung, da meist mehrere Kavitätenwände erhalten bleiben. Dies erleichtert die Farbübernahme erheblich.

Im Frontzahnbereich hingegen ist die Situation anders: Hier kann Licht leichter durch die Struktur hindurchtreten, wodurch die Eigenfarbe des Komposits stärker sichtbar wird. Dies kann zu Einschränkungen bei der Farbanpassung führen. Bei CLEARFIL MAJESTY ES Flow Universal zeigte sich, dass die Farbe U, die im Seitenzahnbereich ideal ist, bei Frontzahnrestaurationen dunklerer Zähne gewisse Grenzen in der Farbanpassung aufweist.

Aus diesem Grund wurde eine zweite Farboption speziell für solche Situationen entwickelt.
Mit den Farben U und UD bietet das Material eine hervorragende Farbanpassung von hell bis dunkel und erfüllt damit insbesondere im Frontzahnbereich die Anforderungen an eine präzise Farbwahl.

Die Entwicklung von nur zwei Farben zur Abdeckung so vieler Zahnfarben klingt anspruchsvoll. Wie wurde überprüft, ob diese Farben klinisch geeignet sind?

Die Entwicklung der Farbe U, die ein noch breiteres Farbspektrum für Front- und Seitenzähne abdecken soll als die Universalfarbe von CLEARFIL MAJESTY ES-2 Universal, stellte tatsächlich eine große Herausforderung dar. Zur Bewertung und Feinabstimmung wurden wiederholt Füllversuche durchgeführt: an künstlichen Zähnen, an extrahierten Zähnen mit unterschiedlichen Zahnfarben.
Dabei wurden zahlreiche experimentelle Farbtöne getestet. Zusätzlich erfolgte die finale Bewertung durch praktisch tätige Zahnärztinnen und Zahnärzte unter klinischen Bedingungen.

Was sind die größten Herausforderungen bei der Farbbestimmung und -auswahl im klinischen Umfeld?

Eine zentrale Limitation der klassischen Farbbestimmung besteht in dem erhöhten Zeitaufwand am Behandlungsstuhl. Sowohl aus Sicht des Behandlers als auch des Patienten ist jedoch eine möglichst kurze Behandlungsdauer anzustreben, da dies die Effizienz steigert, Kosten reduziert und den Patientenkomfort verbessert. Ein wesentlicher Nachteil ergibt sich zudem aus potenziellen Fehlbestimmungen der Zahnfarbe. Farbabweichungen können zusätzliche intraorale Korrekturen erforderlich machen oder im ungünstigsten Fall zur Neuanfertigung der Restauration führen. Dies führt nicht nur zu einem erhöhten zeitlichen und wirtschaftlichen Aufwand, sondern beeinträchtigt auch den gesamten Behandlungsablauf.

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ist in zwei Viskositäten erhältlich – Low und Super Low. Warum wurde diese Differenzierung gewählt und worin bestehen die Unterschiede in der Anwendung?


Die Bereitstellung zweier Viskositätsstufen mit unterschiedlichen thixotropen Eigenschaften dient dazu, individuellen Anwenderpräferenzen sowie verschiedenen klinischen Situationen gerecht zu werden. Grundsätzlich bestehen keine wesentlichen Unterschiede im Indikationsspektrum zwischen Low und Super Low. Beide Varianten können vielseitig eingesetzt werden. Die Auswahl erfolgt vielmehr auf Basis des bevorzugten Handlings und der jeweiligen klinischen Anforderungen. So eignet sich die Super-Low-Variante aufgrund ihres ausgeprägteren Fließverhaltens besonders für die präzise Gestaltung okklusaler Strukturen im Seitenzahnbereich. Die Low-Variante hingegen bietet ein etwas standfesteres Verhalten und ist dadurch breit einsetzbar, beispielsweise für Linings, zervikale Defekte sowie approximal gelegene Kavitäten.

 

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal – Hervorragende mechanische Eigenschaften

 

Welche Technologien stehen hinter CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal und ermöglichen die ausgeprägte Farbintegration („Blend-in-Effekt“)?


