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A photo of Dr. Adham Elsayed

Dr. Adham Elsayed

Clinical and Scientific manager
minimalinvasive Restaurationen

Innovative Befestigungskomposite als Grundlage für minimalinvasive Restaurationen

Artikel von Dr. Adham Elsayed

Leistungsstarke adhäsive Befestigungskomposite sind häufig die Voraussetzung für minimalinvasive prothetische Restaurationen. Wenn das Hauptziel darin besteht, so viel gesunde Zahnsubstanz wie möglich zu erhalten, werden Präparationsdesigns, die eine ausreichende makromechanische Retention für konventionelle Zemente bieten, in der Regel aufgegeben. Stattdessen wird eine starke und dauerhafte chemische Haftung zwischen Zahnsubstanz und Restaurationsmaterial angestrebt - eine Aufgabe, die moderne adhäsive Befestigungsmaterialien erfolgreich erfüllen.

Ein hervorragendes Beispiel für eine minimalinvasive, nicht-retentive Präparation und Restauration ist der festsitzende Zahnersatz mit nur einem Halteelement, der heute in der Regel aus 3Y-TZP-Zirkonoxid hergestellt wird. Mit nur einem Halteelement (Flügel), das auf der bukkalen und approximalen Schmelzoberfläche des Nachbarzahnes verklebt wird, ist nur eine minimale oder gar keine Entfernung gesunder Zahnsubstanz erforderlich. Die so genannte einflügelige Klebebrücke wird häufig zum Ersatz eines fehlenden Zahnes - in vielen Fällen eines oberen seitlichen Schneidezahnes - bei jungen Patienten mit unvollständiger dentoalveolärer Entwicklung und engen Zahnlücken, die für eine konventionelle Implantation ungeeignet sind, eingesetzt [1] (Abb. 1 und 2). Zusätzliche Faktoren, die einer Implantattherapie entgegenstehen, wie z. B. ein unzureichendes Knochenangebot oder angulierte Wurzeln, sind bei dieser Art der Versorgung ebenfalls kein Thema. Und im Vergleich zum kieferorthopädischen Lückenschluss ist der Behandlungsansatz risikoärmer, da er die vertikale Kieferrelation nicht beeinträchtigt, die Eckzahnführung nicht behindert und das ästhetische Erscheinungsbild nicht beeinträchtigt [2]. Schließlich ist sie weit weniger invasiv als die konventionelle Brücke, die für junge Patienten im Frontzahnbereich in der Regel keine Behandlungsoption darstellt. Die Patientenzufriedenheit und die Erfolgsraten dieses Behandlungsansatzes sind beeindruckend [3-7].


Abb. 1-2 Ersatz der beiden fehlenden seitlichen Oberkieferschneidezähne durch einflügelige Adhäsivbrücken aus Zirkonoxid nach Weichgewebsaugmentation und Korrektur des Gingivarandes

Trotz der zahlreichen Vorteile und der hervorragenden klinischen Performance - eine einflügelige Adhäsivbrücke aus Zirkonoxid zeigte nach zehn Jahren eine Überlebensrate von 98,2 Prozent und eine Erfolgsrate von 92,0 Prozent [4] - entscheiden sich viele Zahnärzte immer noch für alternative Behandlungsoptionen. Ein Grund dafür könnte das mangelnde Vertrauen in den stabilen adhäsiven Verbund von Zirkonoxid sein. Dieser Verbund ist jedoch stark und dauerhaft, wenn einige Regeln beachtet werden.

 

Wie wird ein fester Verbund zur Zahnsubstanz hergestellt?

Um zu entscheiden, ob ein fehlender Zahn erfolgreich durch eine einflügelige Adhäsivbrücke aus Zirkonoxid ersetzt werden kann, muss der Pfeilerzahn sorgfältig untersucht werden. Er muss vital und weitgehend frei von Karies oder direkten Restaurationen sein und eine für die Adhäsivtechnik ausreichende Schmelzfläche aufweisen [1]. Außerdem muss genügend Platz für die Eingliederung eines Retainerflügels (Dicke: ca. 0,7 mm) vorhanden sein, da ein berührungsfreies Design für den Erfolg der Restauration wichtig ist. In der Literatur beschriebene Präparationskonzepte umfassen eine linguale Verblendung und eine kleine approximale Kastenpräparation mit nur im Schmelz liegenden Retentionselementen [1] oder gar keine Präparation [7]. Für die Eingliederung der Restauration wird der Pfeilerzahn wie gewohnt behandelt: Nach der Reinigung, z. B. mit fluoridfreier Prophylaxepaste, wird die Klebefläche mit Phosphorsäure geätzt, gründlich gespült und getrocknet.

 

Wie erreicht man einen festen Verbund zur Restauration?

Als Vorbehandlung für die Klebefläche des Zirkonoxid-Retainerflügels wird das Abstrahlen mit Aluminiumoxid (50 μm) bei niedrigem Druck (ca. 1 bar) empfohlen [8, 9], gefolgt von einer Ultraschallreinigung. Abbildung 3 (A-E) zeigt den Ablauf der Oberflächenbehandlung von Zirkonoxidrestaurationen. Als visuelle Hilfe für ein kontrolliertes Abstrahlen hat sich die Markierung der Oberfläche mit einem Stift bewährt. Das Abstrahlen sollte nach der Einprobe erfolgen, bei der die Zahnoberfläche und die Restauration in der Regel durch den Kontakt mit Speichel und manchmal auch mit Blut kontaminiert werden. Die in Speichel und Blut enthaltenen Proteine, die die Haftfläche kontaminieren, werden auf diese Weise sicher entfernt, während gleichzeitig die notwendige Oberflächenmodifikation erreicht wird, die für einen starken und dauerhaften Verbund mit dem gewählten Befestigungskompositsystem erforderlich ist [10].

Abbildung 3: Abfolge der Oberflächenbehandlung von Zirkonoxid-Restaurationen.

Abb. 3A    Reinigung der Restauration vor der Befestigung mit  Wasserdampf

 


Abb. 3B    Markierung der Klebefläche als visuelle Hilfe für das Abstrahlen

 


Abb. 3C    Abstrahlen mit 50-μm-Al2O3-Partikeln bei 1 bar Druck

 


Abb. 3D    Anwendung eines 10-MDP-haltigen Primers

 


Abb. 3E    Anwendung des Befestigungskomposits

 

Welches Befestigungskomposit zu wählen ist

Anschließend werden die Komponenten des Befestigungskomposits aufgetragen. Hinsichtlich der Systemwahl wird generell empfohlen, einen Primer oder ein Befestigungskomposit mit 10-Methacryloyloxydecyldihydrogenphosphat (10-MDP) [11] zu verwenden. Dadurch wird ein qualitativ hochwertiger chemischer Verbund erreicht. Zu den in klinischen Langzeitstudien verwendeten Kunststoffzementsystemen gehört PANAVIA™ 21 (Kuraray Noritake Dental Inc.) [4-6]. Dieser 1993 auf den Markt gebrachte anaerob härtende Adhäsivzement enthält mehrere Schlüsseltechnologien wie das MDP-Monomer und die Touch Cure Technology, die in PANAVIA™ V5, dem hochmodernen dualhärtenden Mehrflaschen-Adhäsivsystem des Unternehmens, zum Einsatz kommen. Um die Adhäsionseigenschaften des Produkts weiter zu verbessern, überarbeitete das Entwicklungsteam die Grundzusammensetzung, aktualisierte bestehende Technologien und kombinierte sie mit völlig neuen Inhaltsstoffen.

