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BRANDNEU – CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal

BRANDNEU – CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal

Universelles Farbkonzept trifft auf fließfähige Füllungsmasse

Interview mit Takehiro Kameya, Leiter der Technologieabteilung bei Kuraray Noritake Dental Inc.

Wie sind Sie auf den Bedarf an einem universell einsetzbaren Füllmaterial gekommen?

Verarbeitbare Komposite mit einem universellen Farbkonzept erfreuen sich weltweit zunehmender Beliebtheit. Diese Tatsache ließ uns vermuten, dass auch für die fließfähige Variante eine Nachfrage besteht. Anwender profitieren zudem von vereinfachten Verfahren und einer geringeren Anzahl an vorrätig zu haltenden Farbtönen, was sich positiv auf die Lagerverwaltung auswirkt. Dementsprechend haben wir das universelle fließfähige Komposit in Japan eingeführt, wo es bereits einen bedeutenden Marktanteil hält. Anwender setzen es bereits in verschiedenen Fällen ein und geben hervorragendes Feedback. Da es sich in Japan als sehr beliebt erwiesen hat, haben wir das europäische Team angesprochen, um den Vertriebsbereich auf Europa auszuweiten, und es wurde beschlossen, das Produkt auf den Markt zu bringen. Wir haben die Markteinführung in einem extrem kurzen Zeitraum von etwa einem Jahr vorangetrieben.

Bietet die Verwendung eines universell fließfähigen Verbundwerkstoffs zusätzlich zur universell formbaren Variante tatsächlich einen Mehrwert?

Ja, der zusätzliche Einsatz eines modernen fließfähigen Komposits bringt mehrere Vorteile mit sich. Denn – im Gegensatz zu früheren Produkten – bietet die neueste Generation fließfähiger Komposite eine ausreichende mechanische Festigkeit, um für reguläre Restaurationen verwendet zu werden. Zu den Vorteilen der Verwendung eines fließfähigen Komposits gehört die Fähigkeit, selbst in die engsten Bereiche einer (manchmal komplexen) Kavität einzufließen, was eine einfache und schnelle Füllung ermöglicht, sowie eine enge Anpassung an der Adhäsionsfläche, was zu einer dichten Versiegelung führt.

Was sind die Unterschiede zwischen CLEARFILMAJESTY™ ES Flow und CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal?

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal behält die charakteristischen Eigenschaften von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow bei, wie beispielsweise die bequeme Dosierung, Handhabung und Modellierung, das extrem einfache und schnelle Polieren, den lang anhaltenden Glanz sowie die hervorragenden mechanischen Eigenschaften. Aufgrund ihrer hohen Festigkeit können beide Produkte nicht nur als Liner, sondern auch für reguläre direkte Restaurationen verwendet werden. Der Unterschied liegt im Farbkonzept. CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal führt ein universelles Farbsystem ein, wodurch es sich mit weniger Farbvarianten an eine breite Palette von Farbtönen anpassen lässt.

Bitte beschreiben Sie das Farbkonzept hinter CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal. Wie viele Farbtöne sind erhältlich und wie werden diese ausgewählt?

Das CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal-Sortiment umfasst zwei Farbtöne: Universal (U) und Universal Dark (UD). U ist eine ausgezeichnete Wahl für alle Restaurationen im Seitenzahnbereich, unabhängig von der gewünschten Farbnuance. Im Frontzahnbereich und im zervikalen Bereich (Kavitäten der Klassen III, IV und V) eignet sich U am besten für die Restauration von Zähnen der Farbtöne A1 bis A3 (einschließlich B1, B2, C1, C2, D2, D3 und D4), während UD die Farbe der Wahl ist, um die Zielfarbtöne A3,5 bis A4 (einschließlich B3, B4, C3 und C4) zu erreichen.

 

Abbildung: Farbabstimmung mit Restaurationen im Front- und Seitenzahnbereich

Warum bieten Sie eine zusätzliche Farbvariante für den Frontzahnbereich an?

Universalkomposite müssen die Farbe der umgebenden Zahnsubstanz annehmen, um bei einer Vielzahl von Zielfarbtönen eine perfekte Farbanpassung zu gewährleisten. Im Seitenzahnbereich steht in der Regel viel umgebende Zahnsubstanz zur Verfügung, wobei meist noch mehrere Kavitätenwände vorhanden sind. Dies erleichtert die Anpassung an die Zahnfarbe im Vergleich zu Kavitäten im Frontzahnbereich. Hier dringt das Licht leicht durch, sodass die Farbe des Komposits selbst eher reflektiert wird. Dies kann zu Einschränkungen bei der Farbanpassung führen. Im Fall von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal zeigte die Farbe U, die sich für den Seitenzahnbereich als ideal erwiesen hatte, einige Einschränkungen bei der Farbanpassung bei Restaurationen dunklerer Zähne im Frontzahnbereich. Daher haben wir uns entschlossen, eine zweite Farboption anzubieten, die speziell für diese Situationen entwickelt wurde. Mit den Farbtönen U und UD bietet CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal eine hervorragende Farbanpassung von hellen bis zu dunklen Farbtönen und erfüllt damit den Bedarf an präziser Farbanpassung insbesondere im Frontzahnbereich.

Es klingt nach einer Herausforderung, mit nur zwei Kompositfarben so viele Zielzahnfarben abzudecken. Wie haben Sie beurteilt, ob die verfügbaren Farbtöne im klinischen Alltag geeignet sind?

Tatsächlich war es eine große Herausforderung, die Farbe „U“ zu entwickeln, die sowohl für Front- als auch für Seitenzähne ein breiteres Spektrum an Zahnfarben abdeckt als die Farbe „U“ von CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal. Um die von uns entwickelten Farbtöne zu bewerten und zu optimieren, führten wir wiederholt Füllungstests mit einer Vielzahl von Testfarbtönen an künstlichen Zähnen und extrahierten Zähnen verschiedener Zahnfarben durch. Darüber hinaus wurde die endgültige Auswahl der Farbtöne visuell durch die Konsultation von Zahnärzten bewertet, die das Komposit im klinischen Alltag einsetzten.

