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Optimierung intraoraler und extraoraler Substrate für maximales Adhäsionspotenzial

Optimierung intraoraler und extraoraler Substrate für maximales Adhäsionspotenzial

Artikel von Dr. Clarence Tam HBSc, DDS, FIADFE, AAACD

Die tägliche Praxis der adhäsiven restaurativen Zahnheilkunde, ob bei direkten oder indirekten Restaurationen, ist mit der Notwendigkeit idealer Umgebungsbedingungen verbunden. Der adhäsive Haftverbund bildet das Fundament direkter und indirekter Restaurationen, da es den Verbund zwischen Restauration und Zahn herstellt. Da die moderne Zahnmedizin minimalinvasiv sein möchte, spiegelt sich die Behandlung der Oberflächen in dieser Philosophie durch die Verwendung von selbstätzenden Multi-Substrat-Säuremonomeren wie 10-Methacryloyloxyldecyl-Dihydrogenphosphat (10-MDP) wider. Es gibt jedoch unzählige Möglichkeiten, durch die sowohl die Restaurations- als auch Zahnoberflächen mit verschiedenen Substanzen kontaminiert werden können, was die Prognose der Restauration beeinträchtigt.

 

Einige der zu berücksichtigenden Kontaminanten sind natürliche Feuchtigkeit durch Atmung, Umgebungsfeuchtigkeit in der Mundhöhle, Blut, Speichel und künstliche Quellen wie Provisorienzement während einer zweistufigen indirekten Vorgehensweise. Feuchtigkeit ist ein Faktor, die nur durch einen kontrollierten Ansatz während der Dentinpenetration der Vorbereitung des Substrats für die Adhäsion willkommen ist. Wenn die Menge jedoch zu hoch ist, wird die Hybridisierung der Grenzfläche beeinträchtigt. Blut und Speichel sind in der restaurativen Zahnheilkunde allgegenwärtig und werden am besten durch die Verwendung von Kofferdam im Rahmen einer absoluten Isolationsphilosophie kontrolliert. Eine Kontamination der präparierten Oberfläche kann auch durch Try-In-Zemente oder Gleitmittel erfolgen. Hämostatische Mittel wie Eisen(III)-sulfat und Aluminiumchlorid können unlösliche Substanzen auf der Zahnoberfläche hinterlassen, die 33%ige Orthophosphorsäure nur teilweise entfernen kann. Auch die partikuläre Ablagerung von Dentin und Schmelz im Rahmen der Standard-Zahnpräparation wird berücksichtigt. Diese Schmierschicht verbleibt auf der Dentinoberfläche, verschließt oft die Dentinkanälchen und ist ein Hindernis, das überwunden werden muss, um eine Verbindung zum Hydroxylapatit und den Kollagenfibrillen der Oberfläche herzustellen. Insgesamt sind die Risiken für eine Beeinträchtigung der Adhäsion und im schlimmsten Fall für ein Versagen der Adhäsion hoch. Dieser Bericht beschreibt die Verwendung einer neuen Lösung zur Entfernung von Ablagerungen sowohl von indirekten Restaurationen als auch von Zahnoberflächen mit einer 10-MDP-Salz-basierten Lösung, die sowohl extraoral als auch intraoral verwendet werden kann.

 

ENDEMISCHE KONTAMINANTEN: FEUCHTIGKEIT, BLUT UND SPEICHEL

Feuchtigkeit ist ein entscheidender Faktor, um die Adhäsionskraft bestimmter moderner Universaladhäsive zu maximieren. Das Vorhandensein von Feuchtigkeit ermöglicht eine erhöhte Penetration von Haftlösungen in die Dentinkanälchen und zwischen die Kollagenfibrillen und stärkt letztendlich die Widerstandsfähigkeit der Hybridschicht¹. Bei der Befestigung einer indirekten Restauration hat sich gezeigt, dass sowohl die Speichel- als auch die Blutkontamination der Kontaktflächen eine schädliche Auswirkung auf die Haftfestigkeit haben, wobei die Blutkontamination unter allen Bedingungen am schlechtesten abschneidet². Van Meerbeck et al. berichteten über die Techniksensitivität bei modernen Einstufen-Universaladhäsiven³. Die Grundlage seiner Erkenntnisse ist, dass diese Adhäsive Wasser als Ionisationsmedium für die selbstätzende Reaktion benötigen, wobei das Wasser von den Grenzflächen abgedampft werden muss, um die Haftfestigkeit zu maximieren. Trotzdem gelten diese Grenzflächen als semipermeabel, was die Hybridschicht für ein erhöhtes Risiko des hydrolytischen Abbaus in Adhäsivlösungen prädisponiert, die kein 2-Hydroxyethylmethacrylat (HEMA) enthalten, das eine größere Affinität zu Wasser hat.

 

Periera et al. testeten verschiedene Feuchtigkeitsgrade des Dentinsubstrats, die mit Variablen wie kurzem vs. langem Luftstrahlen, feuchten vs. trockenen Wattepellets, der Verwendung von Mikrobürstchen und einer absichtlich überfeuchteten Oberfläche kontrolliert wurden. In allen Gruppen führte die „feuchteste“ Oberfläche zur niedrigsten Scherfestigkeit⁴.

 

Der Einfluss von Speichel- und Blutkontamination ist eindeutig negativ in Situationen, in denen der Verbund vor oder nach dem Auftragen des Adhäsivs kontaminiert wurde. Bei Speichel ist diese Reduktion auf die Ablagerung von Speichelglykoprotein auf der Oberfläche zurückzuführen, und in Bezug auf Blut blockieren Makromoleküle wie Fibrinogen und Thrombozyten den Zugang zu den Tubuli für eine effektive Verbindung. Es wurde festgestellt, dass die Blutkontamination die Haftfestigkeit im Vergleich zu Speichel durchweg stärker beeinträchtigt².

 

Im Allgemeinen war Chlorhexidin auf Dentin mit Schmierschicht durchweg anderen Mitteln wie Ethanol, EDTA, Aloe Vera überlegen, um die höchste Scherfestigkeit zum Dentin zu erzielen. Auf Dentin, das zuvor geätzt und mit Blut und Speichel kontaminiert worden war, war das anschließend aufgetragene Mittel, das die höchste Wiederherstellung der Scherfestigkeit zeigte, 37,5%ige Phosphorsäure⁵. Eine Studie über die nanomechanischen und nanorauen Eigenschaften von geätztem Dentin und mit selbstätzendem Adhäsiv behandeltem Dentin, das beide mit Speichel kontaminiert waren, ergab, dass KATANA™ Cleaner in der Lage war, die Kontrollwerte des komplexen Moduls und der Nanorauheit im Vergleich zur Kontrolle wiederherzustellen⁶.

 

SYNTHETISCHE WORKFLOW-KONTAMINANTEN: GIPS, HÄMOSTATISCHE MITTEL, WURZELKANALFÜLLER UND PROVISORISCHE ZEMENTE


Eine Studie von Marfenko et al. aus dem Jahr 2020 zeigte, dass die Speichelkontamination im Vergleich zur Kontamination durch Gips aus Laborprozessen signifikant niedrigere Haftfestigkeiten aufwies. Die Anwendung eines Silanhaftmittels auf die Restaurationsinnenfläche hat eine schützende Wirkung auf die Haftfestigkeit⁷. Der Vorbehalt ist, dass Restaurationen auf Lithiumdisilikatbasis oft vom Labor vorgeätzt mit Flusssäure angefordert werden. Oft wird der Fall an den Kliniker auf dem Sekundär- oder Primärmodell zurückgegeben. Wenn die Oberfläche bereits mit Flusssäure behandelt wurde, kann sie nun als mit Gips- oder Harzmodell oder einfach mit Hautölen durch Handhabung rekontaminiert betrachtet werden. Die ungeschützte Oberfläche muss in jedem Fall nach der Anprobe dekontaminiert werden, die nun Elemente von Gips, Blut und Speichel sowie hämostatische Mittel wie Aluminiumchlorid und Eisen(III)-sulfat enthalten kann. Wenn Silanhaftmittel vor der Anprobe aufgetragen werden, stellt sich die Frage, ob die Oberfläche nach der Entnahme aus dem Modell wirklich frei von Kontaminationen war.

