Einverständniserklärung

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Erfolgsstrategien für keramische Restaurationen auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse – Vortrag (englischsprachig)

Wonach richtet sich die Form und Tiefe meiner Präparation? Wie erhalte ich die Zahnhartsubstanz bei Teilversorgungen? Wie behandle ich Patienten mit Bruxismus? Ist eine tiefe Randanhebung eine Alternative zur Kronenverlängerung im Seitenzahnbereich? Wie haftet man auf ausgehärtetem Komposit? Und muss ich wirklich Kofferdam verwenden, um einen ausreichenden Haftverbund zu erzielen?

Wenn Sie sich diese oder ähnliche Fragen stellen, sind Sie auf dem richtigen Weg - Sie streben nach kontinuierlichem Lernen und Verbesserung in einer sich ständig weiterentwickelnden Disziplin zum Wohle Ihrer Patienten. Das On-Demand-Webinar „CAD/CAM-Keramiken in der ästhetischen Zahnheilkunde" gibt Antworten auf viele wichtige Fragen rund um die klinische Anwendung und Platzierung von CAD/CAM-Keramiken sowie nützliche Hinweise, wo Sie weitere Informationen und Fachwissen erhalten können.

Der Referent, Prof. Dr. Markus Blatz (Professor und Lehrstuhlinhaber am Department of Preventive and Restorative Sciences an der University of Pennsylvania School of Dental Medicine), erläutert, warum, wann und wie er bestimmte keramische Werkstoffe einsetzt. Er geht auch auf die Auswahl von Befestigungswerkstoffen und indikationsspezifische Befestigungsprotokolle ein.

Tipps Und Tricks Rund ums Bemalen mit Cerabien™ FC Paste Stain

Katana™ Zirconia Block - Tipps Und Tricks Rund ums Bemalen mit Cerabien™ FC Paste Stain

Individualisierung leicht gemacht. Bemalen von Zirkonoxid mit Cerabien™ ZR FC Paste Stain. 

 

CEREC-Referent (90 Min.): Mathias Fernandez Y Lombardi

Kursinformationen Online-Termine:

  • 03.05.2024
  • 07.06.2024
  • 06.09.2024
  • 08.11.2024

Online-Termine: Bitte wählen Sie einen für Sie passenden Termin in der Regsitrierung aus.
Uhrzeit: jeweils von 15:00 bis 16:30 Uhr
Teilnehmer: min. 5 Personen - max. 12 Personen
Gebühr (pro Kursteilnehmer): 69,- € zzgl. gesetzl. MwSt. und Gebühren
Ort: per web.ex

Bei Fragen
Mustafa Alzemo (Labor- und CAD/CAM Spezialist)
Peter Baumgarter (Laborspezialist)

2 Fortbildungspunkte

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Die Anmeldung für das Seminar ist einfach. Sie können ihre Tickets hier bequem online erwerben. Der Kaufprozess findet über Eventbrite statt.

 

Veneers und implantatgetragene Krone aus KATANA™ Zirconia UTML befestigt mit PANAVIA™ Veneer LC

Einleitung

Eine der häufigsten Herausforderungen der modernen Zahnheilkunde ist die Wiederherstellung des ästhetischen dentalen Erscheinungsbildes eines Patienten. Dafür stehen Zahnärzten neue Technologien zur Verfügung. Im Frontzahnbereich, in dem die Ästhetik im Vordergrund steht, werden substanzschonende Behandlungen, beispielsweise mit geschichteten Veneers (Cut-Back) bevorzugt. In der kosmetischen Zahnheilkunde werden Zahnärzte häufig mit Fällen konfrontiert, die einen multidisziplinären Behandlungsplan oder den zeitgleichen Einsatz verschiedener Restaurationsmaterialien erfordern. Bei prothetischen Versorgungen, die aus Veneers, Kronen und Brücken bestehen, sind sichtbare Farbunterschiede bei Behandlungsabschluss keine Seltenheit. Zurückzuführen sind diese auf Unterschiede hinsichtlich der verwendeten Restaurationsmaterialien, Produkte, Befestigungstechniken, Wandstärken der Restaurationen und Stumpf- bzw. Abutmentfarbe, die je nach Zustand (natürlicher Zahn, endodontisch behandelter Zahn, Implantatabutment) variiert [1-2].

 

Sieht der Behandlungsplan die Versorgung mit Veneers, Kronen und Brücken vor, wird die Wahl von Zirkonoxid als einziges Restaurationsmaterial von der Option zur Pflicht. Das liegt an den eingeschränkten mechanischen Eigenschaften von Lithiumdisilikat und Feldspatkeramik, die sich nicht für die Herstellung von Brücken eignen.

Die Tatsache, dass Zahnärzte Veneers aus Zirkonoxid weniger gerne einsetzen, lässt sich durch verschiedene Faktoren erklären [3]: Einer ist das Fehlen der Glasphase. Dadurch ist es unmöglich, die Klebefläche der Zirkonoxid-Veneers mit Flusssäure optimal vorzubehandeln. Ein weiterer Faktor ist die geringe Transluzenz der ersten Zirkonoxid-Generationen.

Moderne Zirkonoxid-Varianten sind hingegen besonders gut für Fälle geeignet, in denen der kombinierte Einsatz von Veneers, Kronen und Brücken mit einem identischen optischen Erscheinungsbild erforderlich ist. Dies liegt an der erhöhten Transluzenz und den hervorragenden mechanischen Eigenschaften dieser Materialien. Der folgende Beitrag beschreibt und diskutiert die Behandlung einer Patientin mit Veneers und einer Krone aus KATANA™ Zirconia UTML (Kuraray Noritake Dental Inc.). Die Veneers wurden mit PANAVIA™ Veneer LC (Kuraray Noritake) eingegliedert. Die Patientin wünschte aufgrund eines ästhetischen Problems an einer implantatgetragenen Frontzahnkrone eine Behandlung.

Fallbeobachtung

Patientin S aus der tunesischen Sahelzone, Ingenieurin in Frankreich, ohne nennenswerte Krankheitsgeschichte, 29 Jahre alt, stellte sich im Januar 2023 wegen eines ästhetischen Problems vor, das einen negativen Einfluss auf ihr Lächeln hatte. Die extraorale Untersuchung war ohne Auffälligkeiten, während die intraorale Untersuchung eine gute Mundhygiene, gesundes Zahnfleisch, eine dünne freie Gingiva und eine vorstehende Zirkonoxid-Krone auf einem Implantat in regio 11 ergab (Abb. 1 und 2).

 
Abb. 1: Klinische Ausgangssituation.    


Abb. 2: Die Ansicht von okklusal gibt Aufschluss über das Volumen und die Position der Krone in regio 11.

Im Vorgespräch stellte sich heraus, dass das Implantat in regio 11 im Jahr 2020 inseriert worden war. Der frühere Zahnarzt der Patientin hatte inzwischen das tunesische Staatsgebiet verlassen. Der Patientin lagen keinerlei Unterlagen oder Informationen zum Implantat vor. Sie wünschte sich, die Krone in die korrekte Position zu bringen und das ästhetische Erscheinungsbild vor ihrer geplanten Hochzeit zu verbessern, die zehn Tage nach der Erstvorstellung stattfinden sollte.

Behandlungsplan

Nach der Aufklärung über die Indikation für kosmetische Veneer-Behandlungen und der schriftlichen Einverständniserklärung der Patientin wurde die Behandlung eingeleitet. Laut Behandlungsplan sollten sieben Oberkiefer-Frontzähne (Zähne 14 bis 24) für inzisal überlappende Veneers aus KATANA™ Zirconia UTML präpariert werden (Tiefe: 0,1 bis 0,3 mm). Für das Implantat in regio 11 war geplant, die vorhandene Krone durch eine Krone aus KATANA™ Zirconia UTML zu ersetzen, ohne das Abutment auszutauschen. Dies lag einerseits an den fehlenden Informationen zum Implantattyp und andererseits am Zeitmangel.

