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Klinischer Bericht über PANAVIA™ Veneer LC

Klinischer Bericht über PANAVIA™ Veneer LC

PRÄSENTATION EINER STUDIE MIT FALLBEISPIELEN

von Dr. Yohei Sato, DMD, PhD und Dr. Keisuke Ihara, CDT.

In den vergangenen Jahren haben der Einsatz und die Weiterentwicklung digitaler Technologien in der Zahnheilkunde die Herstellung passgenauer Restaurationen aus Zirkonoxid ermöglicht, die mit zuvor verfügbaren Technologien
nur schwer realisierbar waren. Zudem ist es den Fortschritten in der adhäsiven Zahnheilkunde zu verdanken, dass Befestigungsmaterialien zur Verfügung stehen, die eine starke Haftung an zahlreichen Restaurationsmaterialien bieten. Die klinische Anwendung entsprechender Befestigungskomposite ist in der restaurativen Zahnheilkunde heute weit verbreitet.

In unserer Klinik wird die klinische Vorgehensweise bei jedem vorliegenden klinischen Fall von der Art der Restauration und dem Restaurationswerkstoff bestimmt. Zur Wahl stehen je nach fallspezifischen Anforderungen beispielsweise CAD/CAM-gefertigte Restaurationen aus Zirkonoxid, silikatbasierte keramische Restaurationen oder solche aus Lithiumdisilikat.

PANAVIA™ V5 ist ein Befestigungskomposit-System, das eine starke Haftung an unterschiedlichen Restaurationsmaterialien sowie an der Zahnhartsubstanz sicherstellt. PANAVIA™ Veneer LC, ein neues Befestigungskomposit-System von Kuraray Noritake Dental lnc., eignet sich speziell für die Befestigung von Veneers. Die beiden verwendeten Primer sind auch Teil des PANAVIA™ V5 Systems. Die Vorteile des neuen Systems für die Befestigung von Veneers werden im Folgenden anhand einiger klinischer Fallbeispiele vorgestellt.

"Würdige Ergänzung der PANAVIA-Familie“. REALITY NOW bewertet PAVANIA™ Veneer LC

Gerade erst auf den Markt gekommen und schon getestet: REALITY RATINGS & REVIEWS hat eine FirstLook-Bewertung des neuen PANAVIA™ Veneer LC veröffentlicht. Das innovative, rein lichthärtende Komposit von Kuraray Noritake dient der dauerhaften Befestigung von Veneers, dünnen Inlays und Onlays. Basierend auf Labortests kommen die Bewerter zu dem Fazit: „PANAVIA™ Veneer LC ist eine würdige Ergänzung der PANAVIA™-Familie.“ PANAVIA Veneer LC Kit besteht aus PANAVIA™ Veneer LC Paste, PANAVIA™ V5 Tooth Primer und CLEARFIL™ CERAMIC PRIMER PLUS.

Die im Labor nachweisbaren Produkteigenschaften überraschten im Test nicht: PANAVIA™ Veneer LC Paste lässt sich mit den verwendeten Poliersystemen sehr gut polieren. Die Einwirkzeit entspricht exakt den Angaben von Kuraray Noritake; die Arbeitszeit ist nach Ansicht der Gutachter mehr als ausreichend. Während andere möglicherweise vorteilhafte Eigenschaften – Verschleißfestigkeit und Farbstabilität – nicht getestet wurden, waren die Gutachter von den Verarbeitungseigenschaften des Produkts begeistert. Ihre Meinung: „Das Material lässt sich sehr gut anwenden, was ein einfaches Einsetzen von Veneers ermöglicht. Es ist nicht flüssig, gleichzeitig aber auch nicht so zäh, dass Frakturen am Veneer riskiert werden. Darüber hinaus erleichtert die Konsistenz mit minimaler bis keiner Klebrigkeit das Einsetzen eines Veneers und die gründliche Überschuss-Entfernung.“

Ausgestattet mit diesen günstigen Eigenschaften hat PANAVIA™ Veneer LC ganz klar das Potenzial, Ihnen als Zahnärztin oder Zahnarzt die Befestigung von Veneers zu vereinfachen. Es sind auch entsprechende Try-in-Pasten erhältlich. Das Farbangebot (vier Farbtöne) ist mehr als ausreichend. Dank der engen „Verwandtschaft“ mit PANAVIA™ V5 werden Sie dieses Produkt von Anfang an vertrauensvoll verwenden.

