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Blog

Der effiziente Weg zur Cover-Denture aus Zirkonoxid

Der effiziente Weg zur Cover-Denture aus Zirkonoxid

KATANA Zirconia als Basis für eine hochästhetische, stabile herausnehmbare Restauration

Implantatgetragene Deckprothesen (Cover-Denture) sind seit Jahrzehnten eine prothetische Therapieform, die erfolgreich in Praxis und Labor umgesetzt wird. Während bewährte Anforderungen an statische und funktionelle Aspekte unverändert geblieben sind, hat sich in den vergangenen Jahren die Auswahl an Werkstoffen verändert. Heutzutage stehen zusätzlich zu metallischen Legierungen auch metallfreie Materialien – Hochleistungskomposite und hochfeste Zirkonoxid-Materialien (z. B. KATANA Zirconia, Kuraray Noritake) – zur Verfügung. Zudem kann je nach Patientenwunsch und Möglichkeiten die Fertigungsart adaptiert werden. Der Autor stellt einen Herstellungsweg vor, der sowohl in der Effizienz als auch beim ästhetischen Ergebnis kaum Wünsche offenlässt.

ZTM Mathias Berger, Frankreich

Die Verankerung eines herausnehmbaren Zahnersatzes auf Implantaten stellt viele Herausforderungen an das prothetische Arbeitsteam. Von der Diagnostik und Planung (Backward-Planning) über die chirurgische und therapeutische Phase bis hin zur fertigen Arbeit – der Weg zum Ziel ist lang und bedarf eines abgestimmten Konzeptes, welches Sicherheit und Zuverlässigkeit bietet. In diesem Artikel steht das Finale – die Herstellung der prothetischen Versorgung – im Fokus. Ergebnis: die implantatgetragene Deckprothese.

Die Vorteile einer herausnehmbaren Restauration auf Implantaten sind eine für den Patienten verbesserte Mundhygiene durch die Möglichkeit der Entnahme des Zahnersatzes sowie die Reparatur- bzw. Erweiterungsmöglichkeiten. Allerdings haben Patienten oftmals Vorurteile gegenüber einem abnehmbaren Zahnersatz. Sie befürchten ästhetische Einschränkungen. Oftmals haben sie sich für eine aufwendige implantologische Behandlung entschieden und denken, dass ein herausnehmbarer Zahnersatz ihren Wünschen nicht gerecht werden kann. Sie erwarten adäquate Vorschläge für die Umsetzung einer hochwertigen prothetischen Restauration. Gefragt sind Konzepte, in der die Akteure bei der Behandlung flexibel agieren können. Parameter wie Funktionalität, subjektives Ästhetik-Empfinden, Behandlungssicherheit sowie der finanzielle Spielraum werden zu Entscheidungskriterien.

Bestimmt wird das optische Ergebnis hauptsächlich durch die Umsetzung der roten und weißen Ästhetik. Sowohl die Formgebung und Oberflächentextur als auch die Lichtoptik sind entscheidende Faktoren. Gleichwohl muss eine ausreichend hohe Festigkeit gegeben sein. Hier ist Zirkonoxid das Material der Wahl. Anhand eines Patientenfalles wird die Herstellung einer vollkeramischen Deckprothese dargestellt. Die Werkstoffwahl: Zirkonoxid (KATANA Zirconia, Kuraray Noritake) für das Gerüst und die Verblendkeramik CERABIEN ZR (CZR, Kuraray Noritake) für Einzelkronen.

 

Patientenfall

Jeder Patient ist einzigartig. Klinische Hintergründe, funktionelle Erfordernisse und ästhetische Ansprüche
müssen im prothetischen Behandlungsplan berücksichtigt werden. Hierbei steigt die Bedeutung eines individuellen Behandlungsansatzes mit der Anzahl der zu ersetzenden Zähne: Schließlich ist der Einfluss der Restaurationen auf die faziale Ästhetik und die Lebensqualität umso höher, je mehr Zähne fehlen. Heutzutage stehen selbst bei völliger Zahnlosigkeit adäquate prothetische Materialien und Verfahrenstechniken für einen patientenspezifischen Zahnersatz bereit.

Patient mit Bruxismus

Im vorliegenden Fallbeispiel sollte für den Patienten eine neue Restauration im Oberkiefer hergestellt werden. Im zahnlosen Oberkiefer waren fünf Implantate osseointegriert. Der ältere Mann litt unter Bruxismus sowie einer gestörten Propriozeption, was eine zusätzliche Herausforderung darstellte. Die reduzierte Sensibilität galt es beim Herstellen der Deckprothese zu berücksichtigen. Material und Design mussten sorgfältig gewählt werden, um unkontrollierten Kaukräften standzuhalten. Es galt, wohlüberlegt zu agieren. Da technische Komplikationen am Zahnersatz leichter zu reparieren sind als biologische Komplikationen, sollte die Deckprothese nicht komplett steif und unzerbrechlich konzipiert werden. Vielmehr ist der einfache Austausch bzw. die Reparatur der einzelnen Elemente zu ermöglichen.

Vollkeramisch: Zweiteiliges Prothesendesign

Die Lösung war ein zweiteiliges Design. Für die vollkeramische Deckprothese wurden vollkeramische Einzelkronen mit einem Zirkonoxidgerüst kombiniert. Material der Wahl für das Gerüst war KATANA Zirconia HTML Plus (Kuraray Noritake) (Abb. 1). Das Zirkonoxid ist mit einer einheitlich hohen Biegefestigkeit von 1.150 MPa prädestiniert für weitspannige Restaurationen. Die Einzelkronen wurden aus KATANA Zirconia YML gefräst; ein Zirkonoxid, welches zusätzlich zur Festigkeitsabstufung sehr natürliche Eigenschaften in Transluzenz und Farbe bietet. Mit diesem Zirkonoxid können auch monolithische Restaurationen kompromisslos realisiert werden.


Abb. 1 Gerüst für die implantatgetragene Deckprothese aus KATANA Zirconia HTML Plus (Kuraray Noritake)

Um effizient agieren zu können, wurde für die Seitenzahnkronen ein monolithisches Design gewählt. Die sechs Kronen im Frontzahnbereich erhielten einen Cut-Back für ein ästhetisches Micro-Layering mit der Verblendkeramik CERABIEN ZR (Kuraray Noritake). Für die Verblendung wurde im Vorfeld ein individuelles Farbschema konzipiert und grafisch festgehalten (Abb. 2). Eine solche „Colour-Map“ vereinfacht das Schichten und ermöglicht ein zielorientiertes Verblenden.

Schichtschema für die Micro-Schichtung

Die Individualisierung der gefrästen Gerüstkappen im Frontzahnbereich erfolgte mit den Internal Stain-Massen Cervical 1, Greyish Blue, Dark Grey und A+. Danach wurden die Zahnformen mit LT0-Materialien (Lustermassen) und etwas CCV-3 (Clear Cervical) auf dem zervikalen und mit LT Natural auf den mesialen und distalen Anteilen komplettiert. An den Eckzähnen wurde LT1 (Aqua Blue) anstelle von LT0 verwendet. Die Seitenzahnkronen sind lediglich mit Liquid-Ceramic (CERABIEN ZR FC Paste Stain, Kuraray Noritake) finalisiert worden.


