Einverständniserklärung

Der Inhalt der Website www.kuraraynoritake.eu/de ist medizinischem Fachpersonal vorbehalten und enthält Informationen zu Produkten, welche die Gesundheit und Sicherheit von Patienten beeinträchtigen könnten, wenn sie nicht durch geschultes Fachpersonal gelesen, verstanden und angewendet werden.

In Übereinstimmung mit den Bestimmungen der geltenden Gesetzgebung erkläre ich daher in eigener Verantwortung, dass ich auf dem Gebiet der Zahnmedizin und/oder Zahntechnik fachlich geschult und daher berechtigt bin, die Inhalte dieser Website einzusehen.

Posteriorer direkter Kompositaufbau im Rahmen des „Universal Excellence“-Konzepts

Posteriorer direkter Kompositaufbau im Rahmen des „Universal Excellence“-Konzepts

Fallbericht von Dt. Koray Kendir, DDS, Türkei (İzmir)

Der vorliegende klinische Fallbericht beschreibt die Versorgung einer posterioren Defektsituation mittels direkter Kompositrestauration unter Anwendung des „Universal Excellence“-Konzepts von Kuraray Noritake Dental Inc. Zum Einsatz kamen ein universelles Adhäsivsystem (CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2) sowie ein hochgefülltes, universalfarbenes fließfähiges Komposit (CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal), um eine anwenderfreundliche Verarbeitung bei gleichzeitig hoher klinischer Vorhersagbarkeit zu gewährleisten. Die schrittweise Dokumentation umfasst alle relevanten Behandlungsschritte, einschließlich der Isolation des Arbeitsfeldes, der Kavitätenpräparation, der Durchführung einer Deep Margin Elevation (DME), des adhäsiven Protokolls sowie der abschließenden restaurativen Versorgung.

 

Fallbeschreibung

Eine 38-jährige Patientin stellte sich mit Beschwerden in Form von interdentalem Bluten sowie erhöhter Kälteempfindlichkeit im Bereich zwischen dem oberen linken Eckzahn und dem ersten Prämolaren (Zähne 23 und 24 nach FDI-Schema) vor. Die klinische Untersuchung ergab einen insuffizienten Restaurationsrand sowie das Vorliegen von Sekundärkaries am gingivalen Kavitätenboden der bestehenden Restauration an Zahn 23. Nach Anlage eines Kofferdams zur absoluten Trockenlegung wurde die schrittweise restaurative Behandlung eingeleitet.

 

Klinisches Vorgehen

Schritt 1: Zahn 23 zeigte einen insuffizienten gingivalen Restaurationsrand sowie kariöse Läsionen (Abb. 1).

Schritt 2: Nach Entfernung der bestehenden Schmelzanteile erfolgte die vollständige Kariesexkavation bis auf Gingivaniveau. Die Läsion an Zahn 24 erstreckte sich subgingival (Abb. 2).

Schritt 3: Nach vollständiger Kariesentfernung und Kavitätenpräparation wurde die Indikation zur Durchführung einer Deep Margin Elevation (DME) an Zahn 24 gestellt (Abb. 3).

Schritt 4: Die Deep Margin Elevation (DME) an Zahn 24 wurde unter Verwendung eines individuell angepassten Teilmatrizensystems in Kombination mit einem Keil durchgeführt.

Zunächst erfolgte eine selektive Schmelzätzung, gefolgt von der Applikation von CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2. Anschließend wurde CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal (Super Low) appliziert (Abb. 4–6).

Schritt 5:

Nach Abschluss der Deep Margin Elevation wurden geeignete Matrizensysteme appliziert. Anschließend erfolgte die direkte restaurative Versorgung der Zähne 23 und 24 unter Verwendung von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal (Super Low) (Abb. 7–9). Aufgrund der guten Handhabungseigenschaften, der ausgeprägten Farbanpassung sowie der sehr guten Polierbarkeit des Materials konnte dieser klinisch anspruchsvolle DME-Fall effizient und erfolgreich therapiert werden.

Das Behandlungsergebnis ist in den Abbildungen 10 und 11 dargestellt.

 

Abb. 1. Präoperative Situation unter Kofferdam-Isolation.

 

Abb. 2. Klinische Situation nach vollständiger Kariesexkavation.

 

Abb. 3. Ausgearbeitete Kavitäten mit tief subgingival gelegenem Kavitätenrand am Prämolaren.

 

Abb. 4. Positionierung eines individuell angepassten Keils zur Durchführung der Deep Margin Elevation.

 

Abb. 5. Bukkale Ansicht nach Deep Margin Elevation unter Verwendung universeller Restaurationsmaterialien.

 

Abb. 6. Okklusale Ansicht nach Deep Margin Elevation mit universellen Materialien.

 

Abb. 7. Platzierung einer Teilmatrize zur weiteren restaurativen Versorgung.

 

Abb. 8. Bukkale Ansicht der mit einem universalfarbenen, fließfähigen Komposit mit sehr niedriger Viskosität restaurierten Zähne.

 

Abb. 9. Okklusale Ansicht der mit einem universalfarbenen, fließfähigen Komposit restaurierten Zähne.

 

Abb. 10. Okklusale Ansicht der finalen Restaurationen an den Zähnen 23 und 24 mit Darstellung von Farbintegration, anatomischer Morphologie und Oberflächenglanz.

 

Abb. 11. Bukkale Ansicht der finalen Restaurationen an den Zähnen 23 und 24 mit Darstellung von Farbintegration, anatomischer Morphologie und Oberflächenglanz.

 

Diskussion

Universelle Adhäsivsysteme und moderne fließfähige Komposite tragen maßgeblich zur Vereinfachung direkter posteriorer Restaurationen bei, indem sie die Technikempfindlichkeit reduzieren und gleichzeitig eine hohe Langzeitstabilität ermöglichen. Im vorliegenden Fall gewährleistete CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 eine zuverlässige Haftung bei gleichzeitig minimalem Applikationsaufwand. Das eingesetzte universelle fließfähige Komposit zeigte eine sehr gute Randadaptation, eine hohe Polierbarkeit sowie überzeugende mechanische Eigenschaften. Auch unter anspruchsvollen Bedingungen – insbesondere bei subgingival gelegenen Präparationsgrenzen mit Indikation zur Deep Margin Elevation (DME) – konnte ein strukturierter und effizienter Behandlungsablauf ohne qualitative Einschränkungen realisiert werden.

  

Fazit

Die Kombination aus CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 und CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ermöglicht eine vorhersagbare und effiziente Versorgung posteriorer Defekte. Die universelle Einsetzbarkeit sowie die günstigen Verarbeitungseigenschaften entsprechen dem Konzept der „Universal Excellence“ und unterstützen eine vereinfachte, zugleich klinisch verlässliche restaurative Therapie im Praxisalltag.

 

Ethik & Offenlegung

Alle Behandlungen wurden unter Einhaltung der geltenden zahnärztlichen Standards durchgeführt. Der Patient erteilte eine informierte Einwilligung sowohl zur Behandlung als auch zur Veröffentlichung anonymisierter klinischer Bilddaten. Der Autor ist als Berater für Kuraray Noritake Dental Inc. tätig; die dargestellten Inhalte basieren auf klinischer Erfahrung.

