Einverständniserklärung

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In Übereinstimmung mit den Bestimmungen der geltenden Gesetzgebung erkläre ich daher in eigener Verantwortung, dass ich auf dem Gebiet der Zahnmedizin und/oder Zahntechnik fachlich geschult und daher berechtigt bin, die Inhalte dieser Website einzusehen.

Posteriorer direkter Kompositaufbau im Rahmen des „Universal Excellence“-Konzepts

Posteriorer direkter Kompositaufbau im Rahmen des „Universal Excellence“-Konzepts

Fallbericht von Dt. Koray Kendir, DDS, Türkei (İzmir)

Der vorliegende klinische Fallbericht beschreibt die Versorgung einer posterioren Defektsituation mittels direkter Kompositrestauration unter Anwendung des „Universal Excellence“-Konzepts von Kuraray Noritake Dental Inc. Zum Einsatz kamen ein universelles Adhäsivsystem (CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2) sowie ein hochgefülltes, universalfarbenes fließfähiges Komposit (CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal), um eine anwenderfreundliche Verarbeitung bei gleichzeitig hoher klinischer Vorhersagbarkeit zu gewährleisten. Die schrittweise Dokumentation umfasst alle relevanten Behandlungsschritte, einschließlich der Isolation des Arbeitsfeldes, der Kavitätenpräparation, der Durchführung einer Deep Margin Elevation (DME), des adhäsiven Protokolls sowie der abschließenden restaurativen Versorgung.

 

Fallbeschreibung

Eine 38-jährige Patientin stellte sich mit Beschwerden in Form von interdentalem Bluten sowie erhöhter Kälteempfindlichkeit im Bereich zwischen dem oberen linken Eckzahn und dem ersten Prämolaren (Zähne 23 und 24 nach FDI-Schema) vor. Die klinische Untersuchung ergab einen insuffizienten Restaurationsrand sowie das Vorliegen von Sekundärkaries am gingivalen Kavitätenboden der bestehenden Restauration an Zahn 23. Nach Anlage eines Kofferdams zur absoluten Trockenlegung wurde die schrittweise restaurative Behandlung eingeleitet.

 

Klinisches Vorgehen

Schritt 1: Zahn 23 zeigte einen insuffizienten gingivalen Restaurationsrand sowie kariöse Läsionen (Abb. 1).

Schritt 2: Nach Entfernung der bestehenden Schmelzanteile erfolgte die vollständige Kariesexkavation bis auf Gingivaniveau. Die Läsion an Zahn 24 erstreckte sich subgingival (Abb. 2).

Schritt 3: Nach vollständiger Kariesentfernung und Kavitätenpräparation wurde die Indikation zur Durchführung einer Deep Margin Elevation (DME) an Zahn 24 gestellt (Abb. 3).

Schritt 4: Die Deep Margin Elevation (DME) an Zahn 24 wurde unter Verwendung eines individuell angepassten Teilmatrizensystems in Kombination mit einem Keil durchgeführt.

Zunächst erfolgte eine selektive Schmelzätzung, gefolgt von der Applikation von CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2. Anschließend wurde CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal (Super Low) appliziert (Abb. 4–6).

Schritt 5:

Nach Abschluss der Deep Margin Elevation wurden geeignete Matrizensysteme appliziert. Anschließend erfolgte die direkte restaurative Versorgung der Zähne 23 und 24 unter Verwendung von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal (Super Low) (Abb. 7–9). Aufgrund der guten Handhabungseigenschaften, der ausgeprägten Farbanpassung sowie der sehr guten Polierbarkeit des Materials konnte dieser klinisch anspruchsvolle DME-Fall effizient und erfolgreich therapiert werden.

Das Behandlungsergebnis ist in den Abbildungen 10 und 11 dargestellt.

 

Abb. 1. Präoperative Situation unter Kofferdam-Isolation.

 

Abb. 2. Klinische Situation nach vollständiger Kariesexkavation.

 

Abb. 3. Ausgearbeitete Kavitäten mit tief subgingival gelegenem Kavitätenrand am Prämolaren.

 

Abb. 4. Positionierung eines individuell angepassten Keils zur Durchführung der Deep Margin Elevation.

 

Abb. 5. Bukkale Ansicht nach Deep Margin Elevation unter Verwendung universeller Restaurationsmaterialien.

 

Abb. 6. Okklusale Ansicht nach Deep Margin Elevation mit universellen Materialien.

 

Abb. 7. Platzierung einer Teilmatrize zur weiteren restaurativen Versorgung.

 

Abb. 8. Bukkale Ansicht der mit einem universalfarbenen, fließfähigen Komposit mit sehr niedriger Viskosität restaurierten Zähne.

 

Abb. 9. Okklusale Ansicht der mit einem universalfarbenen, fließfähigen Komposit restaurierten Zähne.

 

Abb. 10. Okklusale Ansicht der finalen Restaurationen an den Zähnen 23 und 24 mit Darstellung von Farbintegration, anatomischer Morphologie und Oberflächenglanz.

 

Abb. 11. Bukkale Ansicht der finalen Restaurationen an den Zähnen 23 und 24 mit Darstellung von Farbintegration, anatomischer Morphologie und Oberflächenglanz.

 

Diskussion

Universelle Adhäsivsysteme und moderne fließfähige Komposite tragen maßgeblich zur Vereinfachung direkter posteriorer Restaurationen bei, indem sie die Technikempfindlichkeit reduzieren und gleichzeitig eine hohe Langzeitstabilität ermöglichen. Im vorliegenden Fall gewährleistete CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 eine zuverlässige Haftung bei gleichzeitig minimalem Applikationsaufwand. Das eingesetzte universelle fließfähige Komposit zeigte eine sehr gute Randadaptation, eine hohe Polierbarkeit sowie überzeugende mechanische Eigenschaften. Auch unter anspruchsvollen Bedingungen – insbesondere bei subgingival gelegenen Präparationsgrenzen mit Indikation zur Deep Margin Elevation (DME) – konnte ein strukturierter und effizienter Behandlungsablauf ohne qualitative Einschränkungen realisiert werden.

  

Fazit

Die Kombination aus CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 und CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ermöglicht eine vorhersagbare und effiziente Versorgung posteriorer Defekte. Die universelle Einsetzbarkeit sowie die günstigen Verarbeitungseigenschaften entsprechen dem Konzept der „Universal Excellence“ und unterstützen eine vereinfachte, zugleich klinisch verlässliche restaurative Therapie im Praxisalltag.

 

Ethik & Offenlegung

Alle Behandlungen wurden unter Einhaltung der geltenden zahnärztlichen Standards durchgeführt. Der Patient erteilte eine informierte Einwilligung sowohl zur Behandlung als auch zur Veröffentlichung anonymisierter klinischer Bilddaten. Der Autor ist als Berater für Kuraray Noritake Dental Inc. tätig; die dargestellten Inhalte basieren auf klinischer Erfahrung.

 

Zahnarzt


KORAY KENDIR

Dt. Koray Kendir ist Absolvent der Fakultät für Zahnmedizin der Hacettepe-Universität und Mitbegründer einer privaten Zahnarztpraxis in Izmir. Er ist spezialisiert auf digitale Zahnmedizin, Smile Design sowie computergestützte restaurative Behandlungen. Dr. Kendir ist für seinen innovativen Ansatz bekannt, tritt regelmäßig als Referent auf nationalen zahnärztlichen Kongressen auf und ist als Berater für mehrere Dentalunternehmen tätig.

 

Welche Lösungen überzeugen wirklich in der täglichen zahnärztlichen Praxis?

Welche Lösungen überzeugen wirklich in der täglichen zahnärztlichen Praxis?

