Einverständniserklärung

Der Inhalt der Website www.kuraraynoritake.eu/de ist medizinischem Fachpersonal vorbehalten und enthält Informationen zu Produkten, welche die Gesundheit und Sicherheit von Patienten beeinträchtigen könnten, wenn sie nicht durch geschultes Fachpersonal gelesen, verstanden und angewendet werden.

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Erfolgsstrategien für keramische Restaurationen auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse – Vortrag (englischsprachig)

Wonach richtet sich die Form und Tiefe meiner Präparation? Wie erhalte ich die Zahnhartsubstanz bei Teilversorgungen? Wie behandle ich Patienten mit Bruxismus? Ist eine tiefe Randanhebung eine Alternative zur Kronenverlängerung im Seitenzahnbereich? Wie haftet man auf ausgehärtetem Komposit? Und muss ich wirklich Kofferdam verwenden, um einen ausreichenden Haftverbund zu erzielen?

Wenn Sie sich diese oder ähnliche Fragen stellen, sind Sie auf dem richtigen Weg - Sie streben nach kontinuierlichem Lernen und Verbesserung in einer sich ständig weiterentwickelnden Disziplin zum Wohle Ihrer Patienten. Das On-Demand-Webinar „CAD/CAM-Keramiken in der ästhetischen Zahnheilkunde" gibt Antworten auf viele wichtige Fragen rund um die klinische Anwendung und Platzierung von CAD/CAM-Keramiken sowie nützliche Hinweise, wo Sie weitere Informationen und Fachwissen erhalten können.

Der Referent, Prof. Dr. Markus Blatz (Professor und Lehrstuhlinhaber am Department of Preventive and Restorative Sciences an der University of Pennsylvania School of Dental Medicine), erläutert, warum, wann und wie er bestimmte keramische Werkstoffe einsetzt. Er geht auch auf die Auswahl von Befestigungswerkstoffen und indikationsspezifische Befestigungsprotokolle ein.

Tipps Und Tricks Rund ums Bemalen mit Cerabien™ FC Paste Stain

Katana™ Zirconia Block - Tipps Und Tricks Rund ums Bemalen mit Cerabien™ FC Paste Stain

Individualisierung leicht gemacht. Bemalen von Zirkonoxid mit Cerabien™ ZR FC Paste Stain. 

 

CEREC-Referent (90 Min.): Mathias Fernandez Y Lombardi

Kursinformationen Online-Termine:

  • 03.05.2024
  • 07.06.2024
  • 06.09.2024
  • 08.11.2024

Online-Termine: Bitte wählen Sie einen für Sie passenden Termin in der Regsitrierung aus.
Uhrzeit: jeweils von 15:00 bis 16:30 Uhr
Teilnehmer: min. 5 Personen - max. 12 Personen
Gebühr (pro Kursteilnehmer): 69,- € zzgl. gesetzl. MwSt. und Gebühren
Ort: per web.ex

Bei Fragen
Mustafa Alzemo (Labor- und CAD/CAM Spezialist)
Peter Baumgarter (Laborspezialist)

2 Fortbildungspunkte

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Die Anmeldung für das Seminar ist einfach. Sie können ihre Tickets hier bequem online erwerben. Der Kaufprozess findet über Eventbrite statt.

 

Veneers und implantatgetragene Krone aus KATANA™ Zirconia UTML befestigt mit PANAVIA™ Veneer LC

Einleitung

Eine der häufigsten Herausforderungen der modernen Zahnheilkunde ist die Wiederherstellung des ästhetischen dentalen Erscheinungsbildes eines Patienten. Dafür stehen Zahnärzten neue Technologien zur Verfügung. Im Frontzahnbereich, in dem die Ästhetik im Vordergrund steht, werden substanzschonende Behandlungen, beispielsweise mit geschichteten Veneers (Cut-Back) bevorzugt. In der kosmetischen Zahnheilkunde werden Zahnärzte häufig mit Fällen konfrontiert, die einen multidisziplinären Behandlungsplan oder den zeitgleichen Einsatz verschiedener Restaurationsmaterialien erfordern. Bei prothetischen Versorgungen, die aus Veneers, Kronen und Brücken bestehen, sind sichtbare Farbunterschiede bei Behandlungsabschluss keine Seltenheit. Zurückzuführen sind diese auf Unterschiede hinsichtlich der verwendeten Restaurationsmaterialien, Produkte, Befestigungstechniken, Wandstärken der Restaurationen und Stumpf- bzw. Abutmentfarbe, die je nach Zustand (natürlicher Zahn, endodontisch behandelter Zahn, Implantatabutment) variiert [1-2].

 

Sieht der Behandlungsplan die Versorgung mit Veneers, Kronen und Brücken vor, wird die Wahl von Zirkonoxid als einziges Restaurationsmaterial von der Option zur Pflicht. Das liegt an den eingeschränkten mechanischen Eigenschaften von Lithiumdisilikat und Feldspatkeramik, die sich nicht für die Herstellung von Brücken eignen.

Die Tatsache, dass Zahnärzte Veneers aus Zirkonoxid weniger gerne einsetzen, lässt sich durch verschiedene Faktoren erklären [3]: Einer ist das Fehlen der Glasphase. Dadurch ist es unmöglich, die Klebefläche der Zirkonoxid-Veneers mit Flusssäure optimal vorzubehandeln. Ein weiterer Faktor ist die geringe Transluzenz der ersten Zirkonoxid-Generationen.

Moderne Zirkonoxid-Varianten sind hingegen besonders gut für Fälle geeignet, in denen der kombinierte Einsatz von Veneers, Kronen und Brücken mit einem identischen optischen Erscheinungsbild erforderlich ist. Dies liegt an der erhöhten Transluzenz und den hervorragenden mechanischen Eigenschaften dieser Materialien. Der folgende Beitrag beschreibt und diskutiert die Behandlung einer Patientin mit Veneers und einer Krone aus KATANA™ Zirconia UTML (Kuraray Noritake Dental Inc.). Die Veneers wurden mit PANAVIA™ Veneer LC (Kuraray Noritake) eingegliedert. Die Patientin wünschte aufgrund eines ästhetischen Problems an einer implantatgetragenen Frontzahnkrone eine Behandlung.

Fallbeobachtung

Patientin S aus der tunesischen Sahelzone, Ingenieurin in Frankreich, ohne nennenswerte Krankheitsgeschichte, 29 Jahre alt, stellte sich im Januar 2023 wegen eines ästhetischen Problems vor, das einen negativen Einfluss auf ihr Lächeln hatte. Die extraorale Untersuchung war ohne Auffälligkeiten, während die intraorale Untersuchung eine gute Mundhygiene, gesundes Zahnfleisch, eine dünne freie Gingiva und eine vorstehende Zirkonoxid-Krone auf einem Implantat in regio 11 ergab (Abb. 1 und 2).

 
Abb. 1: Klinische Ausgangssituation.    


Abb. 2: Die Ansicht von okklusal gibt Aufschluss über das Volumen und die Position der Krone in regio 11.

Im Vorgespräch stellte sich heraus, dass das Implantat in regio 11 im Jahr 2020 inseriert worden war. Der frühere Zahnarzt der Patientin hatte inzwischen das tunesische Staatsgebiet verlassen. Der Patientin lagen keinerlei Unterlagen oder Informationen zum Implantat vor. Sie wünschte sich, die Krone in die korrekte Position zu bringen und das ästhetische Erscheinungsbild vor ihrer geplanten Hochzeit zu verbessern, die zehn Tage nach der Erstvorstellung stattfinden sollte.

Behandlungsplan

Nach der Aufklärung über die Indikation für kosmetische Veneer-Behandlungen und der schriftlichen Einverständniserklärung der Patientin wurde die Behandlung eingeleitet. Laut Behandlungsplan sollten sieben Oberkiefer-Frontzähne (Zähne 14 bis 24) für inzisal überlappende Veneers aus KATANA™ Zirconia UTML präpariert werden (Tiefe: 0,1 bis 0,3 mm). Für das Implantat in regio 11 war geplant, die vorhandene Krone durch eine Krone aus KATANA™ Zirconia UTML zu ersetzen, ohne das Abutment auszutauschen. Dies lag einerseits an den fehlenden Informationen zum Implantattyp und andererseits am Zeitmangel.

Behandlung


Abb. 3: Situation vor Behandlungsbeginn.

Nach Aufnahme der präoperativen Fotos (Abb. 3), der Farbbestimmung für die Veneers und der Anästhesierung des Oberkiefer-Frontzahnbereichs wurden die sieben Zähne im Oberkiefer inzisal überlappend präpariert. Außerdem wurde die Zirkonoxid-Krone vom Implantat entfernt. Mit einem zylindrischen Diamantinstrument ließ sich der Zirkonoxid-Anteil vom Abutment trennen. Es folgten die Bissregistrierung sowie die Abformung (Wash-Technik). Zudem wurde eine provisorische Krone hergestellt und auf dem Abutment befestigt.