Abb. 2 „Colour-Map“ für das Micro-Layering

Die geschichteten Einzelkronen beeindruckten nach der Finalisierung mit einer individuellen, altersgerechten Farbwirkung. Die monolithischen Gerüstbereiche wirkten ebenfalls sehr natürlich. Nach Überprüfung der Kronenpassung auf dem Gerüst wurden die Zahnfleischanteile mit CERABIEN ZR Tissue Porcelain individualisiert verblendet (Abb. 3 und 4). Anschließend konnten die Frontzahnkronen auf dem Gerüst verklebt werden, ohne Schraubenkanäle zu verschließen (Abb. 5 bis 7). Eine Einprobe der Deckprothese bestätigte die hervorragende Passung und den spannungsfreien Sitz auf den Implantaten (Abb. 8 und 9). Der Zahnersatz konnte im Mund verschraubt und die Zugangslöcher konnten mit Komposit verschlossen werden. Bei der Herstellung des Zahnersatzes wurde den funktionellen Parametern (Bruxismus) ein mindestens ebenso hohes Augenmerk gegeben wie den ästhetischen Belangen. Sollte eine Reparatur notwendig werden, lassen sich die monolithischen Einzelkronen im Seitenzahnbereich gleichwohl reparieren bzw. erneuern wie die Frontzahnkronen, ohne die komplette Deckprothese neu herstellen zu müssen.


Abb. 3 Die Kronen aus KATANA Zirconia YML mit Micro-Layering (Frontzahnbereich) auf dem Gerüst


Abb. 4 Das Gerüst mit individualisierten Gingivaanteilen


Abb. 5 Die Einzelkronen werden auf dem Gerüst verklebt


Abb. 6 Die fertige Deckprothese mit natürlicher, altersgerechter Optik


Abb. 7 Die Deckprothese ist für das Verschrauben im Mund (Implantate) vorbereitet


Abb. 8 und 9 Der verschraubte Zahnersatz im Mund des Patienten wirkt natürlich und ästhetisch. Seine funktionellen Probleme sind berücksichtigt worden.


Zusammenfassung

Dieser Patientenfall steht beispielhaft dafür, wie wichtig es ist, spezifische Faktoren (z. B. Patientenalter, ästhetischer Anspruch und finanzielle Möglichkeiten) bei der Herstellung des Zahnersatzes zu berücksichtigen. Dank der großen Vielfalt an Verfahrenswegen und Restaurationsmaterialien mit unterschiedlichen mechanischen sowie optischen Eigenschaften ist es möglich, für nahezu jeden Patienten die passende Zahnersatzlösung herzustellen. Hierfür ist es jedoch wichtig, über neue Produkte und innovative Techniken informiert zu sein. So können im vereinfachten, effizienten Verfahren (z. B. Micro-Layering) schöne und langlebige Restaurationen geschaffen werden.

MDP-Monomer

Wo wären wir ohne das MDP-Monomer?

Im Jahr 1976 stellte Kuraray sein erstes Haftmonomer vor – das Phosphatmonomer Phenyl-P. In den darauffolgenden Jahren arbeitete das Unternehmen kontinuierlich daran, mit der entsprechenden Forschung und Entwicklung die Molekülstruktur dieses Monomers weiter zu verbessern. Dies gelang Kuraray schließlich mit der Entwicklung eines Moleküls mit besserer Haftung an der Zahnstruktur, geringer Löslichkeit und einer effektiven Haftung an Metall: Das MDP-Monomer war geboren.

Das von Kuraray entwickelte und 1981 patentierte MDP-Monomer ist bis heute das führende funktionale Monomer mit zuverlässiger Haftung an verschiedensten Substraten einschließlich Zahnschmelz und Dentin. Untersuchungen haben wiederholt gezeigt, dass sich mit Produkten auf Basis dieses Monomers haltbare und stabile Verbindungen mit Zahnschmelz, Nichtedelmetallen und Zirkonoxidkeramik herstellen lassen. Es ist schwer zu sagen, wo die adhäsive Zahnmedizin ohne das MDP-Monomer heute stünde.


Ein unerreichter Reinheitsgrad

Eines der Geheimnisse hinter dem Erfolg des MDP-Monomers von Kuraray Noritake ist seine einzigartige Qualität. Das Patent, das Kuraray für das Monomer besaß, ist mittlerweile ausgelaufen, sodass heute auch andere Hersteller ihr eigenes MDP synthetisieren können. Eine Studie von Yoshihara et al.1 ergab jedoch, dass bei drei untersuchten MDP-Haftmonomeren Unterschiede im Reinheitsgrad festzustellen waren, die sich auf die Intensität der Nanoschichtung und die resultierende Verbindungsfestigkeit auswirkten. Es war nicht überraschend, dass beim hochreinen Original-MDP von Kuraray Noritake die höchste Verbindungsfestigkeit gemessen wurde.

„Es ist eindeutig, dass das MDP-Monomer angesichts seines primären chemischen Potenzials, an Hydroxylapatit zu binden, eines der effektivsten Monomere auf dem Markt ist“, erklärte Prof. Bart Van Meerbeek, ein führender Experte für Adhäsive, in einem Interview mit der Dental Tribune International.

„Im Wesentlichen dürfte ein Universalklebstoff mit hoher Konzentration an sehr reinem MDP-Monomer das beste Ergebnis bringen“, fügte er auf die Frage nach Universaladhäsiven hinzu.

Ein Monomer mit vielen Anwendungsmöglichkeiten

Das erste Produkt von Kuraray, bei dem das MDP-Monomer zum Einsatz kam, war das PANAVIA EX Befestigungskomposit. PANAVIA EX wurde 1983 eingeführt und war schnell dafür bekannt, zuverlässige Verbindungen zu ermöglichen. Für die PANAVIA-Familie adhäsiver Befestigungskomposite, einschließlich PANAVIA V5 und PANAVIA SA Cement Universal, wird nach wie vor das MDP-Monomer eingesetzt, um Zahnmedizinerinnen und -medizinern weltweit erstklassige Haftungseigenschaften zu bieten.

Natürlich bildet das MDP-Monomer auch die Grundlage für eine Reihe von Produkten im aktuellen CLEARFIL-Bondingsortiment von Kuraray Noritake Dental, so etwa für den Goldstandard CLEARFIL SE BOND, ein sanftes selbstätzenden und UV-härtendes Zwei-Flaschen-Bonding. CLEARFIL Universal Bond Quick, der einzige universelle Ein-Flaschen-Bonding des Unternehmens, nutzt die Rapid-Bond-Technologie. Die synergistische Kombination aus dem Original-MDP-Monomer und hydrophilen Amid-Monomeren ermöglicht es, schneller und einfacher denn je eine langlebige Verbindung herzustellen.

