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UNIVERSALADHÄSIVE: RATIONALISIEREN KLINISCHER ABLÄUFE

FALLDOKUMENTATION VON PD DR. JOSE IGNACIO ZORZIN

Klinische Abläufe rationalisieren: Dies ist der Hauptgrund für den Einsatz von Universalprodukten in der adhäsiven Zahnheilkunde. Sie eignen sich für ein breites Indikationsspektrum und für verschiedene Anwendungstechniken, erfüllen ihre Aufgaben mit weniger Komponenten als herkömmliche Systeme und erfordern häufig weniger Schritte in der klinischen Anwendung. Ein bekanntes Beispiel sind Universaladhäsive.

Inwiefern tragen Universaladhäsive zu einer Optimierung von Arbeitsprozessen bei?

Wenn Zähne mit Komposit-Füllungsmaterial zu restaurieren sind, tritt bei der Lichthärtung dieser Materialien eine Volumenschrumpfung auf. Durch die adhäsive Befestigung des Restaurationsmaterials an der Zahnhartsubstanz lassen sich die negativen Folgen dieser Schrumpfung – Randspaltbildung, Marginal Leakage und Randverfärbungen, Hypersensitivitäten und die Entwicklung von Sekundärkaries – vermeiden.

Die ersten auf dem Dentalmarkt verfügbaren Adhäsivsysteme waren Etch-and-Rinse-Adhäsive, die in der Regel aus drei Komponenten bestanden: einem Phosphorsäure-Äztgel, einem Primer und einem separaten Adhäsiv. Spätere Generationen kombinierten Primer und Bond in einer Flasche, hinzu kamen außerdem selbstätzende Ein- oder Zwei-Flaschen-Adhäsive. Universaladhäsive (auch als Multi-Mode-Adhäsive bezeichnet) können sowohl mit als auch ohne ein separates Phosphorsäure-Ätzgel verwendet werden.

Welche Technik zu wählen ist, hängt von der Indikation und der klinischen Situation ab. In den meisten Fällen werden die besten Ergebnisse nach einer selektiven Schmelzätzung erzielt1. Der Haftverbund an Schmelz ist in der Regel hochwertiger, wenn dieser zuvor mit Phosphorsäure behandelt wurde, während die Applikation von Phosphorsäure auf großen Dentinarealen mit dem Risiko verbunden ist, dass tiefer geätzt wird als das Adhäsiv hybridisieren kann. Ist die Kavität hingegen klein, kann es unmöglich sein, das Phosphorsäure-Ätzgel ausschließlich auf den Schmelz zu applizieren, sodass die Total-Etch-Technik am geeignetsten erscheint. Und schließlich kann sich die Anwendung von Phosphorsäure im Kontext einer Reparatur bestehender Restaurationen negativ auf die Haftfestigkeit auswirken, da diese die Bindungsstellen an bestimmten Restaurationsmaterialien blockiert. Durch die Anwendung eines Universaladhäsivs lassen sich all diese Fälle bestmöglich behandeln, da in jeder Situation die am besten geeignete Ätztechnik gewählt werden kann.


Abbildung 1: Volumenschrumpf von Komposit-Füllungsmaterialien und die klinischen Folgen.

Abgesehen von den Unterschieden hinsichtlich der Anwendung oder Nicht-Anwendung von Phosphorsäure-Ätzgel auf der Schmelz- oder der Schmelz-und-Dentin-Klebefläche ist die klinische Vorgehensweise bei Verwendung desselben Universaladhäsivs stets ähnlich. Anhand des folgenden klinischen Fallbeispiels wird demonstriert, wie CLEARFIL™ Universal Bond Quick (Kuraray Noritake Dental Inc.) im Rahmen der selektiven Schmelzätzung anzuwenden ist. Einige Details zu den zugrundeliegenden Haftmechanismen werden ebenfalls genannt.

Wie ist bei der selektiven Schmelzätzung vorzugehen?

Ein klinisches Fallbeispiel.
Dieser Patient stellte sich mit einem frakturierten seitlichen Schneidezahn vor, brachte aber erfreulicherweise das Fragment gleich mit. So wurde entschieden, das Fragment unter Einsatz eines fließfähigen Komposit-Füllungsmaterials adhäsiv am Zahn zu befestigen.

Da eine sorgfältige Trockenlegung des Arbeitsumfelds das Leben des Zahnarztes erleichtert, wurde Kofferdam in Langlochtechnik gelegt. Diese Technik funktioniert im Frontzahnbereich des Oberkiefers generell sehr gut, da das Risiko einer Kontamination mit Speichel vom Gaumen her sehr gering ist. Nach dem Anlegen des Kofferdams wurden die Klebeflächen am Zahn leicht angeraut, um frisches Dentin zum Vorschein zu bringen. Da die Oberflächen geringfügig mit Blut kontaminiert waren und vollständig saubere Oberflächen eine entscheidende Voraussetzung für eine sichere Haftung sind, wurde KATANA™ Cleaner auf die Zahnhartsubstanz appliziert, zehn Sekunden in die Oberflächen eingerieben und anschließend abgespült. Die Reinigungslösung enthält MDP-Salz mit oberflächenaktiven Eigenschaften, die alle organischen Substanzen vom Substrat entfernen. Das Fragment wurde mit Komposit an einem Kugelstopfer befestigt (anpolymerisiert) und ebenfalls mit KATANA™ Cleaner gereinigt.


Abbildung 2: Patient mit frakturiertem Zahn 21.


Abbildung 3: Detailansicht des frakturierten Zahns.


Abbildung 4: Isolation des Arbeitsumfelds mit Kofferdam.


Abbildung 5: Reinigung des Zahns …


Abbildung 6: … und des Fragments mit KATANA™ Cleaner.

