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Hybrider Keramikaufbau auf Zirkonoxid: Ein komplexer Ansatz

Von ZT Dumitru Leahu

 

 

EINLEITUNG

Komplexe Rehabilitationen im Frontzahnbereich erfordern eine sorgfältige Kontrolle von Form, Farbe und optischen Eigenschaften. Bei dieser implantatgetragenen Restauration wurde ein Gerüst aus KATANA™ Zirconia YML mit CERABIEN™ ZR und CERABIEN™ MiLai (alle Kuraray Noritake Dental Inc.) kombiniert, um das gewünschte ästhetische Ergebnis zu erzielen.

 

 

 

GERÜSTDESIGN

In das Gerüstdesign wurden ein vestibuläres Cut-back von 1mm und ein freies inzisales Drittel aus Zirkonoxid integriert, um ausreichend Platz für die Keramikschichten zu schaffen. Für die implantatgetragene Restauration wurde KATANA™ Zirconia YML verwendet (Abb. 1). Die Sintertemperatur betrug 1.550 °C.

 

Fig. 1. Gerüstdesign mit einem vestibulären Cut-back von 1mm und einem freien inzisalen Drittel aus Zirkonoxid.

 

MATERIAL:

KATANA™ Zirconia YML

 

BASISAUFBAU MIT CERABIEN™ ZR

Der erste Keramikbrand mit der hochschmelzenden CERABIEN™ ZR Keramik diente dazu, klar definierte und stabile Konkavitäten mit ausreichender Helligkeit und Leuchtkraft zu erzeugen (Abb. 2). Verwendet wurden 0.5 NW Body, Enamel 1, LTx, Tissue 3 und Tissue 4. Die Brenntemperatur betrug 940 °C.

 

Fig. 2. Basisaufbau mit CERABIEN™ ZR unter Verwendung von 0.5 NW Body, Enamel 1, LTx, Tissue 3 und Tissue 4.

 

MATERIAL:

CERABIEN™ ZR

 

INTERNE CHARAKTERISIERUNG

Die interne Charakterisierung erfolgte mit CERABIEN™ MiLai Internal Stains (Abb. 3). Cervical 2 + Bright (im Verhältnis 40/60 gemischt), White + (A+) + Bright (50/10/40) und Tissue Red + Bright (60/40) wurden wie angegeben aufgetragen. Die Brenntemperatur betrug 700 °C. Die Internal Stains wurden eingesetzt, um die interne Anatomie und Charakterisierung der Restauration nachzubilden und die Farbanpassung an die natürlichen Zähne zu unterstützen (Abb. 4 bis 6).

 

Fig. 3. Interne Charakterisierung mit CERABIEN™ MiLai Internal Stains.

 

Fig. 4. Detail der inzisalen Charakterisierung. (links)

Fig. 5. Detail der zervikalen Charakterisierung. (rechts)

 

Fig. 6. Intraorale Referenz zur Anpassung der Restauration an die natürlichen Zähne.

 

FINALER AUFBAU MIT CERABIEN™ MiLai

Die Brücke wurde mit der niedrigschmelzenden CERABIEN™ MiLai Keramik fertiggestellt. Für den finalen Aufbau wurden LT1, LTx und ELT1 verwendet (Abb. 7). Die Brenntemperatur betrug 780 °C. Anschließend wurde Tissue 1 aufgetragen, um die endgültige Gingivaform zu gestalten (Abb. 8). Bei diesem Brand betrug die Temperatur 740 °C. Die Abbildungen 9, 10 und 11 zeigen die fertiggestellte Restauration extraoral, bei der intraoralen Einprobe und nach der definitiven Eingliederung auf den Implantaten.

 

Fig. 7. Finaler Keramikaufbau mit LT1, LTx und ELT1.

 

Fig. 8. Gingivaaufbau mit Tissue 1

 

Fig. 9. Fertiggestellte implantatgetragene Brücke

 

Fig. 10. Finale Restauration bei der Einprobe.

 

Fig. 11. Finales intraorales Ergebnis

 

FAZIT

Der vorgestellte hybride Ansatz verbindet die Vorteile hoch- und niedrigschmelzender Keramiken für die ästhetische Individualisierung von Zirkonoxidrestaurationen im Frontzahnbereich. Mit der hochschmelzenden CERABIEN™ ZR Keramik können zunächst die Grundmorphologie und die optische Basis geschaffen werden, bevor die Charakterisierung und die finale Schichtung bei niedrigeren Temperaturen erfolgen. Da die zuvor gebrannten CERABIEN™ ZR Schichten während der anschließenden CERABIEN™ MiLai Brände stabil bleiben, kann die Restauration weiter individualisiert werden, ohne die bereits geschaffenen Strukturen zu verändern.

 

 

KOMPROMISSLOS.
UNÜBERTROFFEN.
DEINS.

 

 

Zwei Inlays. Eine Sitzung.

Zwei Inlays. Eine Sitzung.

CAD/CAM-Komposit: Wie KATANA™ AVENCIA™ Block 2 einen effizienten Workflow ermöglicht

Dr. Daniel Ospina-Klinck

Eine Neuversorgung, ein klarer Patientenwunsch und ein vollständig digitaler Ablauf: Das Fallbeispiel zeigt, wie sich Seitenzahnrestaurationen mit einem CAD/CAM-Komposit chairside realisieren lassen – von der digitalen Erfassung über die Fertigung bis zur adhäsiven Eingliederung innerhalb einer Sitzung.

 

Ausgangssituation: Funktionelle Defizite erfordern neue Lösung

Eine Patientin stellte sich mit insuffizienten Kompositrestaurationen an den Zähnen 17 und 47 vor. Die bestehenden Füllungen zeigten deutliche Verschleißerscheinungen und waren insbesondere im okklusalen Bereich stark abgenutzt. Zunehmende Beschwerden unter Kaubelastung führten zum Wunsch nach einer stabilen und langlebigen Neuversorgung. Zusätzlich bestand aufgrund beruflicher Verpflichtungen der ausdrückliche Wunsch nach einer Behandlung innerhalb eines Termins.

Die klinische Situation wurde als geeignet für eine indirekte Versorgung mittels Inlays bewertet. Aufgrund der funktionellen Belastung im Seitenzahnbereich und der Defektgröße fiel die Entscheidung auf eine adhäsiv befestigte CAD/CAM-Versorgung.

Abb. 1 Ausgangssituation: Die vorhandene Kompositrestauration zeigt deutliche funktionelle Defizite und okklusale Abnutzung

 

Materialentscheidung: Chairside-Workflow ohne zusätzlichen Sinterprozess

Für die Herstellung der Inlays wurde KATANA™ AVENCIA™ Block 2 eingesetzt. Das CAD/CAM-Komposit ermöglicht eine direkte Weiterverarbeitung nach der Fertigung. Ein zusätzlicher Kristallisations- oder Sinterprozess entfällt – ein wichtiger Vorteil, wenn eine Versorgung innerhalb einer Sitzung umgesetzt werden soll. Gleichzeitig bietet das Material durch seine Zusammensetzung ein weniger sprödes Verhalten als klassische keramische Werkstoffe. Gerade bei funktionell belasteten Seitenzahnrestaurationen kann diese Materialcharakteristik eine interessante Option darstellen.

Dabei bleibt die Indikation entscheidend: Für umfangreichere Versorgungen oder stark belastete Bereiche können hochfeste keramische Materialien weiterhin Vorteile hinsichtlich Langzeitstabilität und Verschleißresistenz bieten. Im vorliegenden Fall überzeugte jedoch die Kombination aus effizientem Chairside-Workflow und materialgerechtem Einsatz.

 

Digitaler Workflow: Vom Scan zur definitiven Eingliederung

Nach Entfernung der insuffizienten Restaurationen und Präparation der Kavitäten erfolgte die digitale Abformung mit Primescan 2. Die Konstruktion der beiden Inlays wurde chairside vorgenommen. Nach dem Fräsen mit der Primemill folgte ohne weiteren Zwischenschritt die abschließende Politur mit diamantierten Polierinstrumenten.

Für die adhäsive Eingliederung wurde ein abgestimmter Workflow aus dem Hause Kuraray Noritake genutzt: Nach Reinigung der Restaurationsoberflächen mit KATANA™ Cleaner und entsprechender Vorbehandlung der Zahnhartsubstanz erfolgte die definitive Befestigung mit PANAVIA™ V5.

Abb. 2, 3 Die CAD/CAM-Kompositrestauration zeigt eine anatomisch ausgeformte Okklusalfläche und ohne weiteren Individualisierungsprozess eine natürliche Ästhetik

 

Ergebnis: Funktionell integriert – in einer Sitzung abgeschlossen

Die fertigen Inlays zeigten eine gute Passung und konnten harmonisch in die bestehende Okklusion integriert werden. Die Versorgung wurde vollständig innerhalb einer Sitzung abgeschlossen. Bei der anschließenden Kontrolle traten weder postoperative Sensibilitäten noch funktionelle Einschränkungen auf. Der Fall zeigt, dass Chairside-Konzepte heute mehr bedeuten als eine reine Zeitersparnis. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus digitalem Workflow, passender Materialwahl und einem abgestimmten adhäsiven Konzept. Werden diese Faktoren miteinander verbunden, entsteht eine effiziente restaurative Lösung, die sich an den klinischen Anforderungen und den Bedürfnissen der Patienten orientiert.

Abb. 4 Klinisches Ergebnis nach Eingliederung des CAD/CAM-gefertigten Inlays

 

Fazit

Die chairside gefertigte Versorgung mit KATANA™ AVENCIA™ Block 2 erweitert das Spektrum digitaler Restaurationsmöglichkeiten insbesondere bei Patienten, die eine effiziente Behandlung in nur einer Sitzung wünschen. Der klinische Erfolg basiert dabei auf einer konsequenten Abstimmung aller Prozessschritte – von der Indikation über die digitale Fertigung bis zur adhäsiven Befestigung.

 

Dr. Daniel Ospina-Klinck: „Die Stärke des Chairside-Workflows liegt nicht allein in der Geschwindigkeit, sondern in der Möglichkeit, einen vollständig digitalen und kontrollierten restaurativen Prozess umzusetzen.“

 

Dr. Daniel Ospina-Klinck verbindet als Zahnarzt, Zahntechniker und Implantologe klinische Erfahrung mit einem konsequent digitalen Behandlungskonzept. Sein Schwerpunkt liegt auf modernen CAD/CAM- und Chairside-Workflows.

Bio-inspirierte Weiß-Rosa-Ästhetik mit einem Micro-Layering-Konzept

von ZT Roberto Rossi

 

BIOINSPIRIERT

Rehabilitationen der Weiß-Rosa-Ästhetik erfordern einen Workflow, der präzises Gerüstdesign mit kontrollierter keramischer Schichtung kombiniert. Wenn jeder Schritt sorgfältig geplant wird, können die optischen Eigenschaften des Gerüstmaterials vollständig genutzt werden, wodurch der Bedarf an umfangreicher keramischer Schichtung reduziert wird. Der folgende Fall veranschaulicht diesen Workflow anhand eines bioinspirierten Ansatzes.

 

In diesem Fall wurde eine Micro-Layering-Technik eingesetzt, um die vestibuläre Ästhetik zu reproduzieren und gleichzeitig die Morphologie des Zirkonoxidgerüsts zu erhalten. KATANA™ Zirconia YML wurde mit der niedrigschmelzenden Keramik CERABIEN™ MiLai (beide Kuraray Noritake Dental Inc.) kombiniert, wodurch sich diese Kombination sehr gut für diese Art von Restauration eignet.

 

 

GERÜSTDESIGN

Um den Bio-Design-Effekt zu verstärken, bei dem die Gerüstmorphologie die natürliche Verteilung von Dentin und Schmelz reproduziert, ist eine präzise Frässtrategie entscheidend. Die geplante Gerüstmorphologie sollte detailgetreu wiedergegeben werden, ohne Details in den Approximalbereichen oder am Übergang zwischen Weiß- Rosa-Ästhetik zu verlieren (Abb. 1). Die optischen Eigenschaften des gefrästen Gerüsts (Abb. 2) und die Präzision der gefrästen Oberfläche (Abb. 3) bilden die Grundlage für ein vorhersagbares ästhetisches Ergebnis.

 

Abb. 1: Gefräste Restauration innerhalb der Disc.

 

Abb. 2: Gefrästes Zirkonoxidgerüst, das das Cut-back-Design reproduziert.

 

Abb. 3: Detailansicht der präzise gefrästen Gerüstoberfläche.

 

Nach korrektem Sintern des Gerüsts lassen sich die optischen Eigenschaften des Multilayer-Zirkonoxids und der Effekt der kubischen Zirkonoxidphase vollständig beurteilen. Vor dem Sintern sollte der Gerüstoberfläche jedoch besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Alle Anpassungen sollten die im CAD-Design angelegte ursprüngliche Morphologie erhalten oder sogar verbessern. Das Gerüst sollte eine glatte, dichte Oberfläche ohne Rauigkeiten und Porositäten aufweisen und damit die ideale Grundlage für die anschließenden Charakterisierungsschritte bieten (Abb. 4).

 

Abb. 4: Gerüstoberfläche nach Sintern, Oberflächentexturierung und Finish.

 

Die Farbe der KATANA™ Zirconia YML Disc sollte in der Regel eine Nuance heller als die gewünschte finale Farbe gewählt werden. Dies hilft, übermäßiges Chroma und ein niedriges Value-Erscheinungsbild in Bereichen mit stärkerem Zirkonoxidanteil zu vermeiden und gleichzeitig Flexibilität bei den anschließenden Charakterisierungsund Schichtschritten zu bewahren (Abb. 5).

 

Durch die unterschiedliche Lichttransmission in den verschiedenen Schichtstärken des bio-designten Inzisalbereichs wird der Dentinkerneffekt nach dem Sintern deutlich sichtbar (Abb. 6). Statt diese optischen
Eigenschaften zu maskieren, sind die folgenden Schritte darauf ausgelegt, sie durch interne Charakterisierung und selektives Micro-Layering zu verstärken.

 

Abb. 5: Gesintertes Gerüst auf dem Modell.

