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Anwendung des neuen CLEARFIL MAJESTY ES Flow Universal

Anwendung des neuen CLEARFIL MAJESTY ES Flow Universal

Fallbeispiel von Dr. Michał Jaczewski

FLIEßFÄHIGE INJEKTIONSTECHNIK

Welche Eigenschaften sind für ein fließfähiges Komposit, das in der Injektionstechnik eingesetzt wird, klinisch entscheidend? Aus praktischer Erfahrung zeigt sich, dass insbesondere ausgewogene optische Eigenschaften eine zentrale Rolle spielen. Eine adäquate Transluzenz, ein ausgeprägter Chamäleoneffekt sowie ein stabiler Oberflächenglanz sind maßgeblich für eine harmonische Integration in die natürliche Zahnsubstanz. Darüber hinaus kommt den mechanischen Eigenschaften eine wesentliche Bedeutung zu, insbesondere vor dem Hintergrund der funktionellen Belastung durch den Kontakt mit antagonistischen Zähnen. Nicht zuletzt sind die Verarbeitungseigenschaften von entscheidender Relevanz: Eine indikationsgerechte Fließfähigkeit ist Voraussetzung für eine kontrollierte Injektion, während eine blasenfreie Applikation die Grundlage für eine homogene, glatte und langfristig verfärbungsresistente Oberfläche bildet.

Seit sieben Jahren stellt CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Low (Kuraray Noritake Dental Inc.) das bevorzugte fließfähige Komposit des Anwenders für die Injektionstechnik dar. Das Fließverhalten des Materials erweist sich sowohl im Front- als auch im Seitenzahnbereich als optimal. Bei indikationsbedingt reduzierter Fließanforderung kann auf die „Super Low“-Variante ausgewichen werden. Zudem wird das differenzierte Farbangebot in Kombination mit der hohen Polierbarkeit des Materials geschätzt, da hierdurch eine naturgetreue ästhetische Integration unterstützt wird. Nicht zuletzt zeichnen sich die mechanischen Eigenschaften durch ein hohes Leistungsniveau aus, sodass das Material für ein breites Indikationsspektrum ohne relevante funktionelle Einschränkungen eingesetzt werden kann.

Als die Einführung von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal angekündigt wurde, das in lediglich zwei Universalfarben sowie zwei Viskositätsstufen (Low und Super Low) verfügbar ist, weckte dies unmittelbar klinisches Interesse. Insbesondere die Kombination aus bereits etablierten, ausgewogenen Materialeigenschaften und einer deutlich vereinfachten Farbauswahl erschien vielversprechend. Die bisherigen klinischen Erfahrungen bestätigen diese Erwartungen. Das folgende Fallbeispiel veranschaulicht sowohl die Effizienz des Verfahrens als auch die ästhetische Qualität der erzielten Ergebnisse. Der Patient stellte sich während einer laufenden kieferorthopädischen Behandlung mittels Alignern mit dem Wunsch nach Formkorrektur im Frontzahnbereich vor, bedingt durch Abrasionen im Bereich der Inzisalkanten.

Abb. 1. Klinische Ausgangssituation mit Indikation zur Formkorrektur im Oberkiefer-Frontzahnbereich.

 

Abb. 2. Applikation von CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 (Kuraray Noritake Dental Inc.) auf die zuvor mittels Luftabrasion (Aluminiumoxid, 50 µm, niedriger Druck) aufgeraute und anschließend phosphorsäuregeätzte Schmelzoberfläche eines zentralen Schneidezahns.

 

Abb. 3. Intraorale Positionierung eines transparenten Silikonindex mit bereits injiziertem CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Low (Farbe U) im Bereich des rechten zentralen Oberkiefer-Schneidezahns.

 

Abb. 4. Abgeschlossene Formkorrektur am rechten zentralen Oberkiefer-Schneidezahn.

 

Abb. 5. Klinische Situation nach Ausarbeitung und Politur der Schneidezahnrestaurationen.

 

Abb. 6. Harmonische Farbintegration mit nahtlosem Übergang zur umgebenden natürlichen Zahnsubstanz.

 

Abb. 7. Unmittelbares Behandlungsergebnis mit sichtbarer Verbesserung der Lächelästhetik und der subjektiven Lebensqualität während der Aligner-Therapie.

 

Ergebnisse, die für sich sprechen

Wie das verwandte Produkt CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow weist auch die Universal-Shade-Variante CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal Eigenschaften auf, die sich aus klinischer Sicht als besonders geeignet für die fließfähige Injektionstechnik erweisen. Die Farbanpassung zeigt ein hohes Leistungsniveau, mit ausgeprägtem „Blend-in-Effekt“. Gleichzeitig ist die Transluzenz bei geringen Schichtstärken ausreichend hoch, sodass eine natürliche Schmelzimitation zuverlässig unterstützt wird. Die Polierbarkeit entspricht der des bewährten Referenzmaterials und ermöglicht die Erzielung glatter, ästhetisch hochwertiger Oberflächen. Für eine kontrollierte und nahezu blasenfreie Applikation wird das Material in einem ergonomisch optimierten Spritzensystem angeboten. Ergänzend dazu gewährleisten die mechanischen Eigenschaften eine sichere Anwendung auch im Seitenzahnbereich unter funktioneller Belastung.

 

Über den Autor


Michał Jaczewski absolvierte 2006 sein Studium an der Medizinischen Universität Breslau und betreibt heute seine Privatpraxis in der Stadt Legnica, Polen. Er ist spezialisiert auf minimal-invasive Zahnheilkunde und digitale Zahnheilkunde und ist Gründer der Biofunctional School of Occlusion. Dort hält er Vorträge und führt Workshops mit Schwerpunkt auf umfassenden Gesamtbehandlungen durch.