Es folgte die 15-sekündige selektive Schmelzätzung am Zahn und am Fragment. Immer dann, wenn ausschließlich der Schmelz geätzt werden soll, ist es wichtig, ein Ätzgel zu wählen, das standfest ist (nicht wegfließt). Eine solche Konsistenz bietet K-ETCHANT Syringe (Kuraray Noritake Dental Inc.). Beide Oberflächen wurden nach dessen Anwendung gründlich mit Wasser gespült und leicht mit Luft getrocknet, bevor CLEARFIL™ Universal Bond Quick (Kuraray Noritake Dental Inc.) mit einer massierenden Bewegung appliziert wurde. Dieses Adhäsiv ist wirklich schnell: Studienergebnisse zeigen, dass die Haftfestigkeit direkt nach der Applikation ebenso hoch ist wie nach einem intensiven Einreiben in die Zahnhartsubstanz für 20 Sekunden2,3. Die Adhäsivschicht wurde vorsichtig mit Luft zu einem sehr dünnen Film verblasen und final lichtgehärtet – sowohl auf dem Zahn als auch auf dem Fragment.


Abbildung 7: Selektive Schmelzätzung mit Phosphorsäure-Ätzgel auf dem Zahn …


Abbildung 8: … und dem Fragment.


Abbildung 9: Applikation …


Abbildung 10: … des Universaladhäsivs.


Abbildung 11: Polymerisation der extrem dünnen Adhäsivschicht auf dem Zahn …


Abbildung 12: … und dem Fragment.

Was geschieht mit dem Dentin bei selektiver Schmelzätzung (oder auch im selbstätzenden Modus)?
Nach der Präparation oder dem Anrauen der Dentinoberfläche verbleibt eine Schmierschicht auf dieser, welche die Dentintubuli verschließt. Zudem bilden sich intratubuläre Pfropfen (Smear Plugs). Sie schützen die Pulpa und bilden eine Barriere, die dem Austritt von Liquor aus den Tubuli entgegenwirkt und verhindert, dass dieser die Haftung negativ beeinflussen kann. Bei selbstätzender Anwendung des Universaladhäsivs auf dem Dentin wird die Schmierschicht von der mild selbstätzenden Formulierung (pH-Wert > 2) infiltriert und teilweise aufgelöst. Gleichzeitig infiltriert und demineralisiert das Adhäsiv das peritubuläre Dentin. Die Säure greift das Hydroxylapatit an den Kollagenfasern an, löst Calcium und Phosphat heraus und vergrößert dadurch die Oberfläche. Dann reagiert das in der Formulierung enthaltene 10-MDP mit den positiv geladenen Calcium- (und Phosphat-)Ionen. Diese ionische Wechselwirkung ist verantwortlich für die Verbindung des Dentins mit dem Methacrylat und damit für die Bildung der Hybridschicht4,5.

Im Etch-and-Rinse-Modus ist die Phosphorsäure für die Auflösung der Schmierschicht und die Demineralisation des Hydroxylapatits verantwortlich. Dies führt dazu, dass die Kollagenfasern kollabieren. Rehydriert werden müssen sie vom Universaladhäsiv, das im folgenden Schritt appliziert wird. Wann immer die Säure tiefer in die Strukturen eindringt als das Adhäsiv, verbleiben die Kollagenfasern im kollabierten Zustand. Dies führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu klinischen Beschwerden wie postoperativen Sensitivitäten6.

Während der Anwendung des Adhäsivsystems denkt ein Praktiker sicher selten darüber nach, was an der Grenzschicht geschieht7. Jeder einzelne Anwender von Universaladhäsiven sollte sich jedoch der Tatsache bewusst sein, dass dort eine Menge passiert. Und weil dort so viel geschieht, ist es so wichtig, ein hoch leistungsfähiges Material mit ausgewogenen Eigenschaften zu verwenden und sich stets an die Anwendungsempfehlungen zu halten.

Haftmechanismus auf Dentin
(selbstätzende Anwendung oder selektive Schmelzätzung)

Schmierschicht
Peritubuläres Dentin
Intratubuläre Pfropfen (Smear Plugs


Abbildung 13: Schematische Darstellung von Dentin nach der Präparation: Die Schmierschicht auf der Oberfläche mit den Smear Plus, welche die Dentintubuli verschließen, schützen die Pulpa und wirken dem Austritt von Liquor in die Kavität entgegen.

Haftmechanismus auf Dentin
(selbstätzende Anwendung oder selektive Schmelzätzung)

Infiltration und Demineralisation des peritubulären Dentins
Universaladhäsiv
mit MDP
pH > 2


Abbildung 14: Schematische Darstellung von Dentin nach der Applikation eines 10-MDP enthaltenden Universaladhäsivs. Die mild selbstätzende Formulierung löst die Schmierschicht teilweise auf und infiltriert sie, während gleichzeitig das peritubuläre Dentin demineralisiert und infiltriert wird5.

Im vorliegenden Fall waren Zahn und Fragment nun wieder zusammenzuführen. Zu diesem Zweck wurde CLEARFIL MAJESTY™ ES-Flow (A2 Low, Kuraray Noritake Dental Inc.) auf die Zahnhartsubstanz appliziert. Das Fragment wurde dann mithilfe eines Silikonschlüssels reponiert, mit einer Pinzette in Position gehalten und lichtgehärtet. Um einen glatten Rand und eine glänzende Oberfläche zu erzielen, erfolgte lediglich die Politur der Restauration. Nach eineinhalb Jahren erschien der Patient zum Recall und die Restauration befand sich in einem einwandfreien Zustand.

Warum ist es so wichtig, sich an die produktspezifischen Anwendungsprotokolle zu halten?

Universaladhäsive enthalten viele verschiedene Technologien in nur einer Flasche. Während diese Tatsache dafür sorgt, dass Anwender ihre klinischen Vorgehensweisen rationalisieren können, erfordert sie auch besondere Aufmerksamkeit. Wie jedes hochentwickelte Material müssen auch Universaladhäsive genau so angewendet werden, wie es ihr Hersteller empfiehlt. Generell darf nur erwartet werden, dass die Materialien auf absolut sauberen Flächen gut funktionieren, während eine Kontamination mit Blut und Speichel sehr wahrscheinlich zu einer deutlichen Abnahme der Haftfestigkeit führt. Je nach Art des Universaladhäsivs ist die aktive Applikation ähnlich wichtig. Dies gilt außerdem für die korrekte Behandlung der Adhäsivschicht mit Luft und die nachfolgende Lichthärtung. Außerdem ist darauf zu achten, dass das Material im Originalzustand angewendet wird. Dies bedeutet, dass es direkt aus der Flasche appliziert werden sollte, um einer zu frühen Evaporation des Lösungsmittels oder chemischen Reaktion entgegenzuwirken. Werden diese Regeln beachtet, so bieten Universaladhäsive zahlreiche Vorteile – von rationalisierten Abläufen bis hin zu einem vereinfachten Bestellmanagement und einer erhöhten Nachhaltigkeit, da weniger Flaschen vorzuhalten sind und vor dem Verfallsdatum ablaufen könnten.