 

Abb. 6: Unterschiedliche Lichttransmission des Gerüsts.

 

INTERNAL STAINING

Der erste Schritt der Gerüstindividualisierung erfolgt mit der Internal Live Stain (ILS)-Technik (Chroma map 1). In dieser Phase wird das Zirkonoxidgerüst als Dentinkern der Restauration betrachtet. Die Technik ist einfach anzuwenden, erzeugt einen unmittelbaren visuellen Effekt und eignet sich besonders für spiegelbildliche Zahngruppen sowie Rehabilitationen der weißen und rosa Ästhetik (Abb. 7 und 8).

 

Chroma map 1: Geplantes initiales Internal Staining.

 

Abb. 7: Punkte aus Internal Stains zur Visualisierung des geplanten ILS-Verfahrens.

 

Abb. 8: Geplante Verteilung der Internal Stains.

 

Die initiale Applikation zielt darauf ab, das Chroma des Zirkonoxids zu erhöhen und gleichzeitig im inzisalen Drittel einen hohen Value zu erhalten. Der hohe Value von KATANA™ Zirconia YML trägt dazu bei, die Gesamthelligkeit der Restauration nach dem anschließenden Micro-Layering mit CERABIEN™ MiLai zu bewahren.

 

Die verwendete Globule-Painting-Technik besteht aus drei Schritten: Applikation, Schattierung und Kontrolle. Sie bietet zudem einen modularen Ansatz, der zusätzliche Applikationen ermöglicht, wenn ein höherer Individualisierungsgrad erforderlich ist.

 

In dieser Phase sollten ausschließlich die tieferliegenden optischen Effekte mit Internal Stains reproduziert werden. Incisal Blue 2 wird zur Erzeugung von Opaleszenz eingesetzt, A+ zur Erhöhung des Chromas und Salmon Pink zusammen mit Tissue Red zur Charakterisierung des Gingivagewebes (Abb. 9a bis c). Die internen Effekte werden anschließend vor dem Brand beurteilt. Nach dem Brand behalten die Farben
ihr Erscheinungsbild bei (Abb. 10), sodass der Techniker direkt mit dem Micro-Layering fortfahren kann.

 

Abb. 9a: Incisal Blue 2 im Inzisalbereich appliziert.
Abb. 9b: A+ zur Erhöhung des Chromas appliziert.
Abb. 9c: Salmon Pink und Tissue Red zur Charakterisierung der Gingivagewebe appliziert.

 

Abb. 10: Gerüst nach dem Brand im Anschluss an das initiale Internal Staining.

 

Chroma map 2: Vergleich des geplanten und ausgeführten Internal Staining.

 

MICRO-LAYERING

Nach dem Internal Staining ist die Restauration bereit für das Micro-Layering mit CERABIEN™ MiLai. Je nach zu reproduzierenden Effekten und dem durch das CAD-Design vorgegebenen Platzangebot können transluzente, opaleszente und Luster-Massen eingesetzt werden, um die Schmelzschicht nachzubilden. Opake Dentinmassen können einzeln oder in Kombination im zervikalen und mittleren Drittel appliziert werden oder zur Erzeugung eines opakeren Mameloneffekts dienen.

 

Der Aufbau folgt einer definierten Sequenz (Layering map 1). CCV2 wird appliziert, um die Transluzenz zu erhalten und gleichzeitig das Chroma zu erhöhen (Abb. 11). LT1 dient als zentrale Luster-Masse im mittleren Drittel (Abb. 12), während E2 als Übergangsdentin im Inzisalbereich verwendet wird und die Grundlage für die nachfolgenden Effekte bildet (Abb. 13).

 

Schichtschema 1: Übersicht des geplanten Micro-Layering-Verfahrens.

 

Abb. 11: CCV2 zur Erhaltung der Transluzenz und gleichzeitigen Erhöhung des Chromas im zervikalen Bereich appliziert.

 

Abb. 12: LT1 als zentrale Luster-Masse im mittleren Drittel appliziert.

 

Abb. 13: E2 als Übergangsdentin im Inzisalbereich appliziert.

 

Zur Verstärkung der Opaleszenz bei gleichzeitiger Erhaltung der Transluzenz wird Aqua Blue 2 im Inzisalbereich appliziert (Abb. 14). Anschließend wird Value Liner 1 innerhalb der E2-Schicht appliziert, während Aqua Blue 2 über der Inzisalkante platziert wird, um den Kontrast der Mamelons zu erhöhen (Abb. 15).

 

Abb. 14: Aqua Blue 2 zur Verstärkung der Opaleszenz appliziert.

 

Abb. 15: Value Liner 1 und Aqua Blue 2 zur Erhöhung des Mamelonkontrasts appliziert.

 

Die Grundmorphologie wird durch eine weitere Applikation von LT1 vervollständigt, die den Übergang zwischen zervikalem und inzisalem Bereich auffüllt (Abb. 16). Für den gingivalen Anteil der Restauration
wird Tissue 5 verwendet, um die tieferen rötlichen Bereiche zu reproduzieren, während Tissue 6 auf die oberflächlichen alveolären Gewebebereiche appliziert wird (Abb. 17). Nach dem Brand werden die durch
Internal Staining und Micro-Layering erzeugten optischen Effekte deutlich sichtbar (Abb. 18).

 

Abb. 16: LT1 zur Vervollständigung des Übergangs zwischen zervikalem und inzisalem Bereich appliziert.

 

Abb. 17: Tissue 5 und Tissue 6 zur Reproduktion des Gingivagewebes appliziert.

 

Abb. 18: Restauration nach dem Brand im Anschluss an das Micro-Layering-Verfahren.

 

ILS-ANPASSUNG

Eine der Stärken der ILS-Technik ist ihre Modularität. Mehrere Effekte können bereits während der initialen Charakterisierung appliziert werden, oder die Brennzyklen können getrennt werden, um später zusätzliche Effekte zu ergänzen. Da die Internal Stains darauf ausgelegt sind, während des Brands stabil zu bleiben, und keine internen Flussmittel enthalten, kann eine weitere Charakterisierung erfolgen, ohne die vorherige Applikation zu beeinträchtigen.

 

Ein weiterer Vorteil ist das unmittelbare Erscheinungsbild der applizierten Effekte. Dadurch kann der Techniker die Farbverteilung direkt während der Applikation beurteilen und das Ergebnis mit dem gewünschten Resultat vergleichen. Die Farbstabilität der Internal Stains nach dem Brand bietet zudem eine hervorragende Kontrolle während des gesamten Verfahrens. Das vor dem Brand beobachtete Erscheinungsbild entspricht dem gebrannten Ergebnis sehr genau, wodurch die Charakterisierung überprüft werden kann, bevor die Restauration erneut in den Ofen gegeben wird. Dies kann besonders
hilfreich sein, wenn digitale Farbbestimmungssysteme wie Fotografie oder Spektralphotometrie eingesetzt werden.

 

Vor dem Auftragen einer zweiten Schicht Internal Stains sollte die gebrannte Oberfläche mit feinen Diamantinstrumenten überarbeitet werden, um eine glatte Oberfläche für die Malfarben zu erhalten (Abb. 19). In dieser Phase werden die oberflächlichen Schmelzeffekte verfeinert, indem ausgewählte Charakterisierungseffekte verstärkt, die Opaleszenz erhöht und lokalisierte Spots ergänzt werden (Chroma map 3).

 

Im vorliegenden Fall wurde eine Mischung aus White und Mamelon Orange 2 (4:1) appliziert, um die Mamelons zu verstärken. Anschließend wurde Incisal Blue 2 angrenzend an die Mamelons platziert, um den Kontrast zu verstärken.

 

Chroma map 3: Darstellung der geplanten ILS-Anpassung.

 

Abb. 19: Überarbeitung der Gerüstoberfläche vor der zweiten Applikation von Internal Stains.

 

FINALE SCHICHTUNG

Die finale Schichtphase dient dazu, sowohl die Morphologie als auch die Schmelzeffekte mit Luster- und Schmelzmassen zu verfeinern. In diesem Schritt sollten alle mit ILS charakterisierten Bereiche mit Keramik bedeckt werden.

ELT1

LT1

LT1 kann verwendet werden, um das zervikale und mittlere Drittel zu vervollständigen, sofern keine weitere Erhöhung des Chromas erforderlich ist, während der Value der Restauration erhalten bleibt. Im selben Schritt wird LTx vom mittleren Drittel in Richtung Inzisalbereich appliziert, um die Transluzenz zu erhöhen und im Inzisalbereich einen niedrigeren Value-Effekt zu erzeugen (Abb. 20). Anschließend wird ELT1 eingesetzt, um die Morphologie zu verfeinern und durch den Eindruck größerer Schmelzstärke in den Approximalbereichen den natürlichen Schmelzkontrast zu reproduzieren. Für das Gingivagewebe wird Tissue 5 appliziert, um Schrumpfung zwischen den Zähnen und in den tieferen Bereichen zu kompensieren, während Tissue 1 verwendet wird, um das transluzente Erscheinungsbild der oberflächlichen Gingivagewebe zu reproduzieren (Abb. 21).

 

Abb. 20: Applikation von LT1 und LTx während der finalen Schichtphase.

 

Abb. 21: Abgeschlossene Schmelz- und Gingivaschichtung.

 

OBERFLÄCHENTEXTUR UND FINISHING

Nach dem Brand der Schmelzschicht wird die Oberflächentextur mit Diamantinstrumenten unterschiedlicher Formen verfeinert, um eine natürliche Oberflächenmorphologie zu reproduzieren (Abb. 22). Vor dem Self-Glazing kann Goldpuder aufgetragen werden, um die Oberflächentextur hervorzuheben und ihre Beurteilung zu erleichtern (Abb. 23).

 

Abb. 22: Mit rotierenden Instrumenten reproduzierte Oberflächentextur.

 

Abb. 23: Goldpuder zur Hervorhebung der Oberflächentextur vor dem Self-Glazing aufgetragen.

 

Abb. 24: Durchlichtaufnahme zur Darstellung der optischen Eigenschaften der Restauration.

 

Self-Glazing verbessert die Qualität und Kompaktheit der Keramik und erhält gleichzeitig die natürlichen Konkavitäten und Konvexitäten der Oberflächentextur. Nach dem Glanzbrand kann die Oberfläche mechanisch mit Keramikpolierern verfeinert werden, um die finale Politur zu erzielen.

 

Die Restauration kann unter verschiedenen Lichtbedingungen beurteilt werden, um die optischen Eigenschaften von KATANA™ Zirconia YML (Abb. 24), die Micro-Layering-Effekte (Abb. 25) und die Oberflächentextur zu bewerten. Das finale Ergebnis zeigt die Harmonie zwischen Weiß-Rosa-Ästhetik (Abb. 26).

 

Abb. 25: Micro-Layering-Effekte in der fertigen Restauration sichtbar.

 

Abb. 26: Finales Ergebnis der weiß-rosa-Ästhetik.

 

FAZIT

Dieser Fall zeigt, wie kontrollierte Innencharakterisierung und selektives Micro-Layering eingesetzt werden können, um die optischen Eigenschaften eines Zirkonoxidgerüsts zu erhalten und zu verstärken. Durch die Kombination aus präzisem Gerüstdesign und minimaler Keramikapplikation lässt sich eine hochgradig natürliche Weiß-Rosa-Ästhetik in einem vorhersagbaren und effizienten Workflow erzielen.

 

 

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All-in-One: 360°-Workflow – wenn alles zusammenspielt

All-in-One: 360°-Workflow – wenn alles zusammenspielt

Moderne restaurative Zahnmedizin besteht aus vielen einzelnen Schritten. Entscheidend ist, wie gut sie ineinandergreifen. Genau hier setzt der „All-in-One: 360°-Workflow“ von Kuraray Noritake an. Das Konzept verbindet Produkte, Wissen und klinische Erfahrung zu einem durchgängigen Behandlungsweg für direkte und indirekte Restaurationen.

Im Mittelpunkt des Konzeptes steht nicht das einzelne Material, sondern das Zusammenspiel entlang des gesamten Workflows – von der Reinigung und Vorbehandlung über die Adhäsivtechnik und das Restaurationsmaterial bis hin zur Befestigung und Politur.

Was dieser Systemgedanke im Praxisalltag bedeutet, zeigen die Erfahrungen von Christian Wentzel und Dr. Wojtek Libecki. Beide arbeiten mit Komponenten aus dem 360°-Workflow und beschreiben vor allem einen Vorteil: klare, vertraute Abläufe, die das gesamte Team unterstützen und dabei helfen, Behandlungsschritte sicher und reproduzierbar umzusetzen.

Christian Wentzel, Zahnarzt in Kiel, nutzt das System sowohl für direkte als auch für indirekte Versorgungen. Für ihn liegt der besondere Wert darin, unterschiedliche klinische Situationen innerhalb eines vertrauten Adhäsiv- und Befestigungskonzepts lösen zu können. Das reduziert Materialwechsel und erleichtert die Standardisierung im Team. Sein Fazit fällt entsprechend deutlich aus: „Für uns ist das der echte Gamechanger: weniger Fläschchen, solide klinische Daten und Ergebnisse auf Goldstandard-Niveau.“ Anhand eines direkten Restaurationsfalls zeigt er zudem, wie sich CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal nach der Ausarbeitung natürlich in die umgebende Zahnsubstanz integriert.

Auch Dr. Wojtek Libecki, Oralchirurg in Kiel, hebt die klare Struktur des Systems hervor. In seiner täglichen Arbeit nutzt er den 360°-Workflow sowohl bei direkten Kompositrestaurationen als auch bei indirekten Versorgungen. Wie er selbst formuliert: „Für mich bedeutet das weniger Materialvielfalt, klar definierte Protokolle und reproduzierbare Ergebnisse – eine echte Vereinfachung des Praxisalltags, die spürbar Zeit spart und gleichzeitig höchste Qualität für den Patienten gewährleistet.“

Genau darin liegt der Gedanke hinter dem „All-in-One: 360°-Workflow“: Einzelne Produkte entfalten ihren Nutzen nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit den jeweils vor- und nachgelagerten Behandlungsschritten. So entsteht ein System, das Orientierung gibt, ohne die klinische Flexibilität einzuschränken. Direkte oder indirekte Versorgung, selbstadhäsive oder adhäsive Befestigung, Komposit oder Zirkonoxid – je nach Indikation bleibt die Wahl bestehen, während der übergeordnete Workflow vertraut ist.