 

Aluminiumchlorid ist ein hämostatisches Mittel, das einen unlöslichen Niederschlag auf der Dentinoberfläche hinterlässt, der nur teilweise durch die Behandlung mit Phosphorsäure entfernt wird, was nur zu einer teilweisen Wiederherstellung der Scherfestigkeit im Vergleich zur Kontrolle führt. Die Anwendung von Ethylendiacetyltetra-Natriumacetat (EDTA) brachte die Haftfestigkeit auf das Niveau von normalem Dentin zurück⁸. Die Verbindung von polykristallinen Keramikrestaurationen und Metalllegierungen wird bei der Anprobe mit Speichel kontaminiert. Dieser kann durch Dampfreinigung und Luftpartikelabrasion bei 2,5 bar für 15 Sekunden entfernt werden⁹. Phosphorsäure wird oft fälschlicherweise als Reinigungsmittel auf die Oberfläche aufgetragen. Bei polykristallinen Keramiken wie tetragonalem Zirkonoxid-Polykristall ist dies katastrophal, da sich Phosphate fest an die freien Stellen binden, an die sich das 10-MDP-Monomer normalerweise im Rahmen des APC-Protokolls der Zirkonoxidverbindung bindet, was die Haftfestigkeit erheblich beeinträchtigt (Blatz, 2016)¹⁰. Eine Studie über moderne Oberflächenreiniger zeigte eine erfolgreiche Entfernung von Ablagerungen auf der Oberfläche mit KATANA™ Cleaner für sowohl blut- als auch speichelkontaminierte Substrate¹¹,¹².

 

Provisorische Zemente haben vermutlich einen schädlichen Einfluss auf die Scherfestigkeit von adhäsiv befestigten indirekten Keramikrestaurationen. Ding et al. (2022) zeigten, dass die Verwendung von Befestigungsmaterialien auf Kunststoffbasis und Nicht-Eugenol-Zementen in der provisorischen Phase die Haftfestigkeit im Vergleich zur Kontrolle verringerte, während die Verwendung von Kalziumhydroxid- und Polykarboxylatzementen akzeptable Werte aufwies. Die Reinigung der präparierten Oberfläche mit Luftpartikelabrasion (APA) führte zur Wiederherstellung der verringerten Haftwerte auf das Niveau der Kontrolle¹³. Ebenso nützlich war die Anwendung von Immediate Dentin Sealing (IDS)¹⁴, einer Technik, die idealerweise durch APA vor der adhäsiven Verbindung und dem Auftragen einer Kompositschicht gekennzeichnet ist, die sowohl die Dentinkanälchen als auch die Sauerstoffinhibitionszone verschließt und es der Komposit-Dentin-Verbindung ermöglicht, ohne Belastung zu reifen und sich zu stärken. Dieser Ansatz ist wirksam bei der Minimierung postoperativer Hypersensibilität und des Eindringens von Bakterien sowie bei der Optimierung der Scherfestigkeit, insbesondere wenn es um indirekte Keramiken geht¹⁵. Hardan et al. fanden heraus, dass die Scherfestigkeit am höchsten war, wenn IDS unter Verwendung eines dreistufigen Ätz- und Spül-Adhäsivprotokolls durchgeführt wurde¹⁴.

 

Hämostatische Mittel, die in der klinischen Zahnheilkunde verwendet werden, weisen einen pH-Wert von 1,1 bis 3,0 auf und sind so sauer wie selbstätzende Primer¹⁶. Chaibutyr und Kois fanden heraus, dass Dentin, das mit 25% Aluminiumchlorid oder 13% Eisen(III)-sulfat kontaminiert war, eine signifikant niedrigere Scherfestigkeit zum Dentin aufwies, die durch den Ätz- und Spül-Ansatz signifikant wiederhergestellt wurde¹⁷. Dieser zwar erfolgreiche Ansatz konnte die Defizite der Scherfestigkeit im Vergleich zur Kontrolle jedoch nur teilweise beheben, wobei eine Vorätzung mit EDTA erforderlich war, um eine vollständige Wiederherstellung zu erreichen⁸. Es wurde festgestellt, dass KATANA™ Cleaner eine positive Wirkung auf die Reinigung von Dentin hat, das sowohl mit Aluminiumchlorid als auch mit Eisen(III)-sulfat kontaminiert ist.

 

Die Verbindung von Dentinsubstrat, das mit Wurzelfüllern kontaminiert ist, ist ein Problem für die Integrität von Stumpfaufbauten nach endodontischer Behandlung. Es wurde festgestellt, dass die Verwendung von KATANA™ Cleaner im Allgemeinen der Ethanol-Testuntergruppe bei der Entfernung von Wurzelfüllern auf Zinkoxid-Eugenol-Basis überlegen war und die gleiche Leistung wie 70%iges Ethanol für den Wurzelfüller auf Epoxidharzbasis erbrachte¹⁸.

 

KLINISCHE FALLDEMONSTRATION

Eine 35-jährige Patientin stellte sich in der Praxis mit mehreren insuffizienten Kompositrestaurationen im zweiten Quadranten vor, die ersetzt werden sollten. Vor der Verabreichung der Anästhesie ist es in der Praxis üblich, die Farbspezifikationen der geplanten Restaurationen zu ermitteln, bevor eine mögliche Dehydrierung die optischen Eigenschaften des natürlichen Zahns beeinträchtigen kann. Intelligente monochromatische Komposite (Abb. 1) sind eine Klasse von direkten Restaurationen, die die Fähigkeit ihrer Nanofüllerzusammensetzung und ihres Brechungsindex nutzen, die Strukturfarbe des umgebenden Schmelzes und Dentins nachzubilden¹⁹. Dies ermöglicht es einem Zahnarzt in der Regel, eine vereinfachte Auswahl an Farbtönen zur Hand zu haben.

Zwei Karpulen 2%iges Lidocain mit 1:100.000 Epinephrin wurden durch bukkale Infiltration verabreicht, bevor eine absolute Isolation mit einem latexfreien Kofferdam (Isodam HD Heavy, 4D Rubber, UK) erreicht wurde (Abb. 2). Die alten Restaurationen wurden zusammen mit der Karies entfernt (Abb. 3), und die Dentinstruktur wurde mit einem Detektorfarbstoff (Caries Detector, Kuraray Noritake Dental Inc.) auf Restkaries untersucht. Die Kavitätenränder der Präparation wurden vorsichtig abgeschrägt, bevor die Oberfläche mit Luftpartikelabrasion behandelt wurde (30 psi, 29 Mikron Aluminiumoxid in einem 17,5%igen Ethanolträger, Aquacare UK) (Abb. 4). Die Schmelzränder wurden mit 33%iger Orthophosphorsäure geätzt und gespült (Abb. 5). Die Präparationsflächen wurden mit einem MDP-basierten Tensid (KATANA™ Cleaner, Kuraray Noritake Dental Inc.) weiter von Restschmiere oder Pulverrückständen dekontaminiert (Abb. 6). Ein einstufiges, selbstätzendes Universaladhäsiv wurde gemäß den Herstelleranweisungen auf die Präparation aufgetragen und mit Luft verdünnt, bevor es lichtgehärtet wurde (Abb. 7).