Abbildung 15: Wiederverbinden des Fragments mit dem Zahn.


Abbildung 16: Behandlungsergebnis.

 

PD Dr. José Ignacio Zorzin

PD Dr. José Ignacio Zorzin schloss sein Studium der Zahnmedizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Jahr 2009 ab. Er promovierte 2011 zum Dr. med. dent. Im Jahr 2019 folgte die Habilitation mit Erwerb der Venia Legendi in Zahnerhaltung, Parodontologie und Kinderzahnheilkunde ("Materials and Techniques in Modern Restorative Dentistry"). PD Dr. Zorzin ist seit 2009 an der Zahnklinik 1 (Zahnerhaltung und Parodontologie) des Universitätsklinikums Erlangen tätig. Er lehrt an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Bereich der operativen Zahnheilkunde und leitet dort klinische und vorklinische Kurse. Er forscht hauptsächlich in den Bereichen selbstadhäsive Befestigungskomposite, Adhäsive, Komposit-Füllungsmaterialien und Keramiken. Er veröffentlicht in internationalen Fachzeitschriften mit Peer-Review-Verfahren.

 

Literaturangaben

  1. Van Meerbeek, B.; Yoshihara, K.; Van Landuyt, K.; Yoshida, Y.; Peumans, M. From Buonocore‘s Pioneering Acid-Etch Technique to Self-Adhering Restoratives. A Status Perspective of Rapidly
    Advancing Dental Adhesive Technology. J Adhes Dent 2020, 22, 7-34.
  2. Kuno Y, Hosaka K, Nakajima M, Ikeda M, Klein Junior CA, Foxton RM, Tagami J. Incorporation of a hydrophilic amide
    monomer into a one-step self-etch adhesive to increase dentin bond strength: Effect of application time. Dent Mater J. 2019 Dec 1;38(6):892-899.
  3. Nagura Y, Tsujimoto A, Fischer NG, Baruth AG,
    Barkmeier WW, Takamizawa T, Latta MA, Miyazaki M. Effect of Reduced Universal Adhesive Application Time on Enamel Bond Fatigue and Surface Morphology. Oper Dent. 2019 Jan/Feb;44(1):42-
    53.
  4. Fehrenbach, J., C.P. Isolan, and E.A. Münchow, Is the presence of 10-MDP associated to higher bonding performance for self-etching adhesive systems? A meta-analysis of in vitro studies.
    Dental Materials, 2021. 37(10): 1463-1485.
  5. Van Meerbeek, B., et al., State of the art of self-etch adhesives. Dental Materials, 2011. 27(1): 17-28.
  6. Pashley, D.H., et al., State of the art etchand-
    rinse adhesives. Dent Mater, 2011. 27(1): 1-16.
  7. Vermelho, P.M., et al., Adhesion of multimode adhesives to enamel and dentin after one year of water storage. Clinical Oral Investigations,
    2017. 21(5): 1707-1715.

 

Mit Kuraray Noritake durch den Advent: Jeden Tag eine digitale Überraschung!

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Die Vorfreude auf Weihnachten ist einzigartig und zauberhaft. ✨ Bei Kuraray Noritake wollen wir diese besondere Zeit noch etwas spannender gestalten. Pünktlich zum 1. Dezember 2023 erwartet Sie unser exklusiver digitaler Adventskalender. 24 Tage, 24 Geheimnisse – tauchen Sie täglich in eine neue Überraschung ein. Entdecken Sie in den nächsten 24 Tagen, was wir liebevoll für Sie zusammengestellt haben.

Jeden Tag ein neues Fenster

Hinter jedem Türchen versteckt sich ein kleines Highlight, das Ihre Neugier wecken soll: Von spannenden Informationen über Kuraray Noritake, exklusive Rabatte und herzlichen Nachrichten bis hin zu köstlichen Rezepten und interessanten weihnachtlichen Anekdoten aus unserem Team. Der digitale Adventskalender von Kuraray Noritake ist für all jene, die sich in der in der Adventszeit gern begeistern lassen. Ein Klick genügt – und das nächste Türchen offenbart sein Geheimnis.
Ein kleiner Hinweis: Sichern Sie sich den Link und behalten Sie ihn die nächsten 24 Tage griffbereit. Damit steht Ihrem täglichen Moment der Freude nichts mehr im Wege.

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Events

Kuraray Noritake Events 2024

Wir haben einen umfangreichen Kalender mit Online- und Präsenzschulungen zusammengestellt, um Ihnen interessante Themen im Zusammenhang mit Ihrer täglichen Arbeit zu vermitteln, über neue Technologien, Verfahren und Trends auf dem Dentalmarkt zu informieren und die Erfahrungen von Fachleuten auf dem Dentalmarkt zu vermitteln.

Darüber hinaus weisen wir hier auf Kongresse, Seminare und Messen der Branche hin, auf denen Kuraray Noritake mit einem eigenen Vertretern präsent sein wird.