Im zahntechnischen Labor wurde auf Grundlage der konventionellen Abdrücke ein virtuelles Modell generiert (Abb. 4). Es folgten die vollanatomische Konstruktion der Zirkonoxid-Restaurationen, deren anatomische Reduktion (Cut-Back) für die Verblendkeramik sowie die computergestützte Herstellung. Für die Fertigstellung kam CERABIEN™ ZR Verblendkeramik (Kuraray Noritake) zum Einsatz. Bei der Einprobe in der zweiten Behandlungssitzung wurden die Positionierung der Restaurationen, der Übergang zum Zahnfleisch sowie die Kontaktpunkte zwischen Veneers und implantatgetragener Krone überprüft. Aufgrund der überlegenen mechanischen Eigenschaften der Veneers aus Zirkonoxid konnte deren Form und Stärke chairside angepasst werden, wodurch sich eine harmonische Frontzahnkurve und ein ästhetischeres Erscheinungsbild realisieren ließen. Nach der Bestimmung der Befestigungskomposit-Farbe wurde die provisorische Krone erneut eingesetzt.



Abb. 4: Virtuelles Modell.

Im Labor wurden die Restaurationen glasiert und die Klebeflächen vorbehandelt. Es folgte die Eingliederung der Veneers mit PANAVIA™ Veneer LC nach dem empfohlenen Protokoll. Final wurden die Zementüberschüsse entfernt. Drei Tage später erschien die Patientin zur Okklusionskontrolle und Aufnahme der postoperativen Fotos.

Diskussion

Im vorgestellten Fall wurden die Veneers und die implantatgetragene Krone aus einem KATANA™ Zirconia UTML Rohling gefertigt. Diese Zirkonoxid-Variante hat einen Yttriumoxid-Anteil von 5 Mol-%. Der Anteil der kubischen Phase macht rund 70 % aus, wodurch die Transluzenz gegenüber früheren Zirkonoxid-Generationen deutlich erhöht ist. Mit einer Transluzenz von 51 % (Lichtdurchlässigkeit, Lichtart: D65, Probendicke: 1,0 mm. Quelle: Kuraray Noritake) ermöglicht dieses Zirkonoxid die Herstellung von Zahnersatz mit bemerkenswerten optischen Eigenschaften (Abb. 5).


Abb. 5: Definitive Restaurationen mit bemerkenswerten optischen Eigenschaften.

Die Patientin wählte die Zahnfarbe BL1 und äußerte den Wunsch nach einer transluzenten Schneidekante. Aus diesem Grund wurde der Zirkonoxid-Anteil anatomisch reduziert (Abb. 6) und anschließend mit Schichtkeramik verblendet. In Abbildung 7 ist die leichte Transparenz im Inzisalbereich der neuen Restaurationen dargestellt. Die Veneers wurden aus Zirkonoxid hergestellt, um einem Farbunterschied zwischen der implantatgetragenen Krone und den Veneers vorzubeugen. Die postoperative Aufnahme unterstreicht das angenehme ästhetische Erscheinungsbild und ein harmonisches Lächeln (Abb. 8).

 

Abb. 6: Konstruktion der Restaurationen mit Cut-Back.



Abb. 7: Leichte Transparenz im Inzisalbereich der Restaurationen.



Abb. 8: Aufnahme unmittelbar nach Behandlungsabschluss.

Laut Hersteller beträgt die Biegefestigkeit von KATANA™ Zirconia UTML 557 MPa und ist damit höher als die von Lithiumdisilikat und Feldspatkeramik. Da Zirkonoxid Scherkräften besser standhalten, lassen sich bei der Einprobe als störend identifizierte Kontaktpunkte beseitigen und sogar Anpassungen an der Form der Restauration vornehmen. Dies erfolgt mit speziellen, für die Bearbeitung von Zirkonoxid entwickelten Instrumenten in verschiedenen Phasen der Einprobe und unter Berücksichtigung der individuellen Wünsche der Patientin [4].
Im vorliegenden Fall konnten wir die Krone so lange anpassen, bis die Frontzahnlinie perfekt war. Somit war es möglich, die Neigung der Krone in nur einer Woche zu optimieren, ohne das Implantat austauschen zu müssen.

Aufgrund der bemerkenswerten Biegefestigkeit des Zirkonoxids konnte der Zahntechniker die Veneers in einer durchschnittlichen Wandstärke von nur 0,3 mm herstellen. Ein solch dünnes Veneer erfordert eine weniger invasive Präparation der Zahnhartsubstanz, die schmelzbegrenzt erfolgen kann und nicht bis in das Dentin reicht, an dem aufgrund seines geringen Mineralgehalts weniger hohe Haftwerte erzielt werden [5].
Die vermeintliche Herausforderung der adhäsiven Befestigung von Zirkonoxid ist im Fehlen der Glasphase begründet sowie einer geringen Adhäsion von Befestigungsmaterialien an der kristallinen Phase. Allerdings kann die gewünschte Modifikation der Oberfläche durch eine andere Vorbehandlung erfolgen: Die tribochemische Silikatisierung. Im vorliegenden Fall wurde diese Methode eingesetzt, um die Haftung zwischen den Zirkonoxid-Veneers und dem Befestigungskomposit-System zu verbessern. Tatsächlich wurde in einer In-vitro-Studie bestätigt, dass die tribochemische Vorbehandlung der Oberfläche in Kombination mit der Anwendung eines MDP-haltigen Materials die Klebefläche optimiert [6]. Im Rahmen dieser Studie kam eine Zwei-Strahl-Ionenfeinstrahlanlage mit anschließender Rasterelektronenmikroskopie zum Einsatz, um die Grenzfläche zwischen Befestigungskomposit und tribochemisch sowie mit MDP vorbehandeltem Zirkonoxid mit der Grenzfläche zwischen Befestigungskomposit und unbehandeltem Zirkonoxid zu vergleichen.

Bei der tribochemischen Silikatisierung wird die Zirkonoxid-Oberfläche mit silikatbeschichteten Partikeln bestrahlt und anschließend mit einem MDP-haltigen Silan-Primer behandelt. Die Phosphatestergruppen dieses Silans binden sich an die Oberflächenoxide des Zirkonoxids, während die Methacrylatgruppe kovalente Bindungen mit der Kunststoffmatrix des Befestigungskomposits PANAVIA™ Veneer LC eingeht [7].
In dem vorgestellten klinischen Fall wurden die Veneers aus KATANA™ Zirconia UTML mit Siliziumoxid-Partikeln (SiO2) bestrahlt. Als Primer kam CLEARFIL™ CERAMIC PRIMER PLUS (Kuraray Noritake) zum Einsatz, da dieser das Original-MDP-Monomer enthält, das von Kuraray Co., Ltd. entwickelt wurde [8].

Gereinigt wurden die Veneers vor der Applikation von CLEARFIL™ CERAMIC PRIMER PLUS mit KATANA™ Cleaner (Kuraray Noritake). Speichel und Verunreinigungen von der Einprobe können die Grenzfläche zum Befestigungssystem verändern und damit das Risiko eines Haftversagens der Zirkonoxid-Veneers erhöhen [9].

In diesem Fall bestand einer der größten Herausforderungen darin, den mit einem Durchscheinen der Farbe des Implantat-Abutments verbundenen Grauschimmer auf der Zirkonoxid-Krone zu vermeiden. Kaschiert wurde das Grau des Abutments mit einem Kunststoff-Opaker. Dies führte – in Kombination mit der Applikation von PANAVIA™ Veneer LC im Farbton White – zu einem optimalen Ergebnis (Abb. 9 und 10) [10].
  

Abb. 9: Behandlungsergebnis.



Abb. 10: Neues Smile Design nach individuellen Patientenwünschen.

Fazit

Veneers aus KATANA™ Zirconia UTML bieten bessere mechanische Eigenschaften als konventionelle Veneers. Ihr Einsatz eröffnet Anwendern dadurch die Möglichkeit, Patienten mit einer Kombination aus Brücken, Kronen und Veneers zu versorgen, die keinen sichtbaren Farbunterschied aufweisen. Das Material bietet erfahrungsgemäß eine adäquate Transluzenz und Ästhetik. Eine sichere Haftung der Veneers konnte durch die adhäsive Befestigung mit PANAVIA™ Veneer LC sowie die tribochemische Vorbehandlung und Applikation von MDP auf den Klebeflächen gewährleistet werden, während die durch das Implantat-Abutment verursachte Dyschromie erfolgreich kaschiert werden konnte.