Abb 1

 


Abb 2

 


Abb 3

 


Abb 4

 


Abb 5

 


Abb 6

 


Abb 7

 

Für den zweiten Prämolar wurde ein Matrix-in-Matrix-Ansatz als erster Schritt verwendet, um den gleichzeitigen anatomischen Aufbau der mesialen und distalen Randleisten zu ermöglichen. Diese Technik erfordert keine Verwendung eines Keils, da die äußere zirkumferenzielle Tofflemire-Matrix (Omnimatrix, Ultradent Products) zervikal um die innere anatomisch gekrümmte Teilmatrix (Garrison Firm Band, Garrison Dental Solutions) festgezogen wird, was eine hermetische Abdichtung am Zahnfleischrand ermöglicht (Abb. 8). Bei Bedarf kann der Aufbau durch die Verwendung von Teflon, das zwischen den beiden Matrizen eingefügt wird, weiter modifiziert werden, um eine bessere proximo-fazio-linguale Anpassung zu erzielen. Dadurch wird die Nachbearbeitung und Konturgebung nach dem Entfernen des Bandes auf ein Minimum reduziert. Anschließend kann ein herkömmliches Teilmatrizensystem verwendet werden, um die Kontakte zu schließen und die Randleisten auf herkömmliche Weise aufzubauen (Abb. 9).

 

Nach dem Aufbau der Randleisten wurde die Matrixanordnung entfernt und nachdem die Klasse-II-Läsionen in eine Klasse-I-Situation umgewandelt worden waren, wurde mit dem Mikrolayering mit einem fließfähigen Liner mit hoher Biegefestigkeit (CLEARFIL MAJESTY™ Flow, Kuraray Noritake Dental Inc.) vor dem Auftragen eines monochromatischen Komposits (CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal U shade, Kuraray Noritake Dental Inc.) fortgefahren. Die bukkalen Höcker wurden zuerst aufgebaut, da der Autor dies für wesentlich hält, um die Proportionen der Restaurationslappen festzulegen (Abb. 10). Nachfolgende Schichten wurden in einem Lappen-für-Lappen-Ansatz fertiggestellt, um die Okklusalflächenanatomie zu vervollständigen (Abb. 11 und 12). Die Restauration wurde auf funktionelle Konformität der Okklusion überprüft, fertiggestellt und auf Hochglanz poliert (Abb. 13).

 


Abb 8

 


Abb 9

 


Abb 10

 


Abb 11

 


Abb 12

 


Abb 13

 

DISKUSSION

Oberflächen werden häufig sowohl bei direkten als auch bei indirekten restaurativen Verfahren kontaminiert. In der Vergangenheit waren Ätz- und Spülansätze zumindest für die teilweise Wiederherstellung der Haftfestigkeit erfolgreich, jedoch sind sie in Situationen, in denen selektives oder selbstätzendes Verfahren die Adhäsivstrategie ist, nicht praktikabel. Der Zahnarzt kann in diesen Fällen das 10-MDP-Monomer in selbstätzenden Systemen verwenden, um nicht demineralisiertes Dentin, wie z. B. CLEARFIL™ Universal Bond Quick, zu behandeln, um eine säurebasenresistente Zone zu schaffen, die auch als Super Dentin bekannt ist²⁰. Das Vorhandensein der operativen Schmierschicht behindert in einigen Fällen den vollständigen Zugang des selbstätzenden Primers zum Dentinsubstrat. In solchen Fällen ist ohne KATANA™ Cleaner ein Abstrahlen (air particle abrasion, APA) erforderlich. APA als Modalität wird oft nur von einem Teil der Zahnärzte angewendet, häufig aufgrund finanzieller Einschränkungen oder mangelnder Erfahrung mit der Technik. KATANA™ Cleaner stellt somit ein vielseitiges Werkzeug für die Dekontamination und Optimierung von Substratoberflächen für die adhäsive Verbindung sowohl bei intraoralen als auch bei extraoralen Anwendungen dar. Seine Fähigkeit, ideale Bindungswerte in Bereichen, die mit APA nicht effektiv erreicht werden können, wie z. B. der Anatomie des endodontischen Kanals, auf nicht-invasive Weise wiederherzustellen, zementiert es buchstäblich als ein wirklich unverzichtbares Werkzeug für den modernen restaurativen Zahnarzt.

 

Haftungsausschluss: Einige Indikationen sind nicht in der Gebrauchsanweisung des Produkts beschrieben und basieren auf veröffentlichten Forschungsergebnissen und/oder den Erfahrungen des Autors. Lesen Sie vor der Verwendung jedes Produkts die mit dem Produkt gelieferte Gebrauchsanweisung sorgfältig durch, um alle Details und Arbeitsabläufe zu erfahren.

 

Zahnarzt


Dr. Clarence Tam HBSc, DDS, FIADFE, AAACD

Die leise Seite der Innovation: Eine Fachdelegation zu Gast bei Kuraray Noritake Dental

Die leise Seite der Innovation: Eine Fachdelegation zu Gast bei Kuraray Noritake Dental

Als Dr. Bernhild Elke Stamnitz im Herbst 2025 mit einer Gruppe europäischer Kolleginnen und Kollegen nach Japan reist, erwartet sie Fachgespräche, Werkbesichtigungen – vielleicht den ein oder anderen Aha-Moment. Was sie jedoch findet, ist etwas anderes: ein Unternehmen, das Respekt und Demut als Teil seiner Kultur begreift. 

Text: Annett Kieschnick, Fachjournalistin

 

Als erfahrene Zahnärztin für digitale Workflow-Lösungen in der ästhetischen Zahnmedizin kennt Dr. Bernhild Elke Stamnitz die Produkte von Kuraray Noritake seit Jahren. Doch was sie als Teil einer Fachdelegation erlebt, geht weit über Technik hinaus. Schon die ersten Tage zeigten: Hier ist nichts dem Zufall überlassen: Organisation, Gesten der Gastgeber, selbst die Pünktlichkeit der Züge. Alles wirkt wie Teil eines größeren Prinzips – Achtsamkeit als Grundlage von Qualität. „Mich hat beeindruckt, wie aufmerksam und herzlich wir von allen Ebenen des Unternehmens empfangen wurden.“

 

Zwischen chemischer Formulierung, medizinischem Denken und handwerklicher Intuition

Die Reise führte von Tokio über Nagoya bis Niigata und verband Fachliches mit Kulturellem: Werkbesuche, Diskussionen, Begegnungen mit Menschen, die in Zahnmedizin und Zahntechnik forschen und entwickeln. Wer Kuraray Noritake aus der Praxis oder dem Labor kennt, ahnt oft nicht, welche Welten dahinter liegen. Kuraray, ein globaler Chemiekonzern mit Sitz in Tokio, entwickelt Materialien für Architektur, Medizin und Mobilität – meist unsichtbar, doch allgegenwärtig. In der Zahnmedizin steht Kuraray für Pionierarbeit in der Adhäsivtechnik: Mit dem MDP-Monomer begann eine neue Ära der Haftkraft. Noritake wiederum, mit Wurzeln in der Keramikherstellung, steht seit über hundert Jahren für handwerkliche Präzision. Die Dentalkeramiken – einst Geheimtipp – haben heute eine weltweite Fangemeinde. Kuraray Noritake verbindet die industrielle Forschungskraft eines globalen Chemiegiganten mit der Sensibilität einer Marke, die aus der Keramik kommt. 

Einblicke in Anwendung, Entwicklung und Herstellung: Fachvorträge und Diskussionen im Werk Miyoshi rund um Materialdesign, Prozesskontrolle und Praxis- sowie Laboralltag.

 

Hands-on Session: In Niigata standen Verarbeitung, Handling und Detailpräzision im Mittelpunkt.

