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BOND Magazin

BOND Magazin, 9. Ausgabe

Einen Blick in die Zukunft der Zahnmedizin

Unser BOND Magazin 9 ist verfügbar! Auf einen Blick steht diese Ausgabe symbolisch für unser Engagement bzw. die kontinuierliche Innovation und Verbesserung in der Zahnmedizin. Viele der Artikel konzentrieren sich auf neue oder aktualisierte Produkte aus dem Hause Kuraray Noritake und demonstrieren die wissenschaftlich fundierte Argumentation, die ihre Entwicklung geleitet hat.

Ein Paradebeispiel für diesen Ansatz ist das neue Befestigungssystem PANAVIA™ Veneer LC. Durch die Kombination bewährter Komponenten unseres allseits beliebten und zuverlässigen PANAVIA™ V5-Systems mit neuer Füllstofftechnologie verfügt diese Speziallösung über hervorragende klinische und ästhetische Eigenschaften.

In einem aufschlussreichen Artikel darüber, wie adhäsive Befestigungssysteme im Zeitalter der digitalen Zahnheilkunde funktionieren können, erklärt Dr. Tomohiro Takagaki die wachsende Nachfrage nach einem Material, das einfach zu verwenden ist und den Standards der modernen Zahnheilkunde entspricht (PANAVIA™ SA Cement Universal).

Dr. Clarence Tam zeigt in einem klinischen Fallbericht die Anwendung von CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal zur Herstellung natürlich wirkender Seitenzahnrestaurationen. Zudem verdeutlicht ein Interview mit Dr. Adham Elsayed die Vorteile dieses Komposits im zahnärztlichen Alltag. Eine lebhafte Diskussion mit Dr. Karim Nasr wirft ein neues Licht auf die Vorteile, die der mehrschichtige KATANA™ Zirconia-Block für die Chairside-Zahnmedizin bringen kann. Und nicht zuletzt gibt Donald Jetter einen aufschlussreichen Überblick zu dem Einfluss, den das bewährte MDP-Monomer fast vier Jahrzehnte nach seiner Dentalmarkt-Einführung noch immer auf die Produktlinien CLEARFIL™ und PANAVIA™ von Kuraray hat.

Hier klicken. Viel Spaß beim Lesen!

Zur Ausgabe 9 | 08/2022

 

 

Weitere Versionen:

 

BOND | VOLUME 8 | 12/2021

BOND | SPECIAL EDITION | 06/2021

BOND | VOLUME 7 | 10/2020

BOND | VOLUME 6 | 03/2020

BOND | VOLUME 5 | 05/2019

BOND | VOLUME 4 | 06/2018

BOND | VOLUME 3 | 10/2017

BOND | VOLUME 2 | 04/2017

BOND | VOLUME 1 | 12/2016

 

IN.DIRECT SYMPOSIUM für die ästhetische Zahnmedizin und Zahntechnik

IN.DIRECT SYMPOSIUM für die ästhetische Zahnmedizin und Zahntechnik

Minimalinvasive Restaurationen, ästhetische hochwertige Werkstoffe, patientenorientierte Vorgehensweisen: Dies sind wichtige Grundlagen für eine erfolgreiche restaurative Zahnmedizin. Elf renommierte Zahnmediziner/innen, Zahntechniker/innen und Wissenschaftler/innen aus ganz Europa teilten ihre eigenen Erfolgsstrategien während des „IN.DIRECT SYMPOSIUM on Aesthetic Dental Collaboration“ von Kuraray Noritake. Die Veranstaltung fand am 5. November 2022 in den Kristallwelten Swarovski in Wattens bei Innsbruck (Österreich) statt.

 

Kazumitsu Nakatsuka, Leiter des Geschäftsbereichs Medizin bei der Kuraray Europe GmbH, hieß die 132 Teilnehmer vor Ort und mehr als 1.500 Online-Teilnehmer herzlich willkommen. Er stellte die beiden Vorsitzenden der Veranstaltung vor, Prof. Nicola Scotti von der Universität Turin (Italien) und Prof. Dr. Mathias Kern von der Universität Kiel (Deutschland). Die beiden Spezialisten führten durch ein Programm mit acht Vorträgen, die sich auf verschiedene Aspekte der restaurativen Zahnmedizin konzentrierten.


Die Referierenden auf dem IN.DIRECT Symposium: MDT Daniele Rondoni, Prof. Lorenzo Breschi, MDT Nondas Vlachopoulos, Dr. Claudia Scholz, Dr. Andrea Schädler, Prof. Nicola Scotti, Prof. Dr. Mathias Kern, Dr. Davide Cortellini, DT Laura Canale and MUDr. Josef Kunkela, Ph.D. Missing: Prof. Dr. Benedikt Spies.

Beachten Sie eine substanzschonende Präparation bei vollflächigen Kronen

Wann immer ein Patient Vollkronen benötigt, sollte der Zahnarzt auf eine möglichst substanzschonende Präparation achten. Dies war die Kernbotschaft von Dr. Davide Cortellini aus Riccione (Italien), der seinen Vortrag zusammen mit DT Laura Canale aus Rimini hielt. Laut den Referierenden ermöglicht ein dünn auslaufender Rand eine bessere Erhaltung gesunder Zahnstrukturen, sorgt für Stabilität und Ästhetik der Gingiva und kann mühelos vom Intraoralscanner erfasst werden. Die Technik ist insofern anspruchsvoll, als das Restaurationsmaterial im Rand erheblich ausgedünnt werden muss. Mit dieser geringen Wandstärke, der hohen Kantenstabilität und den überlegenen mechanischen Eigenschaften scheint monolithisches Zirkonoxid das am besten geeignete Material für diesen Ansatz zu sein.


DT. Laura Canale and Dr. Davide Cortellini

Bieten Sie Klebebrücken als Alternative zu Implantaten an

Fehlt im Frontzahnbereich ein einzelner Zahn, können Single-Retainer-Brücken (Klebebrücken) aus 3Y-TZP-Zirkonoxid eine bevorzugte Option sein. Prof. Dr. Mathias Kern betonte während seines Vortrags, dass diese die einzige sofortige Behandlungsoption für junge Patienten mit unvollständiger dentoalveolärer Entwicklung seien, in enge zahnlose Räume (< 7 mm) passen und auch in Situationen mit abgewinkelten Wurzeln oder unzureichender Knochenmenge möglich sind. Darüber hinaus haben Klebebrücken den gleichen positiven Einfluss auf die Lebensqualität des Patienten wie Implantate. Klinisch nachgewiesen sind die nach 15 Jahren hohen Überlebensraten von 95,4 Prozent [1]. Selbst im Eckzahn- und Molarenbereich bieten Klebebrücken auf Zirkonoxid-Basis vielversprechende Ergebnisse. Schlüssel zum Erfolg sind ein sorgfältiges adhäsives Befestigungsverfahren entsprechend bewährten Protokollen und die Verwendung eines MDP-haltigen Befestigungsmaterials (z. B. PANAVIA™ V5).
 