Eine zentrale Grundlage für die hohe Farbintegration bildet die proprietäre Light Diffusion Technology. Diese basiert auf der gezielten Steuerung der Lichtstreuung im Material: Eine stärkere diffuse Reflexion des einfallenden Lichts führt zu einem aufhellenden Effekt, während eine geringere Lichtstreuung die Aufnahme dunklerer Farbtöne aus der umgebenden Zahnstruktur begünstigt. Auf diese Weise kann sich das Material optisch an unterschiedliche klinische Situationen anpassen.
Darüber hinaus wurde besonderes Augenmerk auf die Chroma-Anpassung gelegt. Das universelle Farbkonzept beruht auf der Fähigkeit des Materials, die Farbcharakteristik der umgebenden Zahnhartsubstanz aufzunehmen und sich harmonisch in diese zu integrieren. Entsprechend wurde die Farbsättigung so abgestimmt, dass sie mit einem breiten Spektrum natürlicher Zahnfarben kompatibel ist.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die gezielt eingestellte Transluzenz. Diese wird durch den Einsatz submikroner Füllstoffe sowie spezieller Silica-Cluster beeinflusst. In enger Zusammenarbeit mit erfahrenen klinischen Anwendern wurde ein Transluzenzniveau definiert, das eine natürliche ästhetische Integration unterstützt, ohne die optische Stabilität der Restauration zu beeinträchtigen.

 

 

Wie geht man bei verfärbter Zahnsubstanz im Untergrund vor – ist ein Abdecken mit Blocker oder Opaquer notwendig?


Die Notwendigkeit einer zusätzlichen Opakisierung hängt maßgeblich vom Ausmaß der Verfärbung der Zahnhartsubstanz ab. Aufgrund der ausgeprägten lichtoptischen Eigenschaften von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal – insbesondere der kontrollierten Lichtdiffusion – ist in vielen Fällen keine zusätzliche Blockung erforderlich, da eine ausreichende Farbintegration erzielt werden kann.
Bei ausgeprägten Verfärbungen kann es jedoch sinnvoll sein, den Kavitätenboden gezielt vorzubehandeln. Hierzu kann beispielsweise ein Unterbau mit den Dentinfarben A2D oder A3D aus CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow erfolgen. Alternativ kann ein Opaker wie CLEARFIL™ ST Opaquer eingesetzt werden, um eine zuverlässige Maskierung dunkler Strukturen zu gewährleisten und die ästhetische Integration der Restauration zu optimieren.

Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um die Bildung von Lufteinschlüssen während der Applikation zu vermeiden?

Zur Minimierung von Lufteinschlüssen wurde das bewährte Verpackungs- und Applikationsdesign von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow übernommen. Das innovative Spritzensystem ist so konzipiert, dass der Totraum zwischen Spritze und Applikationskanüle beim Aufsetzen der Spitze auf ein Minimum reduziert wird. Dadurch wird das Risiko der Luftinsertion während der Materialapplikation deutlich verringert und eine gleichmäßige, blasenarme Applikation unterstützt.

Gibt es Empfehlungen, wann CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow bzw. CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal eingesetzt werden sollte?


Die universelle Variante CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ist insbesondere für allgemeine Anwendungen wie Lining- und Füllungstechniken geeignet, wie sie in der Gebrauchsanweisung beschrieben sind. Sie bietet Vorteile vor allem dann, wenn eine vereinfachte Farbauswahl und ein effizienter Workflow im Vordergrund stehen. CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow hingegen wird bevorzugt in Fällen eingesetzt, in denen größere Bereiche der Zahnhartsubstanz überdeckt werden und eine gezielte Farbveränderung des gesamten Zahns erforderlich ist. Ein typisches Beispiel hierfür sind direkte Veneers. In solchen Situationen ist die Verwendung mehrerer Farben und unterschiedlicher Opazitäten entscheidend, um ein optimales ästhetisches Ergebnis zu erzielen.

Wie sieht die Zukunft fließfähiger Komposite aus?

Mit zunehmender Verfügbarkeit klinischer Daten sowie belastbarer physikalischer Kennwerte ist davon auszugehen, dass das Vertrauen in fließfähige Komposite – insbesondere in Europa – weiter wächst und ihr Indikationsspektrum entsprechend erweitert wird. Darüber hinaus wird ein steigender Bedarf erwartet, insbesondere durch die Weiterentwicklung moderner restaurativer Techniken, bei denen fließfähige Komposite in Kombination mit Matrizen oder Formhilfen eingesetzt werden. Diese Ansätze ermöglichen standardisierte, effiziente und reproduzierbare Behandlungskonzepte.