Auch mit dem vor 30 Jahren eingeführten PANAVIA® 21 wurden hohe Erfolgsraten erzielt [4-6]. Die wenigen beobachteten Misserfolge waren hauptsächlich auf Abplatzungen der Verblendkeramik oder Debondings zurückzuführen. Debondings, die manchmal durch traumatische Ereignisse verursacht wurden, führten zu keinen weiteren Schäden und die Restaurationen wurden einfach mit der gleichen Befestigungsmethode wieder befestigt.

Es ist zu erwarten, dass PANAVIA™ V5 mit seiner verbesserten Formulierung einen noch stärkeren und dauerhafteren Verbund bietet als die Vorgängerprodukte und damit für so anspruchsvolle Anwendungen wie festsitzenden Zahnersatz noch besser geeignet ist. Dies wurde in einer Pilotstudie bestätigt [7]. Ohne Präparation des Pfeilerzahns, aber mit einer definierten Größe der Klebefläche von mindestens 35 mm2, wurden 24 monolithische, kunststoffgebundene Zirkonoxidbrücken (KATANA™ Zirconia HT) zum Ersatz fehlender seitlicher Schneidezähne eingesetzt. Die palatinalen Flächen der mittleren Schneidezähne wurden mit Bimssteinpaste gereinigt und mit Phosphorsäure behandelt, während die Klebeflächen der Restaurationen mit Aluminiumoxidpartikeln (50 µm, 2,5 bar Druck) gestrahlt wurden. Anschließend wurden zwölf Restaurationen mit PANAVIA™ V5 befestigt, die anderen zwölf mit PANAVIA™ F2.0 (einem anderen Kunststoffzement der Vorgängerversion von Kuraray Noritake Dental Inc.) Nach einem Beobachtungszeitraum von 32 bis 50,47 Monaten lagen die Erfolgs- und Überlebensraten in der PANAVIA™ V5-Gruppe bei 100 Prozent. In der anderen Gruppe traten eine Verbindungsfraktur, ein Chipping und zwei Debondings auf. Aufgrund dieser Ergebnisse kamen die Autoren der Publikation zu dem Schluss, dass "es sich gezeigt hat, dass das Befestigungskomposit der neuen Generation (PANAVIA™ V5) erfolgreicher ist“ [7].

Schlussfolgerung

Seit vielen Jahren werden minimalinvasive indirekte Restaurationsmethoden, wie der Ersatz fehlender Schneidezähne durch festsitzenden Zahnersatz, von einigen Zahnärzten erfolgreich durchgeführt. Viele andere Zahnärzte scheinen jedoch noch zu zögern, ob diese Methoden in ihren Händen zu den gewünschten Ergebnissen führen. Die vorliegenden Ergebnisse klinischer Studien bestätigen jedoch, dass das Verfahren vorteilhaft und erfolgreich ist, während die laufenden Entwicklungsbemühungen auf dem Gebiet der adhäsiven Befestigungssysteme zu Produkten geführt haben, die die mit dem Debonding verbundenen Misserfolgsraten weiter reduzieren. Aber selbst wenn ein Debonding auftritt, ist es in der Regel nicht schädigend, so dass die Restauration mit geringem Aufwand wieder adhäsiv befestigt werden kann. Diese Erkenntnisse - zusammen mit den bekannten Vorteilen der minimalinvasiven Zahnmedizin im Allgemeinen - sollten Zahnärzte ermutigen, das volle Potenzial der adhäsiven Zahnmedizin für sich zu entdecken. In diesem Zusammenhang ist PANAVIA™ V5 definitiv eine ausgezeichnete Wahl.

Referenzen

  1. Sasse M, Kern M. Vollkeramischer, kunststoffgebundener festsitzender Zahnersatz: Behandlungsplanung, klinische Verfahren und Ergebnisse. Quintessence Int. 2014 Apr;45(4):291-7. doi: 10.3290/j.qi.a31328. PMID: 24570997.
  2. Tetsch J, Spilker L, Mohrhardt S, Terheyden H (2020) Implantattherapie bei solitären und multiplen dentalen Agenesien. Int J Dent Oral Health 6(6): dx.doi. org/10.16966/2378-7090.332.
  3. Wei YR, Wang XD, Zhang Q, Li XX, Blatz MB, Jian YT, Zhao K. Clinical performance of anterior resin-bonded fixed dental prostheses with different framework designs: Eine systematische Übersicht und Meta-Analyse. J Dent. 2016 Apr;47:1-7. doi: 10.1016/j.jdent.2016.02.003. Epub 2016 Feb 11. PMID: 26875611.
  4. Kern M, Passia N, Sasse M, Yazigi C. Ten-year outcome of zirconia ceramic cantilever resin-bonded fixed dental prostheses and the influence of the reasons for missing incisors. J Dent. 2017 Oct;65:51-55. doi: 10.1016/j.jdent.2017.07.003. Epub 2017 Jul 5. PMID: 28688950.
  5. Kern M. Fünfzehnjähriges Überleben von anteriorem vollkeramischem, freitragendem, kunststoffgebundenem festsitzendem Zahnersatz. J Dent. 2017 Jan;56:133-135.
  6. Sasse M, Kern M. Überleben von freitragendem, vollkeramischem, kunststoffgebundenem festsitzendem Zahnersatz im Frontzahnbereich aus Zirkonoxidkeramik. J Dent. 2014 Jun;42(6):660-3. doi: 10.1016/j.jdent.2014.02.021. Epub 2014 Mar 5. PMID: 24613605.
  7. Bilir H, Yuzbasioglu E, Sayar G, Kilinc DD, Bag HGG, Özcan M. CAD/CAM single-retainer monolithic zirconia ceramic resin-bonded fixed partial dentures bonded with two different resin cements: Bis zu 40 Monate klinische Ergebnisse einer randomisiert-kontrollierten Pilotstudie. J Esthet Restor Dent. 2022 Oct;34(7):1122-1131. doi: 10.1111/jerd.12945. Epub 2022 Aug 3. PMID: 35920051.
  8. Kern M. Bonding to oxide ceramics-laboratory testing versus clinical outcome. Dent Mater. 2015 Jan;31(1):8-14. doi: 10.1016/j.dental.2014.06.007. Epub 2014 Jul 21. PMID: 25059831.
  9. Kern M, Beuer F, Frankenberger R, Kohal RJ, Kunzelmann KH, Mehl A, Pospiech P, Reis B. All-ceramics at a glance. Eine Einführung in die Indikation, Materialauswahl, Präparation und Eingliederungstechniken für vollkeramische Restaurationen. Arbeitsgemeinschaft für Keramik in der Zahnheilkunde. 3. englische Auflage, Januar 2017.
  10. Comino-Garayoa R, Peláez J, Tobar C, Rodríguez V, Suárez MJ. Adhesion to Zirconia: A Systematic Review of Surface Pretreatments and Resin Cements. Materials (Basel). 2021 May 22;14(11):2751.
  11. Al-Bermani ASA, Quigley NP, Ha WN. Ist festsitzender Zahnersatz aus Zirkoniumdioxid in Einzelretainertechnik eine praktikable Behandlungsoption für den Ersatz fehlender Frontzähne? Eine systematische Übersicht und Meta-Analyse. J Prosthet Dent. 2021 Dec 7:S0022-3913(21)00588-6. doi: 10.1016/j.prosdent.2021.10.015. Epub ahead of print. PMID: 34893319.

 

Restauration aus KATANA Zirconia: Vorbehandlung für die adhäsiven Befestigung

Grundlage für die adhäsive Befestigung ist der zuverlässige Haftverbund zwischen Zahn und Restaurationsmaterial. Bestimmt wird die Qualität des Haftverbunds durch das Befestigungskomposit und dessen adäquate Anwendung. Zudem nimmt der Zustand der Klebefläche eine entscheidende Rolle ein. Es bedarf einer konditionierten sowie sauberen Zahn- und Restaurationsoberfläche. Wir sprachen mit Dr. Adham Elsayed.