Was sind die größten Herausforderungen bei der Bestimmung und Auswahl des richtigen Farbtons im klinischen Umfeld?

Der größte Nachteil der klassischen Farbbestimmung besteht darin, dass sie die Behandlungszeit verlängert. Sowohl für den Zahnarzt als auch für den Patienten ist die Minimierung der Behandlungszeit jedoch das oberste Ziel, da dies die Kosten senkt und den Komfort für den Patienten erhöht. Ein echter Nachteil in Bezug auf Zeit und Komfort ist eine Farbabweichung, die durch einen Fehler bei der Farbbestimmung entsteht: Sie kann intraorale Anpassungen oder im schlimmsten Fall die Anfertigung einer neuen Restauration erforderlich machen.

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal ist in zwei Viskositäten erhältlich – „Low“ und „Super Low“. Warum ist das so und worin besteht der Unterschied bei der Anwendung?

Wir haben uns entschlossen, zwei Arten von Fließfähigkeit mit unterschiedlichen thixotropen Eigenschaften anzubieten, um den Vorlieben der Anwender hinsichtlich der Handhabung gerecht zu werden. Grundsätzlich gibt es keinen Unterschied in der Anwendung zwischen „Low“ und „Super Low“. Den Anwendern wird jedoch empfohlen, je nach ihren Vorlieben und dem jeweiligen Anwendungsfall Komposite mit unterschiedlichen thixotropen Eigenschaften zu verwenden. So eignet sich beispielsweise „Super Low“ gut für die Formgebung der Okklusalfläche von Seitenzähnen. Low eignet sich für vielfältige Anwendungen wie das Auskleiden und Füllen im zervikalen Bereich sowie an den Approximalflächen.

 

Abbildung: CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal – Hervorragende mechanische Eigenschaften

 

Abbildung: Lichtdurchlässigkeit ohne LDT / Lichtdurchlässigkeit mit LDT / Licht brechen und durchlassen

Welche Technologien stecken hinter CLEARFILMAJESTY™ ES Flow Universal, die für eine hervorragende Anpassung sorgen?

Die wohl beliebteste Technologie, die in diesem Produkt zum Einsatz kommt, ist unsere firmeneigene Lichtstreuungstechnologie. Wir haben die optimale Lichtstreuung auf der Grundlage der Beobachtung ermittelt, dass eine starke diffuse Reflexion des einfallenden Lichts zu einer Aufhellung führt, während eine schwache Lichtstreuung es erleichtert, dunkle Farben in der Mundhöhle anzunehmen, wodurch sich die Füllungsstelle verdunkelt. Darüber hinaus haben wir uns auf die Anpassung der Farbsättigung konzentriert: Das universelle Farbkonzept basiert auf der Fähigkeit, die Farbe der umgebenden Zahnstruktur anzunehmen und sich mit ihr zu vermischen. Daher haben wir die Farbsättigung so eingestellt, dass sie sich leicht mit einer breiten Palette von Zahnfarben harmonisieren lässt. Schließlich wurde die Transluzenz des Materials durch seine Submikron-Füllstoffe und Silica-Cluster angepasst. Die Bewertung durch wichtige Meinungsführer hat uns dabei geholfen, ein angemessenes Maß an Transluzenz zu bestimmen.

Wie ist in Fällen vorzugehen, in denen die darunterliegende Zahnsubstanz verfärbt ist – ist eine Abdeckung mit einem Blocker oder Opaquer erforderlich?

Ob dies erforderlich ist, hängt vom Ausmaß der Verfärbung ab. Aufgrund der Lichtstreuungseigenschaften von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal wird allgemein davon ausgegangen, dass kein Blockieren erforderlich ist und die Schattierung erreicht werden kann. Bei starker Verfärbung kann es jedoch von Vorteil sein, den Boden der Kavität mit den Farbtönen A2D oder A3D von CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow zu füllen oder CLEARFIL™ ST Opaquer zu verwenden.

Was haben Sie unternommen, um die Bildung von Hohlräumen während des Auftragens zu vermeiden?

Wir haben dasselbe Verpackungsdesign wie bei CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow übernommen, um auch bei diesem Produkt die Bildung von Hohlräumen zu vermeiden. Das innovative Behälterdesign minimiert den Spalt zwischen Nadelspitze und Spritze, wenn die Spitze aufgesetzt ist.

Gibt es Empfehlungen dazu, wann man CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow verwenden sollte und wann man sich für CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow Universal entscheiden sollte?

Während die Universalvariante, wie in der Gebrauchsanweisung beschrieben, für allgemeine Auskleidungs- und Füllungsanwendungen verwendet werden kann, empfiehlt sich CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow für Fälle, in denen die Zahnsubstanz abgedeckt wird und die Farbe des gesamten Zahns verändert werden muss. Direktverblendungen sind hierfür ein perfektes Beispiel. In solchen Situationen ist der Einsatz unterschiedlicher Farbtöne und Opazitäten eindeutig von Vorteil.

Wie sieht die Zukunft von fließfähigen Verbundwerkstoffen aus?

Da immer mehr Informationen über die klinische Leistungsfähigkeit und die physikalischen Eigenschaften verfügbar werden, wird erwartet, dass das Vertrauen in fließfähige Komposite in Europa zunimmt, was zu einer breiteren Anwendung führen dürfte. Darüber hinaus wird aufgrund der Entwicklung von Füllverfahren, bei denen fließfähige Komposite in Verbindung mit Formen oder Matrizen zum Einsatz kommen, mit einer steigenden Nachfrage gerechnet.

