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Im Trialogue mit Prof. Markus B. Blatz, Aki Yoshida und Naoki Hayashi

Ein in Japan entwickeltes, hochtransluzentes mehrschichtiges Zirkonoxid, das auf einem proprietären Material und Herstellungsverfahren basiert.

Zirkonoxid-Restaurationen: Aktueller Stand und Zukunftsaussichten 

Für diesen Artikel haben wir drei Experten auf ihrem Gebiet um ihre Meinung gebeten: Markus B. Blatz (Professor an der University of Pennsylvania, USA), Aki Yoshida (Gnathos Dental Studio) und Naoki Hayashi (Ultimate Styles Dental Laboratory), beide in den USA tätige Zahntechniker und internationale Instruktoren für Kuraray Noritake. Sie alle kennen sich bestens mit Zirkonoxidrestaurationen aus und berichten, wohin ihrer Ansicht nach die Reise geht.

 

Die Einführung von Zirkonoxid hat zu einer deutlichen Verschiebung des Mainstreams in der prothetischen Behandlung von Metallkeramik hin zu Zirkonoxid geführt. Welche Veränderungen hat dies mit sich gebracht?


Blatz: Mein Mentor, bei dem ich meinen ersten Doktortitel auf dem Gebiet der Dentalwerkstoffe erhielt, gehörte zu der Gruppe, die Lithiumdisilikat und glasinfiltriertes Aluminiumoxid entwickelte. Daher habe ich die Entwicklung der keramischen Dentalwerkstoffe, einschließlich Zirkonoxid, aus nächster Nähe miterlebt. Die ersten Zirkonoxide waren weiß, undurchsichtig und nicht so ästhetisch wie heute. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass Zirkonoxidkeramik viel ästhetischer war als Metallkeramik. Gleichzeitig hörten wir aber oft die Meinung, dass „zweischichtige“ Zirkonoxidrestaurationen (Gerüst und Verblendkeramik) problematisch seien, was zu vielen Diskussionen führte. In Zusammenarbeit mit einem Labor in Boston haben wir eine große Studie durchgeführt, in der wir über 1.000 Metallkeramikkronen im Seitenzahnbereich mit 1.100 Zirkonoxidkronen im Seitenzahnbereich verglichen haben und nach etwa sieben Jahren keinen Unterschied in Bezug auf Chipping oder Frakturen feststellen konnten.

 

 

Yoshida: Ich bin auch von Metallkeramik auf Zirkonoxidkeramik umgestiegen und verwende kein Metall mehr. Früher war es sehr zeit- und arbeitsintensiv, Metall zu verarbeiten, zu gießen, unter dem Mikroskop zu prüfen und anzupassen. Durch den Anstieg der Metallpreise in letzter Zeit ist es auch billiger geworden, mit Keramik zu arbeiten. Außerdem habe ich eine Metallunverträglichkeit und bekomme jedes Mal einen Hautausschlag, wenn ich mit Legierungen arbeite. Ein Grund mehr, dass der Umstieg auf Zirkonoxid eine willkommene Veränderung ist. Natürlich hat sich mit Zirkonoxid auch die Ästhetik verbessert. Die Transluzenz von Zirkonoxid ist der größte Vorteil, den Metall nicht hat.

Hayashi: Ja, das ist richtig. Der große Vorteil von Zirkonoxid ist, dass der Untergrund, wenn er nicht stark verfärbt ist, nicht mehr mit einem Opaquer behandelt werden muss. Bei der Herstellung von Metallkeramik war es nicht einfach, die Lichtreflexion des präparierten Zahnes zu kontrollieren. Abgesehen von den ästhetischen Vorteilen ist auch der Platzbedarf geringer als bei Metallkeramik.

 

2023 ist es zehn Jahre her, dass das erste mehrschichtige Zirkonoxid KATANA™ Zirconia ML auf den Markt kam. Wie hat das hochtransluzente Material Ihrer Meinung nach die Herstellung von Restaurationen verändert?

Yoshida: Der größte Vorteil der Verwendung von hochtransluzentem, mehrschichtigem Zirkonoxid ist meiner Meinung nach die Möglichkeit, das Zirkonoxidgerüst auf die Okklusalfläche und die Schneidekante auszudehnen. So können wir auch bei Patienten mit Parafunktionen ästhetisch ansprechende und stabile Restaurationen herstellen. Ich habe auch eine Marylandbrücke aus hochtransluzentem, mehrschichtigem Zirkonoxid hergestellt, die sich sehr gut bewährt hat. Es gibt einige Fälle, in denen es nicht möglich ist, Zirkonoxid zu verwenden, aber es ist wunderbar, eine größere Auswahl zu haben.

Blatz: Viele glauben immer noch, dass Zirkonoxid nicht mit der Zahnhartsubstanz verklebt werden kann, aber mit einem geeigneten Befestigungskomposit kann Zirkonoxid nach Vorbehandlung sehr gut mit der Zahnhartsubstanz verklebt werden. Klinische Studien zu adhäsiv befestigten Brücken aus Zirkonoxid haben gezeigt, dass der Erfolg nach 10 bis 15 Jahren sehr hoch ist. Bei sehr dünnem, hochtransluzentem Zirkonoxid wird derzeit eher die adhäsive Befestigung als die Zementierung empfohlen. Es muss jedoch hinzugefügt werden, dass dies voraussetzt, dass der Zahnarzt und der Zahntechniker mit der richtigen Klebetechnik für Zirkonoxid vertraut sind.

Zudem hat das mehrschichtige Zirkonoxid von Kuraray Noritake Dental die Anwendung von monolithischen Zirkonoxidrestaurationen ohne Verblendkeramik revolutioniert. Dies hat jedoch auch dazu geführt, dass Zahntechniker umdenken müssen: Anstatt die Restauration wie bei einer Verblendkeramik aufzubauen, werden die ästhetischen Merkmale in jedem Fall auf der Außenfläche erzeugt.

Sechs monolithische Frontzahnkronen im Oberkiefer (Markus B. Blatz)




Abb. 1a und b: Ausgangssituation.


Abb. 1c: Simulation der finalen prothetischen Versorgung.

 


Abb. 1d: Fertiggestellte Restauration (KATANA™ Zirconia STML) auf dem Modell.

 

 


Abb. 1e und f: Eingegliederte Restaurationen (Dr. Julian Conejo und Sean Han, CDT).

 

Zwei Patientenfälle (Maryland-Brücken und Veneers sowie eine implantatgetragene Eckzahnkrone im Unterkiefer (Aki Yoshida)

 


Abb. 2a und b: Fall 1: Patient mit Nichtanlage der fehlenden seitlichen Schneidezähne. Da die approximale und distale Breite der Lücken größer war als die der mittleren Schneidezähne, wurden für 11 und 21 Non-Prep-Veneers angefertigt, um die Proportionen auszugleichen. Für die Marylandbrücke wurde KATANA™ Zirconia STML verwendet. Man beachte die Harmonie zwischen dem bis zur Schneidekante reichenden Zirkonoxidgerüst und der Transparenz der Veneers (Super Porcelain EX-3™) auf den mittleren Schneidezähnen. Dieser Fall zeigt die Eigenschaften von Zirkonoxid, das Festigkeit und Ästhetik vereint.

 

 

 


Abb. 3a bis c: Fall 2: Hier wurde eine verschraubte Krone für ein Implantat in regio des Unterkiefereckzahns hergestellt. Die monolithische Gestaltung des Zirkonoxidgerüstes von der gesamten lingualen Seite bis zum inzisalen Rand verhindert Frakturen der Keramik an den Rändern der Schraubenzugangslöcher und Eckzahnführungen. KATANA™ Zirconia STML bietet eine natürliche Transparenz, auch wenn das Zirkonoxid am Inzisalrand freiliegt.