Vollkeramische Restaurationen verlangen eine adhäsive Befestigung. Trifft diese Aussage auf alle Restaurationsmaterialien (Zirkonoxid, Lithiumdisilikat, Hybridkeramik etc.) zu?

Ja und nein, es müssen mehrere Faktoren betrachtet werden. Zunächst sind das die Werkstoffkennwerte, insbesondere die Biegefestigkeit. Es gibt klare Vorgaben, die sich auf die wissenschaftliche Studienlage stützen. Demnach sollten alle Materialien mit einer Biegefestigkeit von weniger als 350 MPa adhäsiv befestigt werden. Die korrekte adhäsive Befestigung stabilisiert Restauration und Zahnsubstanz. Bei Restaurationsmaterialien mit höherer Festigkeit (z. B. verstärkte Glaskeramik, Lithium(di)silikatkeramiken, Zirkonoxid etc.) kann eine konventionelle Befestigung erfolgen. Allerdings zeigen einige Studien, dass der adhäsive Verbund einen positiven Einfluss auf die Gesamtstabilität haben kann. Andere Studien wiederum zeigen keinen signifikanten Unterschied.

Weiterer Faktor bei der Entscheidung für „adhäsiv“ ist die Präparationsform. Bei Kronen und Brücken ist entscheidend, ob die Präparationsrichtlinien (minimale Stumpfhöhe von 4 mm und maximale Konvergenz von 15 Grad) eingehalten werden, um die für eine konventionelle Zementierung erforderliche Retentions- und Widerstandsform zu erzeugen. Minimalinvasive Restaurationen, beispielsweise Adhäsivbrücken, Veneers sowie Inlay-Brücken, basieren auf einer nicht-retentiven Präparationsform. In diesen Fällen kann nur durch eine adhäsive Befestigung eine ausreichende Retention sichergestellt werden.

Der dritte Faktor ist die Ästhetik. Hier hat neben dem Restaurationsmaterial das Befestigungsmaterial einen hohen Einfluss. Gerade bei hochtransluzenten Keramiken ist es empfohlen, auf die adhäsive Befestigung zurückzugreifen. Während konventionelle Zemente in der Regel nur als opakes Material verfügbar sind, gibt es Befestigungskomposite in verschiedenen Farben und haben eine höhere Farbstabilität (PANAVIA V5 oder PANAVIA SA Universal).

Wie ist die Oberfläche für die adhäsive Befestigung vorzubehandeln bzw. zu konditionieren?

Die Vorbehandlung der Oberfläche hängt von der Struktur bzw. dem Gefüge der Keramik ab. Silikatkeramik (z. B. Glaskeramiken) haben eine Glasphase und lassen sich ätzen. Durch das Ätzen vergrößert sich die Oberfläche und wird so für die adhäsive Befestigung vorbereitet. Hingegen haben Oxidkeramiken (z. B. Zirkonoxid) oder Verbundwerkstoffe (Hochleistungskomposite) keine Glasphase. Sie lassen sich nicht ätzen. Hier erfolgt die Konditionierung der Oberfläche durch Abstrahlen (Aluminiumoxid). Das ist derzeit die einzig wissenschaftlich belegte Methode, um bei diesen Materialien eine sichere adhäsive Befestigung zu erreichen.

Wie wichtig ist die adäquate Reinigung der Zahn- und Restaurationsoberfläche für den Haftverbund?

Die Restaurationsoberfläche muss direkt vor der Befestigung dekontaminiert werden. Verunreinigungen sind gründlich zu entfernen. Ein Spülen mit Wasser oder Alkohol ist hierfür nachweislich nicht ausreichend. Daher wurden Reinigungslösungen wie KATANA Cleaner entwickelt.


Einreiben, spülen und trocknen – das ist alles; für eine optimale adhäsive Befestigung. Im Gegensatz zu anderen Reinigungsprodukten, die lange eingerieben werden müssen und aufgrund ihres hohen pH-Wertes nur für die extraorale Anwendung geeignet sind, ist KATANA Cleaner innerhalb von 10 Sek. appliziert und für die intraorale und extraorale Anwendung geeignet.

 

Jedwede Kontamination beeinflusst den adhäsiven Haftverbund negativ. Beispiel: Bei einer Einprobe der Restauration im Mund wird die Restaurationsoberfläche verunreinigt. Speichel, ggf. Blut etc. sammeln sich an; die Proteine hieraus wirken als Isolator für alle nachfolgenden Komponenten (z. B. den Primer). Daher muss jede Kontamination vor der adhäsiven Befestigung gründlich beseitigt werden. Dies gilt übrigens auch bei direkten adhäsiven Restaurationen. KATANA Cleaner bietet hierfür einen einfachen und schnellen Weg.

Was macht KATANA Cleaner aus Sicht des Anwenders so interessant?

Besonderheiten vom KATANA Cleaner sind das integrierte MDP-Salz und der pH-Wert. Betrachten wir die Funktion des MDP-Salzes. Beim Einmassieren des Cleaners (10 Sekunden) bleiben die Partikel der Kontamination (z. B. Verschmutzungen aus dem Arbeitsprozess, Proteine aus Speichel, Blut etc.) am MDP-Salz haften; ähnlich wie an einem Magnet. Anschließend werden die Verunreinigungen durch das Abspülen mit Wasser aus der Oberfläche herausgeschwemmt. Diese Fähigkeit obliegt dem MDP-Salz und dies macht KATANA Cleaner interessant und einfach in der Anwendung. Zudem kann die Reinigungslösung aufgrund des ph-Wertes intraoral und extraoral angewendet werden; auch das ist eine Besonderheit. Wir empfehlen immer – bei direkten und indirekten Restaurationen – die Anwendung von KATANA Cleaner. Dank der universellen Reinigungslösung bedarf es für alles nur ein Material und eines äußerst kurzen Zeitaufwands. Auch beim Verkleben von Abutments auf einer Titanbasis bietet die Reinigung mit KATANA Cleaner (vor dem Auftragen des Primers) eine ideale Grundlage für die sichere Verklebung. Kontaminationen (z. B. Fingerfett, Reste von Strahlsand) könnten als Isolator wirken und den Verbund beeinträchtigen.

CLEARFIL™ Universal Bond Quick

Vereinfachtes Vorgehen bei der direkten restaurativen Behandlung im unteren Frontzahnbereich

Fallbericht von Adham Elsayed

Wenn wir Patienten fragen, was sie von direkten restaurativen Behandlungen erwarten, werden sie wahrscheinlich in erster Linie auf eine schnelle Behandlung – niemand möchte lange auf einem Zahnarztstuhl sitzen – und auf das ästhetische Ergebnis verweisen. Eine Reduzierung der Behandlungszeit ist auch etwas, was jede Zahnärztin und jeder Zahnarzt anstreben sollten. Denn die eigene Zeit ist ein wertvolles Gut. Erfreulicherweise wird Zeit sparen leicht gemacht; und zwar, wenn geeignete Materialien und Techniken ausgewählt werden. Dies wird anhand des folgenden Patientenfalls demonstriert. 

Der Patient stellte sich mit mehreren kleinen kariösen Läsionen im unteren Frontzahnbereich vor. Um Zeit zu sparen, ohne die Qualität der Ergebnisse zu beeinträchtigen, fiel die Entscheidung für einen simultanen direkten Behandlungsansatz unter Verwendung eines universellen Adhäsivs und eines universellen Füllungsmaterials mit optimiertem Farbangebot. Dieses Material besteht aus zwei Farben für den Frontzahnbereich, die in einem einfarbigen Ansatz aufgetragen werden und optimierte optische Eigenschaften aufweisen, die eine reibungslose optische Integration ermöglichen. Die gezeigten Bilder sprechen für sich ...