 

FÜR ZAHNÄRZTE FÜR LABORE

Für Zahnarzt-Praxen

"KATANA™ Zirconia Blöcke – Tipps und Tricks"


Online Kurse
Zielgruppe: Zahnarzt-Praxen
Referenten:


ZT Mathias Fernandez Y Lombardi

ZT Peter Baumgartner

T Mustafa Alzemo

Fortbildungspunkte: 2

Termine:

  • 03.05.2024
  • 07.06.2024
  • 06.09.2024
  • 08.11.2024

Mehr Informationen und Ticket-Bestellung

 

Baltic-Symposium - KATANA™ Zirconia trifft Implantologie
Kuraray Noritake & Fit4CEREC machen fit für Implantate


Symposium
Zielgruppe: Zahnarzt-Praxen
Referenten:


Dr. Adham Elsayed

Michael Franz

Mathias Fernandez Y Lombardi

Mustafa Alzemo

Claudia Scholz

Dr. Andrea Schädler

Dr. Dirk Ostermann

Dr. Ingo Baresel
 

Fortbildungspunkte: 8

Termin:

  • 13.07.2024: Romantik Hotel Kieler Kaufmann, Carl-Heinz Lessau e.K., Niemannsweg 102, D-24105 Kiel

Mehr Informationen und Ticket-Bestellung

 

"Adhäsivbrücken und -attachments"


Präsenz Seminar
Zielgruppe: Zahnarzt-Praxen
Referent: 


Prof. Dr. Mathias Kern

Fortbildungspunkte: 9
Kursteilnehmerzahl: 30
Termine:

 

 

"Direkte Komposit-Füllungen – von nichtinvasiv bis subgingival"


Präsenz Seminar
Zielgruppe: Zahnarzt-Praxen
Referent: 


Prof. Dr. med dent. Ivo Krejci

Fortbildungspunkte: 8
Kursteilnehmerzahl: 20
Termine:

 

 

 

 

Für Labore

Bei Kuraray Noritake stehen Innovation und Fortbildung im Mittelpunkt unseres Engagements für zahntechnische Exzellenz. Wir bieten eine Vielzahl von Veranstaltungen und Schulungen an, die speziell auf die Zahntechnik zugeschnitten sind.

Ihr Zugang zu Fachwissen und neuen Technologien

Unsere Fortbildungen ermöglichen es Ihnen, sich über die neuesten Entwicklungen in der Zahntechnik zu informieren. Von praktischen Workshops im Dentallabor bis hin zu umfassenden Teamtrainings bieten wir ein breites Spektrum an Lernmöglichkeiten. Unsere Laborexperten sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und geben ihr Wissen gern weiter. Fragen Sie nach aktuellen Terminen. Wir besuchen regelmäßig Dentallabore und bieten hochwertige Schulungen vor Ort an.

Individuelle Laborschulung für Ihr Team

Sie wünschen eine maßgeschneiderte Schulung für Ihr Team? Wir bieten individuelle Schulungen an, die speziell auf die Bedürfnisse Ihres Labors zugeschnitten sind. Kontaktieren Sie uns und vereinbaren Sie einen Termin. Profitieren Sie von einer maßgeschneiderten Schulung, die direkt auf Ihr Team zugeschnitten ist.

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Veranstaltungsterminen

Um keine unserer Fortbildungen zu verpassen, abonnieren Sie unseren Newsletter oder folgen Sie uns auf Instagram (@kuraraynoritakeDACH).

Treffen Sie uns auf Branchen-Events

Kuraray Noritake ist regelmäßig auf wichtigen Branchenveranstaltungen vertreten. Eine hervorragende Gelegenheit, sich mit anderen Fachleuten auszutauschen und unser Team persönlich kennenzulernen.

  • Zahntechnik plus: 03. und 04. Mai 2024 
    Congress Center Leipzig, Seehausener Allee 1, 04356 Leipzig 
    Freitag 03.05.2024: 09:30h – 18:00 Uhr
    Samstag 04.05.2024: 08:30 – 16:00 Uhr
  • ADT-Jahrestagung: 30. Mai bis 01. Juni 2024
    K3N Stadthalle und Kreuzkriche Nürtingen, Heiligkreuzstraße 4, 72622 Nürtingen

 

BOND-Magazin, 10. Ausgabe

ADHÄSIVE BEFESTIGUNG: Vertiefende Einblicke

Für alle, die mehr über moderne adhäsive Befestigungen und ihre Einfachheit erfahren möchten, ist die 10. Ausgabe des englischsprachigen BOND-Magazins eine lohnende Lektüre.

Was wären moderne restaurative Behandlungen ohne hochleistungsfähige (selbst)adhäsive Befestigungskomposite? Die Präparation von Zähnen wäre aufgrund der Notwendigkeit einer ausreichenden mechanischen Retention zwischen Zahn und Restauration wesentlich invasiver. Gleichzeitig würde es unmöglich sein, Zähne mit vielen der innovativen zahnfarbenen Materialien wie Keramiken und Kompositen zu restaurieren. Kurz gesagt, die restaurative Zahnheilkunde wäre weit weniger entwickelt, als sie es heute ist.

Als vor einigen Jahrzehnten die ersten Befestigungskomposite auf den Markt kamen, ging der Fortschritt auf Kosten der Einfachheit: Die adhäsiven Befestigungsverfahren waren sehr komplex und die vielen verschiedenen Komponenten sehr techniksensitiv. Glücklicherweise hat sich dies im Laufe der Jahre durch kontinuierliche Entwicklungsanstrengungen geändert, was zu den heute verfügbaren Produkten geführt hat. Die Befestigungskomposite von Kuraray Noritake bestehen aus drei Hauptprodukten: dem dualhärtenden Dreikomponentensystem PANAVIA™ V5, dem einkomponentigen dualhärtenden Universalzement PANAVIA™ SA Cement Universal und dem lichthärtenden PANAVIA™ Veneer LC.

Für alle, die mehr über diese drei Systeme erfahren möchten, ist die zehnte Ausgabe des BOND-Magazins eine lohnende Lektüre. Sie enthüllt wichtige Details über die 40-jährige Geschichte der Marke PANAVIA™, beleuchtet die Stärken der einzelnen Befestigungskomposite, um die indikationsspezifische Auswahl zu erleichtern, und bietet detaillierte Informationen über die klinische Anwendung. Darüber hinaus widmen sich zwei Artikel aktuellen Themen rund um die adhäsive Befestigung von Restaurationen aus Zirkonoxid, einem Restaurationsmaterial, das von manchen immer noch als ungeeignet für die adhäsive Befestigung angesehen wird. Wer sich fragt, wie es gelingen kann, minimalinvasive Restaurationen aus Zirkonoxid erfolgreich zu befestigen, dem sei der Artikel „Innovative resin cements forming the basis of minimally invasive prosthodontics” empfohlen. Wer unsicher bezüglich der Befestigung von Restaurationen aus 5Y-TZP Zirkonoxid ist, sollte den Artikel „How to cement restorations made of high-translucency zirconia” lesen. Interessante Informationen über Reinigungsmöglichkeiten vor der adhäsiven Befestigung runden den Inhalt dieses Magazins ab.

