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Einverständniserklärung

Der Inhalt der Website www.kuraraynoritake.eu/de ist medizinischem Fachpersonal vorbehalten und enthält Informationen zu Produkten, welche die Gesundheit und Sicherheit von Patienten beeinträchtigen könnten, wenn sie nicht durch geschultes Fachpersonal gelesen, verstanden und angewendet werden.

In Übereinstimmung mit den Bestimmungen der geltenden Gesetzgebung erkläre ich daher in eigener Verantwortung, dass ich auf dem Gebiet der Zahnmedizin und/oder Zahntechnik fachlich geschult und daher berechtigt bin, die Inhalte dieser Website einzusehen.

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PANAVIA™-Family: Damit können Sie wirklich jede Restauration befestigen!

Weniger ist mehr! Die Anzahl der Befestigungsmaterialien in der Zahnarztpraxis zu reduzieren, hat viele Vorteile. Kuraray Noritake ist davon überzeugt, dass im Praxisalltag nur wenige Befestigungskomposite ausreichen, um wirklich jede Indikation abzudecken und jede Herausforderung der intraoralen Befestigung zu meistern. Die Auswahl der Produkte folgt objektiven (z. B. Werkstoffkunde) und subjektiven (Vorlieben des Anwenders) Kriterien und ist von der Art der klinischen Behandlung abhängig.

Kuraray Noritake bietet mit der PANAVIA-Family drei hochwertige Befestigungskomposite, mit denen die Bedürfnisse des klinischen Arbeitsalltags vollumfänglich erfüllt werden. „Familienoberhaupt“ ist das weltweit erfolgreiche und beliebte PANAVIA™ V5. Dieses Befestigungskomposit steht für höchste Haftfestigkeit und Ästhetik. Indes ist das Familienmitglied PANAVIA™ SA Cement Universal für alle gedacht, die das Befestigungsverfahren so einfach wie möglich halten wollen, gleichzeitig jedoch die Vorteile von Befestigungskompositen gegenüber herkömmlichen Zementen nutzen möchten. Und das „Nesthäkchen“ der PANAVIA-Familie ist das lichthärtende System PANAVIA™ Veneer LC als Speziallösung für die Befestigung von Veneers.

Familienoberhaupt: Der starke und ästhetische Allrounder

Für alle, die Wert auf höchstmögliche Haftkraft und Ästhetik legen, ist PANAVIA™ V5 die optimale Lösung. Das zuverlässige dualhärtende Befestigungssystem, bestehend aus einem Tooth Primer, dem Befestigungskomposit und einem Ceramic Primer, sorgt für eine andauernd stabile Haftfestigkeit und Ästhetik.

PANAVIA V5 ist die ausgezeichnete Wahl für das intraorale Befestigen einer Vielzahl indirekter Restaurationen Da die aufeinander abgestimmten Komponenten immer auf gleiche Weise kombiniert und angewendet werden, wird eine Standardisierung des Workflows möglich. Dies unterstützt vorhersehbare, sichere Ergebnisse. Auch im Dentallabor kommt das starke und zugleich ästhetische Befestigungskomposit zum Einsatz; PANAVIA V5 Opaque ist ideal für das Verkleben von Hybridabutments (Keramikkrone auf Titanbasis) geeignet.


Alleskönner: Das alltägliche Befestigungskomposit

Soll das Befestigungsverfahren einfacher und effizienter gestaltet werden, kommt der Alleskönner PANAVIA™ SA Cement Universal zum Einsatz. Die Anzahl der Arbeitsschritte und Komponenten ist bei diesem Material minimiert. Das selbstadhäsive dualhärtende Befestigungskomposit wurde für Einfachheit und Zuverlässigkeit in der Automixspritze entwickelt. Selbst die Herausforderung, Überschüsse gründlich zu entfernen, konnte durch eine spezielle Formulierung gemeistert werden.


Die Anzahl der Komponenten konnte bei PANAVIA™ SA Cement Universal reduziert werden, da das Original-MDP-Monomer von Kuraray Noritake und das Original-Silan (LCSi-Monomer) für den starken Haftverbund bereits im Produkt enthalten sind. Daher ist bei diesem Befestigungskomposit kein separater Primer erforderlich. Während MDP eine starke und dauerhafte chemische Bindung an Schmelz, Dentin, Metall und Zirkonoxid herstellt, ist LCSi für die starke chemische Haftung an Keramik, Lithium(di)silikatkeramik und Komposit zuständig.

Dies bedeutet: Es wird nur eine einzige Komponente benötigt! Das vereinfacht die klinische Anwendung signifikant, führt zu einer Zeitersparnis und minimiert das Fehlerpotenzial. Aufgrund der Eigenschaften ist PANAVIA™ SA Cement Universal ideal für eine alltägliche Anwendung – die dauerhafte Befestigung von Kronen und Brücken aus Zirkonoxid, Lithiumdisilikat, Hybridkeramik oder Metalllegierungen.

Nesthäkchen: Der Veneerspezialist

Besonders anspruchsvolle Aufgaben wie das Befestigen hochästhetischer Veneers benötigen Zeit und Präzision. Und ein Veneer kommt selten allein: Sollen mehrere Veneers auf einmal eingesetzt werden, ist ein Wettlauf mit der Aushärtezeit kontraproduktiv. Daher hat Kuraray Noritake das spezielle Befestigungskomposit PANAVIA™ Veneer LC entwickelt, das jüngste Mitglied der PANAVIA-Familie. Das lichthärtende Befestigungssystem mit verlängerter Verarbeitungszeit von 200 Sekunden* ermöglicht es der Zahnärztin oder dem Zahnarzt, die Polymerisation erst dann einzuleiten, wenn der richtige Zeitpunkt gegeben ist. PANAVIA™ Veneer LC bietet eine gut abgestimmte Pastenviskosität und -konsistenz für einfaches Auftragen sowie Einsetzen und ist in vier Farben für langanhaltende Ästhetik erhältlich. Nach der Aushärtung ist eine einfache Überschussentfernung möglich. Und wie alle PANAVIA-Materialien steht auch PANAVIA™ Veneer LC für eine langlebige, ausgezeichnete Haftfestigkeit.

*Verarbeitungszeit bei Umgebungslicht (8000 Lux.): 200 Sekunden.

One strong family: Erfüllt alle Erwartungen

Die drei Befestigungskomposite der PANAVIA™-Familie erfüllen alle Ansprüche des Praxis- und Laboralltags – persönliche Präferenzen können ebenso wie spezifische Indikationen berücksichtigt werden. Jedes einzelne Familienmitglied basiert auf dem langjährigen Know-how und der soliden Forschungskompetenz von Kuraray Noritake im Bereich der adhäsiven Befestigung. Das erste Produkt der Marke PANAVIA™ kam in den 1980er Jahren auf den Markt. Seither hörte Kuraray Noritake nie auf, das Portfolio zu verbessern und die Produkte zu optimieren. Bestehende erfolgreiche Basics (z. B. das Original-MDP-Monomer) wurden mit neu entwickelten Technologien (z. B. LCSi-Monomer, Touch Cure) kombiniert. All dies führt schließlich zu dem aktuellen, schlanken Portfolio der einfach anzuwendenden Befestigungskomposite, die eine erstklassige Haftfestigkeit bieten und eine hohe Ästhetik unterstützen. One strong family: PANAVIA™.

Kollegentipp: PANAVIA™ SA Cement Universal im Praxisalltag

Dr. Alessandro Devigus ist seit vielen Jahren sehr erfahren in der ästhetischen, vollkeramischen Zahnmedizin und der CAD/CAM-Fertigung. Mit seinen Arbeiten, Veröffentlichungen und Fortbildungen begeistert er immer wieder von den Möglichkeiten der modernen Zahnmedizin. Und auch wenn es um die Befestigung von Restaurationen setzt er ausschließlich auf moderne Vorgehensweisen.

 

Im Video beschreibt er, warum PANAVIA SA Cement Universal sein Material der Wahl geworden ist. "In Kombination mit CLEARFIL™ Universal Bond Quick habe ich eine Lösung gefunden, die mir ein gutes Gefühl gibt. Einfaches Handling kombiniert mit bewährten Protokollen."