Abb. 1 Ausgangssituation – An den unteren Frontzähnen werden mehrere Kariesläsionen festgestellt


Abb. 2 Situation nach Anlegen eines Kofferdams zur Feuchtigkeitskontrolle


Abb. 3 Zähne nach Kariesentfernung


Abb. 4 Anwendung von CLEARFIL™ Universal Bond Quick


Abb. 5 Labialansicht der mit CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal (UD) hergestellten endgültigen Restaurationen vor dem Finieren und Polieren


Abb. 6 Situation nach Entfernung des Kofferdams

Besuchen Sie die Produktseite von CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal

Erfahren Sie alles rund um das Produkt:

  • Allgemeine Informationen
  • Vollständiges Produktsortiment
  • Sicherheitsdatenblätter

TECHNIK 4.4.1: Die Ästhetik von Vollkontur-Zirkonoxid neu interpretieren

In einem exklusiven Tageskurs wird Daniele Rondoni sein vollkeramisches Konzept vorstellen: „TECHNIK 4.4.1: Die Ästhetik von Vollkontur-Zirkonoxid neu interpretieren." Erleben Sie, wie Sie auf effizientem Weg hochästhetische Vollkeramik-Restaurationen erstellen. Lassen Sie sich von der Einfachheit des Konzeptes begeistern.

Der On-Air-Modus (online) ermöglicht Ihnen die Teilnahme am Kurs bequem von Ihrem Labor aus. Als Teilnehmer erhalten Sie von uns das notwendige Material zur praktischen Ausführung der Kursarbeit.

Termin: 10. Juli 2021 (9 bis 18 Uhr) - Limitiert

Um das bestmögliche Lernergebnis zu erzielen, ist die Teilnehmerzahl auf 10 Personenbegrenzt. Seien Sie schnell und sichern Sie sich Ihren Platz in diesem exklusiven Kurserlebnis. Die Kurssprache ist englisch.

Ablauf des Tageskurses (Kurssprache: "Englisch"):

Einführung und Theorie: 9 Uhr bis 10 Uhr

  • Theoretische Einführung des Grundprinzips der Technik 4.4.1, gefolgt von der Videoaufnahme der praktischen Vorführung LIVE in HD der beiden Techniken 4.4.1 und 4.1.
  • KATANA Zirconia Evolution
  • Micro-Layering
  • Internal Live Stain-Technik
  • Flüssige Nano-Keramik

Praktischer Teil: 10 Uhr bis 18 Uhr

  • Micro-Layering einer Front- und Seitenzahnrestauration (Gerüst KATANA Zirconia STML).

Ihre Kursarbeit

Sie arbeiten live und aktiv mit – ganz bequem von Ihrem Labor aus. Gleichwohl stehen Sie im direkten Kontakt mit dem Referenten und den anderen Teilnehmern. Über Ihr Smartphone pflegen Sie während des Kurses den Austausch mit Daniele Rondoni und erhalten live sein Feedback zu Ihrer Arbeit.

Hinweis: Für ein optimales Kurserlebnis benötigen Sie eine Internet-Bandbreite mit einer Mindestgeschwindigkeit von 15 Mbit/s bis 25 Mbit/s.

Preis und Leistungen Preis

249 EUR Tages-Workshop (online) von 9 Uhr bis 18 Uhr Anleitung in Theorie und Praxis (Kurssprache: englisch) Direkter Austausch mit dem Referenten Entsprechend vorbereitete Gerüste (drei KATANA Zirconia-Kronen) GRATIS: 1 Bausatz 4.4.1 mit 11 keramischen Komponenten Teilnahme-Bestätigung

Jetzt registrieren

Termin: 10. Juli 2021 (9 bis 18 Uhr)! Senden Sie uns bitte eine Mail an [email protected] und melden Sie sich direkt an.
Der Kurs ist auf 10 Teilnehmer limitiert.

Livestreaming: Das KATANA™ Zirconia YML-Symposium am 3. Juli 2021

Erleben Sie die nächste Evolutionsstufe der Multi-Layered-Zirkonoxide

Ein Material der Superlative: Wir stellen die nächste Evolution im Bereich der Multi-Layered-Zirkonoxide vor und widmen diesem Paradigmenwechsel im Bereich der Vollkeramiken einen eigenen Kongress: Am 3. Juli 2021 findet das KATANA™ Zirconia YML-Symposium statt. Auf dem digitalen Online-Event erläutern Experten aus Zahnmedizin und Zahntechnik, wie mit einem neuen Zirkonoxid das Potenzial des Dentallabors gewinnbringend gestärkt werden kann.

Kraftvoll, stilgerecht und zugleich voller Leichtigkeit und mit Vergnügen – so werden wir Ihnen eine neue Evolution im Bereich der Multi-Layered-Zirkonoxide präsentieren. Auf dem KATANA YML-Symposium berichten Professor Florian Beuer, ZTM Daniele Rondoni und ZTM Nondas Vlachopoulos aus erster Hand, was das neue Zirkonoxid zu dem macht, was es ist: Ein echter Allrounder für das Dentallabor. „Wir freuen uns, im Juli ein neues Mitglied in unserer KATANA™ Zirconia-Familie begrüßen zu dürfen und laden alle Zahntechnikerinnen und Zahntechniker herzlich dazu ein, am ‚Willkommenskongress‘ teilzunehmen; natürlich kostenfrei“, bekräftigt Dr. Carsten Barnowski (Head of Sales und Marketing, Kuraray Noritake DACH).

Auf dem Online-Symposium wird mehr als ein neues Material gefeiert. Es werden authentische Wege aufgezeigt, wie im Dentallabor mit minimiertem Aufwand ein Maximum an Ergebnis (Ästhetik, Sicherheit, Zuverlässigkeit) erzielt werden kann. Die Teilnehmer erfahren alles rund um das neue Zirkonoxid, seine Werkstoffeigenschaften und Verfahrensweisen. Sie erleben die Leistungskraft eines modernen Materials, welches dem Dentallabor noch mehr Potenzial und Stärke verleiht.

Jetzt anmelden und einfach noch ein Quäntchen „mehr“ erhalten
Das KATANA Zirconia YML-Symposium findet am 3. Juli als Online-Kongress statt. Dem Thema gebührend, wird die digitale Alternative zum klassischen Präsenzkongress in hochwertiger Qualität und bei bester Visualisierung übertragen. Der Kongress kann live mitverfolgt werden; ob vom Küchentisch, aus dem Garten, dem Dentallabor oder vom Sofa aus. Die Teilnahme lohnt sich für jede Zahntechnikerin und für jeden Zahntechniker, die/der einfach noch ein Quäntchen „mehr“ haben möchten: mehr Wirtschaftlichkeit, mehr Zuverlässigkeit, mehr Vergnügen bei der Arbeit und letztlich einfach mehr Zeit. Die Kongresssprache ist englisch. Die Vorträge werden simultan übersetzt.

Anmeldung und weitere Informationen: https://kuraraysymposium.info

Daniele Rondoni über vollkeramische Veredlungstechniken

Daniele Rondoni über vollkeramische Veredlungstechniken

"Multilayer-Zirkonoxid mit Minimalschichtungen ästhetisch optimieren" – Daniele Rondoni beschreibt in einem Artikel (erschienen in dental dialogue 1-2/21, teamwork media Verlag) die unterschiedlichen Möglichkeiten und Herstellungskonzepte, die sich Anwendern moderner Zirkonoxide und Verblendkeramiksysteme bieten.