Die Erfahrungen von mehr als 40 Jahre lassen nur eine Schlussfolgerung zu: Das MDP-Monomer von Kuraray Noritake Dental hat die adhäsive Zahnmedizin zum Besseren verändert und optimiert.

 

Mehr über das MDP-Monomer erfahren Sie hier.


Quellen

  1. Yoshihara K. et al. Functional monomer impurity affects adhesive performance. Dent Mater. 2015 Dec;31(12):1493–1501.

True Colours: Jetzt noch mehr Farbintensität für die Zirkonoxidrestauration

Esthetic Colorant, die neuen Effektflüssigkeiten von Kuraray Noritake

Im Sommer 2022 gab Kuraray Noritake die Markteinführung von Esthetic Colorant für KATANA™ Zirconia bekannt. Damit setzt das Unternehmen den nächsten Meilenstein im Bereich der modernen Zirkonoxide. Täuschend echt – das Ziel wird mit den neuen Effektflüssigkeiten aus dem Estehtic Colorant-Portfolio beinahe spielerisch erreicht. Mathias Fernandez Lombardi ist gelernter Zahntechniker, studierter Dentaltechnologe und als Scientific Manager Dental Ceramics & CAD/ CAM Materials bei Kuraray Europe tätig. Im Interview mit Annett Kieschnick erläutert er, was Estehtic Colorant so einzigartig macht.

Was genau ist Esthetic Colorant?

Mathias Fernandez Lombardi: Esthetic Colorant sind Effektflüssigkeiten, die dem Einfärben und Charakterisieren von vorgesinterten Zirkonoxidstrukturen dienen; diese Anwendung ist wirklich eine fantastische Bereicherung für Dentallabore und Fräszentren. Das Produkt ist für die KATANA™ Zirconia Multi-Layered Serie konzipiert. Es wurde so entwickelt, dass beim Sintern im Labor (Sinterendtemperatur) exakt die gewünschten Farbnuancen entstehen. Da Esthetic Colorant auf vorgefärbtem Zirkonoxid angewendet wird, umfasst die Produktreihe keine Grundfarben, wie beispielsweise die Farbe A2 oder A3. Das kennen wir ja von klassischen Färbeflüssigkeiten anderer Hersteller. Aber: Esthetic Colorant ist anders; u. a. ist die Farbintensität absichtlich nicht so kräftig saturiert.


Die Effektflüssigkeiten Esthetic Colorant hauchen der Zirkonoxid-Restauration vor dem Sintern Leben ein. Im Gegensatz zu klassischen Färbelösungen ist Esthetic Colorant speziell für ästhetische Zirkonoxide (KATANATM Zirconia Multi-Layered) konzipiert und verleiht der Restauration den echten True Colours-Effekt.

Zirkonoxid vor dem Sintern kennt man von „früher“. Ist das nicht eigentlich Geschichte? Warum eine „Neu-Auflage“ der Technik?

Mathias Fernandez Lombardi: Das ist nicht zu vergleichen. Esthetic Colorant sollte nicht mit klassischen Färbeflüssigkeiten „von früher“ verwechselt werden. Die traditionellen Materialien wurden verwendet, um „weißem“ Zirkonoxid eine stark saturierte Farbe zu verleihen. Esthetic Colorant hingegen ist eine mit Absicht farblich weniger kräftig wirkende Effektflüssigkeit für Multi-Layered Zirkonoxide. Die Flüssigkeiten erlauben es dem ohnehin schon hochästhetischem Zirkonoxid, „atmen“ zu können, um die Transluzenz in vollen Zügen zu entfalten. Der Gedanke dahinter ist ebenso genial wie die Anwendung. Esthetic Colorant ist eine Art True Colours-Bemalung der Restauration im vorgesinterten Zustand. Perfektioniert für moderne hochtransluzente Zirkonoxide werden personalisierte Effekte fallspezifisch bereits vor dem Sintern erzeugt.


Monolithische Zirkonoxidgerüst (KATANATM Zirconia YML) nach dem Fräsen


Das mit Esthetic Colorant charakterisierte Gerüst.
Fotos: mit freundlicher Genehmigung von DT Shigeru Adachi, Cusp Dental Supply Inc.

Aber warum sollte ein Zirkonoxid mit so hoher Farbtreue wie KATANATM Zirconia zusätzlich eingefärbt werden? Ist es überhaupt notwendig, ein modernes Zirkonoxid vor dem Sintern einzufärben?

Mathias Fernandez Lombardi: Zahntechnikerin und Zahntechniker kennen die hohe Herausforderung, natürliche Zähne zu imitieren. Jeder Zahn hat eine einzigartige innere Farbstruktur und diese zu imitieren bedarf auf konventionellem Weg (keramische Schichttechnik) jeder Menge Erfahrung, Feingefühl und vor allem Zeit. Mit der monolithischen Verfahrensweise unter ausschließlicher Verwendung externer Malfarben ist die interne Farbstruktur des Zahnes hingegen nur schwer anschaulich zu reproduzieren. Das Vorgehen ist zwar effizient, aber es wird lediglich extern Farbe aufgetragen. Dies macht es nur bedingt möglich, die dreidimensionalen Farb- und Effektwirkungen des natürlichen Zahnes zu imitieren. Mit Esthetic Colorant, speziell für die KATANATM Zirconia Multi -ayered Serie entwickelt, wird ein neuer Weg beschritten. KATANATM Zirconia besteht aus einer einzigartigen (patentiert) Rohstofftechnologie und einer besonderen Farbstruktur. Bereits ohne zusätzliche Individualisierungen werden hochästhetische Ergebnisse möglich. Mit Esthetic Colorant gelingt es nun, selbst die Vielzahl interner Eigenschaften eines Zahnes einfach und effizient nachzubilden. Es entstehen Tiefenwirkungen – auch bei monolithischen Restaurationen –, die einer geschichteten Restauration sehr nahekommen. Kurz gesagt: Esthetic Colorant stärkt die ästhetische Kraft von KATANATM Zirconia.


Das Gerüst nach dem Sintern


Die Restauration. Malfarben für die Endbearbeitung: CZR PRESS LF External Stains: Salmon Pink, Red, Blue. CERABIEN™ ZR FC Stains:  A+, Blue, Mamelon Orange 2, Cervical 1, Reddish Brown, White, Clear Glaze
Fotos: mit freundlicher Genehmigung von DT Shigeru Adachi, Cusp Dental Supply Inc.

Vor dem Sintern einfärben vs. mit Malfarbe individualisieren – entweder oder? Was ist der bessere Weg? Oder kann beides kombiniert werden?