 

 


Dr. Bassem Jaidane

 

LITERATURHINWEISE

  1. Restaurations esthétiques grâce à la technique du cut-back Par Fleur Nadal, Geoffrey Di Bacco, Julien Chesnot Publié le 01.06.2019. Paru dans L'Information Dentaire n°23 - 12 juin 2019 (page 28-29) 
  2. Effects of ceramic layer thickness, cement color, and abutment tooth color on color reproduction of feldspathic veneers Christopher Igiel, Michael Weyhrauch, Barbara Mayer, Herbert Scheller, Karl Martin Lehmann PMID: 29379907 Int J Esthet Dent  2018;13(1):110-119. 
  3. Influence of Air-Particle Deposition Protocols on the Surface Topography and Adhesion of Resin Cement to Zirconia. Acta Odontol: Sarmento, H.R.; Campos, F.; Sousa, R.S.; Machado, J.P.B.; Souza, R.O.A.; Bottino, M.A.; Ozcan, M: Acta Odontol Scand . 2014 Jul;72(5):346-53.doi: 10.3109/00016357.2013.837958. Epub 2013 Oct 31.
  4. Comparison of the Mechanical Properties of Translucent Zirconia and Lithium Disilicate: Kwon, S.J.; Lawson, N.C.; McLaren, E.E.; Nejat, A.H.; Burgess, J.O.  J.Prosthet:: J Prosthet Dent . 2018 Jul;120(1):132-137. doi: 10.1016/j.prosdent.2017.08.004. Epub 2018 Jan 6.
  5. The Success of Dental Veneers According To Preparation Design and Material Type: Yousef Alothman, Maryam Saleh Bamasoud: Open Access Maced J Med Sci. 2018 Dec 14;6(12):2402-408.doi:10.3889/oamjms.2018.353. eCollection 2018 Dec 20.
  6. The Effect of Resin Bonding on Long-Term Success of High-Strength Ceramics: Blatz, M.B.; Vonderheide, M.; Conejo, J: J Dent Res 2018 Feb;97(2):132-139. doi: 10.1177/0022034517729134. Epub 2017 Sep 6.
  7. Ultra-thin monolithic zirconia veneers: reality or future? Report of a clinical case and one-year follow-up: Rodrigo Othávio Assunção Souza, Fernanda Pinheiro Barbosa, Gabriela Monteiro de Araújo, Eduardo Miyashita, Marco Antonio Bottino, Renata Marques de Melo, and Yu Zhang :Oper Dent :2018 ;43(1) :3_11.doi :10.234/16-350-T.
  8. Functional monomer impurity affects adhesive performance: Kumiko Yoshihara  1 , Noriyuki Nagaoka, Takumi Okihara  , Manabu Kuroboshi, Satoshi Hayakawa, Yukinori Maruo, Goro Nishigawa, Jan De Munck, Yasuhiro Yoshida, Bart Van Meerbeek : Dent Mater : 2015 Dec;31(12):1493-501.doi: 10.1016/j.dental.2015.09.019. Epub 2015 Oct 28.
  9. Effect of decontamination materials on bond strength of saliva-contaminated CAD/CAM resin block and dentin Kei Takahashi, Tomohiro Yoshiyama, Akihito Yokoyama, Yasushi Shimada, Masahiro Yoshiyama : Dent Mater J 2022 Jul 30;41(4):601-607. doi: 10.4012/dmj.2021-268. Epub 2022 Apr 13.
  10. Masking ability of implant abutment substrates by using different ceramic restorative systems: Pablo Machado Soares  , Ana Carolina Cadore-Rodrigues  , Maria Gabriela Packaeser, Atais Bacchi , Luiz Felipe Valandro   , Gabriel Kalil Rocha Pereira  , Marília Pivetta Rippe   J Prosthet Dent 2022 Sep;128(3):496.e1-496.e8. doi: 10.1016/j.prosdent.2022.05.010. Epub 2022 Aug 16. Affiliations PMID: 35985853 DOI: 10.1016/j.prosdent.2022.05.010 

UNIVERSALADHÄSIVE: RATIONALISIEREN KLINISCHER ABLÄUFE

FALLDOKUMENTATION VON PD DR. JOSE IGNACIO ZORZIN

Klinische Abläufe rationalisieren: Dies ist der Hauptgrund für den Einsatz von Universalprodukten in der adhäsiven Zahnheilkunde. Sie eignen sich für ein breites Indikationsspektrum und für verschiedene Anwendungstechniken, erfüllen ihre Aufgaben mit weniger Komponenten als herkömmliche Systeme und erfordern häufig weniger Schritte in der klinischen Anwendung. Ein bekanntes Beispiel sind Universaladhäsive.

Inwiefern tragen Universaladhäsive zu einer Optimierung von Arbeitsprozessen bei?

Wenn Zähne mit Komposit-Füllungsmaterial zu restaurieren sind, tritt bei der Lichthärtung dieser Materialien eine Volumenschrumpfung auf. Durch die adhäsive Befestigung des Restaurationsmaterials an der Zahnhartsubstanz lassen sich die negativen Folgen dieser Schrumpfung – Randspaltbildung, Marginal Leakage und Randverfärbungen, Hypersensitivitäten und die Entwicklung von Sekundärkaries – vermeiden.

Die ersten auf dem Dentalmarkt verfügbaren Adhäsivsysteme waren Etch-and-Rinse-Adhäsive, die in der Regel aus drei Komponenten bestanden: einem Phosphorsäure-Äztgel, einem Primer und einem separaten Adhäsiv. Spätere Generationen kombinierten Primer und Bond in einer Flasche, hinzu kamen außerdem selbstätzende Ein- oder Zwei-Flaschen-Adhäsive. Universaladhäsive (auch als Multi-Mode-Adhäsive bezeichnet) können sowohl mit als auch ohne ein separates Phosphorsäure-Ätzgel verwendet werden.

Welche Technik zu wählen ist, hängt von der Indikation und der klinischen Situation ab. In den meisten Fällen werden die besten Ergebnisse nach einer selektiven Schmelzätzung erzielt1. Der Haftverbund an Schmelz ist in der Regel hochwertiger, wenn dieser zuvor mit Phosphorsäure behandelt wurde, während die Applikation von Phosphorsäure auf großen Dentinarealen mit dem Risiko verbunden ist, dass tiefer geätzt wird als das Adhäsiv hybridisieren kann. Ist die Kavität hingegen klein, kann es unmöglich sein, das Phosphorsäure-Ätzgel ausschließlich auf den Schmelz zu applizieren, sodass die Total-Etch-Technik am geeignetsten erscheint. Und schließlich kann sich die Anwendung von Phosphorsäure im Kontext einer Reparatur bestehender Restaurationen negativ auf die Haftfestigkeit auswirken, da diese die Bindungsstellen an bestimmten Restaurationsmaterialien blockiert. Durch die Anwendung eines Universaladhäsivs lassen sich all diese Fälle bestmöglich behandeln, da in jeder Situation die am besten geeignete Ätztechnik gewählt werden kann.


Abbildung 1: Volumenschrumpf von Komposit-Füllungsmaterialien und die klinischen Folgen.

Abgesehen von den Unterschieden hinsichtlich der Anwendung oder Nicht-Anwendung von Phosphorsäure-Ätzgel auf der Schmelz- oder der Schmelz-und-Dentin-Klebefläche ist die klinische Vorgehensweise bei Verwendung desselben Universaladhäsivs stets ähnlich. Anhand des folgenden klinischen Fallbeispiels wird demonstriert, wie CLEARFIL™ Universal Bond Quick (Kuraray Noritake Dental Inc.) im Rahmen der selektiven Schmelzätzung anzuwenden ist. Einige Details zu den zugrundeliegenden Haftmechanismen werden ebenfalls genannt.

Wie ist bei der selektiven Schmelzätzung vorzugehen?

Ein klinisches Fallbeispiel.
Dieser Patient stellte sich mit einem frakturierten seitlichen Schneidezahn vor, brachte aber erfreulicherweise das Fragment gleich mit. So wurde entschieden, das Fragment unter Einsatz eines fließfähigen Komposit-Füllungsmaterials adhäsiv am Zahn zu befestigen.

Da eine sorgfältige Trockenlegung des Arbeitsumfelds das Leben des Zahnarztes erleichtert, wurde Kofferdam in Langlochtechnik gelegt. Diese Technik funktioniert im Frontzahnbereich des Oberkiefers generell sehr gut, da das Risiko einer Kontamination mit Speichel vom Gaumen her sehr gering ist. Nach dem Anlegen des Kofferdams wurden die Klebeflächen am Zahn leicht angeraut, um frisches Dentin zum Vorschein zu bringen. Da die Oberflächen geringfügig mit Blut kontaminiert waren und vollständig saubere Oberflächen eine entscheidende Voraussetzung für eine sichere Haftung sind, wurde KATANA™ Cleaner auf die Zahnhartsubstanz appliziert, zehn Sekunden in die Oberflächen eingerieben und anschließend abgespült. Die Reinigungslösung enthält MDP-Salz mit oberflächenaktiven Eigenschaften, die alle organischen Substanzen vom Substrat entfernen. Das Fragment wurde mit Komposit an einem Kugelstopfer befestigt (anpolymerisiert) und ebenfalls mit KATANA™ Cleaner gereinigt.


Abbildung 2: Patient mit frakturiertem Zahn 21.


Abbildung 3: Detailansicht des frakturierten Zahns.


Abbildung 4: Isolation des Arbeitsumfelds mit Kofferdam.


Abbildung 5: Reinigung des Zahns …


Abbildung 6: … und des Fragments mit KATANA™ Cleaner.