Wie Christian Wentzel und Dr. Wojtek Libecki diesen Ansatz konkret in der Praxis umsetzen, welche Materialien sie dabei einsetzen und welche klinischen Fälle sie zeigen, lesen Sie im vollständigen Beitrag.

 

TEILVERBLENDUNG AUF ZIRKONOXID: MINIMALE SCHICHTEN, MAXIMALE ÄSTHETIK

von ZT Ghaith Alousi

 

Verwendete Materialien

KATANA Zirconia YML

ZIRCONIA BLANK

Hochästhetischer Multilayer-Zirkonoxid-Rohling mit natürlichem Farbverlauf von zervikal nach inzisal. Kombiniert hohe Biegefestigkeit mit exzellenter Transluzenz. Ideal für Teilverblendungen geeignet.

 

CERABIEN MiLai

VERBLENDKERAMIK

Eine speziell für Zirkonoxid-Restaurationen entwickelte Verblendkeramik der neuen Generation. Hervorragende Haftung auf Zirkonoxid, natürliche Lichtoptik, große Auswahl an Massen für detaillierte Schichttechniken.

 

CERABIEN MiLai Internal Stains

STAIN COLORS

Incisal Blue 1, Mamelon Orange 2, A+, Tissue Pink, Salmon Pink, White – alle mit Bright angemischt, für optimale Konsistenz und präzise Applikation.

 

CERABIEN MiLai Massen

KERAMIKASSEN

Tx, Creamy Enamel, LTx, CCV-2, ELT1 für den Zahnbereich. Tissue 1, 4, 6 für die Gingiva.

 

 

EINLEITUNG

Die Technik steht für einen modernen, effizienten Ansatz in der zahntechnischen Ästhetik: Statt voluminöser keramischer Aufbauten werden minimale, jedoch präzise aufgetragene Schichten verwendet, die in Kombination mit der intrinsischen Ästhetik des Zirkonoxidgerüsts ein außergewöhnliches Ergebnis erzielen.

In diesem Fallbericht dokumentiert Zahntechniker Ghaith Alousi Schritt für Schritt die Herstellung einer vestibulär verblendeten Zirkonoxidrestauration im Oberkiefer-Frontzahnbereich auf Basis von KATANA™ Zirconia YML und der neuartigen Verblendkeramik CERABIEN™ MiLai. Das Besondere: Die Palatinalfläche bleibt monolithisches Zirkonoxid, während ausschließlich die vestibuläre/labiale Fläche mit  CERABIEN™ MiLai verblendet wird. So wird die Stabilität von Zirkonoxid mit der unvergleichlichen Ästhetik einer handgeschichteten Keramik kombiniert.

 

 

SCHRITT 1: ZIRKONOXIDGERÜST VOR DEM SINTERN

CAD/CAM-Fräsen · KATANA™ Zirconia YML · Weißlingzustand

Das Gerüst wurde bewusst für eine labiale Teilverblendung konstruiert: Die vestibuläre/labiale Fläche bietet ausreichend Raum für die CERABIEN™ MiLai Keramik. Während die Palatinalflächen vollständig monolithisch bleiben, liegen die okklusalen Kontaktpunkte weiterhin auf dem mechanisch überlegenen Zirkonoxid.

 

Abb. 1. Gerüst vor dem Sintern.

 

MATERIAL:

KATANA Zirconia YML
KURARAY NORITAKE · ZIRCONIA BLANK

 

SCHRITT 2: NACH DEM SINTERN

Sintern · Multilayer-Ästhetik · Sandstrahlen

Nach dem Sinterzyklus bei 1550 °C zeigt das KATANA™ Zirconia YML Gerüst seinen vollständigen Multilayer-Charakter. Der eindrucksvolle Farbverlauf – von einem warmen, gelblich-cremefarbenen Ton zervikal bis hin zur kühlen, transluzenten Inzisalkante – ist das direkte Ergebnis der in den Rohling integrierten Pigmentschichtung.

 

Das Gerüst wurde direkt nach dem Sintern ausschließlich durch Sandstrahlen gereinigt (110 μm, 1,5 bar), ohne weitere Bearbeitung.

 

Abb. 2. Gesintertes Gerüst, vestibuläre/labiale Ansicht – Multilayer-Farbverlauf nach dem Sintern.

 

Abb. 3. Gesintertes Gerüst – palatinale Ansicht – monolithische Zirkonoxidstruktur.

 

VERARBEITUNG:

  • Sintern (1550 °C)
  • Sandstrahlen

 

SCHRITT 3: ERSTE MALFARBENSCHICHT

CERABIEN™ MiLai Internal Stains · Farbliche Grundlage · Interne Charakterisierung

Vor dem keramischen Schichten wird eine differenzierte Malfarbenschicht direkt auf das gesinterte Zirkonoxidgerüst aufgetragen. Diese Schicht dient als farbliche Grundlage und interne Charakterisierung – sie definiert Tiefenwirkung und Individualität.

 

Farbverteilung nach Zonen:

Inzisal: Incisal Blue 1 + Bright 20 % – zur Simulation des natürlichen Opaleszenzeffekts.
Mittlerer Inzisalbereich: Mamelon Orange 2 + Bright 20 % – zur Nachbildung der charakteristischen Mamelonstruktur.
Zervikalbereich & approximal: A+ + Bright 20 % – für erhöhte Chroma- und Sättigungswirkung im zervikalen Drittel.
Gingivabereich: Tissue Pink + Salmon Pink – für eine natürliche Gingivacharakterisierung.

 

Abb. 4. Aufgetragene CERABIEN™ MiLai Internal Stains – ungebrannter Zustand.

 

CERABIEN MiLai INTERNAL STAINS:

  • Incisal Blue 1 + Bright 20 % (Inzisalbereich)
  • Mamelon Orange 2 + Bright 20 % (Mamelons)
  • A+ + Bright 20 % (zervikale & approximale Bereiche)
  • Tissue Pink (Gingiva)
  • Salmon Pink (Gingiva)

 

SCHRITT 4: ERSTE KERAMIKSCHICHT & WASHBRAND

TX + Tissue 1 · Bonding-Brand · Verbundoptimierung

Nach dem Brennen der Malfarben wird die erste Keramikschicht aufgetragen: CERABIEN™ MiLai Tx für die Zahnanteile und Tissue 1 für die Gingiva. Ziel ist es, einen optimalen Verbund zwischen Keramik und Zirkonoxid herzustellen.

 

Es wird ein gezielter Washbrand durchgeführt: Die Brenntemperatur wird über den normalen Referenzwert angehoben, damit die keramische Masse besser fließt und sich optimal mit der Zirkonoxidoberfläche verbindet. Auf einen Liner- bzw. separaten Washbrand wird dabei bewusst verzichtet.

 

Abb. 5. Erste Keramikschicht – ungebrannt, Frontansicht.

 

Abb. 6. Frontansicht – rohe erste Schicht.

 

CERABIEN MiLai MASSEN:

  • Tx (Translucent) – Zahnanteile
  • Tissue 1 – Gingivabereich
  • Brennmodus: Washbrand (erhöhte Temperatur)

 

SCHRITT 5: ERGEBNIS NACH DEM WASHBRAND

Verbundprüfung · Vorbereitung auf die zweite Malfarbenschicht

Das Ergebnis nach dem Washbrand zeigt eine fest mit dem Zirkonoxid verbundene Keramikschicht. Die Oberfläche wirkt glatt und gleichmäßig glänzend. Die Tx-Schicht verstärkt die intrinsische Transluzenz von KATANA™ Zirconia YML und lässt den Multilayer-Farbverlauf harmonisch durchscheinen.

 

Abb. 7. Nach dem Washbrand – Tx und Tissue 1 perfekt mit dem Zirkonoxid verbunden.

 

SCHRITT 6: ZWEITE MALFARBENSCHICHT – DETAILCHARAKTERISIERUNG

Schmelzrisse/Craquelé-Strukturen · White · Oberflächenindividualisierung

Bei der zweiten Malfarbenschicht liegt der Fokus auf maximaler Präzision und Detailgenauigkeit. Mit CERABIEN™ MiLai Internal Stain White werden feine, natürlich wirkende Schmelzrisse bzw. Craquelé-Strukturen (Natural Cracks) auf die Zahnoberfläche aufgetragen.

 

Diese dezenten weißlichen Schmelzrisse entstehen bei natürlichen Zähnen durch Spannungen im Zahnschmelz und verleihen ihnen ihren unverwechselbaren, vitalen Charakter. Sie verlaufen anatomisch korrekt vertikal und variieren in Intensität und Länge – genau wie in der Natur

 

Abb. 8. Nahaufnahme – feine Schmelzrisse mit White Stain.

 

Abb. 9. Nahaufnahme – feine Schmelzrisse mit White Stain.

 

CERABIEN MiLai INTERNAL STAIN:

  • White – Natural Cracks / Craquelé-Strukturen

 

SCHRITT 7: ZWEITE KERAMIKSCHICHT – HAUPTSCHICHTUNG

Morphologie · Schmelzmassen · Gingivadesign

Die zweite Keramikschicht erfordert gleichzeitig höchste Konzentration auf Farbe, Morphologie und Oberflächentextur. Dies ist die Hauptschichtung, bei der die endgültige Form der Restauration festgelegt wird.

 

Zahnmassen – Zonenkonzept:

Creamy Enamel legt den warmen Body-/Dentin-Grundton fest. LTx (Luster Translucent) verleiht opaleszente Vitalität. CCV-2 (Clear Cervical 2) sorgt zervikal für transparente Chroma-Wirkung. ELT1 (Enamel Luster 1) vervollständigt die Inzisalzone mit einem feinen Schmelzglanz.

 

Gingivalmassen:

Tissue 1, 4, and 6 erzeugen ein differenziertes Gingivabild mit hellen, mittleren und tiefen Farbtönen.

 

Abb. 10.Hauptschichtung – ungebrannter Zustand.

 

CERABIEN MiLai MASSEN – FÜR DEN ZAHNBEREICH:

  • Creamy Enamel – Body-/Dentinbereich
  • LTx (Luster Translucent) – opaleszente Vitalität
  • CCV-2 (Clear Cervical 2) – zervikale Chroma-Wirkung
  • ELT1 (Enamel Luster 1) – inzisaler Schmelzglanz

 

Abb. 11. Hauptschichtung – Nahaufnahme – Oberflächentextur.

 

Abb. 12. Hauptschichtung – Nahaufnahme – Oberflächentextur.

 

CERABIEN™ MiLai MASSEN – GINGIVA:

  • Tissue 1 – helle, zarte Gingivabereiche
  • Tissue 4 – mittlerer Gingivaton
  • Tissue 6 – Tiefe, Schatten, Interdentalpapillen

 

SCHRITT 8: ERGEBNIS NACH DEM ZWEITEN KERAMIKBRAND

Noch nicht finalisiert · Zustand direkt nach dem Brand

Das Ergebnis nach dem zweiten Keramikbrand überzeugt bereits in seiner Rohform. Die gebrannten Mamelonstrukturen, die feinen Schmelzrisse und das differenzierte Gingivadesign sind deutlich sichtbar. Die
endgültige Oberflächentextur und Form werden im nächsten Schritt durch mechanische Ausarbeitung verfeinert.

 

Abb. 13. Nach dem zweiten Brand – noch nicht finalisiert.

 

SCHRITT 9: MECHANISCHE AUSARBEITUNG

Morphologieverfeinerung · Vor dem Self-Glaze-Brand

Die mechanische Ausarbeitung erfordert handwerkliche Expertise und ein geschultes ästhetisches Auge. Mit Diamantinstrumenten werden Form, Proportionen und Oberflächentextur auf ihr finales Niveau gebracht.

 

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Oberflächentextur: Perikymata, vertikale Lobenstrukturen und der zervikogingivale Übergang werden individuell eingearbeitet. Die Palatinalseite bleibt vollständig unberührt.

 

Abb. 14. Nach der Ausarbeitung.

 

Abb. 15. Ausarbeitung, Perikymata und Oberflächentextur.

 

SCHRITT 10: FINALES ERGEBNIS

Self-Glaze-Brand & mechanische Politur

Der Self-Glaze-Brand unterscheidet sich grundlegend von einem konventionellen Glanzbrand: Es wird keine Glasurmasse aufgetragen. Die Restauration wird knapp unter die Erweichungstemperatur der Keramik erhitzt – die Oberfläche beginnt von selbst zu fließen und erzeugt einen äußerst natürlichen, vitalen Glanz, während die eingearbeitete Textur vollständig erhalten bleibt.

 

 

Abb. 16 & 17. Finales Ergebnis.

 

Eine aufgetragene Glasurmasse würde die feinen Perikymata und Schmelzrisse teilweise einebnen. Der Self-Glaze-Brand bewahrt hingegen genau jene Individualität, die bei der Ausarbeitung so präzise eingearbeitet wurde. Die abschließende mechanische Politur vollendet den Hochglanz und betont die Transluzenz der Gingiva.

 

Abb. 18. Zervikogingivaler Übergang.

 

Fig. 19. Finales Ergebnis – Nahaufnahme.

 

AUSARBEITUNGSSCHRITTE:

  • Self-Glaze-Brand (keine aufgetragene Glasurmasse)
  • Mechanische Politur der keramischen Oberflächen

 

FAZIT

KATANA™ Zirconia YML und CERABIEN™ MiLai von Kuraray Noritake Dental Inc. eröffnen neue Dimensionen in der ästhetischen Zahntechnik. Die Kombination eines intrinsisch hochästhetischen Multilayer-Zirkonoxid-Rohlings mit CERABIEN™ MiLai, einem Verblendkeramiksystem für Micro-Layering auf Zirkonoxid- sowie Lithiumdisilikat-Restaurationen, ermöglicht hochgradig natürliche ästhetische Ergebnisse bei minimalem Materialeinsatz. Der bewusste Verzicht auf einen Linerbrand, der gezielte Einsatz des Washbrands für optimalen Verbund und die Entscheidung für den Self-Glaze-Brand anstelle konventionellem Glaze verdeutlichen eine durchdachte, materialorientierte Philosophie. Die dokumentierten Schritte machen deutlich, dass ästhetische Exzellenz nicht das Ergebnis von Komplexität ist. Sie ist das Ergebnis von Präzision, Materialverständnis und einem sicheren Blick für Details.

