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Kuraray Noritake Award 2026: Identische Parameter, individuelle Handschriften

Kuraray Noritake Award 2026: Identische Parameter, individuelle Handschriften

Die Förderung des zahntechnischen Nachwuchses hat bei Kuraray Noritake Tradition. In diesem Jahr initiierte das Unternehmen bereits zum sechsten Mal den Kuraray Noritake Award. Mehr als 50 Auszubildende und junge Zahntechniker nahmen teil. 

Die Ausgangslage für die Qualifikation war für alle gleich: vorgegebene Datensätze, identische Aufgabenstellung, derselbe Werkstoff. Die Arbeiten wurden aus KATANA™ Zirconia STML gefräst und anschließend von den Teilnehmenden in Form, Oberfläche und Charakterisierung ausgearbeitet. Am Ende sah keine Arbeit aus wie die andere. Wer mit seiner Umsetzung am meisten überzeugte, reiste Mitte September zum Finale. Dieses begann mit einem Get-together in Kelsterbach. Am nächsten Tag ging es im CreativLab von Kuraray Noritake (Hattersheim) an den Arbeitstisch. Gemeinsam mit ZTM Jochen Peters arbeiteten die Finalistinnen und Finalisten mit CERABIEN™ ZR und vertieften die keramische Schichttechnik. Dabei konnten sie direkt sehen, wie andere an dieselbe Aufgabe herangehen: Welche Lösungen wählen sie? Was lässt sich für die eigene Arbeit mitnehmen?

Die drei Bestplatzierten

Am Ende des Finaltages wurden die drei besten Wettbewerbsarbeiten ausgezeichnet. Laura Leier belegte den ersten Platz, gefolgt von Annabell Ritter auf Platz zwei und Marvin Matschke auf Platz drei. Mustafa Alzemo von Kuraray Noritake bringt auf den Punkt, was den Wettbewerb ausmacht: „Spannend ist, wie unterschiedlich dieselbe Aufgabe gelöst wird. Genau das macht diesen Award für mich besonders: Die Teilnehmenden sehen, wie andere arbeiten, können die eigene Arbeit besser einordnen und nehmen neue Ideen mit.“

Kuraray Noritake Dental Inc. stellt den KATANA™ AVENCIA™ Block 2 vor

Kuraray Noritake Dental Inc. stellt den KATANA™ AVENCIA™ Block 2 vor

Kuraray Noritake Dental stellt den KATANA™ AVENCIA™ Block 2 vor – eine neue Generation von Hochleistungsblöcken für die Chairside-CAD/CAM-Verarbeitung

Kuraray Noritake Dental Inc. gibt die Markteinführung von KATANA™ AVENCIA™ Block 2 bekannt, einem Hochleistungsblock der zweiten Generation, der für effiziente, hochwertige Einzelzahnrestaurationen im Chairside-CAD/CAM-Workflow entwickelt wurde.

KATANA™ AVENCIA™ Block 2 wurde für Inlays, Onlays, Veneers und Kronen entwickelt und ist in zwei optimierten Varianten erhältlich. Die Variante „Multi-Layered“ (ML) bietet einen nahtlosen Farbverlauf für Kronen mit natürlichem Erscheinungsbild, während die Variante „High-Translucent“ (HT) für Teilrestaurationen wie Inlays und Onlays konzipiert ist. Beide Varianten enthalten hochkonzentrierte, ultrafeine Partikelfüllstoffe, die für zuverlässige mechanische Eigenschaften und gleichbleibende Ästhetik sorgen.

KATANA™ AVENCIA™ Block 2 vereint Festigkeit mit optischer Integration. Sein firmeneigenes Herstellungsverfahren ermöglicht eine gleichmäßige Kunststoffimprägnierung, eine hohe Füllstoffdichte und glatte Oberflächen, was zu zuverlässigen Restaurationen und langfristiger Verschleißfestigkeit beiträgt. Das Material lässt sich schnell auf Hochglanz polieren, was dazu beiträgt, die Behandlungszeit zu verkürzen, ohne die Ästhetik zu beeinträchtigen.

Die Blöcke sind für unkomplizierte klinische Arbeitsabläufe konzipiert. Sie lassen sich mit gängigen CAD/CAM-Systemen bearbeiten, ermöglichen das Nass- oder Trockenfräsen und erfordern kein Brennen. Die Befestigungsprotokolle sind sowohl mit selbstadhäsiven als auch mit konventionellen Befestigungskompositen kompatibel und bieten somit Flexibilität je nach klinischer Präferenz.

Als Teil des 360°-Workflows von Kuraray Noritake lässt sich der KATANA™ AVENCIA™ Block 2 nahtlos in etablierte restaurative Lösungen wie PANAVIA™ SA Cement Universal, PANAVIA™ V5 und CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 integrieren und unterstützt so vorhersagbare Ergebnisse bei einem breiten Spektrum klinischer Indikationen. Die Restaurationen bleiben mit Kompositmaterialien modifizierbar und reparierbar, was eine langfristige Pflege ermöglicht.

Mit KATANA™ AVENCIA™ Block 2 erhalten Zahnärzte eine zeitsparende Lösung, die sowohl funktionelle Zuverlässigkeit als auch natürliche Ästhetik in der täglichen restaurativen Zahnmedizin gewährleistet. 

KATANA™ AVENCIA™ Block 2 ist in den Ausführungen „Multi-Layered“ (ML) und „High-Translucent“ (HT) erhältlich, in verschiedenen Farbtönen und Größen sowie mit zwei Mandrel-Optionen: „Universal“ und „CEREC“, was die Kompatibilität mit bevorzugten CAD/CAM-Systemen gewährleistet.

7 Fehler, die für ein natürliches Ergebnis vermieden werden sollten - mit KATANA Zirconia YML und CERABIEN MiLai

 

Von Jade Sidou Trabuc, CDT

 

Lebensechte Ergebnisse: Restauration eines mikrogeschichteten lateralen Schneidezahns mit CERABIEN™ MiLai Keramik. Innencharakterisierung und minimale Schichtung wurden eingesetzt, um eine natürliche Form, harmonische Transluzenz und realistische Oberflächentextur zu reproduzieren. Verwendete Pulver: CCV2 und LTx, Internal Stains für Effekte sowie Oberflächenmalfarben, um Details nachzubilden und das Lächeln harmonisch einzugliedern.

 

7 FEHLER, DIE FÜR EIN NATÜRLICHES ERGEBNIS VERMIEDEN WERDEN SOLLTEN

Ästhetische Misserfolge bei keramischen Restaurationen sind nahezu nie auf das Material selbst zurückzuführen. In zehn Jahren Laborpraxis habe ich nur selten erlebt, dass eine Restauration aufgrund des Zirkonoxids oder der Verblendkeramik gescheitert ist. Was ich stattdessen beobachte, ist eine Reihe wiederkehrender Fehler, die während des Herstellungsprozesses häufig kaum sichtbar sind und das finale Ergebnis unter natürlichen Lichtbedingungen oder bei der intraoralen Bewertung letztlich beeinträchtigen.

 

KATANA™ Zirconia YML und CERABIEN™ MiLai (Kuraray Noritake Dental Inc.) sind Materialien mit bemerkenswerten optischen Eigenschaften. Ihr Lichtverhalten ähnelt stark dem natürlicher Zähne, vorausgesetzt, der gesamte Herstellungsprozess wird konsequent umgesetzt. Die Qualität einer Restauration wird nicht durch die Anzahl der eingesetzten Effekte bestimmt. Entscheidend ist vielmehr das Verständnis der Prinzipien, die die Wahrnehmung von Farbton, Transluzenz und Oberflächentextur steuern.

 

Aus meiner täglichen Erfahrung im Labor heraus zeigt dieser Artikel die sieben häufigsten Fehler, die ich bei der Herstellung von Micro-Layering-Restaurationen beobachtet habe, sowohl in meiner eigenen Arbeit als auch bei Kolleginnen und Kollegen. Für jeden dieser Fehler erläutere ich, warum er entsteht, welche optischen Konsequenzen er hat und welche praktische Lösung unmittelbar umgesetzt werden kann.

 

 

  • Fehler Nr. 1: Von Anfang an die falsche Transluzenz wählen
  • Fehler Nr. 2: Ein Foto kopieren, statt den natürlichen Zahn zu verstehen
  • Fehler Nr. 3: Den Einfluss der klinischen Präparation vernachlässigen
  • Fehler Nr. 4: Versuchen, den Farbton ausschließlich mit Keramik zu korrigieren
  • Fehler Nr. 5: Übermäßige Kontraste zwischen keramischen Effekten erzeugen
  • Fehler Nr. 6: Die Bedeutung von Politur und Oberflächenfinish unterschätzen
  • Fehler Nr. 7: Die Arbeit unter nur einer Lichtquelle beurteilen

 

GERÜST, OPTISCHE INTERPRETATION UND KLINISCHE PRÄPARATION

Fehler Nr. 1 – Von Anfang an die falsche Transluzenz wählen

 

Warum es passiert: Die Auswahl von KATANA Zirconia YML erfolgt häufig aus Gewohnheit oder als Standardlösung aufgrund seiner herausragenden Vielseitigkeit im Hinblick auf die mechanische Festigkeit, ohne die tatsächliche klinische Situation zu berücksichtigen, insbesondere die Farbe des darunterliegenden Untergrunds (heller oder dunkler Stumpf, gegossener Stiftaufbau/Inlay-Core). Der Transluzenz-/Opazitätsgrad von KATANA Zirconia (UTML, STML oder HTML PLUS) sollte entsprechend dem Farbton des präparierten Stumpfs, der verfügbaren Reduktionsstärke und der Helligkeit der Nachbarzähne ausgewählt werden.

 

Konsequenzen: Ein zu transluzentes Gerüst auf einem dunklen Stumpf erzeugt einen tiefen gräulichen Effekt, der sich nachträglich nicht durch keramische Schichtung korrigieren lässt. Umgekehrt blockiert ein zu opakes Gerüst die Lichttransmission und führt zu einem stumpfen, kreidigen und leblosen Erscheinungsbild.

 

Lösung: Beurteilen Sie vor der Bestellung der Disc immer den Farbton des präparierten Stumpfs. Nutzen Sie die KATANA Zirconia YML Auswahlhilfen, die Stumpfhelligkeit, verfügbare Reduktionsstärke und Zielfarbe miteinander in Beziehung setzen. Bei Arbeiten mit Lithiumdisilikat auf C3- oder D4-Stümpfen sollten ML- oder HT-Blöcke bevorzugt werden, um die Helligkeit zu erhalten, ohne dass die darunterliegende Dunkelheit das finale Oberflächenerscheinungsbild beeinflusst.

 

Fehler Nr. 2 – Ein Foto kopieren, statt den natürlichen Zahn zu verstehen

 

Warum es passiert: Die Versuchung ist groß, das vom Behandler bereitgestellte Farbfoto exakt zu reproduzieren. Ein Foto ist jedoch eine Interpretation von Licht, nicht das Licht selbst. Es flacht Volumina ab, verstärkt bestimmte Reflexionen und lässt feine Übergänge verschwinden.

 

Konsequenzen: Effekte werden reproduziert, ohne ihren Ursprung zu verstehen. Ein auf einem Foto sichtbarer inzisaler Halo kann lediglich eine optische Täuschung sein, die durch den Winkel des Blitzes entsteht. Der Versuch, ihn keramisch nachzubilden, kann zu einem künstlichen und statischen Erscheinungsbild führen.

 

Lösung: Lernen Sie, einen Zahn zu lesen, statt ihn zu kopieren. Analysieren Sie die Verteilung der Entwicklungsloben und die Lichtrichtung im Foto und unterscheiden Sie echte transluzente Bereiche von einfachen Reflexionen. Mit CERABIEN MiLai arbeiten wir unter Berücksichtigung dessen, wie Licht innerhalb der Restauration zirkuliert, statt uns ausschließlich auf das Oberflächenerscheinungsbild zu konzentrieren.