Aufzeichnung – Online-Seminar: Adhäsive Befestigung von Vollkeramik

Aufzeichnung – Online-Seminar: Adhäsive Befestigung von Vollkeramik

Verbessern Sie die Ästhetik und optimieren Sie die Langzeitstabilität Ihrer vollkeramischen Restaurationen mit einfachen Schritten! Sehen Sie sich hier die Aufzeichnung unseres praxisorientierten Online-Seminars mit Dr. Lawrence Yosy an:

Live-Webinar mit Dr. Lawrence Yosy
Adhäsive Befestigung von Vollkeramik

  • Stressfreier Befestigungsworkflow: Wie Sie mit systematischem Vorgehen vollkeramische Restaurationen sicher befestigen
  • Materialspezifische Vorbehandlung: Optimale Vorbehandlungsmaßnahmen für verschiedene Vollkeramiken und Zahnoberflächen
  • Zirkonoxid richtig verkleben: Warum moderne Adhäsivsysteme mit MDP-Monomeren den entscheidenden Unterschied machen
  • Vermeidung kritischer Fehlerquellen: Typische Fallstricke bei der adhäsiven Befestigung und wie Sie diese konsequent umgehen
  • Langzeitstabilität steigern: Praktische Maßnahmen zur Verbesserung der Langlebigkeit und 
    Ästhetik vollkeramischer Restaurationen

Dr. Yosy führt Sie durch die Welt der adhäsiven Befestigung und räumt mit einigen Irrtümern auf. Sie erhalten einen umfassenden Einblick in die adhäsive Befestigung vollkeramischer Restaurationen – mit Fokus auf Zirkonoxid. Erfahren Sie, wie moderne Adhäsivsysteme den Workflow vereinfachen.

Jetzt Aufzeichnung ansehen: Klicken Sie einfach auf das eingebettete Video unten und starten Sie die Wiedergabe – keine Anmeldung erforderlich.

Wiederherstellung des Lächelns mit Komposit

Wiederherstellung des Lächelns mit Komposit

Fallbericht von Dr. Onur Alp Yünük

Kombination hochleistungsfähiger Instrumente und Materialien für ein vorhersagbares Ergebnis

Direkte Kompositrestaurationen stellen eine qualitativ hochwertige Therapieoption dar – auch bei ausgedehnten Defekten mit erheblichem Verlust an Zahnhartsubstanz. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf Fortschritte in der Materialwissenschaft, insbesondere bei nanohybrid- und bulk-fill-Kompositen, sowie auf optimierte Adhäsivsysteme zurückzuführen. Durch die indikationsgerechte Auswahl der Restaurationsmaterialien und eine strukturierte, schichtweise Applikationstechnik in Kombination mit digitalen Verfahren zur präzisen Farbbestimmung lassen sich sowohl funktionelle als auch ästhetische Ergebnisse mit hoher Vorhersagbarkeit erzielen.



Abb. 1
Frontalansicht der Zähne mit ausgeprägtem Substanzverlust der bestehenden Restauration am oberen linken lateralen Schneidezahn.


Abb. 2
Kreuzpolarisiertes intraorales Foto zur differenzierten Analyse von Farb- und Transluzenzunterschieden.


Abb. 3
Laterale Ansicht der dentalen Situation.


Abb. 4
Laterale Ansicht als kreuzpolarisiertes Bild zur erweiterten Beurteilung optischer Parameter.

Die Lösung

Nach Entfernung der vorhandenen Restaurationen erfolgte die absolute Trockenlegung mittels Kofferdam. Im Anschluss wurde ein selbstätzendes Adhäsivsystem (CLEARFIL™ SE Bond 2, Kuraray Noritake Dental Inc.) unter Anwendung der selektiven Schmelzätzung appliziert. Anschließend wurde die palatinale Schale mit CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Premium in der Farbe A1E aufgebaut. Die Rekonstruktion der Mamelonstrukturen erfolgte mit CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Premium in der Farbe A1D. Für die Gestaltung der opaleszenten Zone wurde eine transluzente Kompositmasse („Blue") verwendet. Die abschließende Charakterisierung erfolgte mittels gelber und weißer Tints.

Abbildung 7 zeigt die Ausgangssituation und Abbildung 8 stellt das Ergebnis nach Ausarbeitung und Hochglanzpolitur vor. Palatinale Schale, aufgebaut mit der Schmelzfarbe A1E des verwendeten Komposits.



Abb. 5
Palatinale Schale, aufgebaut mit der Schmelzfarbe A1E des verwendeten Komposits.


Abb. 6
Laterale Ansicht während der restaurativen Versorgung.


Abb. 7
Restaurationen vor der Ausarbeitung und Politur.


Abb. 8
Klinisches Erscheinungsbild der Restaurationen nach Ausarbeitung und Hochglanzpolitur.

Das Ergebnis

Zur Beurteilung der finalen Farbintegration wurde eine weitere Aufnahme unter Verwendung eines Kreuzpolarisationsfilters angefertigt, wobei zur standardisierten Kalibrierung eine Graureferenzkarte eingesetzt wurde (Abb. 9 und 10). Die laterale Ansicht der restaurierten Zähne (Abb. 11) verdeutlicht, dass für ein hochästhetisches Ergebnis neben der korrekten Farbauswahl und -kombination insbesondere auch eine natürliche Oberflächentextur von entscheidender Bedeutung ist.



Abb. 9
Frontalansicht der restaurierten Zähne unter Verwendung eines Kreuzpolarisationsfilters.


Abb. 10
Kalibrierung mittels Graureferenzkarte sowie Darstellung der resultierenden L*a*b*-Werte der Restauration.


Abb. 11
Laterale Ansicht der restaurierten Zähne mit Hervorhebung der Bedeutung der Oberflächentextur.