 

Begegnungen mit Geschichte

In Nagoya bekommt all das ein Gesicht. Hier begegnet die Gruppe Kiyoko Ban, einer „Grande Dame“ der Dentalkeramik. Über Jahrzehnte hat sie bei Noritake die Entwicklung keramischer Werkstoffe geprägt – als Forscherin und Mentorin. Heute ist sie über achtzig; klein, freundlich, hellwach. Dr. Stamnitz hat ihr eine kleine Schachtel Pralinen mitgebracht – eine Geste, fast beiläufig. Frau Ban bedankt sich mehrfach, beinahe verlegen. Und plötzlich ist in diesem Moment alles enthalten, was diese Kultur ausmacht: Respekt, Dankbarkeit, Aufmerksamkeit. „Diese Wärme hat mich tief berührt“, sagt Bernhild Stamnitz. Frau Ban verkörpert, wofür Kuraray Noritake steht – die Verbindung von Handwerk und Wissenschaft, von Genauigkeit und Menschlichkeit. Der Besuch des Noritake Garden vertieft diesen Eindruck: handbemalte Porzellane, historische Brennöfen, Glasvitrinen voller Farbtöne.

Auch das Treffen mit Satoshi Yamaguchi, dem Präsidenten von Kuraray Noritake Dental Inc., bleibt in Erinnerung. Er nahm sich Zeit – jenseits von Protokoll und Formalität. Beim gemeinsamen Abendessen sprach er über Verantwortung, über Innovation, über die Bedeutung des Dialogs zwischen Forschung und Praxis. „Dass sich der Präsident persönlich Zeit nahm, war beeindruckend. Er hat zugehört, Fragen gestellt – echtes Interesse, Präsenz ohne Inszenierung.“

Dr. Bernhild Elke Stamnitz mit Kiyoko Ban (linkes Bild) sowie mit Präsident Satoshi Yamaguchi (rechtes Bild). 

 

Fachlicher Austausch mit Tiefe

Bei den Werkbesuchen in Miyoshi und Niigata zeigte sich, wie eng Forschung, Entwicklung und Anwendung verzahnt sind. In Miyoshi entsteht KATANA™ Zirconia. Kuraray Noritake gehört zu den wenigen Herstellern weltweit, die ihr Zirkonoxid vollständig selbst fertigen – vom Rohpulver bis zum Sintern. Die Inhouse-Fertigung ermöglicht Kontrolle bis ins Detail. „Man spürt, dass hinter jedem Produkt Menschen stehen, die verstehen, was wir in der Praxis brauchen“, sagt Dr. Stamnitz. In Niigata stand Komposit im Fokus – etwa CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal. Entwickelt, um Komplexität zu reduzieren, ermöglich die Light Diffusion Technology eine natürliche Adaption mit nur zwei Farbtönen. „Zu sehen, mit welcher Präzision gearbeitet wird, war faszinierend. Jeder Schritt ist durchdacht – vom Partikel bis zur Politur.“ Auch im Tokiwabashi Tower, dem Hauptsitz in Tokio, blieb diese Haltung spürbar: konzentriert, offen, ohne Hast. „Die Gespräche mit den Forschungsteams zeigten, dass hier nicht geforscht wird, um Neues zu zeigen, sondern um Bestehendes zu verbessern und Abläufe zu vereinfachen. Wir wurden mit großem Interesse gefragt, was uns im Alltag beschäftigt und wo wir Herausforderungen sehen“, sagt Dr. Stamnitz. Dieser Austausch zog sich wie ein roter Faden durch die Reise – zwischen Ländern und Disziplinen, zwischen Zahnmedizin und Zahntechnik. Die Experten aus neun europäischen Ländern brachten ihre Erfahrungen ein, verglichen Arbeitsweisen, diskutierten Befestigungssysteme und digitale Workflows. „Der Dialog war bereichernd. Jeder hat etwas mitgebracht – fachlich und menschlich. Es entstand ein echtes Wir-Gefühl.“

Offener Austausch im Tokiwabashi Tower (Tokyo): Expertinnen und Experten aus Forschung, Praxis und Labor im direkten Dialog.

Nachklang

Zurück in ihrer Praxis denkt Dr. Bernhild Elke Stamnitz oft an diese Begegnungen – an Gespräche, an Menschen, an kleine Momente; besonders, wenn sie mit KATANA™ Zirconia, PANAVIA™ oder CERABIEN™ MiLAi arbeitet – Materialien, deren Sorgfalt sie nun mit Gesichtern verbindet. Japan bleibt für sie ein Land der stillen Genauigkeit. „Die Reise hat mir gezeigt, dass Präzision und Empathie keine Gegensätze sind. Diese Haltung nehme ich mit in meine Arbeit.“ Wenn sie heute mit Patienten über ästhetische Optionen spricht oder mit dem Labor den Workflow plant, erinnert sie sich gern an die Offenheit, mit der in Japan gefragt und zugehört wird. Auch der Zusammenhalt der europäischen Gruppe wirkt nach: Der Austausch über Grenzen wurde zum Kern der Erfahrung. „Vielleicht ist das Schönste an dieser Reise, zu sehen, wie viel Nähe entsteht, wenn Menschen ein Interesse teilen – und sich Zeit nehmen, voneinander zu lernen“, fasst Bernhild Elke Stamnitz zusammen.

Zwischen Tradition und Moderne – Besuch des historischen Nagoya Castle.

BOND 12 ist da und setzt Impulse

BOND 12 ist da und setzt Impulse

Manchmal erscheint ein Magazin genau im richtigen Moment – dann, wenn man offen ist für frische Ideen, neue Techniken oder spannende Inspirationen. Die neue Ausgabe von BOND kommt dann genau richtig: nicht laut, nicht überladen – sondern voller Substanz, voller Menschen, die etwas zu sagen haben, voller Fälle, die berühren und voller Techniken, die den Praxisalltag wirklich verändern können.

Was diese Ausgabe ausmacht? Ganz einfach: Sie verbindet Menschen, Methoden und Materialien zu einer Erzählung darüber, wie moderne Zahnmedizin und Zahntechnik heute funktionieren – und wohin sie sich entwickeln. Schon die erste Geschichte fesselt: ein tiefes Porträt über Kiyoko Ban, die Pionierin hinter Klassikern wie Super Porcelain EX-3™, CERABIEN™ ZR und KATANA™ Zirconia. Ihr Lebenswerk zeigt eindrucksvoll, wie viel Leidenschaft und Beharrlichkeit nötig sind, um Materialien zu entwickeln, die weltweit zahntechnische Standards gesetzt haben.

Weiter geht es mit einem der spannendsten Formate dieser Ausgabe: einem dreiseitigen Dialog zwischen Prof. Dr. Markus B. Blatz, Aki Yoshida und Naoki Hayashi. Es ist selten, dass drei solche Größen so offen über aktuelle Entwicklungen, klinische Herausforderungen und Zukunftspotenziale von Zirkonoxid sprechen. Wer wissen möchte, wohin sich ästhetische Vollkeramik und Bonding entwickeln – hier steht es.

Natürlich kommt auch die Praxis nicht zu kurz – im Gegenteil: Die Fallberichte dieser Ausgabe sind so anschaulich, dass man regelrecht mitfühlt. Da ist beispielsweise der Fall eines Mädchens, das nach einem Unfall mit gebrochenem Schneidezahn die Praxis konsultiert und dank präziser Analyse, der Layering-Kunst und Materialverständnis das Lächeln zurückbekommt. “The Art of Restoring Smiles” zeigt nicht nur Technik, sondern auch Empathie.