 

Die
Backlight-Aufnahme macht es eindrucksvoll sichtbar: Licht durchströmt die Restauration wie einen natürlichen Zahn – ein Beleg für das harmonische Zusammenspiel von KATANA™ Zirconia YML und CERABIEN™ MiLai.

 

 

KOMPROMISSLOS.
UNERREICHT.
DEINS.

 

 

Besuche die Produktwebseite für mehr Details.

 

CERABIEN™ MiLai wächst mit: mehr Möglichkeiten für individuelles Micro-Layering

CERABIEN™ MiLai wächst mit: mehr Möglichkeiten für individuelles Micro-Layering

Mit 20 zusätzlichen Farbtönen und zwei neuen Kits wird CERABIEN™ MiLai noch vielseitiger. Das System wurde speziell für das Micro-Layering auf Zirkonoxid sowie Lithiumdisilikat entwickelt und verbindet die vertraute Verarbeitung einer Pulverkeramik mit den Anforderungen moderner Dünnschichtverblendungen.

Moderne Zirkonoxide und Lithiumdisilikate ermöglichen Restaurationen, die häufig nur noch minimal reduziert werden müssen. Damit verändert sich auch die Aufgabe der Verblendkeramik: Statt großvolumiger Schichtungen geht es darum, Farbe, Transluzenz, Lichtwirkung und individuelle Charakteristika in einer dünnen keramischen Schicht zu ergänzen.

Dafür wurde CERABIEN™ MiLai entwickelt. Die niedrigschmelzende Pulverkeramik lässt sich in ihrer Konsistenz individuell einstellen und ermöglicht dadurch ein vertrautes, kontrolliertes Schichtverhalten – auch bei feinen Strukturen und geringen Schichtstärken. Die Brenntemperatur von 740 °C macht das System sowohl für Zirkonoxid als auch für Lithiumdisilikat einsetzbar.

20 neue Farbtöne für mehr Individualisierung

Das kompakte Sortiment wird nun um 20 zusätzliche Farbtöne erweitert. Sie ergänzen die Bereiche Opacious Body, Body, Enamel, Luster, Clear Cervical und Mamelon. Dadurch stehen Zahntechnikerinnen und Zahntechnikern mehr Möglichkeiten zur Verfügung, Helligkeit, Transluzenz, Farbtiefe und individuelle Effekte gezielt zu steuern. Die Erweiterung richtet sich nicht nur an erfahrene Keramiker. Vielmehr lässt sich das System je nach Arbeitsweise und gewünschtem Individualisierungsgrad unterschiedlich nutzen.

Zwei neue Kits für unterschiedliche Anforderungen

Das Advanced Layering-Kit enthält die 20 zusätzlichen Farbtöne und ergänzt das bestehende Micro-Layering-Kit. Es richtet sich an Anwender, die ihre Möglichkeiten beim Schichten und bei der Charakterisierung weiter ausbauen möchten.

 

Das Powder Starter-Kit kombiniert sieben Verblendkeramiken mit fünf Internal Stains. Die übersichtliche Zusammenstellung erleichtert den Einstieg ins Micro-Layering und bietet eine kompakte Basis, um die Technik systematisch kennenzulernen.

Ein System, verschiedene Wege

CERABIEN™ MiLai lässt unterschiedliche Herangehensweisen zu: von der Charakterisierung mit Internal Stains bis zur weitergehenden keramischen Individualisierung. Dabei bleibt das Grundprinzip gleich – mit möglichst geringem Materialeinsatz gezielt dort zu ergänzen, wo Farbe, Lichtwirkung und Morphologie es erfordern. Grundlage bildet die synthetische Feldspatkeramik-Technologie von Kuraray Noritake. Sie ist auf konstante Verarbeitungseigenschaften und stabile optische Eigenschaften auch über mehrere Brennzyklen hinweg ausgelegt.

Mit der Portfolioerweiterung wird CERABIEN™ MiLai damit zu einem noch flexibleren System für unterschiedliche Erfahrungsstufen und Arbeitsweisen – vom Einstieg in das Micro-Layering bis zur differenzierten ästhetischen Individualisierung.

Indirekte Restauration im Seitenzahnbereich mit Katana™ Avencia™ Block 2

Indirekte Restauration im Seitenzahnbereich mit Katana™ Avencia™ Block 2

KLINISCHER FALLBERICHT VON VÍCTOR HENAREJOS DOMINGO – DDS, MSC

Moderne indirekte restaurative Behandlungskonzepte entwickeln sich zunehmend hin zu effizienteren, digital gestützten und vereinfachten Workflows. Die Integration von CAD/CAM-Technologien in Kombination mit universell einsetzbaren Materialien ermöglicht eine Optimierung klinischer Abläufe, reduziert die Komplexität der Behandlung und erhöht die Vorhersagbarkeit restaurativer Therapien. Moderne CAD/CAM-Hybridmaterialien auf Kompositbasis bieten in Verbindung mit selbstadhäsiven Befestigungskompositen und Universaladhäsiven hervorragende mechanische und ästhetische Eigenschaften. Gleichzeitig erlauben sie im Vergleich zu konventionellen restaurativen Verfahren vereinfachte und weniger techniksensitive Befestigungsprotokolle.

Der vorliegende klinische Fallbericht demonstriert den kombinierten Einsatz von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Dark (Low Flow), KATANA™ Cleaner, CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2, KATANA™ AVENCIA™ Block 2, PANAVIA™ SA Cement Universal sowie dem TWIST™ DIA Poliersystem für Komposite (alle Produkte: Kuraray Noritake Dental Inc.) bei der adhäsiven Versorgung eines endodontisch behandelten zweiten Molaren.

ABB. 1: AUSGANGSSITUATION ZAHN 47. DEUTLICHE ZERSTÖRUNG DER KLINISCHEN ZAHNKRONE.
ABB. 2: KLINISCHE UND RÖNTGENOLOGISCHE SITUATION NACH ABSCHLUSS DER ENDODONTISCHEN BEHANDLUNG UND VOR DER REKONSTRUKTION DER VERBLIEBENEN ZAHNHARTSUBSTANZ.
ABB. 3: SOFORTIGER STUMPFAUFBAU MIT CLEARFIL MAJESTY™ ES FLOW UNIVERSAL DARK LOW. DIE REKONSTRUKTION SCHAFFT EINE GLEICHMÄßIGE AUSGANGSBASIS FÜR DIE PRÄPARATION ZUR AUFNAHME DES OVERLAYS.

FALLBESCHREIBUNG

Eine 48-jährige Patientin stellte sich mit einer ausgeprägten koronalen Zerstörung des unteren rechten zweiten Molaren vor. Der Zahn war symptomatisch; eine endodontische Behandlung war bereits in einer anderen Praxis begonnen worden. Nach klinischer und röntgenologischer Befundung wurde beschlossen, die Wurzelkanalbehandlung abzuschließen und den Zahn mit einem CAD/CAM-gefertigten adhäsiv befestigten Overlay zu versorgen (Abb. 1).

Nach Abschluss der endodontischen Behandlung musste die verbliebene Zahnhartsubstanz stabilisiert werden, um eine belastbare Grundlage für das Overlay zu schaffen (Abb. 2). Hierzu erfolgte eine selektive Schmelzätzung mit K-ETCHANT Syringe, einem 35%igen Phosphorsäuregel mit guter Applizierbarkeit und standfester Konsistenz, gefolgt von der Applikation von CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2. Der anschließende Stumpfaufbau erfolgte mit CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Dark Low, einem hochgefüllten, universell einsetzbaren fließfähigen Komposit mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften, das sich insbesondere für funktionell hoch belastete Restaurationen im Seitenzahnbereich eignet (Abb. 3).

Anschließend erfolgte unter Kofferdam die Präparation für ein adhäsiv befestigtes Overlay nach einem defektorientierten, minimalinvasiven Konzept (Abb. 4). Im Anschluss wurden die intraoralen Scans mit einem TRIOS 5 Intraoralscanner (3Shape) angefertigt (Abb. 5). Nach computergestützter Konstruktion der Restauration wurde das Overlay aus einem KATANA™ AVENCIA™ Block 2 in der hochtransluzenten Variante (HT) gefertigt. Der transluzente CAD/CAM-Verbundwerkstoff ist speziell für indirekte Teilrestaurationen im Seitenzahnbereich indiziert und zeichnet sich durch eine hohe mechanische Festigkeit, eine hervorragende ästhetische Integration sowie eine schnelle Hochglanzpolitur aus (Abb. 6).

Abb. 4 Defektorientierte, anatomisch geführte Präparation für ein Overlay. Die gesunde Zahnhartsubstanz bleibt weitestgehend erhalten; zugleich entstehen klar definierte Präparationsgrenzen für die anschließende digitale Abformung.
Abb. 5 Digitale Abformung und CAD-Konstruktion der Restauration.
Abb. 6 CAD/CAM-gefertigtes Overlay aus KATANA™ AVENCIA™ Block 2 HT. Die anatomische Gestaltung unterstützt eine harmonische ästhetische Integration in die natürliche Zahnsubstanz.
Abb. 7 Unter Kofferdam isoliertes Operationsfeld vor der adhäsiven Befestigung des angefertigten Overlays.
Abb. 8 Vorbehandlung der Innenfläche des Overlays durch Aluminiumoxidstrahlen mit anschließender Dekontamination mittels KATANA™ Cleaner.

Eine Woche später erfolgte die definitive Befestigung des Overlays (Abb. 7). Sowohl die Innenfläche der Restauration als auch die Zahnhartsubstanz wurden zuvor mit KATANA™ Cleaner dekontaminiert. Der Universalreiniger enthält MDP-Salz (auf Basis der MDP-Technologie), das Speichel- und Blutkontaminationen sowohl intraoral als auch extraoral innerhalb von zehn Sekunden zuverlässig entfernt (Abb. 8). Ziel dieser Vorbehandlung war die Optimierung der Haftbedingungen für eine dauerhaft sichere und vorhersagbare adhäsive Befestigung.

Anschließend erfolgte erneut eine selektive Schmelzätzung mit K-ETCHANT Syringe, gefolgt von der Applikation von CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2. Das Universaladhäsiv der neuesten Generation zeichnet sich durch ein vereinfachtes Anwendungsprotokoll mit kurzer Einwirkzeit und ohne anschließende Wartephase aus. Gleichzeitig gewährleistet es eine ausgezeichnete Benetzung sowie eine dauerhafte Haftung an Schmelz und Dentin (Abb. 9).

Abb. 9 Dekontamination der Zahnhartsubstanz mit KATANA™ Cleaner, gefolgt von selektiver Schmelzätzung und Applikation von CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2. Das vereinfachte Adhäsivprotokoll reduziert die Zahl der Arbeitsschritte.
Abb. 10 Definitive adhäsive Befestigung des Overlays mit PANAVIA™ SA Cement Universal Automix in der Farbe Universal (A2). Die präzise Passung der Restauration sowie die kontrollierte Applikation des Befestigungskomposits während des Einsetzens sind gut erkennbar.
Abb. 11 Entfernung überschüssigen Befestigungskomposits nach der kurzen Lichthärtung (Tack-Cure) von PANAVIA™ SA Cement Universal Automix.
Abb. 12 Übersicht der im restaurativen Workflow eingesetzten Produkte gemäß dem „Universal Excellence“-Konzept von Kuraray Noritake Dental Inc.

Die definitive Befestigung des Overlays erfolgte mit PANAVIA™ SA Cement Universal Automix (Farbe Universal, A2). Das universelle selbstadhäsive Befestigungskomposit enthält sowohl das funktionelle MDP-Monomer als auch das innovative LCSi-Silan und ermöglicht dadurch eine dauerhafte chemische Haftung an Zirkonoxid, Kompositen und Keramiken, ohne den Einsatz zusätzlicher Primer. Das Material zeichnet sich durch eine einfache Handhabung sowie eine komfortable Überschussentfernung aus: Eine kurze Lichthärtung von zwei bis fünf Sekunden (Tack-Cure) ermöglicht die schnelle, saubere und kontrollierte Entfernung überschüssigen Befestigungskomposits und erleichtert so den klinischen Arbeitsablauf (Abb. 10–12).

Die Kombination aus KATANA™ Cleaner, CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 und PANAVIA™ SA Cement Universal ermöglicht einen vereinfachten, effizienten und hochvorhersagbaren Workflow. Gleichzeitig werden sowohl die Anzahl der verwendeten Materialien als auch die klinischen Arbeitsschritte reduziert, ohne Kompromisse hinsichtlich Haftfestigkeit oder Langlebigkeit der Restauration einzugehen. Abschließend erfolgten die Okklusionskontrolle und die Politur der Restaurationsoberfläche mit TWIST™ DIA für Komposit. Das zweistufige Diamant-Poliersystem ermöglicht sowohl bei direkten als auch bei indirekten Restaurationen innerhalb kurzer Zeit einen natürlichen, lang anhaltenden Hochglanz (Abb. 13–15).

Abb. 13: Endpolitur der Restauration mit dem TWIST™ DIA for Composite
Abb. 14: Seitenansicht unmittelbar nach der adhäsiven Befestigung des Hybridwerkstoff-Overlays. Die Restauration zeigt eine exzellente marginale Passung sowie eine harmonische anatomische und ästhetische Integration.
Abb. 15: Klinische und röntgenologische Kontrolle einen Monat nach der adhäsiven Befestigung.