Bevorzugen Sie monolithische Restaurationen auf Implantaten

Auf Implantaten scheinen monolithische Restaurationen überlegen. Der Grund wurde von Prof. Dr. Benedikt Spies von der Universität Freiburg (Deutschland) ausgeführt. Technische Komplikationen treten seltener auf. Lithiumdisilikat ist die bewährte Lösung für einzelne Einheiten, während Zirkonoxid (mit höherer Festigkeit) zu vielversprechenden Ergebnissen bei mehrgliedrigen Restaurationen führt. Eine der vorteilhaften Eigenschaften von Zirkonoxid ist die Tatsache, dass eine perfekt polierte Oberfläche auch bei langer Tragezeit glatt bleibt, was ein Indikator für antagonistenfreundliches Verhalten ist.

Schonen Sie Zahnhartsubstanz mit einem Zero-Micro-Cut-Back

Mit guten ästhetischen Eigenschaften ermöglicht Zirkonoxid, die Wandstärke von Restaurationen für minimalinvasive Behandlungen zu reduzieren. Prof. Nicola Scotti und MDT Daniele Rondoni aus Savona (Italien) stellten ein Vorgehen dar, bei dem Zirkonoxid mit schmelzähnlichen optischen Eigenschaften überzeugt. Die Entscheidung für ein rein monolithisches Design und eine Individualisierung mit „flüssiger Keramik“ (CERABIEN™ ZR FC Paste Stain) oder Dünnschichtverblendung nach Micro-Cut-Back wird hauptsächlich von der Ästhetik getroffen. Daniele Rondoni geht hierbei patientenspezifisch vor. Bei jungen Patienten wird etwas mehr mit Keramik verblendet als bei älteren Patienten. In jedem Fall sollte jedoch die okklusale Fläche in Zirkonoxid gestaltet und gut poliert sein.


MDT Daniele Rondoni, Prof. Nicola Scotti and Prof. Dr. Manfred Kern während der Diskussion


Öffnen Sie die Tür für eine unglaubliche Ästhetik mit Feldspatkeramik

Die Verwendung synthetischer Feldspatkeramik (CERABIEN™ ZR) – entweder ausschließlich für die Keramikschichtung auf feuerfesten Stümpfen oder auf einem Zirkonoxidgerüst – ermöglicht eine präzise Nachahmung natürlicher Zähne mit all ihren individuellen Eigenschaften. Tipps, wie das volle Potenzial von ästhetischem Zirkonoxid und Verblendkeramiken ausgeschöpft werden kann, gab MDT Nondas Vlachopoulos aus Athen (Griechenland). Er zeigte mehrere klinische Fallbeispiele und erklärte seine Philosophie und seinen Ansatz. Von minimal- bis nichtinvasiv – er legt den Schwerpunkt auf die Beachtung biologischer Strukturen. Insbesondere mithilfe der Internal-Stain-Technik ist er in der Lage, praktisch jeden charakteristischen optischen Effekt – von Schmelzrissen bis hin zu weißen Kalkflecken – je nach Wunsch des Patienten zu reproduzieren.


MDT Nondas Vlachopoulos


Halten Sie sich an empfohlene Protokolle für die adhäsive Befestigung

Das Erreichen einer starken und dauerhaften Haftung indirekter Restaurationen am Zahn ist einfach, betonte Prof. Lorenzo Breschi von der Universität Bologna (Italien). Er empfahl die Verwendung von universellem Befestigungskomposit (z. B. PANAVIA™ SA Cement Universal) im selbstadhäsiven Verfahren für Kronen mit retentiven Eigenschaften aus nicht ätzbaren Materialien. Reicht die Retention nicht aus und ist viel Dentin freigelegt, sollte zusätzlich ein Adhäsivsystem genutzt werden; vorzugsweise nach selektivem Ätzen des Zahnschmelzes. Da PANAVIA™ SA Cement Universal das Silan (das LCSi-Monomer) und das MDP-Monomer enthält, ist selbst bei Keramik keine separate Vorbehandlung erforderlich. Die Konditionierung von Klebeflächen der Restauration ist jedoch unbedingt notwendig. Die Methode hängt davon ab, ob das Restaurationsmaterial ätzbar ist oder nicht. In Fällen mit einem subgingivalen Präparationsrand (schwierige Isolierung) schlug der Referent ein selektives Adhäsivverfahren vor, bei dem das Adhäsiv überall – außer im Bereich der Gingiva – aufgetragen wird, um genau dort, wo erforderlich, die notwendige Haftkraft zu erzielen.
 

Lösen Sie komplexe Restaurationen Schritt für Schritt

Nur ein Termin in der Zahnarztpraxis! Dieser Vorteil ist für viele Patienten ein Hauptgrund, um sich für eine Chairside-Behandlung zu entscheiden. Tatsächlich können verschiedene klinische Situationen direkt am Stuhl gelöst werden, und in vielen von ihnen ist Zirkonoxid das Material der Wahl. Dr. Claudia Scholz und Dr. Andrea Schädler aus Kiel (Deutschland) bevorzugen die Verwendung des KATANA™ Zirconia Blocks und lösen auf diesem Weg sogar komplexe Fälle, z. B. Full-Mouth-Restaurationen in einzelnen Einheiten. Sie gaben in ihrem Vortrag viele Tricks, um beispielsweise Brücken auf Implantaten zu realisieren, indem die Abutments zuerst gefräst und platziert, dann wie natürliche Pfeiler scannt werden und danach die Brücke herstellt wird. Ihre Erfahrung zeigt, dass die Chairside-Zahnmedizin auch an Grenzen stoßen kann, z. B. wenn die ästhetischen Anforderungen besonders hoch sind, die Einschubrichtung von Implantaten das Vorgehen erschwert oder der Umfang einer Restauration größer ist als der größte verfügbare Block.