Hören und sehen Sie mehr im Video.

 

Über PANAVIA SA Cement Universal

PANAVIA SA Cement Universal ist mit dem einzigartigen LCSi-Monomer ein Vorreiter im Bereich der selbstadhäsiven Befestigungskomposite. Dieses Befestigungskomposit haftet ohne separaten Primer an nahezu allen Materialien, auch Glaskeramik. Das Befestigungskomposit enthält einen einzigartigen Silanhaftvermittler – das LCSi-Monomer – und bietet somit eine starke und dauerhafte chemische Haftung an allen Keramiken und Komposite. Die Paste enthält auch das original MDP-Monomer, das für einen hohen chemischen Verbund mit Zirkonoxid, Metalllegierungen, Dentin und Zahnschmelz sorgt.

Aufbauend auf dem Erfolg der bekannten PANAVIA Technologie bietet PANAVIA SA Cement Universal ein breites Indikationspektrum und ist für Kronen/Brücken, Inlays/Onlays, Stifte und auch Adhäsivbrücken geeignet.

PANAVIA SA Cement Universal ist in einer Automix-Spritze erhältlich und leicht zu applizieren, ohne separaten Dispenser. Die gelungene Kombination von Aushärtungstechnologien ermöglicht ein schnelles Aushärten und einen dauerhaften Randschluss. Dadurch wird Befestigung stärker, vielseitiger und einfacher als je zuvor. Weitere Arbeitsschritte werden eliminiert, wodurch eine hohe Fehlertoleranz sowie eine Materialreduzierung im Praxisalltag bewirkt werden. Die einfache Überschussentfernung sowie das einfache Handling überzeugen und erleichtern den Praxisalltag.

 Klinische Falldarstellung mit KATANA Zirconia STML

Einzelner Frontzahn – monolithisch gelöst

Dr. Salvatore Scolavino: Klinische Falldarstellung mit KATANA Zirconia STML

Die monolithische Umsetzung von vollkeramischen Restaurationen ist ein populäres Thema. Zusätzlich zur hohen Effizienz sollte das erfolgreiche klinische Ergebnis im Fokus stehen. Insbesondere im ästhetisch relevanten Frontzahngebiet sind die Ansprüche hoch. Ergänzend zur Materialwahl ist die Zusammenarbeit von Zahnarzt und Zahntechniker für den Erfolg der Behandlung ein wichtiger Baustein. Anhand eines Patientenfalles wird die monolithische Rekonstruktion eines einzelnen Frontzahns dargestellt. Erschienen ist der Artikel im Zahntechnik-Magazin (Spitta-Verlag).

Die Rekonstruktion eines einzelnen Frontzahns stellt eine Königsdisziplin im Bereich der festsitzenden Prothetik dar. Moderne keramische Materialien und intelligente Schichtkonzepte bieten gute Grundlagen für die Herstellung der einzelnen Frontzahnkrone. Doch der Aufwand im zahntechnischen Labor ist beim konventionellen Vorgehen vergleichsweise hoch. Die Schichtung nimmt viel Zeit in Anspruch; ebenso die Ausarbeitung und Finalisierung. Das Pendant zum gesunden Nachbarzahn optimal der Natur nachzubilden, ist mehr als das Herstellen einer Krone. Es geht um die Wechselwirkung von Farbe, Form, Textur und Funktion. Die orale Harmonie steht im Fokus. Insbesondere im Frontzahnbereich möchten sich weder Zahnarzt und Zahntechniker noch Patient mit dem Durchschnitt zufriedengeben. Es sind die feinen Details, mit denen überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt werden. Doch ist dies auch mit der monolithischen Fertigung möglich?

Die Ausgangssituation

Im dargestellten Fallbeispiel konsultiert eine junge Patientin die Praxis mit dem Wunsch der Neuversorgung des endodontisch vorbehandelten Zahns 21. Alle anderen Zähne sind gesund und haben ein schönes, natürliches Farbspiel. Geplant ist eine vollkeramische Krone, die den hohen Ansprüchen der Patientin gerecht wird. Für ein natürlich wirkendes Ergebnis mit maximalem Erhalt der Gingivakontur fiel die Entscheidung für eine monolithische Zirkonoxid-Restauration aus KATANA Zirconia STML (Kuraray Noritake).


KATANA Zirconia STML

Das Multi-Layered-Zirkonoxid KATANA Zirconia STML hat einen natürlichen Farb- und Transluzenzverlauf. Die Abstufungen von Farbintensität sowie Transluzenz – von inzisal nach zervikal – verleihen monolithischen Restaurationen natürlich wirkende lichtoptische Eigenschaften. Wie beim Erscheinungsbild eines natürlichen Zahnes lässt KATANA Zirconia STML im inzisalen Bereich das Licht durchscheinen und wirkt im zervikalen Bereich opaker. Das Zirkonoxid integriert vier Schichten, die nahtlos ineinander übergehen:

  • Schmelzschicht,
  • Übergangsbereich 1,
  • Übergangsbereich 2 und
  • Body-(Dentin-)Schicht.

Im vorliegenden Fall soll mit KATANA Zirconia STML zugleich der endodontische Stiftaufbau kaschiert werden, sodass in den lichtoptischen Eigenschaften kein Unterschied zu den Nachbarzähnen erkennbar ist. Zudem soll der warme Farbton im zervikalen Bereich des Zirkoniumdioxids in das umliegende Weichgewebe „strahlen“, um ein natürlich wirkendes Gesamtbild zu erzielen.


CERABIEN FC Paste Stain

Für ein lebendiges und naturidentisches Aussehen soll die monolithisch gefräste Krone mit Malfarben individualisiert werden. Hierfür steht dem Zahntechniker mit CZR FC Paste Stain (Kuraray Noritake) ein ideales Material zur Verfügung. Die keramikbasierten Malfarben von FC Paste Stain werden bei 750 °C gebrannt. Gegenüber herkömmlichen Malfarben bedarf es also einer niedrigeren Temperatur, um der monolithischen Zirkoniumdioxid-Restauration individuelle Charakteristika zu verleihen.

 

Laden Sie sich hier die PDF-Datei des Artikels herunter und verfolgen Sie im Detail die Herstellung und Eingliederung der Krone!

Sven Rinke

Kostenfreies Online-Seminar "Veneers“

mit Prof. Dr. med.dent. Sven Rinke, M.Sc., M.Sc.

Vollkeramische Veneers sind die minimal-invasive, ästhetisch hochwertige und wissenschaftlich anerkannte Behandlungsalternative zu konventionellen prothetischen Verfahren. Fortschritte in der Entwicklung hochfester keramischer Materialien und der Adhäsivtechnik haben dazu geführt, dass keramische Veneers heute eine vergleichbare oder bessere Überlebens- und Erfolgsrate wie Vollkronen aufweisen. Keramische Veneers sind somit nicht nur für ästhetische Indikationen, sondern auch für die restaurative Versorgung von Frontzahndefekten oder bei kleineren Stellungskorrekturen eine interessante Behandlungsoption in der täglichen Praxis. In diesem Online-Seminar werden folgende für den langfristigen ästhetischen und funktionellen Behandlungserfolg relevanten Aspekte erläutert:

  • Planung: Veneers als Teamleistung von Zahnarzt/Zahnärztin und Zahntechniker/Zahntechnikerin
  • Präparation: Mit wenigen Instrumenten rationell präparieren
  • Provisorien für minimalinvasive Präparation herstellen und sicher befestigen
  • Abformung: Die beste Technik und kleine Tipps
  • Adhäsive Befestigung: Materialien und Techniken richtig kombiniert
  • Fehlerquellen erkennen und vermeiden

Termin: 5. Oktober 2022

Online-Plattform: Zoom

Referent: Priv.-Doz. Dr. med. dent Sven Rinke, M.Sc., M.Sc., Hanau

  • 1992-1996: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Abteilung Prothetik II des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Georg-August-Universität, Göttingen
  • 1997-1998 Visiting Assistant Professor, Department of Restorative Dentistry (Head: Prof. Dr. H.P. Weber), Harvard School of Dental Medicine, Boston/MA (USA)
  • Seit 04/1998 Lehrbeauftragter für klinische Werkstoffkunde und dentale Technologien an der Georg-August-Universität, Göttingen
  • 1999 Niederlassung in zahnärztlicher Praxis
  • 2011 Implantatforschungspreis, Deutsche Gesellschaft für Parodontologie
  • 2013 Habilitation und Ernennung zum Privatdozenten mit Venia legendi für das Fach Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
  • 2017 Forschungspreis der AG Keramik
  • 2019 Forschungspreis der AG Keramik

 

 

Tipp: Kennen Sie das neueste Mitglied unserer erfolgreichen PANAVIA-Familie? PANAVIA Veneer LC ist ein lichthärtendes Befestigungskomposit speziell für die adhäsive Befestigung ästhetischer Veneers. Das Material ermöglicht ein vereinfachtes Handling bei einer zugleich erhöhten Sicherheit und Effizienz. Eben ein echter Veneerspezialist!