SCHLUSSFOLGERUNGEN UND KLINISCHE AUSWIRKUNGEN

Die Integration universell einsetzbarer Materialien in digitale restaurative Workflows vereinfacht indirekte adhäsive Versorgungen, steigert die klinische Effizienz und reduziert die Technikempfindlichkeit des Behandlungsablaufs. Die Kombination aus CAD/CAM-gefertigten Restaurationen, Universaladhäsiven und universellen Befestigungskompositen ermöglicht minimalinvasive, effiziente und hochvorhersagbare Behandlungskonzepte, die den Anforderungen der modernen restaurativen Zahnheilkunde in besonderem Maße gerecht werden.

Quellenangaben:

Tian F, Jett K, Flaugher R, Arora S, Bergeron B, Shen Y, Tay F. Effects of dentine surface cleaning on bonding of a self-etch adhesive to root canal sealer-contaminated dentine. J Dent 2021;112:103766.

Breschi L, Van Meerbeek B. Editorial: Universal adhesives – to etch or not to etch? J Adhes Dent 2021;23(4):283.

Breschi L, Maravic T, Mazzitelli C, Josic U, Mancuso E, Cadenaro M, Pfeifer CS, Mazzoni A. The evolution of adhesive dentistry: From etch-and-rinse to universal bonding systems. Dent Mater 2025;41(2):141–158.

Maravić T, Mazzitelli C, Mancuso E, Del Bianco F, Josić U, Cadenaro M, Breschi L, Mazzoni A. Resin composite cements: Current status and a novel classification proposal. J Esthet Restor Dent 2023;35(7):1085–1097.

Sulaiman TA, Abdulmajeed AA, Altitinchi A, Ahmed SN, Donovan TE. Mechanical properties of resin-based cements with different dispensing and mixing methods. J Prosthet Dent 2018;119(6):1007–1013.

Über den Autor

Dr. Victor Henarejos-Domingo, DDS, MSc, ist Prothetiker in Barcelona (Spanien) und außerordentlicher Professor am Lehrstuhl für Restaurative Zahnmedizin der Universitat Internacional de Catalunya. Er verfügt über einen Masterabschluss in Ästhetischer Restaurativer Zahnmedizin sowie ein postgraduales Diplom in Endodontie der Universität Barcelona. Neben seiner klinischen Tätigkeit engagiert er sich intensiv in der Forschung und ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen in internationalen Fachzeitschriften mit den Schwerpunkten restaurative und digitale Zahnmedizin. Als Gastreferent und Kursleiter hält er national und international Fortbildungsveranstaltungen für Zahnärztinnen und Zahnärzte ab. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in der restaurativen Zahnmedizin, digitalen Workflows und Adhäsivtechniken.

Das volle Potenzial hochwertigen Zirkonoxids ausschöpfen

Das volle Potenzial hochwertigen Zirkonoxids ausschöpfen

Was ein Materialwechsel im Dentallabor bewirken kann

Die Umstellung auf ein anderes Zirkonoxidmaterial will gut überlegt sein. Doch lohnt sich der Wechsel zu KATANA™ Zirconia? Drei Inhaber norwegischer Dentallabore berichten über ihre Erfahrungen.

 

Zirkonoxid ist nicht gleich Zirkonoxid. Zahntechnikerinnen und Zahntechniker weltweit wissen, dass sich Zirkonoxid-Discs je nach Zusammensetzung und Herstellungsverfahren erheblich in ihrer Qualität unterscheiden können. Besonders deutlich zeigen sich diese Unterschiede bei den mechanischen und optischen Eigenschaften, die bereits während der industriellen Herstellung festgelegt werden. Auf den ersten Blick mögen die Zirkonoxidprodukte führender Hersteller ähnlich erscheinen. Bei genauerem Hinsehen können jedoch selbst kleine Unterschiede relevant sein. Hochwertige Rohstoffe, sorgfältige Reinigungs- und Pressverfahren sowie präzise gesteuerte Vorsinterprozesse bilden die Grundlage für eine konstant hohe Materialqualität. Sie tragen dazu bei, zuverlässige Ergebnisse zu erzielen und den Aufwand für Nacharbeiten zu reduzieren.

 

Die Wahl eines hochwertigen Zirkonoxids ist daher insbesondere bei komplexen Konstruktionen oder anspruchsvollen Verarbeitungsverfahren von großer Bedeutung. Das Material kann sowohl das ästhetische und funktionelle Ergebnis als auch die langfristige Stabilität der Restauration beeinflussen.

 

Wir haben mit drei Entscheidern aus norwegischen Dentallaboren über ihre Gründe für den Wechsel zur KATANA™ Zirconia Multi-Layered Series von Kuraray Noritake Dental Inc. gesprochen. Zudem berichten sie, wie sie die Materialien erfolgreich in ihre Laborabläufe integriert haben. Espen Rørstad ist Inhaber und Geschäftsführer von Vestfold Dental in Tønsberg. Lucas Andvik leitet Cicero Dental AS in Trondheim, und Egil Berg ist Leiter der Zahntechnik bei Berg Dental in Askim. Sie geben Einblicke in ihre Erfahrungen und teilen praktische Empfehlungen für die Verarbeitung.

 

Zeit für Veränderungen

Die Gründe, alternative Zirkonoxidmaterialien zu testen, waren unterschiedlich. Espen Rørstad, der seit 24 Jahren als Zahntechniker tätig ist, suchte nach Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich Festigkeit und Ästhetik: „Zirkonoxidmaterialien entwickeln sich derzeit rasant weiter. Besonders Rohlinge mit mehrschichtigen Farb-, Transluzenz- und Festigkeitsverläufen haben mein Interesse geweckt. Zunächst testete ich das Material eines anderen führenden Herstellers. Anschließend erhielt ich eine einzelne Disc KATANA™ Zirconia YML. Ich war sofort von dem homogenen, dicht gepressten Material und seinen optischen Eigenschaften beeindruckt. Seit meinem ersten Testfall mit KATANA™ Zirconia YML habe ich kein anderes Zirkonoxid mehr verwendet.“

 

„Ich war sofort von dem homogenen, dicht gepressten Material und seinen optischen Eigenschaften beeindruckt.“ Espen Rørstad

 

ESPEN RØRSTAD

ist Inhaber und Geschäftsführer von Vestfold Dental in Tønsberg.

LUCAS ANDVIK

ist Geschäftsführer von Cicero Dental AS in Trondheim.

EGIL BERG

ist Leiter der Zahntechnik bei Berg Dental in Askim.

 

Das passende Material auswählen

Egil Berg verwendet KATANA™ Zirconia YML für die meisten Indikationen und KATANA™ Zirconia HTML Plus für umfangreiche Rekonstruktionen mit zehn oder mehr Einheiten. Die Restaurationen werden überwiegend monolithisch mit einem kleinen vestibulären Cutback gestaltet. Espen Rørstad verfolgt einen ähnlichen Ansatz. Auch er setzt KATANA™ Zirconia YML regelmäßig für Rekonstruktionen mit bis zu zehn Einheiten ein – selbst bei implantatgetragenen Versorgungen in Kombination mit Titanbasen.

„Bei Restaurationen mit größeren Spannweiten entscheide ich mich meist für KATANA™ Zirconia HTML Plus oder gelegentlich für KATANA™ Zirconia HT in Kombination mit einer klassischen Schichttechnik.“

Lucas Andvik nutzt alle vier Multi-Layered-Zirkonoxide von Kuraray Noritake Dental Inc. – KATANA™ Zirconia UTML, STML, HTML Plus und YML. So kann er für jede Indikation gezielt die jeweils passenden Materialeigenschaften nutzen.

 

Arbeitsabläufe abstimmen

Der Wechsel zu einem neuen Material ist zunächst immer mit einem gewissen Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. Fräs-, Sinter- und Finishingprozesse müssen angepasst werden, bis die Abläufe zuverlässig und reproduzierbar funktionieren. Laut Espen Rørstad dauerte es bei KATANA™ Zirconia jedoch nicht lange, die erforderlichen Parameter einzustellen und qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen. Für ihn ist vor allem die richtige Positionierung der Restauration innerhalb der Disc entscheidend: „Die Positionierung ist der Schlüssel zum Erfolg. Weitspannige Rekonstruktionen sind stabil, wenn sie entsprechend den Empfehlungen des Herstellers im Rohling platziert werden. Die Lernkurve ist steil, und wir haben keine Probleme mit Frakturen.“

Lucas Andvik passte seinen Herstellungsprozess ebenfalls leicht an: „Anfangs versuchten wir, unsere Restaurationen in Rohlingen mit den Höhen zu positionieren, die wir zuvor verwendet hatten. Das erwies sich jedoch als schwierig. Um ausreichend Platz für die Verbinder zu schaffen und langspannige Restaurationen wie empfohlen mittig in der Disc positionieren zu können, verwenden wir inzwischen höhere Rohlinge. Damit waren die anfänglichen Herausforderungen gelöst.“

 

 

 

Was KATANA™ Zirconia besonders macht

Bei KATANA™ Zirconia werden sämtliche Schritte der Herstellung sorgfältig kontrolliert – von der Entwicklung und Produktion des Rohmaterials bis zum Pressen und Vorsintern der Discs. Grundlage dafür sind jahrzehntelange Erfahrung mit keramischen Werkstoffen sowie eine weitreichende Kontrolle der Produktionsprozesse im eigenen Unternehmen. Das Ergebnis ist ein hochwertiges Zirkonoxid mit besonderen Material- und Verarbeitungseigenschaften.

 

Dual-Gradient bei KATANA™ Zirconia YML

Ein harmonischer Verlauf von Transluzenz und Festigkeit innerhalb eines Rohlings.

 

Hohe Stabilität im ungesinterten Zustand

Filigrane Ränder und Kanten lassen sich zuverlässig fräsen. Das Risiko von Abplatzungen wird reduziert, weniger Haltestege sind erforderlich und das Material kann effizienter ausgenutzt werden.

 

Gezielt abgestimmter Yttriumoxidanteil

Transluzenz dort, wo sie ästhetisch gewünscht ist, und Festigkeit dort, wo sie mechanisch benötigt wird. Die einzelnen Schichten sind entsprechend ihrer jeweiligen Funktion zusammengesetzt.

 

Speedsintern

Für geeignete Restaurationen stehen Sinterzyklen von bis zu 54 Minuten zur Verfügung, bei denen die optischen und mechanischen Eigenschaften erhalten bleiben.

 

Abgestimmte Dichte und Wärmeausdehnung

Eine homogene Dichte und aufeinander abgestimmte Wärmeausdehnungskoeffizienten in allen Schichten reduzieren das Risiko von Sinterverformungen und unterstützen eine hohe Passgenauigkeit.

 

Einfache Bearbeitung

Ein praktischer Vorteil von KATANA™ Zirconia ist die gute Bearbeitbarkeit des Materials. Lucas Andvik erläutert: „KATANA™ Zirconia lässt sich leichter ausarbeiten als andere Materialien. Selbst in der Nähe der Ränder kann sicher gearbeitet werden, ohne das Frakturrisiko unnötig zu erhöhen. Andere Materialien wirken teilweise weniger dicht und weicher, wodurch es eher zu Randabsplitterungen kommen kann. Die gute Bearbeitbarkeit hat unseren internen Herstellungsprozess grundlegend verändert und trägt zu unseren zuverlässigen Ergebnissen bei.“ Espen Rørstad und Egil Berg bestätigen die angenehme Bearbeitung des Materials. Rørstad hebt zudem hervor, dass die Ästhetik der auf diese Weise ausgearbeiteten Restaurationen von den Partnerpraxen sehr positiv bewertet wird.

 

„KATANA™ Zirconia lässt sich leichter ausarbeiten als andere Materialien.“ Lucas Andvik

 

Den Sinterprozess für optimale Ergebnisse beherrschen

Das Sintern ist ein entscheidender Schritt im Herstellungsprozess. Hersteller hochtransluzenter Zirkonoxide empfehlen, die Sinteröfen regelmäßig zu kalibrieren und die tatsächlich erreichten Temperaturen zu überprüfen. Nur so lassen sich die vorgesehenen optischen und mechanischen Materialeigenschaften zuverlässig erzielen. Die empfohlenen Sinterprotokolle unterscheiden sich je nach Material. Kuraray Noritake Dental Inc. bietet für die vier Materialien der KATANA™ Zirconia Multi-Layered Series drei Programme an. Das siebenstündige Standardprogramm eignet sich für sämtliche freigegebenen Indikationen. Die Schnellprogramme mit einer Dauer von 54 beziehungsweise 90 Minuten sind für Restaurationen mit bis zu drei Einheiten vorgesehen. Für KATANA™ Zirconia Blocks ist unter den entsprechenden Voraussetzungen sogar ein 18-minütiger Sinterzyklus möglich.

Lucas Andvik verwendet für große Restaurationen das siebenstündige Programm über Nacht. Einzelzahnrestaurationen und kleine Brücken werden tagsüber im Schnellprogramm gesintert. Bei seinem neuen Ofen konnte er die empfohlenen Protokolle direkt übernehmen. Espen Rørstad hat die Programme geringfügig an seinen Ofen angepasst. Das Schnellsintern betrachtet er vor allem bei dringenden Aufträgen als wertvolle Option.

Egil Berg bevorzugt überwiegend das Sintern über Nacht: „Ein hochwertiger, moderner Ofen ist sehr wichtig. Er sollte regelmäßig kalibriert werden, und die Vorgaben des Materialherstellers sind einzuhalten. Wer Probleme feststellt, sollte insbesondere die Aufheiz- und Abkühlphasen überprüfen. So lassen sich die bestmögliche Festigkeit und Ästhetik sowie harmonische Übergänge zwischen den einzelnen Schichten des Rohlings erzielen.“

 

Micro-Layering verändert das Finishing

In allen drei Laboren führte die Einführung von KATANA™ Zirconia zu effizienteren Finishingverfahren.