 

4 Frontzähne Oberkiefer (Implantatbrücke) (Naoki Hayashi)

 

 

 

 

 


Abb. 4a bis f: Implantatbrücke im Bereich der oberen vier Frontzähne. Die linguale Seite ist vollständig aus Zirkonoxid (monolithisch) und die labiale Seite der Kronen ist minimal mit CERABIEN™ ZR verblendet.

 

Hayashi: In der Tat hat das hochtransluzente, mehrschichtige Zirkonoxid die Möglichkeiten der monolithischen Kronen erweitert. Für Patienten mit hohen okklusalen Kräften sind monolithische Kronen hinsichtlich ihrer Festigkeit geeignet, und durch die Verwendung von hochtransluzentem, mehrschichtigem Zirkonoxid ist es möglich, mit monolithischen Kronen ein gewisses Maß an Ästhetik zu erreichen. Manche Patienten sind damit sehr zufrieden. Aber zumindest in der gegenwärtigen Situation sind wir der Meinung, dass, wenn Patienten und Zahnärzte eine hochwertige Ästhetik wünschen, eine Verblendung notwendig ist und monolithische Kronen nur eine Option darstellen.

Blatz: Die Vielfalt der Möglichkeiten ist der Vorteil von Zirkonoxid. Zahnarzt und Zahntechniker können gemeinsam das bestmögliche Ergebnis für den Patienten erzielen.

Yoshida: Hinsichtlich der Optionen kann das Zirkonoxid von Kuraray Noritake Dental in kurzer Zeit (ca. 90 Minuten) gesintert werden, im Gegensatz zur normalen Sinterzeit (7 Stunden). Es wird ein von Kuraray Noritake Dental entwickeltes Zirkonoxid-Rohmaterial und Herstellungsverfahren verwendet, was für Sofortversorgungen, Wiederaufbereitungen und andere unvorhergesehene Situationen von Vorteil ist.

 

Haben Sie abschließend eine Botschaft an den zahnärztlichen und zahntechnischen Nachwuchs?

Blatz: Ich ermutige meine Studenten und Kollegen, immer ihr Bestes zu geben. Das führt zu guten Ergebnissen, macht glücklich und gibt einem das Gefühl, mit dem Leben zufrieden zu sein. Manche Menschen versuchen nur, reich zu werden. Aber Reichtum anzuhäufen macht nicht glücklich. Das zweite ist, offen zu bleiben. Heutzutage werden wir durch die sozialen Medien mit Informationen überflutet.

Einiges davon ist sehr anregend und wunderbar, aber vieles ist auch falsch. Auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die glauben, dass alles, was ein „Leader“ sagt, getan werden muss. Denen möchte ich sagen: „Informieren Sie sich aus zuverlässigen Quellen und wählen Sie dann selbst zuverlässige Informationen aus. Die Zahnmedizin ist im Wandel, bleiben wir also offen. Das Wichtigste ist, dass der Patient am Ende mit dem Ergebnis zufrieden ist.

Hayashi: Ich wünsche mir, dass die neue Generation mehr über Zahnmorphologie, Okklusion und Passung lernt. Die Farbe ist natürlich wichtig für die Qualität des Zahnersatzes. Aber wir müssen erst mal wissen, wie die Zahnmorphologie, die Okklusion und die Passform aussehen, bevor wir uns der Farbe widmen. Unser Ziel ist es, eine prothetische Vorrichtung zu schaffen, die im Mund des Patienten langfristig funktioniert. In Zukunft wird es neue Technologien und Materialien geben, aber das Wesentliche wird sich nie ändern. Ich hoffe, Sie vergessen nie, was im klinischen Alltag und im Laboralltag wirklich zählt. Dazu gehört auch, sich mit Anatomie und Funktion auszukennen.

Yoshida: Ich bin überzeugt, dass es auch in Zukunft neue Technologien und Materialien geben wird. Aber die menschlichen Zähne bleiben, wie sie sind. Das Allerwichtigste ist doch, dass wir unseren Patienten die bestmögliche Versorgung bieten. Ich hoffe, dass Sie so tolle Erfahrungen sammeln werden, dass Sie am Ende sagen können: "Ich bin dankbar und froh, dass ich diesen Beruf gewählt habe."

Vielen Dank für dieses Gespräch! 

 

Quelle: QDT Vol.49/2024 April
Das Magazin darf nicht aus dem Internet ausgedruckt und weitergegeben werden.
Vervielfältigung und Nachdruck nicht gestattet

 

Zahnärzte:

Prof. Dr. Markus B. Blatz

Universität von Pennsylvania
Fakultät für Zahnmedizin
240 S 40th St, Philadelphia,
PA 19104, USA

Aki Yoshida, RDT

Zahnarztpraxis Gnathos
56 Colpitts Rd, Weston,
MA 02493, USA

Naoki Hayashi, RDT

Ultimative Stile
Zahntechnisches Labor
23 Mauchly Suite 111, Irvine,
CA 92618, USA

 

 

Die Kunst der Zahntechnik: Nature Style und die Kunst der Imitation

Die Kunst der Zahntechnik: Nature Style und die Kunst der Imitation

Zahntechnik ist mehr als nur die Nachahmung natürlicher Zähne – sie ist für viele Zahntechniker eine Kunst. Die Komplexität und Schönheit natürlicher Zähne in Vollkeramik umzusetzen, steht im Mittelpunkt des Konzepts „Nature Style" von Ghaith Alousi. In einem Artikel in der ZWL (2/24, OEMUS MEDIA AG) stellt er die Frage: „Ist Zahntechnik Kunst oder nur die Kopie natürlicher Perfektion?“ Im Mittelpunkt stehen drei Aspekte im Fokus, die über den Erfolg vollkeramischer Restaurationen entscheiden: Licht, Morphologie und Oberflächenstruktur.

1. Schlüssel: Licht

Licht ist einer der wichtigsten Faktoren für die Natürlichkeit einer Restauration. Es geht darum, wie das Licht von der Oberfläche reflektiert und absorbiert wird. Moderne Materialien wie die Gerüst- und Verblendkeramiken von Kuraray Noritake (z. B. KATANA™ Zirconia oder CERABIEN™ ZR FC Paste Stain) bieten hier großartige Möglichkeiten. Diese Materialien spiegeln die japanische Präzision und das Streben nach Perfektion wider, die für eine überzeugende Ästhetik unerlässlich sind.

2. Schlüssel: Morphologie

Das Verständnis der Zahnform, jeder Nuance und jedes Details ist entscheidend für die naturgetreue Reproduktion natürlich schöner Zähne. Zahntechniker reisen häufig zu internationalen Experten, um ihre „Formenbibliothek" zu erweitern. Dieses Wissen und ständiges Üben sind die Basis für die Fähigkeit, natürliche Zahnformen exakt nachzubilden.

3. Schlüssel: Oberflächenstruktur

Die Oberflächenstruktur, ein Zusammenspiel von Mikro- und Makrotexturen, beeinflusst maßgeblich die Lichtreflexion und die Textur einer Restauration. Feinste Details wie Wachstumsrillen und Perikymatien müssen exakt nachgeahmt werden, um eine perfekte Kopie der Nachbarzähne zu erhalten.