Diskussion und Schlussfolgerung

Die klinische Beobachtungsgabe – unterstützt durch moderne Verfahren der dentalen Fotografie und Bildanalyse (insbesondere Polarisationsfilter und L*a*b*-Farbraumkoordinaten) – stellt eine zentrale Voraussetzung für die naturgetreue Rekonstruktion von Zähnen mit direkten Kompositmaterialien dar. In Kombination mit einem leistungsfähigen Kompositsystem, das auf einem strukturierten Farbkonzept basiert und über optimierte lichtoptische Eigenschaften zur harmonischen Integration in die umgebende Zahnhartsubstanz verfügt, lässt sich die Herstellung hochästhetischer Restaurationen als reproduzierbares und vorhersagbares Verfahren etablieren.

Im vorliegenden Fall zeigte sich der Patient sowohl in ästhetischer als auch in funktioneller Hinsicht sehr zufrieden. Im Rahmen regelmäßiger Nachkontrollen wird die Langzeitqualität der Restaurationen evaluiert; bislang zeigen diese eine stabile funktionelle Leistungsfähigkeit sowie eine überzeugende ästhetische Integration.

 

Zahnarzt

ONUR ALP YÜNÜK

Dr. Onur Alp Yünük absolvierte sowohl sein Studium als auch seine Promotion an der Universität Istanbul. Derzeit ist er als Assistenzprofessor in der Abteilung für Restaurative Zahnheilkunde an der Fakultät für Zahnmedizin der Istinye-Universität tätig. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf direkten Kompositrestaurationen im Frontzahnbereich sowie auf polychromatischen Schichtsystemen.

Zwei Gerüstkeramiken - ein Micro-Layering-Konzept

von DT Andreas Chatzimpatzakis

 

Zwei unterschiedliche Gerüstwerkstoffe im Frontzahnbereich stellen besondere Anforderungen an das keramische Schichtkonzept. Im vorliegenden Fall wurden Veneers aus Lithiumdisilikat mit einer Adhäsivbrücke aus Zirkonoxid kombiniert. Wie sich dennoch eine stimmige Lichtwirkung erzielen lässt, zeigt der Autor in diesem Beitrag.

Individuelles Smile Makeover: Zwei Gerüstkeramiken – ein Micro-Layering-Konzept

Im Laboralltag stehen wir immer wieder vor Situationen, in denen ästhetische Korrekturen mit medizinisch notwendigen Maßnahmen kombiniert werden. Typisches Beispiel ist ein Smile Makeover der Frontzähne, das zugleich den Ersatz eines fehlenden lateralen Schneidezahns einschließt. Bei der Patientin zeigten sich alte Kompositrestaurationen sowie Schmelzfrakturen; zusätzlich fehlte Zahn 12 (Abb. 1). Geplant wurden vier Veneers aus Lithiumdisilikat (11, 21, 22 und 23). Der Lückenschluss sollte minimalinvasiv über eine Zirkonoxid-Adhäsivbrücke erfolgen.

Damit war von Beginn an klar: Zwei unterschiedliche Gerüstwerkstoffe würden nebeneinanderstehen. Eine naheliegende Lösung wäre gewesen, die Lithiumdisilikat-Veneers und die Zirkonoxid-Adhäsivbrücke jeweils mit einem spezifischen Keramiksystem zu finalisieren. Genau hier liegt das Risiko. Unterschiedliche Verblendkeramiken können zu Abweichungen in Farbe, Transluzenz und Oberfläche führen. Die eigentliche Schwierigkeit liegt daher nicht im einzelnen Werkstoff, sondern in dessen Kombination und in der Frage nach einem einheitlichen Verblendkonzept. Die Antwort: CERABIEN™ MiLai (Kuraray Noritake). Das universelle Micro-Layering-System kann sowohl auf Zirkonoxid als auch auf Lithiumdisilikat verarbeitet werden.

 

Umsetzung der Restaurationen

Die Planung erfolgte im engen Kontakt zwischen Praxis und Labor. Nach funktioneller und ästhetischer Abstimmung wurde ein Mock-up erstellt und intraoral überprüft (Abb. 2). Die Präparation erfolgte minimalinvasiv durch das Mock-up (Abb. 3 und 4).

 

Lithiumdisilikat für die Veneers

Für die Veneers wurde Lithiumdisilikat verwendet (Amber Press LT, HASS Bio). Die Wahl fiel auf die LT-Variante für eine ausgewogene Balance zwischen Lichtdurchlässigkeit und Helligkeit. Ein wesentliches Merkmal von Amber ist die über die Brennführung individuell steuerbare Transluzenz. Gerade im Frontzahnbereich ist das oft hilfreich. Die Veneers wurden vollanatomisch konstruiert. Ein leichtes Cut-back schuf Raum für eine fein abgestimmte Lichtmodulation mit dem Micro-Layering.

 

Zirkonoxid für die Adhäsivbrücke

Für die Adhäsivbrücke wurde ein Multi-Layered-Zirkonoxid gewählt (KATANA™ Zirconia YML, Kuraray Noritake). Entscheidend war neben der Festigkeit die optische Integration. Die Brücke sollte sich harmonisch an die benachbarten Veneers anfügen. KATANA™ Zirconia YML vereint eine hohe Biegefestigkeit im Body-Bereich mit erhöhter Transluzenz in der Schmelzschicht. Bei der Positionierung im Rohling wurde der Verbinder im hochfesten Bereich platziert, während der sichtbare Anteil von der transluzenteren Zone profitierte. Auch das Zirkonoxidgerüst Zahn 13/12 erhielt vestibulär ein minimales Cut-back.