Dr. Andrea Schädler and Dr. Claudia Scholz
 

Wählen Sie den Restaurationswerkstoff sorgfältig aus

Die Genauigkeit von gefrästen CAD/CAM-Restaurationen hängt stark von der Materialwahl ab. Dr. Josef Kunkela, Ph.D. aus Jindřichův Hradec (Tschechien) zeigte anhand seiner Forschungsergebnisse: Innere Passform, marginale Stabilität (besonders wichtig bei komplexen, langspannigen Rekonstruktionen) und Oberflächenqualität von Restaurationen variieren nicht nur zwischen den, sondern auch innerhalb der verschiedenen Materialklassen. Unter allen getesteten Materialien schnitten verschiedene Arten von KATANA™ Zirconia in Bezug auf die Größe des Zementspalts sowie die Rand- und Oberflächenqualität am besten ab. Die Unterschiede zwischen verschiedenen Zirkonoxiden können auf Variationen in der Materialzusammensetzung und der Rohlingsproduktion zurückgeführt werden. Jeder, der Genauigkeit und Qualität von Restaurationen schätzt, sollte sich dieser Faktoren bewusst sein und sorgfältig die restaurativen Materialien auswählen, um den Weg für optimale Ergebnisse zu ebnen.


Dr. Josef Kunkela, Ph.D.

Moderne Ansätze zur ästhetischen Zahnmedizin

CAD/CAM-Zahnmedizin, innovative restaurative Werkstoffe und Adhäsivverfahren haben den Weg für hochästhetische, minimalinvasive Behandlungsansätze geebnet. Während des IN.DIRECT Symposiums wurde klar, dass es viele verschiedene erfolgreiche Strategien gibt und dass es die Aufgabe des prothetischen Arbeitsteams ist, die geeignete Option basierend auf der klinischen Situation und den spezifischen Bedürfnissen des Patienten auszuwählen. Am Ende sind Patientenzufriedenheit und Lebensqualität die Hauptindikatoren für eine erfolgreiche restaurative Therapie.
 
Die Vorträge werden in Kürze auf Anfrage auf unserer Website im Newsroom-Bereich verfügbar sein. Halten Sie Ausschau nach den Ankündigungen in den sozialen Medien. Demnächst ...
 

Referenzen

1. Kern M. Fünfzehnjähriges Überleben von vorderen vollkeramischen freitragenden harzgebundenen festen Zahnprothesen. J Dent. 2017 Jan;56:133-135.

MDP-Monomer

Meilenstein der adhäsiven Zahnmedizin

MDP-Monomer – eine Erfolgsgeschichte, die in Japan begann

MDP-Monomer gilt als der Booster für die adhäsive Befestigung. Entwickelt von Kuraray Noritake ist MDP heute in einer Vielzahl adhäsiver Befestigungssysteme integriert. Die Erfolgsgeschichte begann in Japan. Dort wurde mit dem Original-MDP-Monomer die Basis für die moderne Adhäsivtechnik gelegt.

„Wie gelingt es, ein ästhetisches Komposit an Zahnschmelz, aber auch an Dentin anhaften zu lassen?“ Vor dieser Frage stand in den 1980er Jahren ein Forscherteam von Kuraray. Es gab damals Total-Etch-Systeme, jedoch mit Systemschwächen, z. B. viele Einzelschritte, sehr fehleranfällig, große Lernkurve. Es galt, einen neuen Ansatz zu finden, und zwar abseits der Glasionomerchemie. In dieser Materialklasse waren zwar Haftsysteme verfügbar, die jedoch nicht die hohe Ästhetik eines Komposits besaßen. Das war der Antrieb, sich mit einem neuen Haftmolekül auseinanderzusetzen. Die Herausforderung lag darin, mit dem neuen „Ein-Schritt-Monomer“ eine Balance zu finden zwischen dem pH-Wert, der zum Ätzen von Schmelz benötigt wurde, und dem pH-Wert, der dem Dentin nicht schadet. Das Kuraray-Forschungsteam fand heraus, dass sich ein 10-MDP-Monomer mit einem pH-Wert von zirka 2 besonders gut eignet. Der Erfolg bestätigt diese Erkenntnis. Heute beeindrucken die 10-MDP-haltigen Produkte von Kuraray Noritake mit überzeugenden Langzeitergebnissen.

Hohe Reinheit

Das von Kuraray entwickelte und 1981 patentierte MDP-Monomer ist bis heute das führende funktionale Monomer. Untersuchungen haben wiederholt gezeigt, dass sich mit Produkten auf Basis dieses Monomers stabile Verbindungen mit Zahnschmelz, Nichtedelmetallen oder Zirkonoxid herstellen lassen. Schwer zu sagen, wo die adhäsive Zahnmedizin ohne das MDP-Monomer heute stünde. Eines der Geheimnisse hinter dem Erfolg des MDP-Monomers von Kuraray Noritake ist die Qualität. Nach Auslaufen des Patents synthetisieren auch andere Hersteller ihr eigenes MDP. Jedoch ergab eine Studie [1], dass bei drei untersuchten MDP-Haftmonomeren Unterschiede im Reinheitsgrad festzustellen waren. Diese wirken sich auf die Intensität der Nanoschichtung und die daraus resultierende Haftfestigkeit aus. Wenig überraschend: Beim hochreinen Original-MDP von Kuraray Noritake wurde die höchste Verbindungsfestigkeit gemessen.

Viele Anwendungsmöglichkeiten

Das Original-MDP ist u. a. Bestandteil der erfolgreichen PANAVIA-Familie (Kuraray Noritake). Für alle adhäsiven PANAVIA-Befestigungskomposite – einschließlich PANAVIA V5 und PANAVIA SA Cement Universal – wird das Original-MDP-Monomer eingesetzt. Zudem ist MDP Grundlage für eine Reihe von Produkten im CLEARFIL-Bondingsortiment (Kuraray Noritake), z. B. für den Goldstandard CLEARFIL SE BOND. Letztlich lässt die Erfahrung von mehr als 40 Jahren nur eine Schlussfolgerung zu: Das Original-MDP-Monomer von Kuraray Noritake hat die adhäsive Zahnmedizin zum Besseren verändert und optimiert.

[1] Yoshihara K. et al. Functional monomer impurity affects adhesive performance. Dent Mater. 2015 Dec;31(12):1493–1501.

 

Niigata

Wo kommen unsere Produkte eigentlich her?

PANAVIA™ V5 oder KATANA ™ Zirconia schnell über ein Depot bestellen, am nächsten Tag ist es bei Ihnen in der Praxis. Aber wo kommt die Packung PANAVIA™ eigentlich her? Seinen Anfang nimmt alles in Japan, genauer gesagt in Niigata.

Niigata ist eine Großstadt und der Verwaltungssitz der gleichnamigen Präfektur Niigata auf Honshu, der Hauptinsel von Japan. Niigata liegt an der Mündung des Shinano-Flusses und ist eine der größten Hafenstädte an der Küste zum Japanischen Meer. Hier werden alle Dentalmaterialien hergestellt und zur Ausfuhr in die ganze Welt vorbereitet.