 

Zahnarzt


KORAY KENDIR

Dt. Koray Kendir ist Absolvent der Fakultät für Zahnmedizin der Hacettepe-Universität und Mitbegründer einer privaten Zahnarztpraxis in Izmir. Er ist spezialisiert auf digitale Zahnmedizin, Smile Design sowie computergestützte restaurative Behandlungen. Dr. Kendir ist für seinen innovativen Ansatz bekannt, tritt regelmäßig als Referent auf nationalen zahnärztlichen Kongressen auf und ist als Berater für mehrere Dentalunternehmen tätig.

 

Welche Lösungen überzeugen wirklich in der täglichen zahnärztlichen Praxis?

Welche Lösungen überzeugen wirklich in der täglichen zahnärztlichen Praxis?

Dental Advisor 2026: Auszeichnungen für Kuraray Noritake Produkte für Exzellenz und Zuverlässigkeit

Angesichts steigender klinischer Anforderungen und gleichzeitig begrenzter Behandlungszeit rücken Materialien und Geräte in den Fokus, die im Praxisalltag durch zuverlässige Performance bei gleichzeitig effizienter Handhabung überzeugen. Neben einer hohen Verarbeitungsqualität zählen insbesondere Anwenderfreundlichkeit, Zeitersparnis und langfristige klinische Stabilität zu den zentralen Auswahlkriterien.

Vor dem Hintergrund eines dynamischen Marktes mit einer Vielzahl neuer Produkte und teilweise weitreichender Leistungsversprechen gewinnt die Orientierung an unabhängigen Evaluationssystemen zunehmend an Bedeutung. Solche Bewertungen berücksichtigen sowohl standardisierte Labortests als auch klinische Erfahrungswerte und bieten damit eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Eine der international renommiertesten Institutionen in diesem Kontext ist The Dental Advisor. Die Organisation vergibt jährlich ihre Top Product, Preferred Product sowie Research Awards und zeichnet damit Produkte aus, die sich nicht nur durch Innovationsgrad, sondern insbesondere durch konsistente und evidenzbasierte klinische Leistungsfähigkeit auszeichnen.

Im Jahr 2026 wurden mehrere Produkte der Kuraray Noritake Dental Inc. prämiert – darunter sowohl neu entwickelte universelle fließfähige Komposite als auch etablierte Materialien, die weiterhin einen maßgeblichen Beitrag zur modernen restaurativen und adhäsiven Zahnmedizin leisten.

Eine überzeugende Kombination von Eigenschaften: Gewinner der Research Awards

Nach Angaben von The Dental Advisor dokumentieren Unternehmen, die mit einem Research Award ausgezeichnet werden, ein ausgeprägtes Engagement für die Weiterentwicklung dentaler Technologien sowie für die kontinuierliche Verbesserung der Patientenversorgung.

Die prämierten Produkte werden im Dental Advisor Biomaterials Research Center einer umfassenden wissenschaftlichen Evaluation unterzogen. Ziel ist es, ihre materialwissenschaftliche und klinische Leistungsfähigkeit differenziert zu beurteilen und diejenigen Materialien zu identifizieren, die eine besonders ausgewogene und leistungsstarke Kombination relevanter Eigenschaften aufweisen.

 

 

1. CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 (Research Award und Preferred Product)

Das 2025 eingeführte CLEARFIL™ Universal Bond Quick 2 stellt eine Weiterentwicklung des etablierten multimodalen Adhäsivsystems CLEARFIL™ Universal Bond Quick dar. Beide Systeme zeichnen sich durch eine besonders zeiteffiziente Applikation aus und tragen damit den Anforderungen eines optimierten klinischen Workflows Rechnung. Untersuchungen im Dental Advisor Biomaterials Research Center belegen eine hohe Haftfestigkeit an Schmelz und Dentin – auch nach simulierter Alterung sowie unter Bedingungen der Speichelkontamination. Dies spricht für eine zuverlässige adhäsive Performance selbst unter klinisch anspruchsvollen, feuchten intraoralen Bedingungen. Darüber hinaus zeigten In-vitro-Analysen eine sehr geringe Schichtdicke im Bereich von 3–5 μm, was insbesondere im Kontext der Befestigung indirekter Restaurationen eine präzise Passung und optimale Randadaptation unterstützt.

2. CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal (Research Award und Top Product Award)

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ist ein hochgefülltes, fließfähiges Komposit, das 2025 eingeführt wurde. Es basiert auf einem hohen Anteil submikroner Füllstoffe (78 Gew.-%) und verfügt über ein vereinfachtes universelles Farbkonzept, das durch eine optimierte Lichtstreuungstechnologie realisiert wird.

Unabhängige Untersuchungen im Biomaterials Research Center bestätigten:

  • sehr hohe Festigkeitswerte innerhalb seiner Klasse
  • ausgezeichnete Röntgensichtbarkeit
  • hervorragende Farbanpassung im Vergleich zu anderen universellen Kompositen.

Im Hinblick auf die klinische Anwendung wurde das Material gezielt für eine effiziente und kontrollierte Applikation entwickelt. Spezifisch abgestimmte Spritzen- und Kanülensysteme ermöglichen eine weitgehend blasenfreie Verarbeitung, was auch radiologisch nachvollziehbar ist.

Die Viskosität zeigt ein niedrigviskoses, gleichzeitig standfestes Verhalten („no slump“). Dadurch werden sowohl ein präziser Aufbau okklusaler Strukturen als auch eine detailgetreue anatomische Modellation unterstützt.

 

 

3. KATANA™ Cleaner

KATANA™ Cleaner wurde 2026 ebenfalls mit einem Research Award ausgezeichnet – auch ohne vorausgehende klinische Langzeitevaluation, was die hohe wissenschaftliche Relevanz des Produkts unterstreicht. Das universelle Reinigungspräparat enthält MDP-Salz und wurde gezielt zur effektiven Entfernung von Kontaminationen sowohl auf restaurativen Materialien als auch auf der Zahnhartsubstanz entwickelt. Laboruntersuchungen zeigten, dass sich die Haftfestigkeit auf zuvor speichelkontaminierten Oberflächen aus Zirkonoxid und Lithiumdisilikat wieder auf ein optimales Niveau anheben lässt. Rasterelektronenmikroskopische Analysen bestätigten zudem eine nahezu vollständige Entfernung organischer Rückstände und damit eine effektive Oberflächenreinigung als Voraussetzung für eine zuverlässige adhäsive Befestigung.

Fazit

Bei Kuraray Noritake Dental basiert Innovation auf einem fundierten Verständnis der klinischen Anforderungen und Abläufe im Praxisalltag. Die im Jahr 2026 verliehenen Auszeichnungen reflektieren das kontinuierliche Bestreben, Materialien zu entwickeln, die wissenschaftliche Exzellenz mit hoher praktischer Relevanz verbinden – mit dem Ziel, vorhersagbare Behandlungsergebnisse, effiziente klinische Workflows und eine optimierte Patientenversorgung zu ermöglichen.

Vor dem Hintergrund einer sich stetig weiterentwickelnden Zahnmedizin unterstreicht die Anerkennung durch The Dental Advisor die Bedeutung von Lösungen, die ihre Leistungsfähigkeit unter realen klinischen Bedingungen unter Beweis stellen. Durch den engen Austausch mit Anwenderinnen und Anwendern sowie durch kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit bleibt Kuraray Noritake Dental darauf ausgerichtet, evidenzbasierte Innovationen voranzutreiben und Zahnärztinnen und Zahnärzte im klinischen Alltag nachhaltig zu unterstützen.