Klicken Sie hier. Viel Spaß beim Lesen!

Jetzt das BOND Magazin Ausgabe 10 (English) lesen.

Die Natur mit Hochleistungsmaterialien kopieren

Die Natur mit Hochleistungsmaterialien kopieren

Klinischer Fall von DT Ghaith Alousi

Was ist nötig, um Zähne entsprechend dem individuellen Schönheitsempfinden des Patienten zu rekonstruieren? Die Erfahrung zeigt, dass das Kopieren der Natur das Geheimnis des Erfolgs ist. Um ein guter „Duplikator“ zu werden, ist es wichtig, ein Auge für Details in Bezug auf Zahnformen, Oberflächenmorphologie und die interne Farbstruktur der zu kopierenden Zähne zu entwickeln. Zusätzlich muss der „Duplikator“ ein Verständnis für die Werkstoffe und Werkzeuge entwickeln, die zum Kopieren dieser Details verwendet werden. Der letzte Schlüsselfaktor für den Erfolg ist die Freude an der Interaktion mit den Patienten.

Lesen Sie jetzt den von Ghaith Alousi erstellten und in der Herbstausgabe des LabLine-Magazins veröffentlichten klinischen Fall und erfahren Sie mehr über seinen Ansatz zur Erstellung ästhetischer Restaurationen, die Nachahmung der Natur und die wirklich individuelle Anpassung restaurativer Behandlungen.

6. Keramik-Day: Eine inspirierende Reise in die Welt der Vollkeramik

Als Gastgeber des 6. Keramik-Days blicken wir bei Kuraray Noritake mit Stolz auf eine erfolgreiche Veranstaltung zurück. Gemeinsam mit unserem Premiumpartner Goldquadrat, dem wir für die exzellente Organisation und Zusammenarbeit herzlich danken, konnten wir ein zahntechnisches Forum bieten, das sowohl erfahrene Fachleute als auch aufstrebende Talente zusammenbrachte.

Der Tag startete mit dem Vortrag von Andreas Chatzimpatzakis, dessen bewegende Hommage an Hitoshi Aoshima († 2023) tiefen Respekt und Anerkennung für den keramischen Meister zeigte. Hitoshi Aoshima gilt international als Legende und steht wie kaum ein anderer für die Noritake-Keramiken. Andreas Chatzimpatzakis erinnerte uns an die Wichtigkeit von Funktion, Ästhetik und Morphologie in der Vollkeramik und veranschaulichte respektvoll, wie die Lehren des Meisters in moderne zahntechnische Konzepte einfließen.

Ghaith Alousi – ein junger, aufstrebender Zahntechniker – demonstrierte die nuancierte Anwendung von KATANA™ Zirconia YML und STML. Er beeindruckte mit seinen Ausführungen über das Zusammenspiel von Licht und Keramik. „The Final Touch – Dancing with the Brush“ – mit dieser Metapher verdeutlicht er, dass Zahntechnik nicht nur ein Handwerk ist, sondern eine Kunst, bei der Präzision, Fingerspitzengefühl und kreativer Ausdruck Hand in Hand gehen.

Jochen Peters, ein Meister in der Zahntechnik, kombinierte in seinem Vortrag meisterhaft traditionelle Techniken mit digitalen Innovationen. Seine Erkenntnisse aus der Analyse zahlreicher Dentallabore zeigten deutlich auf, wie Qualität und Effizienz von fundiertem Fachwissen abhängen. Seine Ankündigung, Kurse für Quereinsteiger anzubieten, spiegelt sein Engagement wider, die Zahntechnik in Zeiten des Fachkräftemangels zu unterstützen.

Moritz Pohlig, bekannt für seine Expertise in der Verblendtechnik, arbeitete in seinem Vortrag die Vorzüge von CERABIEN™ ZR (CZR) zum Verblenden von Zirkonoxidgerüsten heraus. Interessant war auch sein Vergleich von KATANA™ Zirconia und Lithium-Disilikat-Keramiken. Beide haben eine ähnlich gute Ästhetik, doch Zirkonoxid hat einen deutlich größeren Einsatzbereich. Praktischen Tipps: Um verfärbte Abutments zu kaschieren, „opakisiert" er das KATANA-Gerüst mit Esthetic Colorant.

Der „besondere Vortrag“ von André Vinke (Goldquadrat) über Datensicherheit war aufschlussreich für alle, die in Sachen Datenschutz auf Nummer sicher gehen möchten. Seine Expertise unterstreicht die Bedeutung von Cybersicherheit in unserer Branche.

Fazit eines ereignisreichen Tages

Der 6. Keramik-Day war für uns wieder ein besonderes Ereignis, das unsere Leidenschaft für die Welt der Vollkeramik widerspiegelte. Durch die Zusammenarbeit mit renommierten Experten und Partnern, insbesondere Goldquadrat, konnten wir ein Forum schaffen, das Innovation, Tradition und die Zukunft der Zahntechnik vereinte. Wir sind stolz auf den Erfolg dieser Veranstaltung und freuen uns darauf, die zahntechnische Gemeinschaft auch in Zukunft mit solchen inspirierenden Momenten zu bereichern.

 

Famulatur in Jamaika: Ein tiefgreifendes Erlebnis

Bei Kuraray Noritake glauben wir fest daran, dass jeder Beitrag zählt, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Als Unternehmen sind wir stolz darauf, weltweit gemeinschaftliche Hilfsprojekte zu unterstützen. Es ist diese kollektive Anstrengung, die uns näher zusammenbringt und uns daran erinnert, dass wir alle Teil eines größeren Ganzen sind. Hier teilen vier engagierte Medizinstudierende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ihre inspirierende Geschichte einer Famulatur in Jamaika, die wir unterstützt haben. Ihre Erlebnisse sind ein lebendiges Beispiel für das, was Gemeinschaft und Zusammenarbeit bewirken können. Vielen Dank, dass Ihr diese Eindrücke mit uns teilt!