 

Fehler Nr. 3 – Den Einfluss der klinischen Präparation vernachlässigen

 

Warum es passiert: Der Zahntechniker arbeitet auf Basis der Abformung oder des digitalen Modells, das vom Behandler bereitgestellt wurde. Insbesondere bei engen Zeitvorgaben ist es nicht immer möglich, eine unterreduzierte oder unregelmäßige Präparation zurückzuweisen.

 

Konsequenzen: Eine unzureichende Zahnreduktion zwingt den Techniker dazu, ein zu dünnes Gerüst herzustellen, wodurch nicht genügend Raum für die keramische Schichtung mit CERABIEN MiLai bleibt. Eine verfärbte Präparation oder ein nicht opaker Stiftaufbau beeinträchtigt die gesamte optische Kette: Selbst die feinste Keramik kann einen opaken, gräulichen darunterliegenden Untergrund nicht kompensieren.

 

Lösung: Etablieren Sie ein systematisches Kommunikationsprotokoll mit dem Behandler, einschließlich eines Formulars zur Beurteilung des verfügbaren Raums (vestibuläre, okklusale und approximale Platzverhältnisse), Fotos der Stumpffarbe unter natürlichem Licht und, wenn möglich, unter polarisiertem Licht. Zögern Sie nie, Präparationsanpassungen schriftlich anzufordern. Ein gut dokumentierter Herstellungsbericht schützt den Zahntechniker und trägt zu einem besseren klinischen Ergebnis bei.

 

Tipp: Vor Beginn eines komplexen Falls ermöglicht die Beurteilung von Stumpffarbe, verfügbarem restaurativem Raum und Lichtbedingungen, die meisten ästhetischen Herausforderungen vorauszusehen.

 

KERAMIK KANN NICHT ALLES KOMPENSIEREN

Fehler Nr. 4 – Versuchen, den Farbton ausschließlich mit Keramik zu korrigieren

 

Dies ist einer der häufigsten und zeitaufwendigsten Fehler. Er beruht auf einem Missverständnis: dass Schichtkeramik ein universelles Werkzeug zur Farbkorrektur sei. In Wirklichkeit ist die finale Farbe einer mikrogeschichteten Restauration das Ergebnis einer Gleichung mit vier Variablen, Gerüst, Stumpf, Befestigungszement und Keramik, und die Veränderung einer Komponente ohne Berücksichtigung der übrigen führt zwangsläufig zum Scheitern.

 

Praktisch bedeutet das: Ist das ausgewählte KATANA Zirconia YML Gerüst für einen C4-Stumpf zu hell, führt das Auftragen einer stärker gesättigten CERABIEN MiLai Keramik an der Oberfläche zu einer Restauration mit zwei unterschiedlichen Erscheinungsbildern: zu warm im reflektierten Licht und zu grau im transmittierten Licht. Lichtreflexion und Lichttransmission verhalten sich nicht gleich, und das menschliche Auge nimmt beides gleichzeitig wahr.

 

Lösung: Legen Sie das gesamte optische Konzept bereits vor Beginn der Arbeit fest. Kennen Sie die vom Behandler geplante Zementfarbe oder fragen Sie gezielt danach, beurteilen Sie das Gerüst vor der Schichtung im Durchlicht und bauen Sie die Restauration mit Blick auf den Gesamtwert auf, statt sich ausschließlich auf den Oberflächenfarbton zu konzentrieren.

 

Fehler Nr. 5 – Übermäßige Kontraste zwischen keramischen Effekten erzeugen

 

Die Versuchung, jeden verfügbaren Effekt einzusetzen, ist verständlich. CERABIEN MiLai Keramiken bieten eine außergewöhnlich umfangreiche Auswahl an opaleszenten, fluoreszierenden, Mamelon- und Inzisaleffektmassen. Gerade aufgrund dieser Vielfalt kann es leicht zu einer Übercharakterisierung kommen.

 

Natürliche Zähne zeigen subtile optische Phänomene. Interne Merkmale wie Mamelons, Halos und transluzente Bereiche sind in der Regel dezent und werden erst aus kurzer Distanz sichtbar. Das natürliche Erscheinungsbild einer Restauration hängt nicht von der Intensität dieser Effekte ab, sondern vielmehr von der Kontinuität und Harmonie der Übergänge zwischen den verschiedenen Keramikmassen.

 

Eine Restauration mit zu stark ausgeprägten Kontrasten wird selbst von einem ungeübten Betrachter sofort als künstlich wahrgenommen, da sie die Aufmerksamkeit auf sich zieht, anstatt sich harmonisch in die natürliche Bezahnung einzufügen.

 

Praktische Empfehlung: Setzen Sie Mamelon-Charakterisierungen sparsam ein und beurteilen Sie die Restauration während der Schichtung regelmäßig aus einer Mindestdistanz von etwa 50 cm. Diese makroskopische Beurteilung hilft, die Gesamtbalance der optischen Effekte zu überprüfen und übermäßige Kontraste zu vermeiden, die das natürliche Erscheinungsbild der Restauration beeinträchtigen könnten.

 

 

POLITUR, OBERFLÄCHENTEXTUR UND LICHTMANAGEMENT

Fehler Nr. 6 – Die Bedeutung von Politur und Oberflächenfinish unterschätzen

 

Der Oberflächenzustand einer keramischen Restauration ist einer der kritischsten Faktoren für ihr finales optisches Erscheinungsbild und einer der am häufigsten unterschätzten. Die Oberflächentextur wirkt als Schnittstelle zwischen einfallendem Licht und Betrachter.

 

Eine übermäßig glatte Oberfläche reflektiert Licht spiegelnd und erzeugt helle Glanzlichter, die subtile Farbabweichungen sichtbar machen können. Umgekehrt streut eine zu raue Oberfläche Licht unkontrolliert, senkt den wahrgenommenen Value und verstärkt chromatische Unregelmäßigkeiten. Bei CERABIEN MiLai Keramiken spielt der Glanzbrand eine besondere Rolle: Er homogenisiert die während der Schichtung entstandenen Mikrotexturen und trägt zur Tiefenwirkung bei. Eine zu dicke oder zu dünne Glasurschicht verändert die optische Wirkung und das Zusammenspiel der einzelnen Schichten. Bei korrekter Anwendung kann die manuelle Politur nach dem Brand den Glanzbrand hinsichtlich Natürlichkeit sogar übertreffen, da sie die Reproduktion differenzierter anatomischer Texturen ermöglicht, glatter im zervikalen Bereich und stärker texturiert in der Inzisalregion.

 

Praktische Empfehlung: Stimmen Sie die Politur sequenziell auf die verschiedenen anatomischen Bereiche ab. Verwenden Sie Silikonpolierer mit progressiv feineren Körnungen und halten Sie dabei einen leichten, konstanten Druck ein. Bei monolithischen Restaurationen aus KATANA Zirconia YML sollte das Politurprotokoll mit einer 1-μm-Diamantpaste abgeschlossen werden, um eine Oberflächenglätte zu erzielen, die natürlichem Schmelz vergleichbar ist. Bei geschichteten Restaurationen mit CERABIEN MiLai wird die Oberflächentextur vor dem Glanzbrand mit einem feinen rotierenden Instrument angelegt und der Oberflächenzustand vor dem finalen Brand überprüft.

 

Politur-Tipp: Ich bewahre stets einen unbehandelten extrahierten natürlichen Zahn als Referenz für die Oberflächentextur auf meiner Werkbank auf. Bevor ich die finale Politur freigebe, vergleiche ich die Restauration unter Streiflicht mit diesem Zahn. Es ist eine einfache, kostenfreie und bemerkenswert effektive Methode, um Qualität und Natürlichkeit des Oberflächenfinishs zu beurteilen.

 

 

Fehler Nr. 7 – Die Arbeit unter nur einer Lichtquelle beurteilen

 

Dentallabore sind häufig mit kaltweißer Leuchtstoffbeleuchtung ausgestattet, praktisch für die tägliche Arbeit, aber irreführend bei der Beurteilung einer Restauration. Kühles Licht neigt dazu, den Value (Helligkeit) zu überschätzen, Rot- und Gelbtöne zu unterdrücken und die Wahrnehmung von Transluzenz zu reduzieren. Eine Restauration, die unter diesen Bedingungen ideal erscheint, kann bei natürlichem Tageslicht grau oder stumpf wirken und unter der in Wohnbereichen üblichen Glühlampenbeleuchtung übermäßig warm erscheinen.

 

Dieses als Metamerie bekannte Phänomen ist bei stark fluoreszierenden Keramiken wie CERABIEN MiLai besonders kritisch. Fluoreszierende Pigmente reagieren je nach spektraler Zusammensetzung der Lichtquelle unterschiedlich: Eine stark fluoreszierende Restauration kann unter UV-reichem natürlichem Licht oder ultravioletter Beleuchtung außergewöhnlich vital wirken, unter gefiltertem Kunstlicht jedoch deutlich unauffälliger.

 

Wird dieses optische Verhalten ignoriert, können Restaurationen entstehen, deren Erscheinungsbild sich nach der intraoralen Eingliederung unerwartet verändert.

 

Praktische Empfehlung: Implementieren Sie ein Drei-Licht-Beurteilungsprotokoll bestehend aus natürlichem Tageslicht (diffuses Nordlicht), warmem Kunstlicht (3000 K) und neutraler Leuchtstoff- oder LED-Beleuchtung (4000 K).

 

Beurteilen Sie die Restauration unter jeder Lichtbedingung zunächst isoliert und anschließend im Kontext, auf dem Modell positioniert und neben den Nachbarzähnen.

 

Die unter diesen verschiedenen Lichtquellen beobachteten Unterschiede im optischen Verhalten sagen mehr über Qualität und Integration der Restauration aus als jede andere Beurteilungsmethode.

 

Licht-Tipp: In meinem Labor habe ich ein kleines nach Norden ausgerichtetes Fenster ohne direkte Sonneneinstrahlung. Es dient mir als primäre Lichtreferenz. Jede Restauration wird vor Verlassen des Labors unter diesem natürlichen diffusen Licht beurteilt. Diese zwei Minuten Kontrolle haben mich vor vielen unnötigen Neuanfertigungen und Korrekturen bewahrt.

 

Dieses Drei-Licht-Beurteilungsprotokoll ermöglicht es, Metamerie vor der Auslieferung zu erkennen, das Verhalten der Restauration unter den unterschiedlichen Lichtbedingungen vorherzusehen, denen der Patient begegnet, und die Fluoreszenz der Keramik unter verschiedenen spektralen Bedingungen zu validieren.

 

FAZIT: OPTISCHE KONTROLLE VOR OPTISCHEN EFFEKTEN

Nach Jahren der Arbeit mit KATANA Zirconia YML und CERABIEN MiLai bleibt eine Überzeugung unverändert: Nicht die Materialien begrenzen das Ergebnis, sondern unser Verständnis dafür, wie wir sie einsetzen. Diese sieben Fehler sind keine beruflichen Niederlagen, sondern logische Stolperfallen, denen jeder Zahntechniker auf dem Weg zur Exzellenz begegnet. Sie zu erkennen, zu benennen und zu verstehen, ist bereits die halbe Miete.

 

Was eine durchschnittliche Restauration von einer außergewöhnlichen unterscheidet, ist selten die Komplexität ihrer Schichtung. Häufiger ist es die Konsequenz der dahinterstehenden Entscheidungen: die Auswahl der passenden Zirkonoxid-Transluzenz und -Opazität entsprechend der klinischen Situation; die präzise Beurteilung der optischen Eigenschaften der natürlichen Zähne; ein effektiver Austausch mit dem Behandler zu Präparation und Zementauswahl; Zurückhaltung beim Einsatz von Effekten; die Anwendung sorgfältiger Politurprotokolle und die Einhaltung eines disziplinierten Lichtbeurteilungsverfahrens. Es sind einfache Prinzipien, doch ihre systematische Anwendung kann die Gesamtqualität und Konsistenz der Laborarbeit deutlich steigern.

 

Optisches Verständnis

Studieren Sie Licht, Morphologie und Übergangsbereiche, bevor Sie zum Pinsel greifen. Eine erfolgreiche Restauration beginnt mit Beobachtung, nicht mit Schichtung.

