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Wiederherstellung des Lächelns mit Komposit

Wiederherstellung des Lächelns mit Komposit

Fallbericht von Dr. Onur Alp Yünük

Kombination hochleistungsfähiger Instrumente und Materialien für ein vorhersagbares Ergebnis

Direkte Kompositrestaurationen stellen eine qualitativ hochwertige Therapieoption dar – auch bei ausgedehnten Defekten mit erheblichem Verlust an Zahnhartsubstanz. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf Fortschritte in der Materialwissenschaft, insbesondere bei nanohybrid- und bulk-fill-Kompositen, sowie auf optimierte Adhäsivsysteme zurückzuführen. Durch die indikationsgerechte Auswahl der Restaurationsmaterialien und eine strukturierte, schichtweise Applikationstechnik in Kombination mit digitalen Verfahren zur präzisen Farbbestimmung lassen sich sowohl funktionelle als auch ästhetische Ergebnisse mit hoher Vorhersagbarkeit erzielen.



Abb. 1
Frontalansicht der Zähne mit ausgeprägtem Substanzverlust der bestehenden Restauration am oberen linken lateralen Schneidezahn.


Abb. 2
Kreuzpolarisiertes intraorales Foto zur differenzierten Analyse von Farb- und Transluzenzunterschieden.


Abb. 3
Laterale Ansicht der dentalen Situation.


Abb. 4
Laterale Ansicht als kreuzpolarisiertes Bild zur erweiterten Beurteilung optischer Parameter.

Die Lösung

Nach Entfernung der vorhandenen Restaurationen erfolgte die absolute Trockenlegung mittels Kofferdam. Im Anschluss wurde ein selbstätzendes Adhäsivsystem (CLEARFIL™ SE Bond 2, Kuraray Noritake Dental Inc.) unter Anwendung der selektiven Schmelzätzung appliziert. Anschließend wurde die palatinale Schale mit CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Premium in der Farbe A1E aufgebaut. Die Rekonstruktion der Mamelonstrukturen erfolgte mit CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Premium in der Farbe A1D. Für die Gestaltung der opaleszenten Zone wurde eine transluzente Kompositmasse („Blue") verwendet. Die abschließende Charakterisierung erfolgte mittels gelber und weißer Tints.

Abbildung 7 zeigt die Ausgangssituation und Abbildung 8 stellt das Ergebnis nach Ausarbeitung und Hochglanzpolitur vor. Palatinale Schale, aufgebaut mit der Schmelzfarbe A1E des verwendeten Komposits.



Abb. 5
Palatinale Schale, aufgebaut mit der Schmelzfarbe A1E des verwendeten Komposits.


Abb. 6
Laterale Ansicht während der restaurativen Versorgung.


Abb. 7
Restaurationen vor der Ausarbeitung und Politur.


Abb. 8
Klinisches Erscheinungsbild der Restaurationen nach Ausarbeitung und Hochglanzpolitur.

Das Ergebnis

Zur Beurteilung der finalen Farbintegration wurde eine weitere Aufnahme unter Verwendung eines Kreuzpolarisationsfilters angefertigt, wobei zur standardisierten Kalibrierung eine Graureferenzkarte eingesetzt wurde (Abb. 9 und 10). Die laterale Ansicht der restaurierten Zähne (Abb. 11) verdeutlicht, dass für ein hochästhetisches Ergebnis neben der korrekten Farbauswahl und -kombination insbesondere auch eine natürliche Oberflächentextur von entscheidender Bedeutung ist.



Abb. 9
Frontalansicht der restaurierten Zähne unter Verwendung eines Kreuzpolarisationsfilters.


Abb. 10
Kalibrierung mittels Graureferenzkarte sowie Darstellung der resultierenden L*a*b*-Werte der Restauration.


Abb. 11
Laterale Ansicht der restaurierten Zähne mit Hervorhebung der Bedeutung der Oberflächentextur.

Diskussion und Schlussfolgerung

Die klinische Beobachtungsgabe – unterstützt durch moderne Verfahren der dentalen Fotografie und Bildanalyse (insbesondere Polarisationsfilter und L*a*b*-Farbraumkoordinaten) – stellt eine zentrale Voraussetzung für die naturgetreue Rekonstruktion von Zähnen mit direkten Kompositmaterialien dar. In Kombination mit einem leistungsfähigen Kompositsystem, das auf einem strukturierten Farbkonzept basiert und über optimierte lichtoptische Eigenschaften zur harmonischen Integration in die umgebende Zahnhartsubstanz verfügt, lässt sich die Herstellung hochästhetischer Restaurationen als reproduzierbares und vorhersagbares Verfahren etablieren.

Im vorliegenden Fall zeigte sich der Patient sowohl in ästhetischer als auch in funktioneller Hinsicht sehr zufrieden. Im Rahmen regelmäßiger Nachkontrollen wird die Langzeitqualität der Restaurationen evaluiert; bislang zeigen diese eine stabile funktionelle Leistungsfähigkeit sowie eine überzeugende ästhetische Integration.

 

Zahnarzt

ONUR ALP YÜNÜK

Dr. Onur Alp Yünük absolvierte sowohl sein Studium als auch seine Promotion an der Universität Istanbul. Derzeit ist er als Assistenzprofessor in der Abteilung für Restaurative Zahnheilkunde an der Fakultät für Zahnmedizin der Istinye-Universität tätig. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf direkten Kompositrestaurationen im Frontzahnbereich sowie auf polychromatischen Schichtsystemen.

CLEARFIL MAJESTY ES-2 Premium