Fazit

Das Konzept „Nature Style" basiert auf kontinuierlichem Training, hochwertigen keramischen Werkstoffen und der richtigen Einstellung. Diese drei Säulen – stetes Üben, optimales Material und persönliche Einstellung – ermöglichen es, die natürliche Ästhetik schöner Zähne meisterhaft zu imitieren. 

 

Laden Sie den vollständigen Artikel aus der ZWL Zahntechnik Wirtschaft Labor (2/24, OEMUS MEDIA AG) herunter, um mehr zu erfahren und einen tieferen Einblick in die Arbeit von Ghaith Alousi zu erhalten.

Optimierung der funktionellen und ästhetischen Parameter bei der Befestigung von Veneers

Optimierung der funktionellen und ästhetischen Parameter bei der Befestigung von Veneers

Von Dr. Clarence Tam, HBSC, DDS, AAACD, FIADFE

In der ästhetischen Zahnmedizin ist die Verwendung von Keramikverblendschalen zur Verbesserung und Wiederherstellung von Form, Farbe und Stellung der Frontzähne eine weit verbreitete Technik. Das biomimetische Ziel der Zahnrestauration ist nicht nur kosmetisch, sondern auch funktionell. Im Frontzahnbereich ist eine intakte Schmelzschicht für die Biegefestigkeit von entscheidender Bedeutung. Wurde die Zahnstruktur durch Endodontie, Karies und/oder Trauma geschädigt, müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um die Reststruktur zu erhalten und die ursprünglichen Zahnsituation wiederherzustellen oder zu übertreffen.

Hintergrund

Eine 55-jährige Frau mit anamnestisch nur eingestellter Hypertonie stellte sich in der Praxis zur Zahnaufhellung vor. Es wurde davon ausgegangen, dass die Zahnaufhellung keinen Einfluss auf die Farbe der vorhandenen Keramikverblendung an Zahn 12 haben würde und dass diese nach dem Eingriff erneuert werden müsste, insbesondere wenn die Farbveränderung signifikant wäre. Die Grundfarbe nach VITA* war 1M1:2M1; Verhältnis 50:50 im oberen Frontzahnbereich und 1M1 im unteren Frontzahnbereich. Nach einem Nachtbleaching mit 10 % Carbamidperoxid über 3-4 Wochen konnte sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer eine 0M3-Farbe erreicht werden. Es zeigte sich eine deutliche Diskrepanz zwischen dem verblendeten Zahn 12 und den Nachbarzähnen. Zahn 22 zeigte ebenfalls ein erhöhtes Chroma aufgrund einer fazialen Kompositrestauration der Klasse III. Dieser Zahn stimmte auch in seinen Dimensionen nicht mit dem kontralateralen Zahn überein. Daher wurde entschieden, beide seitlichen Schneidezähne mit Lithium-Disilikat-Veneers zu versorgen. Der benachbarte Zahn 23 wies eine leichte bis mäßige Abnutzung der Höckerspitze auf, die die Patientin jedoch erst nach dem Einsetzen der beiden Veneers korrigieren lassen wollte. Ziel der Restauration in diesem Stadium war es, eine bilaterale Harmonie herzustellen, um in naher Zukunft eine zusätzliche indirekte Restauration zur Wiederherstellung des Volumens von Zahn 23 einsetzen zu können.

Vorgehen

Ein digitales Smile-Design-Protokoll war nicht erforderlich, da bei diesem Zahntyp leichte Abweichungen zulässig sind. Vor der Anästhesie wurde der Zielfarbton anhand von Fotos ausgewählt, die sowohl polarisierte als auch unpolarisierte Farben enthielten. Die Fotos wurden für die digitale Farbkalibrierung vorbereitet, indem Referenzansichten mit einer 18% neutralgrauen Weißabgleichskarte aufgenommen wurden (Abb. 1).


Abb. 1: Referenzfoto, aufgenommen mit einer 18%igen neutralen Graukarte

Die Grundfarbe des Körpers war VITA* 0M2 mit der Rohlingsfarbe BL2. Die Patientin wurde anästhesiert, bevor ein Kofferdam in Splitdam-Orientierung geklebt wurde. Das alte Veneer an Zahn 12 wurde entfernt und eine minimalinvasive Präparation an Zahn 22 durchgeführt (Abb. 2). Der partielle Ersatz der alten Kompositrestauration an Zahn 12 wurde unter Erhalt des intakten Segments fertiggestellt. Der Haftverbund zum Komposit wurde sowohl durch Beschleifen mit Mikropartikeln als auch mit einem Silan-Haftvermittler (CLEARFIL™ CERAMIC PRIMER PLUS, Kuraray Noritake Dental Inc.) erreicht. Die Ränder wurden ausgearbeitet und die Retraktionsfäden getränkt und eingelegt. Die Stumpffarben nach der Präparation wurden bestimmt. Die endgültigen Abformungen erfolgten mit Polyvinylsiloxan. Die Patientin erhielt provisorische Versorgungen. Die vom Labor angefertigten Modelle bestätigten den minimalinvasiven Charakter des Falles.

Abb. 2: Präparation Zahn 12, 22

Nach Erhalt der Veneers wurden die Provisorien entfernt. Die Präparationen wurden debridiert und für das Verkleben vorbereitet, indem die Oberflächen mit 27 Mikron Aluminiumoxidpulver abgestrahlt wurden. Die Veneers wurden intraoral mit einer klaren Glyzerin-Einprobepaste (PANAVIA™ V5 Try-in Paste Clear, Kuraray Noritake Dental Inc.) intraoral beurteilt. Die Retraktionsfäden wurden eingelegt und die Oberfläche der Restaurationen vor dem Auftragen eines 10-MDP-haltigen Silanhaftvermittlers (CLEARFIL® CERAMIC PRIMER PLUS, Kuraray Noritake Dental Inc.) für 20 Sekunden mit 5%iger Flusssäure behandelt (Abb. 3). Die Zahnoberfläche wurde mit 33%iger Orthophosphorsäure für 20 Sekunden geätzt und anschließend gespült. Ein 10-MDP-haltiger Primer wurde auf den Zahn aufgetragen (PANAVIA™ V5 Tooth Primer, Kuraray Noritake Dental Inc.) (Abb. 4) und nach Herstellerangaben getrocknet. Das Befestigungskomposit (PANAVIA™ Veneer LC Paste Clear, Kuraray Noritake Dental Inc.) (Abb. 5) wurde aufgetragen und die Veneers eingesetzt. Das überschüssige Material war nicht klumpig und hielt das Veneer während aller Funktionskontrollen gut in Position (Abb. 6).


Abb. 3: CLEARFIL™ CERAMIC PRIMER PLUS für das Auftragen auf die Klebenflächen des Veneers


Abb. 4: Anwendung von PANAVIA™ V5 Tooth Primer auf geätzten Zahnoberflächen.


Abb. 5: PANAVIA™ Veneer LC Paste Clear Farbe wird auf den Klebenflächen des Veneers appliziert.


Abb. 6: PANAVIA™ Veneer LC Paste unmittelbar nach dem Einsetzen. Man beachte die viskose, nicht klumpende Konsistenz des Materials, die eine einfache Entfernung sowohl in der Nass- als auch in der Gelphase ermöglicht.

Das Befestigungsmaterial wurde in einen Gelzustand überführt, der die Entfernung von Überschüssen mit minimalem Reinigungsaufwand erleichterte (Abb. 7). Die Ränder wurden vor der endgültigen Aushärtung mit einem Glyzeringel überzogen, um eine Sauerstoffinhibitionsschicht zu vermeiden (Abb. 8).