Behandlung


Abb. 3: Situation vor Behandlungsbeginn.

Nach Aufnahme der präoperativen Fotos (Abb. 3), der Farbbestimmung für die Veneers und der Anästhesierung des Oberkiefer-Frontzahnbereichs wurden die sieben Zähne im Oberkiefer inzisal überlappend präpariert. Außerdem wurde die Zirkonoxid-Krone vom Implantat entfernt. Mit einem zylindrischen Diamantinstrument ließ sich der Zirkonoxid-Anteil vom Abutment trennen. Es folgten die Bissregistrierung sowie die Abformung (Wash-Technik). Zudem wurde eine provisorische Krone hergestellt und auf dem Abutment befestigt.

Im zahntechnischen Labor wurde auf Grundlage der konventionellen Abdrücke ein virtuelles Modell generiert (Abb. 4). Es folgten die vollanatomische Konstruktion der Zirkonoxid-Restaurationen, deren anatomische Reduktion (Cut-Back) für die Verblendkeramik sowie die computergestützte Herstellung. Für die Fertigstellung kam CERABIEN™ ZR Verblendkeramik (Kuraray Noritake) zum Einsatz. Bei der Einprobe in der zweiten Behandlungssitzung wurden die Positionierung der Restaurationen, der Übergang zum Zahnfleisch sowie die Kontaktpunkte zwischen Veneers und implantatgetragener Krone überprüft. Aufgrund der überlegenen mechanischen Eigenschaften der Veneers aus Zirkonoxid konnte deren Form und Stärke chairside angepasst werden, wodurch sich eine harmonische Frontzahnkurve und ein ästhetischeres Erscheinungsbild realisieren ließen. Nach der Bestimmung der Befestigungskomposit-Farbe wurde die provisorische Krone erneut eingesetzt.



Abb. 4: Virtuelles Modell.

Im Labor wurden die Restaurationen glasiert und die Klebeflächen vorbehandelt. Es folgte die Eingliederung der Veneers mit PANAVIA™ Veneer LC nach dem empfohlenen Protokoll. Final wurden die Zementüberschüsse entfernt. Drei Tage später erschien die Patientin zur Okklusionskontrolle und Aufnahme der postoperativen Fotos.

Diskussion

Im vorgestellten Fall wurden die Veneers und die implantatgetragene Krone aus einem KATANA™ Zirconia UTML Rohling gefertigt. Diese Zirkonoxid-Variante hat einen Yttriumoxid-Anteil von 5 Mol-%. Der Anteil der kubischen Phase macht rund 70 % aus, wodurch die Transluzenz gegenüber früheren Zirkonoxid-Generationen deutlich erhöht ist. Mit einer Transluzenz von 51 % (Lichtdurchlässigkeit, Lichtart: D65, Probendicke: 1,0 mm. Quelle: Kuraray Noritake) ermöglicht dieses Zirkonoxid die Herstellung von Zahnersatz mit bemerkenswerten optischen Eigenschaften (Abb. 5).


Abb. 5: Definitive Restaurationen mit bemerkenswerten optischen Eigenschaften.

Die Patientin wählte die Zahnfarbe BL1 und äußerte den Wunsch nach einer transluzenten Schneidekante. Aus diesem Grund wurde der Zirkonoxid-Anteil anatomisch reduziert (Abb. 6) und anschließend mit Schichtkeramik verblendet. In Abbildung 7 ist die leichte Transparenz im Inzisalbereich der neuen Restaurationen dargestellt. Die Veneers wurden aus Zirkonoxid hergestellt, um einem Farbunterschied zwischen der implantatgetragenen Krone und den Veneers vorzubeugen. Die postoperative Aufnahme unterstreicht das angenehme ästhetische Erscheinungsbild und ein harmonisches Lächeln (Abb. 8).

 

Abb. 6: Konstruktion der Restaurationen mit Cut-Back.



Abb. 7: Leichte Transparenz im Inzisalbereich der Restaurationen.



Abb. 8: Aufnahme unmittelbar nach Behandlungsabschluss.

Laut Hersteller beträgt die Biegefestigkeit von KATANA™ Zirconia UTML 557 MPa und ist damit höher als die von Lithiumdisilikat und Feldspatkeramik. Da Zirkonoxid Scherkräften besser standhalten, lassen sich bei der Einprobe als störend identifizierte Kontaktpunkte beseitigen und sogar Anpassungen an der Form der Restauration vornehmen. Dies erfolgt mit speziellen, für die Bearbeitung von Zirkonoxid entwickelten Instrumenten in verschiedenen Phasen der Einprobe und unter Berücksichtigung der individuellen Wünsche der Patientin [4].
Im vorliegenden Fall konnten wir die Krone so lange anpassen, bis die Frontzahnlinie perfekt war. Somit war es möglich, die Neigung der Krone in nur einer Woche zu optimieren, ohne das Implantat austauschen zu müssen.

Aufgrund der bemerkenswerten Biegefestigkeit des Zirkonoxids konnte der Zahntechniker die Veneers in einer durchschnittlichen Wandstärke von nur 0,3 mm herstellen. Ein solch dünnes Veneer erfordert eine weniger invasive Präparation der Zahnhartsubstanz, die schmelzbegrenzt erfolgen kann und nicht bis in das Dentin reicht, an dem aufgrund seines geringen Mineralgehalts weniger hohe Haftwerte erzielt werden [5].
Die vermeintliche Herausforderung der adhäsiven Befestigung von Zirkonoxid ist im Fehlen der Glasphase begründet sowie einer geringen Adhäsion von Befestigungsmaterialien an der kristallinen Phase. Allerdings kann die gewünschte Modifikation der Oberfläche durch eine andere Vorbehandlung erfolgen: Die tribochemische Silikatisierung. Im vorliegenden Fall wurde diese Methode eingesetzt, um die Haftung zwischen den Zirkonoxid-Veneers und dem Befestigungskomposit-System zu verbessern. Tatsächlich wurde in einer In-vitro-Studie bestätigt, dass die tribochemische Vorbehandlung der Oberfläche in Kombination mit der Anwendung eines MDP-haltigen Materials die Klebefläche optimiert [6]. Im Rahmen dieser Studie kam eine Zwei-Strahl-Ionenfeinstrahlanlage mit anschließender Rasterelektronenmikroskopie zum Einsatz, um die Grenzfläche zwischen Befestigungskomposit und tribochemisch sowie mit MDP vorbehandeltem Zirkonoxid mit der Grenzfläche zwischen Befestigungskomposit und unbehandeltem Zirkonoxid zu vergleichen.

Bei der tribochemischen Silikatisierung wird die Zirkonoxid-Oberfläche mit silikatbeschichteten Partikeln bestrahlt und anschließend mit einem MDP-haltigen Silan-Primer behandelt. Die Phosphatestergruppen dieses Silans binden sich an die Oberflächenoxide des Zirkonoxids, während die Methacrylatgruppe kovalente Bindungen mit der Kunststoffmatrix des Befestigungskomposits PANAVIA™ Veneer LC eingeht [7].
In dem vorgestellten klinischen Fall wurden die Veneers aus KATANA™ Zirconia UTML mit Siliziumoxid-Partikeln (SiO2) bestrahlt. Als Primer kam CLEARFIL™ CERAMIC PRIMER PLUS (Kuraray Noritake) zum Einsatz, da dieser das Original-MDP-Monomer enthält, das von Kuraray Co., Ltd. entwickelt wurde [8].

Gereinigt wurden die Veneers vor der Applikation von CLEARFIL™ CERAMIC PRIMER PLUS mit KATANA™ Cleaner (Kuraray Noritake). Speichel und Verunreinigungen von der Einprobe können die Grenzfläche zum Befestigungssystem verändern und damit das Risiko eines Haftversagens der Zirkonoxid-Veneers erhöhen [9].