Die vollständige Bewertung finden Sie unter www.realityratings.com

PANAVIA™-Family: Damit können Sie wirklich jede Restauration befestigen!

Weniger ist mehr! Die Anzahl der Befestigungsmaterialien in der Zahnarztpraxis zu reduzieren, hat viele Vorteile. Kuraray Noritake ist davon überzeugt, dass im Praxisalltag nur wenige Befestigungskomposite ausreichen, um wirklich jede Indikation abzudecken und jede Herausforderung der intraoralen Befestigung zu meistern. Die Auswahl der Produkte folgt objektiven (z. B. Werkstoffkunde) und subjektiven (Vorlieben des Anwenders) Kriterien und ist von der Art der klinischen Behandlung abhängig.

Kuraray Noritake bietet mit der PANAVIA-Family drei hochwertige Befestigungskomposite, mit denen die Bedürfnisse des klinischen Arbeitsalltags vollumfänglich erfüllt werden. „Familienoberhaupt“ ist das weltweit erfolgreiche und beliebte PANAVIA™ V5. Dieses Befestigungskomposit steht für höchste Haftfestigkeit und Ästhetik. Indes ist das Familienmitglied PANAVIA™ SA Cement Universal für alle gedacht, die das Befestigungsverfahren so einfach wie möglich halten wollen, gleichzeitig jedoch die Vorteile von Befestigungskompositen gegenüber herkömmlichen Zementen nutzen möchten. Und das „Nesthäkchen“ der PANAVIA-Familie ist das lichthärtende System PANAVIA™ Veneer LC als Speziallösung für die Befestigung von Veneers.

Familienoberhaupt: Der starke und ästhetische Allrounder

Für alle, die Wert auf höchstmögliche Haftkraft und Ästhetik legen, ist PANAVIA™ V5 die optimale Lösung. Das zuverlässige dualhärtende Befestigungssystem, bestehend aus einem Tooth Primer, dem Befestigungskomposit und einem Ceramic Primer, sorgt für eine andauernd stabile Haftfestigkeit und Ästhetik.

PANAVIA V5 ist die ausgezeichnete Wahl für das intraorale Befestigen einer Vielzahl indirekter Restaurationen Da die aufeinander abgestimmten Komponenten immer auf gleiche Weise kombiniert und angewendet werden, wird eine Standardisierung des Workflows möglich. Dies unterstützt vorhersehbare, sichere Ergebnisse. Auch im Dentallabor kommt das starke und zugleich ästhetische Befestigungskomposit zum Einsatz; PANAVIA V5 Opaque ist ideal für das Verkleben von Hybridabutments (Keramikkrone auf Titanbasis) geeignet.


Alleskönner: Das alltägliche Befestigungskomposit

Soll das Befestigungsverfahren einfacher und effizienter gestaltet werden, kommt der Alleskönner PANAVIA™ SA Cement Universal zum Einsatz. Die Anzahl der Arbeitsschritte und Komponenten ist bei diesem Material minimiert. Das selbstadhäsive dualhärtende Befestigungskomposit wurde für Einfachheit und Zuverlässigkeit in der Automixspritze entwickelt. Selbst die Herausforderung, Überschüsse gründlich zu entfernen, konnte durch eine spezielle Formulierung gemeistert werden.


Die Anzahl der Komponenten konnte bei PANAVIA™ SA Cement Universal reduziert werden, da das Original-MDP-Monomer von Kuraray Noritake und das Original-Silan (LCSi-Monomer) für den starken Haftverbund bereits im Produkt enthalten sind. Daher ist bei diesem Befestigungskomposit kein separater Primer erforderlich. Während MDP eine starke und dauerhafte chemische Bindung an Schmelz, Dentin, Metall und Zirkonoxid herstellt, ist LCSi für die starke chemische Haftung an Keramik, Lithium(di)silikatkeramik und Komposit zuständig.

Dies bedeutet: Es wird nur eine einzige Komponente benötigt! Das vereinfacht die klinische Anwendung signifikant, führt zu einer Zeitersparnis und minimiert das Fehlerpotenzial. Aufgrund der Eigenschaften ist PANAVIA™ SA Cement Universal ideal für eine alltägliche Anwendung – die dauerhafte Befestigung von Kronen und Brücken aus Zirkonoxid, Lithiumdisilikat, Hybridkeramik oder Metalllegierungen.