BRANDNEU – CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal

BRANDNEU – CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal

Universelles Farbkonzept trifft auf fließfähige Füllungsmasse

Interview mit Takehiro Kameya, Leiter der Technologieabteilung bei Kuraray Noritake Dental Inc.

Wie sind Sie auf den Bedarf an einem universell einsetzbaren Füllmaterial gekommen?

Verarbeitbare Komposite mit einem universellen Farbkonzept erfreuen sich weltweit zunehmender Beliebtheit. Diese Tatsache ließ uns vermuten, dass auch für die fließfähige Variante eine Nachfrage besteht. Anwender profitieren zudem von vereinfachten Verfahren und einer geringeren Anzahl an vorrätig zu haltenden Farbtönen, was sich positiv auf die Lagerverwaltung auswirkt. Dementsprechend haben wir das universelle fließfähige Komposit in Japan eingeführt, wo es bereits einen bedeutenden Marktanteil hält. Anwender setzen es bereits in verschiedenen Fällen ein und geben hervorragendes Feedback. Da es sich in Japan als sehr beliebt erwiesen hat, haben wir das europäische Team angesprochen, um den Vertriebsbereich auf Europa auszuweiten, und es wurde beschlossen, das Produkt auf den Markt zu bringen. Wir haben die Markteinführung in einem extrem kurzen Zeitraum von etwa einem Jahr vorangetrieben.

Bietet die Verwendung eines universell fließfähigen Verbundwerkstoffs zusätzlich zur universell formbaren Variante tatsächlich einen Mehrwert?

Ja, der zusätzliche Einsatz eines modernen fließfähigen Komposits bringt mehrere Vorteile mit sich. Denn – im Gegensatz zu früheren Produkten – bietet die neueste Generation fließfähiger Komposite eine ausreichende mechanische Festigkeit, um für reguläre Restaurationen verwendet zu werden. Zu den Vorteilen der Verwendung eines fließfähigen Komposits gehört die Fähigkeit, selbst in die engsten Bereiche einer (manchmal komplexen) Kavität einzufließen, was eine einfache und schnelle Füllung ermöglicht, sowie eine enge Anpassung an der Adhäsionsfläche, was zu einer dichten Versiegelung führt.

Was sind die Unterschiede zwischen CLEARFILMAJESTY™ ES Flow und CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal?

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal behält die charakteristischen Eigenschaften von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow bei, wie beispielsweise die bequeme Dosierung, Handhabung und Modellierung, das extrem einfache und schnelle Polieren, den lang anhaltenden Glanz sowie die hervorragenden mechanischen Eigenschaften. Aufgrund ihrer hohen Festigkeit können beide Produkte nicht nur als Liner, sondern auch für reguläre direkte Restaurationen verwendet werden. Der Unterschied liegt im Farbkonzept. CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal führt ein universelles Farbsystem ein, wodurch es sich mit weniger Farbvarianten an eine breite Palette von Farbtönen anpassen lässt.

Bitte beschreiben Sie das Farbkonzept hinter CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal. Wie viele Farbtöne sind erhältlich und wie werden diese ausgewählt?

Das CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal-Sortiment umfasst zwei Farbtöne: Universal (U) und Universal Dark (UD). U ist eine ausgezeichnete Wahl für alle Restaurationen im Seitenzahnbereich, unabhängig von der gewünschten Farbnuance. Im Frontzahnbereich und im zervikalen Bereich (Kavitäten der Klassen III, IV und V) eignet sich U am besten für die Restauration von Zähnen der Farbtöne A1 bis A3 (einschließlich B1, B2, C1, C2, D2, D3 und D4), während UD die Farbe der Wahl ist, um die Zielfarbtöne A3,5 bis A4 (einschließlich B3, B4, C3 und C4) zu erreichen.

 

Abbildung: Farbabstimmung mit Restaurationen im Front- und Seitenzahnbereich

Warum bieten Sie eine zusätzliche Farbvariante für den Frontzahnbereich an?

Universalkomposite müssen die Farbe der umgebenden Zahnsubstanz annehmen, um bei einer Vielzahl von Zielfarbtönen eine perfekte Farbanpassung zu gewährleisten. Im Seitenzahnbereich steht in der Regel viel umgebende Zahnsubstanz zur Verfügung, wobei meist noch mehrere Kavitätenwände vorhanden sind. Dies erleichtert die Anpassung an die Zahnfarbe im Vergleich zu Kavitäten im Frontzahnbereich. Hier dringt das Licht leicht durch, sodass die Farbe des Komposits selbst eher reflektiert wird. Dies kann zu Einschränkungen bei der Farbanpassung führen. Im Fall von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal zeigte die Farbe U, die sich für den Seitenzahnbereich als ideal erwiesen hatte, einige Einschränkungen bei der Farbanpassung bei Restaurationen dunklerer Zähne im Frontzahnbereich. Daher haben wir uns entschlossen, eine zweite Farboption anzubieten, die speziell für diese Situationen entwickelt wurde. Mit den Farbtönen U und UD bietet CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal eine hervorragende Farbanpassung von hellen bis zu dunklen Farbtönen und erfüllt damit den Bedarf an präziser Farbanpassung insbesondere im Frontzahnbereich.

Es klingt nach einer Herausforderung, mit nur zwei Kompositfarben so viele Zielzahnfarben abzudecken. Wie haben Sie beurteilt, ob die verfügbaren Farbtöne im klinischen Alltag geeignet sind?

Tatsächlich war es eine große Herausforderung, die Farbe „U“ zu entwickeln, die sowohl für Front- als auch für Seitenzähne ein breiteres Spektrum an Zahnfarben abdeckt als die Farbe „U“ von CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal. Um die von uns entwickelten Farbtöne zu bewerten und zu optimieren, führten wir wiederholt Füllungstests mit einer Vielzahl von Testfarbtönen an künstlichen Zähnen und extrahierten Zähnen verschiedener Zahnfarben durch. Darüber hinaus wurde die endgültige Auswahl der Farbtöne visuell durch die Konsultation von Zahnärzten bewertet, die das Komposit im klinischen Alltag einsetzten.

Was sind die größten Herausforderungen bei der Bestimmung und Auswahl des richtigen Farbtons im klinischen Umfeld?

Der größte Nachteil der klassischen Farbbestimmung besteht darin, dass sie die Behandlungszeit verlängert. Sowohl für den Zahnarzt als auch für den Patienten ist die Minimierung der Behandlungszeit jedoch das oberste Ziel, da dies die Kosten senkt und den Komfort für den Patienten erhöht. Ein echter Nachteil in Bezug auf Zeit und Komfort ist eine Farbabweichung, die durch einen Fehler bei der Farbbestimmung entsteht: Sie kann intraorale Anpassungen oder im schlimmsten Fall die Anfertigung einer neuen Restauration erforderlich machen.

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ist in zwei Viskositäten erhältlich – „Low“ und „Super Low“. Warum ist das so und worin besteht der Unterschied bei der Anwendung?