Anhand der von Daniele Rondoni präferierten Materialien aus dem Hause Kuraray Noritake wird deutlich, dass mit vermeintlich ein- und demselben Material-Mix gänzlich unterschiedlich auf diverse Indikationen und Herausforderungen eingegangen werden kann. Immer mit dem Ziel vor Augen, so ästhetisch wie nötig und langzeitstabil wie möglich zu restaurieren. „Das Verständnis für die neuen Generationen der Zirkonoxide ist von größter Bedeutung für die Gestaltung und Veredlung von Restaurationen. Die neuesten Zirkonoxid-Generationen erlauben Restaurationstechniken, die ein unvergleichliches ästhetisches Potenzial und eine sehr hohe Präzision aufweisen,“ betont Daniele Rondoni. Als Gerüstmaterial favorisiert er die Zirkonoxide aus der KATANA Zirconia-Familie.

Hybridlösungen für das Veredeln von Zirkonoxid-Restaurationen 

Sogenannte Hybridlösungen kennzeichnen sich durch eine Kombination aus vollanatomischen und keramisch verblendeten Zirkonoxidanteile. Im Artikel vorgestellt werden drei Möglichkeiten für die ästhetische Veredlung von Zirkonoxid-Gerüsten:

  • Möglichkeit 1: Microlayering anatomisch reduzierter Gerüste 
  • Möglichkeit 2: Microlayering vestibulär reduzierter Gerüste
  • Möglichkeit 3: Ultramikro-Schichttechnik auf vollanatomischen Zirkonoxidstrukturen 

Eine anspruchsvolle Ästhetik wird mithilfe einer sehr dünnen Schicht (Microlayering) Verblendkeramik erreicht. Sehr gut sind dafür die neuen, opaleszierenden und transluzenten Luster-Massen des Cerabien ZR-Verblendkeramiksystems geeignet. Eine weitere Möglichkeit der ästhetischen Individualisierung steht in Form neuer, hochfluoreszierender Malfarbenpasten (Cerabien ZR FC Paste Stain) zur Verfügung. Je nach Platzverhältnis können die gebrauchsfertigen Pasten eine überzeugende Alternative zu traditionellen Schichtkeramiklösungen sein. Die höchste Wirkung wird bei den Versorgungsformen erreicht, für die ultra-transluzentes kubisches Zirkonoxid in Kombination mit den FC Paste Stains zum Einsatz kommt.

 

Sonderdruck: Kostenfreier Download

Step-by-Step beschreibt Daniele Rondoni die Möglichkeiten und Vorgehensweisen. Lassen Sie sich für die Vielfalt moderner Zirkonoxid-Lösungen begeistern! Den Artikel „Vollkeramische Veredelungstechniken“ können Sie hier kostenfrei als PDF herunterladen.

ZTM Andreas Kunz

Der adhäsive Haftverbund – Tipps und Tricks rund um die Konditionierung vollkeramischer Restaurationen im Dentallabor

Am 5. Mai 2021 wird ZTM Andreas Kunz in einem Online-Seminar ein Thema aufgreifen, welches im zahntechnischen Alltag unverzichtbar ist: „Der adhäsive Haftverbund – Tipps und Tricks rund um die Konditionierung vollkeramischer Restaurationen im Dentallabor!“

Online-Seminar mit Live-Demo

„Wie verklebe ich die Titanklebebasis mit dem keramischen Aufbau?“, „Wie wird eine Zirkonoxid-Restauration für die adhäsive Befestigung vorbereitet?“, „Wie reinige ich die Restaurationsoberfläche nach einer Einprobe?“. Diese und ähnliche Fragen werden anhand fundierter Fakten sowie basierend auf zahntechnischer Erfahrung beantwortet. „Unter anderem im Zusammenhang mit der neuen MDR-Verordnung ist das korrekte Verarbeiten der Werkstoffe von hoher Bedeutung“, so Andreas Kunz. Step-by-Step zeigt er u. a. das Vorgehen beim Konditionieren keramischer Oberflächen sowie das Verkleben von Hybridabutments. Zudem geht er auf materialtechnische Unterschiede von vollkeramischen Werkstoffen und Befestigungskompositen ein. Ergänzen werden die theoretischen Ausführungen mit einer Live-Demo: Das Verkleben von Abutments.

Inhalte:

  • Auswahl vollkeramischer Restaurationsmaterialien und technische Unterschiede
  • Merkmale unterschiedlicher Generationen von Zirkonoxid
  • Entscheidungsfaktoren: adhäsive Befestigung / konventionelle Befestigung
  • Befestigungskomposite: selbstadhäsive vs. adhäsive Befestigungskomposite
  • Adäquates Reinigen der Restaurationsoberfläche nach der Anprobe
  • Vorbehandlung von Oberflächen (Zirkonoxid, Lithiumsilikat-Keramik) vor dem Einsetzen
  • Adhäsive Befestigung von Maryland-Brücken aus Zirkonoxid
  • Adhäsive Befestigung / Verkleben von Titanbasis und Zirkonoxid-Abutment (Live-Demo)
  • Befestigen von Zirkonoxid- und Silikatkeramik oder Kunststoff auf einem Zirkonoxidgerüst
  • Opaquertechnik auf Lithiumdisilikat: Kaschieren von verfärbten oder metallischen Stümpfen vor dem Zementieren
  • Wissenschaftliche Dokumentationen von Verarbeitungstechniken

 

Online-Seminar mit ZTM Andreas Kunz

Referent: ZTM Andreas Kunz

Termin: Mittwoch, 05.04.2021, 17:00 bis 18:30 Uhr (mit anschließender Fragerunde)

Moderator: Dr. Adham Elsayed

Dr. Sven Rinke

Befestigung vollkeramischen Restaurationen Online-Seminar mit PD Dr. Sven Rinke

Sie arbeiten in Ihrer Zahnarztpraxis viel mit vollkeramischen Restaurationen und / oder wollen tiefer in die Materie einsteigen? Dann empfehlen wir Ihnen dieses Online-Seminar mit PD Dr. Sven Rinke. Im Fokus steht die Frage:

„Wie kann man für das vollkeramische Versorgungskonzept eine Auswahl treffen, bei der mit möglichst wenigen Materialien und einfachen Befestigungsstrategien ein breites Indikationsspektrum mit einer vorhersagbaren guten klinischen Langzeitprognose und optimalen ästhetischen Ergebnissen abgedeckt wird?"

Das vorgestellte vollkeramische Behandlungskonzept kombiniert zwei Befestigungsstrategien:

  • selbstadhäsiver Zement (Panavia SA Cement Universal, Kuraray Noritake) und
  • adhäsives Befestigungskomposit (Panavia V5, Kuraray Noritake).

PD Dr. Rinke stellt Step-by-Step das Konzept dar und gibt praktische Anleitungen für den täglichen Praxisalltag.

Kursinhalte:

  • Präparation für Vollkeramik – Ein Update zu materialspezifischen Empfehlungen.
  • Adhäsive Befestigung von Restaurationen aus Glas- und Zirkonoxidkeramik – Bewährte Verfahren und Materialien.
  • Ist die konventionelle Zementierung noch nötig?
  • Zwei Befestigungsstrategien: volladhäsive vs. selbstadhäsive Befestigungskomposite.
  • Misserfolge und wie man sie vermeiden kann.

Online-Seminar mit PD Dr. Sven Rinke (M.Sc., M.Sc.)