Von Niigata geht die Reise per Flugzeug nach Europa, genauer gesagt nach Holland, nach ljmuiden in der Nähe von Amsterdam. Hier befindet sich das europäische Lager und die Produkte werden von hier in alle europäischen Länder versendet. Wenn die Produkte bei Ihnen in der Zahnarztpraxis oder im Dentallabor eintreffen, haben sie bereits einen weiten Weg hinter sich. Während ihrer gesamten Reise werden sie mit höchster Sorgfalt gelagert. Da die Herstellung der Dentalprodukte für weltweit alle Kuraray-Niederlassungen in Japan erfolgt, können wir weltweit höchste, gleichbleibende Qualität garantieren!

Ein echter Veneer-Spezialist

PANAVIA™ Veneer LC als großartige Lösung für anspruchsvolle Aufgaben

Was macht eine Veneer-Versorgung erfolgreich? Zusätzlich zum Restaurationswerkstoff, dem klinischen Können und der hohen zahntechnischen Expertise spielt das Befestigungsmaterial eine wichtige Rolle. Das adhäsive Befestigen von Veneers ist anspruchsvoll. Einerseits sind die ästhetischen Erwartungen der Patienten außerordentlich hoch. Andererseits kann das Handling der filigranen Restaurationen schwierig sein. Um alle Anforderungen zu erfüllen und ein langzeitstabiles Resultat zu erzielen, bedarf es u. a. eines ästhetischen, einfach zu handhabenden und leistungsstarken Befestigungssystems. Kuraray Noritake – Spezialist in Sachen adhäsiver Haftverbund und Vollkeramik – hat speziell für diese Anwendung das lichthärtende Befestigungskomposit PANAVIA™ Veneer LC entwickelt. Konzipiert für die adhäsive Befestigung hochästhetischer Veneer-Restaurationen ermöglicht das Material ein vereinfachtes Handling bei einer zugleich erhöhten Ästhetik und Sicherheit. Und so ergänzt PANAVIA™ Veneer LC die PANAVIA-Family um einen echten „Newcomer“.

PANAVIA™ Veneer LC unterstützt in vielerlei Hinsicht hochästhetische Ergebnisse. In vier verschiedenen Farben erhältlich, können die individuellen Farbanforderungen berücksichtigt und das Ergebnis im Vorfeld simuliert werden. Die hohe Fließfähigkeit des Materials und die geringe Schichtstärke erleichtern das Einsetzen der Veneers und sorgen für nicht sichtbare Restaurationsränder. Weitere wichtige Eigenschaften von PANAVIA™ Veneer LC sind langfristige hervorragende Farbstabilität, sichere Lichthärtung, Polierbarkeit und Glanzbeständigkeit.

Veneer-Versorgung der Zähne 12 und 22 von Yohei Sato und Keisuke Ihara (beide Japan). Das Einsetzen erfolgt mit PANAVIA™ Veneer LC.

"One strong family":

Weitere Informationen über PANAVIA™ Veneer LC und die gesamte PANAVIA™-Familie für die dauerhaft stabile Befestigung sind online unter www.kuraraynoritake.eu/de verfügbar.

 

Den vollständigen Fallbericht können Sie sich hier als Whitepaper herunterladen.

90 Jahre – Und nach wie vor Up To Date

Mit rund 9.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 4,1 Mrd. Euro ist die Kuraray Co., Ltd. ein weltweit führender Hersteller von Spezialchemikalien für viele Bereiche des täglichen Lebens. Zusätzlich zu den innovativen Produkten für die Dentalbranche reicht die Produktpalette von Kunststoffen über Feinchemikalien und Kunstleder bis zu Industriefasern und Folien für Verbundsicherheitsglas. Lesen Sie hier etwas über die interessante Firmengeschichte.

Kuraray wurde im Juni 1926 in Kurashiki von Magosaburo Ohara gegründet und stellte die Inlandsproduktion von Rayon, einer chemischen Faser (Kunstseide), als innovatives Produkt in den Fokus. Der Standort Kurashiki und die Herstellung von Rayon bestimmten den Namen - KURARAY. Der Produktionszweig entwickelte sich schnell und wuchs zu einem weltweiten Unternehmen an. In dieser Zeit etablierten sich auch weitere große Hersteller. Während die anderen sich Fachkräfte von außerhalb holten, rief Kuraray das ,,Kyoko Research Laboratory" ins Leben. Im Mittelpunkt standen die Expertise und die Unterstützung zur Entwicklung erforderlicher Technologien unter der Leitung der Universität Kyoto.


Kuraray-Gründer: Magosaburo Ohara


CLEARFIL Liner Bond F

Kulturelle, soziale und nachhaltige Projekte

Ohara setzte sich für kulturelle und soziale Projekte ein. Die Errichtung eines Kunstmuseums und die Finanzierung eines Waisenhauses zählten zu seinen Projekten in Kurashiki. Das Ohara-Kunstmuseum war das erste private westliche Museum in Japan.

Die zu der damaligen Zeit üblichen inakzeptablen Arbeits- und Unterbringungszustände der Arbeitnehmer wollte Ohara nicht akzeptieren. Ohara war kein profitorientierter Unternehmer, er stellte sich den sozialen Fragen seiner Arbeitnehmer und versuchte diese zu lösen. Menschenwürdige Schlafräume, Fitnesseinrichtungen und Kindergärten wurden errichtet, um jungen Arbeitnehmern oder Familien, die ihre Heimat für die Arbeit bei Kuraray verlassen hatten, Voraussetzungen für Bildung und ein gesundes kulturelles Leben zu ermöglichen. Eines der größten allgemeinen Krankenhäuser im westlichen Japan, das Kurashiki Central Hospital, war ursprünglich von Kuraray für das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter und deren Familien gegründet worden. Mittlerweile zählt es zu den bekanntesten Krankenhäusern in Japan.

Immer bestrebt, einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten, widmete sich Kuraray sehr früh schon dem Umweltschutz. Dem Visionär Ohara war das Thema Umweltverschmutzung bewusst und er unternahm viele Anstrengungen, diese zu verhindern. Aber auch international sah Kuraray seine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber. Nach dem Krieg wurde eine Produktionsstätte in China eröffnet, um die Lebensumstände der durch den Krieg gebeutelten chinesischen Bevölkerung zu verbessern.

Durch die Herstellung von Kuralon 1950, welches aus Produkten der eigenen Produktion PVA und Vinyl Acetat entwickelt wurde, wuchs Kuraray zu dem Spezialchemie-Unternehmen, das es heute ist.