Wir haben uns entschlossen, zwei Arten von Fließfähigkeit mit unterschiedlichen thixotropen Eigenschaften anzubieten, um den Vorlieben der Anwender hinsichtlich der Handhabung gerecht zu werden. Grundsätzlich gibt es keinen Unterschied in der Anwendung zwischen „Low“ und „Super Low“. Den Anwendern wird jedoch empfohlen, je nach ihren Vorlieben und dem jeweiligen Anwendungsfall Komposite mit unterschiedlichen thixotropen Eigenschaften zu verwenden. So eignet sich beispielsweise „Super Low“ gut für die Formgebung der Okklusalfläche von Seitenzähnen. Low eignet sich für vielfältige Anwendungen wie das Auskleiden und Füllen im zervikalen Bereich sowie an den Approximalflächen.

 

Abbildung: CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal – Hervorragende mechanische Eigenschaften

 

Abbildung: Lichtdurchlässigkeit ohne LDT / Lichtdurchlässigkeit mit LDT / Licht brechen und durchlassen

Welche Technologien stecken hinter CLEARFILMAJESTY™ ES Flow Universal, die für eine hervorragende Anpassung sorgen?

Die wohl beliebteste Technologie, die in diesem Produkt zum Einsatz kommt, ist unsere firmeneigene Lichtstreuungstechnologie. Wir haben die optimale Lichtstreuung auf der Grundlage der Beobachtung ermittelt, dass eine starke diffuse Reflexion des einfallenden Lichts zu einer Aufhellung führt, während eine schwache Lichtstreuung es erleichtert, dunkle Farben in der Mundhöhle anzunehmen, wodurch sich die Füllungsstelle verdunkelt. Darüber hinaus haben wir uns auf die Anpassung der Farbsättigung konzentriert: Das universelle Farbkonzept basiert auf der Fähigkeit, die Farbe der umgebenden Zahnstruktur anzunehmen und sich mit ihr zu vermischen. Daher haben wir die Farbsättigung so eingestellt, dass sie sich leicht mit einer breiten Palette von Zahnfarben harmonisieren lässt. Schließlich wurde die Transluzenz des Materials durch seine Submikron-Füllstoffe und Silica-Cluster angepasst. Die Bewertung durch wichtige Meinungsführer hat uns dabei geholfen, ein angemessenes Maß an Transluzenz zu bestimmen.

Wie ist in Fällen vorzugehen, in denen die darunterliegende Zahnsubstanz verfärbt ist – ist eine Abdeckung mit einem Blocker oder Opaquer erforderlich?

Ob dies erforderlich ist, hängt vom Ausmaß der Verfärbung ab. Aufgrund der Lichtstreuungseigenschaften von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal wird allgemein davon ausgegangen, dass kein Blockieren erforderlich ist und die Schattierung erreicht werden kann. Bei starker Verfärbung kann es jedoch von Vorteil sein, den Boden der Kavität mit den Farbtönen A2D oder A3D von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow zu füllen oder CLEARFIL™ ST Opaquer zu verwenden.

Was haben Sie unternommen, um die Bildung von Hohlräumen während des Auftragens zu vermeiden?

Wir haben dasselbe Verpackungsdesign wie bei CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow übernommen, um auch bei diesem Produkt die Bildung von Hohlräumen zu vermeiden. Das innovative Behälterdesign minimiert den Spalt zwischen Nadelspitze und Spritze, wenn die Spitze aufgesetzt ist.

Gibt es Empfehlungen dazu, wann man CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow verwenden sollte und wann man sich für CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal entscheiden sollte?

Während die Universalvariante, wie in der Gebrauchsanweisung beschrieben, für allgemeine Auskleidungs- und Füllungsanwendungen verwendet werden kann, empfiehlt sich CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow für Fälle, in denen die Zahnsubstanz abgedeckt wird und die Farbe des gesamten Zahns verändert werden muss. Direktverblendungen sind hierfür ein perfektes Beispiel. In solchen Situationen ist der Einsatz unterschiedlicher Farbtöne und Opazitäten eindeutig von Vorteil.

Wie sieht die Zukunft von fließfähigen Verbundwerkstoffen aus?

Da immer mehr Informationen über die klinische Leistungsfähigkeit und die physikalischen Eigenschaften verfügbar werden, wird erwartet, dass das Vertrauen in fließfähige Komposite in Europa zunimmt, was zu einer breiteren Anwendung führen dürfte. Darüber hinaus wird aufgrund der Entwicklung von Füllverfahren, bei denen fließfähige Komposite in Verbindung mit Formen oder Matrizen zum Einsatz kommen, mit einer steigenden Nachfrage gerechnet.

Adhäsive Befestigung von Vollkeramik – wissenschaftlich fundiert, praxisnah umgesetzt

Adhäsive Befestigung von Vollkeramik – wissenschaftlich fundiert, praxisnah umgesetzt

  • Live-Webinar mit Dr. Lawrence Yosy
  • 
29. April 2026 | 17:00 – 18:30 Uhr | Online (Zoom)

  • 2 Fortbildungspunkte

Die adhäsive Befestigung vollkeramischer Restaurationen ist fester Bestandteil moderner restaurativer Konzepte. Gleichzeitig stellen unterschiedliche Werkstoffe, klinische Situationen und steigende ästhetische Ansprüche hohe Anforderungen an den Befestigungsworkflow.

In diesem 90-minütigen Webinar gibt Dr. Lawrence Yosy einen strukturierten Überblick über die sichere, materialspezifische Befestigung von Vollkeramik – mit besonderem Fokus auf Zirkonoxid. Sie erfahren, welche Vorbehandlungsmaßnahmen entscheidend sind, wie moderne Adhäsivsysteme mit MDP-Monomeren zuverlässig funktionieren und wie sich typische Fehlerquellen vermeiden lassen. Zudem geht er auf das Thema Immediate Dentin Sealing (IDS): Warum die sofortige Versiegelung des Dentins nach der Präparation ein Schlüssel zu maximaler Haftkraft und minimalen postoperativen Sensibilitäten ist. Dr. Yosy erläutert das wissenschaftliche Fundament des IDS-Konzepts, zeigt klinische Fallbeispiele und ordnet aktuelle Erkenntnisse praxisnah ein.

Das erwartet Sie:

  • Systematischer Befestigungsworkflow für vollkeramische Restaurationen
  • Materialspezifische Vorbehandlung von Zahn und Restaurationsoberfläche
  • Sichere Verklebung von Zirkonoxid mit modernen MDP-basierten Adhäsivsystemen
  • Immediate Dentin Sealing (IDS) Schritt für Schritt erklärt
  • Vermeidung typischer Fehlerquellen im klinischen Alltag
  • Strategien zur Optimierung von Langzeitstabilität und Ästhetik

 

Für wen ist das Webinar geeignet?

Für Zahnärztinnen und Zahnärzte, die ihre adhäsiven Protokolle überprüfen, optimieren und wissenschaftlich fundiert weiterentwickeln möchten.

Expertenwissen kompakt – inklusive 2 Fortbildungspunkten

Profitieren Sie von einem praxisorientierten Update zur adhäsiven Befestigung – kompakt, strukturiert und direkt umsetzbar.

Bonding Masterclass – Adhäsivtechnik mit Aha-Effekt

Wer im Praxisalltag häufig adhäsiv arbeitet, weiß: Die Adhäsivtechnik ist Routine – und trotzdem eine Wissenschaft für sich. Genau hier setzte die „Bonding Masterclass“ mit Dr. Dirk Ostermann an. In seinem praxisnahen Webinar brachte der Zahnarzt Struktur in das komplexe Thema und lieferte Antworten auf Fragen, die jede Zahnärztin und jeder Zahnarzt kennt: Welches System passt zu welchem Fall? Wann ist Self-Etch sinnvoll, wann Etch-and-Rinse? Und wie gelingt die Vorreinigung wirklich effektiv?