Workflow-Konsistenz

Gerüst, darunterliegendes Zahnsubstrat, Befestigungszement und keramische Restauration müssen als integriertes System betrachtet werden. Jede Komponente beeinflusst das optische und mechanische Verhalten der anderen, und keine einzelne Korrekturmaßnahme kann ein schwaches Glied innerhalb der restaurativen Kette vollständig kompensieren.

Zurückhaltung bei optischen Effekten

Interne Effekte sollten die Natürlichkeit unterstützen, statt Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. In der keramischen Ästhetik sind subtile Übergänge wichtiger als die Intensität einzelner Charakterisierungen.

Strenge Evaluation

Beurteilen Sie die Restauration unter mehreren Lichtbedingungen, aus unterschiedlichen Betrachtungsabständen und innerhalb ihres klinischen Umfelds. Ein strenges Validierungsprotokoll bildet die letzte Absicherung vor Auslieferung und definitiver Eingliederung.

 

Nach Jahren der Erfahrung habe ich festgestellt, dass CERABIEN MiLai mit seinem außergewöhnlichen Farbreichtum und seinem optischen Verhalten, das dem natürlichen Zahngewebe sehr nahekommt, sein volles Potenzial nur bei gezieltem Einsatz entfaltet. Es verzeiht keine Übertreibung, belohnt meisterhafte Kontrolle jedoch großzügig. Genau deshalb ist es aus meiner Sicht eines der naturgetreuesten Schichtsysteme, die heute verfügbar sind, und eignet sich gleichermaßen für Einzelzahn- und mehrgliedrige Restaurationen. Seine Vielseitigkeit und optische Konstanz ermöglichen es dem Keramiker, hochgradig natürliche Ergebnisse zu erzielen und gleichzeitig die vollständige Kontrolle über den restaurativen Prozess zu behalten.

 

"Eine natürliche Restauration sollte keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Sie sollte sich einfach richtig anfühlen. Es sind optische Prinzipien, nicht die Menge der Effekte, die die Illusion von Leben erzeugen."

– Jade Sidou Trabuc

 

 

KOMPROMISSLOS.
UNERREICHT.
DEINS.

 

 

Zwei Inlays. Eine Sitzung.

Zwei Inlays. Eine Sitzung.

CAD/CAM-Komposit: Wie KATANA™ AVENCIA™ Block 2 einen effizienten Workflow ermöglicht

Dr. Daniel Ospina-Klinck

Eine Neuversorgung, ein klarer Patientenwunsch und ein vollständig digitaler Ablauf: Das Fallbeispiel zeigt, wie sich Seitenzahnrestaurationen mit einem CAD/CAM-Komposit chairside realisieren lassen – von der digitalen Erfassung über die Fertigung bis zur adhäsiven Eingliederung innerhalb einer Sitzung.

 

Ausgangssituation: Funktionelle Defizite erfordern neue Lösung

Eine Patientin stellte sich mit insuffizienten Kompositrestaurationen an den Zähnen 17 und 47 vor. Die bestehenden Füllungen zeigten deutliche Verschleißerscheinungen und waren insbesondere im okklusalen Bereich stark abgenutzt. Zunehmende Beschwerden unter Kaubelastung führten zum Wunsch nach einer stabilen und langlebigen Neuversorgung. Zusätzlich bestand aufgrund beruflicher Verpflichtungen der ausdrückliche Wunsch nach einer Behandlung innerhalb eines Termins.

Die klinische Situation wurde als geeignet für eine indirekte Versorgung mittels Inlays bewertet. Aufgrund der funktionellen Belastung im Seitenzahnbereich und der Defektgröße fiel die Entscheidung auf eine adhäsiv befestigte CAD/CAM-Versorgung.

Abb. 1 Ausgangssituation: Die vorhandene Kompositrestauration zeigt deutliche funktionelle Defizite und okklusale Abnutzung

 

Materialentscheidung: Chairside-Workflow ohne zusätzlichen Sinterprozess

Für die Herstellung der Inlays wurde KATANA™ AVENCIA™ Block 2 eingesetzt. Das CAD/CAM-Komposit ermöglicht eine direkte Weiterverarbeitung nach der Fertigung. Ein zusätzlicher Kristallisations- oder Sinterprozess entfällt – ein wichtiger Vorteil, wenn eine Versorgung innerhalb einer Sitzung umgesetzt werden soll. Gleichzeitig bietet das Material durch seine Zusammensetzung ein weniger sprödes Verhalten als klassische keramische Werkstoffe. Gerade bei funktionell belasteten Seitenzahnrestaurationen kann diese Materialcharakteristik eine interessante Option darstellen.

Dabei bleibt die Indikation entscheidend: Für umfangreichere Versorgungen oder stark belastete Bereiche können hochfeste keramische Materialien weiterhin Vorteile hinsichtlich Langzeitstabilität und Verschleißresistenz bieten. Im vorliegenden Fall überzeugte jedoch die Kombination aus effizientem Chairside-Workflow und materialgerechtem Einsatz.

 

Digitaler Workflow: Vom Scan zur definitiven Eingliederung

Nach Entfernung der insuffizienten Restaurationen und Präparation der Kavitäten erfolgte die digitale Abformung mit Primescan 2. Die Konstruktion der beiden Inlays wurde chairside vorgenommen. Nach dem Fräsen mit der Primemill folgte ohne weiteren Zwischenschritt die abschließende Politur mit diamantierten Polierinstrumenten.

Für die adhäsive Eingliederung wurde ein abgestimmter Workflow aus dem Hause Kuraray Noritake genutzt: Nach Reinigung der Restaurationsoberflächen mit KATANA™ Cleaner und entsprechender Vorbehandlung der Zahnhartsubstanz erfolgte die definitive Befestigung mit PANAVIA™ V5.

Abb. 2, 3 Die CAD/CAM-Kompositrestauration zeigt eine anatomisch ausgeformte Okklusalfläche und ohne weiteren Individualisierungsprozess eine natürliche Ästhetik

 

Ergebnis: Funktionell integriert – in einer Sitzung abgeschlossen

Die fertigen Inlays zeigten eine gute Passung und konnten harmonisch in die bestehende Okklusion integriert werden. Die Versorgung wurde vollständig innerhalb einer Sitzung abgeschlossen. Bei der anschließenden Kontrolle traten weder postoperative Sensibilitäten noch funktionelle Einschränkungen auf. Der Fall zeigt, dass Chairside-Konzepte heute mehr bedeuten als eine reine Zeitersparnis. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus digitalem Workflow, passender Materialwahl und einem abgestimmten adhäsiven Konzept. Werden diese Faktoren miteinander verbunden, entsteht eine effiziente restaurative Lösung, die sich an den klinischen Anforderungen und den Bedürfnissen der Patienten orientiert.

Abb. 4 Klinisches Ergebnis nach Eingliederung des CAD/CAM-gefertigten Inlays

 

Fazit

Die chairside gefertigte Versorgung mit KATANA™ AVENCIA™ Block 2 erweitert das Spektrum digitaler Restaurationsmöglichkeiten insbesondere bei Patienten, die eine effiziente Behandlung in nur einer Sitzung wünschen. Der klinische Erfolg basiert dabei auf einer konsequenten Abstimmung aller Prozessschritte – von der Indikation über die digitale Fertigung bis zur adhäsiven Befestigung.

 

Dr. Daniel Ospina-Klinck: „Die Stärke des Chairside-Workflows liegt nicht allein in der Geschwindigkeit, sondern in der Möglichkeit, einen vollständig digitalen und kontrollierten restaurativen Prozess umzusetzen.“

 

Dr. Daniel Ospina-Klinck verbindet als Zahnarzt, Zahntechniker und Implantologe klinische Erfahrung mit einem konsequent digitalen Behandlungskonzept. Sein Schwerpunkt liegt auf modernen CAD/CAM- und Chairside-Workflows.

CERABIEN™ MiLai wächst mit: mehr Möglichkeiten für individuelles Micro-Layering

CERABIEN™ MiLai wächst mit: mehr Möglichkeiten für individuelles Micro-Layering

Mit 20 zusätzlichen Farbtönen und zwei neuen Kits wird CERABIEN™ MiLai noch vielseitiger. Das System wurde speziell für das Micro-Layering auf Zirkonoxid sowie Lithiumdisilikat entwickelt und verbindet die vertraute Verarbeitung einer Pulverkeramik mit den Anforderungen moderner Dünnschichtverblendungen.

Moderne Zirkonoxide und Lithiumdisilikate ermöglichen Restaurationen, die häufig nur noch minimal reduziert werden müssen. Damit verändert sich auch die Aufgabe der Verblendkeramik: Statt großvolumiger Schichtungen geht es darum, Farbe, Transluzenz, Lichtwirkung und individuelle Charakteristika in einer dünnen keramischen Schicht zu ergänzen.

Dafür wurde CERABIEN™ MiLai entwickelt. Die niedrigschmelzende Pulverkeramik lässt sich in ihrer Konsistenz individuell einstellen und ermöglicht dadurch ein vertrautes, kontrolliertes Schichtverhalten – auch bei feinen Strukturen und geringen Schichtstärken. Die Brenntemperatur von 740 °C macht das System sowohl für Zirkonoxid als auch für Lithiumdisilikat einsetzbar.

20 neue Farbtöne für mehr Individualisierung

Das kompakte Sortiment wird nun um 20 zusätzliche Farbtöne erweitert. Sie ergänzen die Bereiche Opacious Body, Body, Enamel, Luster, Clear Cervical und Mamelon. Dadurch stehen Zahntechnikerinnen und Zahntechnikern mehr Möglichkeiten zur Verfügung, Helligkeit, Transluzenz, Farbtiefe und individuelle Effekte gezielt zu steuern. Die Erweiterung richtet sich nicht nur an erfahrene Keramiker. Vielmehr lässt sich das System je nach Arbeitsweise und gewünschtem Individualisierungsgrad unterschiedlich nutzen.

Zwei neue Kits für unterschiedliche Anforderungen

Das Advanced Layering-Kit enthält die 20 zusätzlichen Farbtöne und ergänzt das bestehende Micro-Layering-Kit. Es richtet sich an Anwender, die ihre Möglichkeiten beim Schichten und bei der Charakterisierung weiter ausbauen möchten.

 

Das Powder Starter-Kit kombiniert sieben Verblendkeramiken mit fünf Internal Stains. Die übersichtliche Zusammenstellung erleichtert den Einstieg ins Micro-Layering und bietet eine kompakte Basis, um die Technik systematisch kennenzulernen.

Ein System, verschiedene Wege

CERABIEN™ MiLai lässt unterschiedliche Herangehensweisen zu: von der Charakterisierung mit Internal Stains bis zur weitergehenden keramischen Individualisierung. Dabei bleibt das Grundprinzip gleich – mit möglichst geringem Materialeinsatz gezielt dort zu ergänzen, wo Farbe, Lichtwirkung und Morphologie es erfordern. Grundlage bildet die synthetische Feldspatkeramik-Technologie von Kuraray Noritake. Sie ist auf konstante Verarbeitungseigenschaften und stabile optische Eigenschaften auch über mehrere Brennzyklen hinweg ausgelegt.

Mit der Portfolioerweiterung wird CERABIEN™ MiLai damit zu einem noch flexibleren System für unterschiedliche Erfahrungsstufen und Arbeitsweisen – vom Einstieg in das Micro-Layering bis zur differenzierten ästhetischen Individualisierung.