In diesem Fall bestand einer der größten Herausforderungen darin, den mit einem Durchscheinen der Farbe des Implantat-Abutments verbundenen Grauschimmer auf der Zirkonoxid-Krone zu vermeiden. Kaschiert wurde das Grau des Abutments mit einem Kunststoff-Opaker. Dies führte – in Kombination mit der Applikation von PANAVIA™ Veneer LC im Farbton White – zu einem optimalen Ergebnis (Abb. 9 und 10) [10].
  

Abb. 9: Behandlungsergebnis.



Abb. 10: Neues Smile Design nach individuellen Patientenwünschen.

Fazit

Veneers aus KATANA™ Zirconia UTML bieten bessere mechanische Eigenschaften als konventionelle Veneers. Ihr Einsatz eröffnet Anwendern dadurch die Möglichkeit, Patienten mit einer Kombination aus Brücken, Kronen und Veneers zu versorgen, die keinen sichtbaren Farbunterschied aufweisen. Das Material bietet erfahrungsgemäß eine adäquate Transluzenz und Ästhetik. Eine sichere Haftung der Veneers konnte durch die adhäsive Befestigung mit PANAVIA™ Veneer LC sowie die tribochemische Vorbehandlung und Applikation von MDP auf den Klebeflächen gewährleistet werden, während die durch das Implantat-Abutment verursachte Dyschromie erfolgreich kaschiert werden konnte.

 

 


Dr. Bassem Jaidane

 

LITERATURHINWEISE

  1. Restaurations esthétiques grâce à la technique du cut-back Par Fleur Nadal, Geoffrey Di Bacco, Julien Chesnot Publié le 01.06.2019. Paru dans L'Information Dentaire n°23 - 12 juin 2019 (page 28-29) 
  2. Effects of ceramic layer thickness, cement color, and abutment tooth color on color reproduction of feldspathic veneers Christopher Igiel, Michael Weyhrauch, Barbara Mayer, Herbert Scheller, Karl Martin Lehmann PMID: 29379907 Int J Esthet Dent  2018;13(1):110-119. 
  3. Influence of Air-Particle Deposition Protocols on the Surface Topography and Adhesion of Resin Cement to Zirconia. Acta Odontol: Sarmento, H.R.; Campos, F.; Sousa, R.S.; Machado, J.P.B.; Souza, R.O.A.; Bottino, M.A.; Ozcan, M: Acta Odontol Scand . 2014 Jul;72(5):346-53.doi: 10.3109/00016357.2013.837958. Epub 2013 Oct 31.
  4. Comparison of the Mechanical Properties of Translucent Zirconia and Lithium Disilicate: Kwon, S.J.; Lawson, N.C.; McLaren, E.E.; Nejat, A.H.; Burgess, J.O.  J.Prosthet:: J Prosthet Dent . 2018 Jul;120(1):132-137. doi: 10.1016/j.prosdent.2017.08.004. Epub 2018 Jan 6.
  5. The Success of Dental Veneers According To Preparation Design and Material Type: Yousef Alothman, Maryam Saleh Bamasoud: Open Access Maced J Med Sci. 2018 Dec 14;6(12):2402-408.doi:10.3889/oamjms.2018.353. eCollection 2018 Dec 20.
  6. The Effect of Resin Bonding on Long-Term Success of High-Strength Ceramics: Blatz, M.B.; Vonderheide, M.; Conejo, J: J Dent Res 2018 Feb;97(2):132-139. doi: 10.1177/0022034517729134. Epub 2017 Sep 6.
  7. Ultra-thin monolithic zirconia veneers: reality or future? Report of a clinical case and one-year follow-up: Rodrigo Othávio Assunção Souza, Fernanda Pinheiro Barbosa, Gabriela Monteiro de Araújo, Eduardo Miyashita, Marco Antonio Bottino, Renata Marques de Melo, and Yu Zhang :Oper Dent :2018 ;43(1) :3_11.doi :10.234/16-350-T.
  8. Functional monomer impurity affects adhesive performance: Kumiko Yoshihara  1 , Noriyuki Nagaoka, Takumi Okihara  , Manabu Kuroboshi, Satoshi Hayakawa, Yukinori Maruo, Goro Nishigawa, Jan De Munck, Yasuhiro Yoshida, Bart Van Meerbeek : Dent Mater : 2015 Dec;31(12):1493-501.doi: 10.1016/j.dental.2015.09.019. Epub 2015 Oct 28.
  9. Effect of decontamination materials on bond strength of saliva-contaminated CAD/CAM resin block and dentin Kei Takahashi, Tomohiro Yoshiyama, Akihito Yokoyama, Yasushi Shimada, Masahiro Yoshiyama : Dent Mater J 2022 Jul 30;41(4):601-607. doi: 10.4012/dmj.2021-268. Epub 2022 Apr 13.
  10. Masking ability of implant abutment substrates by using different ceramic restorative systems: Pablo Machado Soares  , Ana Carolina Cadore-Rodrigues  , Maria Gabriela Packaeser, Atais Bacchi , Luiz Felipe Valandro   , Gabriel Kalil Rocha Pereira  , Marília Pivetta Rippe   J Prosthet Dent 2022 Sep;128(3):496.e1-496.e8. doi: 10.1016/j.prosdent.2022.05.010. Epub 2022 Aug 16. Affiliations PMID: 35985853 DOI: 10.1016/j.prosdent.2022.05.010 

UNIVERSALADHÄSIVE: RATIONALISIEREN KLINISCHER ABLÄUFE

FALLDOKUMENTATION VON PD DR. JOSE IGNACIO ZORZIN

Klinische Abläufe rationalisieren: Dies ist der Hauptgrund für den Einsatz von Universalprodukten in der adhäsiven Zahnheilkunde. Sie eignen sich für ein breites Indikationsspektrum und für verschiedene Anwendungstechniken, erfüllen ihre Aufgaben mit weniger Komponenten als herkömmliche Systeme und erfordern häufig weniger Schritte in der klinischen Anwendung. Ein bekanntes Beispiel sind Universaladhäsive.

Inwiefern tragen Universaladhäsive zu einer Optimierung von Arbeitsprozessen bei?

Wenn Zähne mit Komposit-Füllungsmaterial zu restaurieren sind, tritt bei der Lichthärtung dieser Materialien eine Volumenschrumpfung auf. Durch die adhäsive Befestigung des Restaurationsmaterials an der Zahnhartsubstanz lassen sich die negativen Folgen dieser Schrumpfung – Randspaltbildung, Marginal Leakage und Randverfärbungen, Hypersensitivitäten und die Entwicklung von Sekundärkaries – vermeiden.

Die ersten auf dem Dentalmarkt verfügbaren Adhäsivsysteme waren Etch-and-Rinse-Adhäsive, die in der Regel aus drei Komponenten bestanden: einem Phosphorsäure-Äztgel, einem Primer und einem separaten Adhäsiv. Spätere Generationen kombinierten Primer und Bond in einer Flasche, hinzu kamen außerdem selbstätzende Ein- oder Zwei-Flaschen-Adhäsive. Universaladhäsive (auch als Multi-Mode-Adhäsive bezeichnet) können sowohl mit als auch ohne ein separates Phosphorsäure-Ätzgel verwendet werden.