 

Von Mikromechanik bis Molekül: Bonding neu gedacht

Dr. Ostermann nahm die Teilnehmenden mit auf eine kompakte Reise durch die Entwicklung der Adhäsivtechnik – vom klassischen Ätzverfahren bis zu den modernen Universaladhäsiven. Im Mittelpunkt: das 10-MDP-Molekül, das seit Jahrzehnten als Schlüssel zum chemischen Verbund gilt. Mit anschaulichen Beispielen zeigte er, wie Clearfil Universal Bond Quick 2 im klinischen Alltag eine sichere, flexible Anwendung ermöglicht – ob im Total-Etch-, Self-Etch- oder Selective-Etch-Verfahren. Er sensibilisierte u. a. dafür, warum Applikationszeit, Trocknung und Lichthärtung über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

 

Sauberkeit als Erfolgsfaktor

Besonderes Augenmerk legte Dr. Ostermann auf die oft unterschätzte Vorreinigung. Denn nur eine saubere, fettfreie Oberfläche schafft die Grundlage für eine stabile Haftung. Der Tipp aus der Praxis: KATANA™ Cleaner – das für die intraorale Anwendung zugelassene Reinigungsmaterial, das nicht nur reinigt, sondern gleichzeitig MDP einbringt. Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung – für mehr Sicherheit und Haftkraft im klinischen Workflow.

 

Bonding-Partner für den Alltag

Ob direkte Kompositrestauration oder indirekte Versorgung – entscheidend ist, dass die einzelnen Materialien systemisch aufeinander abgestimmt sind. Clearfil Universal Bond Quick 2 ist ein flexibles Adhäsiv für alle Etch-Techniken – schnell, sicher und klinisch bewährt. Für indirekte Befestigungen sorgt Panavia SA Cement Universal mit MDP- und LCSi-Technologie für eine zuverlässige Haftung an Schmelz, Dentin, Metall, Komposit und Keramik – ganz ohne separate Primer. Gemeinsam stehen beide Materialien für die Philosophie, die Dr. Ostermann im Webinar betonte: Die Botschaft: Mit dem richtigen Systemgedanken wird Bonding planbar und effizient.

 

Praxisnah, kompakt, umsetzbar

Von der optimalen Ätzzeit über die richtige Lufttrocknung bis hin zum Umgang mit postoperativer Sensibilität – das Webinar bot einen strukturierten Überblick und wertvolle Hinweise für den täglichen Workflow.

 

Wer Dr. Ostermanns klare Didaktik und seine praxisnahen Tipps verpasst hat:

Wie lässt sich die Lebensdauer von Polierscheiben verlängern?

Wie lässt sich die Lebensdauer von Polierscheiben verlängern?

Artikel von Dr. Aleksandra Łyżwińska, Dentalhygieniker Radosław Michalak, Warschau, Polen.


Eine gute Politur ist ein entscheidender Schritt für ästhetisch ansprechende und langlebige Restaurationen. Hochwertige Poliersysteme sind dabei unerlässlich. In meiner Praxis ermöglichen mir beispielsweise die TWIST™ DIA for Composite-Scheiben die Politur von 60 bis 80 Restaurationen mit nur einem einzigen Set. Doch wie holen Sie das Maximum aus Ihren Polierscheiben heraus und stellen deren Langlebigkeit sicher?

 

Hier sind sieben bewährte Tipps, die dabei helfen:

  1. Drehzahlempfehlungen beachten: Halten Sie sich an die empfohlenen Drehzahlen. Für TWIST™ DIA for Composite-Scheiben liegen diese beispielsweise zwischen 3.000 und 8.000 U/min.
  2. Drehrichtung einhalten: Achten Sie auf die korrekte Drehrichtung des Polierers, die mit seiner Form übereinstimmen sollte.
  3. Mikromotor überprüfen: Ein einwandfrei funktionierender Mikromotor ist entscheidend. Ein defekter Rotor kann Vibrationen und ungleichmäßige Bewegungen verursachen und die Polierscheibe beschädigen. (Abbildung 1)

 

Abb. 1: Ein defekter Rotor in einem langsam laufenden Handstück führt zu einer nichtaxialen Bewegung der Polierscheibe.

  1. Sanft polieren: Üben Sie keinen übermäßigen Druck aus. Mehr Druck führt nicht zu besseren Ergebnissen, kann aber zu Überhitzung und einem Abstumpfen des Komposits führen. (Abbildung 2)

Abbildung 2: Polieren Sie sanft und ohne übermäßigen Druck. Mehr Druck bedeutet nicht unbedingt bessere Ergebnisse.

  1. Geduldig und schrittweise vorgehen: Planen Sie ausreichend Zeit für den Poliervorgang ein. Polieren Sie jede Restauration mit einer Scheibe für mindestens 30 Sekunden. (Abbildung 3)

Abbildung 3: Polieren Sie jeden Zahn mit einer einzelnen Scheibe für mindestens 30 Sekunden.

  1. Richtige Desinfektion: Weichen Sie die Scheiben nicht länger als nötig ein. Verwenden Sie während der Desinfektion eine Zeitschaltuhr und befolgen Sie genau die Herstelleranweisungen der Desinfektionsmittel für rotierende Instrumente. (Abbildung 4)

Abbildung 4: Weichen Sie die Polierer nicht zu lange ein. Verwenden Sie während der Desinfektion eine Zeitschaltuhr und beachten Sie die Empfehlungen des Herstellers der Desinfektionsmittel für rotierende Instrumente.

 

  1. Verformung vermeiden: Sterilisieren Sie die Scheiben in lockeren Packungen und vermeiden Sie, dass sie im Autoklaven von schwereren Instrumenten zerdrückt werden. Dies beugt Verformungen vor. (Abbildung 5)

Abbildung 5: Um Verformungen zu vermeiden, sterilisieren Sie die Scheiben in lockeren Packungen und drücken Sie sie nicht mit schwereren Instrumenten im Autoklaven zusammen.

Ein Fall aus der Praxis: Warum Polierscheiben plötzlich versagen

Die Inspiration für diese Tipps entstand, als ich in einer neuen Klinik meine Arbeit aufnahm. Bereits während meiner zweiten Schicht löste sich das Arbeitsteil einer meiner Lieblings-TWIST™ DIA for Composite-Scheiben von der Metallspindel. Was war die Ursache?

Gemeinsam mit meinem langjährigen zahnmedizinischen Assistenten, Radosław Michalak, der in unserer früheren Praxis den Desinfektions- und Sterilisationsprozess persönlich überwachte, gingen wir der Sache auf den Grund. Dort hielten unsere ordnungsgemäß gewarteten Scheiben dutzenden Anwendungen stand, bevor erste Abnutzungserscheinungen auftraten. (Abbildung 6)

Abbildung 6: Vergleich des Aussehens der TWIST™ DIA for Composite im Neuzustand und nach 80 Anwendungen.