Dental Advisor 2026: Auszeichnungen für Kuraray Noritake Produkte für Exzellenz und Zuverlässigkeit

Angesichts steigender klinischer Anforderungen und gleichzeitig begrenzter Behandlungszeit rücken Materialien und Geräte in den Fokus, die im Praxisalltag durch zuverlässige Performance bei gleichzeitig effizienter Handhabung überzeugen. Neben einer hohen Verarbeitungsqualität zählen insbesondere Anwenderfreundlichkeit, Zeitersparnis und langfristige klinische Stabilität zu den zentralen Auswahlkriterien.

Vor dem Hintergrund eines dynamischen Marktes mit einer Vielzahl neuer Produkte und teilweise weitreichender Leistungsversprechen gewinnt die Orientierung an unabhängigen Evaluationssystemen zunehmend an Bedeutung. Solche Bewertungen berücksichtigen sowohl standardisierte Labortests als auch klinische Erfahrungswerte und bieten damit eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Eine der international renommiertesten Institutionen in diesem Kontext ist The Dental Advisor. Die Organisation vergibt jährlich ihre Top Product, Preferred Product sowie Research Awards und zeichnet damit Produkte aus, die sich nicht nur durch Innovationsgrad, sondern insbesondere durch konsistente und evidenzbasierte klinische Leistungsfähigkeit auszeichnen.

Im Jahr 2026 wurden mehrere Produkte der Kuraray Noritake Dental Inc. prämiert – darunter sowohl neu entwickelte universelle fließfähige Komposite als auch etablierte Materialien, die weiterhin einen maßgeblichen Beitrag zur modernen restaurativen und adhäsiven Zahnmedizin leisten.

Eine überzeugende Kombination von Eigenschaften: Gewinner der Research Awards

Nach Angaben von The Dental Advisor dokumentieren Unternehmen, die mit einem Research Award ausgezeichnet werden, ein ausgeprägtes Engagement für die Weiterentwicklung dentaler Technologien sowie für die kontinuierliche Verbesserung der Patientenversorgung.

Die prämierten Produkte werden im Dental Advisor Biomaterials Research Center einer umfassenden wissenschaftlichen Evaluation unterzogen. Ziel ist es, ihre materialwissenschaftliche und klinische Leistungsfähigkeit differenziert zu beurteilen und diejenigen Materialien zu identifizieren, die eine besonders ausgewogene und leistungsstarke Kombination relevanter Eigenschaften aufweisen.

 

 

1. CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 (Research Award und Preferred Product)

Das 2025 eingeführte CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 stellt eine Weiterentwicklung des etablierten multimodalen Adhäsivsystems CLEARFIL™ Universal Bond Quick dar. Beide Systeme zeichnen sich durch eine besonders zeiteffiziente Applikation aus und tragen damit den Anforderungen eines optimierten klinischen Workflows Rechnung. Untersuchungen im Dental Advisor Biomaterials Research Center belegen eine hohe Haftfestigkeit an Schmelz und Dentin – auch nach simulierter Alterung sowie unter Bedingungen der Speichelkontamination. Dies spricht für eine zuverlässige adhäsive Performance selbst unter klinisch anspruchsvollen, feuchten intraoralen Bedingungen. Darüber hinaus zeigten In-vitro-Analysen eine sehr geringe Schichtdicke im Bereich von 3–5 μm, was insbesondere im Kontext der Befestigung indirekter Restaurationen eine präzise Passung und optimale Randadaptation unterstützt.

2. CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal (Research Award und Top Product Award)

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ist ein hochgefülltes, fließfähiges Komposit, das 2025 eingeführt wurde. Es basiert auf einem hohen Anteil submikroner Füllstoffe (78 Gew.-%) und verfügt über ein vereinfachtes universelles Farbkonzept, das durch eine optimierte Lichtstreuungstechnologie realisiert wird.

Unabhängige Untersuchungen im Biomaterials Research Center bestätigten:

  • sehr hohe Festigkeitswerte innerhalb seiner Klasse
  • ausgezeichnete Röntgensichtbarkeit
  • hervorragende Farbanpassung im Vergleich zu anderen universellen Kompositen.

Im Hinblick auf die klinische Anwendung wurde das Material gezielt für eine effiziente und kontrollierte Applikation entwickelt. Spezifisch abgestimmte Spritzen- und Kanülensysteme ermöglichen eine weitgehend blasenfreie Verarbeitung, was auch radiologisch nachvollziehbar ist.

Die Viskosität zeigt ein niedrigviskoses, gleichzeitig standfestes Verhalten („no slump“). Dadurch werden sowohl ein präziser Aufbau okklusaler Strukturen als auch eine detailgetreue anatomische Modellation unterstützt.

 

 

3. KATANA™ Cleaner

KATANA™ Cleaner wurde 2026 ebenfalls mit einem Research Award ausgezeichnet – auch ohne vorausgehende klinische Langzeitevaluation, was die hohe wissenschaftliche Relevanz des Produkts unterstreicht. Das universelle Reinigungspräparat enthält MDP-Salz und wurde gezielt zur effektiven Entfernung von Kontaminationen sowohl auf restaurativen Materialien als auch auf der Zahnhartsubstanz entwickelt. Laboruntersuchungen zeigten, dass sich die Haftfestigkeit auf zuvor speichelkontaminierten Oberflächen aus Zirkonoxid und Lithiumdisilikat wieder auf ein optimales Niveau anheben lässt. Rasterelektronenmikroskopische Analysen bestätigten zudem eine nahezu vollständige Entfernung organischer Rückstände und damit eine effektive Oberflächenreinigung als Voraussetzung für eine zuverlässige adhäsive Befestigung.

Fazit

Bei Kuraray Noritake Dental basiert Innovation auf einem fundierten Verständnis der klinischen Anforderungen und Abläufe im Praxisalltag. Die im Jahr 2026 verliehenen Auszeichnungen reflektieren das kontinuierliche Bestreben, Materialien zu entwickeln, die wissenschaftliche Exzellenz mit hoher praktischer Relevanz verbinden – mit dem Ziel, vorhersagbare Behandlungsergebnisse, effiziente klinische Workflows und eine optimierte Patientenversorgung zu ermöglichen.

Vor dem Hintergrund einer sich stetig weiterentwickelnden Zahnmedizin unterstreicht die Anerkennung durch The Dental Advisor die Bedeutung von Lösungen, die ihre Leistungsfähigkeit unter realen klinischen Bedingungen unter Beweis stellen. Durch den engen Austausch mit Anwenderinnen und Anwendern sowie durch kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit bleibt Kuraray Noritake Dental darauf ausgerichtet, evidenzbasierte Innovationen voranzutreiben und Zahnärztinnen und Zahnärzte im klinischen Alltag nachhaltig zu unterstützen.

BRANDNEU – CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal

BRANDNEU – CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal

Universelles Farbkonzept trifft auf fließfähige Füllungsmasse

Interview mit Takehiro Kameya, Leiter der Technologieabteilung bei Kuraray Noritake Dental Inc.

Wie sind Sie auf den Bedarf an einem universell einsetzbaren Füllmaterial gekommen?

Verarbeitbare Komposite mit einem universellen Farbkonzept erfreuen sich weltweit zunehmender Beliebtheit. Diese Tatsache ließ uns vermuten, dass auch für die fließfähige Variante eine Nachfrage besteht. Anwender profitieren zudem von vereinfachten Verfahren und einer geringeren Anzahl an vorrätig zu haltenden Farbtönen, was sich positiv auf die Lagerverwaltung auswirkt. Dementsprechend haben wir das universelle fließfähige Komposit in Japan eingeführt, wo es bereits einen bedeutenden Marktanteil hält. Anwender setzen es bereits in verschiedenen Fällen ein und geben hervorragendes Feedback. Da es sich in Japan als sehr beliebt erwiesen hat, haben wir das europäische Team angesprochen, um den Vertriebsbereich auf Europa auszuweiten, und es wurde beschlossen, das Produkt auf den Markt zu bringen. Wir haben die Markteinführung in einem extrem kurzen Zeitraum von etwa einem Jahr vorangetrieben.