Welche Technik zu wählen ist, hängt von der Indikation und der klinischen Situation ab. In den meisten Fällen werden die besten Ergebnisse nach einer selektiven Schmelzätzung erzielt1. Der Haftverbund an Schmelz ist in der Regel hochwertiger, wenn dieser zuvor mit Phosphorsäure behandelt wurde, während die Applikation von Phosphorsäure auf großen Dentinarealen mit dem Risiko verbunden ist, dass tiefer geätzt wird als das Adhäsiv hybridisieren kann. Ist die Kavität hingegen klein, kann es unmöglich sein, das Phosphorsäure-Ätzgel ausschließlich auf den Schmelz zu applizieren, sodass die Total-Etch-Technik am geeignetsten erscheint. Und schließlich kann sich die Anwendung von Phosphorsäure im Kontext einer Reparatur bestehender Restaurationen negativ auf die Haftfestigkeit auswirken, da diese die Bindungsstellen an bestimmten Restaurationsmaterialien blockiert. Durch die Anwendung eines Universaladhäsivs lassen sich all diese Fälle bestmöglich behandeln, da in jeder Situation die am besten geeignete Ätztechnik gewählt werden kann.


Abbildung 1: Volumenschrumpf von Komposit-Füllungsmaterialien und die klinischen Folgen.

Abgesehen von den Unterschieden hinsichtlich der Anwendung oder Nicht-Anwendung von Phosphorsäure-Ätzgel auf der Schmelz- oder der Schmelz-und-Dentin-Klebefläche ist die klinische Vorgehensweise bei Verwendung desselben Universaladhäsivs stets ähnlich. Anhand des folgenden klinischen Fallbeispiels wird demonstriert, wie CLEARFIL™ Universal Bond Quick (Kuraray Noritake Dental Inc.) im Rahmen der selektiven Schmelzätzung anzuwenden ist. Einige Details zu den zugrundeliegenden Haftmechanismen werden ebenfalls genannt.

Wie ist bei der selektiven Schmelzätzung vorzugehen?

Ein klinisches Fallbeispiel.
Dieser Patient stellte sich mit einem frakturierten seitlichen Schneidezahn vor, brachte aber erfreulicherweise das Fragment gleich mit. So wurde entschieden, das Fragment unter Einsatz eines fließfähigen Komposit-Füllungsmaterials adhäsiv am Zahn zu befestigen.

Da eine sorgfältige Trockenlegung des Arbeitsumfelds das Leben des Zahnarztes erleichtert, wurde Kofferdam in Langlochtechnik gelegt. Diese Technik funktioniert im Frontzahnbereich des Oberkiefers generell sehr gut, da das Risiko einer Kontamination mit Speichel vom Gaumen her sehr gering ist. Nach dem Anlegen des Kofferdams wurden die Klebeflächen am Zahn leicht angeraut, um frisches Dentin zum Vorschein zu bringen. Da die Oberflächen geringfügig mit Blut kontaminiert waren und vollständig saubere Oberflächen eine entscheidende Voraussetzung für eine sichere Haftung sind, wurde KATANA™ Cleaner auf die Zahnhartsubstanz appliziert, zehn Sekunden in die Oberflächen eingerieben und anschließend abgespült. Die Reinigungslösung enthält MDP-Salz mit oberflächenaktiven Eigenschaften, die alle organischen Substanzen vom Substrat entfernen. Das Fragment wurde mit Komposit an einem Kugelstopfer befestigt (anpolymerisiert) und ebenfalls mit KATANA™ Cleaner gereinigt.


Abbildung 2: Patient mit frakturiertem Zahn 21.


Abbildung 3: Detailansicht des frakturierten Zahns.


Abbildung 4: Isolation des Arbeitsumfelds mit Kofferdam.


Abbildung 5: Reinigung des Zahns …


Abbildung 6: … und des Fragments mit KATANA™ Cleaner.

Es folgte die 15-sekündige selektive Schmelzätzung am Zahn und am Fragment. Immer dann, wenn ausschließlich der Schmelz geätzt werden soll, ist es wichtig, ein Ätzgel zu wählen, das standfest ist (nicht wegfließt). Eine solche Konsistenz bietet K-ETCHANT Syringe (Kuraray Noritake Dental Inc.). Beide Oberflächen wurden nach dessen Anwendung gründlich mit Wasser gespült und leicht mit Luft getrocknet, bevor CLEARFIL™ Universal Bond Quick (Kuraray Noritake Dental Inc.) mit einer massierenden Bewegung appliziert wurde. Dieses Adhäsiv ist wirklich schnell: Studienergebnisse zeigen, dass die Haftfestigkeit direkt nach der Applikation ebenso hoch ist wie nach einem intensiven Einreiben in die Zahnhartsubstanz für 20 Sekunden2,3. Die Adhäsivschicht wurde vorsichtig mit Luft zu einem sehr dünnen Film verblasen und final lichtgehärtet – sowohl auf dem Zahn als auch auf dem Fragment.


Abbildung 7: Selektive Schmelzätzung mit Phosphorsäure-Ätzgel auf dem Zahn …


Abbildung 8: … und dem Fragment.


Abbildung 9: Applikation …


Abbildung 10: … des Universaladhäsivs.


Abbildung 11: Polymerisation der extrem dünnen Adhäsivschicht auf dem Zahn …


Abbildung 12: … und dem Fragment.

Was geschieht mit dem Dentin bei selektiver Schmelzätzung (oder auch im selbstätzenden Modus)?
Nach der Präparation oder dem Anrauen der Dentinoberfläche verbleibt eine Schmierschicht auf dieser, welche die Dentintubuli verschließt. Zudem bilden sich intratubuläre Pfropfen (Smear Plugs). Sie schützen die Pulpa und bilden eine Barriere, die dem Austritt von Liquor aus den Tubuli entgegenwirkt und verhindert, dass dieser die Haftung negativ beeinflussen kann. Bei selbstätzender Anwendung des Universaladhäsivs auf dem Dentin wird die Schmierschicht von der mild selbstätzenden Formulierung (pH-Wert > 2) infiltriert und teilweise aufgelöst. Gleichzeitig infiltriert und demineralisiert das Adhäsiv das peritubuläre Dentin. Die Säure greift das Hydroxylapatit an den Kollagenfasern an, löst Calcium und Phosphat heraus und vergrößert dadurch die Oberfläche. Dann reagiert das in der Formulierung enthaltene 10-MDP mit den positiv geladenen Calcium- (und Phosphat-)Ionen. Diese ionische Wechselwirkung ist verantwortlich für die Verbindung des Dentins mit dem Methacrylat und damit für die Bildung der Hybridschicht4,5.

Im Etch-and-Rinse-Modus ist die Phosphorsäure für die Auflösung der Schmierschicht und die Demineralisation des Hydroxylapatits verantwortlich. Dies führt dazu, dass die Kollagenfasern kollabieren. Rehydriert werden müssen sie vom Universaladhäsiv, das im folgenden Schritt appliziert wird. Wann immer die Säure tiefer in die Strukturen eindringt als das Adhäsiv, verbleiben die Kollagenfasern im kollabierten Zustand. Dies führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu klinischen Beschwerden wie postoperativen Sensitivitäten6.

Während der Anwendung des Adhäsivsystems denkt ein Praktiker sicher selten darüber nach, was an der Grenzschicht geschieht7. Jeder einzelne Anwender von Universaladhäsiven sollte sich jedoch der Tatsache bewusst sein, dass dort eine Menge passiert. Und weil dort so viel geschieht, ist es so wichtig, ein hoch leistungsfähiges Material mit ausgewogenen Eigenschaften zu verwenden und sich stets an die Anwendungsempfehlungen zu halten.

Haftmechanismus auf Dentin
(selbstätzende Anwendung oder selektive Schmelzätzung)

Schmierschicht
Peritubuläres Dentin
Intratubuläre Pfropfen (Smear Plugs


Abbildung 13: Schematische Darstellung von Dentin nach der Präparation: Die Schmierschicht auf der Oberfläche mit den Smear Plus, welche die Dentintubuli verschließen, schützen die Pulpa und wirken dem Austritt von Liquor in die Kavität entgegen.