Die entscheidende Frage war: Was führte zum vorzeitigen Versagen der Scheiben in der neuen Klinik? Meine Vorgehensweise bei der Politur war in beiden Praxen identisch:

  • Polieren mit einem funktionierenden Mikromotor (Rotor geprüft)
  • Geschwindigkeit von 6.000 U/min
  • Drehrichtung vorwärts, entsprechend der Scheibenform
  • Polieren ohne Druck der Scheibe auf den Zahn
  • Lange Polierzeit, mindestens 30 Sekunden pro Zahn mit jeder Scheibe
  • Schrittweises Polieren (drei verschiedene Scheiben plus ultrafeine Nylonbürste)

Durch Ausschlussverfahren kamen wir zu dem Schluss, dass der einzige Unterschied in der Handhabung der Scheiben zwischen der alten und der neuen Praxis bei den Desinfektions- und Sterilisationsprozessen liegen musste. Und genau das war der Fall!

In unserer Klinikroutine verwenden wir eine Desinfektionslösung für rotierende Instrumente auf Basis quaternärer Ammoniumverbindungen in 2%iger Konzentration. Der Hersteller empfiehlt eine Einwirkzeit von fünf Minuten. In der neuen Praxis wurde diese Empfehlung jedoch missachtet. Die Scheiben wurden nach dem ersten Eingriff gegen 11:30 Uhr „eingetaucht“ und erst gegen 21:00 Uhr aus der Lösung genommen. Diese extrem lange Einwirkzeit führte zur Zersetzung des Arbeitsteils der Scheibe, das sich daraufhin von der Metallspindel löste.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass nicht alle Desinfektionsmittel für die Reinigung von Silikonpolierscheiben geeignet sind. Neben der Zusammensetzung und der Einwirkzeit des Desinfektionsmittels ist auch die Temperatur entscheidend. In der Gebrauchsanweisung für TWIST™ DIA for Composite-Scheiben ist angegeben, dass eine Temperatur von 42 °C nicht überschritten werden darf. Die häufigste Überhitzung tritt bei der Desinfektion in einem Ultraschallreiniger auf. Nach der Desinfektion sollten die Scheiben gründlich unter fließendem Wasser abgespült und vollständig getrocknet werden.

Ein zweites potenzielles Problem ist die Verformung der Scheiben während der Sterilisation im Autoklaven. Um dies zu verhindern, sollten die Scheiben in breite Packungen gelegt werden, in denen sie sich nicht verbiegen können. Diese Packungen sollten locker im Autoklaven platziert werden. Wenn die Packung durch schwerere Instrumente komprimiert wird, können sich die Scheiben ebenfalls verbiegen. Eine solche Verformung führt zu einer dauerhaften Beschädigung der Scheibe, was deren Lebensdauer drastisch verkürzt. Die Fotos zeigen deutlich die lokale Abflachung während der Sterilisation und die daraus resultierende übermäßige, ungleichmäßige Abnutzung während des Gebrauchs. (Abbildung 7)

 

Abbildung 7: Die Verformung während der Sterilisation führt zu ungleichmäßiger Abnutzung der Scheibe.

Radosław Michalak ist nicht nur ein echter Spezialist in seinem Bereich, sondern auch ein akribischer „Detektiv“ und ein leidenschaftlicher Fotograf, der die meisten Bilder in diesem Artikel aufgenommen hat. 

Für weitere Informationen zur effektiven und sicheren Politur empfehle ich Ihnen einen meiner früheren Artikel auf www.kuraraynoritake.eu. Darin zeige ich, wie man die komplexe Morphologie von Kompositrestaurationen im Seitenzahnbereich poliert. Der Artikel beleuchtet zudem weitere klinische Aspekte des Polierens, wie das Finieren kleinster Fissuren, die Vermeidung von Überhitzung des Komposits (die zu Glanzverlust führt) und das Verhindern weißer Linien am Übergang zwischen Komposit und Zahn. Ein Blick lohnt sich!

Zahnärztin:



Dr. Aleksandra Łyżwińska schloss ihr Studium an der Medizinischen Universität Warschau ab, wo sie später als Dozentin und Assistentin in der Abteilung für konservierende Zahnheilkunde mit Endodontie tätig war. In ihrer täglichen Praxis konzentriert sie sich auf das breite Feld der adhäsiven Zahnheilkunde. Ihre Leidenschaft gilt minimalinvasiven Techniken und der vitalen Pulpentherapie. Seit 2020 leitet sie Kurse in konservierender Zahnheilkunde und arbeitet dabei mit großen Ausbildungszentren in Polen und weltweit zusammen. Sie ist eine wichtige Meinungsführerin für Kuraray Noritake. In ihren Schulungen zeigt sie, dass Kariesmanagement nicht langweilig sein muss und dass die Verbindung in der Flasche genauso spannend ist wie ein Spionagefilm. Instagram-Nutzer kennen sie als Erstellerin des Bildungsprofils für Zahnärzte @aleksandra.lyzwinska.

Kleben ist das neue Zementieren

Kleben ist das neue Zementieren – Sind Sie bereit?

Sie sind auf der Suche nach dem optimalen Befestigungsverfahren für vollkeramische Restaurationen?

Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über die adhäsive Befestigung und erhalten wertvolle Tipps zur Auswahl des richtigen Verfahrens. PD Dr. Adham Elsayed und Prof. Dr. Florian Beuer fassen in einem spannenden Übersichtsartikel die wichtigsten Informationen zusammen.

 

Kompositrestauration

Wie poliert man eine Kompositrestauration im Molarenbereich?

Von Dr. Aleksandra Łyżwińska, Warschau, Polen.

Beim Polieren einer Kompositrestauration ist es das Ziel jedes Zahnarztes, einen hohen Glanz zu erzielen, ohne die frisch modellierte Kaufläche zu beschädigen. Tipps für den Weg dahin: Verwenden Sie hochwertige Poliergummis. Der Plural ist kein Zufall (Abb. 1). Einzelne Polierer sind meiner Meinung nach nicht in der Lage, einen einwandfreien Glanz sicher zu erzielen. Seien Sie geduldig und schonend. Polieren braucht Zeit und Fingerspitzengefühl.
 

Abb. 1

Unmittelbar nach der Polymerisation wird das Komposit mit einer Sauerstoffinhibitionsschicht überzogen (Abb. 2). Diese Schicht muss unbedingt mit einer Bürste und Polierpaste oder einem prophylaktischen Sandstrahlgerät entfernt werden. Im nächsten Schritt wird das überschüssige Komposit mit Schleifscheiben, Bürsten und harten Poliergummis entfernt.



Abb. 2

Beim Polieren ohne Wasserkühlung bröckelt der Gummi vom Komposit ab (Abb. 3). Diese Fragmente können mit einer feinen Nylonbürste auf der Restaurationsoberfläche verteilt werden. Auf diese Weise können alle Risse und Vertiefungen poliert werden (Abb. 4).

 

Abb. 3

 


Abb. 4

Der Schlüssel zu dauerhaftem Glanz liegt in der graduellen Politur. Jetzt ist es an der Zeit, den dunkelblauen TWIST DIA für Komposite zu verwenden (abrasiver als der hellblaue Polierer) (Abb. 5). Nicht vergessen, einen leichten Druck auszuüben und die Drehzahl von 8000 U/min nicht zu überschreiten. Auf diese Weise erhalten Sie feine Partikel ohne Überhitzungsgefahr. Die Partikel werden wieder über die gesamte Oberfläche verteilt. Je feiner die Borsten sind, desto besser ist die Polierwirkung in den Rillen (Abb. 6).