Bietet die Verwendung eines universell fließfähigen Verbundwerkstoffs zusätzlich zur universell formbaren Variante tatsächlich einen Mehrwert?

Ja, der zusätzliche Einsatz eines modernen fließfähigen Komposits bringt mehrere Vorteile mit sich. Denn – im Gegensatz zu früheren Produkten – bietet die neueste Generation fließfähiger Komposite eine ausreichende mechanische Festigkeit, um für reguläre Restaurationen verwendet zu werden. Zu den Vorteilen der Verwendung eines fließfähigen Komposits gehört die Fähigkeit, selbst in die engsten Bereiche einer (manchmal komplexen) Kavität einzufließen, was eine einfache und schnelle Füllung ermöglicht, sowie eine enge Anpassung an der Adhäsionsfläche, was zu einer dichten Versiegelung führt.

Was sind die Unterschiede zwischen CLEARFILMAJESTY™ ES Flow und CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal?

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal behält die charakteristischen Eigenschaften von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow bei, wie beispielsweise die bequeme Dosierung, Handhabung und Modellierung, das extrem einfache und schnelle Polieren, den lang anhaltenden Glanz sowie die hervorragenden mechanischen Eigenschaften. Aufgrund ihrer hohen Festigkeit können beide Produkte nicht nur als Liner, sondern auch für reguläre direkte Restaurationen verwendet werden. Der Unterschied liegt im Farbkonzept. CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal führt ein universelles Farbsystem ein, wodurch es sich mit weniger Farbvarianten an eine breite Palette von Farbtönen anpassen lässt.

Bitte beschreiben Sie das Farbkonzept hinter CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal. Wie viele Farbtöne sind erhältlich und wie werden diese ausgewählt?

Das CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal-Sortiment umfasst zwei Farbtöne: Universal (U) und Universal Dark (UD). U ist eine ausgezeichnete Wahl für alle Restaurationen im Seitenzahnbereich, unabhängig von der gewünschten Farbnuance. Im Frontzahnbereich und im zervikalen Bereich (Kavitäten der Klassen III, IV und V) eignet sich U am besten für die Restauration von Zähnen der Farbtöne A1 bis A3 (einschließlich B1, B2, C1, C2, D2, D3 und D4), während UD die Farbe der Wahl ist, um die Zielfarbtöne A3,5 bis A4 (einschließlich B3, B4, C3 und C4) zu erreichen.

 

Abbildung: Farbabstimmung mit Restaurationen im Front- und Seitenzahnbereich

Warum bieten Sie eine zusätzliche Farbvariante für den Frontzahnbereich an?

Universalkomposite müssen die Farbe der umgebenden Zahnsubstanz annehmen, um bei einer Vielzahl von Zielfarbtönen eine perfekte Farbanpassung zu gewährleisten. Im Seitenzahnbereich steht in der Regel viel umgebende Zahnsubstanz zur Verfügung, wobei meist noch mehrere Kavitätenwände vorhanden sind. Dies erleichtert die Anpassung an die Zahnfarbe im Vergleich zu Kavitäten im Frontzahnbereich. Hier dringt das Licht leicht durch, sodass die Farbe des Komposits selbst eher reflektiert wird. Dies kann zu Einschränkungen bei der Farbanpassung führen. Im Fall von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal zeigte die Farbe U, die sich für den Seitenzahnbereich als ideal erwiesen hatte, einige Einschränkungen bei der Farbanpassung bei Restaurationen dunklerer Zähne im Frontzahnbereich. Daher haben wir uns entschlossen, eine zweite Farboption anzubieten, die speziell für diese Situationen entwickelt wurde. Mit den Farbtönen U und UD bietet CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal eine hervorragende Farbanpassung von hellen bis zu dunklen Farbtönen und erfüllt damit den Bedarf an präziser Farbanpassung insbesondere im Frontzahnbereich.

Es klingt nach einer Herausforderung, mit nur zwei Kompositfarben so viele Zielzahnfarben abzudecken. Wie haben Sie beurteilt, ob die verfügbaren Farbtöne im klinischen Alltag geeignet sind?

Tatsächlich war es eine große Herausforderung, die Farbe „U“ zu entwickeln, die sowohl für Front- als auch für Seitenzähne ein breiteres Spektrum an Zahnfarben abdeckt als die Farbe „U“ von CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal. Um die von uns entwickelten Farbtöne zu bewerten und zu optimieren, führten wir wiederholt Füllungstests mit einer Vielzahl von Testfarbtönen an künstlichen Zähnen und extrahierten Zähnen verschiedener Zahnfarben durch. Darüber hinaus wurde die endgültige Auswahl der Farbtöne visuell durch die Konsultation von Zahnärzten bewertet, die das Komposit im klinischen Alltag einsetzten.

Was sind die größten Herausforderungen bei der Bestimmung und Auswahl des richtigen Farbtons im klinischen Umfeld?

Der größte Nachteil der klassischen Farbbestimmung besteht darin, dass sie die Behandlungszeit verlängert. Sowohl für den Zahnarzt als auch für den Patienten ist die Minimierung der Behandlungszeit jedoch das oberste Ziel, da dies die Kosten senkt und den Komfort für den Patienten erhöht. Ein echter Nachteil in Bezug auf Zeit und Komfort ist eine Farbabweichung, die durch einen Fehler bei der Farbbestimmung entsteht: Sie kann intraorale Anpassungen oder im schlimmsten Fall die Anfertigung einer neuen Restauration erforderlich machen.

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ist in zwei Viskositäten erhältlich – „Low“ und „Super Low“. Warum ist das so und worin besteht der Unterschied bei der Anwendung?

Wir haben uns entschlossen, zwei Arten von Fließfähigkeit mit unterschiedlichen thixotropen Eigenschaften anzubieten, um den Vorlieben der Anwender hinsichtlich der Handhabung gerecht zu werden. Grundsätzlich gibt es keinen Unterschied in der Anwendung zwischen „Low“ und „Super Low“. Den Anwendern wird jedoch empfohlen, je nach ihren Vorlieben und dem jeweiligen Anwendungsfall Komposite mit unterschiedlichen thixotropen Eigenschaften zu verwenden. So eignet sich beispielsweise „Super Low“ gut für die Formgebung der Okklusalfläche von Seitenzähnen. Low eignet sich für vielfältige Anwendungen wie das Auskleiden und Füllen im zervikalen Bereich sowie an den Approximalflächen.

 

Abbildung: CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal – Hervorragende mechanische Eigenschaften

 

Abbildung: Lichtdurchlässigkeit ohne LDT / Lichtdurchlässigkeit mit LDT / Licht brechen und durchlassen

Welche Technologien stecken hinter CLEARFILMAJESTY™ ES Flow Universal, die für eine hervorragende Anpassung sorgen?

Die wohl beliebteste Technologie, die in diesem Produkt zum Einsatz kommt, ist unsere firmeneigene Lichtstreuungstechnologie. Wir haben die optimale Lichtstreuung auf der Grundlage der Beobachtung ermittelt, dass eine starke diffuse Reflexion des einfallenden Lichts zu einer Aufhellung führt, während eine schwache Lichtstreuung es erleichtert, dunkle Farben in der Mundhöhle anzunehmen, wodurch sich die Füllungsstelle verdunkelt. Darüber hinaus haben wir uns auf die Anpassung der Farbsättigung konzentriert: Das universelle Farbkonzept basiert auf der Fähigkeit, die Farbe der umgebenden Zahnstruktur anzunehmen und sich mit ihr zu vermischen. Daher haben wir die Farbsättigung so eingestellt, dass sie sich leicht mit einer breiten Palette von Zahnfarben harmonisieren lässt. Schließlich wurde die Transluzenz des Materials durch seine Submikron-Füllstoffe und Silica-Cluster angepasst. Die Bewertung durch wichtige Meinungsführer hat uns dabei geholfen, ein angemessenes Maß an Transluzenz zu bestimmen.