Haftmechanismus auf Dentin
(selbstätzende Anwendung oder selektive Schmelzätzung)

Infiltration und Demineralisation des peritubulären Dentins
Universaladhäsiv
mit MDP
pH > 2


Abbildung 14: Schematische Darstellung von Dentin nach der Applikation eines 10-MDP enthaltenden Universaladhäsivs. Die mild selbstätzende Formulierung löst die Schmierschicht teilweise auf und infiltriert sie, während gleichzeitig das peritubuläre Dentin demineralisiert und infiltriert wird5.

Im vorliegenden Fall waren Zahn und Fragment nun wieder zusammenzuführen. Zu diesem Zweck wurde CLEARFIL MAJESTY™ ES-Flow (A2 Low, Kuraray Noritake Dental Inc.) auf die Zahnhartsubstanz appliziert. Das Fragment wurde dann mithilfe eines Silikonschlüssels reponiert, mit einer Pinzette in Position gehalten und lichtgehärtet. Um einen glatten Rand und eine glänzende Oberfläche zu erzielen, erfolgte lediglich die Politur der Restauration. Nach eineinhalb Jahren erschien der Patient zum Recall und die Restauration befand sich in einem einwandfreien Zustand.

Warum ist es so wichtig, sich an die produktspezifischen Anwendungsprotokolle zu halten?

Universaladhäsive enthalten viele verschiedene Technologien in nur einer Flasche. Während diese Tatsache dafür sorgt, dass Anwender ihre klinischen Vorgehensweisen rationalisieren können, erfordert sie auch besondere Aufmerksamkeit. Wie jedes hochentwickelte Material müssen auch Universaladhäsive genau so angewendet werden, wie es ihr Hersteller empfiehlt. Generell darf nur erwartet werden, dass die Materialien auf absolut sauberen Flächen gut funktionieren, während eine Kontamination mit Blut und Speichel sehr wahrscheinlich zu einer deutlichen Abnahme der Haftfestigkeit führt. Je nach Art des Universaladhäsivs ist die aktive Applikation ähnlich wichtig. Dies gilt außerdem für die korrekte Behandlung der Adhäsivschicht mit Luft und die nachfolgende Lichthärtung. Außerdem ist darauf zu achten, dass das Material im Originalzustand angewendet wird. Dies bedeutet, dass es direkt aus der Flasche appliziert werden sollte, um einer zu frühen Evaporation des Lösungsmittels oder chemischen Reaktion entgegenzuwirken. Werden diese Regeln beachtet, so bieten Universaladhäsive zahlreiche Vorteile – von rationalisierten Abläufen bis hin zu einem vereinfachten Bestellmanagement und einer erhöhten Nachhaltigkeit, da weniger Flaschen vorzuhalten sind und vor dem Verfallsdatum ablaufen könnten.


Abbildung 15: Wiederverbinden des Fragments mit dem Zahn.


Abbildung 16: Behandlungsergebnis.

 

PD Dr. José Ignacio Zorzin

PD Dr. José Ignacio Zorzin schloss sein Studium der Zahnmedizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Jahr 2009 ab. Er promovierte 2011 zum Dr. med. dent. Im Jahr 2019 folgte die Habilitation mit Erwerb der Venia Legendi in Zahnerhaltung, Parodontologie und Kinderzahnheilkunde ("Materials and Techniques in Modern Restorative Dentistry"). PD Dr. Zorzin ist seit 2009 an der Zahnklinik 1 (Zahnerhaltung und Parodontologie) des Universitätsklinikums Erlangen tätig. Er lehrt an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Bereich der operativen Zahnheilkunde und leitet dort klinische und vorklinische Kurse. Er forscht hauptsächlich in den Bereichen selbstadhäsive Befestigungskomposite, Adhäsive, Komposit-Füllungsmaterialien und Keramiken. Er veröffentlicht in internationalen Fachzeitschriften mit Peer-Review-Verfahren.

 

Literaturangaben

  1. Van Meerbeek, B.; Yoshihara, K.; Van Landuyt, K.; Yoshida, Y.; Peumans, M. From Buonocore‘s Pioneering Acid-Etch Technique to Self-Adhering Restoratives. A Status Perspective of Rapidly
    Advancing Dental Adhesive Technology. J Adhes Dent 2020, 22, 7-34.
  2. Kuno Y, Hosaka K, Nakajima M, Ikeda M, Klein Junior CA, Foxton RM, Tagami J. Incorporation of a hydrophilic amide
    monomer into a one-step self-etch adhesive to increase dentin bond strength: Effect of application time. Dent Mater J. 2019 Dec 1;38(6):892-899.
  3. Nagura Y, Tsujimoto A, Fischer NG, Baruth AG,
    Barkmeier WW, Takamizawa T, Latta MA, Miyazaki M. Effect of Reduced Universal Adhesive Application Time on Enamel Bond Fatigue and Surface Morphology. Oper Dent. 2019 Jan/Feb;44(1):42-
    53.
  4. Fehrenbach, J., C.P. Isolan, and E.A. Münchow, Is the presence of 10-MDP associated to higher bonding performance for self-etching adhesive systems? A meta-analysis of in vitro studies.
    Dental Materials, 2021. 37(10): 1463-1485.
  5. Van Meerbeek, B., et al., State of the art of self-etch adhesives. Dental Materials, 2011. 27(1): 17-28.
  6. Pashley, D.H., et al., State of the art etchand-
    rinse adhesives. Dent Mater, 2011. 27(1): 1-16.
  7. Vermelho, P.M., et al., Adhesion of multimode adhesives to enamel and dentin after one year of water storage. Clinical Oral Investigations,
    2017. 21(5): 1707-1715.

 

Die Natur mit Hochleistungsmaterialien kopieren

Die Natur mit Hochleistungsmaterialien kopieren

Klinischer Fall von DT Ghaith Alousi

Was ist nötig, um Zähne entsprechend dem individuellen Schönheitsempfinden des Patienten zu rekonstruieren? Die Erfahrung zeigt, dass das Kopieren der Natur das Geheimnis des Erfolgs ist. Um ein guter „Duplikator“ zu werden, ist es wichtig, ein Auge für Details in Bezug auf Zahnformen, Oberflächenmorphologie und die interne Farbstruktur der zu kopierenden Zähne zu entwickeln. Zusätzlich muss der „Duplikator“ ein Verständnis für die Werkstoffe und Werkzeuge entwickeln, die zum Kopieren dieser Details verwendet werden. Der letzte Schlüsselfaktor für den Erfolg ist die Freude an der Interaktion mit den Patienten.

Lesen Sie jetzt den von Ghaith Alousi erstellten und in der Herbstausgabe des LabLine-Magazins veröffentlichten klinischen Fall und erfahren Sie mehr über seinen Ansatz zur Erstellung ästhetischer Restaurationen, die Nachahmung der Natur und die wirklich individuelle Anpassung restaurativer Behandlungen.

Daniele Rondoni MDT: Gelebte Veränderung

KATANA™ Zirconia ML: Neue Art der Herstellung keramischer Restaurationen

Daniele Rondoni MDT: Gelebte Veränderung

In diesem Beitrag berichtet Daniele Rondoni über seinen Weg mit KATANA™ Zirconia. Der Zahntechniker aus Italien teilt seine Geschichte und lässt Leserinnen und Leser an den Veränderungen in seiner Arbeit teilhaben. Erschienen ist der Artikel in der Zeitschrift dental dialogue (10/2023). Das PDF steht hier zum Download bereit.