Es folgte die 15-sekündige selektive Schmelzätzung am Zahn und am Fragment. Immer dann, wenn ausschließlich der Schmelz geätzt werden soll, ist es wichtig, ein Ätzgel zu wählen, das standfest ist (nicht wegfließt). Eine solche Konsistenz bietet K-ETCHANT Syringe (Kuraray Noritake Dental Inc.). Beide Oberflächen wurden nach dessen Anwendung gründlich mit Wasser gespült und leicht mit Luft getrocknet, bevor CLEARFIL™ Universal Bond Quick (Kuraray Noritake Dental Inc.) mit einer massierenden Bewegung appliziert wurde. Dieses Adhäsiv ist wirklich schnell: Studienergebnisse zeigen, dass die Haftfestigkeit direkt nach der Applikation ebenso hoch ist wie nach einem intensiven Einreiben in die Zahnhartsubstanz für 20 Sekunden2,3. Die Adhäsivschicht wurde vorsichtig mit Luft zu einem sehr dünnen Film verblasen und final lichtgehärtet – sowohl auf dem Zahn als auch auf dem Fragment.


Abbildung 7: Selektive Schmelzätzung mit Phosphorsäure-Ätzgel auf dem Zahn …


Abbildung 8: … und dem Fragment.


Abbildung 9: Applikation …


Abbildung 10: … des Universaladhäsivs.


Abbildung 11: Polymerisation der extrem dünnen Adhäsivschicht auf dem Zahn …


Abbildung 12: … und dem Fragment.

Was geschieht mit dem Dentin bei selektiver Schmelzätzung (oder auch im selbstätzenden Modus)?
Nach der Präparation oder dem Anrauen der Dentinoberfläche verbleibt eine Schmierschicht auf dieser, welche die Dentintubuli verschließt. Zudem bilden sich intratubuläre Pfropfen (Smear Plugs). Sie schützen die Pulpa und bilden eine Barriere, die dem Austritt von Liquor aus den Tubuli entgegenwirkt und verhindert, dass dieser die Haftung negativ beeinflussen kann. Bei selbstätzender Anwendung des Universaladhäsivs auf dem Dentin wird die Schmierschicht von der mild selbstätzenden Formulierung (pH-Wert > 2) infiltriert und teilweise aufgelöst. Gleichzeitig infiltriert und demineralisiert das Adhäsiv das peritubuläre Dentin. Die Säure greift das Hydroxylapatit an den Kollagenfasern an, löst Calcium und Phosphat heraus und vergrößert dadurch die Oberfläche. Dann reagiert das in der Formulierung enthaltene 10-MDP mit den positiv geladenen Calcium- (und Phosphat-)Ionen. Diese ionische Wechselwirkung ist verantwortlich für die Verbindung des Dentins mit dem Methacrylat und damit für die Bildung der Hybridschicht4,5.

Im Etch-and-Rinse-Modus ist die Phosphorsäure für die Auflösung der Schmierschicht und die Demineralisation des Hydroxylapatits verantwortlich. Dies führt dazu, dass die Kollagenfasern kollabieren. Rehydriert werden müssen sie vom Universaladhäsiv, das im folgenden Schritt appliziert wird. Wann immer die Säure tiefer in die Strukturen eindringt als das Adhäsiv, verbleiben die Kollagenfasern im kollabierten Zustand. Dies führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu klinischen Beschwerden wie postoperativen Sensitivitäten6.

Während der Anwendung des Adhäsivsystems denkt ein Praktiker sicher selten darüber nach, was an der Grenzschicht geschieht7. Jeder einzelne Anwender von Universaladhäsiven sollte sich jedoch der Tatsache bewusst sein, dass dort eine Menge passiert. Und weil dort so viel geschieht, ist es so wichtig, ein hoch leistungsfähiges Material mit ausgewogenen Eigenschaften zu verwenden und sich stets an die Anwendungsempfehlungen zu halten.

Haftmechanismus auf Dentin
(selbstätzende Anwendung oder selektive Schmelzätzung)

Schmierschicht
Peritubuläres Dentin
Intratubuläre Pfropfen (Smear Plugs


Abbildung 13: Schematische Darstellung von Dentin nach der Präparation: Die Schmierschicht auf der Oberfläche mit den Smear Plus, welche die Dentintubuli verschließen, schützen die Pulpa und wirken dem Austritt von Liquor in die Kavität entgegen.

Haftmechanismus auf Dentin
(selbstätzende Anwendung oder selektive Schmelzätzung)

Infiltration und Demineralisation des peritubulären Dentins
Universaladhäsiv
mit MDP
pH > 2


Abbildung 14: Schematische Darstellung von Dentin nach der Applikation eines 10-MDP enthaltenden Universaladhäsivs. Die mild selbstätzende Formulierung löst die Schmierschicht teilweise auf und infiltriert sie, während gleichzeitig das peritubuläre Dentin demineralisiert und infiltriert wird5.

Im vorliegenden Fall waren Zahn und Fragment nun wieder zusammenzuführen. Zu diesem Zweck wurde CLEARFIL MAJESTY™ ES-Flow (A2 Low, Kuraray Noritake Dental Inc.) auf die Zahnhartsubstanz appliziert. Das Fragment wurde dann mithilfe eines Silikonschlüssels reponiert, mit einer Pinzette in Position gehalten und lichtgehärtet. Um einen glatten Rand und eine glänzende Oberfläche zu erzielen, erfolgte lediglich die Politur der Restauration. Nach eineinhalb Jahren erschien der Patient zum Recall und die Restauration befand sich in einem einwandfreien Zustand.

Warum ist es so wichtig, sich an die produktspezifischen Anwendungsprotokolle zu halten?

Universaladhäsive enthalten viele verschiedene Technologien in nur einer Flasche. Während diese Tatsache dafür sorgt, dass Anwender ihre klinischen Vorgehensweisen rationalisieren können, erfordert sie auch besondere Aufmerksamkeit. Wie jedes hochentwickelte Material müssen auch Universaladhäsive genau so angewendet werden, wie es ihr Hersteller empfiehlt. Generell darf nur erwartet werden, dass die Materialien auf absolut sauberen Flächen gut funktionieren, während eine Kontamination mit Blut und Speichel sehr wahrscheinlich zu einer deutlichen Abnahme der Haftfestigkeit führt. Je nach Art des Universaladhäsivs ist die aktive Applikation ähnlich wichtig. Dies gilt außerdem für die korrekte Behandlung der Adhäsivschicht mit Luft und die nachfolgende Lichthärtung. Außerdem ist darauf zu achten, dass das Material im Originalzustand angewendet wird. Dies bedeutet, dass es direkt aus der Flasche appliziert werden sollte, um einer zu frühen Evaporation des Lösungsmittels oder chemischen Reaktion entgegenzuwirken. Werden diese Regeln beachtet, so bieten Universaladhäsive zahlreiche Vorteile – von rationalisierten Abläufen bis hin zu einem vereinfachten Bestellmanagement und einer erhöhten Nachhaltigkeit, da weniger Flaschen vorzuhalten sind und vor dem Verfallsdatum ablaufen könnten.


Abbildung 15: Wiederverbinden des Fragments mit dem Zahn.


Abbildung 16: Behandlungsergebnis.

 

PD Dr. José Ignacio Zorzin

PD Dr. José Ignacio Zorzin schloss sein Studium der Zahnmedizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Jahr 2009 ab. Er promovierte 2011 zum Dr. med. dent. Im Jahr 2019 folgte die Habilitation mit Erwerb der Venia Legendi in Zahnerhaltung, Parodontologie und Kinderzahnheilkunde ("Materials and Techniques in Modern Restorative Dentistry"). PD Dr. Zorzin ist seit 2009 an der Zahnklinik 1 (Zahnerhaltung und Parodontologie) des Universitätsklinikums Erlangen tätig. Er lehrt an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Bereich der operativen Zahnheilkunde und leitet dort klinische und vorklinische Kurse. Er forscht hauptsächlich in den Bereichen selbstadhäsive Befestigungskomposite, Adhäsive, Komposit-Füllungsmaterialien und Keramiken. Er veröffentlicht in internationalen Fachzeitschriften mit Peer-Review-Verfahren.

 

Literaturangaben

  1. Van Meerbeek, B.; Yoshihara, K.; Van Landuyt, K.; Yoshida, Y.; Peumans, M. From Buonocore‘s Pioneering Acid-Etch Technique to Self-Adhering Restoratives. A Status Perspective of Rapidly
    Advancing Dental Adhesive Technology. J Adhes Dent 2020, 22, 7-34.
  2. Kuno Y, Hosaka K, Nakajima M, Ikeda M, Klein Junior CA, Foxton RM, Tagami J. Incorporation of a hydrophilic amide
    monomer into a one-step self-etch adhesive to increase dentin bond strength: Effect of application time. Dent Mater J. 2019 Dec 1;38(6):892-899.
  3. Nagura Y, Tsujimoto A, Fischer NG, Baruth AG,
    Barkmeier WW, Takamizawa T, Latta MA, Miyazaki M. Effect of Reduced Universal Adhesive Application Time on Enamel Bond Fatigue and Surface Morphology. Oper Dent. 2019 Jan/Feb;44(1):42-
    53.
  4. Fehrenbach, J., C.P. Isolan, and E.A. Münchow, Is the presence of 10-MDP associated to higher bonding performance for self-etching adhesive systems? A meta-analysis of in vitro studies.
    Dental Materials, 2021. 37(10): 1463-1485.
  5. Van Meerbeek, B., et al., State of the art of self-etch adhesives. Dental Materials, 2011. 27(1): 17-28.
  6. Pashley, D.H., et al., State of the art etchand-
    rinse adhesives. Dent Mater, 2011. 27(1): 1-16.
  7. Vermelho, P.M., et al., Adhesion of multimode adhesives to enamel and dentin after one year of water storage. Clinical Oral Investigations,
    2017. 21(5): 1707-1715.