Abb. 7: Entfernung von überschüssigem Material nach der Aushärtung für 1 Sekunde


Abb.8: Endgültige Aushärtung der Veneers 

Die Ränder wurden ausgearbeitet und hochglanzpoliert, und die Okklusion der Restaurationen wurde als konform bestätigt. Die postoperativen Aufnahmen zeigen eine hervorragende ästhetische Integration (Abb. 9).

Abb. 9: Postoperative ästhetische Integration der Veneers an Zahn 12 und 22

Bei der erneuten fotografischen Auswertung mit Polarisationsfilter fügen sich die Restaurationen ästhetisch und funktionell gut in das intraorale Lächelbild ein (Abb. 10). Der nächste Schritt ist die ästhetische Optimierung des Zahnes 23 zur Anpassung an den kontralateralen Eckzahn.

Ergebnis

Abb. 10: Abschlussbild mit Polarisationsfilter aufgenommen

Begründung Für Die Materialauswahl

Keramiken werden häufig als Material für Veneers verwendet, da sie eine hohe Festigkeit aufweisen, das Licht für eine optimale innere Brechung modifizieren und durchlassen können und durch Adhäsivprotokolle adhäsiv mit dem Zahn verbunden werden können. Diese Dreierkombination ermöglicht eine maximale Erhaltung der Restzahnsubstanz bei gleichzeitiger Verbesserung der mechanischen Biegeeigenschaften [1]. Der Elastizitätsmodul eines Zahnes kann auf 96 % seines ursprünglichen Kontrollwertes wiederhergestellt werden, wenn der Zahnschmelz durch eine adhäsiv befestigte Keramikverblendung ersetzt wird [2]. Der Elastizitätsmodul von Lithiumdisilikat beträgt 94 GPa, der von intaktem Zahnschmelz 84 GPa. Der Elastizitätsmodul von Dentin liegt zwischen 10 und 25 GPa, während der Elastizitätsmodul der Hybridschicht stark schwanken kann, in einer Studie von Pongprueska et al [3] sogar zwischen 7,5 GPa und 13,5 GPa. Dieser niedrige Wert spiegelt den von tiefem Dentin und nicht den von oberflächlichem Dentin wider, was nicht der Idealsituation entspricht. Die maximale Biegefestigkeit der Hybridschicht ist aus biomimetischer Sicht von unschätzbarem Wert. PANAVIA™ V5 (Kuraray Noritake Dental Inc.) verwendet das Original 10-Methacryloyloxydecyldihydrogenphosphat (10-MDP), das ein Muster stabiler Calciumphosphat-Nanolayer erzeugt, das als Superdentin bekannt ist, eine säure- und basenbeständige Zone, die etwa 600-mal unlöslicher ist als das Monomer 4-MET, das in vielen anderen Adhäsiven zu finden ist. PANAVIA™ V5 Tooth Primer wird ausschließlich in Kombination mit Kuraray Noritake Dental Inc. PANAVIA™ V5 und PANAVIA™ Veneer LC verwendet, die beide die Funktion des Primers als Haftvermittler ermöglichen, ohne dass die Schicht vor der Befestigung der indirekten Restauration ausgehärtet werden muss. Als Haftvermittler kann CLEARFIL™ Universal Bond Quick (Kuraray Noritake Dental Inc.) verwendet werden. Dabei handelt es sich um einen multimodalen Bonder, der auch das essentielle Amidmonomer und die 10-MDP-Komponenten von Kuraray Noritake Dental Inc. enthält. Bemerkenswert ist, dass CLEARFIL™ Universal Bond Quick eine aussergewöhnliche Biegefestigkeit von 120 MPa aufweist. Dies ist auf die verstärkte Vernetzung während der Polymerisation durch die Amidmonomere zurückzuführen [4]. PANAVIA™ Veneer LC ist ein Befestigungssystem auf dem neuesten Stand der Technik. Es bietet eine hervorragende Ästhetik und adhäsive Stabilität bei indirekten Restaurationen und ermöglicht gleichzeitig einen stressfreien Arbeitsablauf. Eine Lösung, die das Vertrauen der Patienten und die Festigkeit der Schnittstelle zwischen Zahn und Restauration fördert und das klinische Vertrauen in die biomimetische Exzellenz stärkt.

Zahnärztin


CLARENCE TAM

Referenzen

  1. Magne P, Douglas WH. Rationalisierung der ästhetischen restaurativen Zahnheilkunde auf der Grundlage der Biomimetik. J Esthet Dent. 1999;11(1):5-15. doi: 10.1111/j.1708-8240.1999.tb00371.x. PMID: 10337285.
  2. Magne P, Douglas WH. Porzellanveneers: Optimierung des Dentinverbunds und biomimetische Wiederherstellung der Krone. Int J Prosthodont. 1999 Mar-Apr;12(2):111-21. PMID: 10371912.
  3. Pongprueksa P, Kuphasuk W, Senawongse P. The elastic moduli across various types of resin/dentin interfaces. Dent Mater. 2008 Aug;24(8):1102-6. doi: 10.1016/j.dental.2007.12.008. Epub 2008 Mar 4. PMID: 18304626.
  4. Quelle: Kuraray Noritake Dental Inc. Proben (Balkenform; 25 x 2 x 2 mm): Die Lösungsmittel der einzelnen Materialien wurden vor der Prüfung durch Ausblasen mit milder Luft entfernt.
    AUG 29, 2023

Aufzeichnung: Dr. Michael Braian zur Verklebung von monolithischem Zirkonoxid auf Ti-Basis mit PANAVIA™ V5

Aufzeichnung vom 08.07.2020

Nehmen Sie am Online-Seminar von Dr. Michael Braian teil, in dem es um die Verklebung von monolithischem Zirkoniumoxid auf Ti-Basis mit dem PANAVIA™ V5-Verfahren geht.

Das Online-Seminar ist in Englischer Sprache.

ÜBER DR. MICHAEL BRAIAN

Michael Braian, DDS, CDT, PhD ist ein international tätiger Referent auf dem Gebiet der digitalen Zahnmedizin, da er seit fast 15 Jahren mit Technologie in der Zahnmedizin arbeitet. Sein berufliches Profil vereint alle wichtigen Aspekte der Zahnmedizin: Er ist Zahnarzt, zertifizierter Zahntechniker und hat an der Universität Malmö in digitaler Zahnmedizin promoviert.

Befestigung vollkeramischer Restaurationen mit Prof. Dr. Sven Rinke

Jetzt auf Anfrage: Befestigung vollkeramischer Restaurationen mit Prof. Dr. Sven Rinke

Online-Seminar von Prof. Dr. Sven Rinke

Erweitern Sie Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten im Bereich der Vollkeramik-Restaurationen! Wir laden Sie ein, sich die Aufzeichnung des aktuellen Webinars „Befestigung von Vollkeramik-Restaurationen" von Professor Dr. Sven Rinke anzusehen.

Unabhängig davon, ob Sie bereits vollkeramische Restaurationen in Ihrer täglichen Praxis einsetzen oder dies vorhaben, ist diese Aufzeichnung eine wertvolle Ressource, die Sie nicht verpassen sollten. Professor Dr. Rinke, ein Experte auf diesem Gebiet, geht auf die wichtigsten Aspekte bei der Umsetzung eines vollkeramischen Behandlungskonzepts ein, das einen vorhersagbaren Langzeiterfolg und hervorragende ästhetische Ergebnisse garantiert, während eine begrenzte Anzahl von Materialien und unkomplizierte Behandlungsstrategien verwendet werden.