„Für uns vier stand schon lange fest, dass wir eine Auslandsfamulatur machen wollten. Auf der Suche nach einem passenden Projekt haben wir uns etwa sechs Monate vor unserer Abreise über verschiedene Länder und Organisationen informiert und letztendlich mit Tobias Bauer von DIANO e. V. Kontakt aufgenommen. Wir haben uns für eine 4,5-wöchige Famulatur in Jamaika entschieden. Jetzt begannen die intensiven Vorbereitungen. Es waren verschiedene Formulare auszufüllen, sowohl für DIANO als auch für die Kliniken vor Ort. Dr. Irving McKenzie, der Chief Oral Surgeon im Gesundheitsministerium Jamaikas, versorgte uns mit wertvollen Informationen über das Land, die Arbeitsweise und unsere Einteilung. Zwischenzeitlich haben wir uns viel über Anforderungen wie Visa oder Impfungen und mögliche Risiken im Land informiert. Für Jamaika braucht man als Tourist bis 90 Tage kein Visum und alle erforderlichen Impfungen hatten wir bereits durch unser Studium. Kurz vor unserer Abreise war es uns möglich, Tobias Bauer persönlich zu treffen und Spenden zu übernehmen, die in Jamaika schon erwartet wurden.

Spendenaktion und Ankunft

Dank der Großzügigkeit zahlreicher Unternehmen, darunter auch Kuraray Noritake, konnten wir beeindruckende 100 kg Spendenmaterialien sammeln. Vollgepackt mit diversen Kunststoffmaterialien, Anästhetika, Zahnrettungsboxen, Schutzbrillen, Schutzausrüstung, Abdruckmaterialien, Verbrauchsmaterialien und zahlreichen Zahnbürsten sowie Zahnpasten haben wir uns Mitte August 2023 auf den Weg in die Karibik gemacht. Unsere Reise begann mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen, gefolgt von einem Flug nach Montego Bay in Jamaika mit einer kurzen Zwischenlandung in Holguín, Kuba. Nach unserer Ankunft in Montego Bay verbrachten wir eine Nacht dort, bevor wir uns mit dem Knutsford-Express auf den Weg nach Kingston machten. In Kingston trafen wir uns mit Dr. McKenzie, übergaben die Spenden und erhielten weitere Einblicke in unsere bevorstehenden Aufgaben.

Arbeitsalltag in Jamaika

Unsere Zusammenarbeit mit dem „Ministry of Health“ war eng und produktiv. Oft wurden wir spontan Kliniken zugewiesen. Wir hatten das Privileg, in der Hagley Park Dental Clinic und der Red Hills Dental Clinic zu arbeiten. In Hagley Park konzentrierten wir uns hauptsächlich auf Extraktionen und Befunde, da es an Materialien und funktionierender Absaugung mangelte. Im Red Hills hingegen hatten wir die Möglichkeit, neben Extraktionen und Befunden auch Füllungen umzusetzen. In der Duhaney Park Dental Clinic beinhalteten die Behandlungen meist Befunde und Zahnreinigungen mit dem Airscaler. Auch Extraktionen durften wir vornehmen, wobei der Umfang geringer war als in den anderen Kliniken. Oft haben wir in Kirchen oder Schulen in der Region Kingston / St. Catherine den zahnmedizinischen Teil der dort stattfindenden „Health Fares“ abgedeckt, bei denen Schulkinder einen Befund und eine Mundhygieneunterweisung bekamen. Außerdem wurden Zahnreinigungen und je nach gegebenen Bedingungen Extraktionen vorgenommen. Da viele Kinder aufgrund von traumatischen Erfahrungen bei Zahnbehandlungen Angst hatten, war es unsere Aufgabe, sie zu besänftigen und so einen Befund zu ermöglichen.

 

Freizeit und Kultur

Trotz des vollen Arbeitsalltags fanden wir immer wieder Zeit, Jamaika zu erkunden. Lime Cay, eine kleine Insel, die man nur mit einem Fischerboot erreichen kann, die Hope Gardens, der Emancipation Park und die Cane River Falls waren nur einige der Orte, die uns verzauberten. Wir nutzten auch unsere freien Tage, um die Blue Mountains kennenzulernen, Kaffeeplantagen zu besichtigen und die atemberaubenden Strände von Negril, Treasure Beach, Ocho Rios und Port Antonio zu genießen.

Fazit

Diese Famulatur war für uns nicht nur eine Möglichkeit, unsere medizinischen Fähigkeiten zu erweitern, sondern auch eine Chance, in die Kultur und Gemeinschaft Jamaikas einzutauchen. Es war eine Reise des Lernens, des Wachstums und der Gemeinschaft. Ein Erlebnis, das uns für immer prägen wird.“

Kuraray Noritake hat für diese Famulatur das Adhäsiv CLEARFIL™ Universal Bond Quick, das Füllungskomposit CLEARFIL™ ES-2 und die Kompositpolierer CLEARFIL™ Twist Dia zur Verfügung gestellt.

Ihre Ersparnis, unser Jubiläum: Die PANAVIA™ Jubiläumsangebote für Sie!

Feiern Sie mit uns den 40. Geburtstag der beliebten Marke PANAVIA™ von Kuraray Noritake! Seit seiner Einführung im Jahr 1983 hat PANAVIA™ die Welt der adhäsiven Befestigung revolutioniert. Im Laufe der Jahre wurde das Befestigungskomposit kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei setzen wir die Tradition der Zuverlässigkeit und ästhetischen Exzellenz fort. Heute umfasst die PANAVIA™ Familie drei moderne Befestigungskomposite, die den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden.

  • PANAVIA™ V5 - deckt nahezu alle Indikationen ab.
  • PANAVIA™ SA Cement Universal - ist ein leicht anzuwendendes, selbstadhäsives Befestigungskomposit.
  • PANAVIA™ Veneer LC - das Produkt der Wahl für Veneers.

 

Hier geht es zu den Jubiläumsangeboten.