ZEHN JAHRE, ZEHN REFERENTEN.

FEIERN SIE mit uns den 10. Geburtstag von Kuraray Noritake Dental Inc. am 7. Oktober 2022.

Die Zahnheilkunde mit hochwertigen Dentalprodukten und Lösungen voranbringen: Das war die Idee hinter dem Zusammenschluss der beiden multinationalen Unternehmen Kuraray Medical und Noritake Dental Supply vor genau zehn Jahren.

Durch die Bündelung der Kompetenzen dieser beiden Unternehmen in den Bereichen Polymerchemie, Verfahrenstechnik und Keramik gelang es Kuraray Noritake Dental Inc., eine breite Palette innovativer Produkte und Lösungen zu entwickeln, die es heute Zahnärzten aus aller Welt ermöglichen, minimalinvasive und teilweise sogar bioaktive Zahnbehandlungen in vereinfachten Verfahren durchzuführen.

In einem virtuellen Symposium mit dem Titel „Up to now and from now on: From innovation to simplification“ („Bis jetzt und ab heute: Von der Innovation zur Vereinfachung“) stellen zehn international anerkannte Experten ihr wissenschaftliches, technisches und klinisches Know-how rund um diese Materialien und Verfahren vor. Das Programm ist in fünf Sessions unterteilt, die einzeln oder im Gesamtpaket gebucht werden können.

Session 1: Adhäsivtechnik

Mit Prof. Junji Tagami (Tokyo Medical and Dental University, Japan) und Prof. Bart Van Meerbeek (Universität Löwen, Belgien) stellen zwei internationale Koryphäen die neuesten Entwicklungen bei direkten Bondingverfahren und adhäsiven Befestigungstechniken vor. Dabei konzentrieren sie sich auf die Technologie hinter den Verfahren und die Verwendung der neuesten Generation von Universaladhäsiven und adhäsiven Kunststoffzementen.

Session 2: Verarbeitung von Zirkonoxid am Behandlungsstuhl

Ist es wirklich eine gute Idee, transluzentes Zirkonoxid direkt in der Praxis zu verarbeiten? Wenn es nach Dr. Mike Skramstad (CEREC-Trainer und Zahnarzt aus Orono, Minnesota) und Dr. Sameer Puri (Director of CAD/CAM bei CDOCS) geht, lautet die Antwort ganz klar „Ja!“. Ihre Begründung: Diese Vorgehensweise hat das Potenzial, sämtliche Abläufe in der Zahnarztpraxis zum Positiven zu verändern. In ihrem Vortrag beschreiben die beiden Experten detailliert ihren Workflow am Behandlungsstuhl, inklusive Finishing und Politur.

Session 3: Modernes Zirkonoxid im Dentallabor

Worauf ist bei der Wahl des Zirkonoxids für einen bestimmten Fall zu achten? In ihrem Vortrag präsentieren die bekannten Keramiker und Zahntechniker Aki Yoshida (Gnathos Dental Studio in Weston, Massachusetts) und Nondas Vlachopoulos (AestheticLab in Athen, Griechenland) ihre Erfolgsstrategien. Dabei konzentrieren sie sich auf die Auswahl des am besten geeigneten Zirkonoxids und die Nachbearbeitung unter Berücksichtigung der Indikation und der individuellen Bedürfnisse des Patienten.

Session 4: Direkte Kompositrestaurationen

Ist es möglich, direkte Restaurationsverfahren zu vereinfachen, ohne bei der Qualität der Ergebnisse Abstriche machen zu müssen? In vielen Fällen geht das – mit den richtigen Materialien und Techniken. Dr. Nicola Scotti (Universität Turin, Italien) und Prof. Lorenzo Breschi (Universität Bologna, Italien) erläutern im Rahmen dieser Session die Möglichkeiten und Grenzen der „Single-Shade“-Technik.

Session 5: Adhäsive Befestigung von vollkeramischen Kronen

Wie sollten keramische Oberflächen vor der Befestigung konditioniert werden? Und welche Parameter sind bei der Entscheidung für adhäsive, selbstadhäsive oder konventionelle Systeme zu beachten? Dr. Gerard Chiche (Augusta University, Dental College of Georgia) und Prof. Dr. Markus B. Blatz (University of Pennsylvania School of Dental Medicine, Philadelphia, Pennsylvania) haben Antworten auf diese Fragen. In ihrem Vortrag erklären sie, was man wissen muss, um vorhersagbare Ergebnisse zu erzielen.

 

Jetzt kostenlos anmelden!

Das Symposium beginnt am 7. Oktober 2022 um 13:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Eine vorherige Anmeldung für das gesamte Symposium oder einzelne Sessions ist erforderlich. Zwischen den Vorträgen bieten Mitarbeiter von Kuraray Noritake Dental spannende Einblicke in den Unternehmensalltag. In seiner Abschlussbotschaft wird der Präsident einen Blick in die Zukunft werfen.

Zahnärztinnen und Zahnärzte, die am gesamten Symposium teilnehmen, erhalten fünf Fortbildungspunkte (CE-Kredite). Natürlich ist es auch möglich, bei Interesse nur einzelne Sessions zu besuchen.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie hier: www.kuraraynoritakecampus.com

CLEARFIL™ SE Protect: Ein einzigartiges antibakterielles Adhäsivsystem

CLEARFIL™ SE Protect: Ein einzigartiges antibakterielles Adhäsivsystem

Anfang der 1990er Jahre stellte Kuraray CLEARFIL™ LINER BOND 2 vor, das erste selbstätzende Adhäsiv der Welt. Zu den nachfolgenden Produkten, die dieses System hervorgebracht hat, gehört das preisgekrönte CLEARFIL SE Protect, das 2004 auf den Markt kam und bis heute von Zahnmedizinerinnen und -medizinern weltweit geschätzt wird. Dank der Kombination des Original-MDP-Monomers von Kuraray Noritake und dem antibakteriellen Monomer MDPB (12-Methacryloyloxydodecylpyridinium-Bromid) ist das selbstätzende Adhäsiv in der Lage, bei Kontakt Bakterien abzutöten. Wie ist das möglich? Finden wir es heraus.

Das Geheimnis liegt im Pyridinium

Das Wesentliche, das CLEARFIL SE Protect die antibakterielle Wirkung verleiht, ist einer der Bestandteile des MDPB-Monomers. Die Pyridinium-Gruppe in diesem Monomer ist positiv geladen, während die Zellstrukturen von Bakterien im Allgemeinen negativ geladen sind. Das bedeutet, dass sie von den positiv geladenen Kontaktpunkten des MDPB-Monomers automatisch angezogen werden. Die Energiebalance der Zellmembranen dieser Bakterien wird dadurch behindert und die Zellmembran selbst zerstört. Dieser Prozess, der auch Bakteriolyse genannt wird, führt zum Absterben der Bakterien.


Man geht davon aus, dass die antibakterielle Wirkung von MDPB vergleichbar mit der Wirkung von Cetylpyridiniumchlorid ist, das in vielen Zahnpasten und Mundspülungen enthalten ist.