Wie ist in Fällen vorzugehen, in denen die darunterliegende Zahnsubstanz verfärbt ist – ist eine Abdeckung mit einem Blocker oder Opaquer erforderlich?

Ob dies erforderlich ist, hängt vom Ausmaß der Verfärbung ab. Aufgrund der Lichtstreuungseigenschaften von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal wird allgemein davon ausgegangen, dass kein Blockieren erforderlich ist und die Schattierung erreicht werden kann. Bei starker Verfärbung kann es jedoch von Vorteil sein, den Boden der Kavität mit den Farbtönen A2D oder A3D von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow zu füllen oder CLEARFIL™ ST Opaquer zu verwenden.

Was haben Sie unternommen, um die Bildung von Hohlräumen während des Auftragens zu vermeiden?

Wir haben dasselbe Verpackungsdesign wie bei CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow übernommen, um auch bei diesem Produkt die Bildung von Hohlräumen zu vermeiden. Das innovative Behälterdesign minimiert den Spalt zwischen Nadelspitze und Spritze, wenn die Spitze aufgesetzt ist.

Gibt es Empfehlungen dazu, wann man CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow verwenden sollte und wann man sich für CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal entscheiden sollte?

Während die Universalvariante, wie in der Gebrauchsanweisung beschrieben, für allgemeine Auskleidungs- und Füllungsanwendungen verwendet werden kann, empfiehlt sich CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow für Fälle, in denen die Zahnsubstanz abgedeckt wird und die Farbe des gesamten Zahns verändert werden muss. Direktverblendungen sind hierfür ein perfektes Beispiel. In solchen Situationen ist der Einsatz unterschiedlicher Farbtöne und Opazitäten eindeutig von Vorteil.

Wie sieht die Zukunft von fließfähigen Verbundwerkstoffen aus?

Da immer mehr Informationen über die klinische Leistungsfähigkeit und die physikalischen Eigenschaften verfügbar werden, wird erwartet, dass das Vertrauen in fließfähige Komposite in Europa zunimmt, was zu einer breiteren Anwendung führen dürfte. Darüber hinaus wird aufgrund der Entwicklung von Füllverfahren, bei denen fließfähige Komposite in Verbindung mit Formen oder Matrizen zum Einsatz kommen, mit einer steigenden Nachfrage gerechnet.

Zwei Gerüstkeramiken - ein Micro-Layering-Konzept

von DT Andreas Chatzimpatzakis

 

Zwei unterschiedliche Gerüstwerkstoffe im Frontzahnbereich stellen besondere Anforderungen an das keramische Schichtkonzept. Im vorliegenden Fall wurden Veneers aus Lithiumdisilikat mit einer Adhäsivbrücke aus Zirkonoxid kombiniert. Wie sich dennoch eine stimmige Lichtwirkung erzielen lässt, zeigt der Autor in diesem Beitrag.

Individuelles Smile Makeover: Zwei Gerüstkeramiken – ein Micro-Layering-Konzept

Im Laboralltag stehen wir immer wieder vor Situationen, in denen ästhetische Korrekturen mit medizinisch notwendigen Maßnahmen kombiniert werden. Typisches Beispiel ist ein Smile Makeover der Frontzähne, das zugleich den Ersatz eines fehlenden lateralen Schneidezahns einschließt. Bei der Patientin zeigten sich alte Kompositrestaurationen sowie Schmelzfrakturen; zusätzlich fehlte Zahn 12 (Abb. 1). Geplant wurden vier Veneers aus Lithiumdisilikat (11, 21, 22 und 23). Der Lückenschluss sollte minimalinvasiv über eine Zirkonoxid-Adhäsivbrücke erfolgen.

Damit war von Beginn an klar: Zwei unterschiedliche Gerüstwerkstoffe würden nebeneinanderstehen. Eine naheliegende Lösung wäre gewesen, die Lithiumdisilikat-Veneers und die Zirkonoxid-Adhäsivbrücke jeweils mit einem spezifischen Keramiksystem zu finalisieren. Genau hier liegt das Risiko. Unterschiedliche Verblendkeramiken können zu Abweichungen in Farbe, Transluzenz und Oberfläche führen. Die eigentliche Schwierigkeit liegt daher nicht im einzelnen Werkstoff, sondern in dessen Kombination und in der Frage nach einem einheitlichen Verblendkonzept. Die Antwort: CERABIEN™ MiLai (Kuraray Noritake). Das universelle Micro-Layering-System kann sowohl auf Zirkonoxid als auch auf Lithiumdisilikat verarbeitet werden.

 

Umsetzung der Restaurationen

Die Planung erfolgte im engen Kontakt zwischen Praxis und Labor. Nach funktioneller und ästhetischer Abstimmung wurde ein Mock-up erstellt und intraoral überprüft (Abb. 2). Die Präparation erfolgte minimalinvasiv durch das Mock-up (Abb. 3 und 4).

 

Lithiumdisilikat für die Veneers

Für die Veneers wurde Lithiumdisilikat verwendet (Amber Press LT, HASS Bio). Die Wahl fiel auf die LT-Variante für eine ausgewogene Balance zwischen Lichtdurchlässigkeit und Helligkeit. Ein wesentliches Merkmal von Amber ist die über die Brennführung individuell steuerbare Transluzenz. Gerade im Frontzahnbereich ist das oft hilfreich. Die Veneers wurden vollanatomisch konstruiert. Ein leichtes Cut-back schuf Raum für eine fein abgestimmte Lichtmodulation mit dem Micro-Layering.

 

Zirkonoxid für die Adhäsivbrücke

Für die Adhäsivbrücke wurde ein Multi-Layered-Zirkonoxid gewählt (KATANA™ Zirconia YML, Kuraray Noritake). Entscheidend war neben der Festigkeit die optische Integration. Die Brücke sollte sich harmonisch an die benachbarten Veneers anfügen. KATANA™ Zirconia YML vereint eine hohe Biegefestigkeit im Body-Bereich mit erhöhter Transluzenz in der Schmelzschicht. Bei der Positionierung im Rohling wurde der Verbinder im hochfesten Bereich platziert, während der sichtbare Anteil von der transluzenteren Zone profitierte. Auch das Zirkonoxidgerüst Zahn 13/12 erhielt vestibulär ein minimales Cut-back.

 

Micro-Layering: Ein System für alle Fälle

Statt nun zwei unterschiedliche Keramiksysteme für die beiden Gerüstwerkstoffe (Abb. 5 und 6) parallel zu führen, wurden alle Restaurationen (Lithiumdisilikat und Zirkonoxid) mit CERABIEN™ MiLai verblendet. Die Konsistenz der Pulverkeramik lässt sich individuell einstellen, die Massen reagieren kontrollierbar. Die Brenntemperatur von 740 °C hält die thermische Belastung gering. Gerade beim Micro-Layering ist die thermische Abstimmung entscheidend. Bei dünnen Schichten zeigen inhomogene Keramiken schnell Grauschleier oder eine optische Unruhe. Die auf synthetischer Feldspatkeramik basierende Struktur sorgt für ein gleichmäßiges Aufschmelzen und ein stabiles Brennergebnis – auch über mehrere Brände hinweg.

 

Selektives Schichtkonzept zur Vorbereitung

Die Finalisierung erfolgte auf beiden Gerüstwerkstoffen nach demselben Grundprinzip. Lediglich die vorbereitenden Arbeitsschritte unterschieden sich je nach Substrat geringfügig (Abb. 6, 7, 8).