Kurz bevor KATANA Zirconia ML vor zehn Jahren auf der IDS in Köln eingeführt wurde, hatte ich die Ehre, nach Japan eingeladen zu werden. Dort besuchten wir die Produktionsstätte von KATANA™ Zirconia und erfuhren von Kazunobu Yamada und Takuro Nagura, wie sich das Material verarbeiten lässt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich ausschließlich weiße, opake Zirkonoxid-Materialien eingesetzt. Von Beginn an war ich beeindruckt von der Komplexität des Fertigungsprozesses mit all den Maßnahmen, die Kuraray Noritake für die Sicherstellung einer extrem hohen Material- und Rohlingsqualität ergreift. Wir erfuhren, dass die Rohlinge eine äußerst homogene, mehrschichtige Struktur sowie eine hohe Dichte aufweisen. Diese Eigenschaften sind für stabile Kanten und glatte Oberflächen verantwortlich. Was wir in den Produktionshallen erlebten, wurde durch Kazunobu Yamada bestätigt. Er hatte bereits erste praktische Erfahrungen mit dem Material gesammelt, berichtete über diese und zeigte mehrere Fallbeispiele, bei denen er KATANA™ Zirconia ML monolithisch eingesetzt hatte.

Ich war positiv überrascht von der Tatsache, dass sich ganz ohne das manuelle Hinzufügen weiterer farblicher Akzente beeindruckende Ergebnisse er- zielen ließen. Zudem war Kazunobu Yamada offensichtlich dazu in der Lage, die Oberfläche seiner Restaurationen in Sekundenschnelle perfekt zu polieren. Dies würde es uns ermöglichen, auf Glasurmassen zu verzichten. Eine Glasurschicht wird in der Regel durch Kaubelastung sehr schnell abradiert, sodass eine potenziell raue Oberfläche entsteht, die am Antagonisten Schaden anrichten könnte. Zurück in Italien begann ich, unter Nutzung der in Japan erworbenen Kenntnisse mit dem faszinierenden neuen Material zu experimentieren. 

Wie es weitergeht? Lesen Sie den gesamtem Artikel von Daniele Rondoni.

 

Gaith Alousi

Vollkeramische Restaurationen im Fokus: Ein Workshop mit Gaith Alousi

In der Fachzeitschrift „dental dialogue“ ist ein interessanter Artikel über einen Workshop von ZTM Gaith Alousi, einem renommierten Zahntechniker aus Frankfurt, erschienen. Der Workshop fand im Dentallabor Neubauer & Brandl in Graz statt und konzentrierte sich auf die Herstellung von vollkeramischen Restaurationen, insbesondere Frontzähnen.

Gaith Alousi ist bekannt für seinen „Nature Style", einen Ansatz, der darauf abzielt, die natürlichen Eigenschaften und Merkmale von Zähnen in vollkeramischen Restaurationen nachzubilden. Dieser Ansatz basiert auf der Beobachtung und Analyse natürlicher Zahnstrukturen und deren Imitation. Im Workshop wurde ein systematischer Ansatz verfolgt, beginnend mit theoretischen Informationen, in denen Gaith Alousi das Laborteam von Neubauer & Brandl in die spezifischen Techniken und Feinheiten seiner Arbeit einführte. Dies legte das Fundament für die praktische Hands-on-Session, in der die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, die erlernten Techniken anzuwenden.

Materialien und Techniken

Zentrales Element des Workshops war die Verwendung des Multi-Layered-Zirkonoxids KATANA™ Zirconia UTML von Kuraray Noritake. Dieses Material wurde aufgrund seiner hohen Transluzenz und der Fähigkeit, natürliche Zahnfarben und -strukturen nachzubilden, ausgewählt. Zusätzlich kam Esthetic Colorant zum Einsatz, um die Farbnuancen des Zirkonoxids zu modifizieren und eine noch realistischere Darstellung zu erzielen.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Der Workshop unterstrich die Bedeutung von fundiertem Fachwissen, präzisen Techniken und qualitativ hochwertigen Materialien in der modernen Zahntechnik. Es wurde deutlich, dass die Kombination dieser Elemente zu herausragenden Ergebnissen bei vollkeramischen Restaurationen führen kann.

Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um auf die Bedeutung solcher Hands-on-Workshops für die kontinuierliche Weiterbildung und den kollegialen Austausch hinzuweisen. Es ist eine große Bereicherung für die ganze Branche, dass Fachleute wie Gaith Alousi ihr Wissen teilen.

Für weitere Details und Einblicke in den Workshop empfehlen wir die Lektüre des vollständigen Artikels aus der "dental dialogue".

LabLine-Magazin

„ÄSTHETISCHER FALL“ im LabLine-Magazin

In der Frühlings-Ausgabe 2023 des LabLine-Magazins finden Sie einen wunderschönen „ÄSTHETISCHEN FALL“ von Mikel Villar Gonzales und DT Pilar Ballesteros Galan. Die Patientin (21 Jahre) hatte einen Hypoplasiedefekt an den Zähnen 11 und 12, vermutlich aufgrund eines Milchzahntraumas im Frontzahnbereich.

Wie konnten die beiden Zähne minimalinvasiv versorgt werden? Klicken Sie auf das Bild und sehen Sie, wie der Patientin wieder zu einem schönen Lächeln verholfen werden konnte!

Die Zeitschrift LabLine ist eine englischsprachige Publikation für Zahntechnikerinnen und Zahntechniker. Das Magazin bietet eine umfassende Berichterstattung über die neuesten Techniken und Trends im Bereich der Zahntechnik und der Dentalwerkstoffe und präsentiert diese anhand anspruchsvoller, ästhetischer Fallbeispiele, die von einigen der renommiertesten Experten Europas angefertigt wurden. Mit seinen von Experten kuratierten Inhalten ist LabLine eine unschätzbare Ressource für alle, die ihr Wissen im Bereich der Zahntechnik erweitern und auf dem Laufenden bleiben wollen.

 

Top-Produkt des Jahres 2023: CLEARFIL™ SE Protect

Zum fünften Mal vom DENTAL ADVISOR als Top-Produkt ausgezeichnet

Im Jahr 2023 hat es CLEARFIL™ SE Protect zum bereits fünften Mal auf die Liste der Top-Produkte des DENTAL ADVISOR geschafft. Damit gehört das Material zu den zahnmedizinischen Materialien, die nach Ansicht der jährlichen Produktbewertung der Publikation die beste praxisorientierte Leistung liefern.

In der Kategorie „Selbstätzende Haftvermittler“ wird CLEARFIL™ SE Protect vorgestellt als ein selbstätzendes Adhäsiv, das mehr als nur eine zuverlässige Bindung bietet.

  • Antibakterieller (selbstätzender) Primer dank enthaltenem MDPB-Monomer
  • Baut auf demselben System auf wie das Goldstandard-Adhäsiv CLEARFIL™ SE BOND
  • Ist mit CLEARFIL™ DC Aktivator auch für erweiterte Indikationen wie Stumpfaufbauten und indirekte Restaurationen anwendbar.

Alles in allem: Dieses Produkt ist eine großartige Ergänzung für Ihre zahnärztlichen „Werkzeugkiste“. Die Anwendung von CLEARFIL™ SE Protect ist vielseitig. Sie können es für jede direkte Restauration verwenden, insbesondere aber bei der Behandlung von hypersensiblen Zähnen. Es wird auch häufig für den Aufbau mit selbst- oder dualhärtenden Kompositmaterialien und für die Befestigung mit Kompositmaterialien in Kombination mit CLEARFIL™ DC Aktivator verwendet.

CLEARFIL™ SE Protect bietet Ihnen folgende Merkmale:

  • Praktisch keine postoperative Sensibilität
  • Exzellente Haftfestigkeit für Schmelz und Dentin
  • Schnelles und einfaches Verfahren mit geringer Techniksensibilität

Diese Attribute spiegeln sich in den Studienergebnissen und den Kommentaren der 13 DENTAL ADVISOR-Redakteure und -Berater wider. Sieben von ihnen hatten zuvor CLEARFIL™ SE BOND in ihren Praxen verwendet. Nachdem CLEARFIL™ SE Protect über einen Zeitraum von sechs Wochen bewertet wurde (mehr als 150 Restaurationen), erhielt es von den Beratern eine klinische Bewertung von 98 % auf einer Bewertungsskala von 1 – 5.