Zertifizierte Biokompatibilität

Das MDPB-Monomer wird während der Polymerisierung des Bonding-Prozesses immobilisiert und bleibt latent aktiv, ohne die körpereigenen Zellen der Patienten zu beeinträchtigen. Im Gegensatz zu anderen Mundhygieneprodukten hat dieser von Kuraray Noritake patentierte Prozess keine negativen Auswirkungen auf die Haftkraft. Er verhindert sogar langfristige zytotoxische Auswirkungen auf die körpereigenen Zellen der Patienten wie zum Beispiel auf die Odontoblasten. Das wurde im Rahmen der offiziellen biologischen Bewertung für Medizinprodukte bestätigt, die auch als Normenreihe ISO 10993 bekannt ist.

Prämierte Ergebnisse mit CLEARFIL SE Protect

Mit seinem antibakteriellen Effekt, der hohen Haftkraft an Zahnschmelz und Dentin und der langfristigen Freisetzung von Fluorid ist CLEARFIL SE Protect zuverlässig, vielseitig und zukunftssicher. Das bewährte selbstätzende Zweistufen-Bonding-System ist besonders bei direkten Restaurationen schnell und einfach in der Anwendung. Für indirekte Restaurationen und Stumpfaufbauten wird das Material einfach gemäß Verwendungshinweis mit CLEARFIL™ DC Activator von Kuraray Noritake vermischt.

Dank der Kombination von MDP- und MDPB-Monomeren lassen sich mit CLEARFIL SE Protect zuverlässige, haltbare Restaurationen realisieren. Das Produkt wird daher von vielen Zahnmedizinexperten hoch geschätzt. 2022 erhielt das Adhäsiv erneut den Top Product Award in der Kategorie Direct Restoratives, Bonding Agent: Self-Etch von DENTAL ADVISOR. Diese Auszeichnung erfolgte bereits zum vierten Mal in Folge. Zudem erteilten die 13 DENTAL ADVISOR Consultants and Editors CLEARFIL™ SE Protect ein klinisches Gesamtrating von beeindruckenden 98 %.

Adhäsive Zahnheilkunde

Adhäsive Zahnheilkunde: Ein Update

von Franklin Tay, BDSc (Hons), PhD

In der Regel setzen Hersteller bei der Entwicklung von Adhäsiven, die einen Haftverbund zwischen Restaurationsmaterialien und Zahnhartsubstanz herstellen sollen, auf zwei unterschiedliche Ansätze: Das Total-Etch-Verfahren oder das selbstätzende Verfahren. Diese Verfahren bestimmen, wie das Adhäsiv mit der Zahnhartsubstanz interagiert. Total-Etch-Adhäsive werden als Zwei- oder Drei-Schritt-Systeme angeboten – je nachdem, ob Primer und Bond separat oder kombiniert in einer einzigen Flasche angeboten werden. Ähnlich verhält es sich bei den selbstätzenden Adhäsiven, die entsprechend als Ein- oder Zwei-Flaschen-Systeme erhältlich sind. Total-Etch-Adhäsive werden häufig dann bevorzugt eingesetzt, wenn große Schmelzareale zur Verfügung stehen, während selbstätzende Adhäsive einen besser vorhersagbaren Verbund zu Dentin herstellen.

Moderne Adhäsive: Aktueller Entwicklungsstand

Trotz derzeitigen Bestrebungen zur Bereitstellung von Systemen, die weniger Arbeitsschritte und einfachere Verfahren benötigen, gelten Ein-Schritt-Adhäsivsysteme als weniger zuverlässig als Mehrschritt-Systeme. Dies ist unabhängig davon, ob die Systeme auf dem Total-Etch- oder dem selbstätzenden Verfahren basieren. Einige Hersteller haben in den vergangenen Jahren vielseitigere Ein-Flaschen-Adhäsive eingeführt, die als „universal“ oder „multi-mode“ bezeichnet werden. Sie basieren auf der Chemie der selbstätzenden Systeme, können aber auch in Kombination mit einer Phosphorsäure-Ätzung im Total-Etch-Modus angewendet werden. Einige Universaladhäsive enthalten Silan, das als Primer für die Herstellung eines chemischen Haftverbunds an silikatbasierten Keramiken fungiert, sowie Methacryloyloxydecyldihydrogenphosphat (MDP) für die chemische Haftung an Zirkonoxid-basierten Keramiken. Da bislang nur Kurzzeit-Ergebnisse von klinischen Studien zu Universaladhäsiven vorliegen, können diese im Kontext einer evidenzbasierten Zahnheilkunde nicht empfohlen werden. Dahingegen gelten milde selbstätzende Zwei-Schritt-Adhäsivsysteme als klinisch sehr gut untersucht – sie sind in der evidenzbasierten Zahnheilkunde als der neueste Stand der Technik im Bereich des Dentin-Bondings anzusehen. Der größte Vorteil gegenüber Total-Etch-Systemen liegt am geringeren Risiko für das Auftreten postoperativer Sensibilitäten.

Entwicklung moderner Adhäsive aus Sicht eines Wissenschaftlers

Wissenschaftler sind sich einig, dass das Dentin-Bonding weniger langlebig ist als ursprünglich erwartet. Die fehlende Langlebigkeit ist teilweise in der Entstehung von Sekundärkaries im schmelzfreien Randbereich von Restaurationen begründet und teilweise auf die Degradation (Alterung) des Haftverbunds zurückzuführen. Letztere kann durch eine Hydrolyse von Esterverbindungen im Adhäsiv durch Speichel-Esterasen verursacht werden oder durch eine Zersetzung der wasserreichen, kunststoffarmen Bereiche in der Hybridschicht. Verantwortlich für diese Zersetzung sind körpereigene, kollagengebundene Proteasen wie Matrix-Metalloproteinasen (MMP) und Kathepsin K, die zunächst im ruhenden Zustand vorliegen und erst durch die in modernen Adhäsiven enthaltene Säure aktiviert werden. Diese aktivierten Enzyme degradieren die freiliegende Kollagenmatrix in der Hybridschicht nach und nach. Das führt wiederum zu einer kontinuierlichen Abnahme der Haftfestigkeit.

Es wurde viel Arbeit in die Entwicklung therapeutischer Adhäsive für die Zahnheilkunde investiert, die der Bildung von Sekundärkaries und Degradation des Haftverbunds widerstehen können. Eines der am besten untersuchten Kunststoffmonomere mit antimikrobiellen Eigenschaften ist ein von Kuraray Noritake entwickeltes quaternäres Ammoniummethacrylat, das unter der Bezeichnung Methacryloyloxydodecylpyridinium Bromid (MDPB) bekannt ist. Dieses polymerisierbare Kunststoff-Monomer ist in dem selbstätzenden Zwei-Schritt-Adhäsiv CLEARFIL™ SE Protect enthalten. Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass das MDPB-Monomer auch wirksam sowohl MMP als auch Cystein-Kathepsine hemmt. Dies trägt durch Vermeidung der Kollagen-Degradation zu einer Erhöhung der Langlebigkeit des Haftverbunds zwischen Dentin und Kunststoff bei. Tatsächlich zeigten die Ergebnisse einer In-vitro- und In-vivo-Studie (Donmez N, Belli S, Pashley DH, Tay FR. Ultrastructural correlates of in vivo/in vitro bond degradation in self-etch adhesives. J Dent Res. 2005 Apr;84(4):355-9.), dass die mit CLEARFIL™ SE Protect (in der Studie mit dem ursprünglichen Produktnamen CLEARFIL™ Protect Bond bezeichnet) generierten Kunststoff-Dentin-Haftverbünde nach einem Jahr keinerlei Degradation aufwiesen. Dies steht im Gegensatz zu einem ähnlichen selbstätzenden Adhäsiv, das kein MDPB-Monomer enthält.