Termin: Mittwoch, 21.04.2021, 17:00 bis 18:30 Uhr (inkl. Diskussion und Fragen)
Moderator: Dr. Adham Elsayed

CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal

Die Kunst der Einfachheit

Effiziente und ästhetische direkte Restaurationen mit dem neuen CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal-Farbkonzept

In Zahnarztpraxen war Zeit schon immer ein knappes Gut, doch die COVID-19-bedingten Hygieneanforderungen haben die Situation noch weiter verschärft. Eine logische Strategie zur Verkürzung der Behandlungszeit besteht in der Straffung von Verfahren; bei dieser Optimierung müssen jedoch ein hoher Behandlungsstandard und ein ästhetisches Ergebnis gewährleistet bleiben.

Das CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal-Farbkonzept von Kuraray Noritake Dental macht dies möglich: die schnelle Farbbestimmung und Herstellung ästhetischer, langlebiger direkter Restaurationen mit einer einzigen Farbe; ein Opaquer oder Blocker wird nicht mehr benötigt.

Das CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal-Farbkonzept besteht aus 3 Farben: 

  • Die Farbe Universal (U) ist für alle Restaurationen im Seitenzahnbereich geeignet. 
  • Für den ästhetisch anspruchsvolleren Frontzahnbereich stehen zwei Farboptionen zur Verfügung: Universal light (UL) und Universal dark (UD). 
  • Die Farbe universal white (UW) wird für bestimmte Fälle, wie die Restauration von Milchzähnen, verwendet.

Die Integration der Light Diffusion Technologie (LDT) von Kuraray Noritake war die Voraussetzung für die Entwicklung des CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal-Farbkonzeptes. Diese Technologie sorgt im Komposit für eine ähnliche Streuung des einfallenden Lichtes wie auf der benachbarten Zahnhartsubstanz. Dies führt dazu, dass sich das Material unauffällig in das Gesamtbild integriert. Die Behandlungsergebnisse sind trotz aller Verfahrensvereinfachungen langfristig ästhetisch.

Dank ihrer überzeugenden mechanischen Eigenschaften sind CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal-Farben sehr gut für Restaurationen im Front- und Seitenzahnbereich geeignet. Wie die anderen Mitglieder der CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Familie bietet dieses Produkt hohe Festigkeit, günstige Abrasionseigenschaften und eine ausgewogene Schrumpfung für zuverlässige Leistung – auch im belasteten Seitenzahnbereich. Das Material lässt sich leicht polieren und behält seinen Glanz, wodurch ein natürliches Aussehen entsteht, das im Frontzahnbereich besonders vorteilhaft ist.

Die CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal-Farben, die in PLTs und Spritzen erhältlich sind, bieten eine zeitsparende und einfache Möglichkeit, ästhetische, feste und langlebige Restaurationen herzustellen. 

Das ist eine Straffung der direkten Kompositverfahren in optimaler Form – kurz: eine intelligente Vereinfachung!

Weitere Informationen finden Sie online unter www.kuraraynoritake.eu

Optimierung intraoraler und extraoraler Substrate für maximales Adhäsionspotenzial

Optimierung intraoraler und extraoraler Substrate für maximales Adhäsionspotenzial

Artikel von Dr. Clarence Tam HBSc, DDS, FIADFE, AAACD

Die tägliche Praxis der adhäsiven restaurativen Zahnheilkunde, ob bei direkten oder indirekten Restaurationen, ist mit der Notwendigkeit idealer Umgebungsbedingungen verbunden. Der adhäsive Haftverbund bildet das Fundament direkter und indirekter Restaurationen, da es den Verbund zwischen Restauration und Zahn herstellt. Da die moderne Zahnmedizin minimalinvasiv sein möchte, spiegelt sich die Behandlung der Oberflächen in dieser Philosophie durch die Verwendung von selbstätzenden Multi-Substrat-Säuremonomeren wie 10-Methacryloyloxyldecyl-Dihydrogenphosphat (10-MDP) wider. Es gibt jedoch unzählige Möglichkeiten, durch die sowohl die Restaurations- als auch Zahnoberflächen mit verschiedenen Substanzen kontaminiert werden können, was die Prognose der Restauration beeinträchtigt.

 

Einige der zu berücksichtigenden Kontaminanten sind natürliche Feuchtigkeit durch Atmung, Umgebungsfeuchtigkeit in der Mundhöhle, Blut, Speichel und künstliche Quellen wie Provisorienzement während einer zweistufigen indirekten Vorgehensweise. Feuchtigkeit ist ein Faktor, die nur durch einen kontrollierten Ansatz während der Dentinpenetration der Vorbereitung des Substrats für die Adhäsion willkommen ist. Wenn die Menge jedoch zu hoch ist, wird die Hybridisierung der Grenzfläche beeinträchtigt. Blut und Speichel sind in der restaurativen Zahnheilkunde allgegenwärtig und werden am besten durch die Verwendung von Kofferdam im Rahmen einer absoluten Isolationsphilosophie kontrolliert. Eine Kontamination der präparierten Oberfläche kann auch durch Try-In-Zemente oder Gleitmittel erfolgen. Hämostatische Mittel wie Eisen(III)-sulfat und Aluminiumchlorid können unlösliche Substanzen auf der Zahnoberfläche hinterlassen, die 33%ige Orthophosphorsäure nur teilweise entfernen kann. Auch die partikuläre Ablagerung von Dentin und Schmelz im Rahmen der Standard-Zahnpräparation wird berücksichtigt. Diese Schmierschicht verbleibt auf der Dentinoberfläche, verschließt oft die Dentinkanälchen und ist ein Hindernis, das überwunden werden muss, um eine Verbindung zum Hydroxylapatit und den Kollagenfibrillen der Oberfläche herzustellen. Insgesamt sind die Risiken für eine Beeinträchtigung der Adhäsion und im schlimmsten Fall für ein Versagen der Adhäsion hoch. Dieser Bericht beschreibt die Verwendung einer neuen Lösung zur Entfernung von Ablagerungen sowohl von indirekten Restaurationen als auch von Zahnoberflächen mit einer 10-MDP-Salz-basierten Lösung, die sowohl extraoral als auch intraoral verwendet werden kann.

 

ENDEMISCHE KONTAMINANTEN: FEUCHTIGKEIT, BLUT UND SPEICHEL

Feuchtigkeit ist ein entscheidender Faktor, um die Adhäsionskraft bestimmter moderner Universaladhäsive zu maximieren. Das Vorhandensein von Feuchtigkeit ermöglicht eine erhöhte Penetration von Haftlösungen in die Dentinkanälchen und zwischen die Kollagenfibrillen und stärkt letztendlich die Widerstandsfähigkeit der Hybridschicht¹. Bei der Befestigung einer indirekten Restauration hat sich gezeigt, dass sowohl die Speichel- als auch die Blutkontamination der Kontaktflächen eine schädliche Auswirkung auf die Haftfestigkeit haben, wobei die Blutkontamination unter allen Bedingungen am schlechtesten abschneidet². Van Meerbeck et al. berichteten über die Techniksensitivität bei modernen Einstufen-Universaladhäsiven³. Die Grundlage seiner Erkenntnisse ist, dass diese Adhäsive Wasser als Ionisationsmedium für die selbstätzende Reaktion benötigen, wobei das Wasser von den Grenzflächen abgedampft werden muss, um die Haftfestigkeit zu maximieren. Trotzdem gelten diese Grenzflächen als semipermeabel, was die Hybridschicht für ein erhöhtes Risiko des hydrolytischen Abbaus in Adhäsivlösungen prädisponiert, die kein 2-Hydroxyethylmethacrylat (HEMA) enthalten, das eine größere Affinität zu Wasser hat.