Indirekte Restauration im Seitenzahnbereich mit Katana™ Avencia™ Block 2

Indirekte Restauration im Seitenzahnbereich mit Katana™ Avencia™ Block 2

KLINISCHER FALLBERICHT VON VÍCTOR HENAREJOS DOMINGO – DDS, MSC

Moderne indirekte restaurative Behandlungskonzepte entwickeln sich zunehmend hin zu effizienteren, digital gestützten und vereinfachten Workflows. Die Integration von CAD/CAM-Technologien in Kombination mit universell einsetzbaren Materialien ermöglicht eine Optimierung klinischer Abläufe, reduziert die Komplexität der Behandlung und erhöht die Vorhersagbarkeit restaurativer Therapien. Moderne CAD/CAM-Hybridmaterialien auf Kompositbasis bieten in Verbindung mit selbstadhäsiven Befestigungskompositen und Universaladhäsiven hervorragende mechanische und ästhetische Eigenschaften. Gleichzeitig erlauben sie im Vergleich zu konventionellen restaurativen Verfahren vereinfachte und weniger techniksensitive Befestigungsprotokolle.

Der vorliegende klinische Fallbericht demonstriert den kombinierten Einsatz von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Dark (Low Flow), KATANA™ Cleaner, CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2, KATANA™ AVENCIA™ Block 2, PANAVIA™ SA Cement Universal sowie dem TWIST™ DIA Poliersystem für Komposite (alle Produkte: Kuraray Noritake Dental Inc.) bei der adhäsiven Versorgung eines endodontisch behandelten zweiten Molaren.

ABB. 1: AUSGANGSSITUATION ZAHN 47. DEUTLICHE ZERSTÖRUNG DER KLINISCHEN ZAHNKRONE.
ABB. 2: KLINISCHE UND RÖNTGENOLOGISCHE SITUATION NACH ABSCHLUSS DER ENDODONTISCHEN BEHANDLUNG UND VOR DER REKONSTRUKTION DER VERBLIEBENEN ZAHNHARTSUBSTANZ.
ABB. 3: SOFORTIGER STUMPFAUFBAU MIT CLEARFIL MAJESTY™ ES FLOW UNIVERSAL DARK LOW. DIE REKONSTRUKTION SCHAFFT EINE GLEICHMÄßIGE AUSGANGSBASIS FÜR DIE PRÄPARATION ZUR AUFNAHME DES OVERLAYS.

FALLBESCHREIBUNG

Eine 48-jährige Patientin stellte sich mit einer ausgeprägten koronalen Zerstörung des unteren rechten zweiten Molaren vor. Der Zahn war symptomatisch; eine endodontische Behandlung war bereits in einer anderen Praxis begonnen worden. Nach klinischer und röntgenologischer Befundung wurde beschlossen, die Wurzelkanalbehandlung abzuschließen und den Zahn mit einem CAD/CAM-gefertigten adhäsiv befestigten Overlay zu versorgen (Abb. 1).

Nach Abschluss der endodontischen Behandlung musste die verbliebene Zahnhartsubstanz stabilisiert werden, um eine belastbare Grundlage für das Overlay zu schaffen (Abb. 2). Hierzu erfolgte eine selektive Schmelzätzung mit K-ETCHANT Syringe, einem 35%igen Phosphorsäuregel mit guter Applizierbarkeit und standfester Konsistenz, gefolgt von der Applikation von CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2. Der anschließende Stumpfaufbau erfolgte mit CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Dark Low, einem hochgefüllten, universell einsetzbaren fließfähigen Komposit mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften, das sich insbesondere für funktionell hoch belastete Restaurationen im Seitenzahnbereich eignet (Abb. 3).

Anschließend erfolgte unter Kofferdam die Präparation für ein adhäsiv befestigtes Overlay nach einem defektorientierten, minimalinvasiven Konzept (Abb. 4). Im Anschluss wurden die intraoralen Scans mit einem TRIOS 5 Intraoralscanner (3Shape) angefertigt (Abb. 5). Nach computergestützter Konstruktion der Restauration wurde das Overlay aus einem KATANA™ AVENCIA™ Block 2 in der hochtransluzenten Variante (HT) gefertigt. Der transluzente CAD/CAM-Verbundwerkstoff ist speziell für indirekte Teilrestaurationen im Seitenzahnbereich indiziert und zeichnet sich durch eine hohe mechanische Festigkeit, eine hervorragende ästhetische Integration sowie eine schnelle Hochglanzpolitur aus (Abb. 6).

Abb. 4 Defektorientierte, anatomisch geführte Präparation für ein Overlay. Die gesunde Zahnhartsubstanz bleibt weitestgehend erhalten; zugleich entstehen klar definierte Präparationsgrenzen für die anschließende digitale Abformung.
Abb. 5 Digitale Abformung und CAD-Konstruktion der Restauration.
Abb. 6 CAD/CAM-gefertigtes Overlay aus KATANA™ AVENCIA™ Block 2 HT. Die anatomische Gestaltung unterstützt eine harmonische ästhetische Integration in die natürliche Zahnsubstanz.
Abb. 7 Unter Kofferdam isoliertes Operationsfeld vor der adhäsiven Befestigung des angefertigten Overlays.
Abb. 8 Vorbehandlung der Innenfläche des Overlays durch Aluminiumoxidstrahlen mit anschließender Dekontamination mittels KATANA™ Cleaner.

Eine Woche später erfolgte die definitive Befestigung des Overlays (Abb. 7). Sowohl die Innenfläche der Restauration als auch die Zahnhartsubstanz wurden zuvor mit KATANA™ Cleaner dekontaminiert. Der Universalreiniger enthält MDP-Salz (auf Basis der MDP-Technologie), das Speichel- und Blutkontaminationen sowohl intraoral als auch extraoral innerhalb von zehn Sekunden zuverlässig entfernt (Abb. 8). Ziel dieser Vorbehandlung war die Optimierung der Haftbedingungen für eine dauerhaft sichere und vorhersagbare adhäsive Befestigung.

Anschließend erfolgte erneut eine selektive Schmelzätzung mit K-ETCHANT Syringe, gefolgt von der Applikation von CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2. Das Universaladhäsiv der neuesten Generation zeichnet sich durch ein vereinfachtes Anwendungsprotokoll mit kurzer Einwirkzeit und ohne anschließende Wartephase aus. Gleichzeitig gewährleistet es eine ausgezeichnete Benetzung sowie eine dauerhafte Haftung an Schmelz und Dentin (Abb. 9).

Abb. 9 Dekontamination der Zahnhartsubstanz mit KATANA™ Cleaner, gefolgt von selektiver Schmelzätzung und Applikation von CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2. Das vereinfachte Adhäsivprotokoll reduziert die Zahl der Arbeitsschritte.
Abb. 10 Definitive adhäsive Befestigung des Overlays mit PANAVIA™ SA Cement Universal Automix in der Farbe Universal (A2). Die präzise Passung der Restauration sowie die kontrollierte Applikation des Befestigungskomposits während des Einsetzens sind gut erkennbar.
Abb. 11 Entfernung überschüssigen Befestigungskomposits nach der kurzen Lichthärtung (Tack-Cure) von PANAVIA™ SA Cement Universal Automix.
Abb. 12 Übersicht der im restaurativen Workflow eingesetzten Produkte gemäß dem „Universal Excellence“-Konzept von Kuraray Noritake Dental Inc.

Die definitive Befestigung des Overlays erfolgte mit PANAVIA™ SA Cement Universal Automix (Farbe Universal, A2). Das universelle selbstadhäsive Befestigungskomposit enthält sowohl das funktionelle MDP-Monomer als auch das innovative LCSi-Silan und ermöglicht dadurch eine dauerhafte chemische Haftung an Zirkonoxid, Kompositen und Keramiken, ohne den Einsatz zusätzlicher Primer. Das Material zeichnet sich durch eine einfache Handhabung sowie eine komfortable Überschussentfernung aus: Eine kurze Lichthärtung von zwei bis fünf Sekunden (Tack-Cure) ermöglicht die schnelle, saubere und kontrollierte Entfernung überschüssigen Befestigungskomposits und erleichtert so den klinischen Arbeitsablauf (Abb. 10–12).

Die Kombination aus KATANA™ Cleaner, CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 und PANAVIA™ SA Cement Universal ermöglicht einen vereinfachten, effizienten und hochvorhersagbaren Workflow. Gleichzeitig werden sowohl die Anzahl der verwendeten Materialien als auch die klinischen Arbeitsschritte reduziert, ohne Kompromisse hinsichtlich Haftfestigkeit oder Langlebigkeit der Restauration einzugehen. Abschließend erfolgten die Okklusionskontrolle und die Politur der Restaurationsoberfläche mit TWIST™ DIA für Komposit. Das zweistufige Diamant-Poliersystem ermöglicht sowohl bei direkten als auch bei indirekten Restaurationen innerhalb kurzer Zeit einen natürlichen, lang anhaltenden Hochglanz (Abb. 13–15).

Abb. 13: Endpolitur der Restauration mit dem TWIST™ DIA for Composite
Abb. 14: Seitenansicht unmittelbar nach der adhäsiven Befestigung des Hybridwerkstoff-Overlays. Die Restauration zeigt eine exzellente marginale Passung sowie eine harmonische anatomische und ästhetische Integration.
Abb. 15: Klinische und röntgenologische Kontrolle einen Monat nach der adhäsiven Befestigung.

SCHLUSSFOLGERUNGEN UND KLINISCHE AUSWIRKUNGEN

Die Integration universell einsetzbarer Materialien in digitale restaurative Workflows vereinfacht indirekte adhäsive Versorgungen, steigert die klinische Effizienz und reduziert die Technikempfindlichkeit des Behandlungsablaufs. Die Kombination aus CAD/CAM-gefertigten Restaurationen, Universaladhäsiven und universellen Befestigungskompositen ermöglicht minimalinvasive, effiziente und hochvorhersagbare Behandlungskonzepte, die den Anforderungen der modernen restaurativen Zahnheilkunde in besonderem Maße gerecht werden.

Quellenangaben:

Tian F, Jett K, Flaugher R, Arora S, Bergeron B, Shen Y, Tay F. Effects of dentine surface cleaning on bonding of a self-etch adhesive to root canal sealer-contaminated dentine. J Dent 2021;112:103766.

Breschi L, Van Meerbeek B. Editorial: Universal adhesives – to etch or not to etch? J Adhes Dent 2021;23(4):283.

Breschi L, Maravic T, Mazzitelli C, Josic U, Mancuso E, Cadenaro M, Pfeifer CS, Mazzoni A. The evolution of adhesive dentistry: From etch-and-rinse to universal bonding systems. Dent Mater 2025;41(2):141–158.

Maravić T, Mazzitelli C, Mancuso E, Del Bianco F, Josić U, Cadenaro M, Breschi L, Mazzoni A. Resin composite cements: Current status and a novel classification proposal. J Esthet Restor Dent 2023;35(7):1085–1097.

Sulaiman TA, Abdulmajeed AA, Altitinchi A, Ahmed SN, Donovan TE. Mechanical properties of resin-based cements with different dispensing and mixing methods. J Prosthet Dent 2018;119(6):1007–1013.

Über den Autor

Dr. Victor Henarejos-Domingo, DDS, MSc, ist Prothetiker in Barcelona (Spanien) und außerordentlicher Professor am Lehrstuhl für Restaurative Zahnmedizin der Universitat Internacional de Catalunya. Er verfügt über einen Masterabschluss in Ästhetischer Restaurativer Zahnmedizin sowie ein postgraduales Diplom in Endodontie der Universität Barcelona. Neben seiner klinischen Tätigkeit engagiert er sich intensiv in der Forschung und ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen in internationalen Fachzeitschriften mit den Schwerpunkten restaurative und digitale Zahnmedizin. Als Gastreferent und Kursleiter hält er national und international Fortbildungsveranstaltungen für Zahnärztinnen und Zahnärzte ab. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in der restaurativen Zahnmedizin, digitalen Workflows und Adhäsivtechniken.

KATANA™ AVENCIA™ Block 2

Kuraray Noritake Dental Inc. stellt den KATANA™ AVENCIA™ Block 2 vor

Kuraray Noritake Dental stellt den KATANA™ AVENCIA™ Block 2 vor – eine neue Generation von Hochleistungsblöcken für die Chairside-CAD/CAM-Verarbeitung

Kuraray Noritake Dental Inc. gibt die Markteinführung von KATANA™ AVENCIA™ Block 2 bekannt, einem Hochleistungsblock der zweiten Generation, der für effiziente, hochwertige Einzelzahnrestaurationen im Chairside-CAD/CAM-Workflow entwickelt wurde.