Oder die BEST.FIT Hybridtechnik, die zeigt, wie sich komplexe Frontzahnrekonstruktionen mit Flowable Injection und klassischer Layering-Technik verbinden lassen. Eine Methode, die Effizienz und Ästhetik überraschend mühelos zusammenbringt. Auch für den Seitenzahnbereich liefert die neue BOND praxisnahe Antworten: Die Kombination aus Flowable Injection- und Stamp Technique spart Zeit, reduziert Fehler und sorgt für erstaunlich präzise Okklusionsmorphologie. Ein echter Gewinn für alle, die quadrantenweise restaurieren oder minimalinvasiv arbeiten möchten.

Und für alle, die sich für Komposite begeistern: Die Ausgabe zeigt anhand eines eindrucksvollen Frontzahncases, wie CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal ästhetische Direktrestaurationen radikal vereinfacht – inklusive nachvollziehbarer Schritte und Materialtipps. Zum Abschluss erwartet Sie ein hochästhetischer Veneer-Fall, der zeigt, warum PANAVIA™ Veneer LC weltweit als Referenz gilt, wenn es um Handling, Farbstabilität und sichere Haftung geht.

Kurz gesagt: BOND 12 ist eine Einladung – zum Weiterdenken, zum Verstehen und zum besseren Arbeiten. Sie ist fachlich fundiert, klinisch relevant und gleichzeitig inspirierend. Eine Ausgabe, die man nicht einfach liest, sondern die man für seine tägliche Arbeit mitnimmt.

 

360°Xmas: Der Kuraray Noritake Adventskalender – täglich ein Impuls!

360°Xmas: Der Kuraray Noritake Adventskalender – täglich ein Impuls!

Die Adventszeit ist da und mit ihr eine Tradition, die inzwischen fest zu Kuraray Noritake gehört: unser digitaler Adventskalender für Zahnarztpraxen und Dentallabore. In diesem Jahr erscheint er als 360°Xmas-Edition und knüpft damit direkt an unsere Kampagne „All-in-One: 360°-Workflow – Wo alles zusammenkommt“ an.

Unter dem Motto „Verbindungen, die zählen“ öffnet sich vom 1. bis 24. Dezember jeden Tag ein neues Türchen – gefüllt mit kleinen Impulsen, Inspirationen und besonderen Momenten. Wie die Kugeln der Newtons Wiege, die unsere Kampagne symbolisieren, setzt jeder Impuls den nächsten in Bewegung. Kurz, überraschend, praxisnah.

Was erwartet Sie hinter den Türchen?

Tägliche 360°-Impulse – vom Workflow-Gedanken über hilfreiche Tipps bis hin zu kleinen Denkanstößen aus Praxis, Labor und Forschung. Dazu kommen kleine Überraschungen und Specials, die zwischendurch für ein zusätzliches Lächeln sorgen. Und das Beste: Einige Überraschungen sind exklusiv für den jeweiligen Tag – es lohnt sich also, wirklich täglich vorbeizuschauen.

Warum 360°Xmas?

Weil wir an die Kraft von Impulsen glauben. An Verbindungen. An Zusammenarbeit. Und daran, dass jeder Tag ein kleines Stück Inspiration mit sich bringen darf – gerade im Dezember.

Am besten gleich abspeichern und jeden Tag ein neues Türchen öffnen.

Wir wünschen eine inspirierende Adventszeit, mit Momenten, die etwas in Bewegung setzen – im Workflow, im Team und im Alltag.

Caries Detector – Präzision in der konservativen Kariesentfernung

Ein intelligenter Leitfaden zur selektiven Dentinexkavation

Das moderne Konzept der restaurativen Zahnheilkunde basiert auf Gewebeerhalt und klinischer Präzision. Anstelle großflächiger Exkavationen steht das Ziel im Vordergrund, möglichst viel gesunde und remineralisierbare Zahnhartsubstanz zu erhalten. Der Caries Detector bietet eine einfache und zugleich effektive Möglichkeit, diese Präzision umzusetzen: Er macht durch gezielte Anfärbung den Unterschied zwischen infiziertem und betroffenem Dentin während der Kariesentfernung sichtbar.

Die Schichten des Dentins verstehen

Eine kariöse Dentinläsion ist kein homogenes Gewebe, sondern lässt sich in zwei Zonen unterscheiden:

  • Infiziertes Dentin: irreversibel demineralisiert, stark bakteriell kontaminiert und vollständig zu entfernen.
  • Betroffenes Dentin: teilweise demineralisiert, aber remineralisierbar – sollte erhalten bleiben, um die Vitalität und Festigkeit des Zahnes zu sichern.

Die Herausforderung besteht darin, die Grenze zwischen beiden Schichten zuverlässig zu erkennen.
Der Caries Detector erleichtert diese Entscheidung, indem er während der Exkavation einen visuellen Endpunktdefiniert.

Wirkmechanismus

Der Caries Detector färbt das infizierte äußere Dentin intensiv rot, während betroffenes und gesundes Dentin ungefärbt bleiben. Diese klare farbliche Differenzierung ermöglicht es, infiziertes Gewebe gezielt zu entfernen und gleichzeitig Dentin zu schonen.
Je nach klinischer Situation kann der Caries Detector flexibel eingesetzt werden:

  • Bei flachen Läsionen – vor der vollständigen Eröffnung der Kavität zur Beurteilung.
  • Bei tiefen Läsionen – nach der initialen Exkavation zur gezielten Entfernung verbleibender infizierter Anteile und zur Vermeidung einer Pulpaexposition.

Klinisches Protokoll

  1. Vorbereitung: Nach Anlegen des Kofferdams die kariöse Stelle reinigen und trocknen.
  2. Applikation: Einen Tropfen Caries Detector auf einen Einmalpinsel geben und auf die Kavität auftragen.
  3. Einwirkzeit: Zehn Sekunden einwirken lassen.
  4. Abspülen: Mit Wasser gründlich spülen, um überschüssige Farbstoffreste zu entfernen und die angefärbten Bereiche freizulegen.
  5. Selektive Exkavation: Das rot angefärbte infizierte Dentin mit einem langsam rotierenden Instrument entfernen, ohne das nicht gefärbte Gewebe zu verletzen.
  6. Kontrolle: Bei Bedarf erneut applizieren, um sicherzustellen, dass sämtliches infiziertes Dentin entfernt wurde.

Das Ergebnis ist eine saubere, gesunde Dentinoberfläche, die optimal für die adhäsive Versorgung vorbereitet ist.

Integration in minimalinvasive Restaurationskonzepte

Der Caries Detector bildet den ersten Schritt eines konservativen restaurativen Protokolls und folgt konsequent der Philosophie der Minimalinvasiven Zahnheilkunde (MID). In Kombination mit den adhäsiven und restaurativen Systemen von Kuraray Noritake Dental und dem 360°-Worflow ermöglicht er:

  • kontrollierte Entfernung infizierten Dentins,
  • optimierte Haftung an gesundem, remineralisierbarem Dentin,
  • und eine ästhetisch sowie langfristig stabile Versorgung.

Fazit

Indem er histologische Erkenntnisse in ein praktisches klinisches Hilfsmittel übersetzt, erlaubt der Caries Detector eine präzise, reproduzierbare Kariesexkavation mit hoher diagnostischer Sicherheit. Er unterstützt die Prinzipien der minimalinvasiven Therapie, bewahrt die Zahnvitalität und schafft die Grundlage für dauerhafte, ästhetische Restaurationen. Caries Detector – Präzision, die sichtbar wird.