Auf die Zirkonoxidoberfläche wurde CERABIEN™ MiLai LT1 im mittleren und zervikalen Bereich appliziert. LT1 verleiht dem Schmelzbereich eine natürliche Transluzenz sowie Opaleszenz und schafft die optische Grundlage für die Individualisierung. Bei den Lithiumdisilikat-Veneers stand zunächst die Kontrolle des Helligkeitswerts (Value) im Vordergrund. Aufgrund der hohen Transluzenz kann Lithiumdisilikat intraoral dunkler erscheinen. Um dem entgegenzuwirken, wurden Value Liner 1 und Value Liner 2 im inzisalen Bereich aufgetragen. Im mittleren und zervikalen Bereich kam eine Mischung aus Creamy Enamel und Value Liner 2 im Verhältnis 70/30 zum Einsatz. Im inzisalen Bereich der beiden Eckzähne wurde zusätzlich E2 appliziert.

 

Einheitliches Schichtschema für das Micro-Layering

Das Micro-Layering erfolgte in zwei Bränden. Im ersten Schritt wurden alle Restaurationen mit einer Schicht Tx überdeckt, gefolgt von LTx. Die Massen unterscheiden sich in ihrer Lichtcharakteristik; LTx weist eine stärker opaleszente Wirkung auf (Abb. 9–14). Nach dem ersten Brand zeigte sich ein stimmiges Grundbild (Abb. 15). Bei der zweiten Schichtung wurde der zervikale Bereich mit LT1 ergänzt. Die Randleisten sind mit Creamy Enamel akzentuiert worden, um den Helligkeitsverlauf zu unterstützen. Die finale Oberfläche entstand durch einen feinen Mantel aus LTx (Abb. 16).

 

Oberflächentextur und Finish

Die Ausarbeitung erfolgte mit Diamanten und Gummipolierern. Der abschließende Glanzbrand nutzte den Self-Glaze-Effekt der Keramik, sodass die Mikrostruktur erhalten blieb (Abb. 17). Damit die Restaurationen ihre optische Wirkung intraoral beibehalten, ist das Befestigungskonzept entscheidend. Sowohl für Lithiumdisilikat als auch Zirkonoxid wird in der Regel ein adhäsives Vorgehen gewählt. MDP-haltige Befestigungskomposite (z. B. PANAVIA™, Kuraray Noritake) ermöglichen eine chemische Anbindung an Zirkonoxid und sichern zugleich den stabilen Verbund zu Lithiumdisilikat.

 

Abb. 1 Smile Makeover gewünscht: verfärbte Kompositrestaurationen und fehlender Zahn 12

 

Abb. 2 Mock-up zur Planung der Restaurationen

 

Abb. 3 Minimalinvasive Präparation durch das Mock-up

 

Abb. 4. Präparierte Zähne für die vollkeramische Restauration

 

Abb. 5. Okklusale Ansicht der Oberkieferzähne nach der Zahnpräparation.

 

Abb. 6. Veneers aus Lithiumdisilikat (23 bis 11) und Adhäsivbrücke aus Zirkonoxid regio 12/13 vor dem Cut-Back

 

Abb. 7. Veneers aus Lithiumdisilikat (23 bis 11) und Adhäsivbrücke aus Zirkonoxid regio 12/13 nach dem Cut-Back

 

Abb. 8. Auftrag von CERABIEN™ MiLai LT1 im mittleren und zervikalen Bereich der Zirkonoxidbrücke

 

Abb. 9. CERABIEN™ MiLai Value Liner 2...

 

Abb. 10. … und Value Liner 1 im inzisalen Bereich der Veneers

 

Abb. 11. CERABIEN™ MiLai Creamy Enamel gemischt mit Value Liner 2 (70/30) im mitleren Bereich der Veneers...

 

Abb. 12. ... und E2 iim inzisalen Bereich beider Eckzähne.

 

Abb. 13. Überschichten aller Restaurationen mit Tx ...

 

Abb. 14. ... und LTx.

 

Abb. 15. Restauration nach dem ersten Brand.

 

Abb. 16. Ergänzung von LT1 im Zervikalbereich und Creamy Enamel auf den Randleisten.

 

Abb. 17. Finalisiierung der Schmelzoberfläche mit einer Schicht LTx, welches für eine hohe Lichtdurchlässigkeit und Opaleszenz sorgt.

 

Abb. 18. Ergebnis nach dem 2. Brand.

Abb. 19. Finale Restauration nach dem Glanzbrand mit natürlichem Self-Glaze Effekt am Modell.

 

Abb. 20. Finale Restauration mit natürlichem Self-Glaze Effekt im Mund der Patientin.

 

 

Abb. 21. harmonische optische Integration der Restauration

 

Abb. 22. Ein wunderschönes Behandlungsergebnis.

 

Fazit

Trotz zweier unterschiedlicher Gerüstwerkstoffe zeigte sich eine homogene Lichtwirkung (Abb. 14). Weder im Helligkeitswert noch in der Transluzenz war ein Übergang zwischen Veneers und Adhäsivbrücke erkennbar. Moderne Gerüstwerkstoffe erlauben eine indikationsbezogene Differenzierung. Die ästhetische Einheit entsteht jedoch erst durch ein konsistentes keramisches Schichtkonzept. Mit einem systemübergreifend einsetzbaren Micro-Layering-System lässt sich diese Einheit materialunabhängig realisieren.

Vielen Dank gilt Dr. Kanellos Ioannis für die Zusammenarbeit bei diesem Fall und die Bereitstellung der prä- und postoperativen Fotografien.

 

Dental technician:

ANDREAS CHATZIMPATZAKIS

Andreas Chatzimpatzakis, Gründer und Leiter des ACH Dental Laboratory in Athen (seit 2000), ist spezialisiert auf Vollkeramik und Implantatprothetik. Er absolvierte seine Ausbildung als Zahntechniker an der Universität West-Attika und bildete sich im Bereich Vollkeramik in Helsinki und Japan unter renommierten Meistern weiter. Seit 2017 ist er internationaler Trainer für Kuraray Noritake Dental Inc. und hält weltweit Vorträge und Hands-on-Kurse. 

 

Adhäsive Befestigung von Vollkeramik – wissenschaftlich fundiert, praxisnah umgesetzt

Adhäsive Befestigung von Vollkeramik – wissenschaftlich fundiert, praxisnah umgesetzt

  • Live-Webinar mit Dr. Lawrence Yosy
  • 
29. April 2026 | 17:00 – 18:30 Uhr | Online (Zoom)

  • 2 Fortbildungspunkte

Die adhäsive Befestigung vollkeramischer Restaurationen ist fester Bestandteil moderner restaurativer Konzepte. Gleichzeitig stellen unterschiedliche Werkstoffe, klinische Situationen und steigende ästhetische Ansprüche hohe Anforderungen an den Befestigungsworkflow.

In diesem 90-minütigen Webinar gibt Dr. Lawrence Yosy einen strukturierten Überblick über die sichere, materialspezifische Befestigung von Vollkeramik – mit besonderem Fokus auf Zirkonoxid. Sie erfahren, welche Vorbehandlungsmaßnahmen entscheidend sind, wie moderne Adhäsivsysteme mit MDP-Monomeren zuverlässig funktionieren und wie sich typische Fehlerquellen vermeiden lassen. Zudem geht er auf das Thema Immediate Dentin Sealing (IDS): Warum die sofortige Versiegelung des Dentins nach der Präparation ein Schlüssel zu maximaler Haftkraft und minimalen postoperativen Sensibilitäten ist. Dr. Yosy erläutert das wissenschaftliche Fundament des IDS-Konzepts, zeigt klinische Fallbeispiele und ordnet aktuelle Erkenntnisse praxisnah ein.

Das erwartet Sie:

  • Systematischer Befestigungsworkflow für vollkeramische Restaurationen
  • Materialspezifische Vorbehandlung von Zahn und Restaurationsoberfläche
  • Sichere Verklebung von Zirkonoxid mit modernen MDP-basierten Adhäsivsystemen
  • Immediate Dentin Sealing (IDS) Schritt für Schritt erklärt
  • Vermeidung typischer Fehlerquellen im klinischen Alltag
  • Strategien zur Optimierung von Langzeitstabilität und Ästhetik

 

Für wen ist das Webinar geeignet?