KATANA™ AVENCIA™ Block 2 wurde für Inlays, Onlays, Veneers und Kronen entwickelt und ist in zwei optimierten Varianten erhältlich. Die Variante „Multi-Layered“ (ML) bietet einen nahtlosen Farbverlauf für Kronen mit natürlichem Erscheinungsbild, während die Variante „High-Translucent“ (HT) für Teilrestaurationen wie Inlays und Onlays konzipiert ist. Beide Varianten enthalten hochkonzentrierte, ultrafeine Partikelfüllstoffe, die für zuverlässige mechanische Eigenschaften und gleichbleibende Ästhetik sorgen.

KATANA™ AVENCIA™ Block 2 vereint Festigkeit mit optischer Integration. Sein firmeneigenes Herstellungsverfahren ermöglicht eine gleichmäßige Kunststoffimprägnierung, eine hohe Füllstoffdichte und glatte Oberflächen, was zu zuverlässigen Restaurationen und langfristiger Verschleißfestigkeit beiträgt. Das Material lässt sich schnell auf Hochglanz polieren, was dazu beiträgt, die Behandlungszeit zu verkürzen, ohne die Ästhetik zu beeinträchtigen.

Die Blöcke sind für unkomplizierte klinische Arbeitsabläufe konzipiert. Sie lassen sich mit gängigen CAD/CAM-Systemen bearbeiten, ermöglichen das Nass- oder Trockenfräsen und erfordern kein Brennen. Die Befestigungsprotokolle sind sowohl mit selbstadhäsiven als auch mit konventionellen Befestigungskompositen kompatibel und bieten somit Flexibilität je nach klinischer Präferenz.

Als Teil des 360°-Workflows von Kuraray Noritake lässt sich der KATANA™ AVENCIA™ Block 2 nahtlos in etablierte restaurative Lösungen wie PANAVIA™ SA Cement Universal, PANAVIA™ V5 und CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 integrieren und unterstützt so vorhersagbare Ergebnisse bei einem breiten Spektrum klinischer Indikationen. Die Restaurationen bleiben mit Kompositmaterialien modifizierbar und reparierbar, was eine langfristige Pflege ermöglicht.

Mit KATANA™ AVENCIA™ Block 2 erhalten Zahnärzte eine zeitsparende Lösung, die sowohl funktionelle Zuverlässigkeit als auch natürliche Ästhetik in der täglichen restaurativen Zahnmedizin gewährleistet.

KATANA™ AVENCIA™ Block 2 ist in den Ausführungen „Multi-Layered“ (ML) und „High-Translucent“ (HT) erhältlich, in verschiedenen Farbtönen und Größen sowie mit zwei Mandrel-Optionen: „Universal“ und „CEREC“, was die Kompatibilität mit bevorzugten CAD/CAM-Systemen gewährleistet.

Das volle Potenzial hochwertigen Zirkonoxids ausschöpfen

Das volle Potenzial hochwertigen Zirkonoxids ausschöpfen

Was ein Materialwechsel im Dentallabor bewirken kann

Die Umstellung auf ein anderes Zirkonoxidmaterial will gut überlegt sein. Doch lohnt sich der Wechsel zu KATANA™ Zirconia? Drei Inhaber norwegischer Dentallabore berichten über ihre Erfahrungen.

 

Zirkonoxid ist nicht gleich Zirkonoxid. Zahntechnikerinnen und Zahntechniker weltweit wissen, dass sich Zirkonoxid-Discs je nach Zusammensetzung und Herstellungsverfahren erheblich in ihrer Qualität unterscheiden können. Besonders deutlich zeigen sich diese Unterschiede bei den mechanischen und optischen Eigenschaften, die bereits während der industriellen Herstellung festgelegt werden. Auf den ersten Blick mögen die Zirkonoxidprodukte führender Hersteller ähnlich erscheinen. Bei genauerem Hinsehen können jedoch selbst kleine Unterschiede relevant sein. Hochwertige Rohstoffe, sorgfältige Reinigungs- und Pressverfahren sowie präzise gesteuerte Vorsinterprozesse bilden die Grundlage für eine konstant hohe Materialqualität. Sie tragen dazu bei, zuverlässige Ergebnisse zu erzielen und den Aufwand für Nacharbeiten zu reduzieren.

 

Die Wahl eines hochwertigen Zirkonoxids ist daher insbesondere bei komplexen Konstruktionen oder anspruchsvollen Verarbeitungsverfahren von großer Bedeutung. Das Material kann sowohl das ästhetische und funktionelle Ergebnis als auch die langfristige Stabilität der Restauration beeinflussen.

 

Wir haben mit drei Entscheidern aus norwegischen Dentallaboren über ihre Gründe für den Wechsel zur KATANA™ Zirconia Multi-Layered Series von Kuraray Noritake Dental Inc. gesprochen. Zudem berichten sie, wie sie die Materialien erfolgreich in ihre Laborabläufe integriert haben. Espen Rørstad ist Inhaber und Geschäftsführer von Vestfold Dental in Tønsberg. Lucas Andvik leitet Cicero Dental AS in Trondheim, und Egil Berg ist Leiter der Zahntechnik bei Berg Dental in Askim. Sie geben Einblicke in ihre Erfahrungen und teilen praktische Empfehlungen für die Verarbeitung.

 

Zeit für Veränderungen

Die Gründe, alternative Zirkonoxidmaterialien zu testen, waren unterschiedlich. Espen Rørstad, der seit 24 Jahren als Zahntechniker tätig ist, suchte nach Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich Festigkeit und Ästhetik: „Zirkonoxidmaterialien entwickeln sich derzeit rasant weiter. Besonders Rohlinge mit mehrschichtigen Farb-, Transluzenz- und Festigkeitsverläufen haben mein Interesse geweckt. Zunächst testete ich das Material eines anderen führenden Herstellers. Anschließend erhielt ich eine einzelne Disc KATANA™ Zirconia YML. Ich war sofort von dem homogenen, dicht gepressten Material und seinen optischen Eigenschaften beeindruckt. Seit meinem ersten Testfall mit KATANA™ Zirconia YML habe ich kein anderes Zirkonoxid mehr verwendet.“

 

„Ich war sofort von dem homogenen, dicht gepressten Material und seinen optischen Eigenschaften beeindruckt.“ Espen Rørstad

 

ESPEN RØRSTAD

ist Inhaber und Geschäftsführer von Vestfold Dental in Tønsberg.

LUCAS ANDVIK

ist Geschäftsführer von Cicero Dental AS in Trondheim.

EGIL BERG

ist Leiter der Zahntechnik bei Berg Dental in Askim.

 

Das passende Material auswählen

Egil Berg verwendet KATANA™ Zirconia YML für die meisten Indikationen und KATANA™ Zirconia HTML Plus für umfangreiche Rekonstruktionen mit zehn oder mehr Einheiten. Die Restaurationen werden überwiegend monolithisch mit einem kleinen vestibulären Cutback gestaltet. Espen Rørstad verfolgt einen ähnlichen Ansatz. Auch er setzt KATANA™ Zirconia YML regelmäßig für Rekonstruktionen mit bis zu zehn Einheiten ein – selbst bei implantatgetragenen Versorgungen in Kombination mit Titanbasen.

„Bei Restaurationen mit größeren Spannweiten entscheide ich mich meist für KATANA™ Zirconia HTML Plus oder gelegentlich für KATANA™ Zirconia HT in Kombination mit einer klassischen Schichttechnik.“

Lucas Andvik nutzt alle vier Multi-Layered-Zirkonoxide von Kuraray Noritake Dental Inc. – KATANA™ Zirconia UTML, STML, HTML Plus und YML. So kann er für jede Indikation gezielt die jeweils passenden Materialeigenschaften nutzen.

 

Arbeitsabläufe abstimmen

Der Wechsel zu einem neuen Material ist zunächst immer mit einem gewissen Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. Fräs-, Sinter- und Finishingprozesse müssen angepasst werden, bis die Abläufe zuverlässig und reproduzierbar funktionieren. Laut Espen Rørstad dauerte es bei KATANA™ Zirconia jedoch nicht lange, die erforderlichen Parameter einzustellen und qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen. Für ihn ist vor allem die richtige Positionierung der Restauration innerhalb der Disc entscheidend: „Die Positionierung ist der Schlüssel zum Erfolg. Weitspannige Rekonstruktionen sind stabil, wenn sie entsprechend den Empfehlungen des Herstellers im Rohling platziert werden. Die Lernkurve ist steil, und wir haben keine Probleme mit Frakturen.“

Lucas Andvik passte seinen Herstellungsprozess ebenfalls leicht an: „Anfangs versuchten wir, unsere Restaurationen in Rohlingen mit den Höhen zu positionieren, die wir zuvor verwendet hatten. Das erwies sich jedoch als schwierig. Um ausreichend Platz für die Verbinder zu schaffen und langspannige Restaurationen wie empfohlen mittig in der Disc positionieren zu können, verwenden wir inzwischen höhere Rohlinge. Damit waren die anfänglichen Herausforderungen gelöst.“

 

 

 

Was KATANA™ Zirconia besonders macht

Bei KATANA™ Zirconia werden sämtliche Schritte der Herstellung sorgfältig kontrolliert – von der Entwicklung und Produktion des Rohmaterials bis zum Pressen und Vorsintern der Discs. Grundlage dafür sind jahrzehntelange Erfahrung mit keramischen Werkstoffen sowie eine weitreichende Kontrolle der Produktionsprozesse im eigenen Unternehmen. Das Ergebnis ist ein hochwertiges Zirkonoxid mit besonderen Material- und Verarbeitungseigenschaften.

 

Dual-Gradient bei KATANA™ Zirconia YML

Ein harmonischer Verlauf von Transluzenz und Festigkeit innerhalb eines Rohlings.

 

Hohe Stabilität im ungesinterten Zustand

Filigrane Ränder und Kanten lassen sich zuverlässig fräsen. Das Risiko von Abplatzungen wird reduziert, weniger Haltestege sind erforderlich und das Material kann effizienter ausgenutzt werden.

 

Gezielt abgestimmter Yttriumoxidanteil

Transluzenz dort, wo sie ästhetisch gewünscht ist, und Festigkeit dort, wo sie mechanisch benötigt wird. Die einzelnen Schichten sind entsprechend ihrer jeweiligen Funktion zusammengesetzt.

 

Speedsintern

Für geeignete Restaurationen stehen Sinterzyklen von bis zu 54 Minuten zur Verfügung, bei denen die optischen und mechanischen Eigenschaften erhalten bleiben.

 

Abgestimmte Dichte und Wärmeausdehnung

Eine homogene Dichte und aufeinander abgestimmte Wärmeausdehnungskoeffizienten in allen Schichten reduzieren das Risiko von Sinterverformungen und unterstützen eine hohe Passgenauigkeit.

 

Einfache Bearbeitung

Ein praktischer Vorteil von KATANA™ Zirconia ist die gute Bearbeitbarkeit des Materials. Lucas Andvik erläutert: „KATANA™ Zirconia lässt sich leichter ausarbeiten als andere Materialien. Selbst in der Nähe der Ränder kann sicher gearbeitet werden, ohne das Frakturrisiko unnötig zu erhöhen. Andere Materialien wirken teilweise weniger dicht und weicher, wodurch es eher zu Randabsplitterungen kommen kann. Die gute Bearbeitbarkeit hat unseren internen Herstellungsprozess grundlegend verändert und trägt zu unseren zuverlässigen Ergebnissen bei.“ Espen Rørstad und Egil Berg bestätigen die angenehme Bearbeitung des Materials. Rørstad hebt zudem hervor, dass die Ästhetik der auf diese Weise ausgearbeiteten Restaurationen von den Partnerpraxen sehr positiv bewertet wird.