Espen Rørstad berichtet: „Durch die Umstellung auf KATANA™ Zirconia konnten wir den Anteil monolithischer und mit Micro-Cutback gefertigter Zirkonoxidrestaurationen von etwa 40 auf 80 Prozent erhöhen. Im Frontzahnbereich arbeiten wir mit einem minimalen vestibulären Cutback und Micro-Layering. Seitenzahnrestaurationen werden rein monolithisch gestaltet und nur dezent charakterisiert. Eine klassische Vollverblendung führen wir nur noch auf besonderen Wunsch durch.“

Auch Egil Berg setzt auf Micro-Layering: „Wir haben die klassische keramische Vollverblendung vollständig aufgegeben und bevorzugen heute das Micro-Layering – insbesondere in Kombination mit KATANA™ Zirconia YML. Die ästhetischen Ergebnisse sind so überzeugend, dass mich kürzlich ein auf ästhetische Zahnmedizin spezialisierter Zahnarzt fragte, ob ich statt Zirkonoxid Lithiumdisilikat verwendet hätte.“

Lucas Andvik nutzt ebenfalls gezielt eine dünne Keramikschicht: „Wir sind vom vollständigen Cutback zum Micro-Layering übergegangen und verwenden dabei dasselbe Keramiksystem für Lithiumdisilikat und Zirkonoxid.“ Subgingivale Bereiche werden in seinem Labor häufig ausschließlich poliert. Dieses Vorgehen soll eine glatte Oberfläche unterstützen und wird von den behandelnden Zahnärztinnen und Zahnärzten sehr geschätzt.

 

Zufrieden mit den Ergebnissen?

Egil Berg fasst seine Erfahrungen zusammen: „Sobald der Workflow implementiert und alle Parameter eingestellt sind, lässt sich mit KATANA™ Zirconia hervorragend arbeiten. Meine Mitarbeiter schätzen die Bearbeitung beim Fräsen, die effizienten Abläufe und die vorhersehbaren Ergebnisse. Auch wenn das Material zunächst teurer sein kann als Zirkonoxide anderer Marken, fällt die Gesamtwirtschaftlichkeit für uns deutlich besser aus. Wir haben keine Probleme mehr mit Frakturen oder aufwendigen Neuanfertigungen. Aufgrund der homogenen Materialstruktur halten unsere Fräswerkzeuge länger, und zugleich ist die Kantenstabilität der gefrästen Restaurationen sehr hoch. Die Rohlinge sind so homogen, dass ich weitspannige Restaurationen ohne seitliche Abstützung sintern kann.“

 

Auch Lucas Andvik zieht ein positives Fazit: „Alle in meinem Labor, die mit KATANA™ Zirconia arbeiten, sind sehr zufrieden. Meine Mitgründerin Katharina hat im Auftrag namhafter Hersteller zahlreiche Materialien getestet und noch keines erlebt, das mit KATANA™ vergleichbar wäre. Die Zahntechnikerinnen und Zahntechniker in unserem Labor halten es für das vielseitigste und ästhetischste Zirkonoxid, das wir bislang verwendet haben. Alle vier Varianten lassen sich aus meiner Sicht hervorragend verarbeiten.

Ich empfehle außerdem die Teilnahme an einem der von Kuraray Noritake Dental Inc. angebotenen Kurse. Die Referenten verfügen über umfassendes Wissen. Wir haben dort ein deutlich tieferes Verständnis für Zirkonoxid entwickelt und praktische Hinweise erhalten, die uns im Laboralltag wirklich weiterhelfen.“

 

„Die Rohlinge sind so homogen, dass ich weitspannige Restaurationen ohne seitliche Abstützung sintern kann.“ Egil Berg

 

Espen Rørstad ist ebenfalls überzeugt: „Was die Ästhetik betrifft, ist KATANA™ Zirconia das beste Zirkonoxid, das ich bisher getestet habe – und ich habe in den vergangenen Jahrzehnten wirklich viele Materialien ausprobiert. Ich bin sowohl mit dem Material als auch mit der Zusammenarbeit und der Unterstützung durch das Team von Kuraray Noritake Dental sehr zufrieden. Auch mein Team arbeitet gern damit. Noch wichtiger ist für mich jedoch das positive Feedback unserer Kunden. Einer unserer Kunden hatte zuvor stets ein bestimmtes Zirkonoxid verlangt. Als wir das Material wechselten, haben wir ihn zunächst nicht ausdrücklich darauf hingewiesen. Inzwischen weiß er davon und ist mit den Ergebnissen sehr zufrieden.“ Nach Einschätzung von Rørstad kann KATANA™ Zirconia YML auch wirtschaftlich mit preisgünstigeren Zirkonoxiden konkurrieren. Ausschlaggebend seien der effizientere Herstellungsprozess und die hohe Vorhersagbarkeit der Ergebnisse.

 

Der Wechsel zu einem anderen Zirkonoxidmaterial erfordert zunächst Zeit, Tests und eine Anpassung der bestehenden Prozesse. Die Erfahrungen der drei norwegischen Dentallabore zeigen jedoch, dass sich dieser Aufwand lohnen kann. KATANA™ Zirconia verbindet aus ihrer Sicht Ästhetik, Festigkeit und effiziente Verarbeitung. Weniger Nacharbeiten, gut standardisierbare Abläufe und eine zuverlässige Bearbeitung können dazu beitragen, den Laboralltag zu vereinfachen und die Gesamtwirtschaftlichkeit zu verbessern. Wer einen Materialwechsel plant, sollte das neue Zirkonoxid unter den eigenen Laborbedingungen gründlich testen, die Verarbeitungsparameter sorgfältig abstimmen und Schulungsangebote nutzen. So lässt sich das Material sicher und erfolgreich in die bestehenden Arbeitsabläufe integrieren.

 

Praktische Tipps für die Umstellung

 

  • Fräs-, Sinter- und Finishingprotokolle prüfen und entsprechend den Empfehlungen des Herstellers anpassen.
  • Zahntechnikerinnen und Zahntechniker in der korrekten Positionierung der Restaurationen innerhalb des Rohlings schulen.
  • Für jede Indikation gezielt das geeignete Material auswählen.
  • Sinteröfen regelmäßig kalibrieren und die tatsächlich erreichten Temperaturen überprüfen.
  • Bei der Einrichtung neuer Arbeitsabläufe eng mit dem Hersteller beziehungsweise Lieferanten zusammenarbeiten und dessen technische Beratung nutzen.

 

Posteriorer direkter Kompositaufbau im Rahmen des „Universal Excellence“-Konzepts

Posteriorer direkter Kompositaufbau im Rahmen des „Universal Excellence“-Konzepts

Fallbericht von Dt. Koray Kendir, DDS, Türkei (İzmir)

Der vorliegende klinische Fallbericht beschreibt die Versorgung einer posterioren Defektsituation mittels direkter Kompositrestauration unter Anwendung des „Universal Excellence“-Konzepts von Kuraray Noritake Dental Inc. Zum Einsatz kamen ein universelles Adhäsivsystem (CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2) sowie ein hochgefülltes, universalfarbenes fließfähiges Komposit (CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal), um eine anwenderfreundliche Verarbeitung bei gleichzeitig hoher klinischer Vorhersagbarkeit zu gewährleisten. Die schrittweise Dokumentation umfasst alle relevanten Behandlungsschritte, einschließlich der Isolation des Arbeitsfeldes, der Kavitätenpräparation, der Durchführung einer Deep Margin Elevation (DME), des adhäsiven Protokolls sowie der abschließenden restaurativen Versorgung.

 

Fallbeschreibung

Eine 38-jährige Patientin stellte sich mit Beschwerden in Form von interdentalem Bluten sowie erhöhter Kälteempfindlichkeit im Bereich zwischen dem oberen linken Eckzahn und dem ersten Prämolaren (Zähne 23 und 24 nach FDI-Schema) vor. Die klinische Untersuchung ergab einen insuffizienten Restaurationsrand sowie das Vorliegen von Sekundärkaries am gingivalen Kavitätenboden der bestehenden Restauration an Zahn 23. Nach Anlage eines Kofferdams zur absoluten Trockenlegung wurde die schrittweise restaurative Behandlung eingeleitet.

 

Klinisches Vorgehen

Schritt 1: Zahn 23 zeigte einen insuffizienten gingivalen Restaurationsrand sowie kariöse Läsionen (Abb. 1).

Schritt 2: Nach Entfernung der bestehenden Schmelzanteile erfolgte die vollständige Kariesexkavation bis auf Gingivaniveau. Die Läsion an Zahn 24 erstreckte sich subgingival (Abb. 2).

Schritt 3: Nach vollständiger Kariesentfernung und Kavitätenpräparation wurde die Indikation zur Durchführung einer Deep Margin Elevation (DME) an Zahn 24 gestellt (Abb. 3).

Schritt 4: Die Deep Margin Elevation (DME) an Zahn 24 wurde unter Verwendung eines individuell angepassten Teilmatrizensystems in Kombination mit einem Keil durchgeführt.

Zunächst erfolgte eine selektive Schmelzätzung, gefolgt von der Applikation von CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2. Anschließend wurde CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal (Super Low) appliziert (Abb. 4–6).

Schritt 5:

Nach Abschluss der Deep Margin Elevation wurden geeignete Matrizensysteme appliziert. Anschließend erfolgte die direkte restaurative Versorgung der Zähne 23 und 24 unter Verwendung von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal (Super Low) (Abb. 7–9). Aufgrund der guten Handhabungseigenschaften, der ausgeprägten Farbanpassung sowie der sehr guten Polierbarkeit des Materials konnte dieser klinisch anspruchsvolle DME-Fall effizient und erfolgreich therapiert werden.

Das Behandlungsergebnis ist in den Abbildungen 10 und 11 dargestellt.

 

Abb. 1. Präoperative Situation unter Kofferdam-Isolation.

 

Abb. 2. Klinische Situation nach vollständiger Kariesexkavation.

 

Abb. 3. Ausgearbeitete Kavitäten mit tief subgingival gelegenem Kavitätenrand am Prämolaren.

 

Abb. 4. Positionierung eines individuell angepassten Keils zur Durchführung der Deep Margin Elevation.

 

Abb. 5. Bukkale Ansicht nach Deep Margin Elevation unter Verwendung universeller Restaurationsmaterialien.

 

Abb. 6. Okklusale Ansicht nach Deep Margin Elevation mit universellen Materialien.

 

Abb. 7. Platzierung einer Teilmatrize zur weiteren restaurativen Versorgung.

 

Abb. 8. Bukkale Ansicht der mit einem universalfarbenen, fließfähigen Komposit mit sehr niedriger Viskosität restaurierten Zähne.

 

Abb. 9. Okklusale Ansicht der mit einem universalfarbenen, fließfähigen Komposit restaurierten Zähne.

 

Abb. 10. Okklusale Ansicht der finalen Restaurationen an den Zähnen 23 und 24 mit Darstellung von Farbintegration, anatomischer Morphologie und Oberflächenglanz.

 

Abb. 11. Bukkale Ansicht der finalen Restaurationen an den Zähnen 23 und 24 mit Darstellung von Farbintegration, anatomischer Morphologie und Oberflächenglanz.

 

Diskussion

Universelle Adhäsivsysteme und moderne fließfähige Komposite tragen maßgeblich zur Vereinfachung direkter posteriorer Restaurationen bei, indem sie die Technikempfindlichkeit reduzieren und gleichzeitig eine hohe Langzeitstabilität ermöglichen. Im vorliegenden Fall gewährleistete CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 eine zuverlässige Haftung bei gleichzeitig minimalem Applikationsaufwand. Das eingesetzte universelle fließfähige Komposit zeigte eine sehr gute Randadaptation, eine hohe Polierbarkeit sowie überzeugende mechanische Eigenschaften. Auch unter anspruchsvollen Bedingungen – insbesondere bei subgingival gelegenen Präparationsgrenzen mit Indikation zur Deep Margin Elevation (DME) – konnte ein strukturierter und effizienter Behandlungsablauf ohne qualitative Einschränkungen realisiert werden.

  

Fazit

Die Kombination aus CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 und CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ermöglicht eine vorhersagbare und effiziente Versorgung posteriorer Defekte. Die universelle Einsetzbarkeit sowie die günstigen Verarbeitungseigenschaften entsprechen dem Konzept der „Universal Excellence“ und unterstützen eine vereinfachte, zugleich klinisch verlässliche restaurative Therapie im Praxisalltag.

 

Ethik & Offenlegung

Alle Behandlungen wurden unter Einhaltung der geltenden zahnärztlichen Standards durchgeführt. Der Patient erteilte eine informierte Einwilligung sowohl zur Behandlung als auch zur Veröffentlichung anonymisierter klinischer Bilddaten. Der Autor ist als Berater für Kuraray Noritake Dental Inc. tätig; die dargestellten Inhalte basieren auf klinischer Erfahrung.

 

Zahnarzt


KORAY KENDIR

Dt. Koray Kendir ist Absolvent der Fakultät für Zahnmedizin der Hacettepe-Universität und Mitbegründer einer privaten Zahnarztpraxis in Izmir. Er ist spezialisiert auf digitale Zahnmedizin, Smile Design sowie computergestützte restaurative Behandlungen. Dr. Kendir ist für seinen innovativen Ansatz bekannt, tritt regelmäßig als Referent auf nationalen zahnärztlichen Kongressen auf und ist als Berater für mehrere Dentalunternehmen tätig.

 

Welche Lösungen überzeugen wirklich in der täglichen zahnärztlichen Praxis?

Welche Lösungen überzeugen wirklich in der täglichen zahnärztlichen Praxis?

Dental Advisor 2026: Auszeichnungen für Kuraray Noritake Produkte für Exzellenz und Zuverlässigkeit

Angesichts steigender klinischer Anforderungen und gleichzeitig begrenzter Behandlungszeit rücken Materialien und Geräte in den Fokus, die im Praxisalltag durch zuverlässige Performance bei gleichzeitig effizienter Handhabung überzeugen. Neben einer hohen Verarbeitungsqualität zählen insbesondere Anwenderfreundlichkeit, Zeitersparnis und langfristige klinische Stabilität zu den zentralen Auswahlkriterien.

Vor dem Hintergrund eines dynamischen Marktes mit einer Vielzahl neuer Produkte und teilweise weitreichender Leistungsversprechen gewinnt die Orientierung an unabhängigen Evaluationssystemen zunehmend an Bedeutung. Solche Bewertungen berücksichtigen sowohl standardisierte Labortests als auch klinische Erfahrungswerte und bieten damit eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Eine der international renommiertesten Institutionen in diesem Kontext ist The Dental Advisor. Die Organisation vergibt jährlich ihre Top Product, Preferred Product sowie Research Awards und zeichnet damit Produkte aus, die sich nicht nur durch Innovationsgrad, sondern insbesondere durch konsistente und evidenzbasierte klinische Leistungsfähigkeit auszeichnen.