 

Gaith Alousi

Vollkeramische Restaurationen im Fokus: Ein Workshop mit Gaith Alousi

In der Fachzeitschrift „dental dialogue“ ist ein interessanter Artikel über einen Workshop von ZTM Gaith Alousi, einem renommierten Zahntechniker aus Frankfurt, erschienen. Der Workshop fand im Dentallabor Neubauer & Brandl in Graz statt und konzentrierte sich auf die Herstellung von vollkeramischen Restaurationen, insbesondere Frontzähnen.

Gaith Alousi ist bekannt für seinen „Nature Style", einen Ansatz, der darauf abzielt, die natürlichen Eigenschaften und Merkmale von Zähnen in vollkeramischen Restaurationen nachzubilden. Dieser Ansatz basiert auf der Beobachtung und Analyse natürlicher Zahnstrukturen und deren Imitation. Im Workshop wurde ein systematischer Ansatz verfolgt, beginnend mit theoretischen Informationen, in denen Gaith Alousi das Laborteam von Neubauer & Brandl in die spezifischen Techniken und Feinheiten seiner Arbeit einführte. Dies legte das Fundament für die praktische Hands-on-Session, in der die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, die erlernten Techniken anzuwenden.

Materialien und Techniken

Zentrales Element des Workshops war die Verwendung des Multi-Layered-Zirkonoxids KATANA™ Zirconia UTML von Kuraray Noritake. Dieses Material wurde aufgrund seiner hohen Transluzenz und der Fähigkeit, natürliche Zahnfarben und -strukturen nachzubilden, ausgewählt. Zusätzlich kam Esthetic Colorant zum Einsatz, um die Farbnuancen des Zirkonoxids zu modifizieren und eine noch realistischere Darstellung zu erzielen.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Der Workshop unterstrich die Bedeutung von fundiertem Fachwissen, präzisen Techniken und qualitativ hochwertigen Materialien in der modernen Zahntechnik. Es wurde deutlich, dass die Kombination dieser Elemente zu herausragenden Ergebnissen bei vollkeramischen Restaurationen führen kann.

Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um auf die Bedeutung solcher Hands-on-Workshops für die kontinuierliche Weiterbildung und den kollegialen Austausch hinzuweisen. Es ist eine große Bereicherung für die ganze Branche, dass Fachleute wie Gaith Alousi ihr Wissen teilen.

Für weitere Details und Einblicke in den Workshop empfehlen wir die Lektüre des vollständigen Artikels aus der "dental dialogue".

Top-Produkt des Jahres 2023: CLEARFIL™ SE Protect

Zum fünften Mal vom DENTAL ADVISOR als Top-Produkt ausgezeichnet

Im Jahr 2023 hat es CLEARFIL™ SE Protect zum bereits fünften Mal auf die Liste der Top-Produkte des DENTAL ADVISOR geschafft. Damit gehört das Material zu den zahnmedizinischen Materialien, die nach Ansicht der jährlichen Produktbewertung der Publikation die beste praxisorientierte Leistung liefern.

In der Kategorie „Selbstätzende Haftvermittler“ wird CLEARFIL™ SE Protect vorgestellt als ein selbstätzendes Adhäsiv, das mehr als nur eine zuverlässige Bindung bietet.

  • Antibakterieller (selbstätzender) Primer dank enthaltenem MDPB-Monomer
  • Baut auf demselben System auf wie das Goldstandard-Adhäsiv CLEARFIL™ SE BOND
  • Ist mit CLEARFIL™ DC Aktivator auch für erweiterte Indikationen wie Stumpfaufbauten und indirekte Restaurationen anwendbar.

Alles in allem: Dieses Produkt ist eine großartige Ergänzung für Ihre zahnärztlichen „Werkzeugkiste“. Die Anwendung von CLEARFIL™ SE Protect ist vielseitig. Sie können es für jede direkte Restauration verwenden, insbesondere aber bei der Behandlung von hypersensiblen Zähnen. Es wird auch häufig für den Aufbau mit selbst- oder dualhärtenden Kompositmaterialien und für die Befestigung mit Kompositmaterialien in Kombination mit CLEARFIL™ DC Aktivator verwendet.

CLEARFIL™ SE Protect bietet Ihnen folgende Merkmale:

  • Praktisch keine postoperative Sensibilität
  • Exzellente Haftfestigkeit für Schmelz und Dentin
  • Schnelles und einfaches Verfahren mit geringer Techniksensibilität

Diese Attribute spiegeln sich in den Studienergebnissen und den Kommentaren der 13 DENTAL ADVISOR-Redakteure und -Berater wider. Sieben von ihnen hatten zuvor CLEARFIL™ SE BOND in ihren Praxen verwendet. Nachdem CLEARFIL™ SE Protect über einen Zeitraum von sechs Wochen bewertet wurde (mehr als 150 Restaurationen), erhielt es von den Beratern eine klinische Bewertung von 98 % auf einer Bewertungsskala von 1 – 5.

Die das Produkt bewertenden Praktiker stellten keine postoperative Sensibilität fest. Zu den Beobachtungen, die in dem Online-Bericht vom DENTAL ADVISOR erwähnt wurden, gehörte die Tatsache, dass der Primer und der Bonder den Zahn gleichmäßig benetzten. Sie erwähnten auch, dass CLEARFIL™ SE BOND wirksam bei der Reduzierung der Sensibilität ist, wenn es auf Bereiche mit Rezessionen oder ähnliche Bereiche mit empfindlicher Zahnstruktur aufgetragen wird.

Die Auszeichnungen „Top-Produkt“ oder „Bevorzugtes Produkt“, die vom in den USA ansässigen DENTAL ADVISOR vergeben werden, wurden eingeführt, um praktisch tätigen Zahnärztinnen und Zahnärzten dabei zu helfen, die zahlreichen neuen Lösungen für weniger invasive Techniken, standardisierte oder vereinfachte Verfahren und regelmäßig verbesserte Ergebnisse zu verstehen. DENTAL ADVISOR führt praxisbasierte klinische Bewertungen und Produktleistungstests kurz nach der Produkteinführung durch und veröffentlicht die Ergebnisse jährlich online. Dies soll potenziellen Anwendern helfen, hochwertige neue zahnärztliche Materialien zu identifizieren und zu bestimmen, welche von ihnen am besten geeignet sind, ihre individuellen Anforderungen zu erfüllen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website vom DENTAL ADVISOR: www.dentaladvisor.com

ESTHETIC COLORANT FÜR KATANA™ ZIRCONIA IM EINSATZ

Die Arbeit mit hochtransluzentem, mehrschichtigem Zirkonoxid (KATANA™ Zirconia Multi-Layered-Serie von Kuraray Noritake Dental Inc.) ebnet den Weg zu indirekten Restaurationen, die eng an die Bedürfnisse unserer Patienten angepasst sind. Reduzierte Wandstärken ermöglichen minimalinvasive Präparationen, während poliertes Zirkonoxid in den okklusalen Kontaktbereichen für ein antagonistenfreundliches Verhalten sorgt. All dies ist aufgrund des hohen ästhetischen Potenzials und der homogenen Struktur der Werkstoffe möglich, die sich gut für eine monolithische Gestaltung oder ein leicht vestibuläres Cut-back eignen. Für eine zusätzliche Individualisierung bzw. Charakterisierung stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Das Portfolio der Finishing-Lösungen von Kuraray Noritake wurde vor einigen Monaten um Esthetic Colorant für KATANA™ Zirconia ergänzt, ein Set von zwölf Effektflüssigkeiten für das mehrschichtige Zirkonoxid. Die Flüssigkeiten werden vor dem Sintern auf die Oberfläche der Restauration aufgetragen.

Einige Leser mögen sich fragen, warum auf vorgefärbtem Zirkonoxid mit einer mehrschichtigen Farbstruktur zusätzlich Effektflüssigkeiten aufgetragen werden müssen. Angesichts des einzigartigen Farbspiels natürlicher Zähne, das sich aus Form und Farbe des Dentinkerns ergibt, liegt der Grund auf der Hand: Esthetic Colorant diffundiert in die Zirkonoxidstruktur und ermöglicht so, auch bei monolithischen Restaurationen natürliche Tiefeneffekte zu erzielen. Darüber hinaus ermöglicht es die Intensivierung der Einfärbung von Weichgewebeanteilen, und selbst bei Cut-backs können wir mit den Liquids ganz einfach fallspezifische interne optische Eigenschaften reproduzieren. Unser Standardverfahren für die Verwendung von Esthetic Colorant auf KATANA™ Zirconia HTML Plus wird anhand des folgenden Fallbeispiels beschrieben: Eine implantat- und zahnbasierte zwölfgliedrige Brücke mit leichtem vestibulärem Cutback-Design, fertiggestellt mit Esthetic Colorant und CERABIEN™ ZR Porcelain.