Mathias Fernandez Lombardi:Den jeweils „besten“ Weg muss jedes Dentallabor für sich herausfinden. Labore, die beispielsweise Zirkonoxid-Restaurationen extern fräsen und sintern lassen, können das Gerüst im vorgesinterten Status nicht charakterisieren. Hier erlauben interne Malfarben, Verblendkeramiken oder externe Malfarbmassen eine ästhetische Finalisierung. Für Labore, die selbst fräsen und/oder den Sinterprozess vornehmen, sind diverse Wege für den „letzten Schliff“ möglich. Es können problemlos mehrere Methoden der ergänzenden Farbgebung kombiniert werden. 

Beispiele: Dem Zirkonoxid-Gerüst werden im vorgesinterten Zustand mit Esthetic Colorant gewünschte Effekte verliehen. Nach dem Sintern erfolgt die Finalisierung, z. B. mit einem Verblendkeramik-System wie CERABIENTM ZR. Ideal ist Esthetic Colorant zudem für monolithische bzw. Zero-Cut-Back-Restaurationen. Bereits vor dem Sintern erhält das Gerüst diverse Farbeffekte, die später der Restauration dreidimensionale Tiefe verleihen. Zusätzlich können bei Bedarf feine Anpassungen mit externen Malmassen oder Glasurmassen (z. B. CERABIENTM ZR FC Paste Stain) vorgenommen werden. Soll auf einen keramischen Brand verzichtet werden, kann die mit Esthetic Colorant charakterisierte Restauration nach dem Sintern mittels Politur fertiggestellt werden.

Für welche Anwendungsbereiche ist Esthetic Colorant hauptsächlich empfohlen?

Mathias Fernandez Lombardi: Zusätzlich zur Charakterisierung von Zirkonoxidstrukturen gibt es einen bemerkenswerten Anwendungsbereich, der im Laboralltag wirklich spürbar Erleichterung bringt. Mit Esthetic Colorant gelingt es wirkungsvoll, verfärbte Stümpfe (Pfeilerzähne), metallische Stumpfaufbauten oder Metall-Abutments (Implantatversorgungen) zu maskieren. Gerade in Zeiten, in denen Zirkonoxide immer transluzenter und ästhetischer werden, ist das ein wichtiger Aspekt im Laboralltag. Je transluzenter ein Material ist, desto lichtdurchlässiger ist es und macht unerwünschte Verfärbungen bzw. das charakteristische Grau-Silber der Abutments zwangsläufig sichtbarer. Um diesen negativen Effekten vorzubeugen, gibt es im Esthetic Colorant Line-up OPAQUE und WHITE. Diese speziellen Effektflüssigkeiten werden vor dem Sintern auf die Kronen-Innenflächen aufgetragen. Und was nun passiert, ist wirklich etwas Besonderes und die Chemie dahinter einzigartig. Die Flüssigkeiten sind mit Silan angereichert, sodass ein gewisser Penetrationsblocker in der Flüssigkeit vorhanden ist. Das bedeutet, dass WHITE und OPAQUE die verfärbten oder metallfarbenen Stümpfe auf der einen Seite blockiert, aber gleichzeitig die schöne Transluzenz des Zirkonoxids nicht beeinträchtigt.


Herausforderung: Für den metallischen Stumpfaufbau soll eine vollkeramische Krone gefertigt werden.


Problematik: Zirkonoxidkrone ohne Applikation von Esthetic Colorant. Der Stumpfaufbau scheint durch und beeinträchtigt die Ästhetik massiv.


Lösung: Die Innenfläche der Zirkonoxidkrone wird vor dem Sintern mit Esthetic Colorant WHITE oder OPAQUE bestrichen.


Nach dem Sintern: Esthetic Colorant blockiert von innen das Durchscheinen des Untergrundes.


Die fertige Krone (KATANATM Zirconia YML und Estehtic Colorant OPAQUE). Der metallische Stumpf ist maskiert und zugleich die natürliche Transluzenz der Krone erhalten.

Und wie erfolgt das Auftragen der Effektflüssigkeit? Mit einem Pinsel?

Mathias Fernandez Lombardi: … theoretisch ja, wenn es ein metallfreier Pinsel ist. Wir empfehlen unseren speziell für Esthetic Colorant entwickelten „Liquid Brush Pen“. Dieser besteht aus drei Komponenten: einer Spitze mit Kappe, einem Hauptgehäuse, in das die Flüssigkeiten eingefüllt werden und einem Verteiler, der dafür sorgt, dass die Spitze nicht austrocknet. Durch diese Konstruktion gelangt immer genügend, jedoch niemals zu viel Effektflüssigkeit in die Spitze. Das macht das Auftragen der Farben mit dem Liquid Brush Pen super einfach. Wir empfehlen, für jede Farbe, die häufiger verwendet wird, einen separaten Liquid Brush Pen zu verwenden. Dies beschleunigt den Arbeitsablauf. Also letztlich ein echtes Dreamteam; KATANATM Zirconia Multi-Layered, Esthetic Colorant und Liquid Brush Pen. True Colours, wie es sich jede Zahntechnikerin und jeder Zahntechniker wünschen.

Vielen Dank für die interessanten Informationen zu einem wirklich spannenden Neu-Produkt im Bereich Zirkonoxid,

Annett Kieschnick

AB 1. Juli 2022 verfügbar! Esthetic Colorant bringt internes Farbspiel in die Restauration

Kuraray Noritake gibt die Markteinführung von Esthetic Colorant für KATANA™ Zirconia bekannt. Mit den neuen Effektflüssigkeiten kommen Dentallabore nun der wirklich effizienten Herstellung hochästhetischer Zirkonoxid-Restaurationen einen großen Schritt näher.

Ein besonders chromatischer Halsbereich, ausgeprägte Mamelons, Opaleszenzen im Inzisalbereich: Jeder natürliche Zahn hat seine charakteristischen optischen Merkmale, die sich aus der inneren Struktur ergeben. Diese spezifischen internen Effekte bei monolithischen Restaurationen durch einfaches Hinzufügen von Malfarben oder flüssiger Keramik zu imitieren, zeigte bislang die Grenzen eines Zirkonoxids auf. Kuraray Noritake hat sich dieser Problematik angenommen. Basierend auf fundierter Forschung und Entwicklung wurde eine verblüffend einfache Lösung gefunden: Esthetic Colorant für KATANATM Zirconia.


Esthetic Colorant wird auf Gingiva-Anteile sowie Zähne appliziert, um in diesen Bereichen die Tiefenwirkung zu verstärken.

Zirkonoxid-Restauration mit echter Tiefenwirkung

Esthetic Colorant wurde speziell für die Multi-Layered Serie KATANATM Zirconia geschaffen, um den außerordentlich ästhetischen Farbverlauf dieser Zirkonoxide in meisterlicher Art und Weise in Szene zu setzen. Mit Esthetic Colorant lassen sich die lichtoptischen Eigenschaften natürlicher Zähne von innen heraus imitieren. Ergebnis sind Farbeffekte mit echter Tiefenwirkung. Im Gegensatz zu bekannten Färbeflüssigkeiten oder Infiltrationslösungen handelt es sich um eigens entwickelte Effektflüssigkeiten. Diese diffundieren während des Sinterns in die Zirkonoxidstruktur. Auf diesem Weg gelingt die Imitation einer Vielzahl interner Farbstrukturen. Die Effektflüssigkeiten eignen sich hervorragend, um der Restauration bereits vor dem Sintern erste Charakteristika zu verleihen und so die Grundlage für die finale schnelle und einfache Individualisierung zu legen.