Im Jahr 2026 wurden mehrere Produkte der Kuraray Noritake Dental Inc. prämiert – darunter sowohl neu entwickelte universelle fließfähige Komposite als auch etablierte Materialien, die weiterhin einen maßgeblichen Beitrag zur modernen restaurativen und adhäsiven Zahnmedizin leisten.

Eine überzeugende Kombination von Eigenschaften: Gewinner der Research Awards

Nach Angaben von The Dental Advisor dokumentieren Unternehmen, die mit einem Research Award ausgezeichnet werden, ein ausgeprägtes Engagement für die Weiterentwicklung dentaler Technologien sowie für die kontinuierliche Verbesserung der Patientenversorgung.

Die prämierten Produkte werden im Dental Advisor Biomaterials Research Center einer umfassenden wissenschaftlichen Evaluation unterzogen. Ziel ist es, ihre materialwissenschaftliche und klinische Leistungsfähigkeit differenziert zu beurteilen und diejenigen Materialien zu identifizieren, die eine besonders ausgewogene und leistungsstarke Kombination relevanter Eigenschaften aufweisen.

 

 

1. CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 (Research Award und Preferred Product)

Das 2025 eingeführte CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 stellt eine Weiterentwicklung des etablierten multimodalen Adhäsivsystems CLEARFIL™ Universal Bond Quick dar. Beide Systeme zeichnen sich durch eine besonders zeiteffiziente Applikation aus und tragen damit den Anforderungen eines optimierten klinischen Workflows Rechnung. Untersuchungen im Dental Advisor Biomaterials Research Center belegen eine hohe Haftfestigkeit an Schmelz und Dentin – auch nach simulierter Alterung sowie unter Bedingungen der Speichelkontamination. Dies spricht für eine zuverlässige adhäsive Performance selbst unter klinisch anspruchsvollen, feuchten intraoralen Bedingungen. Darüber hinaus zeigten In-vitro-Analysen eine sehr geringe Schichtdicke im Bereich von 3–5 μm, was insbesondere im Kontext der Befestigung indirekter Restaurationen eine präzise Passung und optimale Randadaptation unterstützt.

2. CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal (Research Award und Top Product Award)

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ist ein hochgefülltes, fließfähiges Komposit, das 2025 eingeführt wurde. Es basiert auf einem hohen Anteil submikroner Füllstoffe (78 Gew.-%) und verfügt über ein vereinfachtes universelles Farbkonzept, das durch eine optimierte Lichtstreuungstechnologie realisiert wird.

Unabhängige Untersuchungen im Biomaterials Research Center bestätigten:

  • sehr hohe Festigkeitswerte innerhalb seiner Klasse
  • ausgezeichnete Röntgensichtbarkeit
  • hervorragende Farbanpassung im Vergleich zu anderen universellen Kompositen.

Im Hinblick auf die klinische Anwendung wurde das Material gezielt für eine effiziente und kontrollierte Applikation entwickelt. Spezifisch abgestimmte Spritzen- und Kanülensysteme ermöglichen eine weitgehend blasenfreie Verarbeitung, was auch radiologisch nachvollziehbar ist.

Die Viskosität zeigt ein niedrigviskoses, gleichzeitig standfestes Verhalten („no slump“). Dadurch werden sowohl ein präziser Aufbau okklusaler Strukturen als auch eine detailgetreue anatomische Modellation unterstützt.

 

 

3. KATANA™ Cleaner

KATANA™ Cleaner wurde 2026 ebenfalls mit einem Research Award ausgezeichnet – auch ohne vorausgehende klinische Langzeitevaluation, was die hohe wissenschaftliche Relevanz des Produkts unterstreicht. Das universelle Reinigungspräparat enthält MDP-Salz und wurde gezielt zur effektiven Entfernung von Kontaminationen sowohl auf restaurativen Materialien als auch auf der Zahnhartsubstanz entwickelt. Laboruntersuchungen zeigten, dass sich die Haftfestigkeit auf zuvor speichelkontaminierten Oberflächen aus Zirkonoxid und Lithiumdisilikat wieder auf ein optimales Niveau anheben lässt. Rasterelektronenmikroskopische Analysen bestätigten zudem eine nahezu vollständige Entfernung organischer Rückstände und damit eine effektive Oberflächenreinigung als Voraussetzung für eine zuverlässige adhäsive Befestigung.

Fazit

Bei Kuraray Noritake Dental basiert Innovation auf einem fundierten Verständnis der klinischen Anforderungen und Abläufe im Praxisalltag. Die im Jahr 2026 verliehenen Auszeichnungen reflektieren das kontinuierliche Bestreben, Materialien zu entwickeln, die wissenschaftliche Exzellenz mit hoher praktischer Relevanz verbinden – mit dem Ziel, vorhersagbare Behandlungsergebnisse, effiziente klinische Workflows und eine optimierte Patientenversorgung zu ermöglichen.

Vor dem Hintergrund einer sich stetig weiterentwickelnden Zahnmedizin unterstreicht die Anerkennung durch The Dental Advisor die Bedeutung von Lösungen, die ihre Leistungsfähigkeit unter realen klinischen Bedingungen unter Beweis stellen. Durch den engen Austausch mit Anwenderinnen und Anwendern sowie durch kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit bleibt Kuraray Noritake Dental darauf ausgerichtet, evidenzbasierte Innovationen voranzutreiben und Zahnärztinnen und Zahnärzte im klinischen Alltag nachhaltig zu unterstützen.

BRANDNEU – CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal

BRANDNEU – CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal

Universelles Farbkonzept trifft auf fließfähige Füllungsmasse

Interview mit Takehiro Kameya, Leiter der Technologieabteilung bei Kuraray Noritake Dental Inc.

Wie sind Sie auf den Bedarf an einem universell einsetzbaren Füllmaterial gekommen?

Verarbeitbare Komposite mit einem universellen Farbkonzept erfreuen sich weltweit zunehmender Beliebtheit. Diese Tatsache ließ uns vermuten, dass auch für die fließfähige Variante eine Nachfrage besteht. Anwender profitieren zudem von vereinfachten Verfahren und einer geringeren Anzahl an vorrätig zu haltenden Farbtönen, was sich positiv auf die Lagerverwaltung auswirkt. Dementsprechend haben wir das universelle fließfähige Komposit in Japan eingeführt, wo es bereits einen bedeutenden Marktanteil hält. Anwender setzen es bereits in verschiedenen Fällen ein und geben hervorragendes Feedback. Da es sich in Japan als sehr beliebt erwiesen hat, haben wir das europäische Team angesprochen, um den Vertriebsbereich auf Europa auszuweiten, und es wurde beschlossen, das Produkt auf den Markt zu bringen. Wir haben die Markteinführung in einem extrem kurzen Zeitraum von etwa einem Jahr vorangetrieben.

Bietet die Verwendung eines universell fließfähigen Verbundwerkstoffs zusätzlich zur universell formbaren Variante tatsächlich einen Mehrwert?

Ja, der zusätzliche Einsatz eines modernen fließfähigen Komposits bringt mehrere Vorteile mit sich. Denn – im Gegensatz zu früheren Produkten – bietet die neueste Generation fließfähiger Komposite eine ausreichende mechanische Festigkeit, um für reguläre Restaurationen verwendet zu werden. Zu den Vorteilen der Verwendung eines fließfähigen Komposits gehört die Fähigkeit, selbst in die engsten Bereiche einer (manchmal komplexen) Kavität einzufließen, was eine einfache und schnelle Füllung ermöglicht, sowie eine enge Anpassung an der Adhäsionsfläche, was zu einer dichten Versiegelung führt.

Was sind die Unterschiede zwischen CLEARFILMAJESTY™ ES Flow und CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal?

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal behält die charakteristischen Eigenschaften von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow bei, wie beispielsweise die bequeme Dosierung, Handhabung und Modellierung, das extrem einfache und schnelle Polieren, den lang anhaltenden Glanz sowie die hervorragenden mechanischen Eigenschaften. Aufgrund ihrer hohen Festigkeit können beide Produkte nicht nur als Liner, sondern auch für reguläre direkte Restaurationen verwendet werden. Der Unterschied liegt im Farbkonzept. CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal führt ein universelles Farbsystem ein, wodurch es sich mit weniger Farbvarianten an eine breite Palette von Farbtönen anpassen lässt.

Bitte beschreiben Sie das Farbkonzept hinter CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal. Wie viele Farbtöne sind erhältlich und wie werden diese ausgewählt?

Das CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal-Sortiment umfasst zwei Farbtöne: Universal (U) und Universal Dark (UD). U ist eine ausgezeichnete Wahl für alle Restaurationen im Seitenzahnbereich, unabhängig von der gewünschten Farbnuance. Im Frontzahnbereich und im zervikalen Bereich (Kavitäten der Klassen III, IV und V) eignet sich U am besten für die Restauration von Zähnen der Farbtöne A1 bis A3 (einschließlich B1, B2, C1, C2, D2, D3 und D4), während UD die Farbe der Wahl ist, um die Zielfarbtöne A3,5 bis A4 (einschließlich B3, B4, C3 und C4) zu erreichen.

 

Abbildung: Farbabstimmung mit Restaurationen im Front- und Seitenzahnbereich

Warum bieten Sie eine zusätzliche Farbvariante für den Frontzahnbereich an?

Universalkomposite müssen die Farbe der umgebenden Zahnsubstanz annehmen, um bei einer Vielzahl von Zielfarbtönen eine perfekte Farbanpassung zu gewährleisten. Im Seitenzahnbereich steht in der Regel viel umgebende Zahnsubstanz zur Verfügung, wobei meist noch mehrere Kavitätenwände vorhanden sind. Dies erleichtert die Anpassung an die Zahnfarbe im Vergleich zu Kavitäten im Frontzahnbereich. Hier dringt das Licht leicht durch, sodass die Farbe des Komposits selbst eher reflektiert wird. Dies kann zu Einschränkungen bei der Farbanpassung führen. Im Fall von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal zeigte die Farbe U, die sich für den Seitenzahnbereich als ideal erwiesen hatte, einige Einschränkungen bei der Farbanpassung bei Restaurationen dunklerer Zähne im Frontzahnbereich. Daher haben wir uns entschlossen, eine zweite Farboption anzubieten, die speziell für diese Situationen entwickelt wurde. Mit den Farbtönen U und UD bietet CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal eine hervorragende Farbanpassung von hellen bis zu dunklen Farbtönen und erfüllt damit den Bedarf an präziser Farbanpassung insbesondere im Frontzahnbereich.

Es klingt nach einer Herausforderung, mit nur zwei Kompositfarben so viele Zielzahnfarben abzudecken. Wie haben Sie beurteilt, ob die verfügbaren Farbtöne im klinischen Alltag geeignet sind?

Tatsächlich war es eine große Herausforderung, die Farbe „U“ zu entwickeln, die sowohl für Front- als auch für Seitenzähne ein breiteres Spektrum an Zahnfarben abdeckt als die Farbe „U“ von CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal. Um die von uns entwickelten Farbtöne zu bewerten und zu optimieren, führten wir wiederholt Füllungstests mit einer Vielzahl von Testfarbtönen an künstlichen Zähnen und extrahierten Zähnen verschiedener Zahnfarben durch. Darüber hinaus wurde die endgültige Auswahl der Farbtöne visuell durch die Konsultation von Zahnärzten bewertet, die das Komposit im klinischen Alltag einsetzten.

Was sind die größten Herausforderungen bei der Bestimmung und Auswahl des richtigen Farbtons im klinischen Umfeld?

Der größte Nachteil der klassischen Farbbestimmung besteht darin, dass sie die Behandlungszeit verlängert. Sowohl für den Zahnarzt als auch für den Patienten ist die Minimierung der Behandlungszeit jedoch das oberste Ziel, da dies die Kosten senkt und den Komfort für den Patienten erhöht. Ein echter Nachteil in Bezug auf Zeit und Komfort ist eine Farbabweichung, die durch einen Fehler bei der Farbbestimmung entsteht: Sie kann intraorale Anpassungen oder im schlimmsten Fall die Anfertigung einer neuen Restauration erforderlich machen.

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ist in zwei Viskositäten erhältlich – „Low“ und „Super Low“. Warum ist das so und worin besteht der Unterschied bei der Anwendung?

Wir haben uns entschlossen, zwei Arten von Fließfähigkeit mit unterschiedlichen thixotropen Eigenschaften anzubieten, um den Vorlieben der Anwender hinsichtlich der Handhabung gerecht zu werden. Grundsätzlich gibt es keinen Unterschied in der Anwendung zwischen „Low“ und „Super Low“. Den Anwendern wird jedoch empfohlen, je nach ihren Vorlieben und dem jeweiligen Anwendungsfall Komposite mit unterschiedlichen thixotropen Eigenschaften zu verwenden. So eignet sich beispielsweise „Super Low“ gut für die Formgebung der Okklusalfläche von Seitenzähnen. Low eignet sich für vielfältige Anwendungen wie das Auskleiden und Füllen im zervikalen Bereich sowie an den Approximalflächen.

 

Abbildung: CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal – Hervorragende mechanische Eigenschaften

 

Abbildung: Lichtdurchlässigkeit ohne LDT / Lichtdurchlässigkeit mit LDT / Licht brechen und durchlassen

Welche Technologien stecken hinter CLEARFILMAJESTY™ ES Flow Universal, die für eine hervorragende Anpassung sorgen?