Für Zahnärztinnen und Zahnärzte, die ihre adhäsiven Protokolle überprüfen, optimieren und wissenschaftlich fundiert weiterentwickeln möchten.

Expertenwissen kompakt – inklusive 2 Fortbildungspunkten

Profitieren Sie von einem praxisorientierten Update zur adhäsiven Befestigung – kompakt, strukturiert und direkt umsetzbar.

Bonding Masterclass – Adhäsivtechnik mit Aha-Effekt

Wer im Praxisalltag häufig adhäsiv arbeitet, weiß: Die Adhäsivtechnik ist Routine – und trotzdem eine Wissenschaft für sich. Genau hier setzte die „Bonding Masterclass“ mit Dr. Dirk Ostermann an. In seinem praxisnahen Webinar brachte der Zahnarzt Struktur in das komplexe Thema und lieferte Antworten auf Fragen, die jede Zahnärztin und jeder Zahnarzt kennt: Welches System passt zu welchem Fall? Wann ist Self-Etch sinnvoll, wann Etch-and-Rinse? Und wie gelingt die Vorreinigung wirklich effektiv?

 

Von Mikromechanik bis Molekül: Bonding neu gedacht

Dr. Ostermann nahm die Teilnehmenden mit auf eine kompakte Reise durch die Entwicklung der Adhäsivtechnik – vom klassischen Ätzverfahren bis zu den modernen Universaladhäsiven. Im Mittelpunkt: das 10-MDP-Molekül, das seit Jahrzehnten als Schlüssel zum chemischen Verbund gilt. Mit anschaulichen Beispielen zeigte er, wie Clearfil Universal Bond Quick 2 im klinischen Alltag eine sichere, flexible Anwendung ermöglicht – ob im Total-Etch-, Self-Etch- oder Selective-Etch-Verfahren. Er sensibilisierte u. a. dafür, warum Applikationszeit, Trocknung und Lichthärtung über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

 

Sauberkeit als Erfolgsfaktor

Besonderes Augenmerk legte Dr. Ostermann auf die oft unterschätzte Vorreinigung. Denn nur eine saubere, fettfreie Oberfläche schafft die Grundlage für eine stabile Haftung. Der Tipp aus der Praxis: KATANA™ Cleaner – das für die intraorale Anwendung zugelassene Reinigungsmaterial, das nicht nur reinigt, sondern gleichzeitig MDP einbringt. Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung – für mehr Sicherheit und Haftkraft im klinischen Workflow.

 

Bonding-Partner für den Alltag

Ob direkte Kompositrestauration oder indirekte Versorgung – entscheidend ist, dass die einzelnen Materialien systemisch aufeinander abgestimmt sind. Clearfil Universal Bond Quick 2 ist ein flexibles Adhäsiv für alle Etch-Techniken – schnell, sicher und klinisch bewährt. Für indirekte Befestigungen sorgt Panavia SA Cement Universal mit MDP- und LCSi-Technologie für eine zuverlässige Haftung an Schmelz, Dentin, Metall, Komposit und Keramik – ganz ohne separate Primer. Gemeinsam stehen beide Materialien für die Philosophie, die Dr. Ostermann im Webinar betonte: Die Botschaft: Mit dem richtigen Systemgedanken wird Bonding planbar und effizient.

 

Praxisnah, kompakt, umsetzbar

Von der optimalen Ätzzeit über die richtige Lufttrocknung bis hin zum Umgang mit postoperativer Sensibilität – das Webinar bot einen strukturierten Überblick und wertvolle Hinweise für den täglichen Workflow.

 

Wer Dr. Ostermanns klare Didaktik und seine praxisnahen Tipps verpasst hat:

Wie lässt sich die Lebensdauer von Polierscheiben verlängern?

Wie lässt sich die Lebensdauer von Polierscheiben verlängern?

Artikel von Dr. Aleksandra Łyżwińska, Dentalhygieniker Radosław Michalak, Warschau, Polen.


Eine gute Politur ist ein entscheidender Schritt für ästhetisch ansprechende und langlebige Restaurationen. Hochwertige Poliersysteme sind dabei unerlässlich. In meiner Praxis ermöglichen mir beispielsweise die TWIST™ DIA for Composite-Scheiben die Politur von 60 bis 80 Restaurationen mit nur einem einzigen Set. Doch wie holen Sie das Maximum aus Ihren Polierscheiben heraus und stellen deren Langlebigkeit sicher?

 

Hier sind sieben bewährte Tipps, die dabei helfen:

  1. Drehzahlempfehlungen beachten: Halten Sie sich an die empfohlenen Drehzahlen. Für TWIST™ DIA for Composite-Scheiben liegen diese beispielsweise zwischen 3.000 und 8.000 U/min.
  2. Drehrichtung einhalten: Achten Sie auf die korrekte Drehrichtung des Polierers, die mit seiner Form übereinstimmen sollte.
  3. Mikromotor überprüfen: Ein einwandfrei funktionierender Mikromotor ist entscheidend. Ein defekter Rotor kann Vibrationen und ungleichmäßige Bewegungen verursachen und die Polierscheibe beschädigen. (Abbildung 1)

 

Abb. 1: Ein defekter Rotor in einem langsam laufenden Handstück führt zu einer nichtaxialen Bewegung der Polierscheibe.

  1. Sanft polieren: Üben Sie keinen übermäßigen Druck aus. Mehr Druck führt nicht zu besseren Ergebnissen, kann aber zu Überhitzung und einem Abstumpfen des Komposits führen. (Abbildung 2)

Abbildung 2: Polieren Sie sanft und ohne übermäßigen Druck. Mehr Druck bedeutet nicht unbedingt bessere Ergebnisse.

  1. Geduldig und schrittweise vorgehen: Planen Sie ausreichend Zeit für den Poliervorgang ein. Polieren Sie jede Restauration mit einer Scheibe für mindestens 30 Sekunden. (Abbildung 3)

Abbildung 3: Polieren Sie jeden Zahn mit einer einzelnen Scheibe für mindestens 30 Sekunden.

  1. Richtige Desinfektion: Weichen Sie die Scheiben nicht länger als nötig ein. Verwenden Sie während der Desinfektion eine Zeitschaltuhr und befolgen Sie genau die Herstelleranweisungen der Desinfektionsmittel für rotierende Instrumente. (Abbildung 4)

Abbildung 4: Weichen Sie die Polierer nicht zu lange ein. Verwenden Sie während der Desinfektion eine Zeitschaltuhr und beachten Sie die Empfehlungen des Herstellers der Desinfektionsmittel für rotierende Instrumente.

 

  1. Verformung vermeiden: Sterilisieren Sie die Scheiben in lockeren Packungen und vermeiden Sie, dass sie im Autoklaven von schwereren Instrumenten zerdrückt werden. Dies beugt Verformungen vor. (Abbildung 5)

Abbildung 5: Um Verformungen zu vermeiden, sterilisieren Sie die Scheiben in lockeren Packungen und drücken Sie sie nicht mit schwereren Instrumenten im Autoklaven zusammen.

Ein Fall aus der Praxis: Warum Polierscheiben plötzlich versagen

Die Inspiration für diese Tipps entstand, als ich in einer neuen Klinik meine Arbeit aufnahm. Bereits während meiner zweiten Schicht löste sich das Arbeitsteil einer meiner Lieblings-TWIST™ DIA for Composite-Scheiben von der Metallspindel. Was war die Ursache?

Gemeinsam mit meinem langjährigen zahnmedizinischen Assistenten, Radosław Michalak, der in unserer früheren Praxis den Desinfektions- und Sterilisationsprozess persönlich überwachte, gingen wir der Sache auf den Grund. Dort hielten unsere ordnungsgemäß gewarteten Scheiben dutzenden Anwendungen stand, bevor erste Abnutzungserscheinungen auftraten. (Abbildung 6)

Abbildung 6: Vergleich des Aussehens der TWIST™ DIA for Composite im Neuzustand und nach 80 Anwendungen.