 

Abb. 1: Gefräste Restauration aus KATANA™ Zirconia HTML Plus vor dem Heraustrennen aus dem Blank
Abb. 2: Restauration nach dem Heraustrennen aus dem Blank
Abb. 3: Esthetic Colorant für KATANA™ Zirconia: 12 verfügbare Farbtöne
Abb. 4: Frontalansicht der gefrästen Restauration nach dem Auftragen von Esthetic Colorant. Eine Farbkarte ist nicht erforderlich, da die Farben der aufgetragenen Flüssigkeiten deutlich sichtbar sind.
Abb. 5: Okklusale Ansicht der gefrästen Restauration nach dem Auftragen von Esthetic Colorant. Die Flüssigkeiten wurden mit dem Liquid Brush Pen für Esthetic Colorant aufgetragen.
Abb. 6: Nach dem Sintern: Ansicht der Restauration von labial.
Abb. 7: Nach dem Sintern: Ansicht der Restauration von okklusal.
Abb. 8: Schöne Transluzenz und Mamelonstrukturen im Inzisalbereich.
Abb. 9: Situation nach dem Auftragen einer dünnen Schicht CERABIEN™ ZR Porcelain, die einen Schmelzeffekt erzeugt und das darunter liegende Farbenspiel sichtbar macht.
Abb. 10: Restauration nach dem Brand und der Glasur.

 

ERGEBNIS
Abb. 11: Nahansicht von frontal...
Abb. 12: … und von okklusal.

 

 

Einfache Handhabung und Anwendung, eindrucksvolle Farbeffekte: Esthetic Colorant fügt sich perfekt in unseren Micro-Layering-Konzept ein. Mit einem auf das Alter und die Bedürfnisse jedes Patienten abgestimmten Cutback-Designs erzielen wir natürliche Ergebnisse. Da die Effektflüssigkeiten auf die vorgesinterte Zirkonoxidoberfläche aufgetragen werden, ist keine zusätzliche Wärmebehandlung erforderlich – die Restauration wird einfach getrocknet und anschließend wie gewohnt gesintert. Esthetic Colorant kann anstelle von oder in Kombination mit internen Malfarben, Glasurmassen und Flüssigkeramik verwendet werden – was auch immer das bestehende Konzept eines Labors für hochästhetische Zirkonoxid-Restaurationen ergänzt.

BESUCHEN SIE DIE PRODUKTSEITE ONLINE FÜR WEITERE DETAILS ÜBER Esthetic Colorant

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Kostenfreies Online-Seminar zur adhäsiven Zahnmedizin mit Dr. Uwe Blunck

Kostenfreies Online-Seminar zur adhäsiven Zahnmedizin mit Dr. Uwe Blunck

Nehmen Sie an einem inspirierenden Online-Seminar zur adhäsiven Zahnmedizin teil. Sie haben die besondere Gelegenheit, von Dr. Uwe Blunck (Charité Berlin) – einem international renommierten Experten für adhäsive Zahnmedizin – solide Expertise zur Adhäsivtechnik zu erhalten.

Termin: 21. Juni 2023, 17.00 Uhr
Referent: Dr. Uwe Bluck (Charité Berlin)
Thema: „Update Adhäsive – Überblick & Verarbeitungshinweise“

Erfahren Sie mehr über die aktuellen Entwicklungen und fundierten Verarbeitungshinweise in der modernen Zahnmedizin. Das Seminar beinhaltet theoretisches Wissen und praktische Tipps, die Ihnen helfen, Fehler bei der Anwendung von Adhäsivsystemen zu vermeiden.

Das erwartet Sie:
Die Adhäsivtechnik ist elementarer Bestandteil der modernen Zahnmedizin. Durch die Entwicklung der Universaladhäsiven werden die Behandlungen in einem breiten Indikationsspektrum vereinfacht. Etch&Rinse, selektive Schmelzätzung oder das Arbeiten mit selbstätzendem Adhäsiv – im Online-Seminar wird dargestellt, welche der Herangehensweisen bei welcher Indikation sinnvoller ist. Außerdem wird die Vorbehandlung verschiedener Restaurationsoberflächen dargestellt und die Handhabung des Adhäsivs sowohl bei der Vorbereitung von direkten als auch zur adhäsiven Befestigung von indirekten Restaurationen besprochen. Zudem erhalten Sie wertvolle Hinweise, wie und bei welchen Arbeitsschritten Fehler in der Anwendung von Adhäsivsystemen vermieden werden können.

Melden Sie sich jetzt an, um Ihren Platz zu sichern und tauchen Sie ein in die Welt der modernen Zahnmedizin. Sie werden die Gelegenheit haben, Ihr Wissen zu erweitern und Ihr tägliches Praxiserlebnis zu bereichern.

Adhäsive Befestigung von Kronen aus Lithium-Disilikat

Anwendung von KATANA™ Cleaner und PANAVIA™ SA Cement Universal

von Richard Young DDS, San Bernardino/CA

Einfaches Verfahren, sicheres Ergebnis: Das wünschen sich die meisten Zahnärztinnen und Zahnärzte beim Einsetzen indirekter Restaurationen. Das folgende klinische Fallbeispiel demonstriert ein einfaches, aber sehr erfolgreiches klinisches Protokoll für die Befestigung einer Lithium-Disilikat-Krone.


Abb. 1 Lithium-Disilikat-Krone nach Ätzen der Oberfläche mit Flusssäure und Einprobe

 


Abb. 2a Auftragen von KATANA™ Cleaner in die Krone zur vollständigen Entfernung von Verunreinigungen wie Proteinen aus Blut und Speichel, welche die Leistung jedes Befestigungssystems beeinträchtigen können.

 


Abb. 2b Alternativ zum direkten Auftragen kann KATANA™ Cleaner in eine Mischmulde gegeben werden.

 


Abb. 3 Reinigung der Kronen-Innenfläche mit KATANA™ Cleaner

 


Abb. 4 KATANA™ Cleaner wird in gleicher Weise auf die präparierte Zahnhartsubstanz aufgetragen (10 Sekunden lang einreiben, anschließend abspülen und trocknen).

 


Abb. 5 Auftragen von PANAVIA™ SA Cement Universal in die gereinigte Krone.

 


Abb. 6 Das Befestigungskomposit enthält einen einzigartigen Silan-Haftvermittler – das LCSi-Monomer – für eine starke und zuverlässige Haftung an Lithium-Disilikat und anderen Restaurationsmaterialien wie Glaskeramik und Hybridkeramik. Das Silan wird in der Mischkanüle durch Original MDP aktiviert.

 


Abb. 7 Einfache Entfernung von Überschüssen nach zwei bis fünf Sekunden Aushärtung.

 


Abb. 8 Das überschüssige Befestigungskomposit befindet sich im Gelzustand und kann in einem Stück mit einem Instrument entfernt werden.

 


Abb. 9 Behandlungsergebnis unmittelbar nach dem Einsetzen der Krone.

 

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"Würdige Ergänzung der PANAVIA-Familie“. REALITY NOW bewertet PAVANIA™ Veneer LC

Gerade erst auf den Markt gekommen und schon getestet: REALITY RATINGS & REVIEWS hat eine FirstLook-Bewertung des neuen PANAVIA™ Veneer LC veröffentlicht. Das innovative, rein lichthärtende Komposit von Kuraray Noritake dient der dauerhaften Befestigung von Veneers, dünnen Inlays und Onlays. Basierend auf Labortests kommen die Bewerter zu dem Fazit: „PANAVIA™ Veneer LC ist eine würdige Ergänzung der PANAVIA™-Familie.“ PANAVIA Veneer LC Kit besteht aus PANAVIA™ Veneer LC Paste, PANAVIA™ V5 Tooth Primer und CLEARFIL™ CERAMIC PRIMER PLUS.

Die im Labor nachweisbaren Produkteigenschaften überraschten im Test nicht: PANAVIA™ Veneer LC Paste lässt sich mit den verwendeten Poliersystemen sehr gut polieren. Die Einwirkzeit entspricht exakt den Angaben von Kuraray Noritake; die Arbeitszeit ist nach Ansicht der Gutachter mehr als ausreichend. Während andere möglicherweise vorteilhafte Eigenschaften – Verschleißfestigkeit und Farbstabilität – nicht getestet wurden, waren die Gutachter von den Verarbeitungseigenschaften des Produkts begeistert. Ihre Meinung: „Das Material lässt sich sehr gut anwenden, was ein einfaches Einsetzen von Veneers ermöglicht. Es ist nicht flüssig, gleichzeitig aber auch nicht so zäh, dass Frakturen am Veneer riskiert werden. Darüber hinaus erleichtert die Konsistenz mit minimaler bis keiner Klebrigkeit das Einsetzen eines Veneers und die gründliche Überschuss-Entfernung.“

Ausgestattet mit diesen günstigen Eigenschaften hat PANAVIA™ Veneer LC ganz klar das Potenzial, Ihnen als Zahnärztin oder Zahnarzt die Befestigung von Veneers zu vereinfachen. Es sind auch entsprechende Try-in-Pasten erhältlich. Das Farbangebot (vier Farbtöne) ist mehr als ausreichend. Dank der engen „Verwandtschaft“ mit PANAVIA™ V5 werden Sie dieses Produkt von Anfang an vertrauensvoll verwenden.