Nesthäkchen: Der Veneerspezialist

Besonders anspruchsvolle Aufgaben wie das Befestigen hochästhetischer Veneers benötigen Zeit und Präzision. Und ein Veneer kommt selten allein: Sollen mehrere Veneers auf einmal eingesetzt werden, ist ein Wettlauf mit der Aushärtezeit kontraproduktiv. Daher hat Kuraray Noritake das spezielle Befestigungskomposit PANAVIA™ Veneer LC entwickelt, das jüngste Mitglied der PANAVIA-Familie. Das lichthärtende Befestigungssystem mit verlängerter Verarbeitungszeit von 200 Sekunden* ermöglicht es der Zahnärztin oder dem Zahnarzt, die Polymerisation erst dann einzuleiten, wenn der richtige Zeitpunkt gegeben ist. PANAVIA™ Veneer LC bietet eine gut abgestimmte Pastenviskosität und -konsistenz für einfaches Auftragen sowie Einsetzen und ist in vier Farben für langanhaltende Ästhetik erhältlich. Nach der Aushärtung ist eine einfache Überschussentfernung möglich. Und wie alle PANAVIA-Materialien steht auch PANAVIA™ Veneer LC für eine langlebige, ausgezeichnete Haftfestigkeit.

*Verarbeitungszeit bei Umgebungslicht (8000 Lux.): 200 Sekunden.

One strong family: Erfüllt alle Erwartungen

Die drei Befestigungskomposite der PANAVIA™-Familie erfüllen alle Ansprüche des Praxis- und Laboralltags – persönliche Präferenzen können ebenso wie spezifische Indikationen berücksichtigt werden. Jedes einzelne Familienmitglied basiert auf dem langjährigen Know-how und der soliden Forschungskompetenz von Kuraray Noritake im Bereich der adhäsiven Befestigung. Das erste Produkt der Marke PANAVIA™ kam in den 1980er Jahren auf den Markt. Seither hörte Kuraray Noritake nie auf, das Portfolio zu verbessern und die Produkte zu optimieren. Bestehende erfolgreiche Basics (z. B. das Original-MDP-Monomer) wurden mit neu entwickelten Technologien (z. B. LCSi-Monomer, Touch Cure) kombiniert. All dies führt schließlich zu dem aktuellen, schlanken Portfolio der einfach anzuwendenden Befestigungskomposite, die eine erstklassige Haftfestigkeit bieten und eine hohe Ästhetik unterstützen. One strong family: PANAVIA™.

 Klinische Falldarstellung mit KATANA Zirconia STML

Einzelner Frontzahn – monolithisch gelöst

Dr. Salvatore Scolavino: Klinische Falldarstellung mit KATANA Zirconia STML

Die monolithische Umsetzung von vollkeramischen Restaurationen ist ein populäres Thema. Zusätzlich zur hohen Effizienz sollte das erfolgreiche klinische Ergebnis im Fokus stehen. Insbesondere im ästhetisch relevanten Frontzahngebiet sind die Ansprüche hoch. Ergänzend zur Materialwahl ist die Zusammenarbeit von Zahnarzt und Zahntechniker für den Erfolg der Behandlung ein wichtiger Baustein. Anhand eines Patientenfalles wird die monolithische Rekonstruktion eines einzelnen Frontzahns dargestellt. Erschienen ist der Artikel im Zahntechnik-Magazin (Spitta-Verlag).

Die Rekonstruktion eines einzelnen Frontzahns stellt eine Königsdisziplin im Bereich der festsitzenden Prothetik dar. Moderne keramische Materialien und intelligente Schichtkonzepte bieten gute Grundlagen für die Herstellung der einzelnen Frontzahnkrone. Doch der Aufwand im zahntechnischen Labor ist beim konventionellen Vorgehen vergleichsweise hoch. Die Schichtung nimmt viel Zeit in Anspruch; ebenso die Ausarbeitung und Finalisierung. Das Pendant zum gesunden Nachbarzahn optimal der Natur nachzubilden, ist mehr als das Herstellen einer Krone. Es geht um die Wechselwirkung von Farbe, Form, Textur und Funktion. Die orale Harmonie steht im Fokus. Insbesondere im Frontzahnbereich möchten sich weder Zahnarzt und Zahntechniker noch Patient mit dem Durchschnitt zufriedengeben. Es sind die feinen Details, mit denen überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt werden. Doch ist dies auch mit der monolithischen Fertigung möglich?