Während des Webinars werden zwei Arten der Befestigung vorgestellt: mit selbstadhäsivem Befestigungskomposit (PANAVIA SA Cement Universal, Kuraray Noritake Dental Inc.) und mit adhäsivem Befestigungskomposit (PANAVIA V5, Kuraray Noritake Dental Inc.). Prof. Dr. Rinke bietet ein umfassendes Schritt-für-Schritt-Konzept mit leicht verständlichen Anleitungen, die sich problemlos in die tägliche Routine integrieren lassen.

Die Aufzeichnung des Webinars deckt eine breite Palette wichtiger Themen ab, darunter:

  • Aktuelle materialspezifische Empfehlungen für die Präparation von Vollkeramikrestaurationen, damit Sie immer auf dem neuesten Stand der Technik sind.
  • Etablierte Verfahren und Materialien für die adhäsive Befestigung von Glaskeramik- und Zirkonoxidrestaurationen, damit Sie Best Practices in Ihrer klinischen Arbeit umsetzen können.
  • Eine Diskussion über die Relevanz der konventionellen Zementierung und deren Machbarkeit in der modernen Zahnarztpraxis.
  • Wertvolle Tipps und Strategien zur Vermeidung von Fehlern und Defekten bei vollkeramischen Restaurationen, die letztendlich zu besseren Behandlungsergebnissen führen.

Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, Ihr Wissen über vollkeramische Restaurationen zu erweitern. Wir sind sicher, dass sich das in dieser Webinar-Aufzeichnung vermittelte Wissen positiv auf Ihre tägliche Praxis auswirken und Ihnen helfen wird, bessere Ergebnisse zu erzielen.

 

Dr. Sven Rinke

Sven Rinke hat aufgrund seiner umfangreichen Erfahrungen und Kenntnisse auf dem Gebiet der Prothetik und Implantologie eine Vielzahl von Aufgaben an Universitäten, in der Privatpraxis und in der Dentalindustrie übernommen.

Im Jahr 1992 wechselte er an die Fakultät für Zahnmedizin, Abteilung Prothetik, der Georg-August-Universität Göttingen, wo er später als Senior Lecturer für Werkstoffkunde und Prothetik tätig war, bevor er zum Associate Professor ernannt wurde. Sven war auch Gastassistenzprofessor am Department of Restorative Dentistry der Harvard School of Dental Medicine.

Seit 1996 führt er eine Privatpraxis mit Schwerpunkt Prothetik und Implantologie und ist als wissenschaftlicher Berater für Degussa Dental tätig. Er war Leiter der klinischen Forschung der Degussa Dental GmbH und leitete ab 2002 die Gründung der EC EviDent Consulting (Klinische Forschung und wissenschaftliches Transfermanagement).

Er ist Mitglied des Assigned Board of Specialist of Oral Implantology und des Assigned Board of Specialist of Periodontics und hat einen MSc in Oral Implantology und einen MSc in Periodontology. Seit 2013 hat er die Venia Legendi für das Fach Zahnmedizin an der Georg-August-Universität Göttingen und arbeitet dort in der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik. Er hat zahlreiche Auszeichnungen für seine umfassende Expertise in der Prothetik und Implantologie erhalten.

Monolithische Zirkonoxid-Kronen in der ästhetischen Zone

Monolithische Zirkonoxid-Kronen in der ästhetischen Zone

Case-Report von Dr. Wissam Dirawi, DDS

Zirkonoxid hat sich in den vergangenen zehn Jahren zunehmend als Werkstoff der Wahl für prothetische Restaurationen etabliert. Die hervorragenden mechanischen und inerten Eigenschaften sind einer der Gründe für diesen Trend. Seit der Einführung von Multi-Layered-Zirkonoxid vor mehr als zehn Jahren haben sich die optischen Eigenschaften drastisch verbessert. Moderne mehrschichtige Zirkonoxide (z. B. KATANA™ Zirconia YML von Kuraray Noritake Dental Inc.) bieten ausgewogene mechanische Eigenschaften, Transluzenz und Farbe. Sie ermöglichen es dem Zahntechniker, ästhetische, vollanatomische Restaurationen herzustellen, die nur noch bemalt werden müssen. Im Artikel wird eine restaurative Therapie vorgestellt, bei der drei Zähne sowie ein Implantat mit monolithischen Zirkonoxid-Kronen versorgt werden.

Monolithische Restaurationen, die in der Maltechnik finalisiert werden, können auch eine Option für den Frontzahnbereich sein. Faktoren wie das Alter des Patienten, die innere Farbstruktur der Nachbarbezahnung, die Zahl der zu versorgenden Zähne (einer versus vier oder sechs Oberkieferfrontzähne), die ästhetischen Ansprüche des Patienten sowie finanzielle Aspekte sollten bei der Materialauswahl berücksichtigt werden. Im nachfolgend beschriebenen Fall wurde aus mehreren Gründen Zirkonoxid für die Restauration der Frontzähne ausgewählt.

Abb. 1    Ausgangssituation: Frontalansicht

Patientenfall

Eine 71-jährige Patientin stellte sich in der Praxis aufgrund ästhetischer Probleme im Frontzahnbereich des Oberkiefers vor. Die Mundhygiene war gut und die Patientin Nichtraucherin. Es zeigten sich eine Fehlstellung der implantatgetragenen Krone (NobelBiocare Brånemark RP-Fixture) im Bereich des Zahnes 11, eine Gingivaretraktion am seitlichen Schneidezahn 12 und eine große Kompositfüllung mit Verfärbung am Zahn 22. Die Patientin äußerte den Wunsch, die Unterschiede im Gingivaniveau auszugleichen und die vier oberen Schneidezähne mit Vollkeramikkronen zu versorgen, um eine optimale Ästhetik zu erreichen.

Abb. 2     Ausgangssituation: Frontalansicht

Abb. 3     Ausgangssituation: Okklusalansicht Oberkiefer

 

Auswahl des Werkstoffs

Aufgrund der Entscheidung, alle vier Frontschneidezähne zu restaurieren, war die monolithische Restauration aus Zirkonoxid eine geeignete Materialoption. Auf diese Weise konnten die gewünschten Ergebnisse innerhalb des möglichen finanziellen Rahmens erzielt werden. Um den ästhetischen Ansprüchen der Patientin gerecht zu werden, die erforderlichen mechanischen Eigenschaften zu gewährleisten und die darunter liegenden Strukturen angemessen zu kaschieren, wurde KATANA™ Zirconia YML ausgewählt. Dieses Multi-Layered-Zirkonoxid bietet eine Abstufung von Farbe, Transluzenz und Biegefestigkeit über den gesamten Rohling.

Abb. 4     Ausgangssituation: Okklusalansicht des Unterkiefers

 

Von der Präparation zur provisorischen Versorgung 

Für die Konstruktion der Restaurationen wurde die Situation mit einem Intraoralscanner erfasst. Die Daten sind an das Dentallabor Teknodontin Malmoe, Schweden, übermittelt worden,  welches ein digitales Wax-up anfertigte. Nach Absprache der vorgeschlagenen Zahnformen im Team und dem Einverständnis der Patientin wurde eine „Schablone“ für die Herstellung des Provisoriums angefertigt und an die Praxis geschickt. Diese hat die alten Versorgungen entfernt und die drei Frontzähne für die Aufnahme der neuen Keramikrestaurationen präpariert. Auf das Implantat regio 21 wurde ein Gingivaformer gesetzt und mit der Schablone die provisorische Brücke in der Farbe A3 (Protemp 4, 3M) hergestellt. Anschließend erfolgte eine Gingivektomie mit einem Keramikbohrer (Ceratip, Komet) im bukkalen Bereich der linken mittleren und seitlichen Schneidezähne.