Die vollständige Bewertung finden Sie unter www.realityratings.com

PANAVIA™-Family: Damit können Sie wirklich jede Restauration befestigen!

Weniger ist mehr! Die Anzahl der Befestigungsmaterialien in der Zahnarztpraxis zu reduzieren, hat viele Vorteile. Kuraray Noritake ist davon überzeugt, dass im Praxisalltag nur wenige Befestigungskomposite ausreichen, um wirklich jede Indikation abzudecken und jede Herausforderung der intraoralen Befestigung zu meistern. Die Auswahl der Produkte folgt objektiven (z. B. Werkstoffkunde) und subjektiven (Vorlieben des Anwenders) Kriterien und ist von der Art der klinischen Behandlung abhängig.

Kuraray Noritake bietet mit der PANAVIA-Family drei hochwertige Befestigungskomposite, mit denen die Bedürfnisse des klinischen Arbeitsalltags vollumfänglich erfüllt werden. „Familienoberhaupt“ ist das weltweit erfolgreiche und beliebte PANAVIA™ V5. Dieses Befestigungskomposit steht für höchste Haftfestigkeit und Ästhetik. Indes ist das Familienmitglied PANAVIA™ SA Cement Universal für alle gedacht, die das Befestigungsverfahren so einfach wie möglich halten wollen, gleichzeitig jedoch die Vorteile von Befestigungskompositen gegenüber herkömmlichen Zementen nutzen möchten. Und das „Nesthäkchen“ der PANAVIA-Familie ist das lichthärtende System PANAVIA™ Veneer LC als Speziallösung für die Befestigung von Veneers.

Familienoberhaupt: Der starke und ästhetische Allrounder

Für alle, die Wert auf höchstmögliche Haftkraft und Ästhetik legen, ist PANAVIA™ V5 die optimale Lösung. Das zuverlässige dualhärtende Befestigungssystem, bestehend aus einem Tooth Primer, dem Befestigungskomposit und einem Ceramic Primer, sorgt für eine andauernd stabile Haftfestigkeit und Ästhetik.

PANAVIA V5 ist die ausgezeichnete Wahl für das intraorale Befestigen einer Vielzahl indirekter Restaurationen Da die aufeinander abgestimmten Komponenten immer auf gleiche Weise kombiniert und angewendet werden, wird eine Standardisierung des Workflows möglich. Dies unterstützt vorhersehbare, sichere Ergebnisse. Auch im Dentallabor kommt das starke und zugleich ästhetische Befestigungskomposit zum Einsatz; PANAVIA V5 Opaque ist ideal für das Verkleben von Hybridabutments (Keramikkrone auf Titanbasis) geeignet.


Alleskönner: Das alltägliche Befestigungskomposit

Soll das Befestigungsverfahren einfacher und effizienter gestaltet werden, kommt der Alleskönner PANAVIA™ SA Cement Universal zum Einsatz. Die Anzahl der Arbeitsschritte und Komponenten ist bei diesem Material minimiert. Das selbstadhäsive dualhärtende Befestigungskomposit wurde für Einfachheit und Zuverlässigkeit in der Automixspritze entwickelt. Selbst die Herausforderung, Überschüsse gründlich zu entfernen, konnte durch eine spezielle Formulierung gemeistert werden.


Die Anzahl der Komponenten konnte bei PANAVIA™ SA Cement Universal reduziert werden, da das Original-MDP-Monomer von Kuraray Noritake und das Original-Silan (LCSi-Monomer) für den starken Haftverbund bereits im Produkt enthalten sind. Daher ist bei diesem Befestigungskomposit kein separater Primer erforderlich. Während MDP eine starke und dauerhafte chemische Bindung an Schmelz, Dentin, Metall und Zirkonoxid herstellt, ist LCSi für die starke chemische Haftung an Keramik, Lithium(di)silikatkeramik und Komposit zuständig.

Dies bedeutet: Es wird nur eine einzige Komponente benötigt! Das vereinfacht die klinische Anwendung signifikant, führt zu einer Zeitersparnis und minimiert das Fehlerpotenzial. Aufgrund der Eigenschaften ist PANAVIA™ SA Cement Universal ideal für eine alltägliche Anwendung – die dauerhafte Befestigung von Kronen und Brücken aus Zirkonoxid, Lithiumdisilikat, Hybridkeramik oder Metalllegierungen.

Nesthäkchen: Der Veneerspezialist

Besonders anspruchsvolle Aufgaben wie das Befestigen hochästhetischer Veneers benötigen Zeit und Präzision. Und ein Veneer kommt selten allein: Sollen mehrere Veneers auf einmal eingesetzt werden, ist ein Wettlauf mit der Aushärtezeit kontraproduktiv. Daher hat Kuraray Noritake das spezielle Befestigungskomposit PANAVIA™ Veneer LC entwickelt, das jüngste Mitglied der PANAVIA-Familie. Das lichthärtende Befestigungssystem mit verlängerter Verarbeitungszeit von 200 Sekunden* ermöglicht es der Zahnärztin oder dem Zahnarzt, die Polymerisation erst dann einzuleiten, wenn der richtige Zeitpunkt gegeben ist. PANAVIA™ Veneer LC bietet eine gut abgestimmte Pastenviskosität und -konsistenz für einfaches Auftragen sowie Einsetzen und ist in vier Farben für langanhaltende Ästhetik erhältlich. Nach der Aushärtung ist eine einfache Überschussentfernung möglich. Und wie alle PANAVIA-Materialien steht auch PANAVIA™ Veneer LC für eine langlebige, ausgezeichnete Haftfestigkeit.

*Verarbeitungszeit bei Umgebungslicht (8000 Lux.): 200 Sekunden.

One strong family: Erfüllt alle Erwartungen

Die drei Befestigungskomposite der PANAVIA™-Familie erfüllen alle Ansprüche des Praxis- und Laboralltags – persönliche Präferenzen können ebenso wie spezifische Indikationen berücksichtigt werden. Jedes einzelne Familienmitglied basiert auf dem langjährigen Know-how und der soliden Forschungskompetenz von Kuraray Noritake im Bereich der adhäsiven Befestigung. Das erste Produkt der Marke PANAVIA™ kam in den 1980er Jahren auf den Markt. Seither hörte Kuraray Noritake nie auf, das Portfolio zu verbessern und die Produkte zu optimieren. Bestehende erfolgreiche Basics (z. B. das Original-MDP-Monomer) wurden mit neu entwickelten Technologien (z. B. LCSi-Monomer, Touch Cure) kombiniert. All dies führt schließlich zu dem aktuellen, schlanken Portfolio der einfach anzuwendenden Befestigungskomposite, die eine erstklassige Haftfestigkeit bieten und eine hohe Ästhetik unterstützen. One strong family: PANAVIA™.

Adhäsive Zahnheilkunde

Adhäsive Zahnheilkunde: Ein Update

von Franklin Tay, BDSc (Hons), PhD

In der Regel setzen Hersteller bei der Entwicklung von Adhäsiven, die einen Haftverbund zwischen Restaurationsmaterialien und Zahnhartsubstanz herstellen sollen, auf zwei unterschiedliche Ansätze: Das Total-Etch-Verfahren oder das selbstätzende Verfahren. Diese Verfahren bestimmen, wie das Adhäsiv mit der Zahnhartsubstanz interagiert. Total-Etch-Adhäsive werden als Zwei- oder Drei-Schritt-Systeme angeboten – je nachdem, ob Primer und Bond separat oder kombiniert in einer einzigen Flasche angeboten werden. Ähnlich verhält es sich bei den selbstätzenden Adhäsiven, die entsprechend als Ein- oder Zwei-Flaschen-Systeme erhältlich sind. Total-Etch-Adhäsive werden häufig dann bevorzugt eingesetzt, wenn große Schmelzareale zur Verfügung stehen, während selbstätzende Adhäsive einen besser vorhersagbaren Verbund zu Dentin herstellen.