Die Ausgangssituation

Im dargestellten Fallbeispiel konsultiert eine junge Patientin die Praxis mit dem Wunsch der Neuversorgung des endodontisch vorbehandelten Zahns 21. Alle anderen Zähne sind gesund und haben ein schönes, natürliches Farbspiel. Geplant ist eine vollkeramische Krone, die den hohen Ansprüchen der Patientin gerecht wird. Für ein natürlich wirkendes Ergebnis mit maximalem Erhalt der Gingivakontur fiel die Entscheidung für eine monolithische Zirkonoxid-Restauration aus KATANA Zirconia STML (Kuraray Noritake).


KATANA Zirconia STML

Das Multi-Layered-Zirkonoxid KATANA Zirconia STML hat einen natürlichen Farb- und Transluzenzverlauf. Die Abstufungen von Farbintensität sowie Transluzenz – von inzisal nach zervikal – verleihen monolithischen Restaurationen natürlich wirkende lichtoptische Eigenschaften. Wie beim Erscheinungsbild eines natürlichen Zahnes lässt KATANA Zirconia STML im inzisalen Bereich das Licht durchscheinen und wirkt im zervikalen Bereich opaker. Das Zirkonoxid integriert vier Schichten, die nahtlos ineinander übergehen:

  • Schmelzschicht,
  • Übergangsbereich 1,
  • Übergangsbereich 2 und
  • Body-(Dentin-)Schicht.

Im vorliegenden Fall soll mit KATANA Zirconia STML zugleich der endodontische Stiftaufbau kaschiert werden, sodass in den lichtoptischen Eigenschaften kein Unterschied zu den Nachbarzähnen erkennbar ist. Zudem soll der warme Farbton im zervikalen Bereich des Zirkoniumdioxids in das umliegende Weichgewebe „strahlen“, um ein natürlich wirkendes Gesamtbild zu erzielen.


CERABIEN FC Paste Stain

Für ein lebendiges und naturidentisches Aussehen soll die monolithisch gefräste Krone mit Malfarben individualisiert werden. Hierfür steht dem Zahntechniker mit CZR FC Paste Stain (Kuraray Noritake) ein ideales Material zur Verfügung. Die keramikbasierten Malfarben von FC Paste Stain werden bei 750 °C gebrannt. Gegenüber herkömmlichen Malfarben bedarf es also einer niedrigeren Temperatur, um der monolithischen Zirkoniumdioxid-Restauration individuelle Charakteristika zu verleihen.

 

Laden Sie sich hier die PDF-Datei des Artikels herunter und verfolgen Sie im Detail die Herstellung und Eingliederung der Krone!

Adhäsive Zahnheilkunde

Adhäsive Zahnheilkunde: Ein Update

von Franklin Tay, BDSc (Hons), PhD

In der Regel setzen Hersteller bei der Entwicklung von Adhäsiven, die einen Haftverbund zwischen Restaurationsmaterialien und Zahnhartsubstanz herstellen sollen, auf zwei unterschiedliche Ansätze: Das Total-Etch-Verfahren oder das selbstätzende Verfahren. Diese Verfahren bestimmen, wie das Adhäsiv mit der Zahnhartsubstanz interagiert. Total-Etch-Adhäsive werden als Zwei- oder Drei-Schritt-Systeme angeboten – je nachdem, ob Primer und Bond separat oder kombiniert in einer einzigen Flasche angeboten werden. Ähnlich verhält es sich bei den selbstätzenden Adhäsiven, die entsprechend als Ein- oder Zwei-Flaschen-Systeme erhältlich sind. Total-Etch-Adhäsive werden häufig dann bevorzugt eingesetzt, wenn große Schmelzareale zur Verfügung stehen, während selbstätzende Adhäsive einen besser vorhersagbaren Verbund zu Dentin herstellen.