Abb. 5     Chairside-produziertes Provisorium im Mund der Patientin

Nachdem die Patientin mit Ästhetik, Phonetik und Funktion des Provisoriums einverstanden war, wurde die Situation erneut mit einem intraoralen Scanner aufgenommen. Dadurch konnte die Form der Konstruktion reproduziert werden. Anhand der gewonnenen Daten ist im Labor ein neuer Satz provisorischer Kronen aus PMMA (HUGE Multilayer PMMA) in der Farbe A3 gefräst worden. Nach deren Eingliederung erhielt die Patientin die Möglichkeit, das ästhetische Erscheinungsbild und die Funktion über mehrere Wochen zu beurteilen und zu testen. Die Patientin war mit der Phonetik, der Funktion und dem Aussehen der Kronen, die im Vergleich zu den Nachbarzähnen etwas zu hell waren, zufrieden und gab die Zahnform für die Anfertigung der definitiven Restaurationen frei.

Abb. 6     Gedrucktes Modell ...

Abb. 7     ... mit verblockten PMMA-Kronen

Abb. 8     Im Labor hergestellte provisorische Versorgungen

Abb. 9     Langzeitprovisorium an Ort und Stelle: Seitliche Ansicht von rechts

Abb. 10: Langzeitprovisorium an Ort und Stelle: Frontalansicht

Abb. 11     Langzeitprovisorium an Ort und Stelle: Seitliche Ansicht von links

 

Definitive Restauration, Herstellung und Eingliederung 

Basierend auf dem Datensatz der provisorischen Versorgungen wurden vier vollanatomische Kronen konstruiert – eine implantatgetragene und drei zahnbasierte. Die Restaurationen sind ohne anatomische Reduktion aus KATANA™ Zirconia YML gefräst worden. Aufgrund der Beurteilung des Provisoriums wurde diesmal die Farbe A3.5 gewählt. Für die äußere Bemalung und Glasur der Oberfläche kam CERABIEN™ ZR FC Paste Stain zum Einsatz. Noch im Labor wurde die implantatgetragene Krone mit PANAVIA™ V5 (Kuraray Noritake Dental Inc.) auf das goldfarbene Titanabutment (Elos Medtech) geklebt. Für einen optimalen Maskierungseffekt ist die Farbe „opaque“ gewählt worden. Das Abutment wurde auf dem Implantat befestigt und das Schraubenloch mit Komposit verschlossen. Für die adhäsive Befestigung der zahngetragenen Kronen diente ein universelles Befestigungskomposit (PANAVIA™ SA Cement Universal, Kuraray Noritake Dental Inc.).

Abb. 12     Endgültige Restaurationen auf dem Modell

Abb. 13     Intraorale Situation vor dem Einsetzen der Restauration

 

Fazit 

Modernes mehrschichtiges Zirkonoxid (z. B. KATANA™ Zirconia YML) ist in vielen klinischen Situationen ein geeignetes Material. Durch die Verfügbarkeit hochtransluzenter Multi-Layer-Rohlinge können auch bei monolithischer Anwendung ästhetisch gute Ergebnisse erzielt werden; und dies nicht nur im Seitenzahnbereich, sondern in bestimmten Fällen auch in der ästhetischen Zone. Die Entscheidung hängt von den vorliegenden klinischen Gegebenheiten und den Ansprüchen bzw. Wünschen des Patienten ab. Der vorliegende Fall zeigt, dass sehr gute Ergebnisse und eine hohe Patientenzufriedenheit erzielt werden können. Aufgrund der hervorragenden mechanischen Eigenschaften ist davon auszugehen, dass diese Ergebnisse langfristig Bestand haben werden.

Abb. 14     Behandlungsergebnis: Lippenbild

 
Abb. 15     Behandlungsergebnis: Frontalansicht


Abb. 16     Behandlungsergebnis: Okklusale Ansicht

 

DR. WISSAM DIRAWI, MALMOE, SCHWEDEN. DDS.

  • Spezialist für orale Prothetik und Senior Adviser bei Aqua Dental
  • 2000: Master-Abschluss in Zahnmedizin
  • 2000-2018: Zahnarzt in der öffentlichen Zahnpflege und in privater Praxis
  • 2011 - 2018: Ausbilder und Forscher an der Universität Malmö, Fakultät für Zahnmedizin
  • 2018: Spezialist für orale Prothetik; Leitender klinischer Berater; Dozent


Referenzen

  • Alfadhli R, Alshammari Y, Baig MR, Omar R. Clinical outcomes of single crown and 3-unit bi-layered zirconia-based fixed dental prostheses: An up to 6- year retrospective clinical study: Clinical outcomes of zirconia FDPs. J Dent. 2022 Dec;127:104321. 
  • Le M, Papia E, Larsson C. The clinical success of tooth- and implant-supported zirconia-based fixed dental prostheses. A systematic review. J Oral Rehabil. 2015 Jun;42(6):467-80. 

  • Alammar A, Blatz MB. The resin bond to high-translucent zirconia-A systematic review. J Esthet Restor Dent. 2022 Jan;34(1):117-135. 

  • Sadowsky SJ. Has zirconia made a material difference in implant prosthodontics? A review. Dent Mat 2020; 36: 1–8. 

  • Mazza LC, Lemos CAA, Pesqueira AA, Pellizzer EP. Survival and complications of monolithic ceramic for tooth-supported fixed dental prostheses: A systematic review and 
meta-analysis. J Prosthet Dent 2022; 128: 566–74.
  • Passia N, Mitsias M, Lehmann F, Kern M. Bond strength of a new generation of universal bonding systems to zirconia ceramic. J Mech Behav Biomed Mater. 2016; 
62:268–274. 

  • Sailer I, Makarov NA, Thoma DS, Zwahlen M, Pjetursson BE. All-ceramic or metal-ceramic tooth- supported fixed dental prostheses (FDPs)? A systematic review of the 
survival and complication rates. Part I: Single crowns (SCs). Dent Mater 2015; 31:603-623. 

  • Pjetursson BE, Sailer I, Makarov NA, Zwahlen M, Thoma DS. All-ceramic or metal-ceramic tooth- supported fixed dental prostheses (FDPs)? A systematic review of the 
survival and complication rates. Part II: Multiple-unit FDPs. Dent Mater 2015; 31:624–639. 

PANAVIA V5

Klinischer Fall - Verblendung der mittleren Schneidezähne mit PANAVIA V5

Von Irfan Abas - Implantologe und restaurativ tätiger Zahnarzt

Irfan Abas ist Spezialist für orale Implantologie und restaurative Zahnmedizin sowie ein international gefragter Referent. Er hat mehr als 20 Vorträge, Workshops und Live-OP-Kurse auf der ganzen Welt gehalten. Unter seinem Namen wurden mehrere Artikel in TP, einer niederländischen zahnmedizinischen Fachzeitschrift, veröffentlicht, für die er auch als Redakteur tätig ist. Ein weiteres Highlight ist eine Veröffentlichung in der NTvT in Zusammenarbeit mit Prof. Gert Meijer (Radboud UMC), unter dessen Leitung Abas 2014 die vierjährige Postdoktorandenausbildung in rekonstruktiver Zahnheilkunde erfolgreich abgeschlossen hat. Er ist außerdem Ausbilder und Dozent für die AAIE und Vorsitzender von MINEC Netherlands. Irfan Abas hat seine eigene Praxis in Bussum, Niederlande (tandartsabas.nl).