 

Abb. 5

 

Abb. 6

Im nächsten Schritt wird mit dem hellblauen TWIST DIA für Komposite ein spiegelähnlicher Glanz erzielt (Abb. 7). Unter den Partikeln entsteht ein schöner Glanz. Eine Alternative zu dünnen Nylonbürsten sind Bürsten aus natürlichem Ziegenhaar (Abb. 8).

 

Abb. 7

 

Abb. 8

Die Politur ist nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern vor allem der Funktion. Auf einer polierten Kompositoberfläche haftet der bakterielle Biofilm deutlich weniger als auf einer rauen Oberfläche (Abb. 9). Mein Rezept für eine spiegelähnliche Hochglanzpolitur: hochwertige Diamantgummispitzen mit Abstufung, die über einen längeren Zeitraum sensibel eingesetzt werden (Abb. 10).

 

Abb. 9

 

Abb. 10

 


DR. ALEKSANDRA ŁYŻWIŃSKA
Warsaw, Poland

Łyżwińska ist Zahnärztin für restaurative Zahnheilkunde. Sie schloss ihr Studium 2017 an der Medizinischen Universität Warschau ab, wo sie als Assistenzprofessorin an der Abteilung für konservierende Zahnheilkunde und Endodontie tätig war. Ihr Schwerpunkt liegt auf modernen Klebetechniken, Kompositen und Biomaterialien.

Universalbonding

Universalbonding im Rahmen verschiedener Reparaturverfahren

Bei der Arbeit mit Komposit ist es einer der wichtigsten Aspekte, die Mechanismen der Haftung zu verstehen. Die Wahl des richtigen Komposits ist eine Sache, aber die Wahl eines geeigneten Haftsystems und dessen korrekte Anwendung ist ein ebenso wichtiger Aspekt, der die langfristige Leistung einer direkten Restauration beeinflusst.

Es gibt viele Bonding-Produkte auf dem Markt – Zwei-Flaschen-Systeme (Primer und Bond), aber auch Ein-Flaschen-Systeme. Für jeden, der versucht, das ideale Adhäsiv für einen bestimmten klinischen Fall auszuwählen, kann die schiere Anzahl der verfügbaren Produkte eine Herausforderung darstellen. Die Versuchung, sie alle auf leicht unterschiedliche Weise zu verwenden, birgt das Potenzial, Fehler zu verursachen. In meiner Zahnarztpraxis setze ich mich für eine Vereinfachung der Verfahren ein.

Ich habe mich auf die Suche nach einem Bondingsystem gemacht, das ein Gefühl der Sicherheit in Bezug auf die Haftung, aber auch eine einfache Anwendung in verschiedenen klinischen Situationen bietet. Ich habe mich für einen Haftvermittler der 8. Generation mit den gewünschten Merkmalen entschieden – CLEARFIL™ Universal Bond Quick (Kuraray Noritake Dental Inc.). Das Universaladhäsiv aus einer einzigen Flasche ist ideal für eine Vielzahl von Bondings in der Zahnarztpraxis.

 

BEEINDRUCKENDE MERKMALE

CLEARFIL™ Universal Bond Quick kann sowohl in der Total-Etch- als auch in der selektiven Schmelzätztechnik in Kombination mit einem Ätzgel wie K-ETCHANT Syringe (Kuraray Noritake Dental Inc.) verwendet werden. Es ist ein selbstätzendes Adhäsiv. In Kombination mit dem dualhärtenden Aufbaumaterial CLEARFIL™ DC CORE PLUS oder dem dualhärtenden Universalkunststoff PANAVIA™ SA Cement Universal (beide Kuraray Noritake Dental Inc.) ist es auch eine ideale Wahl für die Anwendung im Wurzelkanal und für das Befestigen von Inlays oder Kronen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Restaurationsmaterialien – von Metall bis Zirkonoxid oder Lithiumdisilikat. Effiziente klinische Abläufe werden durch die integrierte Rapid-Bond -Technologie unterstützt, die ein aufwendiges Einreiben oder Warten auf das Eindringen des Adhäsivs in das Substrat und das Verdampfen des Lösungsmittels überflüssig macht. Zu den Schlüsselkomponenten dieser Technologie gehören hydrophile Amidmonomere, die es der Adhäsivlösung ermöglichen, schnell in feuchtes Dentin einzudringen und gleichzeitig eine hohe Aushärtungsfähigkeit zu haben. Darüber hinaus ist das ursprüngliche MDP-Monomer in der Formulierung enthalten, das zusammen mit den Amidmonomeren für eine hohe Haftfestigkeit an Schmelz und Dentin sorgt – erreichbar in einem einfachen Verfahren aus Applikation, Lufttrocknung und Lichthärtung.

Die beschriebenen Eigenschaften machen CLEARFIL™ Universal Bond Quick zu einer der vielseitigsten und am einfachsten anzuwendenden adhäsiven Bonding-Lösungen in der Zahnarztpraxis. Die Sensibilität der Technik ist gering, da das Dreischritt-Verfahren immer gleich ist. Die folgenden Fallbeispiele veranschaulichen die Anwendung im Rahmen verschiedener Reparaturverfahren.

REPARATUR VON KOMPOSIT-RESTAURATIONEN
Einer der größten Vorteile der Verwendung von Komposit als Restaurationsmaterial liegt in der Tatsache, dass es jederzeit modifiziert und repariert werden kann. Egal, ob eine Luftblase an der Oberfläche entdeckt wird, die Farbe angepasst werden muss, eine Fraktur auftritt oder Materialien aufgrund von Abnutzung ergänzt werden müssen – eine Änderung oder Reparatur ist leicht möglich, ohne dass zusätzlich gesunde Zahnsubstanz geopfert werden muss. Wenn ein Silikonindex für die Erstbehandlung hergestellt wurde, dieser noch verfügbar ist und der Anwender weiß, welches Komposit für die ursprüngliche Restauration verwendet wurde, kann die fließfähige Injektionstechnik als einfache und effiziente Methode zur Reparatur einer Restauration gewählt werden. Das empfohlene Protokoll ist jedoch je nach Zustand der Restaurationsoberfläche leicht unterschiedlich.

 

FALLBEISPIEL 1: SOFORTREPARATUR

Wenn eine Restauration beschädigt wurde oder bei der Injektion eines fließfähigen Komposits eine Luftblase entstanden ist, ist das Verfahren etwas anders. In diesem Fall ist die Sauerstoffinhibitionsschicht in der Regel noch auf der Oberfläche der Restauration vorhanden. Daher ist es möglich, einfach eine zusätzliche Portion Komposit aufzutragen (Abb. 1a bis 1d). Auch nach einer Kontamination der Kompositoberfläche mit Wasser, Speichel oder Blut ist diese Maßnahme möglich. Die Oberfläche muss lediglich gründlich abgespült und getrocknet werden, bevor die neue Portion Komposit aufgetragen wird. Für maximale Sicherheit kann auch ein Universaladhäsiv verwendet werden.

Abbildung 1a: Reparatur für Defekte innerhalb einer Kompositrestauration, wenn die Sauerstoffinhibitionsschicht noch nicht entfernt wurde: Luftblase im interproximalen Bereich entdeckt.

Abbildung 1b: Aufbringen einer neuen Portion Komposit nach Spülung und Trocknung. Die angrenzende Oberfläche ist mit PTFE-Band geschützt.

Abbildung 1c: Repositionierter Silikonindex, um der Restauration die ursprünglich geplante Form zu geben.

Abbildung 1d: Endgültige Restauration.