Moderne Adhäsive: Aktueller Entwicklungsstand

Trotz derzeitigen Bestrebungen zur Bereitstellung von Systemen, die weniger Arbeitsschritte und einfachere Verfahren benötigen, gelten Ein-Schritt-Adhäsivsysteme als weniger zuverlässig als Mehrschritt-Systeme. Dies ist unabhängig davon, ob die Systeme auf dem Total-Etch- oder dem selbstätzenden Verfahren basieren. Einige Hersteller haben in den vergangenen Jahren vielseitigere Ein-Flaschen-Adhäsive eingeführt, die als „universal“ oder „multi-mode“ bezeichnet werden. Sie basieren auf der Chemie der selbstätzenden Systeme, können aber auch in Kombination mit einer Phosphorsäure-Ätzung im Total-Etch-Modus angewendet werden. Einige Universaladhäsive enthalten Silan, das als Primer für die Herstellung eines chemischen Haftverbunds an silikatbasierten Keramiken fungiert, sowie Methacryloyloxydecyldihydrogenphosphat (MDP) für die chemische Haftung an Zirkonoxid-basierten Keramiken. Da bislang nur Kurzzeit-Ergebnisse von klinischen Studien zu Universaladhäsiven vorliegen, können diese im Kontext einer evidenzbasierten Zahnheilkunde nicht empfohlen werden. Dahingegen gelten milde selbstätzende Zwei-Schritt-Adhäsivsysteme als klinisch sehr gut untersucht – sie sind in der evidenzbasierten Zahnheilkunde als der neueste Stand der Technik im Bereich des Dentin-Bondings anzusehen. Der größte Vorteil gegenüber Total-Etch-Systemen liegt am geringeren Risiko für das Auftreten postoperativer Sensibilitäten.

Entwicklung moderner Adhäsive aus Sicht eines Wissenschaftlers

Wissenschaftler sind sich einig, dass das Dentin-Bonding weniger langlebig ist als ursprünglich erwartet. Die fehlende Langlebigkeit ist teilweise in der Entstehung von Sekundärkaries im schmelzfreien Randbereich von Restaurationen begründet und teilweise auf die Degradation (Alterung) des Haftverbunds zurückzuführen. Letztere kann durch eine Hydrolyse von Esterverbindungen im Adhäsiv durch Speichel-Esterasen verursacht werden oder durch eine Zersetzung der wasserreichen, kunststoffarmen Bereiche in der Hybridschicht. Verantwortlich für diese Zersetzung sind körpereigene, kollagengebundene Proteasen wie Matrix-Metalloproteinasen (MMP) und Kathepsin K, die zunächst im ruhenden Zustand vorliegen und erst durch die in modernen Adhäsiven enthaltene Säure aktiviert werden. Diese aktivierten Enzyme degradieren die freiliegende Kollagenmatrix in der Hybridschicht nach und nach. Das führt wiederum zu einer kontinuierlichen Abnahme der Haftfestigkeit.

Es wurde viel Arbeit in die Entwicklung therapeutischer Adhäsive für die Zahnheilkunde investiert, die der Bildung von Sekundärkaries und Degradation des Haftverbunds widerstehen können. Eines der am besten untersuchten Kunststoffmonomere mit antimikrobiellen Eigenschaften ist ein von Kuraray Noritake entwickeltes quaternäres Ammoniummethacrylat, das unter der Bezeichnung Methacryloyloxydodecylpyridinium Bromid (MDPB) bekannt ist. Dieses polymerisierbare Kunststoff-Monomer ist in dem selbstätzenden Zwei-Schritt-Adhäsiv CLEARFIL™ SE Protect enthalten. Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass das MDPB-Monomer auch wirksam sowohl MMP als auch Cystein-Kathepsine hemmt. Dies trägt durch Vermeidung der Kollagen-Degradation zu einer Erhöhung der Langlebigkeit des Haftverbunds zwischen Dentin und Kunststoff bei. Tatsächlich zeigten die Ergebnisse einer In-vitro- und In-vivo-Studie (Donmez N, Belli S, Pashley DH, Tay FR. Ultrastructural correlates of in vivo/in vitro bond degradation in self-etch adhesives. J Dent Res. 2005 Apr;84(4):355-9.), dass die mit CLEARFIL™ SE Protect (in der Studie mit dem ursprünglichen Produktnamen CLEARFIL™ Protect Bond bezeichnet) generierten Kunststoff-Dentin-Haftverbünde nach einem Jahr keinerlei Degradation aufwiesen. Dies steht im Gegensatz zu einem ähnlichen selbstätzenden Adhäsiv, das kein MDPB-Monomer enthält.