Häufigste Einsatzgebiete von CLEARFIL SE Protect

Als staatlich geprüfter Endodontologe setzt der Autor CLEARFIL SE Protect bevorzugt als antimikrobielles Adhäsiv ein, um nach abgeschlossener Wurzelkanalbehandlung eine bakteriendichte koronale Versiegelung des Wurzelkanalsystems zu erreichen und somit einer Reinfektion der periradikulären Gewebe über koronale Undichtigkeiten durch die gefüllten Wurzelkanäle vorzubeugen (Abbildungen 1 und 2). Ein weiteres beliebtes Einsatzgebiet ist die Anwendung in der Zugangskavität, die in eine Krone aus Zirkonoxid präpariert wurde. Der Autor ist sich durch die Anwendung des Produktes mit MDP sicher, dass er einen starken Verbund zwischen Zirkonoxid und Komposit erzielen kann, der keinerlei Undichtigkeiten aufweist.


Abb. 1: Röntgenaufnahme des Zahnes 37 vor Behandlungsbeginn. Diagnose: Pulpanekrose mit symptomatischer periapikaler Parodontitis.

Abb. 2: Röntgenaufnahme des Zahnes 37 nach Behandlungsabschluss. Die koronale Abdichtung wurde mit einem radioluzenten antimikrobiellen selbstätzenden Adhäsiv (CLEARFIL™ SE Protect, s. Pfeil) und einem röntgenopaken fließfähigen Composite sowie schließlich mit einem Watteröllchen und einer provisorischen Krone erzielt.
Haftungsausschluss: Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von Dr. Tay.

CLEARFIL™ SE Protect: Innovative Eigenschaften für mehr Sicherheit F

Studienergebnisse zeigen: In kleineren, minimalinvasiv präparierten Kavitäten ist das Risiko tendenziell erhöht, dass Bakterien in der Kavität verbleiben. (S. Imazato; Dent. Mater. J. 2009) CLEARFIL SE Protect enthält ein neuartiges funktionelles Monomer MDPB, das einen antibakteriellen, die Kavität reinigenden Effekt bietet (Abb. 3).


Abb. 3: Die bakterizide Wirkung des Monomers MDPB ist ähnlich der des bekannten antibakteriellen Wirkstoffs CPC**, der in vielen Zahncremes und Mundspüllösungen enthalten ist. ** Cetylpyridiniumchlorid

CLEARFIL SE Protect: Wissenschaftliche Erkenntnisse

ERHÖHTE LANGLEBIGKEIT DES HAFTVERBUNDS ZWISCHEN DENTIN UND KUNSTSTOFF
Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass MDPB wirksam die Aktivität von Matrix-Metalloproteinasen (MMP) hemmt, die Kollagen angreifen können. Der Vorteil von MDPB gegenüber Chlorhexidin (CHX) liegt darin, dass es mit den Haftmonomeren im Adhäsiv aushärtet und damit in der Hybridschicht verbleibt. (Pashley DH, Tay FR, Imazato S. How to increase the durability of resin-dentin bonds. Compend Contin Educ Dent. 2011 Sep;32(7):60-4, 66.)

FLUORIDABGABE

CLEARFIL SE Protect enthält ein patentiertes, speziell behandeltes Natriumfluorid (NaF). Dieses NaF in CLEARFIL SE Protect ist mit einem einzigartigen Polymer beschichtet, das die Abgabe von NaF ermöglicht, ohne dabei die physikalischen Eigenschaften der Adhäsivschicht (inklusive ihrer Festigkeit) zu verändern.

Einfache, bewärhte Prozedur vermeidet Techniksensitivität

CLEARFIL SE Protect ist ein Zwei-Flaschen-Adhäsivsystem bestehend aus Primer und Bond.

KEIN EINREIBEN erforderlich zur Erzielung einer hohen Haftfestigkeit an der Zahnhartsubstanz.
KEIN SCHÜTTELN erforderlich, da die Komponenten im Bond homogen vermischt bleiben – für eine gleichbleibend hohe Qualität vom ersten bis zum letzten Tropfen Adhäsiv.


Fünf-Jahres-Daten: Retention an zervikalen Läsionen. Daten mit freundlicher Genehmigung von Dr. Turkun, Ege University School of Dentistry. * Kein eingetragenes Markenzeichen von Kuraray Noritake Dental Inc.

DIREKTE RESTAURATIONEN

Gehen Sie zunächst wie empfohlen vor, um den zu behandelnden Bereich zu isolieren und trockenzulegen sowie die Kavität unter dem Schutz der Pulpa zu präparieren.

Franklin Tay, BDSc (Hons), PhD

Franklin Tay ist Professor und Lehrstuhlinhaber im Institut für Endodontie des College of Dental Medicine an der Georgia Regents University in Augusta, Georgia. Er ist Fellow of the Academy of Dental Materials sowie Diplomate of the American Board of Endodontics. Seine Forschungsinteressen umfassen die Biomineralisierung von Kollagengerüsten mit Apatit und/oder Siliziumdioxid, die Remineralisierung von Kunststoff-Dentin-Verbindungen, antimikrobielle Sol-Gel-Chemie, mesoporöses Siliziumdioxid und endodontische Materialien. Er hat mehr als 400 Fachartikel in Zeitschriften veröffentlicht, die im Peer-Review-Verfahren begutachtet werden.

Ein wahrer Booster für Zirkonoxid: Esthetic Colorant für KATANA Zirconia

Ein wahrer Booster für Zirkonoxid: Esthetic Colorant für KATANA Zirconia

Manchmal ist es doch wie verhext. Trotz solider technischer Umsetzung und eines hochwertigen, ästhetischen Zirkonoxids harmonisiert die Krone in ihrer Farbe nicht mit dem natürlichen Vorbild. Das sorgt nicht nur für Frust und Stress, sondern auch für jede Menge Mehrarbeit und einen erhöhten Zeitaufwand. Wer solchen Situationen bewusst vorbeugen möchte, sollte das Online-Seminar von Mathias Fernandez Lombardi keinesfalls verpassen. Er stellt das neueste Produkt der Kuraray Noritake Familie vor.

Ein wahrer Booster für Zirkonoxid: Esthetic Colorant für KATANA Zirconia

Mathias Fernandez Lombardi
2. September 2022, 14 Uhr

Esthetic Colorant für KATANATM Zirconia

Der natürliche Zahn beeindruckt mit wunderbaren lichtoptischen Effekten; charakteristische Merkmale, die aus der inneren Struktur des Zahns resultieren. Diese spezifischen Effekte bei Zirkonoxid-Restaurationen mit der Maltechnik oder dem Micro-Layering zu imitieren, zeigte bislang Grenzen auf. Kuraray Noritake hat sich dieser Problematik angenommen. Basierend auf fundierter Forschung und Entwicklung wurde eine verblüffend einfache Lösung gefunden: Esthetic Colorant für KATANA Zirconia.

Schnell, effizient und mühelos: Mathias Fernandez Lombardi stellt im Online-Seminar Esthetic Colorant im Detail vor. Er zeigt, wie sich mit den komplett neu gedachten Effektflüssigkeiten die ästhetisch individuelle Wirkung eines Zirkonoxids intensivieren lässt, geht auf praktische Anwendung und werkstoffkundliche Grundlagen ein. Lernen Sie in dem Online-Seminar, wie Sie einfach, geschickt und schnell eine Zirkonoxid-Restauration mit wirklich eindrucksvoller Ästhetik erzielen können.

Das werden Sie in diesem Online-Seminar erfahren:

  • Grundlagen rund um Esthetic Colorant für KATANA Zirconia
  • Unterschiede zu traditionellen Färbe- und Infiltrationslösungen
  • Anwendungsbereiche von Esthetic Colorant
  • Erreichen eines True-Colour-Effekts
  • Maskierungseffekt für das Zirkonoxidgerüst (verfärbte Stümpfe oder metallische Abutments)
  • Wirtschaftliche Vorteile durch die Anwendung von Esthetic Colorant
  • Werkstoffgrundlagen Zirkonoxid (Eigenschaften, Rohstoffe, Unterschiede)

Für das letzte Quäntchen natürliche Schönheit: Esthetic Colorant für KATANA Zirconia. Nehmen Sie an diesem Online-Seminar teil und lassen Sie sich inspirieren und motivieren.