Die das Produkt bewertenden Praktiker stellten keine postoperative Sensibilität fest. Zu den Beobachtungen, die in dem Online-Bericht vom DENTAL ADVISOR erwähnt wurden, gehörte die Tatsache, dass der Primer und der Bonder den Zahn gleichmäßig benetzten. Sie erwähnten auch, dass CLEARFIL™ SE BOND wirksam bei der Reduzierung der Sensibilität ist, wenn es auf Bereiche mit Rezessionen oder ähnliche Bereiche mit empfindlicher Zahnstruktur aufgetragen wird.

Die Auszeichnungen „Top-Produkt“ oder „Bevorzugtes Produkt“, die vom in den USA ansässigen DENTAL ADVISOR vergeben werden, wurden eingeführt, um praktisch tätigen Zahnärztinnen und Zahnärzten dabei zu helfen, die zahlreichen neuen Lösungen für weniger invasive Techniken, standardisierte oder vereinfachte Verfahren und regelmäßig verbesserte Ergebnisse zu verstehen. DENTAL ADVISOR führt praxisbasierte klinische Bewertungen und Produktleistungstests kurz nach der Produkteinführung durch und veröffentlicht die Ergebnisse jährlich online. Dies soll potenziellen Anwendern helfen, hochwertige neue zahnärztliche Materialien zu identifizieren und zu bestimmen, welche von ihnen am besten geeignet sind, ihre individuellen Anforderungen zu erfüllen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website vom DENTAL ADVISOR: www.dentaladvisor.com

Multi-Layered Zirkonoxid und der Weg zur Perfektion

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Arbeit im Dentallabor rasant verändert. Neue Fertigungstechnologien haben sich durchgesetzt, Werkstoffe wurden weiterentwickelt. Dazu gehören auch Multi-Layered Zirkonoxide. 2013 brachte Kuraray Noritake (Hattersheim) das erste Multi-Layered Zirkonoxid KATANA™ Zirconia auf den Markt. In einem aktuellen Artikel in der Quintessenz Zahntechnik (Ausgabe 5/2023) geben Mathias Fernandez Y Lombardi und Giuliano Moustakis anhand der KATANA™ Zirconia-Multi-Layered Familie einen Überblick zu Zirkonoxid-Typen, Rohstoffqualität, Werkstoffkompetenz sowie Finalisierungswegen.

Ob Einzelkrone, weitspannige Brücke, komplexe Implantatarbeiten oder Veneer – Zirkonoxid hat sich als Allround-Werkstoff für vollkeramischen Zahnersatz etabliert. Und die Entwicklung scheint noch lange nicht beendet. Zirkonoxide und Verfahrenswege werden weiter optimiert und an die Bedürfnisse der modernen prothetischen Zahnmedizin angepasst. Doch bevor ein Werkstoff wie Zirkonoxid die volle Akzeptanz bei Anwendern findet, müssen Hürden überwunden werden. Gerade Zahntechnikerinnen und Zahntechnikern wird oft der Drang nach Perfektionismus nachgesagt; obwohl es eine „perfekte Imitation“ natürlicher Zähne nicht geben kann. Schon kleinste lichtoptische Feinheiten einer vollkeramischen Restauration können das geschulte Auge eines erfahrenen Zahntechnikers hemmen, das Arbeitsergebnis und somit auch den Werkstoff als Erfolg zu akzeptieren.

Japanische Handwerkskunst

Nicht nur in Deutschland vereint Zahntechnik als Handwerksberuf – neben fachlichem Know-how – Eigenschaften wie Leidenschaft, Wissbegierde und Ausdauer mit dem Streben nach Vollkommenheit. In Japan unterliegt die traditionelle Zahntechnik in ihrer Exzellenz und Präzision dem Anspruch nach Perfektion. An diesem Vorsatz ändern auch digitale Fertigungstechnologien nichts. Die zahntechnische keramische Handwerkskunst ist in Japan hoch angesehen. Viele japanische Zahntechniker-Meister sind weltweit für ihre manuellen Fertigkeiten bekannt. Ihr Perfektionismus und ihre Leidenschaft für das, was sie tun, sind nahezu einzigartig.

10 Jahre KATANA™ Zirconia Multi-Layered

Darauf beruht auch die Entwicklung der keramischen Werkstoffe der japanischen Fa. Kuraray Noritake (Hattersheim), unter anderem von Multi-Layered Zirkonoxiden der KATANA™ Zirconia-Familie. Das Unternehmen sieht sich dafür verantwortlich, jeden Schritt auf dem Weg zur Perfektion selbst im Blick und im Griff zu haben. Intuition, Geschick und Präzision spielen für die Entwicklungs- und Forschungsabteilung eine wichtige Rolle. Der Fokus: kontinuierliche Entwicklung der Werkstoffe, um die eigenen Produkte stetig zu verfeinern, Know-how weiterzugeben und Tradition mit innovativen Technologien zu verbinden.

Lesen Sie mehr darüber in dem Artikel von Mathias Fernandez Y Lombardi und Giuliano Moustakis in der Zeitschrift Quintessenz Zahntechnik (Ausgabe 5 / 2023).

Leonidas Dimitriou

Die Kombination von Effektflüssigkeiten und Micro-Layering auf hochästhetischem Zirkonoxid als effektiver Weg zu herausragenden Ergebnissen

Ein Fall von Leonidas Dimitriou

Als Ergänzung zu dem gut abgestimmten Portfolio an mehrschichtigem Zirkonoxid (KATANA™ Zirconia Multi-Layered-Serie) und Verblendkeramik für Zirkonoxid (CERABIEN™ ZR) hat Kuraray Noritake Dental Inc. kürzlich eine Reihe von Färbeflüssigkeiten eingeführt. Esthetic Colorant für KATANA™ Zirconia wird vor dem Sintern auf die Oberfläche der monolithischen oder anatomisch reduzierten Zirkonoxidrestauration aufgetragen. Auf diese Weise lassen sich typische interne Farbeffekte von natürlichen Zähnen ganz einfach imitieren. Je nach gewünschtem Ergebnis können Anwender ihre mit Esthetic Colorant behandelten Zirkonoxidrestaurationen lediglich mit einer abschließenden Schicht aus Glasur, Flüssigkeramik oder Malfarben und Keramikmassen finalisieren. Anhand der folgenden zwei Fallbeispiele werden zwei unterschiedliche Vorgehensweisen bei der Verwendung der Effektflüssigkeiten demonstriert.

Fallbeispiel 1

Im ersten Fall fertigten wir drei zweigliedrige verblockte Kronen für sechs Oberkieferfrontzähne an. Die Zirkonoxidkronen (KATANA™ Zirconia YML) wurden unmittelbar nach dem Fräsen anatomisch reduziert und mit Esthetic Colorant vor allem im inzisalen und zervikalen Bereich individualisiert. Zum Auftragen der ausgewählten Flüssigkeiten verwendeten wir den speziell für Esthetic Colorant entwickelten Liquid Brush Pen. Die Restaurationen wurden eine halbe Stunde lang getrocknet, im Sinterofen nach dem empfohlenen Protokoll für KATANA™ Zirkonoxid gesintert und anschließend mit CERABIEN™ ZR-Keramik ausgearbeitet. Abschließend wurde die CERABIEN™ ZR-Paste Stain Glaze für das finale Hochglanzfinish aufgetragen.


Abb. 1: Anatomisch reduzierte Kronen nach dem Fräsen (Cut-back-Design)


Abb. 2: Auf die gefrästen Restaurationen aufgetragenes Esthetic Colorant


Abb. 3: Individualisierte Restaurationen nach dem Sintern


Abb. 4: Restauration nach der Finalisierung mit Schichtkeramik

Ergebnis


Abb. 5: Die mit Esthetic Colorant erzeugten Effekte „leuchten“ aus der Tiefe der Restaurationen.