 

Periera et al. testeten verschiedene Feuchtigkeitsgrade des Dentinsubstrats, die mit Variablen wie kurzem vs. langem Luftstrahlen, feuchten vs. trockenen Wattepellets, der Verwendung von Mikrobürstchen und einer absichtlich überfeuchteten Oberfläche kontrolliert wurden. In allen Gruppen führte die „feuchteste“ Oberfläche zur niedrigsten Scherfestigkeit⁴.

 

Der Einfluss von Speichel- und Blutkontamination ist eindeutig negativ in Situationen, in denen der Verbund vor oder nach dem Auftragen des Adhäsivs kontaminiert wurde. Bei Speichel ist diese Reduktion auf die Ablagerung von Speichelglykoprotein auf der Oberfläche zurückzuführen, und in Bezug auf Blut blockieren Makromoleküle wie Fibrinogen und Thrombozyten den Zugang zu den Tubuli für eine effektive Verbindung. Es wurde festgestellt, dass die Blutkontamination die Haftfestigkeit im Vergleich zu Speichel durchweg stärker beeinträchtigt².

 

Im Allgemeinen war Chlorhexidin auf Dentin mit Schmierschicht durchweg anderen Mitteln wie Ethanol, EDTA, Aloe Vera überlegen, um die höchste Scherfestigkeit zum Dentin zu erzielen. Auf Dentin, das zuvor geätzt und mit Blut und Speichel kontaminiert worden war, war das anschließend aufgetragene Mittel, das die höchste Wiederherstellung der Scherfestigkeit zeigte, 37,5%ige Phosphorsäure⁵. Eine Studie über die nanomechanischen und nanorauen Eigenschaften von geätztem Dentin und mit selbstätzendem Adhäsiv behandeltem Dentin, das beide mit Speichel kontaminiert waren, ergab, dass KATANA™ Cleaner in der Lage war, die Kontrollwerte des komplexen Moduls und der Nanorauheit im Vergleich zur Kontrolle wiederherzustellen⁶.

 

SYNTHETISCHE WORKFLOW-KONTAMINANTEN: GIPS, HÄMOSTATISCHE MITTEL, WURZELKANALFÜLLER UND PROVISORISCHE ZEMENTE


Eine Studie von Marfenko et al. aus dem Jahr 2020 zeigte, dass die Speichelkontamination im Vergleich zur Kontamination durch Gips aus Laborprozessen signifikant niedrigere Haftfestigkeiten aufwies. Die Anwendung eines Silanhaftmittels auf die Restaurationsinnenfläche hat eine schützende Wirkung auf die Haftfestigkeit⁷. Der Vorbehalt ist, dass Restaurationen auf Lithiumdisilikatbasis oft vom Labor vorgeätzt mit Flusssäure angefordert werden. Oft wird der Fall an den Kliniker auf dem Sekundär- oder Primärmodell zurückgegeben. Wenn die Oberfläche bereits mit Flusssäure behandelt wurde, kann sie nun als mit Gips- oder Harzmodell oder einfach mit Hautölen durch Handhabung rekontaminiert betrachtet werden. Die ungeschützte Oberfläche muss in jedem Fall nach der Anprobe dekontaminiert werden, die nun Elemente von Gips, Blut und Speichel sowie hämostatische Mittel wie Aluminiumchlorid und Eisen(III)-sulfat enthalten kann. Wenn Silanhaftmittel vor der Anprobe aufgetragen werden, stellt sich die Frage, ob die Oberfläche nach der Entnahme aus dem Modell wirklich frei von Kontaminationen war.

 

Aluminiumchlorid ist ein hämostatisches Mittel, das einen unlöslichen Niederschlag auf der Dentinoberfläche hinterlässt, der nur teilweise durch die Behandlung mit Phosphorsäure entfernt wird, was nur zu einer teilweisen Wiederherstellung der Scherfestigkeit im Vergleich zur Kontrolle führt. Die Anwendung von Ethylendiacetyltetra-Natriumacetat (EDTA) brachte die Haftfestigkeit auf das Niveau von normalem Dentin zurück⁸. Die Verbindung von polykristallinen Keramikrestaurationen und Metalllegierungen wird bei der Anprobe mit Speichel kontaminiert. Dieser kann durch Dampfreinigung und Luftpartikelabrasion bei 2,5 bar für 15 Sekunden entfernt werden⁹. Phosphorsäure wird oft fälschlicherweise als Reinigungsmittel auf die Oberfläche aufgetragen. Bei polykristallinen Keramiken wie tetragonalem Zirkonoxid-Polykristall ist dies katastrophal, da sich Phosphate fest an die freien Stellen binden, an die sich das 10-MDP-Monomer normalerweise im Rahmen des APC-Protokolls der Zirkonoxidverbindung bindet, was die Haftfestigkeit erheblich beeinträchtigt (Blatz, 2016)¹⁰. Eine Studie über moderne Oberflächenreiniger zeigte eine erfolgreiche Entfernung von Ablagerungen auf der Oberfläche mit KATANA™ Cleaner für sowohl blut- als auch speichelkontaminierte Substrate¹¹,¹².

 

Provisorische Zemente haben vermutlich einen schädlichen Einfluss auf die Scherfestigkeit von adhäsiv befestigten indirekten Keramikrestaurationen. Ding et al. (2022) zeigten, dass die Verwendung von Befestigungsmaterialien auf Kunststoffbasis und Nicht-Eugenol-Zementen in der provisorischen Phase die Haftfestigkeit im Vergleich zur Kontrolle verringerte, während die Verwendung von Kalziumhydroxid- und Polykarboxylatzementen akzeptable Werte aufwies. Die Reinigung der präparierten Oberfläche mit Luftpartikelabrasion (APA) führte zur Wiederherstellung der verringerten Haftwerte auf das Niveau der Kontrolle¹³. Ebenso nützlich war die Anwendung von Immediate Dentin Sealing (IDS)¹⁴, einer Technik, die idealerweise durch APA vor der adhäsiven Verbindung und dem Auftragen einer Kompositschicht gekennzeichnet ist, die sowohl die Dentinkanälchen als auch die Sauerstoffinhibitionszone verschließt und es der Komposit-Dentin-Verbindung ermöglicht, ohne Belastung zu reifen und sich zu stärken. Dieser Ansatz ist wirksam bei der Minimierung postoperativer Hypersensibilität und des Eindringens von Bakterien sowie bei der Optimierung der Scherfestigkeit, insbesondere wenn es um indirekte Keramiken geht¹⁵. Hardan et al. fanden heraus, dass die Scherfestigkeit am höchsten war, wenn IDS unter Verwendung eines dreistufigen Ätz- und Spül-Adhäsivprotokolls durchgeführt wurde¹⁴.

 

Hämostatische Mittel, die in der klinischen Zahnheilkunde verwendet werden, weisen einen pH-Wert von 1,1 bis 3,0 auf und sind so sauer wie selbstätzende Primer¹⁶. Chaibutyr und Kois fanden heraus, dass Dentin, das mit 25% Aluminiumchlorid oder 13% Eisen(III)-sulfat kontaminiert war, eine signifikant niedrigere Scherfestigkeit zum Dentin aufwies, die durch den Ätz- und Spül-Ansatz signifikant wiederhergestellt wurde¹⁷. Dieser zwar erfolgreiche Ansatz konnte die Defizite der Scherfestigkeit im Vergleich zur Kontrolle jedoch nur teilweise beheben, wobei eine Vorätzung mit EDTA erforderlich war, um eine vollständige Wiederherstellung zu erreichen⁸. Es wurde festgestellt, dass KATANA™ Cleaner eine positive Wirkung auf die Reinigung von Dentin hat, das sowohl mit Aluminiumchlorid als auch mit Eisen(III)-sulfat kontaminiert ist.