 

Der effiziente Weg zur Cover-Denture aus Zirkonoxid

Der effiziente Weg zur Cover-Denture aus Zirkonoxid

KATANA Zirconia als Basis für eine hochästhetische, stabile herausnehmbare Restauration

Implantatgetragene Deckprothesen (Cover-Denture) sind seit Jahrzehnten eine prothetische Therapieform, die erfolgreich in Praxis und Labor umgesetzt wird. Während bewährte Anforderungen an statische und funktionelle Aspekte unverändert geblieben sind, hat sich in den vergangenen Jahren die Auswahl an Werkstoffen verändert. Heutzutage stehen zusätzlich zu metallischen Legierungen auch metallfreie Materialien – Hochleistungskomposite und hochfeste Zirkonoxid-Materialien (z. B. KATANA Zirconia, Kuraray Noritake) – zur Verfügung. Zudem kann je nach Patientenwunsch und Möglichkeiten die Fertigungsart adaptiert werden. Der Autor stellt einen Herstellungsweg vor, der sowohl in der Effizienz als auch beim ästhetischen Ergebnis kaum Wünsche offenlässt.

ZTM Mathias Berger, Frankreich

Die Verankerung eines herausnehmbaren Zahnersatzes auf Implantaten stellt viele Herausforderungen an das prothetische Arbeitsteam. Von der Diagnostik und Planung (Backward-Planning) über die chirurgische und therapeutische Phase bis hin zur fertigen Arbeit – der Weg zum Ziel ist lang und bedarf eines abgestimmten Konzeptes, welches Sicherheit und Zuverlässigkeit bietet. In diesem Artikel steht das Finale – die Herstellung der prothetischen Versorgung – im Fokus. Ergebnis: die implantatgetragene Deckprothese.

Die Vorteile einer herausnehmbaren Restauration auf Implantaten sind eine für den Patienten verbesserte Mundhygiene durch die Möglichkeit der Entnahme des Zahnersatzes sowie die Reparatur- bzw. Erweiterungsmöglichkeiten. Allerdings haben Patienten oftmals Vorurteile gegenüber einem abnehmbaren Zahnersatz. Sie befürchten ästhetische Einschränkungen. Oftmals haben sie sich für eine aufwendige implantologische Behandlung entschieden und denken, dass ein herausnehmbarer Zahnersatz ihren Wünschen nicht gerecht werden kann. Sie erwarten adäquate Vorschläge für die Umsetzung einer hochwertigen prothetischen Restauration. Gefragt sind Konzepte, in der die Akteure bei der Behandlung flexibel agieren können. Parameter wie Funktionalität, subjektives Ästhetik-Empfinden, Behandlungssicherheit sowie der finanzielle Spielraum werden zu Entscheidungskriterien.

Bestimmt wird das optische Ergebnis hauptsächlich durch die Umsetzung der roten und weißen Ästhetik. Sowohl die Formgebung und Oberflächentextur als auch die Lichtoptik sind entscheidende Faktoren. Gleichwohl muss eine ausreichend hohe Festigkeit gegeben sein. Hier ist Zirkonoxid das Material der Wahl. Anhand eines Patientenfalles wird die Herstellung einer vollkeramischen Deckprothese dargestellt. Die Werkstoffwahl: Zirkonoxid (KATANA Zirconia, Kuraray Noritake) für das Gerüst und die Verblendkeramik CERABIEN ZR (CZR, Kuraray Noritake) für Einzelkronen.

 

Patientenfall

Jeder Patient ist einzigartig. Klinische Hintergründe, funktionelle Erfordernisse und ästhetische Ansprüche
müssen im prothetischen Behandlungsplan berücksichtigt werden. Hierbei steigt die Bedeutung eines individuellen Behandlungsansatzes mit der Anzahl der zu ersetzenden Zähne: Schließlich ist der Einfluss der Restaurationen auf die faziale Ästhetik und die Lebensqualität umso höher, je mehr Zähne fehlen. Heutzutage stehen selbst bei völliger Zahnlosigkeit adäquate prothetische Materialien und Verfahrenstechniken für einen patientenspezifischen Zahnersatz bereit.

Patient mit Bruxismus

Im vorliegenden Fallbeispiel sollte für den Patienten eine neue Restauration im Oberkiefer hergestellt werden. Im zahnlosen Oberkiefer waren fünf Implantate osseointegriert. Der ältere Mann litt unter Bruxismus sowie einer gestörten Propriozeption, was eine zusätzliche Herausforderung darstellte. Die reduzierte Sensibilität galt es beim Herstellen der Deckprothese zu berücksichtigen. Material und Design mussten sorgfältig gewählt werden, um unkontrollierten Kaukräften standzuhalten. Es galt, wohlüberlegt zu agieren. Da technische Komplikationen am Zahnersatz leichter zu reparieren sind als biologische Komplikationen, sollte die Deckprothese nicht komplett steif und unzerbrechlich konzipiert werden. Vielmehr ist der einfache Austausch bzw. die Reparatur der einzelnen Elemente zu ermöglichen.

Vollkeramisch: Zweiteiliges Prothesendesign

Die Lösung war ein zweiteiliges Design. Für die vollkeramische Deckprothese wurden vollkeramische Einzelkronen mit einem Zirkonoxidgerüst kombiniert. Material der Wahl für das Gerüst war KATANA Zirconia HTML Plus (Kuraray Noritake) (Abb. 1). Das Zirkonoxid ist mit einer einheitlich hohen Biegefestigkeit von 1.150 MPa prädestiniert für weitspannige Restaurationen. Die Einzelkronen wurden aus KATANA Zirconia YML gefräst; ein Zirkonoxid, welches zusätzlich zur Festigkeitsabstufung sehr natürliche Eigenschaften in Transluzenz und Farbe bietet. Mit diesem Zirkonoxid können auch monolithische Restaurationen kompromisslos realisiert werden.


Abb. 1 Gerüst für die implantatgetragene Deckprothese aus KATANA Zirconia HTML Plus (Kuraray Noritake)

Um effizient agieren zu können, wurde für die Seitenzahnkronen ein monolithisches Design gewählt. Die sechs Kronen im Frontzahnbereich erhielten einen Cut-Back für ein ästhetisches Micro-Layering mit der Verblendkeramik CERABIEN ZR (Kuraray Noritake). Für die Verblendung wurde im Vorfeld ein individuelles Farbschema konzipiert und grafisch festgehalten (Abb. 2). Eine solche „Colour-Map“ vereinfacht das Schichten und ermöglicht ein zielorientiertes Verblenden.

Schichtschema für die Micro-Schichtung

Die Individualisierung der gefrästen Gerüstkappen im Frontzahnbereich erfolgte mit den Internal Stain-Massen Cervical 1, Greyish Blue, Dark Grey und A+. Danach wurden die Zahnformen mit LT0-Materialien (Lustermassen) und etwas CCV-3 (Clear Cervical) auf dem zervikalen und mit LT Natural auf den mesialen und distalen Anteilen komplettiert. An den Eckzähnen wurde LT1 (Aqua Blue) anstelle von LT0 verwendet. Die Seitenzahnkronen sind lediglich mit Liquid-Ceramic (CERABIEN ZR FC Paste Stain, Kuraray Noritake) finalisiert worden.


Abb. 2 „Colour-Map“ für das Micro-Layering

Die geschichteten Einzelkronen beeindruckten nach der Finalisierung mit einer individuellen, altersgerechten Farbwirkung. Die monolithischen Gerüstbereiche wirkten ebenfalls sehr natürlich. Nach Überprüfung der Kronenpassung auf dem Gerüst wurden die Zahnfleischanteile mit CERABIEN ZR Tissue Porcelain individualisiert verblendet (Abb. 3 und 4). Anschließend konnten die Frontzahnkronen auf dem Gerüst verklebt werden, ohne Schraubenkanäle zu verschließen (Abb. 5 bis 7). Eine Einprobe der Deckprothese bestätigte die hervorragende Passung und den spannungsfreien Sitz auf den Implantaten (Abb. 8 und 9). Der Zahnersatz konnte im Mund verschraubt und die Zugangslöcher konnten mit Komposit verschlossen werden. Bei der Herstellung des Zahnersatzes wurde den funktionellen Parametern (Bruxismus) ein mindestens ebenso hohes Augenmerk gegeben wie den ästhetischen Belangen. Sollte eine Reparatur notwendig werden, lassen sich die monolithischen Einzelkronen im Seitenzahnbereich gleichwohl reparieren bzw. erneuern wie die Frontzahnkronen, ohne die komplette Deckprothese neu herstellen zu müssen.