Bonding Masterclass – Adhäsivtechnik mit Aha-Effekt

Wer im Praxisalltag häufig adhäsiv arbeitet, weiß: Die Adhäsivtechnik ist Routine – und trotzdem eine Wissenschaft für sich. Genau hier setzte die „Bonding Masterclass“ mit Dr. Dirk Ostermann an. In seinem praxisnahen Webinar brachte der Zahnarzt Struktur in das komplexe Thema und lieferte Antworten auf Fragen, die jede Zahnärztin und jeder Zahnarzt kennt: Welches System passt zu welchem Fall? Wann ist Self-Etch sinnvoll, wann Etch-and-Rinse? Und wie gelingt die Vorreinigung wirklich effektiv?

 

Von Mikromechanik bis Molekül: Bonding neu gedacht

Dr. Ostermann nahm die Teilnehmenden mit auf eine kompakte Reise durch die Entwicklung der Adhäsivtechnik – vom klassischen Ätzverfahren bis zu den modernen Universaladhäsiven. Im Mittelpunkt: das 10-MDP-Molekül, das seit Jahrzehnten als Schlüssel zum chemischen Verbund gilt. Mit anschaulichen Beispielen zeigte er, wie Clearfil Universal Bond Quick 2 im klinischen Alltag eine sichere, flexible Anwendung ermöglicht – ob im Total-Etch-, Self-Etch- oder Selective-Etch-Verfahren. Er sensibilisierte u. a. dafür, warum Applikationszeit, Trocknung und Lichthärtung über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

 

Sauberkeit als Erfolgsfaktor

Besonderes Augenmerk legte Dr. Ostermann auf die oft unterschätzte Vorreinigung. Denn nur eine saubere, fettfreie Oberfläche schafft die Grundlage für eine stabile Haftung. Der Tipp aus der Praxis: KATANA™ Cleaner – das für die intraorale Anwendung zugelassene Reinigungsmaterial, das nicht nur reinigt, sondern gleichzeitig MDP einbringt. Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung – für mehr Sicherheit und Haftkraft im klinischen Workflow.

 

Bonding-Partner für den Alltag

Ob direkte Kompositrestauration oder indirekte Versorgung – entscheidend ist, dass die einzelnen Materialien systemisch aufeinander abgestimmt sind. Clearfil Universal Bond Quick 2 ist ein flexibles Adhäsiv für alle Etch-Techniken – schnell, sicher und klinisch bewährt. Für indirekte Befestigungen sorgt Panavia SA Cement Universal mit MDP- und LCSi-Technologie für eine zuverlässige Haftung an Schmelz, Dentin, Metall, Komposit und Keramik – ganz ohne separate Primer. Gemeinsam stehen beide Materialien für die Philosophie, die Dr. Ostermann im Webinar betonte: Die Botschaft: Mit dem richtigen Systemgedanken wird Bonding planbar und effizient.

 

Praxisnah, kompakt, umsetzbar

Von der optimalen Ätzzeit über die richtige Lufttrocknung bis hin zum Umgang mit postoperativer Sensibilität – das Webinar bot einen strukturierten Überblick und wertvolle Hinweise für den täglichen Workflow.

 

Wer Dr. Ostermanns klare Didaktik und seine praxisnahen Tipps verpasst hat:

Round Table: Effizienz und Sicherheit im restaurativen Workflow

Round Table: Effizienz und Sicherheit im restaurativen Workflow

Mit mehr als 150 Registrierungen war der erste Round Table von Kuraray Noritake ein voller Erfolg. Sechs erfahrene Zahnärzte diskutierten in der Europazentrale in Hattersheim praxisnahe Strategien für die restaurative Zahnmedizin. Über die Live-Übertragung konnten Interessierte aus dem gesamten deutschsprachigen Raum teilnehmen. Wer den Round Table verpasst hat, kann die Diskussion im Video on Demand jederzeit nachschauen. 

Der Round Table '25 war das erste interaktive Talkformat für restaurative Zahnmedizin aus dem Hause Kuraray Noritake. Das lebendige Konzept -- eine Mischung aus fachlicher Diskussion, Q&A und kollegialem Austausch -- stellte den Dialog in den Mittelpunkt.

Sechs Stimmen -- eine gemeinsame Perspektive

Mit Dr. Peer-Olaf Wiemer, Dr. Lawrence Yosy, Dr. Florian Zwiener, Dr. Christian Niemeyer, Dr. Andreas Kaiser und Dr. Verena Freier brachte der Round Table geballte klinische Erfahrung an einen Tisch. Jeder setzte eigene Schwerpunkte -- und machte so deutlich, wie vielseitig der restaurative Workflow in der Praxis gedacht werden kann.

 

 

Die Diskussion machte deutlich, wie vielfältig der restaurative Workflow gedacht werden kann. Themen wie Substanzschonung und defektorientiertes Vorgehen, die Bedeutung sicherer Adhäsivsysteme, der Zeitgewinn durch Materialien ohne Wartezeit, alltagstaugliche Befestigungskonzepte, die Materialwahl vom Verbundwerkstoff bis Zirkonoxid sowie wissenschaftlich fundierte Perspektiven auf minimalinvasive Therapieansätze bildeten den Rahmen. Auch die adhäsive Befestigung mit ihren Vorteilen und möglichen Stolpersteinen wurde ausführlich diskutiert. Unterschiedliche Blickwinkel führten zu praxisnahen Lösungen und gaben Sicherheit für den Alltag -- mit einem klaren Ziel: effiziente, sichere und vorhersagbare Behandlungskonzepte.

 

 

Themen im Fokus

Direkte vs. indirekte Versorgung

Eine klare Trennlinie gibt es nicht. Entscheidend sind Defektgröße, Restzahnsubstanz, Patientenalter und funktionelle Anforderungen. Oberstes Prinzip: Substanzschonung und defektorientiertes Vorgehen. Teilkronen und Onlays sind in vielen Fällen eine bessere Option als vollbedeckende Kronen.

Adhäsive Systeme

Der sichere Verbund bleibt der zentrale Erfolgsfaktor. Diskutiert wurde der Stellenwert von MDP-basierten Universaladhäsiven, die seit Jahrzehnten wissenschaftlich belegt sind. Neuere Systeme wie Clearfil Universal Bond Quick (CUBQ) ermöglichen eine Verarbeitung ohne Wartezeit und verringern so das Risiko von Kontamination.

Im Video on Demand teilen die Referenten konkrete Tipps zur Auswahl und Anwendung von Adhäsiven –praxisnah und sofort umsetzbar.

 

Zeit und Workflow

Gerade bei Mehrfachrestaurationen summieren sich Wartezeiten. Materialien wie CUBQ sparen hier wertvolle Minuten und steigern gleichzeitig die klinische Sicherheit, da weniger Unterbrechungen durch Speichel oder Blut entstehen.

 

Materialwahl

Verbundwerkstoff (Avencia): dentinähnliche Eigenschaften, reparierbar und gut in digitale Chairside-Workflows integrierbar.
Zirkonoxid (KATANA™ Zirconia): hohe Festigkeit, Biokompatibilität und Vielseitigkeit – monolithisch oder mit Individualisierung.
Universalkomposite (Clearfil Majesty): reduzierte Farbvielfalt bei gleichzeitig hohem Chamäleon-Effekt; effizient in Lagerhaltung und Anwendung.
Befestigungskomposit (Panavia™): Die Panavia-Familie integriert drei verschiedene Produkte und hält damit für jede Situation die passende Lösung bereit.

 

Immediate Dentin Sealing (IDS)

Die Technik wurde als praxisrelevanter Schritt hervorgehoben: bessere Haftung, weniger postoperative Hypersensibilitäten, stabilere Langzeitergebnisse.

 

360°-Workflow – ein gemeinsamer Nenner

Alle Referierenden betonten: Klare, standardisierte Abläufe sind der Schlüssel. Reinigung, Konditionierung, Befestigung – in dieser Reihenfolge, ohne Abkürzungen. Das 360°-Workflow-Konzept von Kuraray Noritake bietet dafür den praxisgerechten Rahmen.