Eintritt in die dentale Welt

Mit dem Eintritt in die Dentalindustrie und der Erfindung von Phenyl-P, des ersten Adhäsivmonomers der Zahnmedizin, nahm die Erfolgsgeschichte von Kuraray im Dentalmarkt ihren Lauf. Das daraus entstandene Original-MDP-Monomer beeinflusste die Zahnmedizin weltweit grundlegend. Eine Erfolgsgeschichte, erfunden in Japan! 1978 führte Kuraray das erste dentale Adhäsiv CLEARFIL™ LINER BOND F ein. Diese dentale Innovation führte weltweit zu Aufsehen.

Nachdem Kuraray das erste Adhäsivmonomer in der Geschichte der Zahnmedizin synthetisiert hatte, wurde dessen molekulare Struktur 1981 systematisch verbessert, sodass ein Molekül mit größerer Haftwirkung zur Zahnhartsubstanz und darüber hinaus einer hohen Affinität für Metalloberflächen entstand. Ergebnis der Entwicklungsarbeit war das MDP-Monomer (10-Methacryloyloxydecylhydrogenphosphat), das aufgrund seiner besonderen Struktur und Eigenschaften überzeugte.

Mit dem Original-MDP-Monomer gelang es Kuraray als weltweit erstem Hersteller, die Haftkraft zu Hydroxylapatit (HAp) grundlegend zu verbessern. Folgerichtig revolutionierte 1983 das erste adhäsive Befestigungskomposit PANAVIA™ EX basierend auf dem Original­MDP die Dentalwelt. Damit begann die Erfolgsgeschichte der Marke PANAVIA™, dem Synonym für zuverlässige und höchste Haftkraft.

Neben der Fähigkeit, sich mit Hydroxylapatit zu verbinden, zeichnet sich das Original-MDP durch eine starke Haftung an Metall und Zirkonoxid aus. Die Ursache? Ein seit über Jahren fast unerreichter Reinheitsgrad.

Erfolgreiche Fusion

Im April 2012 vereinten Kuraray Medical lnc. und Noritake Dental Supply Co., Ltd. ihre Kräfte und wurden Kuraray Noritake Dental Inc. Mit dem Zusammenschluss dieser zwei internationalen Unternehmen war das Ziel von Kuraray Noritake erreicht, Synergien in den Bereichen Entwicklung, Produktion und Vertrieb auszubauen.

Seit mehr als 40 Jahren entwickeln wir bei Kuraray Produkte, geleitet durch das Streben nach japanischer Perfektion. Besonders die Ästhetik, die Zuverlässigkeit und der Erhalt des natürlichen Zahnes werden in der Entwicklung unserer Produkte verfolgt. Produkte wie der Caries Detector, PANAVIA™ oder der Goldstandard CLEARFIL™ SE Bond vereinen hohe Qualität mit hoher Ästhetik. Auch mit innovativen Produkten für die Zahntechnik – wie mit der KATANA™ Zirconia Multi Layered-Serie oder den CZR und EX-3-Verblendkeramiken – setzen wir immer wieder Akzente.

Heute ist Kuraray ein weltweit führender Hersteller von Spezialchemikalien in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Und bis heute steht der Mitarbeiter bei Kuraray im Mittelpunkt!

Unsere DNA als zentraler Erfolgsfaktor in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

– Zum 10-jährigen Bestehen von Kuraray Noritake –

Kiyoyuki Arikawa

Kiyoyuki Arikawa begann nach dem Abschluss an der Kyushu-Universität seine Tätigkeit bei Kuraray. Seither ist er im Bereich der Dentalmaterialien tätig und feiert dieses Jahr sein 38-jähriges Dienstjubiläum. Zunächst leitete er von der Zentrale aus die Planung und Entwicklung von Produkten und hat für drei Produkte, darunter CLEARFIL™ SE Bond, den Merit Award von Kuraray erhalten. Zudem führte er seit 2006 das Geschäft mit Dentalmaterialien als General Manager der Tochtergesellschaften in Europa und den Vereinigten Staaten. Danach kehrte er nach Japan zurück und fungierte von 2014 bis 2020 als Präsident von Kuraray Noritake Dental. Derzeit hat er die Präsidentschaft an seinen Junior übertragen und ist als CTO tätig. 

In den frühen 1980er Jahren, kurz nachdem Kuraray in den Markt für Dentalmaterialien eingetreten war, machte Noboru Makino, der damalige Direktor des Mitsubishi Research Institute (eine bedeutende Denkfabrik in Japan), eine sensationelle Ankündigung. Er sagte: „Die Zahnersatzindustrie wird mit dem Aufkommen einer alternden Gesellschaft die Automobilindustrie überholen.“ Viele Unternehmen, darunter führende Unternehmen der chemischen Industrie, die mehr oder weniger mit Zahnmaterialien zu tun hatten, wurden aufmerksam und stiegen nach und nach in den japanischen Markt für Zahnersatzmaterialien ein.

 

Nun, da 40 Jahre vergangen sind, seit Herr Makino dieses florierende Geschäft mit Dentalmaterialien vorausgesagt hat, stellten wir fest, dass sich die Wahrnehmung von Zahnersatz durch die Patienten und die Struktur des Marktes für Dentalmaterialien dramatisch verändert haben. Erstens akzeptieren die Patienten mit zunehmendem Durchschnittsalter nicht mehr einfach, dass sie unweigerlich Zahnersatz brauchen werden. Sie wollen ihre eigenen natürlichen Zähne so lange wie möglich behalten. Dies führte zu einer erhöhten Nachfrage für Implantate und Restaurationskomposite. Darüber hinaus erwarten Patienten von zahnärztlichen Restaurationen eine höhere Ästhetik. Daher verlagerte sich der Schwerpunkt auf die ästhetischen Aspekte der adhäsiven Zahnheilkunde und die Entwicklung neuer Arten von Dentalmaterialien, z. B. solche, die für die Herstellung und Verklebung von Vollkeramikrestaurationen verwendet werden. Parallel dazu ist es durch die rasanten Fortschritte in der CAD/CAM-Technik möglich, „maßgeschneiderte“ vollkeramische Restaurationen auf digitalem Weg herzustellen. Es wurden neue Werkstoffklassen wie Zirkonoxid entwickelt, die sich für die Herstellung ästhetischer CAD/CAM-Restaurationen eignen.