Posteriorer direkter Kompositaufbau im Rahmen des „Universal Excellence“-Konzepts

Posteriorer direkter Kompositaufbau im Rahmen des „Universal Excellence“-Konzepts

Fallbericht von Dt. Koray Kendir, DDS, Türkei (İzmir)

Der vorliegende klinische Fallbericht beschreibt die Versorgung einer posterioren Defektsituation mittels direkter Kompositrestauration unter Anwendung des „Universal Excellence“-Konzepts von Kuraray Noritake Dental Inc. Zum Einsatz kamen ein universelles Adhäsivsystem (CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2) sowie ein hochgefülltes, universalfarbenes fließfähiges Komposit (CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal), um eine anwenderfreundliche Verarbeitung bei gleichzeitig hoher klinischer Vorhersagbarkeit zu gewährleisten. Die schrittweise Dokumentation umfasst alle relevanten Behandlungsschritte, einschließlich der Isolation des Arbeitsfeldes, der Kavitätenpräparation, der Durchführung einer Deep Margin Elevation (DME), des adhäsiven Protokolls sowie der abschließenden restaurativen Versorgung.

 

Fallbeschreibung

Eine 38-jährige Patientin stellte sich mit Beschwerden in Form von interdentalem Bluten sowie erhöhter Kälteempfindlichkeit im Bereich zwischen dem oberen linken Eckzahn und dem ersten Prämolaren (Zähne 23 und 24 nach FDI-Schema) vor. Die klinische Untersuchung ergab einen insuffizienten Restaurationsrand sowie das Vorliegen von Sekundärkaries am gingivalen Kavitätenboden der bestehenden Restauration an Zahn 23. Nach Anlage eines Kofferdams zur absoluten Trockenlegung wurde die schrittweise restaurative Behandlung eingeleitet.

 

Klinisches Vorgehen

Schritt 1: Zahn 23 zeigte einen insuffizienten gingivalen Restaurationsrand sowie kariöse Läsionen (Abb. 1).

Schritt 2: Nach Entfernung der bestehenden Schmelzanteile erfolgte die vollständige Kariesexkavation bis auf Gingivaniveau. Die Läsion an Zahn 24 erstreckte sich subgingival (Abb. 2).

Schritt 3: Nach vollständiger Kariesentfernung und Kavitätenpräparation wurde die Indikation zur Durchführung einer Deep Margin Elevation (DME) an Zahn 24 gestellt (Abb. 3).

Schritt 4: Die Deep Margin Elevation (DME) an Zahn 24 wurde unter Verwendung eines individuell angepassten Teilmatrizensystems in Kombination mit einem Keil durchgeführt.

Zunächst erfolgte eine selektive Schmelzätzung, gefolgt von der Applikation von CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2. Anschließend wurde CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal (Super Low) appliziert (Abb. 4–6).

Schritt 5:

Nach Abschluss der Deep Margin Elevation wurden geeignete Matrizensysteme appliziert. Anschließend erfolgte die direkte restaurative Versorgung der Zähne 23 und 24 unter Verwendung von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal (Super Low) (Abb. 7–9). Aufgrund der guten Handhabungseigenschaften, der ausgeprägten Farbanpassung sowie der sehr guten Polierbarkeit des Materials konnte dieser klinisch anspruchsvolle DME-Fall effizient und erfolgreich therapiert werden.

Das Behandlungsergebnis ist in den Abbildungen 10 und 11 dargestellt.

 

Abb. 1. Präoperative Situation unter Kofferdam-Isolation.

 

Abb. 2. Klinische Situation nach vollständiger Kariesexkavation.

 

Abb. 3. Ausgearbeitete Kavitäten mit tief subgingival gelegenem Kavitätenrand am Prämolaren.

 

Abb. 4. Positionierung eines individuell angepassten Keils zur Durchführung der Deep Margin Elevation.

 

Abb. 5. Bukkale Ansicht nach Deep Margin Elevation unter Verwendung universeller Restaurationsmaterialien.

 

Abb. 6. Okklusale Ansicht nach Deep Margin Elevation mit universellen Materialien.