 

Micro-Layering: Ein System für alle Fälle

Statt nun zwei unterschiedliche Keramiksysteme für die beiden Gerüstwerkstoffe (Abb. 5 und 6) parallel zu führen, wurden alle Restaurationen (Lithiumdisilikat und Zirkonoxid) mit CERABIEN™ MiLai verblendet. Die Konsistenz der Pulverkeramik lässt sich individuell einstellen, die Massen reagieren kontrollierbar. Die Brenntemperatur von 740 °C hält die thermische Belastung gering. Gerade beim Micro-Layering ist die thermische Abstimmung entscheidend. Bei dünnen Schichten zeigen inhomogene Keramiken schnell Grauschleier oder eine optische Unruhe. Die auf synthetischer Feldspatkeramik basierende Struktur sorgt für ein gleichmäßiges Aufschmelzen und ein stabiles Brennergebnis – auch über mehrere Brände hinweg.

 

Selektives Schichtkonzept zur Vorbereitung

Die Finalisierung erfolgte auf beiden Gerüstwerkstoffen nach demselben Grundprinzip. Lediglich die vorbereitenden Arbeitsschritte unterschieden sich je nach Substrat geringfügig (Abb. 6, 7, 8).

Auf die Zirkonoxidoberfläche wurde CERABIEN™ MiLai LT1 im mittleren und zervikalen Bereich appliziert. LT1 verleiht dem Schmelzbereich eine natürliche Transluzenz sowie Opaleszenz und schafft die optische Grundlage für die Individualisierung. Bei den Lithiumdisilikat-Veneers stand zunächst die Kontrolle des Helligkeitswerts (Value) im Vordergrund. Aufgrund der hohen Transluzenz kann Lithiumdisilikat intraoral dunkler erscheinen. Um dem entgegenzuwirken, wurden Value Liner 1 und Value Liner 2 im inzisalen Bereich aufgetragen. Im mittleren und zervikalen Bereich kam eine Mischung aus Creamy Enamel und Value Liner 2 im Verhältnis 70/30 zum Einsatz. Im inzisalen Bereich der beiden Eckzähne wurde zusätzlich E2 appliziert.

 

Einheitliches Schichtschema für das Micro-Layering

Das Micro-Layering erfolgte in zwei Bränden. Im ersten Schritt wurden alle Restaurationen mit einer Schicht Tx überdeckt, gefolgt von LTx. Die Massen unterscheiden sich in ihrer Lichtcharakteristik; LTx weist eine stärker opaleszente Wirkung auf (Abb. 9–14). Nach dem ersten Brand zeigte sich ein stimmiges Grundbild (Abb. 15). Bei der zweiten Schichtung wurde der zervikale Bereich mit LT1 ergänzt. Die Randleisten sind mit Creamy Enamel akzentuiert worden, um den Helligkeitsverlauf zu unterstützen. Die finale Oberfläche entstand durch einen feinen Mantel aus LTx (Abb. 16).

 

Oberflächentextur und Finish

Die Ausarbeitung erfolgte mit Diamanten und Gummipolierern. Der abschließende Glanzbrand nutzte den Self-Glaze-Effekt der Keramik, sodass die Mikrostruktur erhalten blieb (Abb. 17). Damit die Restaurationen ihre optische Wirkung intraoral beibehalten, ist das Befestigungskonzept entscheidend. Sowohl für Lithiumdisilikat als auch Zirkonoxid wird in der Regel ein adhäsives Vorgehen gewählt. MDP-haltige Befestigungskomposite (z. B. PANAVIA™, Kuraray Noritake) ermöglichen eine chemische Anbindung an Zirkonoxid und sichern zugleich den stabilen Verbund zu Lithiumdisilikat.

 

Abb. 1 Smile Makeover gewünscht: verfärbte Kompositrestaurationen und fehlender Zahn 12

 

Abb. 2 Mock-up zur Planung der Restaurationen

 

Abb. 3 Minimalinvasive Präparation durch das Mock-up

 

Abb. 4. Präparierte Zähne für die vollkeramische Restauration

 

Abb. 5. Okklusale Ansicht der Oberkieferzähne nach der Zahnpräparation.

 

Abb. 6. Veneers aus Lithiumdisilikat (23 bis 11) und Adhäsivbrücke aus Zirkonoxid regio 12/13 vor dem Cut-Back

 

Abb. 7. Veneers aus Lithiumdisilikat (23 bis 11) und Adhäsivbrücke aus Zirkonoxid regio 12/13 nach dem Cut-Back

 

Abb. 8. Auftrag von CERABIEN™ MiLai LT1 im mittleren und zervikalen Bereich der Zirkonoxidbrücke

 

Abb. 9. CERABIEN™ MiLai Value Liner 2...

 

Abb. 10. … und Value Liner 1 im inzisalen Bereich der Veneers

 

Abb. 11. CERABIEN™ MiLai Creamy Enamel gemischt mit Value Liner 2 (70/30) im mitleren Bereich der Veneers...

 

Abb. 12. ... und E2 iim inzisalen Bereich beider Eckzähne.

 

Abb. 13. Überschichten aller Restaurationen mit Tx ...

 

Abb. 14. ... und LTx.

 

Abb. 15. Restauration nach dem ersten Brand.

 

Abb. 16. Ergänzung von LT1 im Zervikalbereich und Creamy Enamel auf den Randleisten.

 

Abb. 17. Finalisiierung der Schmelzoberfläche mit einer Schicht LTx, welches für eine hohe Lichtdurchlässigkeit und Opaleszenz sorgt.

 

Abb. 18. Ergebnis nach dem 2. Brand.

Abb. 19. Finale Restauration nach dem Glanzbrand mit natürlichem Self-Glaze Effekt am Modell.

 

Abb. 20. Finale Restauration mit natürlichem Self-Glaze Effekt im Mund der Patientin.

 

 

Abb. 21. harmonische optische Integration der Restauration

 

Abb. 22. Ein wunderschönes Behandlungsergebnis.