Häufigste Einsatzgebiete von CLEARFIL SE Protect

Als staatlich geprüfter Endodontologe setzt der Autor CLEARFIL SE Protect bevorzugt als antimikrobielles Adhäsiv ein, um nach abgeschlossener Wurzelkanalbehandlung eine bakteriendichte koronale Versiegelung des Wurzelkanalsystems zu erreichen und somit einer Reinfektion der periradikulären Gewebe über koronale Undichtigkeiten durch die gefüllten Wurzelkanäle vorzubeugen (Abbildungen 1 und 2). Ein weiteres beliebtes Einsatzgebiet ist die Anwendung in der Zugangskavität, die in eine Krone aus Zirkonoxid präpariert wurde. Der Autor ist sich durch die Anwendung des Produktes mit MDP sicher, dass er einen starken Verbund zwischen Zirkonoxid und Komposit erzielen kann, der keinerlei Undichtigkeiten aufweist.


Abb. 1: Röntgenaufnahme des Zahnes 37 vor Behandlungsbeginn. Diagnose: Pulpanekrose mit symptomatischer periapikaler Parodontitis.

Abb. 2: Röntgenaufnahme des Zahnes 37 nach Behandlungsabschluss. Die koronale Abdichtung wurde mit einem radioluzenten antimikrobiellen selbstätzenden Adhäsiv (CLEARFIL™ SE Protect, s. Pfeil) und einem röntgenopaken fließfähigen Composite sowie schließlich mit einem Watteröllchen und einer provisorischen Krone erzielt.
Haftungsausschluss: Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von Dr. Tay.

CLEARFIL™ SE Protect: Innovative Eigenschaften für mehr Sicherheit F

Studienergebnisse zeigen: In kleineren, minimalinvasiv präparierten Kavitäten ist das Risiko tendenziell erhöht, dass Bakterien in der Kavität verbleiben. (S. Imazato; Dent. Mater. J. 2009) CLEARFIL SE Protect enthält ein neuartiges funktionelles Monomer MDPB, das einen antibakteriellen, die Kavität reinigenden Effekt bietet (Abb. 3).


Abb. 3: Die bakterizide Wirkung des Monomers MDPB ist ähnlich der des bekannten antibakteriellen Wirkstoffs CPC**, der in vielen Zahncremes und Mundspüllösungen enthalten ist. ** Cetylpyridiniumchlorid

CLEARFIL SE Protect: Wissenschaftliche Erkenntnisse

ERHÖHTE LANGLEBIGKEIT DES HAFTVERBUNDS ZWISCHEN DENTIN UND KUNSTSTOFF
Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass MDPB wirksam die Aktivität von Matrix-Metalloproteinasen (MMP) hemmt, die Kollagen angreifen können. Der Vorteil von MDPB gegenüber Chlorhexidin (CHX) liegt darin, dass es mit den Haftmonomeren im Adhäsiv aushärtet und damit in der Hybridschicht verbleibt. (Pashley DH, Tay FR, Imazato S. How to increase the durability of resin-dentin bonds. Compend Contin Educ Dent. 2011 Sep;32(7):60-4, 66.)

FLUORIDABGABE

CLEARFIL SE Protect enthält ein patentiertes, speziell behandeltes Natriumfluorid (NaF). Dieses NaF in CLEARFIL SE Protect ist mit einem einzigartigen Polymer beschichtet, das die Abgabe von NaF ermöglicht, ohne dabei die physikalischen Eigenschaften der Adhäsivschicht (inklusive ihrer Festigkeit) zu verändern.

Einfache, bewärhte Prozedur vermeidet Techniksensitivität

CLEARFIL SE Protect ist ein Zwei-Flaschen-Adhäsivsystem bestehend aus Primer und Bond.

KEIN EINREIBEN erforderlich zur Erzielung einer hohen Haftfestigkeit an der Zahnhartsubstanz.
KEIN SCHÜTTELN erforderlich, da die Komponenten im Bond homogen vermischt bleiben – für eine gleichbleibend hohe Qualität vom ersten bis zum letzten Tropfen Adhäsiv.