 

Abb. 7. Platzierung einer Teilmatrize zur weiteren restaurativen Versorgung.

 

Abb. 8. Bukkale Ansicht der mit einem universalfarbenen, fließfähigen Komposit mit sehr niedriger Viskosität restaurierten Zähne.

 

Abb. 9. Okklusale Ansicht der mit einem universalfarbenen, fließfähigen Komposit restaurierten Zähne.

 

Abb. 10. Okklusale Ansicht der finalen Restaurationen an den Zähnen 23 und 24 mit Darstellung von Farbintegration, anatomischer Morphologie und Oberflächenglanz.

 

Abb. 11. Bukkale Ansicht der finalen Restaurationen an den Zähnen 23 und 24 mit Darstellung von Farbintegration, anatomischer Morphologie und Oberflächenglanz.

 

Diskussion

Universelle Adhäsivsysteme und moderne fließfähige Komposite tragen maßgeblich zur Vereinfachung direkter posteriorer Restaurationen bei, indem sie die Technikempfindlichkeit reduzieren und gleichzeitig eine hohe Langzeitstabilität ermöglichen. Im vorliegenden Fall gewährleistete CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 eine zuverlässige Haftung bei gleichzeitig minimalem Applikationsaufwand. Das eingesetzte universelle fließfähige Komposit zeigte eine sehr gute Randadaptation, eine hohe Polierbarkeit sowie überzeugende mechanische Eigenschaften. Auch unter anspruchsvollen Bedingungen – insbesondere bei subgingival gelegenen Präparationsgrenzen mit Indikation zur Deep Margin Elevation (DME) – konnte ein strukturierter und effizienter Behandlungsablauf ohne qualitative Einschränkungen realisiert werden.

  

Fazit

Die Kombination aus CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 und CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ermöglicht eine vorhersagbare und effiziente Versorgung posteriorer Defekte. Die universelle Einsetzbarkeit sowie die günstigen Verarbeitungseigenschaften entsprechen dem Konzept der „Universal Excellence“ und unterstützen eine vereinfachte, zugleich klinisch verlässliche restaurative Therapie im Praxisalltag.

 

Ethik & Offenlegung

Alle Behandlungen wurden unter Einhaltung der geltenden zahnärztlichen Standards durchgeführt. Der Patient erteilte eine informierte Einwilligung sowohl zur Behandlung als auch zur Veröffentlichung anonymisierter klinischer Bilddaten. Der Autor ist als Berater für Kuraray Noritake Dental Inc. tätig; die dargestellten Inhalte basieren auf klinischer Erfahrung.

 

Zahnarzt


KORAY KENDIR

Dt. Koray Kendir ist Absolvent der Fakultät für Zahnmedizin der Hacettepe-Universität und Mitbegründer einer privaten Zahnarztpraxis in Izmir. Er ist spezialisiert auf digitale Zahnmedizin, Smile Design sowie computergestützte restaurative Behandlungen. Dr. Kendir ist für seinen innovativen Ansatz bekannt, tritt regelmäßig als Referent auf nationalen zahnärztlichen Kongressen auf und ist als Berater für mehrere Dentalunternehmen tätig.

 

Anwendung des neuen CLEARFIL MAJESTY ES Flow Universal

Anwendung des neuen CLEARFIL MAJESTY ES Flow Universal

Fallbeispiel von Dr. Michał Jaczewski

FLIEßFÄHIGE INJEKTIONSTECHNIK

Welche Eigenschaften sind für ein fließfähiges Komposit, das in der Injektionstechnik eingesetzt wird, klinisch entscheidend? Aus praktischer Erfahrung zeigt sich, dass insbesondere ausgewogene optische Eigenschaften eine zentrale Rolle spielen. Eine adäquate Transluzenz, ein ausgeprägter Chamäleoneffekt sowie ein stabiler Oberflächenglanz sind maßgeblich für eine harmonische Integration in die natürliche Zahnsubstanz. Darüber hinaus kommt den mechanischen Eigenschaften eine wesentliche Bedeutung zu, insbesondere vor dem Hintergrund der funktionellen Belastung durch den Kontakt mit antagonistischen Zähnen. Nicht zuletzt sind die Verarbeitungseigenschaften von entscheidender Relevanz: Eine indikationsgerechte Fließfähigkeit ist Voraussetzung für eine kontrollierte Injektion, während eine blasenfreie Applikation die Grundlage für eine homogene, glatte und langfristig verfärbungsresistente Oberfläche bildet.