 

Fazit

Trotz zweier unterschiedlicher Gerüstwerkstoffe zeigte sich eine homogene Lichtwirkung (Abb. 14). Weder im Helligkeitswert noch in der Transluzenz war ein Übergang zwischen Veneers und Adhäsivbrücke erkennbar. Moderne Gerüstwerkstoffe erlauben eine indikationsbezogene Differenzierung. Die ästhetische Einheit entsteht jedoch erst durch ein konsistentes keramisches Schichtkonzept. Mit einem systemübergreifend einsetzbaren Micro-Layering-System lässt sich diese Einheit materialunabhängig realisieren.

Vielen Dank gilt Dr. Kanellos Ioannis für die Zusammenarbeit bei diesem Fall und die Bereitstellung der prä- und postoperativen Fotografien.

 

Dental technician:

ANDREAS CHATZIMPATZAKIS

Andreas Chatzimpatzakis, Gründer und Leiter des ACH Dental Laboratory in Athen (seit 2000), ist spezialisiert auf Vollkeramik und Implantatprothetik. Er absolvierte seine Ausbildung als Zahntechniker an der Universität West-Attika und bildete sich im Bereich Vollkeramik in Helsinki und Japan unter renommierten Meistern weiter. Seit 2017 ist er internationaler Trainer für Kuraray Noritake Dental Inc. und hält weltweit Vorträge und Hands-on-Kurse. 

 

KATANA™ Zirconia Shade Selection Guidelines

KATANA™ Zirconia Shade Selection Guidelines

Vorhersagbare Farbergebnisse bei Zirkonoxid-Restaurationen

Die richtige Farbwahl gehört zu den entscheidenden Schritten bei der Herstellung ästhetischer Vollkeramik-Restaurationen – und gleichzeitig zu den größten Herausforderungen im klinischen und zahntechnischen Alltag. Bereits kleine Einflussfaktoren können den finalen Farbeindruck einer Restauration deutlich verändern.

Der KATANA™ Zirconia Shade Selection Guide unterstützt Zahnärzte und Zahntechniker dabei, Farbergebnisse besser vorherzusagen und reproduzierbar zu erreichen. Der Leitfaden fasst praxisrelevante Faktoren zusammen, die den Farbeindruck beeinflussen – von der Stumpffarbe über die Restaurationsstärke bis hin zu Bearbeitungs- und Sinterbedingungen.

Dabei zeigt sich: Die finale Zahnfarbe entsteht immer aus dem Zusammenspiel mehrerer Parameter. Neben dem Zirkonoxid spielen unter anderem auch die Farbe des Pfeilers, die Materialstärke, die Positionierung im Rohling sowie Finishing- und Glasurtechniken eine wichtige Rolle. Werden diese Faktoren systematisch berücksichtigt, lassen sich Farbabweichungen reduzieren und ästhetische Ergebnisse deutlich zuverlässiger erzielen.

Der KATANA™ Zirconia Shade Selection Guide bietet deshalb konkrete Empfehlungen für die Zahnarztpraxis und Dentallabor. Ziel ist es, die Entscheidungsfindung zu vereinfachen, Remakes zu vermeiden und ein möglichst natürliches Erscheinungsbild von Zirkonoxid-Restaurationen zu unterstützen.

Mit langjähriger Erfahrung bei der Entwicklung dentaler Keramiken stellt Kuraray Noritake damit eine praktische Orientierungshilfe bereit, die den Umgang mit modernen Zirkonoxidmaterialien weiter erleichtert.

Den vollständigen Shade Selection Guide können Sie hier herunterladen.

 

Hochfeste Keramik neu gedacht

Hochfeste Keramik neu gedacht: 8 Mythen, die sich hartnäckig halten

Kronen, Brücken oder Veneers – bei festsitzendem Zahnersatz stehen heute meist zwei Werkstoffgruppen im Fokus: Lithiumdisilikat und Zirkonoxid. Lange Zeit galt die Einteilung als klar:
ästhetisch anspruchsvolle Einzelzahnrestaurationen auf der einen Seite, hochfeste Versorgungen auf der anderen. Doch diese Zuordnung greift heute zu kurz. Moderne Werkstoffe und weiterentwickelte adhäsive Konzepte haben viele der früheren Einschränkungen aufgehoben. Was früher als gesetzt galt, ist heute oft überholt – in der Praxis ebenso wie im Labor. 

 

Zwischen Erfahrung und Gewohnheit

Viele Entscheidungen bei der Materialwahl in Praxis und Labor basieren nicht nur auf aktuellen Daten, sondern auch auf gewachsenen Routinen. Das ist nachvollziehbar – gerade in einem Bereich, in dem klinische Sicherheit im Vordergrund steht. Gleichzeitig lohnt sich der Blick darauf, welche Annahmen heute noch tragen. Denn: Die meisten der verbreiteten Aussagen zu Zirkonoxid und Lithiumdisilikat stammen aus einer Zeit, in der Materialeigenschaften und Verarbeitungstechniken noch deutlich anders waren.

 

Was heute tatsächlich möglich ist

Ein Beispiel ist die ästhetische Bewertung von Zirkonoxid. Frühere Generationen waren opak und daher vor allem als Gerüstmaterial etabliert. Moderne Varianten erreichen heute jedoch Transluzenzen, die sich im klinischen Alltag sehr gut einsetzen lassen – bei gleichzeitig hoher mechanischer Stabilität.  Ähnlich verhält es sich bei der Verarbeitung: Monolithische Versorgungen, Micro-Layering oder minimaler Cutback ermöglichen heute effiziente Workflows – ohne die Komplexität, die früher häufig mit Zirkonoxid verbunden war.  Auch in Bezug auf Präparation, Indikationsspektrum oder adhäsive Befestigung hat sich das Bild deutlich differenziert.