Abb. 6: Ansicht von lateral


Abb. 7: Ansicht von lateral

 

Fallbeispiel 2

Im zweiten Fall wurden zwei dreigliedrige Restaurationen mit KATANA™ Zirconia YML in der Farbe A3 hergestellt. Wir entwarfen und frästen sie im monolithischen Design, reduzierten sie dann mit Handinstrumenten um 0,2 mm und fügten einige Textureffekte auf der Oberfläche hinzu. Danach wurde Esthetic Colorant aufgetragen. In diesem Fall haben wir mit verschiedenen Farbtönen von Esthetic Colorant gespielt. Selbst bei einer minimal reduzierten oder monolithischen Oberfläche können die Flüssigkeiten eine schöne Tiefenwirkung erzeugen, da sie in das Zirkonoxid diffundieren. Die Menge der aufgetragenen Flüssigkeit lässt sich mit dem Liquid Brush Pen leicht kontrollieren, sodass die Intensität der Farben vorhersehbar ist. Nach dem Sintern fügten wir einige interne Malfarben, CERABIEN™ ZR Luster Porcelain und eine abschließende Schicht CERABIEN™ ZR FC Paste Stain Glaze hinzu, um die Restaurationen zu vollenden. Das Ergebnis spricht für sich selbst.


Abb. 8: Gefräste monolithische Restaurationen mit einer ausgeprägten Oberflächentextur


Abb. 9: Die vestibulären und palatinalen Oberflächen werden mit Esthetic Colorant individualisiert, um natürliche Farbeffekte zu erzeugen und zu verstärken.


Abb. 10: Erscheinungsbild der Restaurationen unmittelbar nach dem Sintern


Abb. 11: Restaurationen nach interner Färbung


Abb. 12: Eine Schicht Glasurkeramik, die auf die minimal reduzierten Restaurationen aufgetragen wird.

Ergebnis 


Abb. 13: Ergebnis nach dem Glasieren

 

Praktisches Set von Flüssigkeiten

Esthetic Colorant ist ein praktisches Set von Flüssigkeiten, um die Effekte der hochtransparenten, vorgefärbten KATANA™ Zirkonoxid-Rohlinge zu intensivieren und zu ergänzen. Egal, ob Sie den Eckzähnen etwas Chroma hinzufügen, die Mamelonstrukturen hervorheben oder individuelle Effekte kreieren möchten, mit den Effektflüssigkeiten können Sie dies mit minimalem Aufwand tun. Bei Implantataufbauten aus Metall oder verfärbten Pfeilerzähnen sind die Modifierfarben White und Opaque sehr hilfreich. Auf die Innenfläche der Restauration aufgetragen, maskieren sie die darunter liegenden dunklen Strukturen, indem sie das einfallende Licht tief im Inneren des Gerüstes blockieren, während die Transluzenz an der Außenfläche unverändert hoch bleibt. Alles in allem ist Estehtic Colorant ein großartiges Werkzeug, das eine wertvolle Unterstützung bei der Herstellung hochästhetischer, moderner Restaurationen bietet.


Leonidas Dimitriou

ESTHETIC COLORANT FÜR KATANA™ ZIRCONIA IM EINSATZ

Die Arbeit mit hochtransluzentem, mehrschichtigem Zirkonoxid (KATANA™ Zirconia Multi-Layered-Serie von Kuraray Noritake Dental Inc.) ebnet den Weg zu indirekten Restaurationen, die eng an die Bedürfnisse unserer Patienten angepasst sind. Reduzierte Wandstärken ermöglichen minimalinvasive Präparationen, während poliertes Zirkonoxid in den okklusalen Kontaktbereichen für ein antagonistenfreundliches Verhalten sorgt. All dies ist aufgrund des hohen ästhetischen Potenzials und der homogenen Struktur der Werkstoffe möglich, die sich gut für eine monolithische Gestaltung oder ein leicht vestibuläres Cut-back eignen. Für eine zusätzliche Individualisierung bzw. Charakterisierung stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Das Portfolio der Finishing-Lösungen von Kuraray Noritake wurde vor einigen Monaten um Esthetic Colorant für KATANA™ Zirconia ergänzt, ein Set von zwölf Effektflüssigkeiten für das mehrschichtige Zirkonoxid. Die Flüssigkeiten werden vor dem Sintern auf die Oberfläche der Restauration aufgetragen.

Einige Leser mögen sich fragen, warum auf vorgefärbtem Zirkonoxid mit einer mehrschichtigen Farbstruktur zusätzlich Effektflüssigkeiten aufgetragen werden müssen. Angesichts des einzigartigen Farbspiels natürlicher Zähne, das sich aus Form und Farbe des Dentinkerns ergibt, liegt der Grund auf der Hand: Esthetic Colorant diffundiert in die Zirkonoxidstruktur und ermöglicht so, auch bei monolithischen Restaurationen natürliche Tiefeneffekte zu erzielen. Darüber hinaus ermöglicht es die Intensivierung der Einfärbung von Weichgewebeanteilen, und selbst bei Cut-backs können wir mit den Liquids ganz einfach fallspezifische interne optische Eigenschaften reproduzieren. Unser Standardverfahren für die Verwendung von Esthetic Colorant auf KATANA™ Zirconia HTML Plus wird anhand des folgenden Fallbeispiels beschrieben: Eine implantat- und zahnbasierte zwölfgliedrige Brücke mit leichtem vestibulärem Cutback-Design, fertiggestellt mit Esthetic Colorant und CERABIEN™ ZR Porcelain.

 

Abb. 1: Gefräste Restauration aus KATANA™ Zirconia HTML Plus vor dem Heraustrennen aus dem Blank
Abb. 2: Restauration nach dem Heraustrennen aus dem Blank
Abb. 3: Esthetic Colorant für KATANA™ Zirconia: 12 verfügbare Farbtöne
Abb. 4: Frontalansicht der gefrästen Restauration nach dem Auftragen von Esthetic Colorant. Eine Farbkarte ist nicht erforderlich, da die Farben der aufgetragenen Flüssigkeiten deutlich sichtbar sind.
Abb. 5: Okklusale Ansicht der gefrästen Restauration nach dem Auftragen von Esthetic Colorant. Die Flüssigkeiten wurden mit dem Liquid Brush Pen für Esthetic Colorant aufgetragen.
Abb. 6: Nach dem Sintern: Ansicht der Restauration von labial.
Abb. 7: Nach dem Sintern: Ansicht der Restauration von okklusal.
Abb. 8: Schöne Transluzenz und Mamelonstrukturen im Inzisalbereich.
Abb. 9: Situation nach dem Auftragen einer dünnen Schicht CERABIEN™ ZR Porcelain, die einen Schmelzeffekt erzeugt und das darunter liegende Farbenspiel sichtbar macht.
Abb. 10: Restauration nach dem Brand und der Glasur.

 

ERGEBNIS
Abb. 11: Nahansicht von frontal...
Abb. 12: … und von okklusal.

 

 

Einfache Handhabung und Anwendung, eindrucksvolle Farbeffekte: Esthetic Colorant fügt sich perfekt in unseren Micro-Layering-Konzept ein. Mit einem auf das Alter und die Bedürfnisse jedes Patienten abgestimmten Cutback-Designs erzielen wir natürliche Ergebnisse. Da die Effektflüssigkeiten auf die vorgesinterte Zirkonoxidoberfläche aufgetragen werden, ist keine zusätzliche Wärmebehandlung erforderlich – die Restauration wird einfach getrocknet und anschließend wie gewohnt gesintert. Esthetic Colorant kann anstelle von oder in Kombination mit internen Malfarben, Glasurmassen und Flüssigkeramik verwendet werden – was auch immer das bestehende Konzept eines Labors für hochästhetische Zirkonoxid-Restaurationen ergänzt.

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