Maskierung-Effekt

Besonders bemerkenswerter Anwendungsbereich: Das Maskieren stark verfärbter Stümpfe und metallischer Abutments. Das Esthetic Colorant Line-up integriert die Effektflüssigkeiten OPAQUE und WHITE. Diese werden vor dem Sintern auf die Kronen-Innenflächen aufgetragen. Die Flüssigkeiten sind mit Silan angereichert, sodass ein gewisser Penetrationsblocker in der Flüssigkeit vorhanden ist. Die verfärbten oder metallfarbenen Stümpfe werden so auf der einen Seite blockiert, ohne auf „der anderen Seite" die schöne Transluzenz des Zirkonoxids zu beeinträchtigen.


Bereits nach dem Sintern zeigt sich die Tiefenwirkung (oben) als Basis für die Fertigstellung. Nach der Finalisierung (unten) beeindruckt die monolithische Restauration mit natürlicher Lebendigkeit und echter Dreidimensionalität.

Anwendung von Esthetic Colorant

Die Effektflüssigkeiten sind so optimiert, dass die Biegefestigkeit der KATANATM Zirconia-Restauration beibehalten bleibt. Esthetic Colorant wird nach dem Fräsen auf die Zirkonoxidoberfläche der monolithischen oder anatomisch reduzierten Restauration – vor dem Sintern – aufgetragen. Das geschieht mit einem metallfreien Pinsel oder Pinselstift, vorzugsweise dem speziell dafür konzipierten Liquid Brush Pen. Esthetic Colorant dringt in die vorgesinterte Struktur ein und wird während des Sinterns fixiert. Die internen Farbeffekte mit echter Tiefenwirkung werden nach dem Sintern sichtbar. 

Das Esthetic Colorant-Sortiment 

Esthetic Colorant besteht aus zwölf Effektflüssigkeiten. Das kompakte Sortiment ermöglicht ein komfortables Lagermanagement. Zugleich können alle denkbaren internen Farbeffekte präzise nachgebildet werden. Hierbei sorgt der Liquid Brush Pen for Esthetic Colorant für ein einfaches, gezieltes Auftragen der Farben. Die Zahntechnikerin bzw. der Zahntechniker hat zu jeder Zeit die volle Kontrolle über die aufgetragene Menge an Färbeflüssigkeit und die gezielte Positionierung auf der Restauration. 


Esthetic Colorant - 12 Effektflüssigkeiten


Liquid Brush Pen for Esthetic Colorant

Meisterlich und effizient 

Mit Esthetic Colorant für KATANATM Zirconia kommen Dentallabore der effizienten Herstellung hochästhetischer Zirkonoxid-Restaurationen einen großen Schritt näher. Das Vorgehen ist schnell, wirkungsvoll und zielgerichtet. Und nicht nur das: Es macht Spaß, mit den Effektflüssigkeiten der Zirkonoxid-Restauration ihr Leben einzuhauchen. Im Ergebnis zeigt sich eine meisterliche dreidimensionale Tiefenwirkung, wie sonst nur von aufwendigen Schichtungen bekannt. 

PANAVIA Veneer LC

NEU: PANAVIA™ Veneer LC als großartige Lösung für anspruchsvolle Aufgaben

Ab 1. Juli 2022 verfügbar!

Kuraray Noritake stellt das neue lichthärtende Befestigungskomposit PANAVIA Veneer LC vor. Speziell für die adhäsive Befestigung hochästhetischer Veneer-Restaurationen konzipiert, ermöglicht dieses Material in der Zahnarztpraxis ein vereinfachtes Handling bei einer zugleich erhöhten Sicherheit sowie Effizienz. Eben ein echter Veneerspezialist!

Die Befestigung von Veneers ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Einerseits sind die ästhetischen Erwartungen von Patienten, die sich für Veneers entscheiden, außerordentlich hoch. Andererseits kann das Handling der filigranen Restaurationen schwierig sein. Zudem muss auf der in der Regel nicht retentiv präparierten Zahnoberfläche ein stabiler Haftverbund gegeben sein. Um alle diese Anforderungen zu erfüllen und ein langzeitstabiles Resultat zu erzielen, bedarf es zusätzlich zum geeigneten Restaurationsmaterial eines ästhetischen, einfach zu handhabenden und leistungsstarken Befestigungssystems. PANAVIA Veneer LC von Kuraray Noritake – bestehend aus PANAVIA™ V5 Tooth Primer, PANAVIA™ Veneer LC Paste und CLEARFIL™ CERAMIC PRIMER PLUS – bietet die erforderlichen optischen Handhabungs- und Hafteigenschaften.

 

Langzeitstabile Ästhetik

PANAVIA Veneer LC unterstützt in vielerlei Hinsicht hochästhetische Ergebnisse. In vier verschiedenen Farben mit passenden Try-In-Pasten erhältlich, können die individuellen Farbanforderungen berücksichtigt und das Ergebnis im Vorfeld simuliert werden. Die hohe Fließfähigkeit des Materials und die geringe Schichtstärke erleichtern das Einsetzen der Veneers und sorgen für nicht sichtbare Restaurationsränder. Weitere wichtige Eigenschaften von PANAVIA Veneer LC sind langfristige hervorragende Farbstabilität, sichere Lichthärtung, Polierbarkeit und Glanzbeständigkeit.

Verlängerte Verarbeitungszeit, höhere Effizienz

Ein Veneer kommt selten allein! Um das Arbeitsfeld während der Befestigung sauber und trocken zu halten, wird für Veneers eine simultane Platzierungs- und Befestigungstechnik empfohlen. Das lichthärtende PANAVIA Veneer LC ist dafür prädestiniert, denn es bietet eine Verarbeitungszeit von 200 Sekunden*. So lassen sich mehrere Veneers auf einmal einsetzen, ohne durch eine unerwünschte Abbindereaktion behindert zu werden. Zudem reduziert sich der Zeit- und Arbeitsaufwand für das Befestigen der Veneers durch die ideale Konsistenz von PANAVIA™ Veneer LC, für die einfache Entfernung von Überschüssen sowie für die hervorragenden Poliereigenschaften.


Optimaler Haftverbund

Die Integration der Touch-Cure-Technologie (Kuraray Noritake), welche die Polymerisation an der adhäsiven Grenzfläche einleitet, sobald PANAVIA Veneer LC Paste darauf aufgetragen wird, sorgt für den langfristig stabilen Haftverbund auf dem Zahn. Die Ränder werden sicher abgedichtet, ohne die Verarbeitungszeit zu verkürzen. Die hohe Haftfestigkeit an Restaurationsmaterialien wird durch die Verwendung des bewährten CLEARFIL™ CERAMIC PRIMER PLUS (Kuraray Noritake) erreicht.