 

Warum sich ein genauer Blick lohnt

Die Weiterentwicklung der Materialien führt zu einem entscheidenden Punkt: Die Wahl zwischen Lithiumdisilikat und Zirkonoxid lässt sich heute nicht mehr pauschal treffen. Sie hängt stärker von der konkreten klinischen Situation, der Präparation und dem gewünschten Ergebnis ab als von grundsätzlichen Materialgrenzen. Genau hier entstehen Unsicherheiten – und gleichzeitig Potenziale.

 

8 Mythen im Überblick

In unserem aktuellen Leitfaden haben wir acht typische Aussagen aus Praxis und Labor aufgegriffen und eingeordnet, darunter:

  • Ist Zirkonoxid ästhetisch wirklich unterlegen?
  • Sind Zirkonoxid-Restaurationen komplexer in der Herstellung?
  • Wie steht es um Minimalinvasivität und Antagonistenverschleiß?
  • Welche Rolle spielen moderne Sinterprozesse im Workflow?
  • Und wie zuverlässig ist die adhäsive Befestigung heute?

Alle Themen werden kompakt, praxisnah und auf Basis aktueller Erkenntnisse dargestellt – inklusive klarer Einordnung für den klinischen Alltag.  Der Leitfaden bietet eine strukturierte Orientierung für die Arbeit – mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer und nachvollziehbarer zu machen.

 

Jetzt herunterladen

Wenn Ihr Euch fragt, welche der gängigen Aussagen heute noch gelten – und welche nicht mehr –, lohnt sich ein Blick in den kompletten Überblick:  „8 Mythen über hochfeste Keramik in der Zahnmedizin“

Adhäsive Befestigung von Vollkeramik – wissenschaftlich fundiert, praxisnah umgesetzt

Adhäsive Befestigung von Vollkeramik – wissenschaftlich fundiert, praxisnah umgesetzt

  • Live-Webinar mit Dr. Lawrence Yosy
  • 
29. April 2026 | 17:00 – 18:30 Uhr | Online (Zoom)

  • 2 Fortbildungspunkte

Die adhäsive Befestigung vollkeramischer Restaurationen ist fester Bestandteil moderner restaurativer Konzepte. Gleichzeitig stellen unterschiedliche Werkstoffe, klinische Situationen und steigende ästhetische Ansprüche hohe Anforderungen an den Befestigungsworkflow.

In diesem 90-minütigen Webinar gibt Dr. Lawrence Yosy einen strukturierten Überblick über die sichere, materialspezifische Befestigung von Vollkeramik – mit besonderem Fokus auf Zirkonoxid. Sie erfahren, welche Vorbehandlungsmaßnahmen entscheidend sind, wie moderne Adhäsivsysteme mit MDP-Monomeren zuverlässig funktionieren und wie sich typische Fehlerquellen vermeiden lassen. Zudem geht er auf das Thema Immediate Dentin Sealing (IDS): Warum die sofortige Versiegelung des Dentins nach der Präparation ein Schlüssel zu maximaler Haftkraft und minimalen postoperativen Sensibilitäten ist. Dr. Yosy erläutert das wissenschaftliche Fundament des IDS-Konzepts, zeigt klinische Fallbeispiele und ordnet aktuelle Erkenntnisse praxisnah ein.

Das erwartet Sie:

  • Systematischer Befestigungsworkflow für vollkeramische Restaurationen
  • Materialspezifische Vorbehandlung von Zahn und Restaurationsoberfläche
  • Sichere Verklebung von Zirkonoxid mit modernen MDP-basierten Adhäsivsystemen
  • Immediate Dentin Sealing (IDS) Schritt für Schritt erklärt
  • Vermeidung typischer Fehlerquellen im klinischen Alltag
  • Strategien zur Optimierung von Langzeitstabilität und Ästhetik

 

Für wen ist das Webinar geeignet?

Für Zahnärztinnen und Zahnärzte, die ihre adhäsiven Protokolle überprüfen, optimieren und wissenschaftlich fundiert weiterentwickeln möchten.

Expertenwissen kompakt – inklusive 2 Fortbildungspunkten

Profitieren Sie von einem praxisorientierten Update zur adhäsiven Befestigung – kompakt, strukturiert und direkt umsetzbar.

360° Wissen & Praxis 2026: Der Kreis dreht sich weiter

360° Wissen & Praxis 2026: Der Kreis dreht sich weiter

Weiterdenken. Weiterdiskutieren. Weiterdrehen. Am 14. November 2026 wird „360° Wissen & Praxis" fortgesetzt – erneut in der Europazentrale von Kuraray Europe in Hattersheim. Was beim Auftakt vor zwei Jahren bereits begeistert hat, wird im Herbst 2026 fortgesetzt: inspirierende Vorträge, neue fachliche Impulse und viel Raum für persönlichen Austausch. Im Mittelpunkt stehen erneut restaurative Konzepte, die den Praxisalltag betreffen – von direkten bis zu indirekten Versorgungsstrategien, von bewährten Adhäsivtechniken bis zu aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungen. Nicht Produkte stehen im Fokus, sondern Fragestellungen aus dem klinischen Praxisalltag. Ziel ist es, Orientierung zu geben, Sicherheit zu vermitteln und neue Denkansätze aufzuzeigen. Das Format lebt vom Blick über den Tellerrand und vom Dialog auf Augenhöhe. Auch diesmal dürfen sich Zahnärztinnen und Zahnärzte auf aktuelle Themen rund um die restaurative Zahnmedizin freuen – wissenschaftlich fundiert, praxisnah und in einer Atmosphäre, die Austausch willkommen heißt. Weitere Informationen folgen in Kürze. Der 14. November 2026 darf schon jetzt im Kalender markiert werden.

Wir finalisieren derzeit die Details für den 14. November 2026. Hinterlassen Sie uns Ihre E-Mail-Adresse und wir informieren Sie unmittelbar, sobald die Registrierung möglich ist.

Kuraray Noritake Award 2026: Wir suchen die Besten unter Euch!