Die wohl beliebteste Technologie, die in diesem Produkt zum Einsatz kommt, ist unsere firmeneigene Lichtstreuungstechnologie. Wir haben die optimale Lichtstreuung auf der Grundlage der Beobachtung ermittelt, dass eine starke diffuse Reflexion des einfallenden Lichts zu einer Aufhellung führt, während eine schwache Lichtstreuung es erleichtert, dunkle Farben in der Mundhöhle anzunehmen, wodurch sich die Füllungsstelle verdunkelt. Darüber hinaus haben wir uns auf die Anpassung der Farbsättigung konzentriert: Das universelle Farbkonzept basiert auf der Fähigkeit, die Farbe der umgebenden Zahnstruktur anzunehmen und sich mit ihr zu vermischen. Daher haben wir die Farbsättigung so eingestellt, dass sie sich leicht mit einer breiten Palette von Zahnfarben harmonisieren lässt. Schließlich wurde die Transluzenz des Materials durch seine Submikron-Füllstoffe und Silica-Cluster angepasst. Die Bewertung durch wichtige Meinungsführer hat uns dabei geholfen, ein angemessenes Maß an Transluzenz zu bestimmen.

Wie ist in Fällen vorzugehen, in denen die darunterliegende Zahnsubstanz verfärbt ist – ist eine Abdeckung mit einem Blocker oder Opaquer erforderlich?

Ob dies erforderlich ist, hängt vom Ausmaß der Verfärbung ab. Aufgrund der Lichtstreuungseigenschaften von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal wird allgemein davon ausgegangen, dass kein Blockieren erforderlich ist und die Schattierung erreicht werden kann. Bei starker Verfärbung kann es jedoch von Vorteil sein, den Boden der Kavität mit den Farbtönen A2D oder A3D von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow zu füllen oder CLEARFIL™ ST Opaquer zu verwenden.

Was haben Sie unternommen, um die Bildung von Hohlräumen während des Auftragens zu vermeiden?

Wir haben dasselbe Verpackungsdesign wie bei CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow übernommen, um auch bei diesem Produkt die Bildung von Hohlräumen zu vermeiden. Das innovative Behälterdesign minimiert den Spalt zwischen Nadelspitze und Spritze, wenn die Spitze aufgesetzt ist.

Gibt es Empfehlungen dazu, wann man CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow verwenden sollte und wann man sich für CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal entscheiden sollte?

Während die Universalvariante, wie in der Gebrauchsanweisung beschrieben, für allgemeine Auskleidungs- und Füllungsanwendungen verwendet werden kann, empfiehlt sich CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow für Fälle, in denen die Zahnsubstanz abgedeckt wird und die Farbe des gesamten Zahns verändert werden muss. Direktverblendungen sind hierfür ein perfektes Beispiel. In solchen Situationen ist der Einsatz unterschiedlicher Farbtöne und Opazitäten eindeutig von Vorteil.

Wie sieht die Zukunft von fließfähigen Verbundwerkstoffen aus?

Da immer mehr Informationen über die klinische Leistungsfähigkeit und die physikalischen Eigenschaften verfügbar werden, wird erwartet, dass das Vertrauen in fließfähige Komposite in Europa zunimmt, was zu einer breiteren Anwendung führen dürfte. Darüber hinaus wird aufgrund der Entwicklung von Füllverfahren, bei denen fließfähige Komposite in Verbindung mit Formen oder Matrizen zum Einsatz kommen, mit einer steigenden Nachfrage gerechnet.

Zwei Gerüstkeramiken - ein Micro-Layering-Konzept

von DT Andreas Chatzimpatzakis

 

Zwei unterschiedliche Gerüstwerkstoffe im Frontzahnbereich stellen besondere Anforderungen an das keramische Schichtkonzept. Im vorliegenden Fall wurden Veneers aus Lithiumdisilikat mit einer Adhäsivbrücke aus Zirkonoxid kombiniert. Wie sich dennoch eine stimmige Lichtwirkung erzielen lässt, zeigt der Autor in diesem Beitrag.

Individuelles Smile Makeover: Zwei Gerüstkeramiken – ein Micro-Layering-Konzept

Im Laboralltag stehen wir immer wieder vor Situationen, in denen ästhetische Korrekturen mit medizinisch notwendigen Maßnahmen kombiniert werden. Typisches Beispiel ist ein Smile Makeover der Frontzähne, das zugleich den Ersatz eines fehlenden lateralen Schneidezahns einschließt. Bei der Patientin zeigten sich alte Kompositrestaurationen sowie Schmelzfrakturen; zusätzlich fehlte Zahn 12 (Abb. 1). Geplant wurden vier Veneers aus Lithiumdisilikat (11, 21, 22 und 23). Der Lückenschluss sollte minimalinvasiv über eine Zirkonoxid-Adhäsivbrücke erfolgen.

Damit war von Beginn an klar: Zwei unterschiedliche Gerüstwerkstoffe würden nebeneinanderstehen. Eine naheliegende Lösung wäre gewesen, die Lithiumdisilikat-Veneers und die Zirkonoxid-Adhäsivbrücke jeweils mit einem spezifischen Keramiksystem zu finalisieren. Genau hier liegt das Risiko. Unterschiedliche Verblendkeramiken können zu Abweichungen in Farbe, Transluzenz und Oberfläche führen. Die eigentliche Schwierigkeit liegt daher nicht im einzelnen Werkstoff, sondern in dessen Kombination und in der Frage nach einem einheitlichen Verblendkonzept. Die Antwort: CERABIEN™ MiLai (Kuraray Noritake). Das universelle Micro-Layering-System kann sowohl auf Zirkonoxid als auch auf Lithiumdisilikat verarbeitet werden.

 

Umsetzung der Restaurationen

Die Planung erfolgte im engen Kontakt zwischen Praxis und Labor. Nach funktioneller und ästhetischer Abstimmung wurde ein Mock-up erstellt und intraoral überprüft (Abb. 2). Die Präparation erfolgte minimalinvasiv durch das Mock-up (Abb. 3 und 4).

 

Lithiumdisilikat für die Veneers

Für die Veneers wurde Lithiumdisilikat verwendet (Amber Press LT, HASS Bio). Die Wahl fiel auf die LT-Variante für eine ausgewogene Balance zwischen Lichtdurchlässigkeit und Helligkeit. Ein wesentliches Merkmal von Amber ist die über die Brennführung individuell steuerbare Transluzenz. Gerade im Frontzahnbereich ist das oft hilfreich. Die Veneers wurden vollanatomisch konstruiert. Ein leichtes Cut-back schuf Raum für eine fein abgestimmte Lichtmodulation mit dem Micro-Layering.

 

Zirkonoxid für die Adhäsivbrücke

Für die Adhäsivbrücke wurde ein Multi-Layered-Zirkonoxid gewählt (KATANA™ Zirconia YML, Kuraray Noritake). Entscheidend war neben der Festigkeit die optische Integration. Die Brücke sollte sich harmonisch an die benachbarten Veneers anfügen. KATANA™ Zirconia YML vereint eine hohe Biegefestigkeit im Body-Bereich mit erhöhter Transluzenz in der Schmelzschicht. Bei der Positionierung im Rohling wurde der Verbinder im hochfesten Bereich platziert, während der sichtbare Anteil von der transluzenteren Zone profitierte. Auch das Zirkonoxidgerüst Zahn 13/12 erhielt vestibulär ein minimales Cut-back.

 

Micro-Layering: Ein System für alle Fälle

Statt nun zwei unterschiedliche Keramiksysteme für die beiden Gerüstwerkstoffe (Abb. 5 und 6) parallel zu führen, wurden alle Restaurationen (Lithiumdisilikat und Zirkonoxid) mit CERABIEN™ MiLai verblendet. Die Konsistenz der Pulverkeramik lässt sich individuell einstellen, die Massen reagieren kontrollierbar. Die Brenntemperatur von 740 °C hält die thermische Belastung gering. Gerade beim Micro-Layering ist die thermische Abstimmung entscheidend. Bei dünnen Schichten zeigen inhomogene Keramiken schnell Grauschleier oder eine optische Unruhe. Die auf synthetischer Feldspatkeramik basierende Struktur sorgt für ein gleichmäßiges Aufschmelzen und ein stabiles Brennergebnis – auch über mehrere Brände hinweg.

 

Selektives Schichtkonzept zur Vorbereitung

Die Finalisierung erfolgte auf beiden Gerüstwerkstoffen nach demselben Grundprinzip. Lediglich die vorbereitenden Arbeitsschritte unterschieden sich je nach Substrat geringfügig (Abb. 6, 7, 8).

Auf die Zirkonoxidoberfläche wurde CERABIEN™ MiLai LT1 im mittleren und zervikalen Bereich appliziert. LT1 verleiht dem Schmelzbereich eine natürliche Transluzenz sowie Opaleszenz und schafft die optische Grundlage für die Individualisierung. Bei den Lithiumdisilikat-Veneers stand zunächst die Kontrolle des Helligkeitswerts (Value) im Vordergrund. Aufgrund der hohen Transluzenz kann Lithiumdisilikat intraoral dunkler erscheinen. Um dem entgegenzuwirken, wurden Value Liner 1 und Value Liner 2 im inzisalen Bereich aufgetragen. Im mittleren und zervikalen Bereich kam eine Mischung aus Creamy Enamel und Value Liner 2 im Verhältnis 70/30 zum Einsatz. Im inzisalen Bereich der beiden Eckzähne wurde zusätzlich E2 appliziert.

 

Einheitliches Schichtschema für das Micro-Layering

Das Micro-Layering erfolgte in zwei Bränden. Im ersten Schritt wurden alle Restaurationen mit einer Schicht Tx überdeckt, gefolgt von LTx. Die Massen unterscheiden sich in ihrer Lichtcharakteristik; LTx weist eine stärker opaleszente Wirkung auf (Abb. 9–14). Nach dem ersten Brand zeigte sich ein stimmiges Grundbild (Abb. 15). Bei der zweiten Schichtung wurde der zervikale Bereich mit LT1 ergänzt. Die Randleisten sind mit Creamy Enamel akzentuiert worden, um den Helligkeitsverlauf zu unterstützen. Die finale Oberfläche entstand durch einen feinen Mantel aus LTx (Abb. 16).

 

Oberflächentextur und Finish

Die Ausarbeitung erfolgte mit Diamanten und Gummipolierern. Der abschließende Glanzbrand nutzte den Self-Glaze-Effekt der Keramik, sodass die Mikrostruktur erhalten blieb (Abb. 17). Damit die Restaurationen ihre optische Wirkung intraoral beibehalten, ist das Befestigungskonzept entscheidend. Sowohl für Lithiumdisilikat als auch Zirkonoxid wird in der Regel ein adhäsives Vorgehen gewählt. MDP-haltige Befestigungskomposite (z. B. PANAVIA™, Kuraray Noritake) ermöglichen eine chemische Anbindung an Zirkonoxid und sichern zugleich den stabilen Verbund zu Lithiumdisilikat.

 

Abb. 1 Smile Makeover gewünscht: verfärbte Kompositrestaurationen und fehlender Zahn 12

 

Abb. 2 Mock-up zur Planung der Restaurationen

 

Abb. 3 Minimalinvasive Präparation durch das Mock-up

 

Abb. 4. Präparierte Zähne für die vollkeramische Restauration

 

Abb. 5. Okklusale Ansicht der Oberkieferzähne nach der Zahnpräparation.

 

Abb. 6. Veneers aus Lithiumdisilikat (23 bis 11) und Adhäsivbrücke aus Zirkonoxid regio 12/13 vor dem Cut-Back

 

Abb. 7. Veneers aus Lithiumdisilikat (23 bis 11) und Adhäsivbrücke aus Zirkonoxid regio 12/13 nach dem Cut-Back

 

Abb. 8. Auftrag von CERABIEN™ MiLai LT1 im mittleren und zervikalen Bereich der Zirkonoxidbrücke

 

Abb. 9. CERABIEN™ MiLai Value Liner 2...

 

Abb. 10. … und Value Liner 1 im inzisalen Bereich der Veneers

 

Abb. 11. CERABIEN™ MiLai Creamy Enamel gemischt mit Value Liner 2 (70/30) im mitleren Bereich der Veneers...

 

Abb. 12. ... und E2 iim inzisalen Bereich beider Eckzähne.

 

Abb. 13. Überschichten aller Restaurationen mit Tx ...

 

Abb. 14. ... und LTx.

 

Abb. 15. Restauration nach dem ersten Brand.

 

Abb. 16. Ergänzung von LT1 im Zervikalbereich und Creamy Enamel auf den Randleisten.

 

Abb. 17. Finalisiierung der Schmelzoberfläche mit einer Schicht LTx, welches für eine hohe Lichtdurchlässigkeit und Opaleszenz sorgt.

 

Abb. 18. Ergebnis nach dem 2. Brand.

Abb. 19. Finale Restauration nach dem Glanzbrand mit natürlichem Self-Glaze Effekt am Modell.

 

Abb. 20. Finale Restauration mit natürlichem Self-Glaze Effekt im Mund der Patientin.

 

 

Abb. 21. harmonische optische Integration der Restauration

 

Abb. 22. Ein wunderschönes Behandlungsergebnis.

 

Fazit

Trotz zweier unterschiedlicher Gerüstwerkstoffe zeigte sich eine homogene Lichtwirkung (Abb. 14). Weder im Helligkeitswert noch in der Transluzenz war ein Übergang zwischen Veneers und Adhäsivbrücke erkennbar. Moderne Gerüstwerkstoffe erlauben eine indikationsbezogene Differenzierung. Die ästhetische Einheit entsteht jedoch erst durch ein konsistentes keramisches Schichtkonzept. Mit einem systemübergreifend einsetzbaren Micro-Layering-System lässt sich diese Einheit materialunabhängig realisieren.

Vielen Dank gilt Dr. Kanellos Ioannis für die Zusammenarbeit bei diesem Fall und die Bereitstellung der prä- und postoperativen Fotografien.

 

Dental technician:

ANDREAS CHATZIMPATZAKIS

Andreas Chatzimpatzakis, Gründer und Leiter des ACH Dental Laboratory in Athen (seit 2000), ist spezialisiert auf Vollkeramik und Implantatprothetik. Er absolvierte seine Ausbildung als Zahntechniker an der Universität West-Attika und bildete sich im Bereich Vollkeramik in Helsinki und Japan unter renommierten Meistern weiter. Seit 2017 ist er internationaler Trainer für Kuraray Noritake Dental Inc. und hält weltweit Vorträge und Hands-on-Kurse.