Ausgestattet mit einer Kombination aus innovativen und bewährten Merkmalen lässt PANAVIA Veneer LC im Hinblick auf eine ästhetische, präzise und effiziente Befestigung von Veneers keine Wünsche offen – ein echter Veneerspezialist! Weitere Informationen über PANAVIA Veneer LC und die gesamte Familie der Befestigungskomposite sind online unter www.kuraraynoritake.eu/de verfügbar.

*Arbeitszeit bei Umgebungslicht (8000 Lux.).

Adhäsive Befestigung: kompromisslos konsequent für alle Restaurationsarten

Dr. Michael-Kurt Prüfert ist Zahnarzt in Altenholz und setzt in seinem Arbeitsalltag auf wissenschaftlich abgesicherte Verfahren und Produkte, die ihm im Sinne seiner Patienten die größtmögliche Sicherheit bieten. Geht es um die Befestigung, verfolgt er ein klares Konzept: Alle Restaurationen – vollkeramisch sowie metallbasiert – werden im adhäsiven Verfahren im Mund befestigt. Warum er dem traditionellen Zementieren den Rücken gekehrt hat und welche Methoden er stattdessen bevorzugt, erläutert er in einem Interview (veröffentlicht in der Zeitschrift teamwork, teamwork-media-Verlag).

Der erfahrene Zahnmediziner beantwortet folgende Fragen:

  • Welche Rolle spielt die adhäsive Befestigung in Ihrem Praxisalltag?
  • Wie schaffen Sie es, den Aufwand rund um die adhäsive Befestigung zu reduzieren?
  • Was ist mit dem Aufwand im Vorfeld, beispielsweise die Trockenlegung und die Vorbehandlung der Zahnoberfläche?
  • Wann nutzen Sie die konventionelle adhäsive Befestigung und wann greifen Sie auf selbstadhäsive Materialien zurück?
  • Stellt sich die Frage, warum traditionelle Zemente überhaupt noch verwendet werden?
  • Welche Gerüstwerkstoffe bevorzugen Sie für festsitzende Restaurationen?

TEETHMATE DESENSITIZER

TEETHMATE™ DESENSITIZER erhält zum achten Mal in Folge Top Product Award des Dental Advisor

Patienten leiden unter allen Arten von Hypersensibilitäten – unabhängig von ihrer Ursache. Lindern lassen sie sich mit TEETHMATE™ DESENSITIZER von Kuraray Noritake Dental Inc. Das Produkt wurde so entwickelt, dass es Hydroxylapatit (HAp) genau dort bildet, wo es benötigt wird, und dadurch zuverlässig sowie langfristig offene Dentintubuli und Schmelzrisse verschließt. Zu den möglichen Ursachen für freiliegende Dentintubuli zählen Zahnfleischrückgang, Schmelzerosion oder exzessives Zähneputzen, eine professionelle Zahnreinigung mit Scaling und Root Planing, eine Bleaching-Behandlung oder restaurative Eingriffe. In all diesen Fällen bringt TEETHMATE™ DESENSITIZER eine Linderung der Beschwerden. Das ist sicher ein Grund dafür, dass das Produkt bereits zum achten Mal in Folge mit einem Dental Advisor Award ausgezeichnet wurde.

Das Produkt besteht aus natürlichem Calcium und Phosphat. Es kann selbst auf frisch präparierter Zahnhartsubstanz angewendet werden, ohne die Haftfestigkeit nachfolgend applizierter Adhäsive oder Zemente negativ zu beeinflussen.

Die Testanwender des Dental Advisor führten eine sechsmonatige klinische Studie durch, um die Leistungsfähigkeit von TEETHMATE™ DESENSITIZER beurteilen zu können. Dafür wählten sie in ihren Praxen 27 Patienten mit Hypersensibilitäten aus. Um die überempfindlichen Zähne zu identifizieren, erfolgte jeweils eine thermische Prüfung mit einem kalten Luftstrom. Insgesamt wurden 54 Zähne in der Untersuchung berücksichtigt. Zu Beginn der Behandlung wurden die Patienten gebeten, die Intensität und Häufigkeit der auftretenden Sensibilitäten pro Zahn auf einer Fünf-Punkte-Skala anzugeben (1 = starke, anhaltende Hypersensibilität bis 5 = keine Sensibilität). Es folgte die Anwendung von TEETHMATE™ DESENSITIZER entsprechend der Gebrauchsanweisung. Gleich im Anschluss sowie nach sechs Monaten wurde die Sensibilität erneut beurteilt. Unmittelbar nach der Behandlung gaben 91 Prozent der Patienten an, keine beziehungsweise nur leichte, sporadische Sensibilitäten zu spüren. Dies war nach sechs Monaten bei 85 Prozent der Patienten immer noch der Fall. Diese Ergebnisse sind ein Hinweis darauf, dass das Produkt zu einer sofortigen und langanhaltenden Linderung von Hypersensibilitäten führt.

Es ist demnach nicht verwunderlich, dass TEETHMATE™ DESENSITIZER zwischen 2015 und 2022 Jahr für Jahr einen Top Product Award des Dental Advisor erhielt.

Es liegen auch noch weitere Studienergebnisse vor1,2. Sie bestätigen, dass das Material das Risiko prä- und postoperativer Sensibilitäten verringert, die im Rahmen des Bleachings1 sowie der Versorgung mit indirekten Restaurationen2 auftreten. Demnach können sich Anwender auf eine hohe Zuverlässigkeit bei zahleichen Indikationen verlassen.

Literatur

  1. Mehta D, Jyothi S, Moogi P, Finger WJ, Sasaki K. Novel treatment of in-office tooth bleaching sensitivity: A randomized, placebo-controlled clinical study. J Esthet Restor Dent. 2018 May;30(3):254-258.
  2. Shetty R, Bhat AN, Mehta D, Finger WJ. Effect of a Calcium Phosphate Desensitizer on Pre- and Postcementation Sensitivity of Teeth Prepared for Full-Coverage Restorations: A Randomized, Placebo-Controlled Clinical Study. Int J Prosthodont. 2017 Jan/Feb;30(1):38-42.

So bleiben Sie stets informiert!

Kuraray Noritake setzt auf virtuelle Kommunikation und persönlichen Support

Befestigungsmaterialien, Füllungskomposite und CAD/CAM-Werkstoffe – Kuraray Noritake Dental ist mit seinen Produkten weltweit bekannt und erfolgreich. Die Forschung und Entwicklung innovativer Dentalwerkstoffe bilden die fundierte Basis. Das japanische Unternehmen hält in vielen Bereichen die Pionierrolle als dentaler Innovator inne. Doch das Engagement von Kuraray Noritake Dental reicht weit über Werkstoffe hinaus. Auch moderne Technologien stehen im Fokus, z. B. für die Kommunikation. Zahnärztinnen und Zahnärzte, die einen effektiven, gewinnbringenden Austausch über die Produkte des Unternehmens wünschen und stets informiert bleiben möchten, können auf verschiedene virtuelle Kommunikationskanäle und Plattformen zugreifen. Ein Beispiel ist die offizielle englischsprachige Kuraray Noritake Dental-App.