 

„KATANA™ Zirconia lässt sich leichter ausarbeiten als andere Materialien.“ Lucas Andvik

 

Den Sinterprozess für optimale Ergebnisse beherrschen

Das Sintern ist ein entscheidender Schritt im Herstellungsprozess. Hersteller hochtransluzenter Zirkonoxide empfehlen, die Sinteröfen regelmäßig zu kalibrieren und die tatsächlich erreichten Temperaturen zu überprüfen. Nur so lassen sich die vorgesehenen optischen und mechanischen Materialeigenschaften zuverlässig erzielen. Die empfohlenen Sinterprotokolle unterscheiden sich je nach Material. Kuraray Noritake Dental Inc. bietet für die vier Materialien der KATANA™ Zirconia Multi-Layered Series drei Programme an. Das siebenstündige Standardprogramm eignet sich für sämtliche freigegebenen Indikationen. Die Schnellprogramme mit einer Dauer von 54 beziehungsweise 90 Minuten sind für Restaurationen mit bis zu drei Einheiten vorgesehen. Für KATANA™ Zirconia Blocks ist unter den entsprechenden Voraussetzungen sogar ein 18-minütiger Sinterzyklus möglich.

Lucas Andvik verwendet für große Restaurationen das siebenstündige Programm über Nacht. Einzelzahnrestaurationen und kleine Brücken werden tagsüber im Schnellprogramm gesintert. Bei seinem neuen Ofen konnte er die empfohlenen Protokolle direkt übernehmen. Espen Rørstad hat die Programme geringfügig an seinen Ofen angepasst. Das Schnellsintern betrachtet er vor allem bei dringenden Aufträgen als wertvolle Option.

Egil Berg bevorzugt überwiegend das Sintern über Nacht: „Ein hochwertiger, moderner Ofen ist sehr wichtig. Er sollte regelmäßig kalibriert werden, und die Vorgaben des Materialherstellers sind einzuhalten. Wer Probleme feststellt, sollte insbesondere die Aufheiz- und Abkühlphasen überprüfen. So lassen sich die bestmögliche Festigkeit und Ästhetik sowie harmonische Übergänge zwischen den einzelnen Schichten des Rohlings erzielen.“

 

Micro-Layering verändert das Finishing

In allen drei Laboren führte die Einführung von KATANA™ Zirconia zu effizienteren Finishingverfahren.

Espen Rørstad berichtet: „Durch die Umstellung auf KATANA™ Zirconia konnten wir den Anteil monolithischer und mit Micro-Cutback gefertigter Zirkonoxidrestaurationen von etwa 40 auf 80 Prozent erhöhen. Im Frontzahnbereich arbeiten wir mit einem minimalen vestibulären Cutback und Micro-Layering. Seitenzahnrestaurationen werden rein monolithisch gestaltet und nur dezent charakterisiert. Eine klassische Vollverblendung führen wir nur noch auf besonderen Wunsch durch.“

Auch Egil Berg setzt auf Micro-Layering: „Wir haben die klassische keramische Vollverblendung vollständig aufgegeben und bevorzugen heute das Micro-Layering – insbesondere in Kombination mit KATANA™ Zirconia YML. Die ästhetischen Ergebnisse sind so überzeugend, dass mich kürzlich ein auf ästhetische Zahnmedizin spezialisierter Zahnarzt fragte, ob ich statt Zirkonoxid Lithiumdisilikat verwendet hätte.“

Lucas Andvik nutzt ebenfalls gezielt eine dünne Keramikschicht: „Wir sind vom vollständigen Cutback zum Micro-Layering übergegangen und verwenden dabei dasselbe Keramiksystem für Lithiumdisilikat und Zirkonoxid.“ Subgingivale Bereiche werden in seinem Labor häufig ausschließlich poliert. Dieses Vorgehen soll eine glatte Oberfläche unterstützen und wird von den behandelnden Zahnärztinnen und Zahnärzten sehr geschätzt.

 

Zufrieden mit den Ergebnissen?

Egil Berg fasst seine Erfahrungen zusammen: „Sobald der Workflow implementiert und alle Parameter eingestellt sind, lässt sich mit KATANA™ Zirconia hervorragend arbeiten. Meine Mitarbeiter schätzen die Bearbeitung beim Fräsen, die effizienten Abläufe und die vorhersehbaren Ergebnisse. Auch wenn das Material zunächst teurer sein kann als Zirkonoxide anderer Marken, fällt die Gesamtwirtschaftlichkeit für uns deutlich besser aus. Wir haben keine Probleme mehr mit Frakturen oder aufwendigen Neuanfertigungen. Aufgrund der homogenen Materialstruktur halten unsere Fräswerkzeuge länger, und zugleich ist die Kantenstabilität der gefrästen Restaurationen sehr hoch. Die Rohlinge sind so homogen, dass ich weitspannige Restaurationen ohne seitliche Abstützung sintern kann.“

 

Auch Lucas Andvik zieht ein positives Fazit: „Alle in meinem Labor, die mit KATANA™ Zirconia arbeiten, sind sehr zufrieden. Meine Mitgründerin Katharina hat im Auftrag namhafter Hersteller zahlreiche Materialien getestet und noch keines erlebt, das mit KATANA™ vergleichbar wäre. Die Zahntechnikerinnen und Zahntechniker in unserem Labor halten es für das vielseitigste und ästhetischste Zirkonoxid, das wir bislang verwendet haben. Alle vier Varianten lassen sich aus meiner Sicht hervorragend verarbeiten.

Ich empfehle außerdem die Teilnahme an einem der von Kuraray Noritake Dental Inc. angebotenen Kurse. Die Referenten verfügen über umfassendes Wissen. Wir haben dort ein deutlich tieferes Verständnis für Zirkonoxid entwickelt und praktische Hinweise erhalten, die uns im Laboralltag wirklich weiterhelfen.“

 

„Die Rohlinge sind so homogen, dass ich weitspannige Restaurationen ohne seitliche Abstützung sintern kann.“ Egil Berg

 

Espen Rørstad ist ebenfalls überzeugt: „Was die Ästhetik betrifft, ist KATANA™ Zirconia das beste Zirkonoxid, das ich bisher getestet habe – und ich habe in den vergangenen Jahrzehnten wirklich viele Materialien ausprobiert. Ich bin sowohl mit dem Material als auch mit der Zusammenarbeit und der Unterstützung durch das Team von Kuraray Noritake Dental sehr zufrieden. Auch mein Team arbeitet gern damit. Noch wichtiger ist für mich jedoch das positive Feedback unserer Kunden. Einer unserer Kunden hatte zuvor stets ein bestimmtes Zirkonoxid verlangt. Als wir das Material wechselten, haben wir ihn zunächst nicht ausdrücklich darauf hingewiesen. Inzwischen weiß er davon und ist mit den Ergebnissen sehr zufrieden.“ Nach Einschätzung von Rørstad kann KATANA™ Zirconia YML auch wirtschaftlich mit preisgünstigeren Zirkonoxiden konkurrieren. Ausschlaggebend seien der effizientere Herstellungsprozess und die hohe Vorhersagbarkeit der Ergebnisse.

 

Der Wechsel zu einem anderen Zirkonoxidmaterial erfordert zunächst Zeit, Tests und eine Anpassung der bestehenden Prozesse. Die Erfahrungen der drei norwegischen Dentallabore zeigen jedoch, dass sich dieser Aufwand lohnen kann. KATANA™ Zirconia verbindet aus ihrer Sicht Ästhetik, Festigkeit und effiziente Verarbeitung. Weniger Nacharbeiten, gut standardisierbare Abläufe und eine zuverlässige Bearbeitung können dazu beitragen, den Laboralltag zu vereinfachen und die Gesamtwirtschaftlichkeit zu verbessern. Wer einen Materialwechsel plant, sollte das neue Zirkonoxid unter den eigenen Laborbedingungen gründlich testen, die Verarbeitungsparameter sorgfältig abstimmen und Schulungsangebote nutzen. So lässt sich das Material sicher und erfolgreich in die bestehenden Arbeitsabläufe integrieren.

 

Praktische Tipps für die Umstellung

 

  • Fräs-, Sinter- und Finishingprotokolle prüfen und entsprechend den Empfehlungen des Herstellers anpassen.
  • Zahntechnikerinnen und Zahntechniker in der korrekten Positionierung der Restaurationen innerhalb des Rohlings schulen.
  • Für jede Indikation gezielt das geeignete Material auswählen.
  • Sinteröfen regelmäßig kalibrieren und die tatsächlich erreichten Temperaturen überprüfen.
  • Bei der Einrichtung neuer Arbeitsabläufe eng mit dem Hersteller beziehungsweise Lieferanten zusammenarbeiten und dessen technische Beratung nutzen.

 

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal

Warum wurde CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ausgezeichnet?

Reibungslose und effiziente Behandlungsabläufe, eine einfache Farbanpassung und überzeugende klinische Ergebnisse gehören zu den zentralen Anforderungen der modernen restaurativen Zahnmedizin. Kuraray Noritake Dental Inc. trägt diesen Anforderungen mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung moderner Dentalmaterialien Rechnung. Aufbauend auf dem Erfolg von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow mit seinen unterschiedlichen Fließfähigkeiten und der umfangreichen Farbpalette wurde ein fließfähiges Komposit mit einem vereinfachten universellen Farbkonzept entwickelt.

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal wurde 2025 in Europa eingeführt und ist in zwei Fließfähigkeiten erhältlich: „Super Low“ und „Low“. Es handelt sich um ein hochgefülltes, fließfähiges Komposit mit Submikron-Füllstoffen und Lichtstreuungstechnologie. Der Füllstoffanteil beträgt bei Super Low 78 Gewichtsprozent und bei Low 75 Gewichtsprozent.

Dank des universellen Farbsystems deckt eine einzige Farbe, U, die Farbtöne des VITA classical A1-D4-Systems ab. Für Kavitäten in dunkleren Zähnen ab Farbton B3 mit wenig umgebender Zahnsubstanz – beispielsweise bei Kavitäten der Klassen III und IV – steht mit UD eine zweite, dunklere Farbe zur Verfügung.

Während das Material in Europa in zwei Fließfähigkeiten angeboten wird, ist in den USA die Variante „Super Low“ erhältlich. Diese wurde auch vom Dental Advisor getestet.

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal findet aufgrund folgender Eigenschaften zunehmend Anerkennung in der klinischen Praxis:

  • vereinfachtes Zwei-Farben-Konzept
  • hervorragende Fließeigenschaften
  • hohe mechanische Festigkeit, vergleichbar mit pastösen Kompositen
  • einfache Politur und lang anhaltender Glanz
  • durchdachtes Spritzen- und Düsensystem zur Minimierung von Hohlräumen und Tropfenbildung


Dental Advisor Research Award 

Laboruntersuchungen bestätigen Festigkeit, Stabilität und kontrollierte Applikation

Unabhängige In-vitro-Tests am Dental Advisor Biomaterials Research Center haben gezeigt, dass CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal in der Variante Super Low bei mehreren physikalischen Eigenschaften zu den leistungsstärksten Materialien seiner Klasse gehört. Dazu zählen unter anderem Biegefestigkeit, Bruchzähigkeit und Druckfestigkeit.

Im Vergleich zu anderen Kompositen mit Universal-Farbton zeigte das Material zudem eine sehr gute Farbanpassung über ein breites Spektrum unterschiedlicher Zahnfarben hinweg. Röntgenanalysen bestätigten, dass das Design von Spritze und Applikationsspitze zu einer geringen Hohlraumbildung beiträgt und damit eine zuverlässige und effiziente Einbringung unterstützt. Viskositätstests zeigten eine standfeste Konsistenz mit kontrolliertem Fließverhalten und ohne Absinken. Dadurch ermöglicht das Material eine präzise anatomische Modellierung und einen kontrollierten Aufbau der Höcker.

Diese Ergebnisse waren ausschlaggebend für die Verleihung des „Dental Advisor Research Award“. Mit der Auszeichnung werden herausragende Ergebnisse bei der Untersuchung physikalischer Eigenschaften sowie ein besonderes Engagement für eine forschungsorientierte Produktentwicklung gewürdigt.