Kuraray Noritake Award 2026: Wir suchen die Besten unter Euch!

Der Kuraray Noritake Award hat sich als feste Größe in der zahntechnischen Nachwuchsförderung etabliert. Nun geht er in die sechste Runde. Unter dem Motto „Wir suchen die Besten unter Euch!“ sind erneut Auszubildende der Zahntechnik sowie Jung-Zahntechniker/innen eingeladen, ihr Können unter Beweis zu stellen. Bis zum 1. Mai 2026 können sich Interessiert registrieren. Die Zahl der Plätze ist auf 50 limitiert 

Der Kuraray Noritake Award verbindet digitalen Workflow mit klassischer zahntechnischer Kompetenz – ein Anspruch, der den modernen Laboralltag widerspiegelt. Im ersten Teil des Wettbewerbs erhalten die Teilnehmenden STL-Datensätze der Arbeitsmodelle in ihr Labor und konstruieren zwei monolithische Kronen. Gefräst werden die Arbeiten aus KATANA™ Zirconia STML in einem unabhängigen Partner-Fräszentrum. Nach der Rücksendung der Zirkonoxidkronen zählen Wahrnehmung, Materialverständnis und ästhetisches Feingefühl. Die Charakterisierung der Kronen sowie eine Fotodokumentation entscheiden über die Bewertung durch die Fachjury. Der zweite Teil führt die zehn Bestplatzierten in ein Hands-on-Finale: ein Live-Kurs mit ZTM Jochen Peters. Hier werden digitale Präzision und funktionelle Gestaltung vereint und die Gewinner gekürt.

Was den Kuraray Noritake Award besonders macht, ist sein Anspruch. Bewertet wird nicht eine technische Einzelleistung, sondern das Zusammenspiel aus digitaler Konstruktion, funktionellem Verständnis, ästhetischem Feingefühl und Dokumentation. Die Jury orientiert sich bei der Bewertung am jeweiligen Ausbildungsstand und setzt dennoch klare Maßstäbe. Das schafft Fairness und gleichzeitig ein hohes fachliches Niveau. 

Nachwuchsförderung als Branchenverantwortung

Zahntechnik lebt von Präzision, Kreativität und Leidenschaft sowie von jungen Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Wettbewerbe wie der Kuraray Noritake Award setzen genau hier an: Sie fördern Talente, machen Leistungen sichtbar und stärken das berufliche Selbstverständnis einer neuen Generation. Für viele Teilnehmende ist der Award mehr als ein Wettbewerb: Er ist eine Bühne, eine Gelegenheit, sich außerhalb des Laboralltags mit Gleichgesinnten zu messen, und er ist eine Erfahrung, die Selbstvertrauen, Sichtbarkeit und Motivation stärkt. Wer sich der Herausforderung stellt, gewinnt in jedem Fall: Erfahrung, Austausch und die Chance zu zeigen, was in ihm steckt. Anmeldung und weitere Informationen: www.www.kuraraynoritake.eu/de.

Ihr Fortbildungsjahr 2026 – jetzt entdecken!

Ihr Fortbildungsjahr 2026 – jetzt entdecken!

Das Jahr ist noch jung und schon zeichnen sich spannende Themen ab, die Zahnmedizin und Zahntechnik bewegen werden. Kuraray Noritake lädt auch 2026 wieder zu Fortbildungen ein, die Fachwissen vertiefen und den Austausch fördern. Mit bewährten Formaten, neuen Schwerpunkten und dem internationalen KIZUNA-Symposium als Impulsgeber im Frühjahr.

Unser Fortbildungsprogramm 2026 steht für Wissen, Anwendung und Begegnung. Online, vor Ort, Hands-on oder die internationale Bühne – viele Termine sind bereits buchbar. Weitere Themen und Formate folgen im Laufe des Jahres. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 

Vielfalt Fortbildungen

Ob es um Adhäsivtechniken, subgingivale Kompositversorgungen oder das effiziente Verblenden von Zirkonoxid geht: Die Themen sind vielfältig und mit hoher Relevanz für den klinischen und zahntechnischen Alltag. So zeigt PD Dr. Adham Elsayed, wie sich Adhäsivbrücken minimalinvasiv und ästhetisch umsetzen lassen. Prof. Dr. Cornelia Frese vermittelt ihre Expertise bei der Kompositversorgung tief subgingivaler Defekte; mit Tipps zur Trockenlegung und Approximalkontaktgestaltung. Wer sich für direkte Kompositfüllungen interessiert, erhält bei Prof. Dr. Ivo Krejci fundierte Einblicke in ein breites Anwendungsspektrum, das von schonend bis anspruchsvoll reicht. Prof. Dr. Rinke widmet sich in einem speziellen Veneer-Kurs dem Thema „Frontzahnästhetik mit Veneers und Teilkronen“.

Auch für zahntechnische Vielfalt ist gesorgt: Unsere Produktexperten führen Step by Step durch die Individualisierung von Zirkonoxid mit Cerabien FC Paste Stain – kompakt, praxisnah und sofort umsetzbar. Und bei einem Labinar zeigen ZTM Jens Witschel und ZT Michaela Klauke Hands-on, wie sich mit CERABIEN™ MiLai das Micro-Layering vereinfachen lässt. 

Viele dieser Formate sind echte Dauerbrenner in unserem Programm. Sie haben sich über Jahre bewährt und entwickeln sich kontinuierlich weiter. Andere greifen neue Fragestellungen auf und bringen frischen Input – fachlich wie menschlich.

Ein besonderes Event ist der KIZUNA European Congress vom 27. – 28. März 2026 in Krakau. Als internationales Symposium verbindet KIZUNA die Zahnmedizin und Zahntechnik mit einem Ziel: Zusammenarbeit stärken, voneinander lernen und den Blick über den Tellerrand wagen. Die Teilnahme ist vor Ort oder via Livestream möglich.