Universalprodukte: Die Kosten in der Zahnarztpraxis im Griff haben

Pionier der digitalen Dentalfotografie, Chefredakteur des „International Journal of Esthetic Dentistry“ und Befürworter von Universalprodukten im Praxisalltag: Die Rede ist von Dr. Alessandro Devigus, Inhaber einer Privatpraxis im schweizerischen Bülach. Auf der Internationalen Dental-Schau 2023 in Köln haben wir mit ihm über seine Lieblingsprodukte von Kuraray Noritake Dental Inc. und das Konzept „Universal Excellence“ gesprochen.

Herr Dr. Devigus, warum haben Universalprodukte Ihre Aufmerksamkeit erregt?
Wir alle möchten die Anzahl der im Praxisalltag verwendeten Produkte und Komponenten reduzieren, um unsere Arbeit einfacher und vorhersehbarer zu machen. Als vor einigen Jahren die ersten Universalprodukte auf den Dentalmarkt kamen, wurde mir klar, dass diese Produkte und das Konzept dahinter mir dabei helfen können, dieses Ziel zu erreichen.

Für welche Behandlungen verwenden Sie derzeit Universalprodukte?
Haupteinsatzgebiet ist die restaurative Zahnheilkunde, bei der indirekte und direkte Arbeitsabläufe oft Hand in Hand gehen. Wann immer möglich und entsprechend den Bedürfnissen und Wünschen des Patienten entscheide ich mich für minimalinvasive direkte Kompositrestaurationen, die oft mit Universalprodukten realisiert werden. Kosmetische Korrekturen oder die Behandlung von abradierten Zähnen im Unterkiefer erfolgen beispielsweise häufig im Prepless-Verfahren mit in Einfarbtechnik aufgetragenem Komposit. Für Frontzahnrestaurationen im Oberkiefer desselben Patienten würde ich mich jedoch möglicherweise für Keramikrestaurationen entscheiden, die mit einem universellen Komposit adhäsiv befestigt werden.

Was sind Ihre liebsten indirekten Restaurationsmaterialien, für welche Indikationen setzen Sie diese ein und wann kommen Universalprodukte ins Spiel?
Die meisten meiner Einzelzahnrestaurationen fertige ich Chairside im CEREC-Workflow an. Im Frontzahnbereich besteht die Wahl meist zwischen verschiedenen Arten von Glaskeramiken. Bei einigen Indikationen, wenn zwei mittlere Frontzähne oder alle vier oberen Frontzähne wiederhergestellt werden müssen, ist Zirkonoxid ebenfalls eine geeignete Option. In diesen Fällen und für indirekte Restaurationen im Seitenzahnbereich ist KATANA™ Zirconia Block mein bevorzugtes Material. Nachdem ich viele verschiedene Arten von Chairside-Zirkonoxiden getestet habe, kann ich sagen, dass dieses Produkt einfach den natürlichsten Farbverlauf und die gewünschte Vitalität bietet. Daher ist die Fertigstellung schnell und einfach. Gleichzeitig unterstützt mich die hohe Biegefestigkeit des Materials in meinem Streben nach minimalinvasiven Präparationen. Für die definitive Platzierung der hergestellten Overlays und Kronen ist PANAVIA™ SA Cement Universal von Kuraray Noritake Dental Inc. das dualhärtende Befestigungskomposit meiner Wahl. Es haftet ohne separaten Primer auf praktisch jeder Oberfläche, einschließlich Lithium-Disilikat, und bietet eine gute Fließfähigkeit, welche die Platzierung der Restauration erleichtert. Ein weiteres Merkmal, das zu einem schnellen und stressfreien klinischen Eingriff beiträgt, ist die einfache und gingivaschonende Entfernung von Überschüssen nach dem Aushärten des Klebemittels.

Was ist mit direkten Restaurationen?
Eines meiner Lieblingskomposite ist CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal (Kuraray Noritake). Eine einzelne Farbe für den Seitenzahnbereich und zwei Farben für den Frontzahnbereich bieten genau die richtige Kombination aus Transluzenz und Eigenfarbe, um eine Vielzahl von Zahnfarben zu imitieren. Der Effekt besteht darin, dass es sich gut in die umgebende Zahnstruktur einfügt, ohne gräulich zu wirken. Im Seitenzahnbereich konnte ich ein gewisses Maskierungspotenzial beobachten, sodass verfärbte Pfeilerzähne keine Probleme bereiten. Bei diesem Material entfällt der Schritt der Farbbestimmung. Klinische Arbeitsabläufe werden durch den Einsatz von CLEARFIL™ Universal Bond Quick vereinfacht. Das Universaladhäsiv ist nicht nur vielseitig einsetzbar, da es für viele Indikationen und alle Ätztechniken geeignet ist, sondern auch außerordentlich schnell in der Anwendung, denn ein aufwendiges Einreiben in die Zahnhartsubstanz entfällt. Auf diese Weise ist es möglich, direkte restaurative Verfahren zu rationalisieren.

Warum verwenden Sie so viele Produkte von Kuraray Noritake?
Ich mag einfach Produkte japanischer Unternehmen. Sie stehen für Qualität, Integrität und klinische Relevanz. Japaner scheinen dem Unternehmen, für das sie arbeiten, und ihrer Arbeit sehr verbunden zu sein, achten auf jedes Detail und versuchen, die bestmöglichen Ergebnisse zu liefern. Diese Haltung spiegelt sich in der Mission von Kuraray „Für Menschen und den Planeten – erreichen, was niemand sonst kann“ und auch in den Produkten des Unternehmens wider. Sie bieten die Eigenschaften, die ich für hochwertige Zahnbehandlungen benötige.

Sie sagten, dass der Hauptgrund für Sie, sich für Universalprodukte zu entscheiden, darin besteht, Ihre Arbeit einfacher und vorhersehbarer zu machen. Bitte erklären Sie kurz.

Erstens behalte ich durch den Einsatz weniger Produkte und Komponenten, die sich einfach und schnell anwenden lassen, die Kosten im Griff. Und zweitens sorgen weniger Schritten und weniger Flaschen, für kürzere Anwendungszeiten und standardisierte Arbeitsabläufe.