Kuraray Noritake-App: Praktisch gut

Die englischsprachige Kuraray Noritake Dental-App wurde für alle entwickelt, die fundiert und sachlich über die Lösungsvielfalt mit den Produkten von Kuraray Noritake Dental informiert werden möchten. Die App enthält verschiedene Broschüren, Unterlagen und hilfreiche Tools. Ob Zahnarztpraxis oder Dentallabor – die App ist voll mit praxisrelevanten Informationen. Dank Push-Benachrichtigungen werden Neuigkeiten aus dem Hause Kuraray Noritake garantiert nicht verpasst. Es können beispielsweise neue Fachartikel, Kollegentipps, Videos, Interviews etc. komfortabel ausgewählt und angesehen werden. Smarte Tools bieten zweckmäßige Unterstützung für den Praxis- und Laboralltag. So ermöglicht der KATANA™ Color-Simulator die virtuelle Farbsimulation eines Zahnersatzes, der mit KATANA™ Zirconia hergestellt worden ist. Im Ergebnis wird eine konkrete Anleitung für die intraorale Befestigung dargestellt; ein Schritt-für-Schritt-Vorgehen für den korrekten Einsatz von PANAVIA™ V5 und PANAVIA™ SA Cement Universal.

Jederzeit und überall: Die Kuraray Noritake Dental-App steht zum kostenfreien Download auf Smartphone oder Tablet im App-Store bereit. So einfach kann zielgerichtete Information sein.

Kuraray Noritake in den sozialen Medien

Wer sich regelmäßig inspirieren lassen und den Arbeitsalltag mit frischen Ideen bereichern möchte, sollte den Social-Media-Kanälen von Kuraray Noritake folgen. Instagram- sowie Facebook-Kanal für den deutschsprachigen Raum können unter @kuraraynoritakedach abonniert werden. Follower erhalten den direkten Zugang zu einer laufend aktualisierten Sammlung von Tipps, Videos, Schnappschüssen und Produktempfehlungen. Als Teil einer großen, sympathischen Community können Follower – Nutzerinnen und Nutzer der Kuraray Noritake-Produkte aus aller Welt – untereinander in Kontakt treten und zudem direkt mit dem Unternehmen interagieren.

Newsroom: Der direkte Link zu aktuellen Informationen

Klinische Fallbeispiele, Online-Seminare, Interviews, Artikel in Fachmagazinen, wissenschaftliche Studienlage, Produktneuheiten und mehr – all dies kann regelmäßig im virtuellen Kuraray Noritake Newsroom mitverfolgt werden.

Virtuell informieren und persönlich kommunizieren

Mit den verschiedenen Kommunikationsplattformen bietet Kuraray Noritake eine Vielfalt von sachlich fundierten Informationen rund um die Anwendung der Produkte. Dies ist die optimale Ergänzung zum persönlichen Support, der seit jeher ein wichtiger Baustein des japanischen Unternehmens ist. Hoch spezialisierte Fachberaterinnen und Fachberater informieren in Zahnarztpraxis und Dentallabor über Produkte, Anwendungen und Neuheiten im Bereich der Zahnmedizin sowie Zahntechnik.

Die Kraft von Zirkonoxid: KATANA™ Zirconia – vielseitig und optimiert für standardisierte Prozesse

Die Vollkommenheit eines Zirkonoxids zeigt sich in seinem und in seiner Zusammensetzung. Bei Kuraray Noritake ist es die spezielle japanische Liebe für feinste Nuancen, die einen Werkstoff wie KATANA™ Zirconia möglich machen. Die KATANA Zirconia-Familie besteht aus verschiedenen Materialien. Wie sich diese unterscheiden und trotzdem standardisierte Prozesse für Effizienz und Reproduzierbarkeit sorgen, wird im Artikel dargestellt.

Einfach schön – die Geschichte von KATANA Zirconia ist geprägt von der Begeisterung für Vollkeramik und der Leidenschaft für Ästhetik. Als Pionier der Zirconia Multi-Layered-Technologie trug das japanische Unternehmen Kuraray Noritake mit KATANA Zirconia maßgeblich dazu bei, dass sich Zirkonoxid zu einem hochästhetischen Werkstoff entwickelte. Der Zustand der Rohstoffe, die Reinheit der Pulvermischung sowie die Homogenität und Dichte der Rohlinge – die Werkstoffeigenschaften sind gezielt aufeinander abgestimmt. Im Zusammenspiel mit einem sorgfältig aufgebauten Inhouse-Herstellungsprozess entsteht die zuverlässig hohe Materialqualität, für die KATANA Zirconia bekannt und beliebt ist.

Die vielseitige Familie der KATANA Zirconia Multi-Layered-Disc

Als Hersteller von KATANA Zirconia hat Kuraray Noritake einen durchgängigen internen Produktionsprozess etabliert, der eine vollständige Kontrolle über jeden einzelnen Schritt der Produktion ermöglicht. Und genau das macht KATANA™ Zirconia so besonders. Das Zirkonoxid wird aus einer patentierten Rohstofftechnologie hergestellt. Bemerkenswerte Besonderheit: Selbst das Rohmaterial kommt aus dem eigenen Hause, was Kuraray Noritake von den meisten anderen Herstellern unterscheidet. Der exklusive Zugang zum eigenen Rohmaterial ermöglicht die minutiöse Abstimmung jedweder Parameter. Basierend darauf hat sich in den vergangenen Jahren die KATANA Zirconia-Familie sukzessive erweitert, sodass heute für wirklich jede Situation des richtige Zirkonoxid bereitsteht.

Die Multi-Layered-Materialien von KATANA™ Zirconia sind für alle Dentallabore geeignet. Jedes Produkt hat ganz eigene Merkmale, Vorteile und Indikationen. Hier in Kürze:

  • UTML: Der ausgezeichnete Experte für Frontzahnästhetik! Mit einer Transluzenz von 51 % und einer Festigkeit von 557 MPa ist dieses Material die richtige Wahl für hochästhetische Veneers und Frontzahnkronen.
  • STML: Der solide Spezialist für hohe Ästhetik! Mit einer Transluzenz von 49 % und einer hohen Biegefestigkeit von 748 MPa ist das mehrschichtige Zirkonoxid die erste Wahl für Kronen und bis zu dreigliedrige Brücken.
  • YML: Der Allrounder für jeden Laborallatg! Das neuestes Mitglied der KATANA Zirconia-Familie verblüfft mit einem Farb- UND Festigkeitsverlauf – geeignet für alle Indikationen.
  • HTML PLUS: Der robuste Experte für herausfordernde Situationen! Die Lösung für komplexe Restaurationen, die eine hohe Festigkeit erfordern. Mit 1.150 MPa und einer Transluzenz von 45 % ist KATANA Zirconia HTML PLUS die ideale Basis für weitspannige Restaurationen und Gerüste.