 

Diese Abfolge von Ereignissen verdeutlicht, dass neue Technologien mit bestehenden Marktkräften verschmelzen, um neue Märkte auf der Grundlage sich verändernder Patientenbedürfnisse zu schaffen. Mit anderen Worten: Sowohl Kuraray als auch Noritake haben neue Märkte geschaffen, weil sie sich schon frühzeitig ernsthaft bemüht haben, die Probleme, die ihnen von den Anwendern genannt wurden, anzugehen und zu lösen. Nachdem Kuraray Medical mit Noritake Dental Supply fusioniert hatten, kam ich zu dem Schluss, dass eine Gemeinsamkeit die beiden Unternehmen prägte: Wir alle verstanden die Art und Weise der Verwendung sowie die Umstände, unter denen Anwender unsere Produkte einsetzten. Wir alle bemühen uns nach Kräften, etwaige Probleme der Anwender zu lösen; sowohl vor als auch nach der Vermarktung der Produkte. Mit unserer Entschlossenheit, den Anwendern zur Seite zu stehen und alle Herausforderungen schnell und vollständig zu lösen, unterscheiden wir uns von anderen Herstellern.

 

Die Verbreitung des Coronavirus als weltweite Pandemie hat die Wertvorstellungen der Patienten in Bezug auf die zahnärztliche Behandlung erneut verändert. In den USA stieg die Nachfrage nach Chairside-Zirkonoxid-Blöcken, um so die Anzahl der Behandlungstermine zu reduzieren. Zudem gab es eine Verschiebung hin zu teureren Behandlungsoptionen, wie auch während des Lehman-Schocks zu beobachten. Daher könnte sich die „Same-Day-Behandlung“ in Zukunft zu einem wichtigen Trend der zahnärztlichen Behandlung entwickeln. Darüber hinaus gibt es viele weitere Anzeichen für sich ändernde Patientenbedürfnisse, wie z. B. die weit verbreitete Nutzung von „Fernbehandlungen“ (Telemedizin) und die Zunahme des ethischen Konsums zur Unterstützung der Nachhaltigkeit.

 

Damit wir bei Kuraray Noritake auch weiterhin Fortschritte machen und noch in 20 oder 30 Jahren wachsen können, müssen wir die Bedürfnisse der Benutzer richtig und rechtzeitig erkennen und an den gemeinsamen Werten von Kuraray und Noritake festhalten, die in der Aussage zum Ausdruck kommen: „Wir sind entschlossen, die Bedürfnisse der Benutzer zu erfüllen.“ Das heißt, wir müssen unsere „DNA“ in den langjährigen Werten des Unternehmens verwurzeln und unseren stetigen Enthusiasmus für die Entwicklung neuer Märkte beibehalten. Ich denke, dass diese 'Gene' für unser künftiges Wachstum unverzichtbar sein werden.

Kleben oder zementieren? Die PANAVIA™-Family gibt die Antwort

„Wie kann die Zirkonoxidkrone im Mund befestigt werden?“ Diese Frage begegnet auch dem Dentallabor häufig. Wir haben grundlegende Fakten zusammengetragen. Erfahren Sie hier, warum sich mit der PANAVIA™-Familie die Frage „Kleben oder zementieren“ erübrigt.

Die Befestigung von Restaurationen lässt sich grundsätzlich unterteilen in das traditionelle Zementieren und in das adhäsive Verkleben.

Zementieren:

Das Zementieren einer Restauration erfolgt mit konventionellen Zementen (wie Zinkphosphat- oder Glasionomerzement) und basiert auf einer mechanischen Verankerung. Es entsteht ein formschlüssiger Verbund zwischen Restauration und Zahn. Daher spielen Passgenauigkeit, Konvergenzwinkel und Stumpfhöhe eine entscheidende Rolle. Das Zementieren von Restaurationen bedarf einer hervorragenden Passgenauigkeit der Restauration. Da die Haftung in Form einer Verkittung stattfindet, sollte die Gerüstoberfläche mechanische Retentionen vorweisen. Zementieren ist kostengünstig. Aber: Zemente sind opak. Es ist zu bedenken, dass die Ästhetik von vollkeramischen Restaurationen durch traditionelles Zementieren negativ beeinflusst werden kann.

Adhäsive Befestigung (Kleben):

Die adhäsive Befestigung erfolgt mit einem Befestigungskomposit (PANAVIA™-Familie), welches polymerisiert und eine chemisch/physikalische Verbindung zwischen Restauration und Zahnhartsubstanz auslöst. Es wird ein kraftschlüssiger Verbund erzeugt. Die adhäsive Befestigung ist ein zeitgemäßes Verfahren, welches einerseits die Ästhetik der Restauration unterstützt und andererseits eine minimalinvasive Präparation des Zahnes ermöglicht.

Argumente für die adhäsive Befestigung

Bei der adhäsiven Befestigung wird durch das Verkleben die Restauration und die Restzahnhartsubstanz stabilisiert. Es sind keine mechanischen Retentionen erforderlich, daher kann defektorientiert (minimalinvasiv) präpariert werden. Oberflächenbeschaffenheit der Restauration und Präparationsgeometrie spielen eine untergeordnete Rolle. Der Verbund ist kraftschlüssig. Infolgedessen ist die adhäsive Befestigung auch hinsichtlich der Passung „nachsichtiger“. Auch die mechanischen und optischen Eigenschaften verbessern sich. Adhäsive Befestigungsmaterialien (z. B. PANAVIA™ V5) bieten sehr gute ästhetische Eigenschaften. Sie werden in verschiedenen Zahnfarben angeboten und sind für die Farbgebung mitverantwortlich.

Zementieren oder kleben? Diese Frage wird u. a. vom Restaurationsmaterial beantwortet: Restaurationen aus keramischen Materialien mit einer Festigkeit unter 350 MPa (z. B. Feldspat-/Leuzitkeramik) müssen adhäsiv befestigt werden. Restaurationen mit einer Festigkeit über 350 MPa (z. B. Lithium-Disilikat, Zirkonoxid) können theoretisch auch zementiert werden, jedoch ist die Gesamtstabilität bei adhäsiver Befestigung höher. Zirkonoxidbrücken sollten adhäsiv befestigt werden.

Übrigens: MDP-Monomer gilt als der Booster für die adhäsive Befestigung. Entwickelt von Kuraray Noritake ist MDP heute in einer Vielzahl adhäsiver Befestigungssysteme integriert. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich mit Produkten auf Basis dieses Monomers stabile Verbindungen mit Zahnschmelz, Nichtedelmetallen oder Zirkonoxid herstellen lassen. Schwer zu sagen, wo die adhäsive Zahnmedizin ohne das MDP-Monomer heute stünde …

Adhäsive Befestigung von Zirkonoxid-Restaurationen

Krone, Brücke oder Veneer – Restaurationen aus Zirkonoxid (KATANA™ Zirconia) sollten nach Möglichkeit adhäsiv im Mund befestigt werden. Grundsätzlich obliegt der klinische Erfolg der Adhäsivtechnik dem dauerhaften Verbund der Restauration an der Zahnhartsubstanz. Die adhäsive Befestigung ist gegenüber dem traditionellen Zementieren etwas techniksensibler. Allerdings ist mit einem entsprechenden Befestigungskomposit (PANAVIA™-Familie) ein effizientes Vorgehen möglich. Maßgeblich für den Haftverbund sind das korrekte Handling der Materialien sowie die adäquate Vorbehandlung von Zahn und Restauration.