Ein 42-jähriger Patient bat um die Wiederherstellung der stark abradierten mittleren Frontzähne 

 


Vorbehandlung

 


Nach der Herstellung eines Mock-ups wurden die Zähne durch das Mock-up hindurch präpariert. 

 


Für die beiden Veneers aus Lithium-Disilikat war eine Präparation von zirka 1 mm erforderlich. Nach dem Entfernen des Mock-ups wurde die Präparation optimiert.

 


Überprüfung des Platzangebotes mit Hilfe einer Silikonwalls

 


Finale Präparation (frontal)

 


Herstellen der provisorischen Verblendschalen aus Kunststoff (Protemp)

 


Spot-Ätzung vor dem Verkleben der provisorischen Verblendschalen

 


Eine kleine Menge fließfähiges Komposit wird auf die geätzten Oberflächen aufgetragen

 


Lichthärtung der gesamten Oberfläche 

 


Eingesetzte provisorische Verblendungen

 


Die vom Zahntechniker hergestellten keramischen Veneers

 


Überprüfung der Passungen im Mund

 


Kofferdam für eine kontrollierte adhäsive Befestigung

 


Ätzen mit 35%iger Phosphorsäure K-Etchant Syringe für 10 Sekunden.

 


Behandlung mit selbstätzendem Primer PANAVIA™ V5 Tooth Primer (20 Sek. einwirken lassen)

 


Ätzen der Lithium-Disilikat-Verblendungen

 


Clearfil™ Ceramic Primer Plus MDP-Silan wird auf die Veneers appliziert. 

 


Befestigung der Veneers auf einem Einsetzinstrument vor dem definitiven Verkleben.

 


PANAVIA™ V5 Paste wird auf die Innenseite des Veneers aufgetragen

 


PANAVIA™ V5 Paste auf dem Veneer

 


Einsetzen des Veneers im Mund und Entfernen der Überschüsse 

 


Lichthärtung (mindestens 10 Sek.)

 


Unmittelbar nach der adhäsiven Befestigung mit PANAVIA™ V5

 


Unmittelbar nach der Behandlung

 


Unmittelbar nach der Behandlung

 


Zwei Monate nach der Behandlung

 


Ein Jahr nach der Behandlung

 


Ein Jahr nach der Behandlung

Vielseitiges fliessfähiges Komposit

Vielseitiges fliessfähiges Komposit für alltägliche klinische Herausforderungen

Preisgekröntes Produkt

Zum 9. Mal in Folge wurde CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow (Low) von Dental Advisor als Top-Produkt ausgezeichnet. In der Ausgabe JAN/FEB 2024 gibt Dental Advisor seine Auswahl an zahnmedizinischen Materialien und Geräten bekannt, die auf der Grundlage der jährlichen Überprüfung dieser Produkte die beste Leistung in der Praxis bieten.

 

Über das Produkt

CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow, das in drei verschiedenen Fließfähigkeitsstufen erhältlich ist, wurde als Top-Produkt in der Kategorie "Direkte Restauration" ausgezeichnet und erhielt außerdem die Auszeichnung "Editor's Choice" für seine Version mit mittlerer Viskosität „Low“.  Anstatt den Praktiker auf eine einzige Viskosität zu beschränken, die möglicherweise nicht für alle fließfähigen Komposit-Indikationen ideal ist, gibt es CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow in einer Version,  

  • die fest genug ist, um beim Auftragen an Ort und Stelle zu bleiben,
  • in einer anderen Version, die formbar genug ist, um eine bestimmte Form zu gestalten,
  • und in einer dritten Version, die fließfähig genug ist, um in jede Ecke oder Unterschnitte zu fließen. 

Der Zahnarzt kann somit die beste Version für die jeweilige Aufgabe auswählen – die Variante mit hoher Fließfähigkeit für Kavitätenauskleidungen und als Kompositschicht bei der sofortigen Dentinversiegelung (IDS) oder die Option mit sehr geringer Fließfähigkeit für direkte Restaurationsverfahren und für den Aufbau von Höckern usw.

Abgesehen von den Vorteilen in der Handhabung ist dieses universelle fließfähige Komposit, das die Lichtdiffusionstechnologie von Kuraray Noritake Dental Inc. enthält, hoch ästhetisch und verfügt über optische Eigenschaften, die es im klinischen Alltag ermöglichen, naturgetreue Restaurationen herzustellen, die sich nahtlos in die umgebende Zahnstruktur einfügen.
 

Bewertung

Das von den 29 DENTAL ADVISOR-Beratern in 909 Anwendungen in ihren Zahnarztpraxen getestete fließfähige Komposit, war die mittlere fließfähige Variante CLEARFIL MAJESTY™ ES Flow (Low). Ihre Bewertungen konzentrierten sich auf Eigenschaften wie Platzierung/Handhabung, Ästhetik, Viskosität und Polierbarkeit, und sie bewerteten alle diese Schlüsseleigenschaften mit „ausgezeichnet". Dies führte zu einer Empfehlungsrate von 100 % und einer klinischen Gesamtbewertung von 98 %.

 

Bemerkungen der Bewerter

Sie äußerten sich unter anderem wie folgt: „Das Material verschmilzt so gut mit der Zahnstruktur, dass man wirklich suchen muss, um den Übergang zu finden". „Auf Röntgenbildern ist es leicht zu erkennen" und „Eines der besten fließfähigen Komposite, das ich je verwendet habe".

 

Über Dental Advisor

Die Auszeichnungen „Top Product" und „Preferred Product" wurden vom US-amerikanischen DENTAL ADVISOR ursprünglich eingeführt, um vielbeschäftigten Zahnärztinnen und Zahnärzten dabei zu helfen, die zahlreichen neuen Lösungen zu verstehen, die für weniger invasive Techniken und standardisierte oder vereinfachte Verfahren angezeigt sind, um letztendlich regelmäßig bessere Ergebnisse zu erzielen.

DENTAL ADVISOR führt seine praxisbezogenen klinischen Bewertungen und Produktleistungstests kurz nach der Produkteinführung durch. Die Ergebnisse werden jährlich in der Januar/Februar-Ausgabe online veröffentlicht, um potenziellen Anwendern dabei zu helfen, hochwertige neue Dentalmaterialien zu identifizieren und herauszufinden, welche davon am besten geeignet sind, ihre individuellen Anforderungen zu erfüllen.

Zahnärzte und Zahntechniker entdecken Kuraray Noritake Dental in Japan

Eine unvergessliche Reise: Europäische Zahnärzte und Zahntechniker entdecken Kuraray Noritake Dental in Japan

UNVERGESSLICHE WOCHE

Im April begleitete ein Team der europäischen Niederlassung von Kuraray Noritake Dental 18 Key Opinion Leaders (KOLs) aus Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, der Türkei, Polen, England, Rumänien, der Schweiz, der Tschechischen Republik und Dänemark zu den Wurzeln von Kuraray Noritake Dental in Japan. Die Woche war eine Mischung aus professionellem Austausch, kulturellem Eintauchen und gemeinsamen Erfahrungen.

Die europäische Gruppe bestand aus einem interdisziplinären Team von Zahnärzten, Zahntechnikern, Professoren und Forschern. Sie besichtigten die beiden Produktionsstätten von Kuraray Noritake Dental in Niigata (Chair-Side-Fertigung) und Nagoya (Laborprodukte) und besuchten die Hauptverwaltung in Tokio.