Die entscheidende Frage war: Was führte zum vorzeitigen Versagen der Scheiben in der neuen Klinik? Meine Vorgehensweise bei der Politur war in beiden Praxen identisch:

  • Polieren mit einem funktionierenden Mikromotor (Rotor geprüft)
  • Geschwindigkeit von 6.000 U/min
  • Drehrichtung vorwärts, entsprechend der Scheibenform
  • Polieren ohne Druck der Scheibe auf den Zahn
  • Lange Polierzeit, mindestens 30 Sekunden pro Zahn mit jeder Scheibe
  • Schrittweises Polieren (drei verschiedene Scheiben plus ultrafeine Nylonbürste)

Durch Ausschlussverfahren kamen wir zu dem Schluss, dass der einzige Unterschied in der Handhabung der Scheiben zwischen der alten und der neuen Praxis bei den Desinfektions- und Sterilisationsprozessen liegen musste. Und genau das war der Fall!

In unserer Klinikroutine verwenden wir eine Desinfektionslösung für rotierende Instrumente auf Basis quaternärer Ammoniumverbindungen in 2%iger Konzentration. Der Hersteller empfiehlt eine Einwirkzeit von fünf Minuten. In der neuen Praxis wurde diese Empfehlung jedoch missachtet. Die Scheiben wurden nach dem ersten Eingriff gegen 11:30 Uhr „eingetaucht“ und erst gegen 21:00 Uhr aus der Lösung genommen. Diese extrem lange Einwirkzeit führte zur Zersetzung des Arbeitsteils der Scheibe, das sich daraufhin von der Metallspindel löste.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass nicht alle Desinfektionsmittel für die Reinigung von Silikonpolierscheiben geeignet sind. Neben der Zusammensetzung und der Einwirkzeit des Desinfektionsmittels ist auch die Temperatur entscheidend. In der Gebrauchsanweisung für TWIST™ DIA for Composite-Scheiben ist angegeben, dass eine Temperatur von 42 °C nicht überschritten werden darf. Die häufigste Überhitzung tritt bei der Desinfektion in einem Ultraschallreiniger auf. Nach der Desinfektion sollten die Scheiben gründlich unter fließendem Wasser abgespült und vollständig getrocknet werden.

Ein zweites potenzielles Problem ist die Verformung der Scheiben während der Sterilisation im Autoklaven. Um dies zu verhindern, sollten die Scheiben in breite Packungen gelegt werden, in denen sie sich nicht verbiegen können. Diese Packungen sollten locker im Autoklaven platziert werden. Wenn die Packung durch schwerere Instrumente komprimiert wird, können sich die Scheiben ebenfalls verbiegen. Eine solche Verformung führt zu einer dauerhaften Beschädigung der Scheibe, was deren Lebensdauer drastisch verkürzt. Die Fotos zeigen deutlich die lokale Abflachung während der Sterilisation und die daraus resultierende übermäßige, ungleichmäßige Abnutzung während des Gebrauchs. (Abbildung 7)

 

Abbildung 7: Die Verformung während der Sterilisation führt zu ungleichmäßiger Abnutzung der Scheibe.

Radosław Michalak ist nicht nur ein echter Spezialist in seinem Bereich, sondern auch ein akribischer „Detektiv“ und ein leidenschaftlicher Fotograf, der die meisten Bilder in diesem Artikel aufgenommen hat. 

Für weitere Informationen zur effektiven und sicheren Politur empfehle ich Ihnen einen meiner früheren Artikel auf www.kuraraynoritake.eu. Darin zeige ich, wie man die komplexe Morphologie von Kompositrestaurationen im Seitenzahnbereich poliert. Der Artikel beleuchtet zudem weitere klinische Aspekte des Polierens, wie das Finieren kleinster Fissuren, die Vermeidung von Überhitzung des Komposits (die zu Glanzverlust führt) und das Verhindern weißer Linien am Übergang zwischen Komposit und Zahn. Ein Blick lohnt sich!

Zahnärztin:



Dr. Aleksandra Łyżwińska schloss ihr Studium an der Medizinischen Universität Warschau ab, wo sie später als Dozentin und Assistentin in der Abteilung für konservierende Zahnheilkunde mit Endodontie tätig war. In ihrer täglichen Praxis konzentriert sie sich auf das breite Feld der adhäsiven Zahnheilkunde. Ihre Leidenschaft gilt minimalinvasiven Techniken und der vitalen Pulpentherapie. Seit 2020 leitet sie Kurse in konservierender Zahnheilkunde und arbeitet dabei mit großen Ausbildungszentren in Polen und weltweit zusammen. Sie ist eine wichtige Meinungsführerin für Kuraray Noritake. In ihren Schulungen zeigt sie, dass Kariesmanagement nicht langweilig sein muss und dass die Verbindung in der Flasche genauso spannend ist wie ein Spionagefilm. Instagram-Nutzer kennen sie als Erstellerin des Bildungsprofils für Zahnärzte @aleksandra.lyzwinska.

Die neue Dimension des Micro-Layerings

Die neue Dimension des Micro-Layerings: ZTM Andreas Chatzimpatzakis über CERABIEN™ MiLai

In der aktuellen Ausgabe der ZWL Zahntechnik Wirtschaft Labor (2/2025) teilt der Zahntechniker Andreas Chatzimpatzakis seine Erfahrungen mit dem Keramiksystem CERABIEN™ MiLai. Sein Fachartikel „Eine neue Dimension des Micro-Layerings" bietet wertvolle Einblicke für Zahntechnikerinnen und Zahntechniker, die nach effizienten Lösungen für ästhetische Restaurationen suchen.

Ein System für verschiedene Gerüstwerkstoffe

Was CERABIEN™ MiLai besonders macht: Es funktioniert gleichermaßen hervorragend auf Zirkonoxid und Lithiumdisilikat. Andreas Chatzimpatzakis demonstriert dies anhand zweier Patientenfälle – einmal mit Lithiumdisilikat-Veneers im Frontzahnbereich und einmal mit einer Zirkonoxid-Frontzahnbrücke mit Gingivaanteil. Mit einer niedrigen Brenntemperatur von 740°C ist das System universell einsetzbar und vereinfacht die Lagerhaltung im Labor erheblich.

Effizienz trifft auf Ästhetik

Die Pulver-Keramik für das Micro-Layering, die auf der bewährten synthetischen Feldspatkeramik-Technologie basiert, überzeugt durch ein überschaubares Portfolio: 16 Keramikmassen und 15 interne Malfarben ermöglichen systematische Prozesse im Labor bei gleichzeitig hoher Individualisierbarkeit.
"Als Zahntechniker sind wir es gewohnt, mit Pulver, Pinsel und Farben zu arbeiten. An dieser bewährten Handwerkskunst festzuhalten, ist keine Nostalgie; es ist ein Weg von vielen, hochwertige Restaurationen herzustellen. Mit CERABIEN™ MiLai lässt sich dieser Weg nun besonders effizient beschreiten." — ZTM Andreas Chatzimpatzakis

Vorteile für den Laboralltag auf einen Blick:

  • Kompatibilität mit Zirkonoxid und Lithiumdisilikat
  • Pulverkeramik und Internal Stain-Massen
  • Reduziertes, übersichtliches Keramiksystem
  • Spezielle Keramikmassen wie Value Liner zur Kontrolle der Helligkeit bei Lithiumdisilikat
  • Internal Stain-Technik für natürliche Tiefenwirkung
  • Stabile Ergebnisse ohne Grauschleier durch die spezielle Materialzusammensetzung
  • Vereinfachte Arbeitsabläufe durch standardisierte Prozesse

Fazit

Die im Artikel vorgestellten Fallbeispiele zeigen: CERABIEN™ MiLai bietet Dentallaboren einen effizienten Weg zur Herstellung ästhetisch anspruchsvoller Restaurationen. Das System eignet sich besonders für Zahntechniker, die standardisierte und vereinfachte Verfahren bevorzugen, ohne Kompromisse bei der individuellen Ästhetik einzugehen.