 

Fazit und Ausblick

Der Round Table hat gezeigt: Zahnmedizin lebt vom Austausch – wenn Fachwissen, Erfahrung und verschiedene Blickwinkel zusammenkommen, profitieren alle. Das positive Feedback bestätigte, dass das Format den Nerv der Zeit trifft. Kuraray Noritake wird den Round Table 2026 fortsetzen. Ziel bleibt, Zahnärzten praxisnahe, wissenschaftlich fundierte Orientierung zu geben und damit den restaurativen Workflow einfacher, sicherer und effizienter zu machen.

Sie möchten alle Diskussionen und Tipps im Detail sehen? Das komplette Webinar steht als Video on Demand zur Verfügung – kostenlos und jederzeit abrufbar. 

 

KIZUNA European Congress 2026

KIZUNA European Congress 2026: Ein Symposium, das Praxis und Labor verbindet

Am 27. und 28. März 2026 lädt das ICE Kraków Congress Centre zum KIZUNA European Congress ein. Das internationale, englischsprachige Symposium von Kuraray Noritake Dental bringt Expertinnen und Experten aus Zahnarztpraxis und Dentallabor aus ganz Europa zusammen. Im Mittelpunkt steht die Idee einer echten Symbiose zwischen Chairside und Labside – ein Austausch, der die Zusammenarbeit in der Zahnmedizin nachhaltig stärkt.

 

Kizuna – das japanische Wort für „Verbindung“ – beschreibt den Geist dieser Begegnung. Es geht um Bande, die aus Vertrauen entstehen, um Kooperation, die Grenzen überwindet, und um Impulse, die den klinischen Alltag bereichern. Unter dem Leitgedanken „Different Perspectives, One Direction“ kommen Praxis und Labor zusammen, um gemeinsam Zukunft zu gestalten.

 

 

Der Kongress knüpft zugleich an den „All-in-One: 360° Workflow“-Ansatz von Kuraray Noritake an: ein durchgängiges Konzept, das Komplexität reduziert und Sicherheit im Alltag schafft. Während der 360°-Ansatz Workflows strukturiert und Materialien verbindet, eröffnet KIZUNA den Raum für internationale Begegnungen und den Austausch zwischen den Disziplinen. Wissenschaftliche Vorträge, Live-Demonstrationen und praxisnahe Diskussionen machen diesen Anspruch erlebbar.

 

Die Kulisse Krakau mit ihrer historischen Tiefe und lebendigen Kultur verstärkt das Erlebnis. Ein authentisches japanisches Dinner am Vorabend macht die KIZUNA-Philosophie auch kulturell erlebbar. Wer nicht reisen kann, hat über eine hochwertige Streaming-Option die Möglichkeit, den Congress digital mitzuerleben. KIZUNA – ein Symposium, das Brücken schlägt zwischen Menschen, Disziplinen und Kulturen.

 

KIZUNA European Congress
27.–28. März 2026, ICE Kraków Congress Centre, Polen
Kongresssprache: Englisch

Weitere Informationen und Anmeldung: www.kuraraynoritake.eu/en/kizuna

CERABIEN™ MiLai: Die Antwort auf moderne Laboranforderungen

CERABIEN™ MiLai: Die Antwort auf moderne Laboranforderungen

Die Zahntechnik befindet sich im Wandel. Während Patienten hohe ästhetische Ansprüche stellen, kämpfen Labore mit Zeitdruck, Kostendruck und dem Mangel an Fachkräften. CERABIEN™ MiLai von Kuraray Noritake wurde für diese Herausforderungen entwickelt – als erste Pulverkeramik, die speziell für das Micro-Layering konzipiert ist.

Traditionelle Vollverblendungen sind zeitaufwändig und erfordern jahrelange Erfahrung. Monolithische Versorgungen sind zwar effizient, stoßen aber bei höchsten ästhetischen Ansprüchen an ihre Grenzen. Micro-Layering verspricht das Beste aus beiden Welten – doch viele Systeme zwingen zu Kompromissen beim gewohnten Arbeitsablauf.

 

CERABIEN™ MiLai: Die Lösung für moderne Labore

„Eine Keramik, die sich dem Zahntechniker anpasst, nicht umgekehrt" – so beschreibt Mustafa Alzemo, Product Specialist bei Kuraray Noritake, die Philosophie von CERABIEN™ MiLai. Das System bewahrt die vertraute Kontrolle einer Pulverkeramik und optimiert sie für moderne Dünnschichtverblendungen.

 

Konkrete Vorteile für Ihren Laboralltag

  • Vereinfachtes Materialmanagement: Ein System für Zirkonoxid UND Lithiumdisilikat
  • Reduzierte Einarbeitungszeit: Auch Einsteiger erzielen schnell gute Ergebnisse
  • Wirtschaftlichkeit: Niedrige Brenntemperatur spart Energie und schont den Ofen
  • Planbare Ergebnisse: Konstante Eigenschaften durch synthetische Feldspatkeramik

 

MDT Francesco Ferretti, Rom

"Das kompakte System von CERABIEN™ MiLai ermöglicht es uns, natürliche Zähne sehr gut zu imitieren. Die Farbauswahl ist einfach und die günstige Konsistenz erleichtert das Auftragen in dünnen Schichten."

MDT Andreas Chatzimpatzakis, Athen
"Trotz der reduzierten Anzahl von Farbtönen können wir die meisten natürlichen Zahnfarben und individuellen Effekte nachahmen. Das System ist sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Techniker geeignet."

 

ZT Giuliano Moustakis

"CERABIEN™ MiLai schlägt eine elegante Brücke: Es bewahrt die Kontrolle einer Pulverkeramik und optimiert sie für hauchdünne Schichten. Die Ästhetik entspricht einer klassischen Schichtung – erreicht mit deutlich weniger Aufwand."

 

Mathias Fernandez Y Lombardi von Kuraray Europe bringt es auf den Punkt: 

„Micro-Layering ist der nächste Schritt in der Evolution indirekter Restaurationstechniken. Die Technik ist hocheffizient, da die Anzahl der Schichten und Brände drastisch reduziert wird."

 

 

CERABIEN™ MiLai positioniert sich genau in dieser Entwicklung:

  • Für 90% aller Fälle: Hervorragende Ästhetik mit effizienten Arbeitsabläufen
  • Für Spezialfälle: Weiterhin Vollverblendungen für höchste Ansprüche möglich
  • Für Routinefälle: Schneller als traditionelle Schichtungen, ästhetischer als monolithisch

 

Warum sich der Umstieg lohnt

Experten sind sich einig: Micro-Layering wird zum Standard in der Zahntechnik. Labore, die auf spezialisierte Systeme wie CERABIEN™ MiLai setzen, verschaffen sich entscheidende Wettbewerbsvorteile:

  • Kürzere Durchlaufzeiten bei gleichbleibender Qualität
  • Geringere Personalanforderungen für gute Ergebnisse
  • Flexibilität bei der Materialwahl (Zirkonoxid oder Lithiumdisilikat)
  • Zukunftssicherheit durch moderne Verfahren

Gleichzeitig eröffnet das System neue Möglichkeiten für die Internal Stain-Technik – ein Alleinstellungsmerkmal, das Labore von der Konkurrenz abhebt.