 

Die Verbindung von Dentinsubstrat, das mit Wurzelfüllern kontaminiert ist, ist ein Problem für die Integrität von Stumpfaufbauten nach endodontischer Behandlung. Es wurde festgestellt, dass die Verwendung von KATANA™ Cleaner im Allgemeinen der Ethanol-Testuntergruppe bei der Entfernung von Wurzelfüllern auf Zinkoxid-Eugenol-Basis überlegen war und die gleiche Leistung wie 70%iges Ethanol für den Wurzelfüller auf Epoxidharzbasis erbrachte¹⁸.

 

KLINISCHE FALLDEMONSTRATION

Eine 35-jährige Patientin stellte sich in der Praxis mit mehreren insuffizienten Kompositrestaurationen im zweiten Quadranten vor, die ersetzt werden sollten. Vor der Verabreichung der Anästhesie ist es in der Praxis üblich, die Farbspezifikationen der geplanten Restaurationen zu ermitteln, bevor eine mögliche Dehydrierung die optischen Eigenschaften des natürlichen Zahns beeinträchtigen kann. Intelligente monochromatische Komposite (Abb. 1) sind eine Klasse von direkten Restaurationen, die die Fähigkeit ihrer Nanofüllerzusammensetzung und ihres Brechungsindex nutzen, die Strukturfarbe des umgebenden Schmelzes und Dentins nachzubilden¹⁹. Dies ermöglicht es einem Zahnarzt in der Regel, eine vereinfachte Auswahl an Farbtönen zur Hand zu haben.

Zwei Karpulen 2%iges Lidocain mit 1:100.000 Epinephrin wurden durch bukkale Infiltration verabreicht, bevor eine absolute Isolation mit einem latexfreien Kofferdam (Isodam HD Heavy, 4D Rubber, UK) erreicht wurde (Abb. 2). Die alten Restaurationen wurden zusammen mit der Karies entfernt (Abb. 3), und die Dentinstruktur wurde mit einem Detektorfarbstoff (Caries Detector, Kuraray Noritake Dental Inc.) auf Restkaries untersucht. Die Kavitätenränder der Präparation wurden vorsichtig abgeschrägt, bevor die Oberfläche mit Luftpartikelabrasion behandelt wurde (30 psi, 29 Mikron Aluminiumoxid in einem 17,5%igen Ethanolträger, Aquacare UK) (Abb. 4). Die Schmelzränder wurden mit 33%iger Orthophosphorsäure geätzt und gespült (Abb. 5). Die Präparationsflächen wurden mit einem MDP-basierten Tensid (KATANA™ Cleaner, Kuraray Noritake Dental Inc.) weiter von Restschmiere oder Pulverrückständen dekontaminiert (Abb. 6). Ein einstufiges, selbstätzendes Universaladhäsiv wurde gemäß den Herstelleranweisungen auf die Präparation aufgetragen und mit Luft verdünnt, bevor es lichtgehärtet wurde (Abb. 7).


Abb 1

 


Abb 2

 


Abb 3

 


Abb 4

 


Abb 5

 


Abb 6

 


Abb 7

 

Für den zweiten Prämolar wurde ein Matrix-in-Matrix-Ansatz als erster Schritt verwendet, um den gleichzeitigen anatomischen Aufbau der mesialen und distalen Randleisten zu ermöglichen. Diese Technik erfordert keine Verwendung eines Keils, da die äußere zirkumferenzielle Tofflemire-Matrix (Omnimatrix, Ultradent Products) zervikal um die innere anatomisch gekrümmte Teilmatrix (Garrison Firm Band, Garrison Dental Solutions) festgezogen wird, was eine hermetische Abdichtung am Zahnfleischrand ermöglicht (Abb. 8). Bei Bedarf kann der Aufbau durch die Verwendung von Teflon, das zwischen den beiden Matrizen eingefügt wird, weiter modifiziert werden, um eine bessere proximo-fazio-linguale Anpassung zu erzielen. Dadurch wird die Nachbearbeitung und Konturgebung nach dem Entfernen des Bandes auf ein Minimum reduziert. Anschließend kann ein herkömmliches Teilmatrizensystem verwendet werden, um die Kontakte zu schließen und die Randleisten auf herkömmliche Weise aufzubauen (Abb. 9).

 

Nach dem Aufbau der Randleisten wurde die Matrixanordnung entfernt und nachdem die Klasse-II-Läsionen in eine Klasse-I-Situation umgewandelt worden waren, wurde mit dem Mikrolayering mit einem fließfähigen Liner mit hoher Biegefestigkeit (CLEARFIL MAJESTY™ Flow, Kuraray Noritake Dental Inc.) vor dem Auftragen eines monochromatischen Komposits (CLEARFIL MAJESTY™ ES-2 Universal U shade, Kuraray Noritake Dental Inc.) fortgefahren. Die bukkalen Höcker wurden zuerst aufgebaut, da der Autor dies für wesentlich hält, um die Proportionen der Restaurationslappen festzulegen (Abb. 10). Nachfolgende Schichten wurden in einem Lappen-für-Lappen-Ansatz fertiggestellt, um die Okklusalflächenanatomie zu vervollständigen (Abb. 11 und 12). Die Restauration wurde auf funktionelle Konformität der Okklusion überprüft, fertiggestellt und auf Hochglanz poliert (Abb. 13).

 


Abb 8

 


Abb 9

 


Abb 10

 


Abb 11

 


Abb 12

 


Abb 13

 

DISKUSSION

Oberflächen werden häufig sowohl bei direkten als auch bei indirekten restaurativen Verfahren kontaminiert. In der Vergangenheit waren Ätz- und Spülansätze zumindest für die teilweise Wiederherstellung der Haftfestigkeit erfolgreich, jedoch sind sie in Situationen, in denen selektives oder selbstätzendes Verfahren die Adhäsivstrategie ist, nicht praktikabel. Der Zahnarzt kann in diesen Fällen das 10-MDP-Monomer in selbstätzenden Systemen verwenden, um nicht demineralisiertes Dentin, wie z. B. CLEARFIL™ Universal Bond Quick, zu behandeln, um eine säurebasenresistente Zone zu schaffen, die auch als Super Dentin bekannt ist²⁰. Das Vorhandensein der operativen Schmierschicht behindert in einigen Fällen den vollständigen Zugang des selbstätzenden Primers zum Dentinsubstrat. In solchen Fällen ist ohne KATANA™ Cleaner ein Abstrahlen (air particle abrasion, APA) erforderlich. APA als Modalität wird oft nur von einem Teil der Zahnärzte angewendet, häufig aufgrund finanzieller Einschränkungen oder mangelnder Erfahrung mit der Technik. KATANA™ Cleaner stellt somit ein vielseitiges Werkzeug für die Dekontamination und Optimierung von Substratoberflächen für die adhäsive Verbindung sowohl bei intraoralen als auch bei extraoralen Anwendungen dar. Seine Fähigkeit, ideale Bindungswerte in Bereichen, die mit APA nicht effektiv erreicht werden können, wie z. B. der Anatomie des endodontischen Kanals, auf nicht-invasive Weise wiederherzustellen, zementiert es buchstäblich als ein wirklich unverzichtbares Werkzeug für den modernen restaurativen Zahnarzt.

 

Haftungsausschluss: Einige Indikationen sind nicht in der Gebrauchsanweisung des Produkts beschrieben und basieren auf veröffentlichten Forschungsergebnissen und/oder den Erfahrungen des Autors. Lesen Sie vor der Verwendung jedes Produkts die mit dem Produkt gelieferte Gebrauchsanweisung sorgfältig durch, um alle Details und Arbeitsabläufe zu erfahren.

 

Zahnarzt


Dr. Clarence Tam HBSc, DDS, FIADFE, AAACD