 

 

Alle Abbildungen © ZTM Andreas Chatzimpatzakis/ZTM Giuliano Moustakis

CERABIEN™ MiLai

CERABIEN™ MiLai: Micro-Layering in seiner effizientesten Form

NEU – die Evolution der Verblendtechnik geht in die nächste Runde

Kuraray Noritake bleibt seiner Linie treu und geht konsequent seinen eigenen Weg: Mit CERABIEN™ MiLai präsentiert das Unternehmen eine neue Dimension der Verblendtechnik. Es ist die erste Keramik des Unternehmens, die speziell für Micro-Layering entwickelt wurde und dabei die gewohnte Kontrolle und Präzision einer Pulverkeramik bietet. CERABIEN™ MiLai – eine Keramik, die sich dem Zahntechniker anpasst, nicht umgekehrt – ganz einfach „your way“.

Mustafa Alzemo, Product Specialist CAD/CAM & Dental ceramics DACH

In der Zahntechnik gibt es Momente, in denen sich bewährte Tradition und moderne Anforderungen zu etwas ganz Besonderem verbinden. CERABIEN™ MiLai von Kuraray Noritake ist genau so ein Moment. Die niedrigschmelzende Verblendkeramik wurde für die Micro-Layering-Technik entwickelt. Sie vereint das Handling einer Pulverkeramik mit den Anforderungen moderner Dünnschichtverblendungen – abgestimmt auf KATANA™ Zirconia und kompatibel mit allen gängigen Zirkonoxiden und Lithiumdisilikaten.

Warum jetzt eine neue Micro-Layering-Keramik?

„Feine Dinge brauchen Zeit" – dieser Grundsatz spiegelt sich in der Entwicklung von CERABIEN™ MiLai wider. Statt übereilt auf einen Trend aufzuspringen, hat Kuraray Noritake zunächst genau hingeschaut, zugehört und verstanden, was Zahntechniker wirklich brauchen. Der Name verrät viel über die Philosophie der neuen Keramik: „Mi" steht für Micro-Layering, während „Lai" vom japanischen Wort „mirai" (Zukunft) abgeleitet ist. Das Ergebnis ist eine Pulverkeramik, die durch besondere Eigenschaften die vollkeramische Arbeit auf ein neues Level hebt.

Handwerk trifft Freiheit

Mit CERABIEN™ MiLai behalten Zahntechniker die volle Kontrolle. Sie können die Keramik so verarbeiten, wie sie es brauchen. Die freie Einstellung der Konsistenz verbindet vertrautes Schichtkeramik-Handling und gewohnte Präzision mit hoher Effizienz. Die hohe gestalterische Freiheit ermöglicht es, eigene Weg zu gehen – beispielsweise mit der Internal Stain-Technik, die immer noch als Geheimtipp für individuelle Charakterisierungen gilt; Kuraray Noritake hat diese Technik über Jahrzehnte hinweg perfektioniert. Auch bei der Oberflächengestaltung eröffnet sich eine Welt der Möglichkeiten: Feine Leisten und charakteristische Strukturen lassen sich präzise modellieren, selbst bei minimalen Cut-back-Designs. Für zusätzliche Kreativität können die verschiedenen Keramikmassen miteinander gemischt werden

 

CERABIEN™ MiLai kombiniert die Vorteile einer Pulverkeramik – wie individuelle Konsistenzkontrolle und präzise Modellierbarkeit feinster Strukturen – mit den Anforderungen moderner Micro-Layering-Techniken. So lassen sich mit minimalem Materialeinsatz maximale ästhetische Ergebnisse erzielen.

 

WARUM CERABIEN™ MiLai?

  • Neuauflage eines Klassikers – Pulverkeramik neu gedacht für Micro-Layering 
  • Durchdachte Einfachheit –überschaubares System für Zirkonoxid und Lithiumdisilikat 
  • Effizienter Workflow – optimierte Prozesse von der Lagerung bis zum Finishing 
  • Ausgereifte Werkstofftechnologie – synthetische Feldspatkeramik ohne Kompromisse 
  • Gestalterische Freiheit – individuelle Charakterisierung durch freie Verarbeitung

Effiziente Umsetzung 

CERABIEN™ MiLai überzeugt durch ein überschaubares System mit 16 Keramikmassen und 15 internen Malfarben. Die Brenntemperatur von 740°C und der breite WAK-Bereich (9,5-11,0 × 10⁻⁶/K) machen das System universell einsetzbar für Zirkonoxid und Lithiumdisilikat – das spart Energie und schont den Ofen. Die durchdachte Materialauswahl bietet alles für individuelle Charakterisierung: Value Liner für Lithiumdisilikat, Effektmassen für Dentin und Schmelz sowie nicht-fluoreszierende Tissue-Farben für naturgetreue Gingivagestaltung. Interne Malfarben und transluzente Lustermassen ermöglichen bei Schichtstärken von 0,1 bis 0,6 mm eine lebendige Ästhetik. Die Verarbeitungstechnik – ob monolithisch, vestibuläres Cut-back oder vollständiges Micro-Cut-back – lässt sich frei wählen. Ein besonderer Vorteil für CERABIEN™-Anwender: Die niedrige Brenntemperatur ermöglicht die problemlose Kombination mit CERABIEN™ ZR-Verblendungen, ohne deren Form und Textur zu beeinträchtigen.

So einfach geht’s
MiLai macht das Micro-Layering systematisch und effizient. Nach der Gestaltung des Gerüsts in nahezu monolithischer Form folgt bei Bedarf ein Wash-Brand mit Value Liner – besonders wichtig bei Lithiumdisilikat zur Kontrolle der Helligkeit. Die MiLai-Charakterisierung mit internen Malfarben sorgt für natürliche Tiefenwirkung. Nach dem Auftrag der Effekt- und Lustermassen und morphologischen Korrekturen wird der Glanzgrad entweder durch Self-Glaze oder CERABIEN™ ZR FC Paste Stain erzielt.

Werkstoff-DNA neu interpretiert 

Grundlage von CERABIEN™ MiLai bildet die erprobte synthetische Feldspatkeramik-Technologie von Kuraray Noritake. Die Technologie gewährleistet konstante mechanische Eigenschaften auch nach mehreren Bränden. Besonders bemerkenswert ist die Materialstruktur und Korngrößenverteilung, wodurch sich die Lichtoptik natürlich schöner Zähne besonders gut reproduzieren lässt. Die Fluoreszenz der Farben sorgt für natürliche Lebendigkeit, während die spezielle Zusammensetzung der Massen einen Grauschleier oder Inhomogenitäten durch Mikrobewegungen beim Brand verhindert.

MiLai your way – Raum für eigene Wege

Die standardisierten Prozesse ermöglichen im Laboralltag vorhersagbare Ergebnisse bei maximaler gestalterischer Freiheit. CERABIEN™ MiLai steht für die Verbindung von handwerklicher Tradition und effizienter Verarbeitung. Denn manche Dinge brauchen einfach Layer – und mit CERABIEN™ MiLai entscheidet jedes Labor selbst, wie dieser Weg aussieht.

Kleben ist das neue Zementieren

Kleben ist das neue Zementieren – Sind Sie bereit?

Sie sind auf der Suche nach dem optimalen Befestigungsverfahren für vollkeramische Restaurationen?

Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über die adhäsive Befestigung und erhalten wertvolle Tipps zur Auswahl des richtigen Verfahrens. PD Dr. Adham Elsayed und Prof. Dr. Florian Beuer fassen in einem spannenden Übersichtsartikel die wichtigsten Informationen zusammen.