Kostenfreies Online-Seminar: Vertiefen Sie Ihr Wissen über die adhäsive Befestigung

Das Gebiet der adhäsiven Befestigung hat sich im Laufe der Jahre erheblich weiterentwickelt, insbesondere mit dem Aufkommen moderner Restaurations- und Befestigungsmaterialien. Die korrekte Befestigung von indirekten Restaurationen ist ein entscheidender Faktor für deren langfristigen Erfolg. Jedoch kann bei der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Befestigungsmaterialien die Wahl des idealen Systems und der entsprechenden Methode eine echte Herausforderung darstellen. Vor diesem Hintergrund laden wir Sie herzlich zu unserem exklusiven Online-Seminar „Tipps und Tricks zur adhäsiven Befestigung - fundiert aus Praxis und Wissenschaft“ ein.

Termin: Mittwoch, 06. Dezember 2023, 17 Uhr

Inhalte des Online-Seminars „Tipps und Tricks zur adhäsiven Befestigung - fundiert aus Praxis und Wissenschaft“.
Im Online-Seminar führt Sie Dr. Adham Elsayed durch die komplexen Entscheidungen im Bereich der adhäsiven Befestigung. Insbesondere bei der Verwendung moderner Restaurationsmaterialien - z.B. hochtransluzentes Zirkonoxid der neuen Generation, Komposite - ist zu berücksichtigen, dass sich die Eigenschaften dieser Materialien stark von denen der Metalllegierungen oder früherer Zirkonoxidgenerationen unterscheiden. Im Rahmen des Seminars wird Dr. Elsayed eine klare und einfache Vorgehensweise zur Auswahl des geeigneten Befestigungssystems aufzeigen.

Ziel des Online-Seminars

Zahnärztinnen und Zahnärzte erhalten einen fundierten Einblick in die Auswahl des richtigen Befestigungssystems. Dies soll helfen, sowohl für den Zahnarzt als auch für den Patienten zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen. Als Teilnehmer des Seminars erhalten Sie wertvolle Einblicke und klare Handlungsempfehlungen in Form eines übersichtlichen Workflows - Schritt für Schritt.

Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihr Wissen zu vertiefen, sich mit Kollegen auszutauschen und von einem Experten auf diesem Gebiet zu lernen. Wir freuen uns, Sie in unserem Online-Seminar begrüßen zu dürfen und gemeinsam die Welt der adhäsiven Befestigung zu erkunden.

Buchen Sie hier Ihren Platz jetzt!

Dr. Adham Elsayed

  • Spezialist für Prothetik der EPA (European Prosthodontic Association)
  • Spezialist für Prothetik der DGPro (Deutsche Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien e.V.)
  • DGI zertifizierter Implantologe (Deutsche Gesellschaft für Implantologie e.V.)
  • Qualifizierte Hochschullehrender - KiMed Medizindidaktik
  • Langjährige Erfahrung in der Ausbildung, Berufs- und Lehrerfahrung
  • Clinical & Scientific Manager DACH, Kuraray Europe GmbH

Happy Birthday – 40 JAHRE PANAVIA™

Happy Birthday – 40 JAHRE PANAVIA™

Eine Zeitleiste der adhäsiven Zahnmedizin

Seit vier Jahrzehnten revolutioniert Kuraray Noritake mit der Produktlinie PANAVIA™ die Welt der zahnmedizinischen Befestigungskomposite. In all diesen Jahren hat sich das Unternehmen stets darauf konzentriert, das Komposit immer wieder zu optimieren und den aktuellen Anforderungen in der Zahnarztpraxis und im Dentallabor anzupassen. Ein Blick auf die Meilensteine von PANAVIA™ ist aufschlussreich und unterstreicht die Pionierrolle von Kuraray Noritake.

Es begann alles 1983 mit PANAVIA™ EX, dem weltweit ersten adhäsiven Kompositzement. Dieser setzte mit dem innovativen Original-MDP Monomer neue Maßstäbe und wurde schnell zum Synonym für zuverlässige Haftkraft. 1993 setzte Kuraray Noritake mit dem anerob härtenden Befestigungskomposit PANAVIA™ 21 einen weiteren Meilenstein. Dieses Material erweiterte die Möglichkeiten der adhäsiven Befestigung und eröffnete neue Wege in der restaurativen Zahnmedizin. Die Erfolgsgeschichte setzte sich 1998 mit PANAVIA™ F 2.0 fort, einem universellen Befestigungskomposit, das adhäsive Befestigungsstrategien weiter optimierte und die Qualität sowie Langlebigkeit von zahnmedizinischen Restaurationen verbesserte. 2015 wurde mit PANAVIA™ V5 eine neue Generation eingeläutet, die auf dem Erfolg und der Zuverlässigkeit des Original-MDP Monomers aufbaute. Mit einfachem Handling und Vielseitigkeit für Restaurationen jeglicher Art wurde es schnell zu einem weltweiten Dauerbrenner. Das Jahr 2020 brachte mit PANAVIA™ SA Cement Universal eine weitere Innovation. Durch die Integration des einzigartigen LCSi-Monomers etablierte sich dieses Produkt als Vorreiter im Bereich der selbstadhäsiven Befestigungskomposite, da die Silane bereits im Produkt enthalten sind. Und zuletzt, im Jahr 2022, wurde die Familie um PANAVIA™ Veneer erweitert, eine speziell entwickelte Lösung für die Befestigung von Veneers, die höchste Ästhetik und Langlebigkeit gewährleistet.

PANAVIA™: Wegweisend in der Vergangenheit, richtungsweisend für die Zukunft

Die Zeitleiste von PANAVIA™ ist mehr als nur eine Liste von Produktstarts. Dies zeigt das fortwährende Engagement für Innovation, Qualität und Präzision. Jeder Meilenstein repräsentiert einen weiteren Schritt auf der Reise, die besten adhäsiven Befestigungslösungen für Zahnarztpraxen und Dentallabore bereitzustellen. Doch diese beeindruckende Reise, die vor 40 Jahren begann, ist noch lange nicht zu Ende. Wir freuen uns darauf, die Erfolgsgeschichte von PANAVIA™ weiterzuschreiben. Das Jubiläum von 40 Jahren PANAVIA™ zeigt die Beharrlichkeit und den Pioniergeist von Kuraray Noritake im Bereich der adhäsiven Zahnmedizin. Happy Birthday, PANAVIA™ – auf die nächsten 40 Jahre!