Abb. 3 Die Kronen aus KATANA Zirconia YML mit Micro-Layering (Frontzahnbereich) auf dem Gerüst


Abb. 4 Das Gerüst mit individualisierten Gingivaanteilen


Abb. 5 Die Einzelkronen werden auf dem Gerüst verklebt


Abb. 6 Die fertige Deckprothese mit natürlicher, altersgerechter Optik


Abb. 7 Die Deckprothese ist für das Verschrauben im Mund (Implantate) vorbereitet


Abb. 8 und 9 Der verschraubte Zahnersatz im Mund des Patienten wirkt natürlich und ästhetisch. Seine funktionellen Probleme sind berücksichtigt worden.


Zusammenfassung

Dieser Patientenfall steht beispielhaft dafür, wie wichtig es ist, spezifische Faktoren (z. B. Patientenalter, ästhetischer Anspruch und finanzielle Möglichkeiten) bei der Herstellung des Zahnersatzes zu berücksichtigen. Dank der großen Vielfalt an Verfahrenswegen und Restaurationsmaterialien mit unterschiedlichen mechanischen sowie optischen Eigenschaften ist es möglich, für nahezu jeden Patienten die passende Zahnersatzlösung herzustellen. Hierfür ist es jedoch wichtig, über neue Produkte und innovative Techniken informiert zu sein. So können im vereinfachten, effizienten Verfahren (z. B. Micro-Layering) schöne und langlebige Restaurationen geschaffen werden.

MDP-Monomer

Wo wären wir ohne das MDP-Monomer?

Im Jahr 1976 stellte Kuraray sein erstes Haftmonomer vor – das Phosphatmonomer Phenyl-P. In den darauffolgenden Jahren arbeitete das Unternehmen kontinuierlich daran, mit der entsprechenden Forschung und Entwicklung die Molekülstruktur dieses Monomers weiter zu verbessern. Dies gelang Kuraray schließlich mit der Entwicklung eines Moleküls mit besserer Haftung an der Zahnstruktur, geringer Löslichkeit und einer effektiven Haftung an Metall: Das MDP-Monomer war geboren.

Das von Kuraray entwickelte und 1981 patentierte MDP-Monomer ist bis heute das führende funktionale Monomer mit zuverlässiger Haftung an verschiedensten Substraten einschließlich Zahnschmelz und Dentin. Untersuchungen haben wiederholt gezeigt, dass sich mit Produkten auf Basis dieses Monomers haltbare und stabile Verbindungen mit Zahnschmelz, Nichtedelmetallen und Zirkonoxidkeramik herstellen lassen. Es ist schwer zu sagen, wo die adhäsive Zahnmedizin ohne das MDP-Monomer heute stünde.


Ein unerreichter Reinheitsgrad

Eines der Geheimnisse hinter dem Erfolg des MDP-Monomers von Kuraray Noritake ist seine einzigartige Qualität. Das Patent, das Kuraray für das Monomer besaß, ist mittlerweile ausgelaufen, sodass heute auch andere Hersteller ihr eigenes MDP synthetisieren können. Eine Studie von Yoshihara et al.1 ergab jedoch, dass bei drei untersuchten MDP-Haftmonomeren Unterschiede im Reinheitsgrad festzustellen waren, die sich auf die Intensität der Nanoschichtung und die resultierende Verbindungsfestigkeit auswirkten. Es war nicht überraschend, dass beim hochreinen Original-MDP von Kuraray Noritake die höchste Verbindungsfestigkeit gemessen wurde.

„Es ist eindeutig, dass das MDP-Monomer angesichts seines primären chemischen Potenzials, an Hydroxylapatit zu binden, eines der effektivsten Monomere auf dem Markt ist“, erklärte Prof. Bart Van Meerbeek, ein führender Experte für Adhäsive, in einem Interview mit der Dental Tribune International.

„Im Wesentlichen dürfte ein Universalklebstoff mit hoher Konzentration an sehr reinem MDP-Monomer das beste Ergebnis bringen“, fügte er auf die Frage nach Universaladhäsiven hinzu.

Ein Monomer mit vielen Anwendungsmöglichkeiten

Das erste Produkt von Kuraray, bei dem das MDP-Monomer zum Einsatz kam, war das PANAVIA EX Befestigungskomposit. PANAVIA EX wurde 1983 eingeführt und war schnell dafür bekannt, zuverlässige Verbindungen zu ermöglichen. Für die PANAVIA-Familie adhäsiver Befestigungskomposite, einschließlich PANAVIA V5 und PANAVIA SA Cement Universal, wird nach wie vor das MDP-Monomer eingesetzt, um Zahnmedizinerinnen und -medizinern weltweit erstklassige Haftungseigenschaften zu bieten.

Natürlich bildet das MDP-Monomer auch die Grundlage für eine Reihe von Produkten im aktuellen CLEARFIL-Bondingsortiment von Kuraray Noritake Dental, so etwa für den Goldstandard CLEARFIL SE BOND, ein sanftes selbstätzenden und UV-härtendes Zwei-Flaschen-Bonding. CLEARFIL Universal Bond Quick, der einzige universelle Ein-Flaschen-Bonding des Unternehmens, nutzt die Rapid-Bond-Technologie. Die synergistische Kombination aus dem Original-MDP-Monomer und hydrophilen Amid-Monomeren ermöglicht es, schneller und einfacher denn je eine langlebige Verbindung herzustellen.

Die Erfahrungen von mehr als 40 Jahre lassen nur eine Schlussfolgerung zu: Das MDP-Monomer von Kuraray Noritake Dental hat die adhäsive Zahnmedizin zum Besseren verändert und optimiert.

 

Mehr über das MDP-Monomer erfahren Sie hier.


Quellen

  1. Yoshihara K. et al. Functional monomer impurity affects adhesive performance. Dent Mater. 2015 Dec;31(12):1493–1501.
Der effiziente Weg zur Cover-Denture aus Zirkonoxid

Der effiziente Weg zur Cover-Denture aus Zirkonoxid

KATANA Zirconia als Basis für eine hochästhetische, stabile herausnehmbare Restauration

Implantatgetragene Deckprothesen (Cover-Denture) sind seit Jahrzehnten eine prothetische Therapieform, die erfolgreich in Praxis und Labor umgesetzt wird. Während bewährte Anforderungen an statische und funktionelle Aspekte unverändert geblieben sind, hat sich in den vergangenen Jahren die Auswahl an Werkstoffen verändert. Heutzutage stehen zusätzlich zu metallischen Legierungen auch metallfreie Materialien – Hochleistungskomposite und hochfeste Zirkonoxid-Materialien (z. B. KATANA Zirconia, Kuraray Noritake) – zur Verfügung. Zudem kann je nach Patientenwunsch und Möglichkeiten die Fertigungsart adaptiert werden. Der Autor stellt einen Herstellungsweg vor, der sowohl in der Effizienz als auch beim ästhetischen Ergebnis kaum Wünsche offenlässt.

ZTM Mathias Berger, Frankreich

Die Verankerung eines herausnehmbaren Zahnersatzes auf Implantaten stellt viele Herausforderungen an das prothetische Arbeitsteam. Von der Diagnostik und Planung (Backward-Planning) über die chirurgische und therapeutische Phase bis hin zur fertigen Arbeit – der Weg zum Ziel ist lang und bedarf eines abgestimmten Konzeptes, welches Sicherheit und Zuverlässigkeit bietet. In diesem Artikel steht das Finale – die Herstellung der prothetischen Versorgung – im Fokus. Ergebnis: die implantatgetragene Deckprothese.