Dental Advisor Top Product Award

Kliniker loben Handhabung, Transluzenz und Farbanpassung

Neben den Laborergebnissen überzeugte CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal in der Variante Super Low auch in der klinischen Anwendung. Dies war ein entscheidender Faktor für die Verleihung des „Dental Advisor Top Product Award“. Die Gutachter hoben insbesondere die ausgewogene Viskosität und die überzeugende Farbanpassung hervor. Diese werden durch die optimierte Transluzenz, die Lichtstreuungstechnologie und die gezielte Abstimmung der Farbsättigung unterstützt. Das vereinfachte Farbsystem und das durchdachte Applikationsdesign führten im Praxisalltag zu zuverlässigen und vorhersehbaren Ergebnissen. Dies spiegelte sich auch in Rückmeldungen der Gutachter wider, beispielsweise: „Hervorragende Farbanpassung und keine Luftblasen.“ Dank dieser Eigenschaften eignet sich das Material für ein breites Spektrum restaurativer Anwendungen im Front- und Seitenzahnbereich.

Wissenschaftliche Leistungsfähigkeit und klinische Praxistauglichkeit intelligent vereint

Mit dem „Dental Advisor Research Award“ und dem „Top Product Award“ vereint CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal in der Variante Super Low wissenschaftlich belegte Materialeigenschaften mit einer hohen klinischen Praxistauglichkeit. Die Kombination aus vereinfachter Farbanpassung, hoher mechanischer Leistungsfähigkeit und komfortabler Handhabung macht das Material zu einer vielseitigen Lösung für Zahnärztinnen und Zahnärzte, die effiziente Behandlungsabläufe anstreben, ohne Abstriche bei Ästhetik oder Festigkeit zu machen.

Teil des wachsenden „Universal Excellence“-Portfolios

Kuraray Noritake Dental Inc. kennt die Anforderungen moderner Zahnarztpraxen. Komplexe Behandlungen, eng getaktete Terminpläne und eine patientenorientierte Versorgung miteinander zu vereinbaren, ist eine tägliche Herausforderung. Deshalb arbeitet das Unternehmen kontinuierlich an der Weiterentwicklung seiner Materialien – damit sich Behandlungsteams auf das Wesentliche konzentrieren können: ihre Patientinnen und Patienten. Das „Universal Excellence“-Portfolio unterstützt effiziente Arbeitsabläufe und bietet hochwertige Materialien und Instrumente, die sich sinnvoll in bestehende Behandlungskonzepte integrieren lassen.

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ist die jüngste kompositbasierte Ergänzung des Universal-Portfolios. Das Material eignet sich für zahlreiche Anwendungen im Rahmen direkter und indirekter restaurativer Verfahren und ergänzt das universelle pastöse Komposit CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal sowie das universelle selbstadhäsive Befestigungskomposit PANAVIA™ SA Cement Universal.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Dental Advisor unter www.dentaladvisor.com sowie auf der Website von Kuraray Noritake Dental Europe unter www.kuraraynoritake.eu.

Universelles Farbkonzept trifft auf fließfähiges Restaurationsmaterial

Interview mit Takehiro Kameya

Manager der Technologieabteilung von Kuraray Noritake Dental Inc.

Wie wurde der Bedarf für ein universelles fließfähiges Restaurationsmaterial identifiziert?

Der zunehmende weltweite Einsatz stopfbarer Komposite mit universellem Farbkonzept deutete früh auf einen entsprechenden Bedarf im Bereich fließfähiger Materialien hin. Vor diesem Hintergrund lag die Annahme nahe, dass Anwender auch von einer fließfähigen Variante mit vergleichbarem Konzept profitieren würden. Insbesondere vereinfachte klinische Workflows sowie eine reduzierte Anzahl an vorzuhaltenden Farben bieten Vorteile im Hinblick auf Effizienz und Bestandsmanagement. Das universelle fließfähige Komposit wurde zunächst im japanischen Markt eingeführt, wo es rasch eine hohe Akzeptanz und einen signifikanten Marktanteil erreichte. Anwender berichteten dort über vielseitige Einsatzmöglichkeiten sowie durchweg positive klinische Ergebnisse. Auf Basis dieser erfolgreichen Marktentwicklung wurde in enger Abstimmung mit dem europäischen Team die Einführung in Europa initiiert. Die anschließende Kommerzialisierung erfolgte in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum von etwa einem Jahr.

Schafft die zusätzliche Verwendung eines universellen fließfähigen Komposits neben einer universellen stopfbaren Variante wirklich einen Mehrwert?

Ja, die ergänzende Verwendung eines modernen fließfähigen Komposits bietet mehrere Vorteile. Im Gegensatz zu früheren Produkten verfügt die neueste Generation fließfähiger Komposite über eine ausreichende mechanische Festigkeit, sodass sie auch für reguläre Restaurationen eingesetzt werden können. Zu den Vorteilen zählen: hervorragende Fließfähigkeit – selbst in sehr enge Bereiche komplexer Kavitäten, einfache und schnelle Applikation, optimale Adaption an die adhäsive Grenzfläche, dichter Randschluss.

Was sind die Unterschiede zwischen CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow und CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal?


CLEARFIL MAJESTY ES Flow und CLEARFIL MAJESTY ES Flow Universal teilen viele zentrale Eigenschaften: komfortable Applikation und Handhabung, gute Modellierbarkeit, sehr einfache und schnelle Politur, langanhaltender Glanz und hervorragende mechanische Eigenschaften. Dank ihrer hohen Festigkeit können beide Materialien nicht nur als Liner, sondern auch für direkte Restaurationen verwendet werden.

Der entscheidende Unterschied liegt im Farbkonzept: Die Universal-Variante verwendet ein universelles Farbsystem. Dadurch kann sie sich an ein breites Spektrum von Zahnfarben anpassen
Gleichzeitig wird die Anzahl benötigter Farben deutlich reduziert.

Bitte beschreiben Sie das Farbkonzept von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal. Wie viele Farben gibt es und wie werden sie ausgewählt?


Das Farbkonzept von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal basiert auf einer gezielten Vereinfachung der Farbauswahl bei gleichzeitig hoher klinischer Flexibilität. Das System umfasst lediglich zwei Universalfarben: Universal (U) und Universal Dark (UD). Die Farbe U eignet sich besonders für sämtliche Restaurationen im Seitenzahnbereich, unabhängig von der Zielzahnfarbe. Im Frontzahnbereich sowie im zervikalen Bereich (Klasse III-, IV- und V-Kavitäten) wird U bevorzugt für Zahnfarben im Bereich von A1 bis A3 eingesetzt (einschließlich B1, B2, C1, C2 sowie D2–D4).
Für dunklere Zahnfarben stellt UD die geeignete Wahl dar. Diese Farbe ist für Zielzahnfarben im Bereich von A3,5 bis A4 konzipiert (einschließlich B3, B4, C3 und C4). Durch diese Reduktion auf zwei Farbtöne wird die Farbauswahl im klinischen Alltag deutlich vereinfacht, ohne die ästhetische Integrationsfähigkeit der Restauration zu beeinträchtigen.

 

Farbabstimmung bei Front- und Seitenzahnrestaurationen

 

Warum bieten Sie eine zusätzliche Farbe für den Frontzahnbereich an?

Universalfarb-Komposite müssen die Farbe der umgebenden Zahnstruktur annehmen, um bei einer Vielzahl von Zielfarben ein optimales ästhetisches Ergebnis zu erzielen. Im Seitenzahnbereich steht in der Regel ausreichend umgebende Zahnsubstanz zur Verfügung, da meist mehrere Kavitätenwände erhalten bleiben. Dies erleichtert die Farbübernahme erheblich.

Im Frontzahnbereich hingegen ist die Situation anders: Hier kann Licht leichter durch die Struktur hindurchtreten, wodurch die Eigenfarbe des Komposits stärker sichtbar wird. Dies kann zu Einschränkungen bei der Farbanpassung führen. Bei CLEARFIL MAJESTY ES Flow Universal zeigte sich, dass die Farbe U, die im Seitenzahnbereich ideal ist, bei Frontzahnrestaurationen dunklerer Zähne gewisse Grenzen in der Farbanpassung aufweist.

Aus diesem Grund wurde eine zweite Farboption speziell für solche Situationen entwickelt.
Mit den Farben U und UD bietet das Material eine hervorragende Farbanpassung von hell bis dunkel und erfüllt damit insbesondere im Frontzahnbereich die Anforderungen an eine präzise Farbwahl.

Die Entwicklung von nur zwei Farben zur Abdeckung so vieler Zahnfarben klingt anspruchsvoll. Wie wurde überprüft, ob diese Farben klinisch geeignet sind?

Die Entwicklung der Farbe U, die ein noch breiteres Farbspektrum für Front- und Seitenzähne abdecken soll als die Universalfarbe von CLEARFIL MAJESTY ES-2 Universal, stellte tatsächlich eine große Herausforderung dar. Zur Bewertung und Feinabstimmung wurden wiederholt Füllversuche durchgeführt: an künstlichen Zähnen, an extrahierten Zähnen mit unterschiedlichen Zahnfarben.
Dabei wurden zahlreiche experimentelle Farbtöne getestet. Zusätzlich erfolgte die finale Bewertung durch praktisch tätige Zahnärztinnen und Zahnärzte unter klinischen Bedingungen.

Was sind die größten Herausforderungen bei der Farbbestimmung und -auswahl im klinischen Umfeld?

Eine zentrale Limitation der klassischen Farbbestimmung besteht in dem erhöhten Zeitaufwand am Behandlungsstuhl. Sowohl aus Sicht des Behandlers als auch des Patienten ist jedoch eine möglichst kurze Behandlungsdauer anzustreben, da dies die Effizienz steigert, Kosten reduziert und den Patientenkomfort verbessert. Ein wesentlicher Nachteil ergibt sich zudem aus potenziellen Fehlbestimmungen der Zahnfarbe. Farbabweichungen können zusätzliche intraorale Korrekturen erforderlich machen oder im ungünstigsten Fall zur Neuanfertigung der Restauration führen. Dies führt nicht nur zu einem erhöhten zeitlichen und wirtschaftlichen Aufwand, sondern beeinträchtigt auch den gesamten Behandlungsablauf.

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ist in zwei Viskositäten erhältlich – Low und Super Low. Warum wurde diese Differenzierung gewählt und worin bestehen die Unterschiede in der Anwendung?


Die Bereitstellung zweier Viskositätsstufen mit unterschiedlichen thixotropen Eigenschaften dient dazu, individuellen Anwenderpräferenzen sowie verschiedenen klinischen Situationen gerecht zu werden. Grundsätzlich bestehen keine wesentlichen Unterschiede im Indikationsspektrum zwischen Low und Super Low. Beide Varianten können vielseitig eingesetzt werden. Die Auswahl erfolgt vielmehr auf Basis des bevorzugten Handlings und der jeweiligen klinischen Anforderungen. So eignet sich die Super-Low-Variante aufgrund ihres ausgeprägteren Fließverhaltens besonders für die präzise Gestaltung okklusaler Strukturen im Seitenzahnbereich. Die Low-Variante hingegen bietet ein etwas standfesteres Verhalten und ist dadurch breit einsetzbar, beispielsweise für Linings, zervikale Defekte sowie approximal gelegene Kavitäten.

 

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal – Hervorragende mechanische Eigenschaften

 

Welche Technologien stehen hinter CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal und ermöglichen die ausgeprägte Farbintegration („Blend-in-Effekt“)?