Moderne Adhäsive: Aktueller Entwicklungsstand

Trotz derzeitigen Bestrebungen zur Bereitstellung von Systemen, die weniger Arbeitsschritte und einfachere Verfahren benötigen, gelten Ein-Schritt-Adhäsivsysteme als weniger zuverlässig als Mehrschritt-Systeme. Dies ist unabhängig davon, ob die Systeme auf dem Total-Etch- oder dem selbstätzenden Verfahren basieren. Einige Hersteller haben in den vergangenen Jahren vielseitigere Ein-Flaschen-Adhäsive eingeführt, die als „universal“ oder „multi-mode“ bezeichnet werden. Sie basieren auf der Chemie der selbstätzenden Systeme, können aber auch in Kombination mit einer Phosphorsäure-Ätzung im Total-Etch-Modus angewendet werden. Einige Universaladhäsive enthalten Silan, das als Primer für die Herstellung eines chemischen Haftverbunds an silikatbasierten Keramiken fungiert, sowie Methacryloyloxydecyldihydrogenphosphat (MDP) für die chemische Haftung an Zirkonoxid-basierten Keramiken. Da bislang nur Kurzzeit-Ergebnisse von klinischen Studien zu Universaladhäsiven vorliegen, können diese im Kontext einer evidenzbasierten Zahnheilkunde nicht empfohlen werden. Dahingegen gelten milde selbstätzende Zwei-Schritt-Adhäsivsysteme als klinisch sehr gut untersucht – sie sind in der evidenzbasierten Zahnheilkunde als der neueste Stand der Technik im Bereich des Dentin-Bondings anzusehen. Der größte Vorteil gegenüber Total-Etch-Systemen liegt am geringeren Risiko für das Auftreten postoperativer Sensibilitäten.

Entwicklung moderner Adhäsive aus Sicht eines Wissenschaftlers

Wissenschaftler sind sich einig, dass das Dentin-Bonding weniger langlebig ist als ursprünglich erwartet. Die fehlende Langlebigkeit ist teilweise in der Entstehung von Sekundärkaries im schmelzfreien Randbereich von Restaurationen begründet und teilweise auf die Degradation (Alterung) des Haftverbunds zurückzuführen. Letztere kann durch eine Hydrolyse von Esterverbindungen im Adhäsiv durch Speichel-Esterasen verursacht werden oder durch eine Zersetzung der wasserreichen, kunststoffarmen Bereiche in der Hybridschicht. Verantwortlich für diese Zersetzung sind körpereigene, kollagengebundene Proteasen wie Matrix-Metalloproteinasen (MMP) und Kathepsin K, die zunächst im ruhenden Zustand vorliegen und erst durch die in modernen Adhäsiven enthaltene Säure aktiviert werden. Diese aktivierten Enzyme degradieren die freiliegende Kollagenmatrix in der Hybridschicht nach und nach. Das führt wiederum zu einer kontinuierlichen Abnahme der Haftfestigkeit.

Es wurde viel Arbeit in die Entwicklung therapeutischer Adhäsive für die Zahnheilkunde investiert, die der Bildung von Sekundärkaries und Degradation des Haftverbunds widerstehen können. Eines der am besten untersuchten Kunststoffmonomere mit antimikrobiellen Eigenschaften ist ein von Kuraray Noritake entwickeltes quaternäres Ammoniummethacrylat, das unter der Bezeichnung Methacryloyloxydodecylpyridinium Bromid (MDPB) bekannt ist. Dieses polymerisierbare Kunststoff-Monomer ist in dem selbstätzenden Zwei-Schritt-Adhäsiv CLEARFIL™ SE Protect enthalten. Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass das MDPB-Monomer auch wirksam sowohl MMP als auch Cystein-Kathepsine hemmt. Dies trägt durch Vermeidung der Kollagen-Degradation zu einer Erhöhung der Langlebigkeit des Haftverbunds zwischen Dentin und Kunststoff bei. Tatsächlich zeigten die Ergebnisse einer In-vitro- und In-vivo-Studie (Donmez N, Belli S, Pashley DH, Tay FR. Ultrastructural correlates of in vivo/in vitro bond degradation in self-etch adhesives. J Dent Res. 2005 Apr;84(4):355-9.), dass die mit CLEARFIL™ SE Protect (in der Studie mit dem ursprünglichen Produktnamen CLEARFIL™ Protect Bond bezeichnet) generierten Kunststoff-Dentin-Haftverbünde nach einem Jahr keinerlei Degradation aufwiesen. Dies steht im Gegensatz zu einem ähnlichen selbstätzenden Adhäsiv, das kein MDPB-Monomer enthält.

Häufigste Einsatzgebiete von CLEARFIL SE Protect

Als staatlich geprüfter Endodontologe setzt der Autor CLEARFIL SE Protect bevorzugt als antimikrobielles Adhäsiv ein, um nach abgeschlossener Wurzelkanalbehandlung eine bakteriendichte koronale Versiegelung des Wurzelkanalsystems zu erreichen und somit einer Reinfektion der periradikulären Gewebe über koronale Undichtigkeiten durch die gefüllten Wurzelkanäle vorzubeugen (Abbildungen 1 und 2). Ein weiteres beliebtes Einsatzgebiet ist die Anwendung in der Zugangskavität, die in eine Krone aus Zirkonoxid präpariert wurde. Der Autor ist sich durch die Anwendung des Produktes mit MDP sicher, dass er einen starken Verbund zwischen Zirkonoxid und Komposit erzielen kann, der keinerlei Undichtigkeiten aufweist.


Abb. 1: Röntgenaufnahme des Zahnes 37 vor Behandlungsbeginn. Diagnose: Pulpanekrose mit symptomatischer periapikaler Parodontitis.

Abb. 2: Röntgenaufnahme des Zahnes 37 nach Behandlungsabschluss. Die koronale Abdichtung wurde mit einem radioluzenten antimikrobiellen selbstätzenden Adhäsiv (CLEARFIL™ SE Protect, s. Pfeil) und einem röntgenopaken fließfähigen Composite sowie schließlich mit einem Watteröllchen und einer provisorischen Krone erzielt.
Haftungsausschluss: Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von Dr. Tay.

CLEARFIL™ SE Protect: Innovative Eigenschaften für mehr Sicherheit F

Studienergebnisse zeigen: In kleineren, minimalinvasiv präparierten Kavitäten ist das Risiko tendenziell erhöht, dass Bakterien in der Kavität verbleiben. (S. Imazato; Dent. Mater. J. 2009) CLEARFIL SE Protect enthält ein neuartiges funktionelles Monomer MDPB, das einen antibakteriellen, die Kavität reinigenden Effekt bietet (Abb. 3).


Abb. 3: Die bakterizide Wirkung des Monomers MDPB ist ähnlich der des bekannten antibakteriellen Wirkstoffs CPC**, der in vielen Zahncremes und Mundspüllösungen enthalten ist. ** Cetylpyridiniumchlorid

CLEARFIL SE Protect: Wissenschaftliche Erkenntnisse

ERHÖHTE LANGLEBIGKEIT DES HAFTVERBUNDS ZWISCHEN DENTIN UND KUNSTSTOFF
Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass MDPB wirksam die Aktivität von Matrix-Metalloproteinasen (MMP) hemmt, die Kollagen angreifen können. Der Vorteil von MDPB gegenüber Chlorhexidin (CHX) liegt darin, dass es mit den Haftmonomeren im Adhäsiv aushärtet und damit in der Hybridschicht verbleibt. (Pashley DH, Tay FR, Imazato S. How to increase the durability of resin-dentin bonds. Compend Contin Educ Dent. 2011 Sep;32(7):60-4, 66.)

FLUORIDABGABE

CLEARFIL SE Protect enthält ein patentiertes, speziell behandeltes Natriumfluorid (NaF). Dieses NaF in CLEARFIL SE Protect ist mit einem einzigartigen Polymer beschichtet, das die Abgabe von NaF ermöglicht, ohne dabei die physikalischen Eigenschaften der Adhäsivschicht (inklusive ihrer Festigkeit) zu verändern.

Einfache, bewärhte Prozedur vermeidet Techniksensitivität

CLEARFIL SE Protect ist ein Zwei-Flaschen-Adhäsivsystem bestehend aus Primer und Bond.

KEIN EINREIBEN erforderlich zur Erzielung einer hohen Haftfestigkeit an der Zahnhartsubstanz.
KEIN SCHÜTTELN erforderlich, da die Komponenten im Bond homogen vermischt bleiben – für eine gleichbleibend hohe Qualität vom ersten bis zum letzten Tropfen Adhäsiv.


Fünf-Jahres-Daten: Retention an zervikalen Läsionen. Daten mit freundlicher Genehmigung von Dr. Turkun, Ege University School of Dentistry. * Kein eingetragenes Markenzeichen von Kuraray Noritake Dental Inc.

DIREKTE RESTAURATIONEN

Gehen Sie zunächst wie empfohlen vor, um den zu behandelnden Bereich zu isolieren und trockenzulegen sowie die Kavität unter dem Schutz der Pulpa zu präparieren.

Franklin Tay, BDSc (Hons), PhD

Franklin Tay ist Professor und Lehrstuhlinhaber im Institut für Endodontie des College of Dental Medicine an der Georgia Regents University in Augusta, Georgia. Er ist Fellow of the Academy of Dental Materials sowie Diplomate of the American Board of Endodontics. Seine Forschungsinteressen umfassen die Biomineralisierung von Kollagengerüsten mit Apatit und/oder Siliziumdioxid, die Remineralisierung von Kunststoff-Dentin-Verbindungen, antimikrobielle Sol-Gel-Chemie, mesoporöses Siliziumdioxid und endodontische Materialien. Er hat mehr als 400 Fachartikel in Zeitschriften veröffentlicht, die im Peer-Review-Verfahren begutachtet werden.