Besuch der Produktionsstätte für stuhlgebundene Produkte in Niigata

INTERDISZIPLINÄRER UND INTERNATIONALER AUSTAUSCH

Wie Sie sich vorstellen können, war dies eine fantastische Gelegenheit für die europäischen Mitarbeiter und KOLs von Kuraray Noritake Dental, sich mit japanischen Entwicklern und Produktionsmitarbeitern rege auszutauschen. Die Zahnärzte und Zahntechniker aus Europa schätzten die Gelegenheit sehr, ihre eigene Arbeit und die aktuellen Ergebnisse zu präsentieren und gleichzeitig Tipps und Techniken mit den japanischen Mitgliedern zu teilen.

Die Bedeutung dieser Reise sowohl für die KND-Mitarbeiter als auch für die europäische Reisegruppe wurde durch die Teilnahme der Leiterin von Kuraray Noritake Dental (Yamaguchi-san) und der Erfinderin des Noritake-Dentalporzellans (Kiyoko Ban) unterstrichen. In ihrer Begrüßungsrede betonte sie, was für eine außergewöhnliche Chance dieser interdisziplinäre und internationale Austausch darstellt und wie sehr sie sich über die zahlreichen Besucher freut.


Kiyoko Ban bei ihrer Begrüßungsrede für die Delegation aus Europa



Der Leiter von Kuraray Noritake Dental (Yamaguchi-san) zusammen mit Dr. David Gerdolle, Jakab Daniel und Honoré Morel beim Mittagessen im Büro in Tokio

Der Rundgang hat gezeigt, dass der persönliche Austausch zwischen Produktentwicklern und Fachleuten sowie der Blick hinter die Kulissen, der einen direkten Einblick in die Produktion und Qualitätssicherung ermöglicht, durch nichts zu ersetzen sind.

 

Wie Dr. David Gerdolle sagte: "Freundlichkeit, perfekte Organisation, Hingabe an Präzision und Professionalität sind eine seltene und wertvolle Kombination in der realen Welt. Mein Dank gilt der Firma Kuraray Noritake für diese unvergessliche Woche in Japan."

JAPAN ERFORSCHEN

Bei dem Besuch ging es jedoch nicht nur um Zahnmedizin. Auf der Zugfahrt von Nagoya nach Tokio bot sich die fabelhafte Gelegenheit, den Berg Fuji in seiner ganzen Pracht zu sehen und die japanische Kultur zu erkunden. Nicht zu vergessen ist der Besuch des Noritake-Gartens in Nagoya, wo die Geschichte und die traditionelle Kunst des feinen Tafelgeschirrs bis hin zu modernen High-Tech-Materialien ausgestellt sind.


Ausstellungen im Noritake-Museum in Nagoya

Wie Daniel Dunka (MDT) sagte: "Die Reise war absolut wunderbar, und ich bin Noritake für die Einladung dankbar. Es war eine wunderbare Erfahrung, mit Kollegen aus der ganzen Welt in einer so schönen Umgebung zusammenzukommen. Es war eine Inspiration für mich, und ich freue mich darauf, weiterhin mit Ihren wunderbaren Materialien und natürlich Ihrem großartigen Team zu arbeiten.

Jakab Daniel (MDT) fügte hinzu: „Die Organisationskultur [in Japan] ist faszinierend, es ist erstaunlich, einen Teil des gesamten Herstellungsprozesses von Noritake-Keramik, Zirconium KATANA und allen Kuraray-Produkten zu erleben. Sehr gute Diskussionen, Meinungen, Vorschläge", während MDT Mathias Berger aus Frankreich den gesamten Besuch mit den Worten zusammenfasste: „Vielen Dank für die Einladung, ich habe mir einen Traum erfüllt.“

Wissen & Praxis 360°

Wissen & Praxis 360°: Direkte und indirekte Restaurationstechniken

Kuraray Noritake beleuchtet moderne Restaurationstechniken in der Zahnmedizin

Am 16. November 2024 findet in der europäischen Zentrale von Kuraray in Hattersheim das Symposium „Wissen & Praxis 360°: Direkte und indirekte Restaurationstechniken“ statt. Kaum eine andere Fortbildung bietet einen so konzentrierten Überblick über moderne restaurative Konzepte in der Zahnmedizin – direkt und indirekt.

Das Symposium „Wissen & Praxis 360°: Direkte und indirekte Restaurationstechniken“ bietet die Gelegenheit, ganz gezielt in die Welt der restaurativen Zahnmedizin einzutauchen. Experten teilen ihr Wissen zu Themen wie adhäsive Befestigung, indirekte Restaurationen, Adhäsivsysteme sowie direkte und indirekte Komposite. Auch Themen wie Proximale Box-Elevation werden erörtert und praxisnahe Lösungen für alltägliche Herausforderungen vorgestellt. Die Fachthemen konzentrieren sich auf prothetische und konservierende Therapieoptionen – eine Kombination, die in der dentalen Kongresslandschaft selten so detailliert beleuchtet wird. Angelehnt an den Praxisalltag erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein abwechslungsreiches Programm, das wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig auf die direkte klinische Anwendung ausgerichtet ist.

Ich will dabei sein – 360° Perspektiven, die den Kreis schließen!


Von allen Seiten betrachtet

Eine 360°-Perspektive auf die aktuellen Entwicklungen in der restaurativen Zahnmedizin bieten Vorträge von Experten wie Prof. Cornelia Frese, Prof. Matthias Kern, Prof. Rainer Haak, Prof. Nicole Passia und Prof. Ivo Krejci. Die Experten bringen vielfältige Sichtweisen und fundiertes Fachwissen aus ihren spezifischen Forschungs- und Praxisbereichen ein und bieten umfassende Einblicke in bewährte und innovative Behandlungsmethoden. Jeder Vortrag zielt darauf ab, ein ganzheitliches Verständnis der komplexen Anforderungen zu fördern, damit Praktizierende ihre Behandlungsstrategien aus allen Blickwinkeln optimieren können.

Hier passiert Zukunft

Auch der Veranstaltungsort ist alles andere als gewöhnlich. Das Symposium findet in der Europazentrale von Kuraray Europe statt und bietet die Möglichkeit, das Unternehmen hautnah zu erleben. Kuraray ist ein weltweit tätiger Spezialchemie-Konzern, der in mehr als 30 Ländern vertreten ist. Unter dem Motto „possible starts here“ setzt Kuraray Maßstäbe in Forschung und Produktentwicklung – seit mehr als vier Jahrzehnten auch in der Dentalwelt. Mit wegweisenden Entwicklungen wie Phenyl-P, dem ersten Adhäsivmonomer in der Zahnmedizin, oder Original-MDP-Monomer wurden echte Meilensteine gesetzt. Dentale Marken aus dem Hause Kuraray wie Caries Detector, PANAVIA™, KATANA™ Zirconia und CLEARFIL™ werden weltweit geschätzt. Das Symposium „Wissen & Praxis 360°“ spiegelt das Engagement des Unternehmens wider, die Synergie zwischen Forschung, Entwicklung und Praxis zu leben. 

Neue Impulse für den Praxisalltag: „Ich will dabei sein!“

Für Zahnärztinnen und Zahnärzte, die auf der Suche nach neuen Perspektiven und Methoden für ihren restaurativen Praxisalltag sind, bietet das Symposium „Wissen & Praxis 360°: Direkte und indirekte Restaurationstechniken“ am 16. November 2024 eine gute Gelegenheit, den eigenen Horizont zu erweitern. Erwartet werden kann ein abwechslungsreiches, wissenschaftlich fundiertes Programm mit hohem Praxisbezug. Neben fachlichem Austausch rund um die restaurative Zahnmedizin bietet das Symposium spannende Einblicke in die Welt von Kuraray Noritake. 

Ich will dabei sein – 360° Perspektiven, die den Kreis schließen!