Hinweis: Vorbereitung der Zirkonoxid-Oberfläche
Zirkonoxid hat eine schlechte Benetzbarkeit. Daher sollte die Oberfläche nicht nur gereinigt, sondern auch modifiziert werden. Dies erfolgt durch Silikatisieren oder durch sanftes Korundstrahlen.

PANAVIA™-Familie: Material der Wahl

Kuraray Noritake bietet mit der PANAVIA™-Familie drei hochwertige Befestigungskomposite, mit denen die Bedürfnisse des klinischen Arbeitsalltags sowie auch des Dentallabors vollumfänglich erfüllt werden können.

  • „Familienoberhaupt“ ist das weltweit erfolgreiche und beliebte PANAVIA™ V5. Dieses Befestigungskomposit steht für höchste Haftfestigkeit und Ästhetik.
  • Indes ist der Allrounder dieser Familie, PANAVIA™ SA Cement Universal, für alle gedacht, die das Befestigungsverfahren so einfach wie möglich halten wollen, gleichzeitig jedoch die Vorteile von Befestigungskompositen gegenüber herkömmlichen Zementen nutzen möchten.
  • Und das „Nesthäkchen“ der PANAVIA™-Familie ist das lichthärtende System PANAVIA™ Veneer LC als Speziallösung für die Befestigung von Veneers.

 

One strong family: PANAVIA-Family erfüllt alle Erwartungen

Jedes einzelne Familienmitglied basiert auf dem langjährigen Know-how und der soliden Forschungskompetenz von Kuraray Noritake im Bereich der adhäsiven Befestigung. Das erste Produkt der Marke PANAVIA™ kam in den 1980er Jahren auf den Markt. Seither hörte Kuraray Noritake nie auf, die Produkte zu optimieren. Bestehende erfolgreiche Basics (z. B. das Original-MDP-Monomer) wurden mit neu entwickelten Technologien (z. B. LCSi-Monomer, Touch Cure) kombiniert. All dies führt zu dem aktuellen, schlanken Portfolio der einfach anzuwendenden Befestigungskomposite, die eine erstklassige Haftfestigkeit bieten und eine hohe Ästhetik unterstützen. One strong family: PANAVIA™.

Klinischer Bericht über PANAVIA™ Veneer LC

Klinischer Bericht über PANAVIA™ Veneer LC

PRÄSENTATION EINER STUDIE MIT FALLBEISPIELEN

von Dr. Yohei Sato, DMD, PhD und Dr. Keisuke Ihara, CDT.

In den vergangenen Jahren haben der Einsatz und die Weiterentwicklung digitaler Technologien in der Zahnheilkunde die Herstellung passgenauer Restaurationen aus Zirkonoxid ermöglicht, die mit zuvor verfügbaren Technologien
nur schwer realisierbar waren. Zudem ist es den Fortschritten in der adhäsiven Zahnheilkunde zu verdanken, dass Befestigungsmaterialien zur Verfügung stehen, die eine starke Haftung an zahlreichen Restaurationsmaterialien bieten. Die klinische Anwendung entsprechender Befestigungskomposite ist in der restaurativen Zahnheilkunde heute weit verbreitet.

In unserer Klinik wird die klinische Vorgehensweise bei jedem vorliegenden klinischen Fall von der Art der Restauration und dem Restaurationswerkstoff bestimmt. Zur Wahl stehen je nach fallspezifischen Anforderungen beispielsweise CAD/CAM-gefertigte Restaurationen aus Zirkonoxid, silikatbasierte keramische Restaurationen oder solche aus Lithiumdisilikat.

PANAVIA™ V5 ist ein Befestigungskomposit-System, das eine starke Haftung an unterschiedlichen Restaurationsmaterialien sowie an der Zahnhartsubstanz sicherstellt. PANAVIA™ Veneer LC, ein neues Befestigungskomposit-System von Kuraray Noritake Dental lnc., eignet sich speziell für die Befestigung von Veneers. Die beiden verwendeten Primer sind auch Teil des PANAVIA™ V5 Systems. Die Vorteile des neuen Systems für die Befestigung von Veneers werden im Folgenden anhand einiger klinischer Fallbeispiele vorgestellt.

PANAVIA™ Veneer LC

PANAVIA™ Veneer LC zur sicheren Befestigung ästhetischer Veneers

Die prothetischen Behandlungskonzepte haben sich in den vergangenen Jahrzehnten enorm weiterentwickelt. Während einst metallverblendete Kronen und Brücken überall dort eingesetzt wurden, wo ein Defekt zu groß für eine direkte Versorgung war, geht der Trend heute zu weniger invasiven Therapien mit hochästhetischen, zahnfarbenen Materialien.

Wird für den dauerhaften Verbund zahnfarbener Restaurationen ein hochwertiges Befestigungskomposit verwendet, können sehr zuverlässige Ergebnisse erzielt werden. Die Restaurationen benötigen oft nur minimale oder gar keine retentiven Elemente und haben dünne Wandstärken; die starke chemische Bindung – der adhäsive Mechanismus – sorgt für den Haftverbund. Zusätzlich zur Funktionalität des Haftverbundes sind die ästhetischen Eigenschaften des Befestigungssystems von großer Bedeutung. Insbesondere die typischerweise hochtransluzenten, dünnen Restaurationen neigen dazu, das Erscheinungsbild der darunterliegenden Strukturen bis zu einem gewissen Grad sichtbar zu machen.

Universelle Befestigungskomposite

Basierend auf dem Wunsch nach einfachen klinischen Verfahrensweisen haben mehrere Hersteller Befestigungskomposite entwickelt, die mit weniger Komponenten auskommen und die für eine Vielzahl von Indikationen geeignet sind. PANAVIA™ SA Cement Universal (Kuraray Noritake) ist ein Beispiel dafür. Das selbstadhäsive, dualhärtende Befestigungskomposit ist das einzige Produkt dieser Kategorie, das als Stand-Alone-Lösung sogar auf Glaskeramik funktioniert (ohne separaten Primer).