Fünf-Jahres-Daten: Retention an zervikalen Läsionen. Daten mit freundlicher Genehmigung von Dr. Turkun, Ege University School of Dentistry. * Kein eingetragenes Markenzeichen von Kuraray Noritake Dental Inc.

DIREKTE RESTAURATIONEN

Gehen Sie zunächst wie empfohlen vor, um den zu behandelnden Bereich zu isolieren und trockenzulegen sowie die Kavität unter dem Schutz der Pulpa zu präparieren.

Franklin Tay, BDSc (Hons), PhD

Franklin Tay ist Professor und Lehrstuhlinhaber im Institut für Endodontie des College of Dental Medicine an der Georgia Regents University in Augusta, Georgia. Er ist Fellow of the Academy of Dental Materials sowie Diplomate of the American Board of Endodontics. Seine Forschungsinteressen umfassen die Biomineralisierung von Kollagengerüsten mit Apatit und/oder Siliziumdioxid, die Remineralisierung von Kunststoff-Dentin-Verbindungen, antimikrobielle Sol-Gel-Chemie, mesoporöses Siliziumdioxid und endodontische Materialien. Er hat mehr als 400 Fachartikel in Zeitschriften veröffentlicht, die im Peer-Review-Verfahren begutachtet werden.

Unsere MAJESTY™ ES-2 Universal-Broschüre mit klinischen Fallbeispielen

Kompakt, zeitsparend und ästhetisch

Wie viele verschiedene Kompositfarben benötigen Sie, um ansprechende Restaurationen in praktisch jeder klinischen Situation herzustellen? Wenn Sie sich für das universelle Farbkonzept „CLEARFIL MAJESTY™ ES-2“ entscheiden, reichen ein paar wenige Farbtöne aus.

Mit der großartigen Unterstützung unserer international anerkannten Meinungsführer haben wir für Sie eine Broschüre mit klinischen Fallbeispielen – realisiert mit CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal – vorbereitet.

Die Broschüre beleuchtet eine Vielzahl klinischer Fälle im Front- und Seitenzahnbereich, um die hervorragenden Eigenschaften unseres neuesten Komposits aufzuzeigen. Lassen Sie die Bilder für sich sprechen!

Hier klicken, um sich die Broschüre anzusehen. Viel Spaß!

Monolithische CEREC-Krone aus Zirkonoxid: Effizient und zuverlässig

Viele prothetische Restaurationen können heutzutage mittels digitaler Fertigungstechnologien direkt in der Zahnarztpraxis hergestellt werden. In einem Artikel im zahnärztlichen Fachjournal teamwork beschreibt der Zahnarzt Dr. Stefan M. Wegner einen effizienten und zuverlässigen Weg zur monolithischen Vollkeramikkrone – von der Datenerfassung über die Herstellung der Zirkonoxid-Krone bis zur intraoralen Befestigung.

 

Monolithische vollkeramische Restaurationen: Lange Zeit galt für den Autoren des Artikels hochfeste Silikatkeramik (zum Beispiel Lithiumdisilikat) als Material der Wahl. Mit der Entwicklung neuer Zirkonoxide steht ihm seit einiger Zeit ein weiterer interessanter Werkstoff zur Verfügung: transluzentes Zirkonoxid. Vorteile gegenüber einer Silikatkeramik sind die höhere Festigkeit und die Flexibilität in der Anwendung.

Moderne Zirkonoxide der 3. und 4. Generation (kubisch-tetragonales Mischgefüge) – z. B. KATANA Zirconia STML und UTML – verfügen über eine hohe Transluzenz. Aufgrund der kubischen Kristallstrukturen wird das einfallende Licht in der Restauration gleichmäßig in alle Richtungen gestreut. Dies beeinflusst die Transluzenz positiv. KATANA Zirconia Block besteht aus vier Schichten Zirkonoxid mit integriertem Transluzenz- und Farbverlauf. Das hochästhetische Zirkonoxid ermöglicht eine effiziente Fertigung monolithischer Restaurationen mit höherer Stabilität gegenüber Lithiumdisilikat.

Laden Sie sich den Artikel hier herunter und erfahren Sie, warum Dr. Wegner so gern mit KATANA Zirconia Block arbeitet, wie der Fertigungsweg in seiner Praxis aussieht und wie die intraorale Befestigung bei ihm erfolgt.

Hier zum Download: Fachartikel von Dr. Stefan M. Wegner (MSc MSc), Kiel