Die Vorteile einer herausnehmbaren Restauration auf Implantaten sind eine für den Patienten verbesserte Mundhygiene durch die Möglichkeit der Entnahme des Zahnersatzes sowie die Reparatur- bzw. Erweiterungsmöglichkeiten. Allerdings haben Patienten oftmals Vorurteile gegenüber einem abnehmbaren Zahnersatz. Sie befürchten ästhetische Einschränkungen. Oftmals haben sie sich für eine aufwendige implantologische Behandlung entschieden und denken, dass ein herausnehmbarer Zahnersatz ihren Wünschen nicht gerecht werden kann. Sie erwarten adäquate Vorschläge für die Umsetzung einer hochwertigen prothetischen Restauration. Gefragt sind Konzepte, in der die Akteure bei der Behandlung flexibel agieren können. Parameter wie Funktionalität, subjektives Ästhetik-Empfinden, Behandlungssicherheit sowie der finanzielle Spielraum werden zu Entscheidungskriterien.

Bestimmt wird das optische Ergebnis hauptsächlich durch die Umsetzung der roten und weißen Ästhetik. Sowohl die Formgebung und Oberflächentextur als auch die Lichtoptik sind entscheidende Faktoren. Gleichwohl muss eine ausreichend hohe Festigkeit gegeben sein. Hier ist Zirkonoxid das Material der Wahl. Anhand eines Patientenfalles wird die Herstellung einer vollkeramischen Deckprothese dargestellt. Die Werkstoffwahl: Zirkonoxid (KATANA Zirconia, Kuraray Noritake) für das Gerüst und die Verblendkeramik CERABIEN ZR (CZR, Kuraray Noritake) für Einzelkronen.

 

Patientenfall

Jeder Patient ist einzigartig. Klinische Hintergründe, funktionelle Erfordernisse und ästhetische Ansprüche
müssen im prothetischen Behandlungsplan berücksichtigt werden. Hierbei steigt die Bedeutung eines individuellen Behandlungsansatzes mit der Anzahl der zu ersetzenden Zähne: Schließlich ist der Einfluss der Restaurationen auf die faziale Ästhetik und die Lebensqualität umso höher, je mehr Zähne fehlen. Heutzutage stehen selbst bei völliger Zahnlosigkeit adäquate prothetische Materialien und Verfahrenstechniken für einen patientenspezifischen Zahnersatz bereit.

Patient mit Bruxismus

Im vorliegenden Fallbeispiel sollte für den Patienten eine neue Restauration im Oberkiefer hergestellt werden. Im zahnlosen Oberkiefer waren fünf Implantate osseointegriert. Der ältere Mann litt unter Bruxismus sowie einer gestörten Propriozeption, was eine zusätzliche Herausforderung darstellte. Die reduzierte Sensibilität galt es beim Herstellen der Deckprothese zu berücksichtigen. Material und Design mussten sorgfältig gewählt werden, um unkontrollierten Kaukräften standzuhalten. Es galt, wohlüberlegt zu agieren. Da technische Komplikationen am Zahnersatz leichter zu reparieren sind als biologische Komplikationen, sollte die Deckprothese nicht komplett steif und unzerbrechlich konzipiert werden. Vielmehr ist der einfache Austausch bzw. die Reparatur der einzelnen Elemente zu ermöglichen.

Vollkeramisch: Zweiteiliges Prothesendesign

Die Lösung war ein zweiteiliges Design. Für die vollkeramische Deckprothese wurden vollkeramische Einzelkronen mit einem Zirkonoxidgerüst kombiniert. Material der Wahl für das Gerüst war KATANA Zirconia HTML Plus (Kuraray Noritake) (Abb. 1). Das Zirkonoxid ist mit einer einheitlich hohen Biegefestigkeit von 1.150 MPa prädestiniert für weitspannige Restaurationen. Die Einzelkronen wurden aus KATANA Zirconia YML gefräst; ein Zirkonoxid, welches zusätzlich zur Festigkeitsabstufung sehr natürliche Eigenschaften in Transluzenz und Farbe bietet. Mit diesem Zirkonoxid können auch monolithische Restaurationen kompromisslos realisiert werden.


Abb. 1 Gerüst für die implantatgetragene Deckprothese aus KATANA Zirconia HTML Plus (Kuraray Noritake)

Um effizient agieren zu können, wurde für die Seitenzahnkronen ein monolithisches Design gewählt. Die sechs Kronen im Frontzahnbereich erhielten einen Cut-Back für ein ästhetisches Micro-Layering mit der Verblendkeramik CERABIEN ZR (Kuraray Noritake). Für die Verblendung wurde im Vorfeld ein individuelles Farbschema konzipiert und grafisch festgehalten (Abb. 2). Eine solche „Colour-Map“ vereinfacht das Schichten und ermöglicht ein zielorientiertes Verblenden.

Schichtschema für die Micro-Schichtung

Die Individualisierung der gefrästen Gerüstkappen im Frontzahnbereich erfolgte mit den Internal Stain-Massen Cervical 1, Greyish Blue, Dark Grey und A+. Danach wurden die Zahnformen mit LT0-Materialien (Lustermassen) und etwas CCV-3 (Clear Cervical) auf dem zervikalen und mit LT Natural auf den mesialen und distalen Anteilen komplettiert. An den Eckzähnen wurde LT1 (Aqua Blue) anstelle von LT0 verwendet. Die Seitenzahnkronen sind lediglich mit Liquid-Ceramic (CERABIEN ZR FC Paste Stain, Kuraray Noritake) finalisiert worden.


Abb. 2 „Colour-Map“ für das Micro-Layering

Die geschichteten Einzelkronen beeindruckten nach der Finalisierung mit einer individuellen, altersgerechten Farbwirkung. Die monolithischen Gerüstbereiche wirkten ebenfalls sehr natürlich. Nach Überprüfung der Kronenpassung auf dem Gerüst wurden die Zahnfleischanteile mit CERABIEN ZR Tissue Porcelain individualisiert verblendet (Abb. 3 und 4). Anschließend konnten die Frontzahnkronen auf dem Gerüst verklebt werden, ohne Schraubenkanäle zu verschließen (Abb. 5 bis 7). Eine Einprobe der Deckprothese bestätigte die hervorragende Passung und den spannungsfreien Sitz auf den Implantaten (Abb. 8 und 9). Der Zahnersatz konnte im Mund verschraubt und die Zugangslöcher konnten mit Komposit verschlossen werden. Bei der Herstellung des Zahnersatzes wurde den funktionellen Parametern (Bruxismus) ein mindestens ebenso hohes Augenmerk gegeben wie den ästhetischen Belangen. Sollte eine Reparatur notwendig werden, lassen sich die monolithischen Einzelkronen im Seitenzahnbereich gleichwohl reparieren bzw. erneuern wie die Frontzahnkronen, ohne die komplette Deckprothese neu herstellen zu müssen.


Abb. 3 Die Kronen aus KATANA Zirconia YML mit Micro-Layering (Frontzahnbereich) auf dem Gerüst


Abb. 4 Das Gerüst mit individualisierten Gingivaanteilen


Abb. 5 Die Einzelkronen werden auf dem Gerüst verklebt


Abb. 6 Die fertige Deckprothese mit natürlicher, altersgerechter Optik


Abb. 7 Die Deckprothese ist für das Verschrauben im Mund (Implantate) vorbereitet


Abb. 8 und 9 Der verschraubte Zahnersatz im Mund des Patienten wirkt natürlich und ästhetisch. Seine funktionellen Probleme sind berücksichtigt worden.


Zusammenfassung

Dieser Patientenfall steht beispielhaft dafür, wie wichtig es ist, spezifische Faktoren (z. B. Patientenalter, ästhetischer Anspruch und finanzielle Möglichkeiten) bei der Herstellung des Zahnersatzes zu berücksichtigen. Dank der großen Vielfalt an Verfahrenswegen und Restaurationsmaterialien mit unterschiedlichen mechanischen sowie optischen Eigenschaften ist es möglich, für nahezu jeden Patienten die passende Zahnersatzlösung herzustellen. Hierfür ist es jedoch wichtig, über neue Produkte und innovative Techniken informiert zu sein. So können im vereinfachten, effizienten Verfahren (z. B. Micro-Layering) schöne und langlebige Restaurationen geschaffen werden.