 

FALLBEISPIEL 2: REPARATURVERFAHREN NACH DEM POLIEREN

Wird ein ähnlicher Defekt beim Ausarbeiten und Polieren festgestellt, d. h. wenn die Sauerstoffinhibitionsschicht bereits entfernt wurde (Abb. 2), ist ein Aufrauen der Oberfläche unbedingt erforderlich. Mit einer abgeschrägten Präparation des Bereichs mit der Luftblase werden optimale Voraussetzungen für eine weitere Kompositschicht geschaffen, die sich gut an das umgebende Material anpasst (Abb. 3). Nach dem Abschrägen muss die Oberfläche abgestrahlt und entweder mit KATANA™ Cleaner (Kuraray Noritake Dental Inc.) (Abb. 4a) oder mit 37%iger Orthophosphorsäure (Abb. 4b) gereinigt werden. Nach gründlichem Abspülen und Trocknen kann eine zusätzliche Portion Komposit auf die Oberfläche aufgetragen werden (Abb. 5a bis 5c). Da es sich um einen kleinen Defekt handelt, kann das Komposit anstelle der Injektion aufgetragen und der Silikonindex anschließend neu positioniert werden.

Abbildung 2: Defekt auf der Oberfläche, die bei der Endbearbeitung entdeckt wurde.

Abbildung 3: Entfernter Hohlraum und abgeschrägter Bereich um den Defekt.

Abbildung 4a: Option 1: Reinigung der Oberfläche mit KATANA™ Cleaner.

Abbildung 4b: Option 2: Ätzen mit K-ETCHANT-Spritze.

Abbildung 5a: Anwendung des Komposits (CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Low).

Abbildung 5b: Neupositionierung des ursprünglichen Silikonindexes, um die gewünschte Form zu erhalten.

Abbildung 5c: Endgültige Restauration mit einem schönen Blend-in der verschiedenen Schichten des Komposits.

 

FALLBEISPIEL 3: REPARATURVERFAHREN NACH ZWEI ODER MEHR WOCHEN

Bei beschädigten Restaurationen, die länger als zwei Wochen in situ war, muss eine ideale Komposit-Komposit-Grenzfläche durch Aufrauen der Oberfläche geschaffen werden. Ein Beispiel ist in Abbildung 6 dargestellt. Der wichtigste Schritt, der den Erfolg des Verfahrens beeinflusst, ist die richtige Vorbereitung der Kompositoberfläche. Um die Grundlage für einen starken Verbund zwischen dem neuen und dem alten Komposit sowie für ein ästhetisches Ergebnis zu schaffen, muss eine Abschrägung vorgenommen werden (Abb. 7a und 7b), die einen reibungslosen Übergang zwischen den beiden Schichten ermöglicht. Ist die Abschrägung fertiggestellt, sollte die Oberfläche mit Aluminiumoxidpartikeln der Größe 27 μm abgestrahlt werden (Abb. 8). Die folgenden empfohlenen Schritte sind das Ätzen des Komposits mit 37 %iger Orthophosphorsäure (Abb. 9) und schließlich das Auftragen von CLEARFIL™ Universal Bond Quick (Abb. 10). Da das Universaladhäsiv einen Silan-Haftvermittler enthält, ist ein separater Silanauftrag nicht notwendig. Stattdessen kann die neue Kompositschicht sofort appliziert werden, z. B. mit der fließfähigen Injektionstechnik mit einer bestehenden Matrix (Abb. 11).

Abbildung 6: Frakturierte Frontzahn-Kompositrestauration mit umfangreicher Reparatur – das verbleibende Komposit ist hinsichtlich Farbe und Form in einem hervorragenden Zustand.

Abbildung 7a: Vorbereitung mit speziellen Instrumenten.

Abbildung 7b: Ideale Fase, die für eine starke Verbindung und eine großartige optische Einbindung sorgt.

Abbildung 8: Sandstrahlen der Oberfläche.

Abbildung 9: Ätzen mit Phosphorsäure.

Abbildung 10: Auftragen des Universal-Haftvermittlers.

Abbildung 11: Mit der fließfähigen Injektionstechnik aufgebrachter Verbundstoff.

Abbildung 12: Behandlungsergebnis.

 

SCHLUSSFOLGERUNG

Die drei beschriebenen Reparaturprotokolle sind einfach und funktionieren gut  – vorausgesetzt, es wird eine starke Verbindung an der Verbundwerkstoff-Grenzfläche hergestellt. Die Art und Weise, wie sie hergestellt wird, kann leicht unterschiedlich sein, je nachdem, ob die Sauerstoffinhibitionsschicht noch vorhanden ist oder bereits entfernt wurde. Bei der Verwendung eines Universalbondings wie CLEARFIL™ Universal Bond Quick wird das Verfahren durch den Wegfall von Schritten wie dem separaten Auftragen von Silan vereinfacht.

 

Dr. Michał Jaczewski

Michał Jaczewski schloss 2006 sein Studium an der Medizinischen Universität Breslau ab und betreibt heute eine Privatpraxis in der polnischen Stadt Legnica. Er ist auf minimalinvasive Zahnmedizin und digitale Zahnheilkunde spezialisiert und ist der Gründer der Biofunctional School of Occlusion. Hier hält er Vorträge und veranstaltet Workshops mit Schwerpunkt auf umfassende Patientenbehandlungen.

Universal Dark

Universal Dark: Für natürliche Ergebnisse bei dunkleren Zähnen

Abrasion und Formkorrektur waren auch für diese 58-jährige Patientin der Hauptgrund, eine kosmetische Zahnbehandlung anzufordern. Sie war mit dem Aussehen der Frontzähne im Oberkiefer unzufrieden, die Anzeichen von Zahnverschleiß und Verfärbungen zeigten. Der gewählte Behandlungsansatz war eine Kompositrestauration mit CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal in der Farbe UD. Die Farbe wurde basierend auf der Indikation und der etwas dunkleren Farbe der natürlichen Zähne der Patientin ausgewählt.

 


Abb. 1 Klinische Ausgangssituation.

 

Abb. 2 Behandlungsergebnis.

Gründe für die Wahl von Universal Dark:

  • Für ältere Patienten (Zahnfarben A3 und dunkler)
  • Situationen, in denen Licht leicht durch das Komposit dringt (z. B. Klasse III, Klasse IV)

Eigenschaften von Universal Dark:

  • Hohe Lichtstreuwirkung
  • Ausgewogene Transluzenz

 

Über den Autor

Dr. Jusuf Lukarcanin ist ein zertifizierter Zahntechniker (DCT) und Doktor der Zahnmedizin (DDS). Er studierte Zahnmedizin an der Ege-Universität, Fakultät für Zahnmedizin, in Izmir, Türkei, wo er 2011 einen Master-Abschluss erwarb. 2017 promovierte er im Fachbereich Restaurative Zahnheilkunde an derselben Universität. Zwischen 2012 und 2019 war Dr. Lukarcanin leitender Arzt und Geschäftsführer einer privaten Klinik in Izmir.

Von 2019 bis 2020 arbeitete er als Spezialist für Restaurative Zahnheilkunde am Tinaztepe GALEN Krankenhaus, und von 2020 bis 2022 war er am MEDICANA International Hospital Izmir als Spezialist für Restaurative Zahnheilkunde tätig. Derzeit ist er Inhaber einer privaten Klinik für Ästhetik und Kosmetik in Izmir.