Seit sieben Jahren stellt CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Low (Kuraray Noritake Dental Inc.) das bevorzugte fließfähige Komposit des Anwenders für die Injektionstechnik dar. Das Fließverhalten des Materials erweist sich sowohl im Front- als auch im Seitenzahnbereich als optimal. Bei indikationsbedingt reduzierter Fließanforderung kann auf die „Super Low“-Variante ausgewichen werden. Zudem wird das differenzierte Farbangebot in Kombination mit der hohen Polierbarkeit des Materials geschätzt, da hierdurch eine naturgetreue ästhetische Integration unterstützt wird. Nicht zuletzt zeichnen sich die mechanischen Eigenschaften durch ein hohes Leistungsniveau aus, sodass das Material für ein breites Indikationsspektrum ohne relevante funktionelle Einschränkungen eingesetzt werden kann.

Als die Einführung von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal angekündigt wurde, das in lediglich zwei Universalfarben sowie zwei Viskositätsstufen (Low und Super Low) verfügbar ist, weckte dies unmittelbar klinisches Interesse. Insbesondere die Kombination aus bereits etablierten, ausgewogenen Materialeigenschaften und einer deutlich vereinfachten Farbauswahl erschien vielversprechend. Die bisherigen klinischen Erfahrungen bestätigen diese Erwartungen. Das folgende Fallbeispiel veranschaulicht sowohl die Effizienz des Verfahrens als auch die ästhetische Qualität der erzielten Ergebnisse. Der Patient stellte sich während einer laufenden kieferorthopädischen Behandlung mittels Alignern mit dem Wunsch nach Formkorrektur im Frontzahnbereich vor, bedingt durch Abrasionen im Bereich der Inzisalkanten.

Abb. 1. Klinische Ausgangssituation mit Indikation zur Formkorrektur im Oberkiefer-Frontzahnbereich.

 

Abb. 2. Applikation von CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 (Kuraray Noritake Dental Inc.) auf die zuvor mittels Luftabrasion (Aluminiumoxid, 50 µm, niedriger Druck) aufgeraute und anschließend phosphorsäuregeätzte Schmelzoberfläche eines zentralen Schneidezahns.

 

Abb. 3. Intraorale Positionierung eines transparenten Silikonindex mit bereits injiziertem CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Low (Farbe U) im Bereich des rechten zentralen Oberkiefer-Schneidezahns.

 

Abb. 4. Abgeschlossene Formkorrektur am rechten zentralen Oberkiefer-Schneidezahn.

 

Abb. 5. Klinische Situation nach Ausarbeitung und Politur der Schneidezahnrestaurationen.

 

Abb. 6. Harmonische Farbintegration mit nahtlosem Übergang zur umgebenden natürlichen Zahnsubstanz.

 

Abb. 7. Unmittelbares Behandlungsergebnis mit sichtbarer Verbesserung der Lächelästhetik und der subjektiven Lebensqualität während der Aligner-Therapie.

 

Ergebnisse, die für sich sprechen

Wie das verwandte Produkt CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow weist auch die Universal-Shade-Variante CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Eigenschaften auf, die sich aus klinischer Sicht als besonders geeignet für die fließfähige Injektionstechnik erweisen. Die Farbanpassung zeigt ein hohes Leistungsniveau, mit ausgeprägtem „Blend-in-Effekt“. Gleichzeitig ist die Transluzenz bei geringen Schichtstärken ausreichend hoch, sodass eine natürliche Schmelzimitation zuverlässig unterstützt wird. Die Polierbarkeit entspricht der des bewährten Referenzmaterials und ermöglicht die Erzielung glatter, ästhetisch hochwertiger Oberflächen. Für eine kontrollierte und nahezu blasenfreie Applikation wird das Material in einem ergonomisch optimierten Spritzensystem angeboten. Ergänzend dazu gewährleisten die mechanischen Eigenschaften eine sichere Anwendung auch im Seitenzahnbereich unter funktioneller Belastung.