Eine zentrale Grundlage für die hohe Farbintegration bildet die proprietäre Light Diffusion Technology. Diese basiert auf der gezielten Steuerung der Lichtstreuung im Material: Eine stärkere diffuse Reflexion des einfallenden Lichts führt zu einem aufhellenden Effekt, während eine geringere Lichtstreuung die Aufnahme dunklerer Farbtöne aus der umgebenden Zahnstruktur begünstigt. Auf diese Weise kann sich das Material optisch an unterschiedliche klinische Situationen anpassen.
Darüber hinaus wurde besonderes Augenmerk auf die Chroma-Anpassung gelegt. Das universelle Farbkonzept beruht auf der Fähigkeit des Materials, die Farbcharakteristik der umgebenden Zahnhartsubstanz aufzunehmen und sich harmonisch in diese zu integrieren. Entsprechend wurde die Farbsättigung so abgestimmt, dass sie mit einem breiten Spektrum natürlicher Zahnfarben kompatibel ist.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die gezielt eingestellte Transluzenz. Diese wird durch den Einsatz submikroner Füllstoffe sowie spezieller Silica-Cluster beeinflusst. In enger Zusammenarbeit mit erfahrenen klinischen Anwendern wurde ein Transluzenzniveau definiert, das eine natürliche ästhetische Integration unterstützt, ohne die optische Stabilität der Restauration zu beeinträchtigen.

 

 

Wie geht man bei verfärbter Zahnsubstanz im Untergrund vor – ist ein Abdecken mit Blocker oder Opaquer notwendig?


Die Notwendigkeit einer zusätzlichen Opakisierung hängt maßgeblich vom Ausmaß der Verfärbung der Zahnhartsubstanz ab. Aufgrund der ausgeprägten lichtoptischen Eigenschaften von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal – insbesondere der kontrollierten Lichtdiffusion – ist in vielen Fällen keine zusätzliche Blockung erforderlich, da eine ausreichende Farbintegration erzielt werden kann.
Bei ausgeprägten Verfärbungen kann es jedoch sinnvoll sein, den Kavitätenboden gezielt vorzubehandeln. Hierzu kann beispielsweise ein Unterbau mit den Dentinfarben A2D oder A3D aus CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow erfolgen. Alternativ kann ein Opaker wie CLEARFIL™ ST Opaquer eingesetzt werden, um eine zuverlässige Maskierung dunkler Strukturen zu gewährleisten und die ästhetische Integration der Restauration zu optimieren.

Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um die Bildung von Lufteinschlüssen während der Applikation zu vermeiden?

Zur Minimierung von Lufteinschlüssen wurde das bewährte Verpackungs- und Applikationsdesign von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow übernommen. Das innovative Spritzensystem ist so konzipiert, dass der Totraum zwischen Spritze und Applikationskanüle beim Aufsetzen der Spitze auf ein Minimum reduziert wird. Dadurch wird das Risiko der Luftinsertion während der Materialapplikation deutlich verringert und eine gleichmäßige, blasenarme Applikation unterstützt.

Gibt es Empfehlungen, wann CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow bzw. CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal eingesetzt werden sollte?


Die universelle Variante CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ist insbesondere für allgemeine Anwendungen wie Lining- und Füllungstechniken geeignet, wie sie in der Gebrauchsanweisung beschrieben sind. Sie bietet Vorteile vor allem dann, wenn eine vereinfachte Farbauswahl und ein effizienter Workflow im Vordergrund stehen. CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow hingegen wird bevorzugt in Fällen eingesetzt, in denen größere Bereiche der Zahnhartsubstanz überdeckt werden und eine gezielte Farbveränderung des gesamten Zahns erforderlich ist. Ein typisches Beispiel hierfür sind direkte Veneers. In solchen Situationen ist die Verwendung mehrerer Farben und unterschiedlicher Opazitäten entscheidend, um ein optimales ästhetisches Ergebnis zu erzielen.

Wie sieht die Zukunft fließfähiger Komposite aus?

Mit zunehmender Verfügbarkeit klinischer Daten sowie belastbarer physikalischer Kennwerte ist davon auszugehen, dass das Vertrauen in fließfähige Komposite – insbesondere in Europa – weiter wächst und ihr Indikationsspektrum entsprechend erweitert wird. Darüber hinaus wird ein steigender Bedarf erwartet, insbesondere durch die Weiterentwicklung moderner restaurativer Techniken, bei denen fließfähige Komposite in Kombination mit Matrizen oder Formhilfen eingesetzt werden. Diese Ansätze ermöglichen standardisierte, effiziente und reproduzierbare Behandlungskonzepte.

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Neue Materialien, digitale Workflows und moderne Techniken entwickeln sich in der Zahnmedizin rasant weiter. Schritt zu halten gehört zum Alltag in Praxis und Labor. Doch wirklich praxisnahe Informationen, die sich direkt anwenden lassen, sind oft schwer zu finden. Genau dafür gibt es BOND.

BOND richtet sich an Zahnärzte und Zahntechniker, die mehr möchten als reine Theorie. Im Mittelpunkt stehen konkrete Anwendungen, bewährte Workflows und echte Erfahrungen aus dem klinischen und zahntechnischen Alltag.

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Schwerpunkt liegt dabei auf modernen Keramik- und Zirkonoxid-Workflows. Themen wie Micro-Layering zeigen beispielsweise, wie sich hochästhetische Ergebnisse mit deutlich weniger Schichtaufwand und effizienteren Laborprozessen realisieren lassen. Gleichzeitig widmen sich klinische Beiträge der Frage, wie restaurative Abläufe vereinfacht und Materialentscheidungen sicherer und vorhersagbarer werden können. Auch innovative Entwicklungen rund um KATANA™ Zirconia, moderne Multi-Layered-Technologien oder vereinfachte Chairside- und Labside-Workflows sind regelmäßig Bestandteil des Magazins.

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Welche Lösungen überzeugen wirklich in der täglichen zahnärztlichen Praxis?

Welche Lösungen überzeugen wirklich in der täglichen zahnärztlichen Praxis?

Dental Advisor 2026: Auszeichnungen für Kuraray Noritake Produkte für Exzellenz und Zuverlässigkeit

Angesichts steigender klinischer Anforderungen und gleichzeitig begrenzter Behandlungszeit rücken Materialien und Geräte in den Fokus, die im Praxisalltag durch zuverlässige Performance bei gleichzeitig effizienter Handhabung überzeugen. Neben einer hohen Verarbeitungsqualität zählen insbesondere Anwenderfreundlichkeit, Zeitersparnis und langfristige klinische Stabilität zu den zentralen Auswahlkriterien.

Vor dem Hintergrund eines dynamischen Marktes mit einer Vielzahl neuer Produkte und teilweise weitreichender Leistungsversprechen gewinnt die Orientierung an unabhängigen Evaluationssystemen zunehmend an Bedeutung. Solche Bewertungen berücksichtigen sowohl standardisierte Labortests als auch klinische Erfahrungswerte und bieten damit eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Eine der international renommiertesten Institutionen in diesem Kontext ist The Dental Advisor. Die Organisation vergibt jährlich ihre Top Product, Preferred Product sowie Research Awards und zeichnet damit Produkte aus, die sich nicht nur durch Innovationsgrad, sondern insbesondere durch konsistente und evidenzbasierte klinische Leistungsfähigkeit auszeichnen.

Im Jahr 2026 wurden mehrere Produkte der Kuraray Noritake Dental Inc. prämiert – darunter sowohl neu entwickelte universelle fließfähige Komposite als auch etablierte Materialien, die weiterhin einen maßgeblichen Beitrag zur modernen restaurativen und adhäsiven Zahnmedizin leisten.

Eine überzeugende Kombination von Eigenschaften: Gewinner der Research Awards

Nach Angaben von The Dental Advisor dokumentieren Unternehmen, die mit einem Research Award ausgezeichnet werden, ein ausgeprägtes Engagement für die Weiterentwicklung dentaler Technologien sowie für die kontinuierliche Verbesserung der Patientenversorgung.

Die prämierten Produkte werden im Dental Advisor Biomaterials Research Center einer umfassenden wissenschaftlichen Evaluation unterzogen. Ziel ist es, ihre materialwissenschaftliche und klinische Leistungsfähigkeit differenziert zu beurteilen und diejenigen Materialien zu identifizieren, die eine besonders ausgewogene und leistungsstarke Kombination relevanter Eigenschaften aufweisen.

 

 

1. CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 (Research Award und Preferred Product)

Das 2025 eingeführte CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 stellt eine Weiterentwicklung des etablierten multimodalen Adhäsivsystems CLEARFIL™ Universal Bond Quick dar. Beide Systeme zeichnen sich durch eine besonders zeiteffiziente Applikation aus und tragen damit den Anforderungen eines optimierten klinischen Workflows Rechnung. Untersuchungen im Dental Advisor Biomaterials Research Center belegen eine hohe Haftfestigkeit an Schmelz und Dentin – auch nach simulierter Alterung sowie unter Bedingungen der Speichelkontamination. Dies spricht für eine zuverlässige adhäsive Performance selbst unter klinisch anspruchsvollen, feuchten intraoralen Bedingungen. Darüber hinaus zeigten In-vitro-Analysen eine sehr geringe Schichtdicke im Bereich von 3–5 μm, was insbesondere im Kontext der Befestigung indirekter Restaurationen eine präzise Passung und optimale Randadaptation unterstützt.

2. CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal (Research Award und Top Product Award)

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ist ein hochgefülltes, fließfähiges Komposit, das 2025 eingeführt wurde. Es basiert auf einem hohen Anteil submikroner Füllstoffe (78 Gew.-%) und verfügt über ein vereinfachtes universelles Farbkonzept, das durch eine optimierte Lichtstreuungstechnologie realisiert wird.

Unabhängige Untersuchungen im Biomaterials Research Center bestätigten:

  • sehr hohe Festigkeitswerte innerhalb seiner Klasse
  • ausgezeichnete Röntgensichtbarkeit
  • hervorragende Farbanpassung im Vergleich zu anderen universellen Kompositen.

Im Hinblick auf die klinische Anwendung wurde das Material gezielt für eine effiziente und kontrollierte Applikation entwickelt. Spezifisch abgestimmte Spritzen- und Kanülensysteme ermöglichen eine weitgehend blasenfreie Verarbeitung, was auch radiologisch nachvollziehbar ist.

Die Viskosität zeigt ein niedrigviskoses, gleichzeitig standfestes Verhalten („no slump“). Dadurch werden sowohl ein präziser Aufbau okklusaler Strukturen als auch eine detailgetreue anatomische Modellation unterstützt.

 

 

3. KATANA™ Cleaner

KATANA™ Cleaner wurde 2026 ebenfalls mit einem Research Award ausgezeichnet – auch ohne vorausgehende klinische Langzeitevaluation, was die hohe wissenschaftliche Relevanz des Produkts unterstreicht. Das universelle Reinigungspräparat enthält MDP-Salz und wurde gezielt zur effektiven Entfernung von Kontaminationen sowohl auf restaurativen Materialien als auch auf der Zahnhartsubstanz entwickelt. Laboruntersuchungen zeigten, dass sich die Haftfestigkeit auf zuvor speichelkontaminierten Oberflächen aus Zirkonoxid und Lithiumdisilikat wieder auf ein optimales Niveau anheben lässt. Rasterelektronenmikroskopische Analysen bestätigten zudem eine nahezu vollständige Entfernung organischer Rückstände und damit eine effektive Oberflächenreinigung als Voraussetzung für eine zuverlässige adhäsive Befestigung.

Fazit

Bei Kuraray Noritake Dental basiert Innovation auf einem fundierten Verständnis der klinischen Anforderungen und Abläufe im Praxisalltag. Die im Jahr 2026 verliehenen Auszeichnungen reflektieren das kontinuierliche Bestreben, Materialien zu entwickeln, die wissenschaftliche Exzellenz mit hoher praktischer Relevanz verbinden – mit dem Ziel, vorhersagbare Behandlungsergebnisse, effiziente klinische Workflows und eine optimierte Patientenversorgung zu ermöglichen.

Vor dem Hintergrund einer sich stetig weiterentwickelnden Zahnmedizin unterstreicht die Anerkennung durch The Dental Advisor die Bedeutung von Lösungen, die ihre Leistungsfähigkeit unter realen klinischen Bedingungen unter Beweis stellen. Durch den engen Austausch mit Anwenderinnen und Anwendern sowie durch kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit bleibt Kuraray Noritake Dental darauf ausgerichtet, evidenzbasierte Innovationen voranzutreiben und Zahnärztinnen und Zahnärzte im klinischen Alltag nachhaltig zu unterstützen.