Der Bedarf nach Spezialisten

Und doch gibt es spezifische Situationen und Herausforderungen, die für die adhäsive Befestigung nach einer „Speziallösung“ verlangen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn mehrere Restaurationen auf einmal eingesetzt werden sollen, bei Veneers. Größter Vorteil des simultanen Einsetzens mehrerer Veneers liegt in der korrekten Positionierung auf dem Zahn und im minimierten Kontaminationsrisiko. Werden Veneers einzeln befestigt, kann bereits ein leicht fehlpositioniertes Veneer das korrekte Einsetzen aller anderen Restauration erschweren. Auch Blutungen, die ggf. beim Entfernen von überschüssigem Befestigungsmaterial oder dem Ausarbeiten des Randes auftreten, können das Arbeitsfeld kontaminieren. Werden hingegen alle Veneers gleichzeitig verklebt, ist diese Gefahr deutlich reduziert. Die Veneers werden exakt und passgenau platziert und anschließend definitiv verklebt. Überschussentfernung und Politur erfolgen erst, wenn alle Veneers eingegliedert sind und etwaige Blutungen die Integrität der Restaurationen nicht gefährden. Dieses Vorgehen erhöht die Sicherheit während des Befestigungsverfahrens. Erfüllt wird diese Aufgabe am besten von einem echten „Veneer-Spezialisten“.

PANAVIA™ Veneer LC

 

Notwendige Eigenschaften für ein Veneer-Befestigungskomposit

Zweifellos ist das Hauptmerkmal eines Befestigungskomposits für Veneers die ausreichend lange Verarbeitungszeit, die das gleichzeitige Verkleben mehrerer Restaurationen ermöglicht. Darüber hinaus sind Konsistenz des Materials und Handling wichtig. Einerseits muss die Herausforderung einer exakten Positionierung aller Veneers gemeistert werden können. Andererseits ist im klinischen Alltag ein adäquater Zeit- und Arbeitsaufwand wichtig. Letztlich soll das Befestigungssystem auch langfristig einen hervorragenden Haftverbund bieten und eine langanhaltende Ästhetik unterstützen. Diese Eigenschaften sind für jede Art eines Befestigungskomposits wertvoll, wobei Letztere jedoch besonders wichtig für dünne Restaurationen im ästhetischen Bereich ist. PANAVIA™ Veneer LC vereint all diese Eigenschaften. Das System besteht aus PANAVIA™ V5 Tooth Primer, der eine starke Bindung an Schmelz und Dentin herstellt, PANAVIA™ Veneer LC Paste als Befestigungskomposit und CLEARFIL™ CERAMIC PRIMER PLUS, das für eine hohe Haftfestigkeit an allen Arten von Restaurationsmaterialien verantwortlich ist.

Ausgewogene Arbeitszeit

Das lichthärtende Befestigungsmaterial PANAVIA™ Veneer LC erlaubt aufgrund der hervorragenden Stabilität unter Umgebungslicht eine lange Verarbeitungszeit von 200 Sekunden*. Infolgedessen können problemlos mehrere Veneers gleichzeitig eingesetzt werden. Die Polymerisation wird erst gestartet, wenn Zahnärztin oder Zahnarzt bereit ist. Der selbstätzende Primer (PANAVIA™ V5 Tooth Primer) enthält keine Photoinitiatoren und härtet somit nicht selbstständig aus. Nach dem Auftragen dringt das Material in die Zahnoberfläche und ist bereit, sich mit PANAVIA™ Veneer LC Paste zu verbinden. Die integrierte Touch-Cure-Technologie ist das Schlüsselmerkmal, das eine hohe Haftfestigkeit an der Zahnsubstanz gewährleistet, ohne die Verarbeitungszeit zu verkürzen.

Präzise Platzierung

Um das Befestigungsverfahren zu rationalisieren, wurde PANAVIA™ Veneer LC mit einer Reihe ausgewogener Eigenschaften „ausgestattet“. Neu entwickelte kugelförmige Füllstoffe sorgen dafür, dass das Material zunächst genau da verbleibt, wo es aufgetragen wird, zugleich jedoch gut verfließt, wenn das Veneer auf den Zahn adaptiert wird – für eine einfache Platzierung ohne Abdriften oder Absacken der Restauration. Während des Auftragens haftet das Material nicht an der Applikationsspitze, eine Eigenschaft, die durch Zugabe von Nanocluster-Füllertechnologie erreicht worden ist. Das spezielle Design der Applikationsspitze optimiert die Kontrolle über die aufgetragene Menge an Befestigungsmaterial. Und zu guter Letzt: Überschüssiges Komposit lässt sich nach einsekündiger Tack-Aushärtung einfach in einem Stück entfernen, während die Politur der Ränder schnell erledigt ist.

Versteckte Randbereiche

Extrem dünn, hoch transluzent und hauptsächlich im Frontzahnbereich indiziert – Veneers sollten mit einem Befestigungsmaterial eingesetzt werden, das auch im sensiblen Randbereich „unsichtbar“ ist und auf lange Sicht bleibt. PANAVIA™ Veneer LC ist in vier ästhetischen Farbtönen mit passenden Try-in-Pasten erhältlich. So kann eine präzise intraorale Farbübereinstimmung erreicht werden. Weitere Merkmale, die zu „versteckten“ Rändern beitragen, sind die Fließfähigkeit des Komposits und die geringe Filmdicke. Dies ermöglicht auf einfache Weise eine gleichmäßig verteilte dünne Schicht an Befestigungsmaterial. Für diejenigen, die befürchten, dass durch Kaffee, Tee, säurehaltige Getränke oder häufiges Zähneputzen die Randbereiche mit der Zeit auswaschen könnten, gibt es auch gute Nachrichten: PANAVIA™ Veneer LC bietet hohe Glanzbeständigkeit und langanhaltende Farbstabilität. Verantwortlich sind die ausgewogene Rezeptur des Materials und die Touch-Cure-Technologie.


Hervorragende Glanzbeständigkeit ist eine der Eigenschaften, die auch auf lange Sicht für „unsichtbare“ Randbereiche sorgt.

Vertrauen in Kompetenz

All diese Eigenschaften machen PANAVIA™ Veneer LC zu einem Befestigungskomposit, das einen Test auf jeden Fall wert ist. Weitere Argumente für den Veneer-Spezialisten sind die Tatsachen, dass das Material zur bewährten und vielfach erprobten PANAVIA™-Familie gehört und das Kuraray Noritake ausgewiesener Experte in Sachen adhäsiver Zahnmedizin ist. Das Unternehmen entwickelte das Original-MDP-Monomer im Jahr 1981 und führte 1983 das erste adhäsive Befestigungskomposit mit diesem Monomer ein. Seitdem wurden die Formulierungen immer weiter verbessert und bestehende Technologien weiterentwickelt. Dies führt letztlich zu einer Reihe von aktuellen Befestigungslösungen in der modernen Zahnmedizin.