Fazit: MiLai your way

CERABIEN™ MiLai ist mehr als eine neue Keramik – es ist die Antwort auf die Herausforderungen moderner Dentallabore. Das System beweist, dass Effizienz und Ästhetik kein Widerspruch sein müssen und bietet Laboren die Chance, ihre Arbeitsabläufe zu optimieren, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen. #MilaiYOURWAY 

Lesen Sie hier den Artikel von Mustafa Alzemo, Product Specialist bei Kuraray Noritake 

All-in-One: 360° Workflow – Wo alles zusammenkommt

All-in-One: 360° Workflow – Wo alles zusammenkommt

Mit „All-in-One: 360° Workflow“ hat Kuraray Noritake eine Kampagne ins Leben gerufen, die für einen ganzheitlichen Ansatz in der restaurativen Zahnmedizin steht. Das 360°-Konzept verbindet Mensch, Produkt und Wissen zu einem durchgängigen Workflow, der mehr ist als die Summe seiner Teile.

Alles beginnt mit einem Impuls. Einer Bewegung, die etwas Größeres in Gang setzt. Wie bei Newtons Wiege, wo eine kleine Berührung eine kontinuierliche Kraft entfaltet. Auch in der Zahnmedizin sind es diese Impulse, die Innovation vorantreibt – wenn Menschen zusammenkommen, die mehr verbindet als Produkte und Prozesse. Wenn eine Zahnärztin ihre Erfahrungen weitergibt, ein Entwickler neue Wege denkt, eine Forscherin Bewährtes hinterfragt – dann entsteht etwas Besonderes. Aus Begegnungen werden Partnerschaften. Aus Diskussionen entstehen Lösungen. Aus einzelnen Perspektiven entsteht ein 360°-Verständnis, das weit über das Produkt hinausgeht. Ein kontinuierlicher Fluss von Wissen und Erfahrung, der einen vollkommenen Kreis bildet.

 

Rundum verstanden – Die Kraft der Verbindung

In diesem Kreis ist jeder wichtig. Menschen in Zahnarztpraxen und Dentallaboren, die täglich Spitzenleistungen erbringen. Menschen in der Forschung, die Grenzen verschieben. Menschen in der Entwicklung, die Bewährtes neu denken. Menschen im Produktmanagement, die Wissen teilen und Lösungen finden. Menschen im Vertrieb, die zuhören und verstehen. Ein Team, das zusammenarbeitet. 

Dies ist keine Geschichte von Produkten. Es ist die Geschichte von Menschen, die gemeinsam etwas bewegen. Die sich austauschen, voneinander lernen und miteinander wachsen. Die wissen, dass der beste Weg der gemeinsame ist. Ein kontinuierlicher Dialog, der täglich neue Impulse setzt; der Erfahrungen aus der Praxis mit Erkenntnissen aus der Forschung verbindet; der zeigt, dass wahre Partnerschaft mehr ist als die Summe ihrer Teile.

Der rote Faden ist blau – Ein durchdachter Workflow

Aus dieser Vision entstehen Lösungen, bei denen Produkte optimal aufeinander abgestimmt sind – „All-in-One: 360° Workflow". Kuraray Noritake verwirklicht den Systemgedanken durch einen Workflow, bei dem sich jeder Schritt selbstverständlich aus dem vorherigen ergibt.

Bei direkten Restaurationen beginnt der 360° Workflow nach der Präparation des Zahnes mit dem KATANA™ Cleaner. Sein oberflächenaktives MDP-Salz sorgt für eine zuverlässige Reinigung der Zahnoberfläche. Es folgt das Ätzgel K-ETCHANT Syringe mit optimaler Konsistenz für die selektive Schmelzätzung. CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 ermöglicht dank Rapid Bond Technology die direkte Weiterverarbeitung ohne Wartezeit. Alternativ überzeugt der Goldstandard CLEARFIL® SE Bond. Für die effiziente Rekonstruktion des Zahnes dient das Universalkomposit CLEARFIL MAJESTY ES-2 Universal. Die Light Diffusion Technologie ermöglicht ästhetisch überzeugende Ergebnisse mit nur einer Farbe im Seitenzahnbereich und zwei Farben im Frontzahnbereich. CLEARFIL MAJESTY ES Flow Universal ergänzt das System mit zwei Viskositäten für spezifische Anforderungen. Den Abschluss bilden die TWIST DIA FOR COMPOSITE Polierer, deren flexible Diamantstruktur für Hochglanz sorgt.

Der 360° Workflow für indirekte Restaurationen bietet zwei Werkstoffoptionen: Das Zirkonoxid KATANA™ Zirconia, erhältlich als Block oder Disc, zeichnet sich durch seinen mehrschichtigen Aufbau mit integriertem Farb- und Transluzenzverlauf aus. Die Hybridkeramik KATANA™ Avencia verbindet die Eigenschaften beider Werkstoffklassen: In den keramisch verstärkten Kompositblöcken werden anorganisch-keramische Nanopartikel mechanisch verdichtet und mit Monomeren imprägniert. Ergebnis ist eine sehr gute Verschleißfestigkeit bei geringer Antagonistenabrasion. Nach der Fertigung der Restauration geht es systematisch weiter: KATANA™ Cleaner ermöglicht eine gründliche Reinigung – intra- und extraoral. Die adhäsive Befestigung erfolgt über drei aufeinander abgestimmte Wege: PANAVIA™ SA Cement Universal vereinfacht als selbstadhäsives Befestigungskomposit den Workflow, da Arbeitsschritte wie Primen und Ätzen entfallen. Alternativ überzeugt der Klassiker PANAVIA™ V5 als dualhärtendes adhäsives Befestigungskomposit. Für hochästhetische Restaurationen kommt PANAVIA™ Veneer LC zum Einsatz, dessen spezielle Aushärtungstechnologie ein sicheres Handling gewährleistet. Die Vorbehandlung folgt dem bewährten Protokoll: CLEARFIL™ CERAMIC PRIMER PLUS kombiniert Original MDP und Silan für einen sicheren Haftverbund. PANAVIA™ V5 Tooth Primer bereitet mit seiner selbstätzenden Touch-Cure-Technologie die Zahnsubstanz vor. Den Abschluss bilden die TWIST™ DIA Polierer – ihre flexiblen, diamantierten Scheiben erzeugen auf allen Oberflächen, ob Komposit oder Zirkonoxid, einen gleichmäßigen Hochglanz.

 

Wir machen's rund! – Wissen im Fluss

Ein Workflow lebt von ausgereiften Produkten, doch die wahre Kraft entfaltet er durch Menschen, die ihn mit Leben füllen; die sich austauschen, voneinander lernen und miteinander wachsen; die wissen, dass der beste Weg der gemeinsame ist. In Symposien wie „Wissen & Praxis 360°" sowie praxisnahen Workshops und Hands-on-Kursen entsteht ein lebendiger Austausch. Kuraray Noritake ist zudem auf zahlreichen Fachkongressen präsent – überall dort, wo Zahnmedizin weitergedacht wird. Hier werden nicht nur Produkte vorgestellt, sondern ganzheitliche Workflow-Konzepte diskutiert. Dies ist der Ort, wo aus vielen Perspektiven ein Ganzes wird. Wo theoretisches Wissen auf praktische Erfahrung trifft und neue Impulse entstehen. 

„All-in-One: 360° Workflow“ – wie die Kugeln der Newton's Wiege setzen wir Bewegungen in Gang. Ein Impuls führt zum nächsten, Erfahrungen fließen zurück, neue Ideen entstehen. Es braucht den Blick aus allen Perspektiven – 360° –, um das Ganze zu sehen. Im Zusammenspiel von Mensch und Technologie, von Wissen und Praxis, von Forschung und Anwendung entsteht ein lebendiger Kreislauf. „All-in-One: 360° Workflow“ ist eine Geschichte von Verbindungen; von Workflows, die ineinandergreifen; von Menschen, die ihr Wissen teilen; von Entwicklungen, die der Praxis dienen. Eine Geschichte, die weitergeht. Jeden Tag. In jeder Praxis. Mit jedem Patienten. Eine Geschichte, die wir gemeinsam schreiben.