Standardisierte Prozesse für Simplifizierung des Laboralltags

Und damit bei der Anwendungen der unterschiedlichen Materialien die Arbeit im Dentallabor einfach sowie übersichtlich bleibt und Fehlerquellen auf ein Minimum reduziert werden, setzt Kuraray Noritake auf eine einheitliche Prozesskette. Ergebnis ist ein abgestimmtes Portfolio von Zirkonoxidmaterialien – KATANA Zirconia Multi-Layered – mit einheitlichen Sinterprotokollen und Verarbeitungsparamtern.

KATANA Zirconia: Optimiert bis ins kleinste Detail

  • Kuraray Noritake ist der Pionier der Zirconia Multi-Layered-Technologie. 2013 wurde mit KATANA Zirconia ML das erste Multi-Layered-Zirkonoxid auf den Markt gebracht.
  • Nur KATANA™ Zirconia wird aus der patentierten Rohstofftechnologie von Kuraray Noritake hergestellt. Der exklusive Zugang zum eigenen Rohmaterial ermöglicht die minutiöse Abstimmung jedweder Parameter. Bis ins kleinste Detail werden die Variablen für meisterhafte Ergebnisse im Dentallabor optimiert.
  • Die hohe Zuverlässigkeit von KATANA Zirconia in Sachen Farbtreue und Präzision sorgt dafür, dass Zahntechnikerinnen und Zahntechniker ganz entspannt und voller Vorfreude auf den Einsetztermin in der Zahnarztpraxis blicken. Sie können sich gewiss sein: KATANA Zirconia steht für Sicherheit sowie Ästhetik und somit für Zufriedenheit.

 

11 Tipps für die Arbeit mit einem Multi-Layered (ML) Zirkonoxid

11 Tipps für die Arbeit mit einem Multi-Layered (ML) Zirkonoxid

Kaum ein Werkstoff hat in den vergangenen Jahren so rasante Fortschritte gemacht wie Zirkonoxid. Mit modernen Multi-Layered-Materialien sind monolithische Restaurationen möglich, die selbst den ambitioniertesten „Schichter“ beeindrucken. Grundlage für ein erfolgreiches Ergebnis und eine hohe Effizienz sind eine indikationsbezogene Materialwahl und eine korrekte Verarbeitung der Werkstoffe. Im Artikel erhalten Sie 11 Tipps, die Ihnen den Weg erleichtern werden.

Wussten Sie, dass Kuraray Noritake der Pionier der Multi-Layered-Zirkonoxide ist? Im Jahr 2013 brachte das Unternehmen das erste mehrschichtige Zirkonoxid auf den Markt: KATANA Ziconia Multi-Layered (ML); ein Zirkonoxid mit fließendem Farb- und Transluzenzverlauf. Seither wurden die verschiedene Zirkonoxide stetig weiterentwickelt.

11 Tipps für Ihren Laboralltag: Lesen Sie, worauf es bei der Herstellung monolithischer Restaurationen ankommt

 

  1. Verwenden Sie ein hochwertiges Multi-Layered-Zirkonoxid und profitieren Sie von einem natürlichen Farbverlauf. Wenn Sie ein Zirkonoxid mit hoher Farbstabilität sowie Farbechtheit (KATANA Zirconia) nutzen, sparen Sie sich umfangreiche Nacharbeit.
  2. Achten Sie auf die korrekte Positionierung im Blank. Während viele mehrschichtige Zirkonoxide komplizierten Positionierungsprotokollen folgen, erfolgt beim neuesten Zirkonoxid der KATANA Zirconia-Familie (KATANA Zirconia YML) die Positionierung einfach und sicher.
    Die bewährte Multi-Layered-Struktur vereint verschiedene Zirkonoxide. Schichten von KATANA Zirconia YML mit unterschiedlichen Transluzenz- und Festigkeitswerten


    Die bewährte Multi-Layered-Struktur vereint verschiedene Zirkonoxide. Schichten von KATANA Zirconia YML mit unterschiedlichen Transluzenz- und Festigkeitswerten
  1. Auch wenn´s mal wieder eilig ist: Halten Sie sich an das Sinterprotokoll des Herstellers. KATANA Zirconia bietet die Wahl zwischen drei verschiedenen Sinterzeiten – High-Speed-Sintern (54 Minuten), Speed-Sintern (90 Minuten), konventionelles Sintern (7 Stunden).
  2. Befolgen Sie die Wartungs- und Reinigungsintervalle des Sinterofens. Eine Verschmutzung des Ofens kann den Temperaturfühler und somit das Sinterergebnis beeinträchtigen.
  3. Lassen Sie die Restauration nach dem Sintern vollständig abkühlen, um das Materialgefüge nicht zu schädigen.
  4. Beachten Sie die Werkstoffkennwerte. Nur wenn die Biegefestigkeit ausreichend hoch ist, können auch langspannige Brücken realisiert werden.
  5. Bedenken Sie, dass nur mit einer vergleichsweise hohen Transluzenz natürlich wirkende Restaurationen möglich sind.
  6. Reduzieren Sie die Zirkonoxid-Materialien in Ihrem Dentallabor auf ein Minimum und sorgen Sie so für eine einheitliche Verfahrenstechnik und somit eine hohe Zuverlässigkeit. Ein Allrounder-Zirkonoxid (KATANA Zirconia YML) ermöglicht Ihnen die Standardisierung der Arbeitsabläufe.
  7. Achten Sie auf die Werkstoff-Expertise des Herstellers. Zirkonoxid ist ein sensibler Werkstoff, bei dem der Herstellungsprozess einen hohen Einfluss auf das Ergebnis hat. Lesen Sie mehr in einem fundierten Whitepaper.
  8. Achten Sie auf eine gut polierte Oberfläche. Klinisch bestätigt: Monolithisches Zirkonoxid zeigt nach der korrekten Politur keine erhöhten Abrasionswerte. Studien besagen sogar, dass eine geringere Antagonistenabrasion auftritt als bei klassischer Metallkeramiken.
  9. Lassen Sie los und seien Sie begeistert! Als leidenschaftliche Zahntechnikerin oder Zahntechniker sind Sie es gewohnt, Keramik in Schichten aufzutragen und mit Kunstfertigkeit natürliche Tiefe zu imitieren. Dieses Können zeichnet Sie aus. Nutzen Sie Ihren Blick fürs Detail und profitieren Sie von der Kraft moderner Zirkonoxide für monolithische Restaurationen.


Monolithisch gefrästes Gerüst aus KATANA Zirconia YML


Das gesinterte Gerüst


Verblendkeramik-Schichtung der Gingivaanteile


Finales Ergebnis. Monolithische Restauration aus KATANA Zirconia YML. Wunderbar harmonisch abgestimmter Farbverlauf völlig frei jedweder sichtbarer Übergänge.