 

Über den Autor


Michał Jaczewski absolvierte 2006 sein Studium an der Medizinischen Universität Breslau und betreibt heute seine Privatpraxis in der Stadt Legnica, Polen. Er ist spezialisiert auf minimal-invasive Zahnheilkunde und digitale Zahnheilkunde und ist Gründer der Biofunctional School of Occlusion. Dort hält er Vorträge und führt Workshops mit Schwerpunkt auf umfassenden Gesamtbehandlungen durch.

360° Wissen & Praxis 2026

360° Wissen & Praxis 2026

Wenn restaurative Zahnmedizin mehr leisten muss: Der 360°-Workflow moderner Rehabilitation.

Funktion wiederherstellen. Ästhetik sichern. Langzeitstabilität erreichen. Diese Herausforderungen prägen viele restaurativ-prothetische Fälle im Praxisalltag. Gerade komplexe Rehabilitationen verlangen dabei weit mehr als einzelne Behandlungsschritte. Gefragt sind durchdachte klinische Strategien, bei denen Funktion, Material, Ästhetik und Workflow ineinandergreifen.

Hier setzt „360° Wissen & Praxis“ 2026 an. Am 14. November 2026 rückt das Symposium in Hattersheim bei Frankfurt moderne restaurativ-prothetische Rehabilitation in den Mittelpunkt. Im Fokus steht der 360°-Workflow komplexer Versorgungskonzepte – von Frakturprävention und funktioneller Analyse über restaurative Rehabilitation bis hin zu implantatprothetischen Lösungen.

Die Referierenden verbinden wissenschaftliche Expertise mit hoher klinischer Relevanz und zeigen Strategien, die sich im Praxisalltag bewähren. Die Vorträge greifen ineinander und zeichnen einen durchgängigen klinischen Behandlungsweg nach. So entsteht ein praxisnaher Blick auf moderne Rehabilitation in ihrer Komplexität.

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Lohbauer (FAU Erlangen-Nürnberg) beleuchtet keramische Frakturen und deren Ursachen – eines der relevantesten Langzeitthemen moderner restaurativer Versorgung. PD Dr. Elisabeth Prause (Charité Berlin) zeigt aktuelle Konzepte der Full-Arch-Rehabilitation nach Bisshebung und verbindet funktionelle Analyse mit digitalen und materialübergreifenden Strategien. Prof. Dr. Angelika Rauch (Universitätsklinikum Regensburg) widmet sich dem Attritionsgebiss und der Frage, wie Funktion und Ästhetik langfristig rehabilitiert werden können. PD Dr. Frank Spitznagel (Universitätsklinikum Düsseldorf) zeigt moderne Konzepte der vollkeramischen Implantatprothetik – von Emergenzprofilen bis hin zu stabilen periimplantären Gewebeverhältnissen.

Damit steht bei „360° Wissen & Praxis 2026“ weniger die einzelne Technik im Fokus als vielmehr die Frage, wie komplexe klinische Situationen strukturiert, reproduzierbar und langfristig erfolgreich behandelt werden können. Die Stärke des Symposiums liegt in dem ganzheitlichen Ansatz: Moderne restaurative Zahnmedizin wird als rehabilitativer Workflow gedacht – funktionell, biologisch, ästhetisch und praxisnah. Gastgeber des Symposiums ist Kuraray Noritake.

 

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Neue Materialien, digitale Workflows und moderne Techniken entwickeln sich in der Zahnmedizin rasant weiter. Schritt zu halten gehört zum Alltag in Praxis und Labor. Doch wirklich praxisnahe Informationen, die sich direkt anwenden lassen, sind oft schwer zu finden. Genau dafür gibt es BOND.

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Schwerpunkt liegt dabei auf modernen Keramik- und Zirkonoxid-Workflows. Themen wie Micro-Layering zeigen beispielsweise, wie sich hochästhetische Ergebnisse mit deutlich weniger Schichtaufwand und effizienteren Laborprozessen realisieren lassen. Gleichzeitig widmen sich klinische Beiträge der Frage, wie restaurative Abläufe vereinfacht und Materialentscheidungen sicherer und vorhersagbarer werden können. Auch innovative Entwicklungen rund um KATANA™ Zirconia, moderne Multi-Layered-Technologien oder vereinfachte Chairside- und Labside-Workflows sind regelmäßig Bestandteil des Magazins.

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